04. Februar 2003

Vedic City: Nur noch “ Bio „

Themen: Archiv — info @ 09:02

Vedic City (agrar.de) – Die im Südosten Iowas (USA) gelegene Gemeinde Vedic City hat per Ratsbeschluss für illegal erklärt, innerhalb ihrer Grenzen gentechnisch-veränderte oder nicht ökologisch produzierte Lebensmittel zu verkaufen.

Bürgermeister Bob Wynne sieht darin eine sinnvolle Maßnahme zum Schutz der Gesundheit seiner etwa 125 Mitbürger zählenden, erst 2001 gegründeten Gemeinde. Vedic City verfügt über zwei Restaurants, ein Öko-Supermarkt ist in Planung.

Links zum Thema Bio-Landbau international, Links zum Land USA.

03. Februar 2003

Baumschulen 2002 mit drastischen Umsatzeinbußen

Themen: Archiv — info @ 15:02

Pinneberg (agrar.de) – Das Jahr 2002 war für die Baumschulwirtschaft das mit Abstand schlimmste Kalenderjahr seit Jahrzehnten, zog BdB-Präsident des Bundes deutscher Baumschulen (BdB), Walter Hinrichs, Bilanz. Zudem seien die Aussichten für das neue Jahr alles andere als ermutigend. Dennoch gebe es für die Baumschulen keine andere Wahl, als sich gegenseitig ‚Kopf hoch‘ zuzurufen.

Eine vom BdB im Verband kurzfristig durchgeführte Umfrage zu den erzielten Umsätzen im Vergleich zum Jahr davor zeigt laut Hinrichs, dass ein großer Anteil der Mitgliedsbetriebe während der letzten beiden Quartale im Jahr 2002 ‚dramatische Umsatzeinbußen hat hinnehmen müssen‘. Es sei deshalb nicht auszumalen, was passiert, wenn die drohende Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes für Pflanzen von sieben auf 16 Prozent und der Abbau der Pauschalierungsregelung von neun auf sieben Prozent umgesetzt werden sollte.

Links zum Thema Baumschulen.

Energie aus der Agrarwirtschaft?

Themen: Archiv — info @ 14:02

Zukunftsbewusste Landwirte sind Träger einer ökologisch fundierten Industriellen Revolution

Bad Godesberg/Wuppertal (agrar.de) – Klare Worte fand Dr. Hermann Scheer auf der Tagung ‚Wie wird der Landwirt zum Energiewirt‘ zum Thema Biomasse: ‚Das weltweite Biomasse-Potential reicht aus, um große Teile des Energiebedarfs zu decken. Das ist nicht nur eine Feststellung, sondern eine Aufforderung, das Potential auch zu nutzen‘, so der Präsident von EUROSOLAR. ‚Allem voran geht es um eine Strategie zur raschen Überwindung der Abhängigkeit von Erdöl und den damit verbundenen globalen Kriegsgefahren. Dazu gehören vor allem bio-synthetische Kraftstoffe und Bio-Alkohol als Kraftstoff‘, so Scheer. Rund 150 Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Forschung waren zu der Tagung der Energieagentur NRW und von EUROSOLAR in die Godesberger Stadthalle gekommen.

NRW-Energieminister Dr. Axel Horstmann erklärte, die Biomassenutzung für energetische Zwecke sei unter landwirtschaftspolitischen und insbesondere industriepolitischen Gesichtspunkten interessant. Horstmann: ‚Es gibt ein großes Interesse sowohl der Mineralölindustrie als auch der Automobilindustrie an regenerativ erzeugten Kraftstoffen.‘ Zurzeit arbeite man an der Umsetzung des so genannten ‚Biomasse-Regionen-Konzeptes‘. Neben einer Bestandsaufnahme gehe es in diesem Konzept um die Entwicklung von Vorschlägen zur Verarbeitung von Biomasse sowie der Entwicklung von Anlagen und Technologien.

Scheer erklärte den Wandel des Landwirts zum Energiewirt zu einem wesentlichen Bestandteil des Bemühens, über kurz oder lang die Energieversorgung von fossilen Ressourcen auf erneuerbare Energien umzustellen. Nach Scheer ist eine finanzielle Begünstigung für Strom und Treibstoffe aus Biomasse unumgänglich, wenn sie sich gegen fossile Energieträger durchsetzen sollen. ‚Das beinhaltet natürlich auch unpopuläre Maßnahmen.‘

Der EUROSOLAR-Präsident betonte, dass die ‚Energiewende‘ eine globale Herausforderung sei. Während sich in der EU der Gesamtenergieverbrauch zwischen 1990 und 2020 um ein Viertel erhöhe, steige er z.B. in den Entwicklungsländern im gleichen Zeitraum um das Dreifache. Bereits heute sei ihr Gesamtenergieverbrauch zweimal höher als in der EU.

‚Wir befinden uns mitten in einer weiteren Industriellen Revolution‘, erklärte Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW. Hüttenhölscher sagte, es gehe um die konkrete Umsetzung der Wende bei der Energieversorgung. ‚Die Zukunft liegt in der dezentralen Energieversorgung. Dabei wird die Energie vom Acker oder aus dem Stall zur Eigen- oder Regionalversorgung weltweit an Bedeutung gewinnen‘, prognostizierte Hüttenhölscher. Derzeit werden rund acht Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland aus erneuerbaren Energien gezogen. Den möglichen Anteil der Agrarwirtschaft am Gesamtenergieverbrauch Deutschlands schätzt Hüttenhölscher auf über zehn Prozent.

Technische Voraussetzungen

Die Referenten waren sich einig, dass die technischen Möglichkeiten zur Gewinnung von Energie aus Agrarprodukten vielversprechend fortgeschritten seien oder sich teilweise in der Praxis bereits bewährt hätten. Das gelte für die Gewinnung von Glukose als Treibstoff für chemo-elektrische Antriebe ebenso wie für die Erzeugung von Bio-Wasserstoff aus der Landwirtschaft. ‚Kraftstoffe einschließlich Wasserstoff aus Biomasse ist die Antwort auf die Krisen unserer Zeit. So lassen sich alle Anforderungen an Umwelt- und Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit sowie niedrige Energiekosten und Komfort erfüllen‘, versichert Karl Heinz Tetzlaff vom Deutschen Wasserstoffverband. Als besonders effiziente Methode, kohlenstoffhaltige Energieträger in Wasserstoff umzuwandeln, habe sich die thermische Vergasung (Steam-Reforming) erwiesen. Allerdings sei man über den Betrieb einer Pilotanlage noch nicht hinaus.

Für die Substitution des fossilen Erdgases biete sich zudem die Umwandlung von Biogas in ‚Greengas‘ an. ‚Greengas‘ kann als Kraftstoff verwendet werden oder ins Gasnetz eingespeist werden. ‚Die technischen Möglichkeiten stehen nach mehrjähriger Erfahrung in der Schweiz, den Niederlanden und Schweden bereits zur Verfügung‘, referiert Peter Schrum, Präsident des Bundesverbandes Biogene Kraftstoffe. Nach Schrem betragen die Aufbereitungskosten von Biogas derzeit etwa 5 Cent pro Kilowattstunde (bei weniger als 30 Kubikmeter Rohbiogas/h). ‚Bei mehr als 400 Kubikmetern sinken die Kosten auf zirka 1 Cent pro Kilowattstunde. Vor allem in der Aufbereitung kleiner Gasmengen werden zukünftig durch den technologischen Fortschritt und Serienproduktionen die Kosten noch weiter sinken.‘

Qualifizierung

Inzwischen haben Politik, Forschung und Wirtschaft auf die Nachfrage nach Qualifizierungsmöglichkeiten zum ‚Energiewirt‘ reagiert. An der Fachhochschule Köln werden im Diplom-Studiengang Maschinenbau die Schwerpunkte ‚Regenerative Energie- und Stofftechnik‘ sowie ‚Regenerative Boden- und Landschaftstechnik‘ angeboten. Neben Grundlagen, Verfahren und Technik von Solartechnik und Windenergie steht die Nutzung von Biomasse im Zentrum der Ausbildung. ‚Es geht um die Bereitstellung von Festbrennstoffen sowie um Anbau, Ernte, Transport oder Aufbereitung. Behandelt werden zudem alle Belange rund um die energetische Nutzung: von Brennstoffeigenschaften bis zur Stromerzeugung‘, so Prof. Christiane Rieker von der FH Köln.

Um dem gestiegenen Weiterbildungsbedarf am Thema Biomasse gerecht zu werden, bietet die Energieagentur NRW ab sofort das Seminar ‚Land- und Forstwirt als Energiewirt‘ an. Das Seminar wurde im Rahmen des Programms RAVEL NRW entwickelt. ‚Bei der Erstellung des Seminars sind die Erfahrungen aus der Bearbeitung von über 600 Projekt-Anfragen zur Biomasse-Nutzung im Jahr 2002 berücksichtigt worden‘, erklärt Dipl.-Ing. Torsten Brose von der Energieagentur NRW. Zu den Inhalten gehören u.a. die Vorstellung der technischen Möglichkeiten sowie die Nutzung von Förderprogrammen. Das Seminar steht sämtlichen Weiterbildungsein-richtungen inklusive Teilnehmerunterlagen zur Verfügung.

Weitere Informationen gibt es bei der Energieagentur NRW, Kasinostraße 19-21, 42103 Wuppertal, Tel.: 0202-24552-0 und bei EUROSOLAR. Der Tagungsband ist erhältlich bei EUROSOLAR, Kaiser-Friedrich-Str. 11, 53113 Bonn Tel.: 0228-362373.

Links zum Thema %url4%Energie%/%.

Österreich: Keine Entwarnung für den Wald

Themen: Archiv — info @ 12:02

Bundesamt und Forschungszentrum für Wald veröffentlicht Ergebnisse der Kronenzustandsinventur 2002

Wien (agrar.de) Die vom Jahr 2000 auf 2001 eingetretene Verschlechterung des Kronenzustandes konnte im Erhebungsjahr 2002 nicht wettgemacht werden. Der mittlere Nadel-/Blattverlust (NBV) – gewissermaßen ein Vitalitätsindikator für Waldbäume – verringerte sich im Erhebungsjahr 2002 im Vergleich zum Vorjahr um nur geringfügige 0,5 Prozentpunkte. Gerechnet über alle Baumarten zeigt sich demnach im Vergleich zum Vorjahr keine wesentliche Änderung der Vitalität. Die Ergebnisse belegen die Notwendigkeit einer weiteren aufmerksamen Beobachtung der Zustandsentwicklung des Waldes. Dies teilt das Lebensministerium anläßlich der Präsentation der vom Bundesamt und Forschungszentrum für Wald erstellten Kronenzustandsinventur 2002 mit.

Nach Baumarten fällt das Ergebnis deutlich unterschiedlich aus. Während sich der Kronenzustand der Hauptbaumart Fichte im Vergleich zum Vorjahr kaum veränderte, kam es bei der Baumart Tanne zu einer Verschlechterung des Kronenzustandes um 0,8-Prozentpunkte. Auch die Baumart Lärche erfuhr eine Verschlechterung um 0,3-Prozentpunkte. Dagegen wurde bei der Baumart Kiefer eine Verbesserung des Kronenzustandes verzeichnet. Der mittlere Nadel-/Blatt-Verlust (NBV) verringerte sich um einen Prozentpunkt. Auch der Kronenzustand der Baumart Buche verbessert sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Der mittlere NBV nahm um 1,9-Prozentpunkte ab. Als Problembaumart Nummer eins erweist sich die Eiche. Sie ist nach wie vor der am stärksten gefährdete Baum. Ihr Kronenzustand verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich und liegt auch weiterhin weit unter dem Level anderer Baumarten. Bei der Eiche ist allerdings zu beachten, dass das erfasste Kollektiv relativ klein ist und daher die Ergebnisse mit einer größeren Schwankungsbreite behaftet sind.

Rund 2,8 Prozent der Probebäume wurden zwischen den Aufnahmen 2001 und 2002 im Zuge der Nutzungen entnommen, ein üblicher Rahmen, der auch mehrfach in den Vorjahren erreicht wurde. Anlass zur Besorgnis gibt allerdings die mit 0,17 Prozent höchste Baummortalitätsrate seit dem Jahre 1994. Dies entspricht zwölf abgestorbenen Probebäumen.

Im Zuge der Erhebungen erfolgte auch eine Aufnahme der mechanischen Schädigungen an den Probebäumen. Fast die Hälfte der Probebäume (47 Prozent) weist einen oder mehrere derartige Schäden auf. Rund 50 Prozent dieser Schäden sind durch Elementarereignisse wie Sturm, Schnee oder Eisanhang verursacht und immerhin fast ein Viertel (23 Prozent) durch menschliche Aktivitäten wie Fällung oder Bringung. 8 Prozent der Schädigungen sind auf Wild (Schälschäden) und weitere 20% auf Schäden wie Blitzschlag oder Steinschlag zurückzuführen.

Im Jahr 2002 umfasste das nationale Netz 264 Probeflächen mit insgesamt 7.029 Probebäumen. Diese stehen seit 1989 unter kontinuierlicher Beobachtung durch die Experten des Bundesamtes. Zur Qualitätssicherung der Aufnahmen wird jährlich vor Beginn der Feldarbeiten ein einwöchiges gemeinsames Aufnahmetraining mit allen beteiligten Taxatoren durchgeführt. Damit wird eine qualitativ einheitliche Situationsbeurteilung gewährleistet. Die Probeflächen des Aufnahmenetzes verteilen sich nach Baumarten auf: 67 Prozent Fichte, 3 Prozent Tanne, 5 Prozent Lärche, 12 Prozent Weisskiefer, 8 Prozent Buche, 2 Prozent Eiche und 3 Prozent sonstige Nadel- und Laubhölzer.

Detaillierte Informationen zum Kronenzustand der österreichischen Waldbäume finden sich im Internet.

Links zum Thema Wald und Forst, Links zum Land %url5%Österreich%/%.

Tierschutz: Kommission begrenzt Ausfuhrerstattungen für lebende Rinder

Themen: Archiv — info @ 11:02

Brüssel (agrar.de) – Im Interesse des Tierschutzes ist heute die Verordnung (EG) Nr. 118/2003 der Kommission vom 23. Januar 2003 (ABl. L 20 vom 24.1.2003) in Kraft getreten, die die Fälle begrenzt, in denen Ausfuhrerstattungen für lebende Rinder gewährt werden. Außerdem wird darin die Regelung erheblich vereinfacht, weil 26 Arten von Ausfuhrerstattungen für lebende Rinder wegfallen. So werden ab heute für Schlachttiere keine Ausfuhrerstattungen mehr gewährt; einzige Ausnahme sind die Ausfuhren in Drittländer, wo traditionell aus kulturellen und/oder religiösen Gründen Bedarf an solchen Tieren besteht. Bei reinrassigen Zuchttieren ist die Erstattung zur Vermeidung von Missbräuchen auf bis zu 30 Monate alte weibliche Tiere beschränkt.

Damit geht die Zahl der Fälle, in denen Ausfuhrerstattungen für lebende Tiere gewährt werden können, deutlich zurück. Außerdem haben die Kommissionsdienststellen am 21. Januar einen Verordnungsentwurf vorgelegt, der strengere Veterinärkontrollen und eine Verschärfung der Strafen bei Verstoß gegen die Tierschutzvorschriften vorsieht. Mit diesen beiden Legislativentwürfen macht die Kommission ihre Ankündigung im Mid-Term Review vom Juli 2002 wahr, in dem sie erklärt hat, sie würde die ‚Bedingungen, unter denen Ausfuhrsubventionen für Lebendvieh gewährt werden können, strikter fassen und die Kontrollen entsprechend verschärfen.‘

Nach der Streichung von 26 Erstattungstatbeständen werden Ausfuhrerstattungen für lebende Tiere nur noch in den beiden folgenden Fällen gewährt:

– Bei Schlachttieren: nur für die Ausfuhr von männlichen Rindern in Drittländer (Ägypten und Libanon), die traditionell große Mengen solcher Tiere aus kulturellen und/oder religiösen Gründen einführen.

– Bei reinrassigen Zuchttieren: Ist der Erstattungssatz höher als bei Schlachttieren, werden die Ausfuhrerstattungen auf Färsen und Kühe von bis zu 30 Monaten beschränkt, um einen Missbrauch der Regelung zu verhindern. So besteht bei älteren Tieren mit niedrigerem Zuchtwert ein größeres Risiko, dass sie kurz nach der Ausfuhr geschlachtet werden.

Bezüglich der Verschärfung der Veterinärkontrollen und der Strafen bei Verstoß gegen die Tierschutzvorschriften hat die Kommission am 21. Januar 2003 einen Vorschlag zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 615/98 vorgelegt. Nach dieser Verordnung ist die Gewährung von Ausfuhrerstattungen für lebende Rinder abhängig von der Einhaltung der EU-Vorschriften zum Schutz der Rinder beim Transport(Richtlinie 91/628/EWG). Die Kommission schlägt jetzt vor, die Regelung strenger zu fassen. Insbesondere ist beabsichtigt, für jede Sendung obligatorische Veterinärkontrollen einzuführen und die Strafen bei Verstoß gegen die Tierschutzvorschriften für den Transport zu verschärfen. In Drittländern sollen die Kontrollen beim Wechsel des Transportmittels und im Bestimmungsdrittland am ersten Entladungsort durchgeführt werden.

Links zum Thema EU und Landwirtschaft, Links zum Thema Tierschutz.

Thalheim: Qualitätsmanagement auch im Forstbereich immer wichtiger

Themen: Archiv — info @ 11:02

Ebendorf (agrar.de) – Auf die wachsende Bedeutung eines umfassenden Qualitätsmanagements für den Forstbereich hat Dr. Gerald Thalheim, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, heute auf der Jahresversammlung der Gütegemeinschaft Wald- und Landschaftspflege in Ebendorf (Sachsen Anhalt) hingewiesen.

Als zweitgrößter Landnutzer erzeuge die Forstwirtschaft den wichtigsten nachwachsenden Rohstoff und liefere die Grundlage für die heimische holzverarbeitende Wirtschaft. Zudem erfüllten Wälder wichtige Schutz und Erholungsfunktionen. Mit steigenden gesellschaftlichen Ansprüchen auch an die Qualität der forstwirtschaftlichen Produktion, werde ein den gesamten Produktionsprozess umfassendes Qualitätsmanagement und dessen Dokumentation nach außen immer wichtiger, so der Staatssekretär. Das gelte besonders für den Einsatz von Forsttechnik, denn die meisten Arbeiten im Wald seien Holzerntearbeiten. Das Gütezeichen der Gütegemeinschaft Wald- und Landschaftspflege sei ein gutes Beispiel dafür, wie z.B. im Bereich der Holzrückung für Transparenz gesorgt werden könne.

Thalheim ermunterte die Gütegemeinschaft, den eingeschlagene Weg weiter zu verfolgen. Solche Gütezeichen ermöglichten es, die Markttransparenz zu verbessern und sich als Dienstleistungsanbieter durch überwachte Qualitätsmerkmale von den Wettbewerbern abzusetzen. Welcher Anbieter sich letztlich durchsetze, entscheide der Markt, so der Staatssekretär. Die Bundesregierung begrüße alle Maßnahmen, die zur Verbesserung der Nachhaltigkeit beitrügen. Dazu gehöre auch ein umfassendes Qualitätsmanagement. Nachhaltigkeit schließe dabei die Komponenten Wirtschaftlichkeit, Umweltschonung und Sozialverträglichkeit ein. Das Bundesverbraucherministerium fördere entsprechende Aktivitäten z.B. im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes‘ oder über die Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe durch Maßnahmen zur Stärkung der Holzverwendung.

Links zum Thema Wald und Forst.

Stächele: Verfahren zur Ergänzung der FFH-Gebiete geht in weitere Phase

Themen: Archiv — info @ 09:02

Land wird das europäische Schutzgebietsnetz bei Natura 2000 in enger Zusammenarbeit mit Kommunen und Verbänden umsetzen

Stuttgart (agrar.de) – ‚In der Umsetzung des Kabinettsbeschlusses vom 10. Dezember 2002 hat das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum mit seinen nachgeordneten Behörden die nächste Phase der Umsetzung von Natura 2000 in Angriff genommen.‘ Dies teilte der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Willi Stächele, am Freitag (31. Januar) in Stuttgart mit.

Mit einer Informationsveranstaltung am 23. Januar 2003 hat das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum das Verfahren zur Erweiterung der FFH-Gebietskulisse in eine neue Phase gebracht und über 80 eingeladene Verbände aus Baden-Württemberg zur aktiven Mitarbeit aufgerufen. Ferner werden Städte und Gemeinden unterrichtet und es wird ihnen Gelegenheit gegeben, mit eigenen Gebietsvorschlägen an der Erweiterung der Gebietskulisse mitzuarbeiten. ‚Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass die notwendige Ergänzung der Gebietsmeldung eine möglichst breite Zustimmung im Land findet‘, erklärte Stächele.

‚Die frühzeitige Information und Beteiligung von Verbänden und Kommunen ist der erste Schritt für die Auswahl weiterer FFH-Gebiete, die die herausragende Naturausstattung des Landes auch im europäische Vergleich belegen und nachhaltig für zukünftige Generationen sichern‘, unterstrich Minister Willi Stächele. Das von der Europäischen Kommission ausgerichtete wissenschaftliche Seminar im November 2002 war zu dem Ergebnis gekommen, dass zum Schutz seltener Lebensraumtypen und Arten die Gebietsmeldungen Deutschlands und Baden-Württembergs erweitert und ergänzt werden müssen. Für Baden-Württemberg sind dies z.B. die Lebensräume ‚Flachlandmähwiesen‘ sowie die großen Buchenwaldlebensräume (‚Hainsimsen-Buchenwald‘ und ‚Waldmeister-Buchenwald‘). Bei den Arten sind unter anderem Gebiete für die in Baden-Württemberg weit verbreiteten Hirschkäfer und Amphibien (Kammmolch, Gelbbauchunke) nachzumelden.

Die Fachverwaltungen des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum haben bereits mit der Erarbeitung von Gebietsvorschlägen begonnen. Im nächsten Schritt werden die eingehenden Vorschläge der Verbände und Kommunen von den Fachverwaltungen geprüft und in die Gebietsauswahl einbezogen. Bei der Gebietsauswahl können – wie schon bei der Gebietsmeldung im Jahr 2001 – nur die von der FFH-Richtlinie vorgegebenen naturschutzfachlichen Kriterien berücksichtigt werden. Danach wird zu der von den Fachverwaltungen entwickelten neuen Gebietskulisse wiederum eine umfassende Beteiligung der Verbände und Kommunen stattfinden im Wege eines sogenannten ‚Konsultationsverfahren‘. Im Rahmen dieses Verfahrens können dann auch einzelne Betroffene Stellung nehmen. Da das Nachmeldeverfahren nur der Ergänzung der bisherigen FFH-Gebietsmeldung dient, steht die gemeldete Natura 2000-Gebietskulisse nicht mehr zur Diskussion. Daher können Vorschläge zur Reduzierung oder Herausnahme von bereits gemeldeten Gebieten nicht berücksichtigt werden.

Minister Willi Stächele: ‚Mit der Meldung weiterer Gebiete zum Netzwerk Natura 2000 zeigt das Land, dass es bereit ist, für das europäische Naturerbe Verantwortung zu übernehmen. In der Erweiterung der FFH-Gebietskulisse steckt auch eine Chance für die Landwirtschaft. Die Zusammenarbeit mit den Landbewirtschaftern zur Sicherung von Naturschutzgebieten hat sich bewährt. Auch die Sicherung der Natura 2000-Gebiete wird daher vorrangig auf der Grundlage des Vertragsnaturschutzes und somit in enger Zusammenarbeit mit den Landbewirtschaftern erfolgen. Wer sich hier engagiert, kann sich auf lange Sicht ein Standbein bei der Bewirtschaftung seines Betriebes sichern.‘

Zusatzinformation

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union tragen zum Aufbau des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 (FFH- und Vogelschutzgebiete) bei. Das Netz besteht aus natürlichen bzw. naturnahen Lebensräumen und Lebensstätten bestimmter Tier- und Pflanzenarten, mit deren Schutz das europäische Naturerbe bewahrt werden soll.

Baden-Württemberg hat hierzu im Frühjahr 2001 auf der Grundlage des Beschlusses des Ministerrats vom 05.12.2000 folgende Gebietsmeldungen vorgenommen:

– FFH-Gebiete: 6,5 Prozent der Landesfläche (234.450 ha) – Vogelschutzgebiete: 4,9 Prozent der Landesfläche (179.770 ha) – Natura 2000-Gebiete insgesamt*: 8,6 Prozent der Landesfläche (315.040 ha) * FFH- und Vogelschutzgebiete überlappen sich teilweise.

Von der Gesamtfläche des Bundesgebiets wurden bisher 7,1 Prozent als FFH-Gebiet gemeldet.

Das biogeografische kontinentale Seminar im November 2002 befasste sich nur mit den Gebietsmeldungen zu den FFH-Gebieten, nicht mit den Vogelschutzgebieten.

Links zum Thema Landschaft und Natur, Links zum Bundesland %url4%Baden-Württemberg%/%.

Miller: Rot-Grüne Steuerpläne – Gift für den Gartenbau

Themen: Archiv — info @ 09:02

München (agrar.de) – Als ‚Betriebsvernichtungsprogramm mit verheerenden Auswirkungen auf den bayerischen Gartenbau‘ hat Landwirtschaftsminister Josef Miller die Steuerpläne der rot-grünen Bundesregierung bezeichnet. Bei einem Gespräch mit dem Haushaltsvorsitzenden im Landtag, Manfred Ach, MdL Gerhard Eck und Repräsentanten des Bayerischen Gärtnereiverbandes kritisierte der Minister die geplante Umsatzsteueranhebung von sieben auf 16 Prozent als ‚in höchsten Maße existenzgefährdend‘. Gleichzeitig plane die Bundesregierung, die sogenannte Vorsteuerpauschale von neun Prozent auf sieben Prozent abzusenken.

Für einen mittelständischen Gartenbaubetrieb mit fünf Arbeitskräften würde sich damit der Jahresüberschuss um fast 50 Prozent vermindern. Damit wären notwendige Investitionen zur weiteren Schaffung von Arbeitsplätzen nicht möglich. Es ist blanker Hohn, so Miller, wenn die Bundesregierung einerseits ein Existenzgründerprogramm für den Mittelstand ankündigt und gleichzeitig den gärtnerischen Familienbetrieben den Garaus macht. Angesichts der Tatsache, dass bei Schnittblumen 20 und Topfpflanzen 60, bei Obst 20 und Gemüse 40 Prozent aus der heimischen Produktion stammen, müsse es Ziel der Wirtschaftspolitik sein, vernünftige Rahmenbedingungen für die rund 8 500 bayerischen Gartenbaubetriebe mit ihren 32 000 Beschäftigten zu schaffen.

Weil die Verbraucher immer mehr gesunde und frische Produkte nachfragen, sollte der heimische Gartenbau laut Miller deutlich gestärkt werden. Dazu sei es notwendig, dass die Bundesregierung ihre Steuerentscheidungen rückgängig macht und den Gartenbaubetrieben durch den Abbau bürokratischer Hemmnisse und Förderung von Investitionsmaßnahmen bessere Wachstumsmöglichkeiten einräumt.

Links zum Thema Garten und GaLaBau.

01. Februar 2003

Brauer-Bund: Bierabsatz 2002 auf hohem Niveau stabil

Themen: Handel,Lebensmittel,Statistik — info @ 15:02

Export weiter gestiegen

Bonn (agrar.de) – ‚Den deutschen Brauern ist es 2002 gelungen, den Bierabsatz 2002 weitgehend stabil zu halten.‘ Dies erklärte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Peter Hahn, auf einem Empfang für die in Bonn vertretenen Behörden, Verbände und Institutionen im Haus der Deutschen Brauer. Besonders erfreulich sei, dass der Export mit insgesamt mehr als 11 Millionen Hektolitern um 2 Prozent angestiegen sei. ‚Natürlich verbergen sich hinter diesen Gesamtzahlen zum Teil sehr unterschiedliche Entwicklungen bei den einzelnen Brauereien.‘

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2002 insgesamt 107,7 Millionen Hektoliter Bier in Deutschland abgesetzt (2001: 107,8 Millionen Hektoliter). Nicht enthalten sind in dieser Zahl alkoholfreies Bier und Malztrunk sowie Einfuhren aus Ländern außerhalb der Europäischen Union. Den Gesamtausstoß der deutschen Brauereien schätzt der Deutsche Brauer-Bund für 2002 auf ca. 108 Millionen Hektoliter.

Die stärkste Zuwachsrate verzeichneten 2002 die Biermischgetränke mit fast 30 Prozent. Dieses neue Segment hat inzwischen einen Marktanteil von 2,7 Prozent am gesamten Bierabsatz. ‚Hier ist es offensichtlich gelungen, auch Verbraucher, die bisher dem Bier eher fern standen, für Bier zu begeistern‘, so Peter Hahn.

Links zum Thema Brenner und Brauer, Links zum Thema Verbände.

Beschreibende Sortenliste 2002 für Rasengräser erschienen

Themen: Archiv — info @ 15:02

Bonn (agrar.de) – Die neue Ausgabe der Beschreibenden Sortenliste Rasengräser ist erschienen. Sie enthält die Beschreibung aller vom Bundessortenamt nach Stand vom 15. Oktober 2002 zugelassenen Sorten.

In tabellarischen Übersichten werden die Sorten in ihren Resistenzeigenschaften und hinsichtlich ihrer Eignung als Zier-, Gebrauchs-, Strapazier- und Landschaftsrasen ausführlich beschrieben. Die vorliegende Ausgabe enthält erstmals auch für Rotschwingelsorten eine Bewertung der Tiefschnitteignung, die .B. für den Golfsport wichtig ist.

Allgemeine Hinweise und bei der Verwendung der einzelnen Gräserarten zu beachtende Besonderheiten ergänzen die Sortenübersichten. Neben den Sortenbezeichnungen enthält die Broschüre Züchteranschriften, Kenn-Nummern und Zulassungsnummern der Sorten sowie die Eintragung in anderen Staaten und, soweit bekannt, die gegebenenfalls verwendeten synonymen Sortenbezeichnungen.

Die ‚Beschreibende Sortenliste Rasengräser 2002‘, Preis je Einzelheft 3,68 Euro (zzgl. Versandkosten; Ermäßigung bei Abnahme von mehr als 25 Exemplaren) ist zu beziehen bei der Deutschen Landwirtschaftsverlag GmbH, Postfach 1440, 30014 Hannover, Tel.: 0511-67806-230; Fax: 0511-67806-220; E-Mail.

Links zum Thema Garten.

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