07. Februar 2003

Thalheim: Bundesregierung unterstützt Obst- und Gemüsebau auch beim Pflanzenschutz

Themen: Archiv — info @ 11:02

Berlin (agrar.de) – ‚Die Bundesregierung unterstützt auch den sächsischen Obst- und Gemüsebau im Pflanzenschutzbereich mit allen ihren Möglichkeiten. Anders lautende Vorwürfe weise ich mit Nachdruck zurück‘, erklärte Dr. Gerald Thalheim, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, heute anlässlich der öffentlichen Anhörung des Sächsischen Landtages in Dresden zum Pflanzenschutzrecht. Nach Inkrafttreten der Indikationszulassung am 1. Juli 2001 waren für viele Anwendungsgebiete keine zugelassenen Pflanzenschutzmittel mehr vorhanden. Die Bundesregierung habe auf der Grundlage des geltenden Rechts gemeinsam mit der Biologischen Bundesanstalt und den Ländern erhebliche Anstrengungen unternommen, um die vorhandenen Lücken zu schließen, so der Staatssekretär. Seit 1998 wurden Anträge für über 1100 Anwendungsgebiete gestellt. Für über 800 Anwendungsgebiete seien bisher Genehmigungen erteilt worden.

Die Forderung nach Aussetzung oder Verlängerung der Übergangsfrist sei mit den Grundsätzen des Verbraucher- und Umweltschutzes nicht vereinbar. ‚Von dem in Deutschland vorgeschriebenen hohen Schutzniveau für Mensch, Tier und den Naturhaushalt darf es bei der Lösung von Pflanzenschutzproblemen keine Abstriche geben‘, so der Staatssekretär. Das gelte auch, wenn es darum gehe, gemeinsam mit Ländern, Berufsstand und Industrie neue Verfahren für Pflanzenschutzprobleme zu entwickeln. Lösungen müssten auch nach einer Feststellung des Deutschen Bundestages auf dem vorbeugenden Verbraucherschutz basieren und hätten innerhalb des bestehenden Regelwerkes zu liegen. ‚Daran hat sich die Bundesregierung gehalten und wird dies auch weiterhin tun‘, so der Staatssekretär.

Mit der im Januar 2003 verkündeten Änderung der Rückstands-Höchstmengenverordnung könnten für die diesjährige Saison viele Lücken geschlossen werden. Weitere Ergänzungen seien bereits in Arbeit. Die Forderung, schon beim Abschluss des Zulassungs- oder Genehmigungsverfahrens rechtlich verbindliche Rückstands-Höchstmengen festzulegen, bezeichnete Thalheim als nicht umsetzbar, da der Verordnungsweg durch das Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz vorgeschrieben und internationale Verpflichtungen einzuhalten seien. Thalheim stellte klar, dass Pflanzenschutzgesetz sowie Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz ausreichende Möglichkeiten böten, um die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Obst- und Gemüsebaus zu sichern. Wichtig sei die EU-weite Harmonisierung von Pflanzenschutzmittelzulassung und Rückstands-Höchstmengen.

Links zum Thema Pflanzenschutz.

DMK-Maislabyrinth-Wettbewerb 2002

Themen: Archiv — info @ 11:02

Bonn (agrar.de) – Das Deutsche Maiskomitee (DMK) hat im Jahr 2002 zum zweiten Mal Maisanbauer zur Teilnahme am DMK-Wettbewerb um das beste Maislabyrinth aufgefordert, um diese Form der Öffentlichkeitsarbeit für die Landwirtschaft zu unterstützen.

Von 17 Maislabyrinth-Bewerbern dürfen sich nun beim 2. DMK-Maislabyrinth-Wettbewerb 2002 vier Gewinner über eine Belohnung ihrer Mühen im vergangenen Jahr freuen. Das Deutsche Maiskomitee wählte drei Gewinner aus und vergab einen Sonderpreis für das schönste Design. Bewertet wurden: das Labyrinthdesign, die Motivation, Besucher im Labyrinth über Mais und landwirtschaftliche Themen zu informieren, die besten Ideen für Spiel und Spaß und die Bemühungen, das Labyrinth bekanntzumachen. Auch die Art der Bewerbungspräsentation ging in die Bewertung mit ein.

Den ersten Preis erhielt Karl`s Erdbeerhof in Rövershagen für das schön gestaltete Motiv mit zwei Erdbeeren im 3 ha großen Labyrinth mit 3.000 m Wegen und seine Bemühungen, Schulklassen Wissenswertes über Landwirtschaft, Mais und Erdbeeren zu vermitteln. Infostände verschiedener Verbände aus Naturschutz und Forstwirtschaft bereicherten das Informationsangebot. Auch das Spaßprogramm konnte sich sehen lassen. Es gab ein historisches Kostümfest, ein MTB-Rennen und gruselige Nächte und ein Gewinnspiel mit Schatzsuche und magischem Steinkreis. Als Gewinn winkte den Besuchern ein smart-Cabrio. Karl`s Erdbeerhof mit Inhaber Robert Dahl, ist ein landwirtschaftlicher Familienbetrieb in der Nähe von Rostock, der auf über 100 ha Erdbeeren anbaut und über Direktvermarktung verkauft. Das Maisfeld ist als Anbaupause für die Erdbeeren angelegt worden.

Das Maislabyrinth Ex Ornamentis von Corinne und Uli Ernst in Utting am Ammersee gewann den zweiten Preis und beeindruckte durch seine aufwändige Ausarbeitung eines originellen Irrgartensuchspieles. Die Besucher wurden auf Weltreise geschickt und lernten mittels Stempelstationen, an denen Aufträge erfüllt werden sollten und zahlreiche Infotafeln zu Städten, enorm viel über alle Länder der Welt. Das Motiv bestand demnach auch aus einer Weltkugel, das mit GPS vermessen wurde. Strohwege markierten die Küsten und Kontinente und Inseln auf der Weltkarte. Als Spiel- und Spaßprogramm wurde eine Kunstausstellung des Steinbildhauers Jo Kley geboten. Verirrungswillige konnten in einem Navigationskurs lernen, wie im Mittelalter Längen- und Breitengrad sowie Zeit und Entfernung bestimmt wurden. Im Rahmen einer Weinweltreise konnte an 13 Länderstationen landestypischer Wein gekostet werden. Bei einer Schatzsuche im ‚Horrorlabyrinth‘ mit meisterhaft verkleideten Gruselgestalten konnten Seefahrerschätze als Geldgutschein gefunden werden.

Mit ihrem Motto ‚Holiday im Mais‘ mit Urlaubsmotiven von Sonnenschirm über Palme bis zu Fisch und Boot landeten Anja u. Gerhard Siegle aus Ditzingen mit ihrem 2,8 km großen Ditzinger Maislabyrinth auf dem dritten Platz. Im Labyrinth mit dem raffinierten arbeitsaufwändigen Motiv wurden Infotafeln zu Mais aufgestellt, beim Maisquiz mussten Fragen zur Landwirtschaft gelöst werden. Ein Sachkundiger vor Ort stand Landwirtschaftsinteressierten bereit für Rede und Antwort. Neben Eisverkauf, Traktorshow, Ponyreiten, Hundesportvorführung und Kinderspielmobil gab es Bewirtung an Bauernständen und ein T-Shirt von Mr. Lab zu gewinnen.

Der Sonderpreis für das beste Design ging an Ansbacher hausgemachte Liköre, Familie Fischer in Roden-Ansbach. Familie Fischer legt seit drei Jahren ein Maislabyrinth an, um für ihre bäuerliche Direktvermarktung und für die Landwirtschaft im Allgemeinen zu werben. Auf dem landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb mit Ackerbau, Ochsenmast und Brennerei werden ab Hof selbst hergestellte Liköre, Brände, Geister, kaltgepresste Pflanzenöle, Sahnetrüffel, Feinschmeckernudeln und Delikatessen aus Rosenblütenblättern vermarktet. Im Labyrinth fanden die Besucher an 10 Stationen Antworten zu einem Suchspiel, bei dem es Gutes vom Bauernhof zu gewinnen gab. Im 2,4 ha großen Labyrinth aus einem großen und zwei kleinen Kreisen wurden bewusst nur Materialien vom Bauernhof verwendet ohne kommerziell ausgerichtete Sonderveranstaltungen.

Links und Bilder zu vielen Labyrinthen des Jahres 2002 finden Sie auf der @grar.de Maislabyrinth-Seite.

Bayern: Investitionsschub für artgerechte Tierhaltung

Themen: Archiv — info @ 10:02

Illertissen (agrar.de) – Das vor einem Jahr gestartete bayerische Umstellungsprogramm für artgerechte Tierhaltung hat bei den Landwirten einen Investitionsschub ausgelöst. Wie Landwirtschaftsminister Josef Miller bei einer Zwischenbilanz in Illertissen mitteilte, wurden aus Mitteln der Verbraucherinitiative Bayern bereits 471 Förderanträge mit einem Fördervolumen von 12,5 Millionen Euro bewilligt. Weitere 381 Anträge sind in Bearbeitung. Insgesamt werden damit laut Miller Investitionen in Höhe von 64 Millionen Euro ausgelöst. 86 Prozent der Anträge betreffen die Milchviehhaltung. Schwerpunkt ist Schwaben mit 247 Anträgen. ‚Mit unserer beispielhaften Initiative wollen wir besonders artgerechten Haltungsformen noch stärker zum Durchbruch verhelfen‘, sagte der Minister. Nur Tiere, die sich wohlfühlen, könnten auch beste Nahrungsmittel liefern. Das Programm kommt laut Miller aber nicht nur den Tieren zugute: ‚Zukunftsfähige Investitionen sind für die Landwirte unverzichtbar, um die Existenz ihrer Betriebe zu sichern.‘ Zudem profitiere von den Aufträgen die angeschlagene Bauwirtschaft. Anträge können noch bis 30. Juni gestellt werden.

Nach Auskunft des Ministers gibt es für Investitionen ab 10.000 Euro Zuschüsse bis 35 Prozent, maximal 35.000 Euro. Grundlage für die Förderung sind fachliche Leitlinien, die vom Landwirtschaftsministerium zusammen mit Verhaltensforschern, Tierzuchtexperten, Baufachleuten und Landtechnikern für alle wichtigen Nutztierarten festgelegt wurden. Bezuschusst werden z. B. in der Milchviehhaltung Laufställe mit wärmegedämmten, weichen Liegeflächen oder die Umstellung auf einen Außenklimastall. Bei Schweinen wird ein erhöhtes Platzangebot, ein separater Liegebereich sowie Gruppenhaltung gefördert, bei Geflügel die Boden- und Volierenhaltung mit Kaltscharraum sowie die Freilandhaltung. Als weiteren Investitionsanreiz will der Minister in Kürze bayernweit 30 Pilotbetriebe vorstellen, die besonders innovative Baulösungen bieten. Sie sollen wissenschaftlich begleitet werden, um Erfahrungswerte und Kennzahlen für die staatliche Beratung zu gewinnen.

Links zum Thema Förderung, Links zum Bundesland Bayern.

Dioxin in einem Futtermittel und in Schweinefleisch festgestellt

Themen: Dioxin,Futtermittel — info @ 10:02

Erfurt (agrar.de) – Im Rahmen der amtlichen Futtermittelüberwachung wurde in einer Probe aus einem Thüringer Futtermittelherstellungsbetrieb ein erhöhter Gehalt an Dioxin festgestellt. Das Untersuchungslabor teilte der Überwachungsbehörde (Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft) am 15. Januar 2003 den Befund in Höhe von 13,29 ng WHO-TEQ/kg mit (TEQ: Toxizitätsäquivalentskonzentration). Damit war der Grenzwert von 0,75 ng WHO-TEQ/kg deutlich überschritten. Am gleichen Tag wurde von dem zuständigen Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit der Betrieb gesperrt. Im Januar wurden beim Futtermittelhersteller Nachuntersuchungen veranlasst. Dabei wurden keine Grenzwertüberschreitungen festgestellt.

Unmittelbar nach Übermittlung des o. g. Dioxinwertes wurde durch die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft recherchiert, welche Tierhaltungsbetriebe das belastete Futter erhalten hatten. Der ermittelte Schweinemastbestand, der als einziger Betrieb dieses Futter eingesetzt hat, wurde unverzüglich der amtstierärztlichen Kontrolle unterstellt und vorsorglich gesperrt. Damit wurde sichergestellt, dass Schweine, die das belastete Futtermittel erhalten haben, nicht der Lebensmittelgewinnung zugeführt werden. Aus dem Schweinebestand wurden nach einer amtlich überwachten Probeschlachtung drei Proben Schweinefleisch der Untersuchung auf Dioxin unterzogen. Das damit beauftragte Landesamt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft in Potsdam hat in allen drei Proben eine Überschreitung des gesetzlichen Höchstwertes von 1 pg WHO-TEQ/g Fett festgestellt. Die Werte der untersuchten Schweine lagen zwischen 2,1 und 2,6 pg WHO-TEQ/g. Sämtliche 308 Schweine der Mastgruppe wurden sofort geschlachtet und unschädlich beseitigt.

Daraufhin wurde dem Futtermittelhersteller am 31. Januar 2003 auferlegt, die gesamte Herstellung auf Dioxin untersuchen zu lassen und die Auslieferung wurde bis zum Vorliegen der Untersuchungsergebnisse verboten. Damit ist sichergestellt, dass von diesem Betrieb keine Gefährdung mehr ausgeht.

Der seit dem 1. Juli 2002 EU-weit geltende Höchstwert für Schweinefleisch soll den Eintrag von Dioxin in die Nahrungskette minimieren und eine dauerhafte Belastung der Verbraucher verhindern. Schweinefleisch, das diesen Höchstwert überschreitet, darf nicht als Lebensmittel in den Verkehr gebracht werden.

Aufgrund von Untersuchungsergebnissen, die erst heute, am 07.02.2003, von dem Futtermittelhersteller vorgelegt wurden und aus seinen Eigenkontrolluntersuchungen stammen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass vor dem 31.01.2003 gelieferte Futtermitteln mit Dioxin belastet waren. Damit ist klar, dass der Futtermittelhersteller seiner gesetzlichen Informationspflicht nicht ausreichend nachgekommen ist. Aus diesem Sachverhalt ergibt sich die Notwendigkeit weiterer Recherchen und Untersuchungen, die unverzüglich eingeleitet worden sind. Bei den derzeit bekannten Empfängern des möglicherweise verdächtigen Futters, Mischfutterbetriebe und Tierhaltungsbetriebe, wurden Sperren veranlasst.

Links zum Thema Futtermittelwerke.

Förderung der Umstellung auf tiergerechte Haltungsverfahren von Legehennen verlängert

Themen: Archiv,Banken,Förderung — info @ 09:02

Frankfurt (agrar.de) – Die im vergangenen Jahr gestartete Förderung der Umstellung der Käfighaltung von Legehennen auf tiergerechtere Haltungsverfahren wird fortgesetzt. Das Bundesprogramm ‚Tiergerechte Haltungsverfahren‘ ist bis zum 31.12.2004 verlängert worden. Die Förderkredite aus Kapitalmarktmitteln der Landwirtschaftlichen Rentenbank werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft um bis zu 3 Prozent verbilligt und mit Laufzeiten bis zu 20 Jahren angeboten. Der aktuelle Zinssatz beträgt bei 10-jähriger Laufzeit und Zinsbindungsfrist zurzeit 2,0 Prozent. Für die Darlehen gilt eine Obergrenze von 500.000 Euro. Das Bundesprogramm richtet sich gezielt auch an gewerbliche Legehennenhalter, die im Rahmen der Agrarinvestitionsförderung (AFP) nicht begünstigt werden.

Wie bei den Darlehen der Rentenbank üblich, sind die Kreditanträge an die jeweilige Hausbank oder Sparkasse zu richten. Antragsformulare können direkt bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank herunter geladen werden. Die Antragstellung für das Bundesprogramm muss vor Beginn der Maßnahme erfolgen. Rückfragen bitte an: Dr. Karin Gress, Tel.: 069-2107-393, Fax: 069-2107-447, E-Mail.

Links zum Thema Stallbau und -einrichtung, Links zum Thema %url5%Tierhaltung%/%.

06. Februar 2003

SDW: Interesse an Umweltthemen schwindet

Themen: Archiv — info @ 16:02

Bonn (agrar.de) – Umweltthemen finden in den Medien derzeit kaum Gehör. Die Berichterstattung ist seit vergangenen Oktober um rund 30 Prozent zurückgegangen. Dies ergab eine Internet-Trendanalyse der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). ‚Die Wirtschafts- und Irakkrise überlagern das Bewusstsein für Umweltprobleme‘, so Wolfgang von Geldern, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft.

Das Interesse der Meinungsführer schwindet: Die ernsthafte Auseinandersetzung mit den aktuellen umweltpolitischen Erfordernissen nimmt ab. Dabei werden gerade beim Klimaschutz und in der Energiepolitik derzeit die Weichen für die Zukunft gestellt. Für die SDW ist klar: Ohne eine interessierte und engagierte Öffentlichkeit lassen sich die Konzepte für eine nachhaltige Umweltpolitik nicht verwirklichen. ‚Umweltpolitik muss weiter ganz oben auf der öffentlichen Agenda stehen‘, fordert Wolfgang von Geldern. Anfang Januar setzen sich 46 Prozent der untersuchten Meldungen positiv mit Umweltthemen auseinander, nur 36 Prozent negativ. Im Oktober letzten Jahres dominierte hingegen eine negative Stimmung. ‚Die positive Grundhaltung zum Thema Umwelt darf uns nicht über den gravierenden Aufmerksamkeitsverlust hinwegtrösten.‘

Ein Grund für den Stimmungswechsel: Während im Oktober noch die Kritik am Koalitionsvertrag und das Ringen um die dritte Stufe der Ökosteuer im Vordergrund standen, sorgen derzeit Deutschlands Verdienste im Klimaschutz für positive Schlagzeilen. Besonders das Ausland lobt die deutsche Vorreiterrolle. So einigten sich die EU-Umweltminister auf den Start des Emissionsrechtehandel ab 2005. Langfristig sollen die Abgasemissionen reduziert und die Verwendung von Lösungsmitteln in Farben und Lacken einschränkt werden. ‚Deutschland darf sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Der Bund muss den Klimaschutz weiter forcieren‘, mahnt von Geldern.

Aus Sicht der SDW alarmierend: Die Stimmung in Sachen Wald bleibt schlecht. Der Grund: Der deutsche Wald leidet unverändert unter Umwelteinflüssen wie einer starken Nitratbelastung. Darüber hinaus verursachten Winter- und Herbststürme sowie der Befall der Bäume mit Käfern erhebliche Schäden. ‚Die schlechte Stimmung spiegelt den Zustand der Wälder wider. Ihr Schutz muss dringend verstärkt werden‘, fordert von Geldern. Mut macht, dass der Wald zunehmend als wertvolles Erholungsgebiet erkannt wird. Immer mehr Bürger engagieren sich gegen die Erschließung weiterer Waldgebiete als Bauland.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ist eine der ältesten deutschen Umweltschutzorganisationen. Am 5. Dezember 1947 wurde die SDW in Bad Honnef bei Bonn gegründet. Heute sind in den 15 Landesverbänden rund 25.000 aktive Mitglieder organisiert. Ziel des Verbandes ist es, den Wald als unverzichtbaren Bestandteil der Umwelt für den Menschen zu erhalten.

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Miller: Gewinneinbrüche – die Quittung für Künasts Agrarpolitik

Themen: Archiv — info @ 16:02

München (agrar.de) – Drastische Gewinneinbrüche von bis zu 20 Prozent für die deutschen Bauern – das ist laut Landwirtschaftsminister Josef Miller die Quittung für die bauernfeindliche Agrarpolitik der Bundesregierung. Jetzt komme der Künast-Effekt voll zum Tragen, erklärte der Minister nach der Vorstellung des Bundesagrarberichts 2003 durch Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast. Die Verunsicherung bei den Bauern sei riesengroß, sagte Miller. So hätten die fehlenden Perspektiven bereits zu einem Investitionsstau von bundesweit 2,5 Milliarden Euro geführt.

Für die Entwicklung trägt nach Auffassung des Ministers in hohem Maße die Bundesregierung die Verantwortung. Sie ignoriere die tatsächlichen Nöte der Bauern und belaste sie in inakzeptabler Weise durch zusätzliche Steuern, wegfallende Hilfen, nationale Alleingänge und praxisfremde, bürokratische Vorschriften. Durch Einkommenskürzungen mit der Modulation, der Erhöhung der landwirtschaftlichen Rentenbeiträge, der Kürzung der Gemeinschaftsaufgabe und neue Steuerbelastungen seien weitere Millardenverluste zu erwarten. ‚Unsere Bauern brauchen dringend wieder politischen Rückhalt in Berlin‘, sagte der Minister und forderte Künast auf, die von ihr verursachten Belastungen durch wirksame Entlastungen auszugleichen. Nur so sei das Höfesterben zu bremsen.

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Weniger landwirtschaftliche Betriebe in NRW

Themen: Archiv — info @ 16:02

Bonn (agrar.de) -In den vergangenen 30 Jahren ist die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Nordrhein-Westfalen von knapp 129.800 im Jahr 1971 auf rund 53.700 im Jahr 2001 zurückgegangen. Dies meldet der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn mit Bezug auf Angaben des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik NRW.

Die landwirtschaftlichen Betriebe sind allerdings – bezogen auf die landwirtschaftlich genutzte Fläche – immer größer geworden: Der Anteil der Betriebe mit einer Größe von unter 5 ha hat im Zeitraum von 1971 bis 2001 von 35 Prozent auf rund 25 Prozent abgenommen. Demgegenüber hat der Anteil der Betriebe, die mehr als 50 ha bewirtschaften, von 2,5 Prozent auf 18 Prozent zugenommen. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche nahm insgesamt von 1.756.600 ha auf 1.498.600 ha ab. Die durchschnittliche Betriebsgröße lag im Jahr 2001 in NRW bei 27,93 ha. 1971 hatte sie noch 13,53 ha betragen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland %url4%Nordrhein-Westfalen%/%.

Landvolk: Schon 30.000 Bauern erzeugen QS-Fleisch

Themen: Archiv — info @ 15:02

Qualitätssicherungssystem vor dem Durchbruch – Rasantes Wachstum der Teilnehmerzahl

Hannover (agrar.de) – Das Qualitätssicherungssystem QS ist nicht mehr aufzuhalten. Mit dieser Aussage hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes /DBV), Gerd Sonnleitner, in Berlin treffend die derzeitige Entwicklung des vom Berufsstand initiierten Systems ‚Qualität und Sicherheit‚ beschrieben, das nach Angaben des niedersächsischen Landvolkverbandes zurzeit große Zuwachsraten bei der Beteiligung verzeichnet. Schon jetzt sind viele Betriebe in der gesamten Produktionskette von Lebensmitteln dabei. Zahlenmäßig den größten Anteil stellen die Bauern selbst: Ungefähr 30.000 der rund 280.000 Vieh haltenden Betriebe in Deutschland sind bisher in das Qualitätssicherungssystem integriert, das für den Verbraucher Transparenz und Rückverfolgbarkeit gewährleistet. Sie erzeugen immerhin ungefähr 12 Millionen Schweine. Bis zum Jahresende dürfte sich die Teilnehmerzahl verdoppeln. Aber auch bei den vor- und nachgelagerten Stufen ist die Beteiligung sehr groß.

Zur Führung des Zeichens sind bisher ungefähr 21.000 landwirtschaftliche Betriebe berechtigt, die den QS-Vertrag über so genannte Bündeler, oftmals Erzeugergemeinschaften oder berufsständische Organisationen wie in Niedersachsen die %url4%Qualitätspartnerschaft Nord-West GmbH%/% unter Beteiligung des Landvolkverbandes, in der Tasche haben. Bei weiteren 40 Bündelern, hinter denen noch einmal 10.000 Landwirte stehen, sind die Verträge unterschriftsreif. Nach Schätzungen des Landvolkes dürften bereits ungefähr 5.000 niedersächsische Landwirte QS-Fleisch produzieren. Fast geschlossen haben sich die Hersteller von Mischfuttermitteln dem QS-System angeschlossen. Sie stehen am Anfang der Kette, denn die nach QS zertifizierten Betriebe dürfen nur von ebenfalls zertifizierten Vorlieferanten beziehen. Zurzeit sind bereits 210 Mischfutterhersteller mit 310 Produktionsstandorten für das Programm angemeldet, das sind 85 Prozent des gesamten Marktvolumens. 84 Unternehmen, überwiegend in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, dürfen schon das Zeichen führen. Auch bei den Schlachtereien sind alle Großen dabei. Von 225 angemeldeten Unternehmen mit 230 Standorten haben zurzeit ungefähr 100 den Zeichennutzungsvertrag unterschrieben, bei den übrigen läuft das Audit. Ebenfalls mit 90 Prozent des Marktvolumens sind die Fleischverarbeiter beteiligt. Bei 70 bereits abgeschlossenen Verträgen sind insgesamt 181 Unternehmen mit 230 Betrieben angemeldet. Das Endprodukt, mit dem QS-Siegel zertifiziertes Fleisch, ist bundesweit schon in 2.500 Geschäften erhältlich.

Bisher liegt vor allem Schweinefleisch mit dem QS-Zeichen in den Ladentheken. Aber auch Jungbullenfleisch wird zunehmend mit dem Siegel ausgestattet. Dagegen beklagen die Fleischverarbeiter noch eine Lücke beim Kuhfleisch – die Milchkuhhalter richten ihr Augenmerk stärker auf die Milch. Aber der Handel fragt Fleisch mit dem QS-Zertifikat immer stärker nach. So verwendet beispielsweise McDonald seit Anfang Februar nur noch QS-Schweinefleisch. Noch im Laufe dieses Jahres werden auch Obst und Gemüse das QS-Siegel tragen, und im kommenden Jahr sollen Eier hinzu kommen.

Links zum Thema %url5%Qualität und Sicherheit%/%.

Bei Lebensmitteln wird gespart

Themen: Archiv — info @ 15:02

Marktforschung: Konsumenten zurückhaltend bei Frischprodukten

München (agrar.de) – Das Preisimage von Lebensmitteln hat in den Köpfen der Verbraucher seit der Euro-Bargeldeinführung kräftig gelitten. Obwohl die Ladenpreise im Jahresdurchschnitt gegenüber 2001 überwiegend sanken oder weitgehend unverändert blieben, hielten sich – so der Bayerische Bauernverband (BBV) – die Konsumenten beim Einkauf von Lebensmitteln meist zurück. Das betraf vor allem Frischprodukte, wie die aktuellen Marktforschungsdaten von ZMP und CMA auf Basis des Haushaltspanels der Gesellschaft für Konsumforschung (%url4%GfK%/%). Konserven hingegen sowie andere verarbeitete Produkte landeten aus Preisgründen häufiger im Einkaufskorb.

Damit einher ging die Bevorzugung der Discounter, die in noch mehr Produktbereichen als zuvor mehr als die Hälfte der privaten Nachfrage auf sich ziehen konnten. Zusätzlich zu Gemüse- und Obstkonserven, Speiseöl und Quark, die bereits im Jahr 2001 in mehr als der Hälfte der Fälle in Discountern gekauft wurden, kamen im Jahr 2002 Konsummilch, Käse, Joghurt, Zucker und Sauerkonserven hinzu, die über die 50 Prozenthürde sprangen.

Die Privatnachfrage deutscher Haushalte sank im Jahr 2002 bei Frischfleisch um weitere zwei Prozent, bei Geflügel um fünf Prozent, bei Eiern um sechs Prozent, bei Kartoffeln um neun Prozent, bei Brot um sechs Prozent. Milchgetränke und Joghurt, Gemüse-, Obst- und Sauerkonserven konnten hingegen zwischen zwei bis vier Prozent mehr Nachfrage auf sich vereinigen. Beim Frischgemüse haben offensichtlich die hohen Preise zu Jahresanfang den Appetit der Verbraucher gehörig gebremst. Wegen witterungsbedingter Ernteverzögerung im Mittelmeerraum waren einige Gemüsearten zum Zeitpunkt der Euro-Bargeldeinführung um 50 bis 100 Prozent teurer gewesen als im Vorjahr, der Absturz der Gemüsepreise ab April wurde aber kaum wahrgenommen. Die gesamte Nachfrage im Jahr 2002 nach Frischgemüse sank deshalb gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent, obwohl ein Kilogramm Frischgemüse im Jahresdurchschnitt 2002 um sieben Prozent weniger kostete als im Vorjahr.

Die Studie über die ‚%url5%Nachfrage privater Haushalte nach Nahrungsmitteln 2002%/%‘, Trends und Strukturen im Überblick auf Basis des GfK-Haushaltspanels, ist kostenlos im Internet abrufbar.

Links zum Thema %url6%Lebensmittel%/%.

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