30. Januar 2003

Schleswig-Holstein: Größere Weizenbestände in den landwirtschaftlichen Betrieben

Themen: Archiv — info @ 16:01

Kiel (agrar.de) – Nach den Meldungen der amtlichen Ernte- und Betriebsberichterstatter lagerten in Schleswig-Holstein am 31. Dezember 2002 in den landwirtschaftlichen Betrieben 850.000 t Getreide, darunter 700.000 t Weizen, sowie 70.000 t Kartoffeln. Bis Jahresende 2002 waren 65 Prozent der letzjährigen Getreideernte und 60 Prozent der Kartoffelernte an den Handel abgegeben oder in den landwirtschaftlichen Betrieben verbraucht, meldet das Statistische Landesamtes. Im vorhergehenden Jahr lagerten zum gleichen Zeitpunkt noch etwa knapp die Hälfte der Kartoffeln, aber nur gut ein Viertel der Getreideernte bei den Erzeugern.

Während sich am Jahresende 2002 noch nahezu 40 Prozent der Weizenernte und 30 Prozent der Wintergerstenernte in der Hand der Landwirte, vor allem in den Marktfruchtbetrieben der Marsch und des Hügellandes befanden, waren Roggen, Triticale und Sommergerste – aufgrund geringerer Trocknungs- und Lagermöglichkeiten der Futterbaubetriebe der Geest – in größerem Umfange nach der Ernte abgesetzt worden. Auf dem Kartoffelsektor waren die Lagerbestände bei den Erzeugern von Pflanzgut – durch den üblichen Absatz im Frühjahr bedingt – erheblich größer als bei denen von Konsumware.

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BBV-Präsidium: Fischler-Pläne geben Bauernfamilien keine Perspektiven

Themen: Archiv — info @ 16:01

München (agrar.de) – Die von EU-Kommissar Fischler vorgestellten Pläne zur zukünftigen Agrarpolitik gefährden viele Bauernhöfe in Bayern und auch Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und im gesamten ländlichen Raum. Dieses Fazit zog das Präsidium des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) in seiner Sitzung am vergangenen Montag.

Keine agrarpolitischen Perspektiven, mehr Bürokratie, weniger Markterlöse – lautet das Urteil des BBV-Präsidiums in einer Stellungnahme. Nach Berechnungen des Bayerischen Bauernverbandes bedeuteten die Fischler-Pläne bis zu 400 Millionen Euro pro Jahr Einkommenseinbußen für die bäuerliche Unternehmerfamilien. Das BBV-Präsidium äußerte gegenüber Markus Ferber, Abgeordneter des Europäischen Parlaments und Vorsitzender der CSU-Europagruppe, seine Sorgen über die zukünftige Gestaltung der EU-Agrarpolitik. Auch Präsidiumsmitglied Franz-Xaver Mayer konnte einige Kritikpunkte in seiner Funktion als Europa-Abgeordneter und Agrarausschuss-Mitglied mit nach Brüssel nehmen.

Verlässlichkeit gefragt

Der BBV fordert die EU-Kommission auf, sich an den Beschluss des Brüsseler Gipfels vom 24./25.Oktober 2002 zu halten, dass die Grundregeln der Agenda 2000 bis 2006 gelten. Auch seitens des Europäischen Parlaments sei Verlässlichkeit nötig.

Von der EU-Kommission werde ein klares Bekenntnis zur Fortführung der Milchmarktordnung über 2008 hinaus erwartet. Der Bayerische Bauernverband fordert, insoweit die bestehenden Agenda-2000-Beschlüsse zur Milch vor dem Hintergrund der schwierigen Situation der Milchbauern auszusetzen. Gleichzeitig müsse ein wirksamer Außenschutz für die Milchbauern gesichert werden.

Weder lasse sich die Preissenkung bei Getreide mit der internationalen Marktlage rechtfertigen, noch sei eine ersatzlose Streichung der Monatsreports ohne jeglichen Ausgleich für die betroffenen Bauernfamilien hinnehmbar.

Ein Widerspruch zu den eigenen EU-Vorhaben, erneuerbare Energien auszubauen, sei Fischlers Plan, eine Zwangsdauerbrache ohne Anbaumöglichkeit von nachwachsenden Rohstoffen zu verordnen. Dies demotiviere Bauernfamilien und Verarbeiter, die in diesen Zukunftsmarkt erneuerbarer Energien investieren wollen.

Bürokratie belastet Bauernfamilien

Die Vorschläge der EU-Kommission zur ‚entkoppelten Betriebsbeihilfe‘, zum ‚Cross Compliance‘, also die Verknüpfung der Direktzahlungen mit bestimmten Auflagen, und zum Ausbau des ‚integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems‘ laufen auf eine bisher nicht gekannte bürokratische Belastung der Bauernfamilien, aber auch der Behörden von Bund und Ländern hinaus, warnt der BBV. Allein bei Cross-Compliance solle die Einhaltung von 38 EU-Verordnungen und Richtlinien ständig auf den Betrieben überwacht werden. ‚Solche entkoppelten Betriebsbeihilfen enden in behördlicher Zwangswirtschaft, vermutlich aber auch in einer gesellschaftspolitischen Ablehnung der Agrarpolitik. Dagegen setzt sich der Bayerische Bauernverband massiv zur Wehr‘, heißt es in der Stellungnahme.

Im Vorfeld des EU-Agrarministerrats führte Bauernpräsident Gerd Sonnleitner Gespräche, unter anderem mit dem neuen griechischen Agrarratspräsidenten Drys. In einem weiteren Meinungsaustausch mit dem französischen Landwirtschaftsminister Gaymard konnte Sonnleitner den deutsch-französischen Schulterschluss festigen.

Die ausführliche Stellungnahme des BBV-Präsidiums kann im Internet abgerufen werden.

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Agrarreform bedroht deutsche Milchwirtschaft in ihrer Existenz

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Auch Milchindustrie-Verband kritisiert Fischler-Vorschläge

Berlin (agrar.de) – Nicht nur die deutsche Landwirtschaft, sondern auch die Milchwirtschaft hat die Vorschläge von EU-Agrarkommissar Franz Fischler zur Reform der europäischen Agrarpolitik kritisiert und abgelehnt. Der /%Milchindustrie-Verband äußerte großes Unverständnis und warnte vor den drastischen Folgen für die deutsche Milchwirtschaft und ihre Beschäftigten. Käme es zur Umsetzung der geplanten Agrarreform, sei die Existenz zahlreicher Milcherzeuger und Milch verarbeitender Unternehmen in Deutschland gefährdet.

Nach den jetzigen Vorschlägen ist eine Senkung der Ankaufspreise für Butter und Magermilchpulver – die Basis für die Milchverwertung – von knapp 30 Prozent in sechs Stufen vorgesehen. Bisher waren dies insgesamt 15 Prozent in drei Schritten. Der Hauptgeschäftsführer des Milchindustrie-Verbandes, Eberhard Hetzner, urteilte: ‚Allein diese fast doppelte Reduzierung wird für viele Betriebe schon zur Existenzfrage‘. Darüber hinaus werde die Senkung des Preisniveaus zusätzlich in die Länge gezogen und der Markt könne sich nicht stabilisieren. Der Verband befürchte, dass dies vom Handel bei den jährlichen Preisverhandlungen mit den Milchverarbeitern als Argument genutzt werden könnte, um die aufgrund der angespannten Kostensituation dringend notwendigen Preiserhöhungen bei Milchprodukten zu verhindern.

Auch die vorgeschlagene weitere Ausweitung der Milchquoten um einen Prozentpunkt in den Jahren 2007 und 2008 wird von der Wirtschaft abgelehnt, da dies zu einem zusätzlichen Mengendruck am ohnehin überschüssigen Milchmarkt führen würde. Ebenso hat der Milchindustrie-Verband bei der vorgesehenen Modulation Lücken erkannt.

Die Milchwirtschaft rechnet bei einer unveränderten Realisierung der Fischler-Vorschläge mit dem Ende vieler Milcherzeuger und Milch verarbeitender Unternehmen. Es könne zu einer regelrechten Strukturbereinigung kommen, die auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Milchwirtschaft nachhaltig schädigen würde. Der Verband setze sich deshalb für die Fortführung der bisherigen Agenda 2000 ein. Eine Weiterführung mit einer Preissenkung von 15 Prozent und einer Quotenausweitung um weitere 1,5 Prozent in drei Stufen würde – bisherigen Berechnungen folgend – einen Großteil der WTO-Forderungen abdecken, ohne dass größerer Schaden befürchtet werden müsse.

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Studie: Bio-Lebensmittel in Österreich

Themen: Archiv — info @ 15:01

Wien (agrar.de) – 72 Prozent der Österreicher (über 80 Prozent der Frauen) kaufen Bio-Lebensmittel, fast ein Drittel bezeichnet sich als regelmäßiger Bio-Lebensmittel-Käufer. Nur etwa ein Viertel der österreichischen Bevölkerung kauft keine Bio-Lebensmittel. So das Ergebnis einer repräsentativen Konsumentenbefragung der Unternehmensberatung Markant Market Research vom November letzten Jahres.

Als absolutes Hauptmotiv für den Kauf von Bio-Lebensmittel nennen 63 Prozent der Österreicher spontan den positiven Einfluss auf ihre Gesundheit. Weit abgeschlagen werden dann der bessere Geschmack von 19 Prozent sowie bessere Qualität von 18 Prozent der Bevölkerung als spontane Kaufgründe genannt.

Unter Frauen ist der Anteil an Bio-Lebensmittel-Käufern deutlich höher (81 Prozent) als unter den männlichen Befragten (61 Prozent). Dieses Ergebnis ist aber vor allem vor dem Hintergrund zu betrachten, dass Frauen im Allgemeinen häufiger die Einkäufe des täglichen Bedarfs erledigen.

69 Prozent der weiblichen Bevölkerung argumentieren ihren Einkauf der biologischen Nahrungsmittel spontan mit dem gesundheitlichen Aspekt, während dies nur 55 Prozent der Männer tun. Auf der anderen Seite sind mehr Männer als Frauen von dem besseren Geschmack sowie von der besseren Qualität überzeugt. Personen mit höherem Einkommen nennen ebenfalls vermehrt spontan die positive Auswirkung der Bio-Lebensmittel auf ihre Gesundheit als Kaufhauptmotiv während für Einkommensschwächere der Geschmack eine größere Rolle spielt.

Auch zwischen verschiedenen Altersgruppen bestehen Unterschiede im Anteil der Bio-Lebensmittel-Käufer: 90 Prozent der Personen zwischen 40 und 49 Jahren kaufen zumindest hin und wieder Bio-Lebensmittel, hingegen tun dies nur knapp 60 Prozent der Bevölkerung ab 60 Jahren. Einen unterdurchschnittlichen Käuferanteil von Bio-Lebensmittel weist auch die Gruppe der 15 bis 29 Jährigen auf.

Je höher der Schulabschluss, desto höher ist auch der Käuferanteil von Bio-Produkte im Lebensmittelbereich. Einkommensspezifisch und regional sind hingegen kaum Unterschiede im Kauf von Bio-Nahrungsmittel erkennbar, so die Studie.

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Niedersachsen: Milcherzeugerpreise auf Talfahrt

Themen: Archiv — info @ 14:01

Hannover (agrar.de) – Milcherzeuger müssen den Gürtel wieder enger schnallen. Ihre Milchgeldabrechnungen fallen nach Angaben des niedersächsischen Landvolkverbandes zurzeit erheblich niedriger aus als vor Jahresfrist.

Nach dem aus Erzeugersicht erfreulichen Jahr 2001, als das Milchgeld aufgrund der günstigen Marktlage das höchste Niveau seit 1991 erreicht hatte, bewegen sich die Auszahlungspreis wieder beständig nach unten. Schon seit Ende 2001 sackten die Erzeugerpreise kräftig ab und waren auch während des gesamten Jahres 2002 weiter auf Talfahrt. Im November 2002 lagen sie in Niedersachsen mit 30,10 Cent pro kg (zuzüglich Mehrwertsteuer) immerhin um 13,1 Prozent unter dem Niveau im November 2001, als noch 34,59 Cent pro kg erlöst wurden. Zwar bewegten sich die Erzeugerpreise Ende 2002 immer noch über den Preisen im Frühjahr, als mit 28,54 Cent pro kg der Tiefpunkt erreicht war. Saisonal bedingt ist der Milchpreis zum Jahresende aber immer am höchsten, weil die Anlieferungsmengen kleiner sind.

Gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum wurde Ende 2002 weniger Milch an die Molkereien geliefert, dennoch kam es zu dem spürbaren Rückgang der Erzeugerpreise. Fachleute sehen die Gründe in der geringeren Nachfrage auf dem Weltmarkt sowie dem stärkeren Euro, der die Exporte erschwert. Allerdings haben nennenswerte Butterausfuhren nach Russland den Markt im Dezember etwas gefestigt. Für die niedersächsischen Milcherzeuger ist der Preisverfall doppelt schmerzlich, denn im Jahresdurchschnitt tragen sie im Bundesvergleich ohnehin die ‚rote Laterne‘ beim Milchgeld.

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Nur jeder dritte Baum ist gesund

Themen: Archiv — info @ 13:01

Deutschlands Wälder kränkeln weiter – Bodenschutzkalkung über Ökosteuer finanzieren

Hannover (agrar.de) – Für den deutschen Wald gibt es noch keine Entwarnung. Nach dem jüngsten Waldschadensbericht der Bundesregierung kann nur jeder dritte Baum als gesund bezeichnet werden. Gegenüber dem Beginn der Waldschadenserhebung im Jahr 1984 hat sich der Anteil der Bäume ohne Schäden um neun Prozent reduziert, vor zehn Jahren war dieser Anteil mit 29 Prozent sogar noch geringer gewesen. Aktuell wurden mit 44 Prozent wieder mehr Bäume in die Warnstufe mit geringeren Schäden eingestuft, während der Anteil deutlicher Schäden mit 21 Prozent erheblich niedriger war als vor zehn Jahren mit 29 Prozent.

Die Bundesregierung sieht darin einen Erfolg ihrer Bemühungen zur Luftreinhaltung. Dieser Ansatz geht den betroffenen Waldbesitzern nach Angaben des niedersächsischen Landvolk-Pressedienstes jedoch nicht weit genug. Sie werden unter dem Hinweis auf die Sozialpflichtigkeit des Eigentums immer wieder mit steigenden Ansprüchen der Freizeitnutzung im Wald konfrontiert, die Kosten für die ‚Reparatur‘ der von der Gesellschaft insgesamt verursachten Waldschäden dagegen bleibt ihnen alleine überlassen. Die Waldbesitzer schlagen vor, einen Teil der Ökosteuer für die Kosten der Bodenschutzkalkung im Wald zu verwenden. Auch für den durch die Waldschäden verursachten Substanzverlust haben die Eigentümer bislang noch keinen Pfennig ge-schweige denn Cent Entschädigung erhalten.

Die Baumart mit den deutlichsten Schäden war auch im vergangenen Jahr wieder die Buche. Jede dritte Buche an den 450 jährlich begutachteten Probepunkten wies im vergangenen Jahr deutliche Schäden auf. Die Eiche dagegen, deren Zustand Mitte der neunziger Jahre mit Anteilen von 47 Prozent in der Einstufung ‚deutliche Schäden‘ als kritisch beurteilt werden musste, weist aktuell ’nur‘ noch 29 Prozent in dieser Rubrik aus. Am besten schneidet in dieser Schadstufe die Kiefer mit 13 Prozent ab, während bei dieser Baumart jeder zweite Baum erste Anzeichen von Waldschäden aufweist. Insgesamt kann dem Patient Wald noch kein stabiler Gesundheitsstatus bescheinigt werden, im Gegenteil: Deutschlands Wälder kränkeln weiter.

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NRW: Unbefriedigende Situation in der Milchwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 13:01

Münster (agrar.de) – In der nordrhein-westfälischen Milchwirtschaft offenbart sich im Jahresrückblick eine unbefriedigende Gesamtsituation. Wie Kristoph Hinze, Verwaltungsleiter der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen (LV Milch) mitteilte, hat sich durch den Preiskampf im Handel und durch den Rückgang des Käseverbrauchs die Marktlage gegenüber 2001 deutlich verschlechtert. Auch das Exportgeschäft habe erhebliche Einbrüche zu verzeichnen.

Zwar hätten sich die Aussichten auf eine vermehrte Auslandsnachfrage für das Jahr 2003 verbessert, aber steigende Kostenbelastungen durch Ökosteuer, LKW-Maut, Verpackungswesen sowie höhere Steuer- und Sozialabgaben bereiteten der Wirtschaft Sorge. Damit den Milcherzeugern ein angemessener Milchpreis gezahlt werden könne, sei eine Anpassung der Verbraucherpreise unbedingt notwendig.

Im vergangenen Jahr wurden in NRW knapp 2,6 Millionen Tonnen Milch produziert. Die an die Molkereien gelieferte Milch hat geringfügig abgenommen. Die gesamte Milchanlieferung an NRW-Unternehmen ist durch weitere Abwanderung von Milchmengen in andere Bundesländer oder EU-Staaten um 3,5 Prozent gesunken.

Auf der Erzeugerseite hat sich der Strukturwandel unwesentlich fortgesetzt. Die Zahl der Milchkuhhalter ist um ein Prozent gefallen und die Zahl der Milchkühe um 1,6 Prozent gesunken. Die durchschnittliche Kuhzahl der Milchviehhalter in diesem Bundesland fiel um 0,6 Prozent auf 35,6 Kühe.

Auch bei den Molkerein hat sich der Konzentrationsprozess fortgesetzt. Die Zahl der Molkereiunternehmen hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 17 auf 15 reduziert. Die Herstellung von Konsummilch und Milcherzeugnissen insgesamt hat im vergangenen Jahr mit 1,27 Milliarden Kilogramm 2,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum betragen. Dabei ist die Produktion von Konsummilch um 2,8 Prozent gesunken. Einen Rückgang hat auch die Produktion von H-Milch zu verzeichnen, die um 4,6 Prozent fiel. Damit weist H-Milch einen Anteil in Höhe von 44,6 Prozent an der Konsummilchherstellung gegenüber 45,5 Prozent im Jahr 2001 auf. Bei Sauermilcherzeugnissen zeigte sich eine leichte Steigerung um 1,5 Prozent. Außerdem vermarkten die Molkereien mit 15,6 Millionen Kilogramm deutlich mehr Buttermilch im Vergleich zum Vorjahr. Dies entspricht einer Steigerungsrate von 28,4 Prozent.

Hingegen hat sich Produktion von Milchmischerzeugnissen negativ entwickelt, deren Produktionsmenge um 3,4 Prozent gefallen ist. Die Herstellung von Milchmischgetränken ist um 5,7 Prozent und die Produktion von Sauermilch, Joghurt und Kefir mit Fruchtzusätzen um 1,1 Prozent gefallen. Auch bei sonstigen Milchmischerzeugnissen wie Puddings und Creme ist ein Rückgang um fünf Prozent zu verzeichnen.

Die Sahneherstellungsmenge war um 5,7 Prozent kleiner als 2001 und die Produktionsziffern bei Frischkäse sind um 4,9 Prozent gesunken. Die Buttererzeugung ist im Jahr 2002 um 19,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgedehnt worden und hat 22.000 Tonnen betragen.

Abschließend wies Hinze auf die gegenläufige Preisentwicklung bei Milch und Milchprodukten hin. Der ‚Teuro‘ treffe zwar Erzeuger, Molkereien und den Handel, der Endkonsument profitiere jedoch. Selten sei es den Verbrauchern bislang möglich gewesen, sich derart preisgünstig mit hochwertigen Erzeugnissen der Milchwirtschaft zu versorgen. Ein weiterer bedeutsamer Faktor sei auch die mit dem bewussten Verzehr von Milch und Milchprodukten einhergehende Gesundheitsvorbeugung.

Links zum Thema Milchwirtschaft, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

GFS-Umfrage: Landwirte schätzen Z-Saatgut

Themen: Archiv — info @ 13:01

Hohe Sortenreinheit und hohe Keimfähigkeit besonders gefragt

Bonn (agrar.de) – Rund 90 Prozent der getreideanbauenden Landwirte in Deutschland schätzen Zertifiziertes Saatgut als hochwertiges Betriebsmittel. Zu diesem Ergebnis kommt nach Mitteilung des Bundesverbandes Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) eine vom Gemeinschaftsfonds Saatgetreide (GFS) im Herbst 2002 in Auftrag gegebene repräsentative Marktstudie, bei der bundesweit insgesamt 800 Getreidebauern befragt wurden.

Die befragten Landwirte schätzen Z-Saatgut als hochwertiges Qualitätserzeugnis, welches den definierten Qualitätszusagen entspreche. Daher ist es konsequent, dass 44 Prozent der Landwirte erklären, die überlegene Sortenreinheit und hohe gesicherte Keimfähigkeit des Saatgutes seien die wichtigsten Kriterien, Z-Saatgut zu verwenden. Beide Qualitätsmerkmale werden im Rahmen der amtlichen Anerkennung überprüft und nur wenn die gesetzlich festgelegten Standards erfüllt sind, wird Z-Saatgut letztendlich zugelassen.

Die Studie kommt darüber hinaus zu dem Ergebnis, dass die Motivation der Landwirte zum Z-Saatgut-Einsatz recht vielfältig ist. Etwa 20 Prozent der Befragten gaben an, aufgrund ihrer positiven Erfahrungen, Z-Saatgut auch zur nächsten Aussaat zu verwenden. Weitere 20 Prozent der Landwirte setzen wegen der Ertragssicherheit und der höheren Erträge – so beträgt der jährliche Ertragszuwachs neuer Sorten etwa 2 Prozent – auf dieses Betriebsmittel im Getreideanbau. Die Nutzung des aktuellen Züchtungsfortschritts neuer Sorten stellt für 15 Prozent das maßgebliche Kaufargument dar, gefolgt von arbeitswirtschaftlichen Vorteilen, die Z-Saatgut bereits durch ein umfassendes Paket an Leistungen bietet.

Die Umfrage verdeutlicht, dass Zertifiziertes Saatgut als hochwertiges Betriebsmittel für viele Landwirte eine große Bedeutung im Getreideanbau erlangt hat. Denn die für die Kaufentscheidung der Landwirte wichtigen hohen Qualitätsanforderungen an Z-Saatgut, werden durch eine kontinuierliche Überprüfung und Zertifizierung der Partien sichergestellt.

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Künast setzt Lebensmittelmonitoring-Plan 2003 in Kraft

Themen: Archiv — info @ 11:01

Berlin (agrar.de) – Bundesverbraucherministerin Renate Künast hat den Lebensmittelmonitoringplan für 2003 in Kraft gesetzt. Er sieht die Untersuchung von 4.830 Lebensmittelproben vor. Unter anderem werden Lebensmittel pflanzlicher Herkunft wie Weizenkörner, Reis, Speisekleie aus Weizen, Weißkohl, Blumenkohl, Gemüsepaprika, Gurke, Aubergine und Erbsen auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, Schwermetalle und Nitrat untersucht, Weizenkörner und Speisekleie zusätzlich auf Nitrofen, frische Küchenkräuter auf Schwermetalle und Nitrat. Bei Lebensmitteln tierischer Herkunft werden Fleischteilstücke von Ente, Gans und Hauskaninchen unter anderem auf Pflanzenschutzmittel und Schwermetalle und bei Ente und Gans auch auf Nitrofen untersucht.

Neu sind in diesem Jahr länderspezifische Untersuchungsprojekte. Dabei werden schwerpunktmäßig Lebensmittel erfasst, die von besonderem Interesse für das jeweilige Bundesland sind. Beispielsweise werden Heringe und Binnenfische auf verschiedene Umweltkontaminanten untersucht. Einen Schwerpunkt bilden auch Lebensmittel, die mit bestimmten Schimmelpilzgiften belastet sein können. Weiterhin soll ein Nachweis über Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Trauben, Oliven-, Weizenkeim- und Maiskeimöl geführt werden.

Der Lebensmittelmonitoring-Plan wird mit Zustimmung des Bundesrates jährlich erlassen. Erarbeitet wird er von Einrichtungen des Bundes und der Länder. Gegenstand des Plans ist die Auswahl von bestimmten Lebensmitteln und die Untersuchung darin enthaltener Stoffe im Hinblick auf mögliche Belastungen.

Das Lebensmittel-Monitoring ist ein vorbeugendes Untersuchungssystem, das seit 1995 bundesweit und ergänzend zur amtlichen Lebensmittelüberwachung angewandt wird. Die Ergebnisse dienen dazu, Gesundheitsgefährdungen durch Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, Düngemitteln (Nitrat), Umweltschadstoffen (z.B. Schwermetalle) oder Schimmelpilzgifte frühzeitig zu erkennen, geeignete Maßnahmen einzuleiten und so eventuelle Gesundheitsgefährdungen der Verbraucher zu minimieren. Zugleich werden die Verbraucher mit dem Monitoring offen über die aktuelle Lebensmittelbelastung informiert.

Die Ergebnisse des Lebensmittel-Monitoring veröffentlicht das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) jährlich in einem Monitoring-Bericht.

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Ökologische und soziale Chancen und Risiken des E-commerce im Nahrungsmittelsektor

Themen: Archiv — info @ 10:01

Wuppertal (agrar.de) – Die Geschäftsabwicklung über elektronische Medien, der sog. E-commerce zwischen Unternehmen und Konsumenten ist auch im Nahrungsmittelhandel ein Thema geworden. Verschiedene Internet-Portale bündeln Angebote von direkt vermarktenden ökologisch und konventionell produzierenden Landwirten, Einzelhändlern, regional oder national orientierten Handelsketten und Versandhäusern sowie unterschiedlichen Regionalvermarktungsinitiativen.

Eine neue Publikation des Wuppertal-Instituts, das ‚Wuppertal Paper 126‚, führt eine Bestandsaufnahme durch, bei der sowohl ein Überblick über die Bandbreite des Angebotes, verschiedenene Vermarktungsformen und -wege erstellt wird und Abschätzungen hinsichtlich der Auswirkungen ermittelt werden. Ein spezieller Fokus liegt dabei auf ökologischen und/oder regionalen Produkten.

Links zum Thema Lebensmittel.

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