28. Februar 2003

Frauenpower im Agrar-Büro

Themen: Archiv,Bildung — info @ 15:02

Weiterbildungsangebot des Westfälisch-Lippischen Landfrauenverbandes ist ein Renner

Münster (agrar.de) – 72 Bäuerinnen drückten einmal wöchentlich die Schulbank, um fit für die Büroarbeit im landwirtschaftlichen Betrieb zu werden. Nun erhalten sie ihre Zertifikate und dürfen sich Agrar-Bürofachfrau nennen.

Der Westfälisch-Lippische Landfrauenverband (WLLV) ist Initiator des Weiterbildungsprojekts ‚Agrar-Bürofachfrau‘ und trifft mit diesem Angebot genau ins Schwarze.

Dieser Lehrgang qualifiziert Landfrauen, die Bürokratie-Berge in den landwirtschaftlichen Betrieben besser zu bewältigen. Das Themenspektrum des 100-stündigen Lehrgangs ist praxisnah auf die Belange der landwirtschaftlichen Unternehmerinnen abgestellt.

Die Teilnehmerinnen erhalten eine kompetente Weiterbildung in Büroorganisation und -kommunikation, Datenverarbeitung, Wirtschafts-, Arbeits- und Sozialrecht, Buchführung und Steuerrecht sowie Förderung und Verwaltungsaufgaben in der Landwirtschaft. Dadurch wird ein ‚Rund-um-Know-how‘ für die Arbeit in der Betriebszentrale auf dem Hof sichergestellt.

Mit diesem Projekt will der Landfrauenverband Bäuerinnen nicht nur für die im Betrieb anfallenden Büroarbeiten weiterqualifizieren, sondern auch die Grundlage dafür schaffen, dass sich Frauen stärker im Management des landwirtschaftlichen Betriebs einklinken.

Das Weiterbildungsprojekt ‚Agrar-Bürofachfrau‘ erfolgt in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe. Es ist ein ‚Dauerbrenner‘.

Der Startschuss für die ersten drei Seminarreihen fiel im Januar 2002. Über 22 Wochen wurden 72 Landfrauen jeweils an einem Tag der Woche geschult. Bereits im September startete die zweite Runde mit weiteren 72 Landfrauen an den Seminarorten Coesfeld, Herford und im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse im Kreis Soest. Sie erhalten jetzt ihre Zertifikate als Agrar-Bürofachfrau in ihren Ausbildungsstätten überreicht. Die dritte Runde im Frühjahr steht bereits in den Startlöchern und die vierte Runde im Herbst ist schon jetzt ausgebucht.

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Thüringen: Vereinbarung zur Futtermittelüberwachung unterzeichnet

Themen: Dioxin,Futtermittel — info @ 13:02

Erfurt (agrar.de) – Heute wurde die Rahmenvereinbarung zwischen dem Deutschen Verband Tiernahrung e.V. (DVT), vertreten durch den Präsidenten, Ulrich Niemann, und dem Freistaat Thüringen, vertreten durch den Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, zur engeren Zusammenarbeit zwischen amtlicher Futtermittelüberwachung und Thüringer Mischfutterherstellern unterschrieben.

Die Partner vereinbaren den gegenseitigen und freiwilligen Austausch der Ergebnisse der Eigenkontrollen der Thüringer Unternehmen sowie der Untersuchungsergebnisse im Rahmen der amtlichen Futtermittelüberwachung. Der DVT empfiehlt seinen Mitgliedern, ihre Untersuchungsergebnisse im Rahmen der Eigenkontrolle der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) als zuständiger Behörde der Futtermittelüberwachung zeitnah und unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. 16 Thüringer Futtermittelhersteller erklärten bereits ihre Bereitschaft, sich dieser Vereinbarung anzuschließen. Die TLL stellt die Untersuchungsergebnisse im Rahmen der amtlichen Futtermittelüberwachung dem jeweils kontrollierten Thüringer Unternehmen, das dem DVT angehört, ebenfalls zeitnah und unentgeltlich zu Verfügung.

Die Vereinbarung beruht auf Freiwilligkeit und schafft keine neue Bürokratie. Des Weiteren unterstützen die Vereinbarungspartner die Mischfutterunternehmen bei der Erlangung der Teilnahme am System ‚Qualität und Sicherheit‘ (QS).

Quelle der Dioxin-Belastung geklärt

Die Untersuchungen der im Apoldaer Futtermitteltrocknungswerk entnommenen Holz- und Ascheproben sind weitgehend abgeschlossen, teilt das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt (%url6%TMLNU%/%) weiter mit. Als primäre Ursachen der in den getrockneten Futtermitteln aus der Anlage gefundenen Dioxinbelastungen kommen nach den Erkenntnissen erhöhte Schadstoffbelastungen zumindest in einem Teil des eingesetzten Holzes und ein gestörter Verbrennungsprozess in Betracht.

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Dänemark sucht nach neuen Biobrennstoffen – Chance für Getreide-Siebreste

Themen: Archiv — info @ 12:02

Glücksburg (agrar.de) – Während wir uns in Deutschland zunächst darauf konzentrieren unser Holzpotential überhaupt ausgenutzt zu bekommen, setzt unser nördliches Nachbarland Dänemark bereits zunehmend auf die Nutzung anderer Biobrennstoffe wie Nussschalen, Fruchtkerne und vor allem Getreide-Siebreste. Das ist nicht verwunderlich, denn die große Zahl an biomassegefeuerten Heizwerken sowie kleinen privaten Biokesseln haben den Markt für die traditionellen Biobrennstoffe Holzhackschnitzel, Holzpellets und Stroh knapp werden lassen. Dies hat in den letzten Jahren zu erheblichen Preissteigerungen geführt. Nach einer Meldung des IWR-Pressedienstes stiegen beispielsweise für Heizwerke die Kosten für Holzpellets innerhalb der letzten zwei Jahre von rund 114 Euro auf 143 Euro pro Tonne, für private Haushalte im Zeitraum 1995 bis 2002 um 50 Prozent auf rund 214 Euro pro Tonne.

Somit wird die Nutzung anderer Biobrennstoffe interessant, obwohl diese häufig wesentlich schwieriger beherrschbar sind. Die Brennstoffe haben höhere Aschegehalte und neigen zu höherer Schlackebildung, was in größeren Anlagen gut beherrschbar ist, aber in kleinen Anlagen zu Problemen in der Handhabung führt. Viele dänische Hersteller von Biokesseln arbeiten bereits intensiv an den Problemen und können bereits gute Ergebnisse vorweisen.

Dänische Energieexperten erwarten, dass vor allem Getreidesiebreste in Zukunft in Dänemark eine wachsende Rolle als Brennstoff spielen werden. So wurden früher bei dem dänischen Futtermittelhersteller DLG in Aarhus die Siebreste in die Futtermittelproduktion zurückgeführt, doch aus Qualitätsgründen erfolgt das mittlerweile nicht mehr. Anstatt die Getreide-Siebreste auf die Mülldeponie zu verbringen werden sie im eigenen 1,75 MW Heizwerk zur Wärmeproduktion genutzt. Auch das 6,3 MW Heizwerk in Mariager, ein 8.500-Seelen-Dorf im Norden Jütlands, nutzt Getreide-Siebreste als Brennstoff und produziert damit so günstig Wärme, wie derzeit kaum eine anderes in Dänemark. Alle Beteiligten haben Vorteile, die Heizwerke bekommen einen günstigen Brennstoff und der Futtermittelhersteller spart die Entsorgungskosten.

Auch in Deutschland zeichnet sich ab, dass Getreide-Siebreste in Zukunft nicht wieder in die Futtermittelproduktion zurückgeführt werden, aber die energetische Nutzung muss hier erst einmal genehmigungsrechtliche Hürden bezüglich der Zulassung als Brennstoff bewältigen.

Am 11. März sind dänische Biomasseexperten zu Gast auf dem Glücksburger Biomasse-Forum und werden über ihre ersten Erfahrungen mit den Getreidesiebresten sprechen. Im Rahmen der Veranstaltung wird es auch eine Exkursion zu dänischen Anlagen geben.

Links zum Thema Energie.

Lebensmittelkontrollen in Brandenburg

Themen: Archiv — info @ 12:02

Potsdam (agrar.de) – In Brandenburg werden jährlich rund 70.000 Betriebskontrollen in 30.000 Betrieben und Einrichtungen vom kleinsten Imbisstand bis zum großen für den innergemeinschaftlichen Handelsverkehr zugelassenen Lebensmittelbetrieb durchgeführt. Jährlich werden von den Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämtern der Landkreise und kreisfreien Städte rund 17.000 Proben entnommen. Derzeit sind 136 Mitarbeiter in der amtlichen Lebensmittelüberwachung, darunter 98 Lebensmittelkontrolleure, 25 Tierärzte, 5 Lebensmittelchemiker tätig.

Kontrolliert wird die Vereinbarkeit der Lebensmittel mit den Bestimmungen über den Gesundheitsschutz der Verbraucher und mit den Regelungen über die Zusammensetzung sowie die Qualität. Die Kontrollhäufigkeit im einzelnen Betrieb schwankt in Abhängigkeit vom Risikopotential seines Erzeugnisses zwischen einer Kontrolle pro Jahr bei Händlern von länger haltbaren Lebensmitteln mit geringerem Risikopotential und bis zu maximal 18 Kontrollen pro Jahr bei Herstellern von Fleischerzeugnissen.

Der Kontrollrhythmus für Betriebe und Einrichtungen, die der Lebensmittelüberwachung unterliegen und die Art, der Umfang der Kontrolle und die Probenanzahl werden jährlich unter Beachtung der vorhandenen Risikofaktoren und entsprechend der aktuellen Situation im Land Brandenburg neu präzisiert. In Deutschland werden je nach Probendichte fünf Lebensmittelproben je 1.000 Einwohner analysiert.

Im Ergebnis der amtlichen Lebensmittelkontrollen und der Lebensmitteluntersuchung wurden seit 1991 jährlich etwa gleichbleibend viele Verstöße festgestellt. Dabei lagen die gesundheitlich relevanten Verstöße gegen lebensmittelrechtliche Bestimmungen aller untersuchten Proben immer unter 1 Prozent.

Links zum Thema Lebensmittelqualität und Kontrolle, Links zum Bundesland Brandenburg.

Biodieselproduktion hat Signalwirkung für strukturschwache ländliche Räume

Themen: Archiv,Biogas,Energie,Kraftstoffe — info @ 11:02

Kleisthöhe (agrar.de) – In Brandenburg wird die Biokraftstoffproduktion weiter forciert. Jüngstes ‚Kind‘ der Brandenburgischen Energie Technologie Initiative (ETI) ist die Biodieselanlage im uckermärkischen Kleisthöhe, die Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Wolfgang Birthler (SPD) gestern auf dem Gelände der Biowerk Kleisthöhe GmbH offiziell in Betrieb nahm: ‚Wenn wir jetzt schon landesweit über eine Jahreskapazität von 165.000 Tonnen Biodiesel verfügen und zudem noch für weitere 145.000 Tonnen die Voraussetzungen geschaffen werden, zeigt das, dass hier ein großer Zug in Bewegung gekommen ist. Es hat eine Signalwirkung, dass industrielle Produktion im strukturschwachen ländlichen Raum Brandenburgs angesiedelt werden kann. Auch hier, in den dörflich geprägten Regionen, kann mit zukunftweisenden, umweltfreundlichen Technologien Geld verdient werden. Jetzt kommt es darauf an, dass nicht nur Landwirte und Anlagenbetreiber, sondern auch Großabnehmer in der Wirtschaft und im Verkehr die Chancen der Kraftstoffe vom Feld nutzen.‘

In Kleisthöhe wurde nach Oranienburg die zweite dezentrale Biodieselanlage im Land Brandenburg mit Förderung der ETI errichtet. Die Kapazität liegt hier bei 5.000 Tonnen. Verarbeitet werden soll vor allem Non-Food-Raps, der in einem Umkreis von 60 Kilometer auf 4.000 Hektar im Nordosten der Uckermark angebaut wird.

Die deutsche Biodieselproduktion erreicht demnächst die 1-Million-Tonnen-Grenze. Bundestag und Bundesrat haben eine deutliche Ausweitung und vor allem Steuerbefreiung für alle Biokraftstoffe bis 2008 beschlossen. Eine EU-Richtlinie zur Steuerermäßigung und Marktdurchdringung von Biokraftstoffen steht kurz vor der Verabschiedung. Biodiesel soll als Kraftstoff aus landwirtschaftlicher und ökologischer Sicht vor allem in umweltsensiblen Bereichen, insbesondere in Trinkwasserschutzgebieten und hier vorwiegend auf Forstflächen, auf Gewässern und beim öffentlichen Nahverkehr zur Anwendung kommen. Neben der Biodieselerzeugung werden in dieser hochmodernen Anlage auch 10.000 Tonnen Rapskuchen als Futtermittel und 1.100 Tonnen hochwertiges Glyzerin erzeugt, das sich bestens als Ko-Fermentat für Biogasanlagen eignet. Sieben neue Arbeitsplätze wurden geschaffen.

Links zum Thema Biodiesel und Pflanzenöl, Links zum Bundesland Brandenburg.

Bayern: Staatsforst setzt auf umweltfreundliche Hydraulik-Öle

Themen: Archiv — info @ 10:02

München (agrar.de) – Forstunternehmer, die im Staatswald arbeiten wollen, müssen beim Kauf ihrer Maschinen künftig noch stärker auf Umweltaspekte achten. Wie Forstminister Josef Miller in München mitteilte, dürfen nach dem 31. März erworbene Maschinen wie Rückeschlepper oder Vollernter nur dann in den staatlichen Wäldern eingesetzt werden, wenn sie mit biologisch rasch abbaubaren Hydraulikflüssigkeiten betrieben werden. Dies soll laut Miller den Schutz von Boden und Grundwasser verbessern. ‚Naturnahe Forstwirtschaft verlangt auch beim Maschineneinsatz umweltgerechte Lösungen‘, sagte der Minister. Deshalb werden z. B. die Motorsägen der staatlichen Waldarbeiter bereits seit 15 Jahren mit Bio-Ölen befüllt.

Der Einsatz von Forstmaschinen wird nach Aussage des Ministers vor allem bei der Holzernte immer wichtiger, denn: ‚Sie sind leistungsfähig, schnell und verringern die Unfallgefahr bei belastenden und gefährlichen Arbeiten.‘ Schäden an Boden und Bäumen seien durch Ausstattung mit Breitreifen oder Raupenfahrwerken bei fachgerechtem Einsatz weitgehend zu vermeiden. Zudem gilt: Wer den Qualitätsanforderungen nicht gerecht wird, muss mit Vertragsstrafen rechnen oder wird von weiteren Aufträgen ausgeschlossen.

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27. Februar 2003

Lernen auf dem Bauernhof weiter stärken

Themen: Archiv — info @ 16:02

Experten ziehen erste Bilanz auf bundesweitem Workshop

Altenkirchen (agrar.de) – Den Lernort Bauernhof weiter stärken. Unter diesem Motto stand der Workshop der ‚Bundesinitiative – Lernen auf dem Bauernhof‚ des Bundesverbraucherministeriums vom 24. bis 26. Februar in der Evangelischen Landjugendakademie Altenkirchen. Auf dem Workshop diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus den Landwirtschafts- und Kultusministerien der Länder, des Berufsstandes, der Wissenschaft, aus Schulen und Jugendarbeit erste Ergebnisse der Bundesinitiative. In zahlreichen Arbeitsgruppen und Diskussionsrunden erörterten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die aktuelle Situation von Betrieben mit pädagogischen Angeboten sowie die Rahmenbedingungen auf schulischer Seite. Damit lieferte der Workshop wertvolle Impulse für die weitere Arbeit und Vernetzung der Akteure in diesem Bereich.

Ziel der Bundesinitiative ist es, den direkten Kontakt zwischen Schülerinnen und Schülern und der Landwirtschaft zu intensivieren. Damit sollen das Wissen der Kinder und Jugendlichen über Landwirtschaft und Ernährung verbessert und neue Einkommensquellen für die Landwirte eröffnet werden.

Teil der Bundesinitiative ist eine empirische Bestandsaufnahme, die auf dem Workshop vorgestellt und diskutiert wurde. Sie zeigt, dass in Deutschland ein breites Spektrum pädagogischer Angebote auf Bauernhöfen existiert. Viele landwirtschaftliche Betriebe bieten ein umfangreiches ehrenamtliches Angebot, in dem sie Hofführungen, pädagogische Projekte und Freizeitangebote ermöglichen. Sie leisten damit Öffentlichkeitsarbeit für die Landwirtschaft.

Immer mehr kleine und mittlere Betriebe betrachten – so die Untersuchung – den Betriebszweig ‚Lernen auf dem Bauernhof‘ als mögliche Einkommensquelle. In der Praxis lassen sich die hierfür erforderlichen kostendeckenden Teilnahmebeträge häufig nur schwer durchsetzen. Insbesondere die Ermöglichung eines erfahrungsbezogenen Lernens mit allen Sinnen bedarf einer intensiven Betreuung und verursacht damit beträchtliche Personalkosten. Eine Verbesserung der Rahmenbedingungen und konzeptionelle Lösungen wurden rege diskutiert.

Seitens der Schulen zeigt sich, dass drei Viertel der befragten Lehrkräfte keinen direkten Kontakt zur Landwirtschaft haben. Persönliche Kontakte sind aber laut Umfrage ausschlaggebend für das Aufsuchen des außerschulischen Lernorts Bauernhof. Geeignete Betriebe sollten sich zusätzlich in Schulnähe befinden, da sich so der organisatorische Aufwand eines Besuchs auf dem Bauernhof in Grenzen hält. Nach Ansicht der Workshopteilnehmer wird der Lernort Bauernhof am besten gestärkt, wenn Lehrkräfte bei der Organisation unterstützt werden. Hilfreich sind auch Maßnahmen wie Lehrerfortbildungen in denen sie motiviert werden, sich mit dem Thema Landwirtschaft im Unterricht auseinander zu setzen.

Schulen und Bauernhöfe finden laut Studie häufig Unterstützung bei so genannten Koordinationsstellen, deren Angebotspalette von Adresslisten bis zur Gesamtorganisation eines Hofbesuches – inklusive pädagogisches Programm – reicht. Die Intensität der Koordinationsarbeit ist in den verschiedenen Bundesländern jedoch unterschiedlich. Überall dort, wo es eine gut strukturierte Koordination mit Verbindung zu Landwirtschafts- und Kultusministerien gibt, ist das Angebot der landwirtschaftlichen Betriebe für Schulen vielseitig und umfangreich.

Weiterführende Informationen zur Bundesinitiative sind im Internet abrufbar. Dort werden in Kürze auch sämtliche auf dem Workshop vorgestellten Ergebnisse veröffentlicht.

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Hessen: Rekordsumme für die Landwirtschaftsförderung

Themen: Förderung,Hessen — info @ 15:02

Wiesbaden (agrar.de) – ‚Während der kompletten Legislaturperiode seit 1999 sind in Hessen insgesamt mehr als 960 Millionen Euro an Fördermitteln für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum eingesetzt worden. Diese Rekordsumme zeigt, wie wichtig die Förderung dieser beiden Bereiche der Hessischen Landesregierung ist‘, sagte heute der Hessische Landwirtschaftsminister Wilhelm Dietzel.

Allein auf das Jahr 2002 entfielen insgesamt 286 Millionen Euro öffentliche Mittel. Dieser Betrag sei somit der bisher größte, den die 1995 im Hessischen Umweltministerium eingerichtete EU-Zahlstelle in einem Kalenderjahr an die Antragsteller und Vertragspartner ausgezahlt habe. Hierzu seien mehr als 130.000 einzelne Zahlfälle, verteilt auf mehr als 30 Förderprogramme berechnet, abgeglichen und nach den strengen EU- Vorschriften kontrolliert worden. Diese aufwändige Verwaltungsarbeit werde schwerpunktmäßig von den zuständigen Hauptabteilungen der Landratsämter, den früheren Landwirtschaftsämtern, übernommen, so Dietzel.

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Fleischerhandwerk warnt vor Entwertung des Lebensmittels Fleisch

Themen: Archiv — info @ 15:02

Frankfurt (agrar.de) – Der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) befürchtet durch den Verkaufsstart von ‚frischem‘ Hackfleisch beim Discounter Lidl sowie den geplanten Einstieg von Aldi beim ‚Frischfleisch‘, dass das Preisniveau von schnelldrehenden und volumenstarken Produkten aus diesem Segment insgesamt noch weiter herabgezogen wird.

Nach den Worten von DFV-Präsident Manfred Rycken werde das Angebot der Discounter keine nennenswerte zusätzliche Nachfrage und damit auch keinen Anstieg des Fleischverzehrs generieren, sondern vielmehr zu Lasten anderer Marktteilnehmer gehen. Dies betreffe in erster Linie die bestehenden SB-Regale der Supermärkte, die das Billigsegment bisher abdeckten. Aber auch die Fachgeschäfte des Fleischerhandwerks würden die neu hinzugekommene Konkurrenz sowie die Preisdiskussion, die durch die angekündigten Billigpreise neue Nahrung erhalte, natürlich zu spüren bekommen.

Durch die Ankündigung extremer Niedrigpreise werde zudem ein hochwertiges Lebensmittel, das gerade einen besonders pfleglichen und verantwortungsvollen Umgang erfordert, immer weiter entwertet.

Manfred Rycken stellte daher klar, dass das Fleischerhandwerk diesen Weg nicht mitgehen, sondern auch in Zukunft Fleisch so behandeln werde, wie es seiner Hochwertigkeit angemessen ist – auch wenn sich dieser Aufwand in den Preisen niederschlagen müsse.

Um sich dennoch weiterhin erfolgreich im Markt behaupten zu können, muss jeder Fleischermeister seine besonderen Kompetenzen als der Fachmann für Fleisch und Wurst deutlich heraus stellen. So fragt der moderne Verbraucher in zunehmenden Maße veredelte Fleischprodukte nach, bis hin zu küchen- oder sogar verzehrfertigen Convenience-Artikeln. Diese hochwertigen Produkte, zu deren Herstellung gut ausgebildetes und qualifiziertes Personal benötigt wird, ist ein Feld, in dem das Fleischerhandwerk über einen klaren Kompetenzvorsprung gegenüber anderen Wettbewerbern und insbesondere den Discountern verfügt, den es zu nutzen gilt. Darüber hinaus gewährleistet die persönliche Bedienung und Beratung im Fachgeschäft ein Höchstmaß an individueller Verbraucherinformation.

Außerdem weist der DFV darauf hin, dass im Fleischer-Fachgeschäft Hackfleisch als echtes Frischeprodukt jeden Tag neu hergestellt und unmittelbar verkauft wird. Hackfleisch mit mehrtägiger Haltbarkeitsdauer, wie für den SB-Bereich unerlässlich, wird hier auch in Zukunft nicht zu finden sein.

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Bauernverband startet Kampagne gegen Preisdumping

Themen: Archiv — info @ 13:02

Motto: Lebensmittel sind mehr wert!

Berlin (agrar.de) – Die deutsche Landwirtschaft wehrt sich gegen Preisdumping und Niedrigstpreise für ihre hochwertigen, qualitätsgesicherten Produkte im Lebensmittelhandel. Mit einer Kampagne unter dem Motto ‚Lebensmittel sind mehr wert!‘ wird der Kampf gegen fortschreitende Wertevernichtung bei Lebensmitteln aufgenommen. Gleichzeitig suchen die Bauern den Dialog mit den Verbrauchern.

Die jüngsten Preissenkungen für Milch und Molkereiprodukte hatten auf der Grünen Woche in Berlin zu heftigen politischen Diskussionen geführt. Seit Jahren ist es ein Anliegen des Deutschen Bauernverbandes (DBV), das Verbraucherbewusstsein für faire Lebensmittelpreise zu stärken. Schnäppchenangebote für hochwertige Milch zu Preisen unterhalb des Dosenpfandes haben mit betriebswirtschaftlicher Kalkulation nicht mehr zu tun. Enor-me Auswirkungen haben sie jedoch auf den Milcherzeugerpreis; er ist in den vergangenen Monaten zweistellig gesunken. Diese Ansicht wird auch von den Verbrauchervertretern und einigen Umweltverbänden geteilt.

Deshalb wird der DBV gemeinsam mit den Landesbauernverbänden, dem Deutschen Landfrauenverband, dem Bund der Deutschen Landjugend, der Centralen Marketinggesellschaft der deutschen Landwirtschaft (CMA), dem Verein Information.Medien.Agrar. (i.m.a.) und der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL) eine Aufklärungs-Kampagne starten. Bestandteil der Kampagne sollen Plakate, Aktionen in den Lebensmit-telgeschäften und öffentliche Diskussionen mit Verbrauchern, Umweltverbänden, Gewerk-schaften und Kirchenvertretern sein. Eine Sonderveröffentlichung der i.m.a. für Schulen über den Wert von Lebensmitteln ist geplant. Ihren vorläufigen Abschluss findet die Kampagne auf dem Bauerntag mit einem öffentlichkeitswirksamen Forum.

Bei aktuellen Preisdumping-Angeboten kann es vor Lebensmittelgeschäften zu Protestaktionen von Bauern und Bäuerinnen kommen. In den vergangenen Wochen führten bereits Milcherzeuger in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hessen Protestaktionen gegen Preisdumping im Lebensmitteleinzelhandel durch und wiesen Kunden auf die Kurzsichtigkeit und die Folgen eines solchen Gebarens hin.

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