31. Januar 2003

Übertragung von Naturschutzflächen in Brandenburg

Themen: Archiv — info @ 15:01

Potsdam (agrar.de) – Im Land Brandenburg hat die bundeseigene Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG) Notarverträge für die unentgeltliche Übertragung von bislang 2.341 Hektar Naturschutzflächen abgeschlossen, teilte Agrar- und Umweltminister Wolfgang Birthler heute in Potsdam auf eine parlamentarische Anfrage mit.

In neues Eigentum übergegangen sind bereits 662 Hektar Wald in der Schorfheide. Diese wurden im Vorjahr an die Stiftung Schorfheide-Chorin mit Sitz im nordrhein-westfälischen Greven übertragen.

Die zwischen dem Land Brandenburg und der BVVG ausgehandelten Übertragungsverträge über zirka 1.679 Hektar Fläche sind aufgrund der notwendigen Klärung des Voreigentums noch nicht grundbuchlich vollzogen. Im Einzelnen handelt es sich hierbei um BVVG-Flächen im Naturschutzgebiet (NSG) ‚Bredower Forst‘ mit 180 Hektar, im NSG ‚Jackel‘ mit 150 Hektar, im NSG ‚Stärtchen und Freibusch‘ mit 172 Hektar, im NSG ‚Arnimswalde‘ mit 491 Hektar sowie im Nationalpark Unteres Odertal mit 686 Hektar.

Das Vermögens­rechtsergänzungsgesetz hatte im September 2000 die Grundlage dafür geschaffen, dass die neuen Bundesländer in Naturschutz­gebieten Flächen im Gesamtumfang von 100.000 Hektar sichern können. In der so genannten ersten Tranche können insgesamt bis zu 50.000 Hektar unentgeltlich übertragen werden. Weitere 50.000 Hektar in den neuen Bundesländern können für Naturschutzzwecke erworben werden (zweite Tranche).

Für die erste Tranche hat das Land Brandenburg im Jahr 2001 beantragt, 6.200 Hektar in die eigene Verantwortung zu übernehmen. Für weitere 12.300 Hektar wurden Verbände und Stiftungen zur Übertragung benannt. Birthler: ‚Dies ist ein guter Kompromiss, der dem Land ein Maximum ökologisch wertvoller Flächen bei geringem Einsatz eigener Finanzen sichert.‘ Im Rahmen der zweiten Tranche wurden in Brandenburg 955 Hektar im NSG ‚Groß Schauener Seenkette‘ von der BVVG an die Heinz-Sielmann-Stiftung (München) verkauft.

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Miller: Bayern und Baden-Württemberg – in Deutschland Spitze

Themen: Archiv — info @ 15:01

St. Johann-Würtingen (agrar.de) – Bayern und Baden-Württemberg stehen bei der Honorierung von Agrarumweltleistungen bundesweit an der Spitze. Das erklärte Landwirtschaftsminister Josef Miller bei der Lichtmesstagung des Kreisbauernverbands Reutlingen im württembergischen St. Johann-Würtingen. Schlusslichter im Ländervergleich sind laut Miller, der sich dabei auf den Bundesagrarbericht berief, die rot bzw. rot-grün regierten Länder Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Sie honorieren Agrarumweltleistungen entweder gar nicht wie Schleswig-Holstein oder nur mit durchschnittlich drei (Niedersachsen) bzw. sieben Euro je Hektar und Jahr. Wer in Süddeutschland dagegen extensive Landbewirtschaftung im Rahmen des bayerischen Kulturlandschaftsprogramms bzw. des baden-württembergischen Marktentlastungs- und Kulturlandschaftsausgleichs betreibt, bekommt nach den Worten des Ministers das zehn- bis 20-fache. Miller: ‚Beide Länder haben längst ein Agrar-Leitbild, das die gerechte Bezahlung von Umweltleistungen vorsieht.‘

Wie der Minister weiter betonte, hat sich der enge Schulterschluss zwischen beiden Ländern bisher als überaus positiv erwiesen. Angesichts der Steuerbeschlüsse der Bundesregierung und der Reformvorschläge der EU-Kommission zur Gemeinsamen Agrarpolitik, der EU-Osterweiterung und der laufenden WTO-Verhandlungen sei die enge Zusammenarbeit zwischen Bayern und Baden-Württemberg künftig noch wichtiger, denn: ‚Nur mit Ländermehrheit können wir die Bundesregierung zwingen, die Steuerbeschlüsse wieder zu ändern und sich auf europäischer Ebene für unsere bäuerliche Landwirtschaft zu engagieren.‘ Als ‚besonders verhängnisvoll‘ für beide Länder bezeichnete der Minister in diesem Zusammenhang die EU-Vorschläge zur Reform des Milchmarktes. Miller: ‚Hier müssen wir zusammen stehen, um unsere starke Agrarwirtschaft vor nachhaltigen Schäden zu bewahren.‘

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Strom aus erneuerbaren Energien

Themen: Biogas,Energie,NaWaRos — info @ 14:01

DBV stellt schleichende Verschlechterung der Rahmenbedingungen fest

Berlin (agrar.de) – Der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch ist seit dem Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vom Februar 2000 auf über 8 Prozent gestiegen. Dies entspricht einer Zunahme von rund 50 Prozent gegenüber dem Jahr 1998. So steht es im ersten Erfahrungsbericht der Bundesministerien für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft zum Erneuerbare-Energien-Gesetz, der am 31. Januar 2003 im Bundestag behandelt wurde. Er bestätigt den Erfolg des Ge-setzes und der Biomasseverordnung. Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt die positive Marktentwicklung, die die großen Wachstumspotenziale für die Nutzung der erneuerbaren Energien deutlich werden lässt. Um die politische Zielvorgabe – Verdopplung des Anteils erneuerbarer Energie bis zum Jahr 2010 – zu erreichen, regt der DBV eine praxisorientierte Weiterentwicklung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes und der Biomasseverordnung an.

In einem Schreiben an die energiepolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen und die Mitglieder des Agrar- und des Umweltausschusses warnt DBV-Generalsekretär Dr. Helmut Born vor einer schleichenden Verschlechterung der politischen Rahmenbedingungen. Wie der Erfahrungsbericht zeigt, entstehen beim Einsatz von naturbelassener Biomasse wie zum Beispiel Energiepflanzen, Gülle und Waldrestholz höhere Erzeugungskosten als die derzeitige EEG-Vergütung. Mit der deutlichen Kürzung der Förderbedingungen im Marktanreizprogramm ist die Erfolgsgeschichte des EEG vor allem beim Bau von Biogasanlagen gefährdet, erklärte Born. Hier sollte eine vom Haushalt unabhängige langfristige Förderung durch entsprechend höhere Vergütungen im EEG angestrebt werden.

Bestätigt fühlt sich der Berufsstand durch das neueste so genannte Eckpunktepapier des Bundesumweltministeriums zur Bewertung des EEG, das Minister Jürgen Trittin am vergangenen Dienstag vorstellte. In ihm spricht sich das Umweltministerium für eine differenziertere und gezieltere Förderung aus. Erreicht werden soll dies zum Beispiel durch eine höhere Vergütung für kleinere Biomasseanlagen oder für die ausschließliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe.

Viele Anlagenbetreiber und Planungsbüros sehen sich nach Recherchen des Bauernverbandes bei der praktischen Umsetzung der Stromabnahme- und Vergütungspflicht einer massiven Behinderung durch die Energieversorger und Netz-betreiber ausgesetzt. Die Folge sind wachsende Unsicherheit und höhere Kosten für die Netzeinspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Auch behindern zunehmende Genehmigungsschwierigkeiten den weiteren Ausbau der Bioenergie. Beispielsweise sind hier die Rechtsvorschriften bei der baurechtlichen Genehmigung von Biogasanlagen zu nennen. Eine Privilegierung nach § 35 Baugesetzbuch ist nur zulässig, wenn 50 Prozent der produzierten Energie im Betrieb verbleiben oder wenn 50 Prozent der Einsatzstoffe aus dem landwirtschaftlichen Betrieb stammen. Dieser einengende Sachverhalt stellt ein Investitionshemmnis dar. Wenn Energie für die Allgemeinheit im großen Umfang produziert werden soll, müssen solche Beschränkungen abgeschafft werden.

Nach Vorstellung des landwirtschaftlichen Berufsstandes sollte deshalb die Vergütung für Bioenergieanlagen, die sich auf rein land- und forstwirtschaftliche Einsatzstoffe beschränken – Gülle und nachwachsende Rohstoffe sowie Energiepflanzen – deutlich angehoben werden. Da die großen Potenziale der erneuerbaren Energien aus Klimaschutzgründen unbedingt genutzt werden sollten und gerade bei den naturbelassenen Biomassen in der Hand der Land- und Forstwirtschaft liegen, fordert der DBV eine entsprechende Anpassung der Vergütungssätze im EEG.

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Ostendorff: Schweinehaltungsverordnung am Markt orientieren

Themen: Archiv — info @ 13:01

Berlin (agrar.de) – Anlässlich der gestrigen Debatte des Bundestages zur Haltung von Nutztieren erklärte Friedrich Ostendorff, Obmann der Grünen im Ausschuss für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft:

‚Wir wollen eine Schweinehaltungsverordnung, die sich an den Beispielen aus Dänemark und den Niederlanden orientiert und damit deutlich über die EU-Richtlinie hinausgeht. Das oberste Ziel dabei ist eine moderne und zukunftsfähige Schweinezucht und -mast, die wir Bauern und Bäuerinnen den Verbraucherinnen und Verbrauchern jederzeit mit gutem Gewissen vorzeigen können. Die Verbraucher bestimmen die Nachfrage!

Ställe, die wir besser nicht öffnen, fallen nicht nur im Berufstand unten durch. Sie zerstören auch das Vertrauen der Kunden und damit unsere Märkte. Deshalb sind Ställe, in denen sich die Tiere wohl fühlen, auch eine Investition in den Markt.

Das machen uns die führenden Akteure auf den internationalen Schweinemärkten, die Niederländer und Dänen, erfolgreich vor. Die Niederländer haben besonders für die Schweine-Mast Vorschriften erlassen, die weit über die EU-Norm hinausgehen. Die Dänen sind im Bereich der Sauen- und Ferkelhaltung weit vorangegangen. Und, ganz anders als bei uns, wirbt die Branche dort offensiv damit, dass die dänische Gesetzgebung über das allgemeine europäische Niveau deutlich hinausgeht. Im Vergleich zu den dortigen Regelungen sind selbst die des nordrhein-westfälischen Erlasses noch sehr zurückhaltend. Und man kann nun wirklich nicht ernsthaft behaupten, dass diese offensive Strategie der dänischen Fleischwirtschaft geschadet hat. Im Gegenteil, sie war damit auch im deutschen Handel sehr erfolgreich!

Das bestätigt auch der Vorsitzende des Zentralverbandes Deutscher Schweinezüchter Helmut Ehlen in SUS 3/2002, wenn er davon spricht, dass in Dänemark die Schweineproduktion trotz hoher Umweltstandards und trotz schärferer Tierschutzbedingungen weiter expandiere. Dies zeigt nicht nur, dass in Dänemark schärfere Gesetze gelten als bei uns, sondern auch, dass dieses keineswegs investitionshemmend wirkt!

Das Bundesministerium hat intensive Gespräche mit Ministerien der europäischen Nachbarländer geführt. Es gibt also eine enge Abstimmung, die der Wettbewerbsfähigkeit unserer Schweinehalter zu Gute kommen wird. Die EU-Verordnung beschreibt lediglich Mindeststandards. Es wird deshalb sicherlich keine Verordnung geben, die die Standards so tief wie eben möglich ansetzt. Denn das ist auf Dauer weder zum Wohl der Tiere, noch ist es ökonomisch vernünftig.‘

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Nahrungsmittelpreise 2002 mäßig angestiegen

Themen: Archiv — info @ 11:01

Preisanstieg für Nahrungsmittel niedriger als für übrige Lebenshaltung

Bonn (agrar.de) – Nahrungsmittel waren im Jahr 2002 zwar etwas teurer als im Vorjahr, der Preisanstieg war aber niedriger als bei den sonstigen Lebenshaltungskosten. Während die Lebenshaltungskosten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2002 im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent stiegen, zahlten die Verbraucher für Nahrungsmittel 1,1 Prozent mehr als 2001. Im ersten Jahr des Euro-Bargeldes ist dies die niedrigste Teuerungsrate seit 1999, teilt das Bundesverbraucherministerium mit. Für 2003 rechnet das Ministerium mit einer ähnlich günstigen Preisentwicklung. Allerdings dürften sich ungünstige Witterungsverhältnisse im Obst- und Gemüsebau und höhere Energiekosten preissteigernd auswirken.

Im Vergleich zum Vorjahr verbilligten sich vor allem tierische Produkte sowie einzelne Obst- und Gemüsearten. So waren vor allem Schweine- und Geflügelfleisch, Bananen, Zitrusfrüchte, Blatt- und Stielgemüse, Kartoffeln und Butter für die Verbraucher günstiger zu haben als 2001.

Teurer waren dagegen Äpfel, Kohl und Fruchtgemüse wie Tomaten, Paprika und Gurken, wo es durch die witterungsbedingten Ernteausfälle insbesondere in Südeuropa in den ersten Monaten 2002 zu ungewöhnlich hohen Preissteigerungen kam. Preisanstiege gab es auch bei Fisch, Brot sowie Zucker, Honig und Süßwaren. Auch Milch- und Milcherzeugnisse, außer Butter, wurden trotz kräftiger Preiseinbußen auf der Erzeugerebene etwas teurer.

Überdurchschnittliche Preissteigerungen gab es seit Jahresbeginn bei Verpflegungsdienstleistungen und bei Tabakwaren.

Insgesamt gaben die Verbraucher in Deutschland 2001 rund 143 Milliarden Euro für Nahrungsmittel aus. Die Kaufkraft für einzelne Nahrungsmittel (gemessen am Netto-Stundenverdienst des männlichen Industriefacharbeiters, verheiratet, ohne Kind) stieg in den letzten zehn Jahren besonders deutlich für Butter, Vollmilch, Brathähnchen, Schweinefleisch und Rindfleisch. Während für den Erwerb eines Kilogramms Butter 1991 noch gut 30 Minuten gearbeitet werden musste, waren es 2001 nur rund 21 Minuten. Für Schweinekotelett verringerte sich der Zeitaufwand pro Kilo von knapp 45 auf etwa 37 Minuten, für Rinderschmorbraten von 69 auf 53 Minuten und für Brathähnchen von gut 18 auf gut 13 Minuten. Andererseits war die Kaufkraftsteigerung bei dunklem Mischbrot von rund 13 auf rund 11 Minuten pro Kilogramm vergleichsweise gering; bei frischem Seefisch nahm die Kaufkraft sogar von 68 auf rund 71 Minuten ab.

Die Tendenz, dass sich die Erzeugerpreisentwicklung immer weniger auf die Verbraucherpreise auswirkt, hat sich auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. Erhielt ein Landwirt Anfang der 70er Jahre noch rund die Hälfte eines für Nahrungsmittel ausgegebenen Betrages, ist es inzwischen nur noch ein Viertel.

Links zum Thema Lebensmittel.

Stächele: Streuobstbau ist ein Kulturgut Baden-Württembergs

Themen: Archiv — info @ 11:01

Baden-Württemberg beim Streuobstbau an der Spitze

Balingen (agrar.de) – ‚Der Streuobstbau ist ein Kulturgut Baden-Württembergs mit einer herausragenden ökologischen Bedeutung. Die Landesregierung unterstützt mit maßgeschneiderten Förderprogrammen die Erhaltung und Erneuerung der Streuobstbestände‘, betonte der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Willi Stächele MdL, am Donnerstag (30. Januar) in Balingen (Zollernalbkreis). In Balingen-Heuberg informierte sich Minister Stächele vor Ort über das vom Ministerium begleitete Projekt ‚Modellhafte Pflege von Streuobstwiesen‘. Mit rund 180.000 Hektar Streuobstflächen und mehr als 11 Millionen Streuobstbäumen steht Baden-Württemberg an der Spitze der Bundesländer.

Streuobstbestände bestimmen in weiten Teilen des Landes das Landschaftsbild und haben herausragende ökologische Bedeutung. Sie sind Erholungsraum und Rohstofflieferant. Außerdem leisteten sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaausgleich, für den Boden- und Wasserschutz sowie für den Artenschutz. ‚Wir wollen Streuobstbestände erhalten und erneuern. Dafür brauchen wir regionale Konzepte und ein Marketing, das den Verbrauchern die Zusammenhänge vermittelt und Kauflust auf Streuobstprodukte weckt‘, erläuterte Minister Stächele. Vom Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum wurde hierzu ein Konzept entwickelt. Dieses sieht vor, heimische Haupt- und Lokalsorten in Sortenerhaltungsgärten zu sichern. Ein Sortenerhaltungsgarten für Birnen besteht auf dem ‚Unteren Frickhof‘ bei Owingen-Bilafingen (Bodenseekreis) und am ‚Kompetenz-Zentrum Obstbau-Bodensee‘ in Bavendorf (Landkreis Ravensburg) wurde ein Apfelsortenerhaltungsgarten eingerichtet. Für das ganze Land werden bei der Sortenerhaltungszentrale in Stuttgart-Hohenheim Obstsorten erfasst und dokumentiert. In Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden werden Vermarktungs- und Werbeinitiativen für Produkte aus dem Streuobstbau unterstützt.

‚Die richtige Pflege von Streuobst wird durch das Projekt ‚Modellhafte Pflege von Streuobst‘ an 17 ausgesuchten Streuobstbeständen im Land mit jährlich rund 20.000 Euro gefördert‘, teilte Minister Stächele mit. Das Konzept umfasst 30 Hektar und soll beispielhaft zeigen, wie durch regelmäßigen Baumschnitt, Nährstoffversorgung und das Gesundhalten Streuobstbäume vitalisiert und langfristig erhalten werden können. Zusammen mit den Obst- und Gartenbauvereinen sollen so langlebige gesunde Streuobstbestände aufgebaut werden. ‚Die aufwändigere Bewirtschaftung von Streuobstbeständen kann über den Marktentlastungs- und Kulturlandschaftsausgleich (MEKA) ausgeglichen werden‘ betonte Stächele. ‚Nur mit dieser Unterstützung ist es möglich die Streuobstbestände zu erhalten‘, stellte der Minister fest. Weltweite Importe von Apfelsaftkonzentrat und Angebotsüberschüsse drückten den Preis, so Stächele.

Im Zollernalbkreis gibt es zwei Flächen die am Projekt ‚Modellhafte Pflege von Streuobst‘ beteiligt sind. Der Zollernalbkreis bezuschusst mit rund 10.000 Euro pro Jahr die Anpflanzung von zirka 500 Streuobstbäumen. MEKA-Prämien für die aufwändige Bewirtschaftung von Streuobstflächen von durchschnittlich 82.000 Euro sind in den vergangenen Jahren in den Zollernalbkreis geflossen. 460 Betriebe mit 805 Hektar Förderfläche haben diese Prämien erhalten.

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Milchpreise: HBV kündigt Protestaktionen an

Themen: Archiv — info @ 10:01

Präsident Bär mahnt Molkereivertreter zur Durchsetzung höherer Preise

Friedrichsdorf (agrar.de) – Wegen der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage der hessischen Milcherzeuger kam die Spitze des Hessischen Bauernverbandes (HBV) unter Leitung von Präsident Heinz Christian Bär mit Molkereien, die hessische Milch verarbeiten, zu einem Gespräch zusammen.

Präsident Bär wies dabei auf die schlechten Erzeugererlöse für Milch hin, die teilweise bis zu 14 Prozent unterhalb des Vorjahresniveaus lägen. Dies sei für die meisten Betriebe wirtschaftlich nicht mehr zu verkraften. Ziel müsse es sein, über die Durchsetzung fairer Preise eine angemessene Wertschöpfung für die qualitativ hochwertigen Milchprodukte zu erreichen.

Dem Handel müsse klar gemacht werden, dass der ruinöse Preiskampf bei Milch und Milchprodukten derzeit auf dem Rücken der bäuerlichen Familienbetriebe ausgeführt würde. Um eine langfristige Sicherung der bäuerlichen Existenzen zu gewährleisten, forderte Bär eine Erhöhung der Milchauszahlungspreise um 5 Cent pro Kilogramm Milch.

Ebenso kündigte Bär an, dass die hessischen Milcherzeuger in den kommenden Monaten regionale Informations- und Protestaktionen durchführen werden.

Eine klare Absage erteilten die Teilnehmer des Spitzengespräches den kürzlich von der EU-Kommission vorgelegten Reformvorschlägen zur Gemeinsamen Agrarpolitik. Mengenerhöhungen bei bereits vorhandenen Überkapazitäten und Preissenkungen auf etwa 20 Cent pro Kilogramm Milch führten zu Einkommensverlusten von circa 10.000 Euro bei jedem der gut 6.000 hessischen Milcherzeugern. Dies mache eine flächedeckende Milcherzeugung gerade in den hessischen Mittelgebirgsregionen unmöglich und zerstöre somit die verbrauchernahe Versorgung mit regionalen Milchprodukten.

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NRO gründen entwicklungspolitische Dachorganisation in Brüssel

Themen: Archiv — info @ 10:01

CONCORD soll Lobbyarbeit gegenüber EU-Institutionen stärken

Brüssel/Bonn (agrar.de) – Mehr als 1.200 entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisationen haben in Brüssel die neue Dachorganisation CONCORD (Confederation for Coordination of Relief and Development NGOs) gegründet. Entwicklungspolitische Verbände und Netzwerke aus 18 Ländern – darunter auch aus Malta, der Slowakischen und der Tschechischen Republik – wollen mit CONCORD ihre Lobbyaktivitäten gegenüber den Institutionen der Europäischen Union intensivieren.

‚Mit der Gründung von CONCORD machen die nichtstaatlichen Organisationen deutlich, dass sie auch auf europäischer Ebene wichtige Partner in der weltweiten Armutsbekämpfung sind. CONCORD will den zivilgesellschaftlichen Beitrag zur europäischen Entwicklungspolitik stärken‘, sagte Elke Rusteberg, Vorstandsmitglied des Verbandes Entwicklungspolitik (VENRO), die künftig die deutschen entwicklungspolitischen Organisationen in dem neunköpfigen Vorstand von CONCORD vertreten wird. Zum ersten Präsidenten von CONCORD wurde der Niederländer Frans Polman (Cordaid) gewählt.

Links zum Thema Internationale Zusammenarbeit.

Umweltschützer und Bauernverband für neue Preiskultur

Themen: Archiv — info @ 09:01

Berlin (agrar.de) – Die Umweltstiftung EURONATUR und der Deutsche Bauernverband (DBV) haben ein Gespräch über die Konsequenzen des Preiskampfes auf dem Lebensmittelmarkt geführt. Die Verbände waren sich darin einig, dass die anhaltend nach unten gerichtete Preisspirale im Lebensmittelbereich eine Werte- und Arbeitsplatzvernichtung sei und konventionell wie ökologisch erzeugende Bauern existenziell bedrohe. Zugleich werde dadurch der Spielraum und die Bereitschaft für zusätzliche freiwillige Leistungen der Landwirte im Bereich des Umwelt- und Tierschutzes verringert. Die Preisschlachten führten auf Dauer aber auch zu einer Einschränkung und Verarmung des Angebots und gingen damit zu Lasten der Verbraucher.

Euronatur und DBV unterstützten deshalb in diesem Punkt Bundesverbraucherministerin Künast, die sich gegen die Wertevernichtung bei Lebensmitteln mit Preisdumping ausgesprochen hatte. Die Verbände betonten, dass Wirtschaft und Politik gleichermaßen in der Verantwortung stünden, um einen fairen Wettbewerb zu garantieren. Der Verkauf unter Einstandspreis müsse bei Lebensmitteln definitiv ausgeschlossen sein. Die Verbände riefen zugleich die Verbraucher zu einem verantwortungsbewussten Lebensmitteleinkauf und einer neuen Preiskultur auf. Die Verbraucher sollten sich klar machen, dass Qualität ihren Preis haben muss. Bewusstes Einkaufen und vernünftiges Ernährungsverhalten komme nicht nur der bäuerlichen Landwirtschaft und dem Umweltschutz zugute, sondern helfe auch Kosten durch Fehlernährung verringern.

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Österreichische Feuchtgebiete online

Themen: Archiv — info @ 09:01

Elektronische Inventarisierung im Sinne der Ramsar-Konvention

Wien (agrar.de) – Die wichtigsten 368 Feuchtgebiete Österreichs können nun virtuell ‚besucht‘ werden. Die neue Datenbank informiert über diese wassergebundenen, oft bedrohten Naturräume, die zusammen eine Gesamtfläche von 384.000 Hektar aufweisen und damit 4,6 Prozent der österreichischen Staatsfläche einnehmen. Erstellt wurde das elektronische Inventar vom Umweltbundesamt im Auftrag des Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums (BMLFUW)

Die Datenbank enthält grundlegende Informationen über elf Feuchtgebiete internationaler Bedeutung, die dem Schutz der weltweiten Ramsar-Konvention, einem internationalen Feuchtgebietsabkommen, unterliegen. Die Unterzeichnerländer der Ramsar-Konvention, die am 2. Februar in Ramsar/Iran beschlossen wurde, verpflichten sich, Flächen von internationaler Bedeutung durch besondere Anstrengungen zu erhalten. Insgesamt wurden in 135 Ländern bereits 1.235 Ramsar-Gebiete ausgewiesen. Österreich hat bislang elf nominiert, u.a. die Donau-March-Auen, den Neusiedler See mit dem Seenwinkel und die untere Lobau.

Zusätzlich enthält die Datenbank grundlegende Infos über 357 Feuchtgebiete, die im Gegensatz zu den elf Ramsar-Gebieten nicht flächenmäßig dargestellt sind. Es liegen derzeit nur Gebietsmittelpunkte vor. Alle eingezeichneten Feuchtgebiete sind kurz beschrieben und Kategorien wie Moor, Teich oder Fließgewässer zugeordnet. Außerdem finden sich Angaben darüber, ob das Gebiet nach internationalen, nationalen oder regionalen Kriterien bedeutend ist.

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