12. Dezember 2002

Schweinebestand stabil, aber weniger Rinder in Sachsen-Anhalts Ställen

Themen: Archiv — info @ 16:12

Halle (agrar.de) – Nach den vorläufigen Ergebnissen der repräsentativen Erhebung der Rinder und Schweine am 3. November 2002 gab es in Sachsen-Anhalt 373.200 Rinder und 865.500 Schweine. Das meldet das Statistische Landesamt in Halle.

Der seit Jahren zu verzeichnende Bestandsabbau bei den Rindern setzte sich fort. Der im November 2002 ermittelte Rinderbestand war somit gegenüber der Erhebung vor einem Jahr um 9.500 Tiere (- 2,5 Prozent) geringer. Aufgrund der sich fortsetzenden rückläufigen Entwicklung der Zahl der weiblichen Zuchtrinder und der Kälber liegen auch weiterhin ungünstige Reproduktionsbedingungen vor. An Milchkühen waren mit 141.500 Tieren 3.400 weniger im Bestand als vor einem Jahr (- 2,4 Prozent). In den letzten 10 Jahren wurde die Rinderhaltung um rd. 74.000 Tiere (- 16,6 Prozent) eingeschränkt.

Die Zahl der Schweine ist im Vergleich zum November des Vorjahres leicht gestiegen (um 4.300 Tiere = 0,5 Prozent). Der Bestand liegt seit 1998 ständig über der 800.000er Grenze. Höher als vor einem Jahr war der Bestand an Mastschweinen (um 24.600 = 8,5 Prozent). Demgegenüber war eine Verringerung des Ferkel- und Jungschweinebestandes (- 6,8 bzw. – 3,4 Prozent) zu verzeichnen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

Schleswig-Holstein: Öko-Förderung trotz schwieriger Haushaltslage gewährleistet

Themen: Archiv — info @ 15:12

Keine Kürzungen bei MSL

Kiel (agrar.de) – ‚Die Förderung ökologischer Anbauverfahren ist durch eine deutlich positive Entwicklung wegen verbesserter Förderbedingungen und aufgrund der im Frühjahr 2002 breit angelegten PR-Arbeit im Hinblick auf die Ausweitung des ökologischen Landbaus in Schleswig-Holstein gekennzeichnet‘. Dies betonte die Ministerin für ländliche Räume, Landesplanung, Landwirtschaft und Tourismus, Ingrid Franzen heute in Kiel.

Die Umstellung auf den ökologischen Landbau wird bundes- und landesweit durch das Programm zur markt- und standortangepassten Landbewirtschaftung (MSL) gefördert. Im Rahmen der geförderten ökologischen Anbauverfahren liegen 66 Erstanträge von Betrieben vor, die ihre Wirtschaftsweise auf eine ökologische Bewirtschaftung umgestellt haben. Dies waren doppelt so viel im Vergleich zu den Vorjahren. Der Flächenumfang der hinzukommenden ökologisch bewirtschafteten Fläche beträgt rund 3.300 Hektar.

Auch die Anzahl von Anträgen solcher Betriebe, die bereits für den Einführungszeitraum von fünf Jahren gefördert wurden und jetzt einen Folgeantrag für weitere fünf Jahre gestellt haben, liegt mit 166 Anträgen und einer Fläche von rund 11.500 Hektar sehr hoch. Dieser Zuwachs ist auf die erhöhte Flächenausstattung der einzelnen Betriebe mit durchschnittlich rund 70 ha/Betrieb zurückzuführen. ‚Zur Zeit werden rund 15.000 Hektar ökologisch bewirtschaftete Flächen über die MSL gefördert‘, sagte Franzen.

Auch die im Rahmen der Förderung einer markt- und standortangepassten Landbewirtschaftung angebotene Grünlandextensivierung für die konventionelle Landwirtschaft wird weiterhin in Anspruch genommen. Im Rahmen der extensiven Grünlandnutzung sind 16 Neuanträge mit einer Fläche von rund 400 Hektar zu verzeichnen. Bei der Beibehaltung liegen ebenfalls 16 Anträge mit einem Flächenumfang von rund 800 Hektar vor. Insgesamt werden rund 5.500 Hektar Grünlandflächen extensiv bewirtschaftet.

Links zum Thema Bio-Landbau, Links zum Bundesland Schleswig-Holstein.

DBV: Keine Haftung für Umweltschäden bei Handeln nach guter fachlicher Praxis

Themen: Archiv — info @ 14:12

Bauernverband fordert ausreichenden Handlungsspielraum in der Umwelthaftungsrichtlinie

Berlin (agrar.de) – Der Umweltausschuss des Europäischen Parlamentes berät derzeit über den Vorschlag der EU-Kommission zu einer Umwelthaftungsrichtlinie. Mit der Richtlinie soll die Sanierung von Umweltschäden einheitlich geregelt werden, was der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt. Denn Landwirte wirtschaften wie kaum ein anderer Berufszweig mit der Natur und sind daher auf ihren intakten Zustand angewiesen.

DBV-Präsident Gerd Sonnleitner unterbreitete den Abgeordneten des Europäischen Parlamentes jetzt einige für eine Landbewirtschaftung essentielle Überlegungen. Die Haftungsregelungen müssten so gestaltet werden, dass ein sinnvolles und finanziell tragfähiges Wirtschaften möglich bleibe, betonte er in einem Brief an die Abgeordneten.

Für die Landwirte sei es nicht nur wichtig, dass Umweltschäden saniert bzw. vermieden werden. Für sie sei auch entscheidend, dass Rechtssicherheit bestehe. Aus Sicht der Landwirtschaft sei es unabdingbar, so Sonnleitner, dass ein Landwirt, der sich an die Regeln der guten fachlichen Praxis hält, von der Haftung befreit wird. Anderenfalls wäre landwirtschaftliches Handeln durch das hohe Haftungsrisiko nur noch eingeschränkt möglich.

Derjenige, der sich an gesetzliche Regelungen halte oder der auf der Grundlage von Genehmigungen handele, könne für trotz alledem entstandene Schäden nicht haften. Juristisch ausgedrückt würde dies zu einer unsachgemäßen Verteilung der Haftung führen, stellte Sonnleitner fest.

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WLV zur Schweinedatenbank: Angemessene Übergangsfrist erforderlich

Themen: Archiv — info @ 13:12

Zweck der Datenbank bereits heute durch umfangreiche Aufzeichnungen und Kennzeichnungsvorschriften gegeben

Münster (agrar.de) – Der Bundesrat hat am 29. November eine Änderung der Viehverkehrsverordnung beschlossen. Nach Mitteilung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) muss danach im Zuge der Installierung einer staatlichen Schweinedatenbank das Verbringen von Schweinen aus den Ursprungsbetrieben an eine staatliche Schweinedatenbank gemeldet werden. Gleiches gilt für das Verbringen auf allen weiteren Stufen durch den jeweils aufnehmenden Betrieb innerhalb von sieben Tagen nach Erhalt der Schweine. Darüber hinaus ist eine Stichtagsmeldung zum 1. Januar eines jeden Jahres für jeden Schweinebestand vorgesehen.

‚Die kurzfristig getroffene Entscheidung des Bundesrates zur Umsetzung des EU-Rechts ist nicht praktikabel‘, so WLV-Präsident Franz-Josef Möllers. Der Zeitraum sei viel zu kurz, um die schweinehaltenden Betriebe umfassend auf die neuen Vorschriften vorzubereiten. Darüber hinaus sei die Art und Weise der Abwicklung der Meldungen in keiner Weise geklärt. Die bestehende Absicht, die neuen Bestimmungen schon mit Beginn des kommenden Jahres in Kraft treten zu lassen, treffe somit ins Leere. Ein deutlicher zeitlicher Aufschub der vorgesehenen Regelungen sei daher zwingend erforderlich. Die nächste Zeit solle dazu genutzt werden, zunächst in den Bundesländern klare Regelungen zu den Meldewegen und Meldeverfahren zu treffen und die Landwirtschaft ausreichend über Sinn und Zweck der Datenerfassung zu informieren.

Der Zweck der Datenbank, eine Rückverfolgbarkeit von Schweinelieferungen zu gewährleisten, sei bereits jetzt durch umfangreiche Aufzeichnungen und Kennzeichnungsvorschriften erfüllt, so Möllers. Hierzu zählten z.B. die Ohrmarken für Schweine, die in den schweinehaltenden Betrieben zu führenden Bestandsregister, die Tätowierung der Schlachtschweine und die amtliche Registrierung der schweinehaltenden Betriebe. Deshalb müsse die Sinnhaftigkeit der staatlichen zentralen Schweinedatenbank nach wie vor in Frage gestellt werden, auch weil Kosten in Milionenhöhe für die Öffentliche Hand sowie ein großer Aufwand für die Landwirtschaft entstünden.

Links zum Thema HIT und Kennzeichnung, Links zum Thema Verbände.

Westfalen-Lippe: Gewinne der Bauern schrumpfen

Themen: Archiv — info @ 12:12

Münster (agrar.de) – Die landwirtschaftlichen Betriebe in Westfalen-Lippe haben im Wirtschaftsjahr 2001/2002 deutlich weniger Gewinne erzielt. Wie die Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe mitteilt, sanken die Gewinne um 18 Prozent auf ein sehr niedriges Niveau.

Trotz positiver Einkommenseffekte im Ackerbau (plus 14 Prozent) sowie in der Milchviehhaltung (plus 8,8 Prozent) sind die westfälisch-lippischen Unternehmensergebnisse im wesentlichen geprägt von einer weniger guten Entwicklung der Schweinepreise. Die Schweinehaltung spielt in allen Betriebsgruppen in Westfalen-Lippe eine wichtige Rolle. Allein die Tatsache, dass 53 Prozent der Betriebserträge der westfälisch-lippischen Höfe aus dem Verkauf von Schweinen resultieren, zeigt schon, dass die wirtschaftliche Situation in einem hohen Maß von den Verhältnissen auf dem Schweinemarkt abhängt.

Die Gruppe der spezialisierten Veredlungsbetriebe setzt sich im wesentlichen aus Höfen zusammen, die auf die Schweinehaltung ausgerichtet sind. Es handelt sich um überwiegend flächenarme Betriebe mit einer intensiven Sauenhaltung, vielfach in Kombination mit zusätzlicher Schweinemast. Hier sank das Ergebnis je Unternehmen um 18 Prozent, womit trotz des Rückgangs weiterhin ein deutlich überdurchschnittliches Niveau erzielt wurde. Spezialisierte Schweinemäster mussten aufgrund noch vergleichsweise hoher Ferkelpreise die größten Einbußen hinnehmen.

Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Der meiste Zucker geht in die Verarbeitung

Themen: Archiv — info @ 12:12

Bonn (agrar.de) – Weihnachtszeit – süße ‚Jahreszeit‘: Stollen- und Plätzchenbäcker haben jetzt wieder Hochsaison und sorgen für einen verstärkten Zuckerverbrauch. Dennoch macht der Absatz von Haushaltszucker in der Gesamtbilanz des Zuckerabsatzes, wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn mitteilt, nur einen kleineren Anteil aus.

Mit 486.400 t entfielen im Wirtschaftsjahr 2001/02 nur rund 16 Prozent der zur Ernährung bestimmten süßen Kristalle auf Haushaltszucker. Die Haushalte fragten nur jedes sechste Kilogramm Zucker nach. Dagegen weist die Verbrauchsbilanz insgesamt rund 2,26 Mio. t Verarbeitungszucker aus. Hauptabnehmer von Zucker ist mit 640.900 t die Getränkeindustrie, die mit dem Zusatz von Zucker der ihren Limonaden, Säften und anderen Durstlöschern die gewünschte Süße verleiht. Insgesamt 453.900 t der süßen Kristalle wurden zu Backwaren verarbeitet, 397.300 t Zucker fanden Leckermäuler in Schokolade und weitere 280.500 t in Zuckerwaren wieder. In die Herstellung von Milchprodukten und Speiseeis flossen 200.100 t Zucker, während die Hersteller von Brotaufstrichen und Obstkonserven 192.200 t benötigten. 393.300 t wurden zur Herstellung sonstiger Ernährungsprodukte verwendet. Weitere 26.100 t Zucker wurden in der chemischen Industrie verwendet und rund 2.000 t wurden verfüttert, beispielsweise in der Bienenhaltung.

Insgesamt ist der Zuckerabsatz in Deutschland im vergangenen Wirtschaftsjahr um 3,1 Prozent auf 3,07 Mio. t gesunken. Damit übertraf die Erzeugung wieder den inländischen Verbrauch, obwohl die Zuckererzeugung mit 3,72 Mio. t das Vorjahresniveau sogar um rund 15 Prozent unterschritten hat. Wie in den Vorjahren konnten die Erzeuger mit rund 2,15 Mio. t Zucker und zuckerhaltige Erzeugnisse jedoch erhebliche Mengen exportieren.

Links zum Thema Lebensmittel, Links zum Thema Zuckerrüben.

Franzen: Modulation stärkt umweltfreundlichere Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 11:12

Kiel (agrar.de) – Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsministerin Ingrid Franzen hat an die CDU/CSU geführten Bundesländer appelliert, das Maßnahmenpaket zur Verwendung der so genannten Modulationsgelder nicht zu blockieren. Die Agrarministerinnen und -minister von Bund und Ländern kommen am morgigen Freitag in Bonn zusammen, um im Planungsausschuss der Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes‘ über neue Förderbausteine für eine umweltschonendere Landwirtschaft zu verhandeln.

Nach dem Modulationsgesetz werden mit Beginn des nächsten Jahres jährlich zwei Prozent der pauschalen EU-Ausgleichszahlungen (Flächen- und Tierprämien für Getreide, Ölsaaten, Eiweißpflanzen, Rinder und Schafe) an die Landwirte zunächst einbehalten. Diese Gelder (in Schleswig-Holstein rund drei Millionen Euro pro Jahr) werden mit Bundes- und Landesmitteln auf das Doppelte aufgestockt. Somit stehen in Schleswig-Holstein im kommenden Jahr zusätzlich rund sechs Millionen Euro für eine besonders umweltfreundliche Landbewirtschaftung und für besonders tiergerechte Haltungsverfahren bereit. Weil bei der Kürzung der Prämien ein Freibetrag von 10.000 Euro pro Betrieb gilt, sind in Schleswig-Holstein nur rund die Hälfte der Betriebe betroffen, darunter vor allem die größeren Betriebe. Die kleineren Betriebe bleiben von den Kürzungen ausgenommen.

Die Ministerin für ländliche Räume, Landesplanung, Landwirtschaft und Tourismus, Ingrid Franzen: ‚Unsere Landwirte brauchen Planungssicherheit. Sie wollen rechtzeitig wissen, für welche zusätzlichen Fördermaßnahmen sie Prämien erhalten. Eine Blockade der Ausgabe der Modulationsmittel durch die CDU/CSU-geführten Länder würde dazu führen, dass unseren Landwirten die Gelder zu lange vorenthalten werden.‘ Das jetzt vorliegende Paket gewährleiste, dass die Mittel nicht nur voll an die Landwirte zurückfließen. Durch die zusätzlichen nationalen Gelder werde die Förderung sogar verdoppelt. Die neuen Förderbausteine sollen sowohl Rinderhaltern als auch Ackerbau-Betrieben Perspektiven bieten. Franzen: ‚Unsere Landwirte sorgen nicht nur für unsere Ernährung, sie pflegen und erhalten auch die wertvolle Kulturlandschaft. Das geht nicht zum Nulltarif.‘

Insgesamt sind im Paket der Modulation neun neue Förderbausteine wie etwa Winterbegrünung, Anlage von Blühflächen und -streifen, die umweltfreundliche Ausbringung von Gülle, besonders umwelt- und tiergerechte Haltungsverfahren und die einzelflächenbezogene Grünlandextensivierung vorgesehen. Die Länder entscheiden in eigener Zuständigkeit, welche Bausteine sie anbieten. Die Ministerin: ‚Wir sind mit dem Bauernverband und der Landwirtschaftskammer in guten Gesprächen darüber, welche Programme in Schleswig-Holstein angeboten werden und werden schnellstmöglich in Abstimmung mit dem Umweltministerium darüber entscheiden.‘

Zur Erläuterung: Seit der Agrarreform von 1992 gibt es EU-Ausgleichszahlungen an die Landwirte als Einkommensausgleich für erhebliche Preissenkungen. Mit der Agenda 2000 wurden die Ausgleichszahlungen bestätigt und angehoben. In Schleswig-Holstein beträgt das Volumen derzeit knapp 300 Millionen Euro für etwa 15.000 Landwirte in Form von Flächen- und Tierprämien. Modulation heißt, dass Teile der EU-Ausgleichszahlungen an die Landwirtschaft durch die Mitgliedsstaaten (’nationale fakultative Modulation‘), beziehungsweise durch die EU (‚obligatorische Modulation‘) verändert (moduliert) werden sollen.

Links zum Thema EU und Landwirtschaft, Links zum Bundesland Schleswig-Holstein.

Qualitätsmanagement in der Milchproduktion

Themen: Archiv — info @ 11:12

Bundeseinheitlicher Leitfaden zur Milcherzeugung verabschiedet

Münster (agrar.de) – Auf Initiative des Deutschen Bauernverbandes, des Deutschen Raiffeisenverbandes und des Milchindustrieverbandes ist ein bundeseinheitliches Qualitätsmanagement-System für Milch erarbeitet worden. Hierbei geht es nach Mitteilung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) um Anforderungen an die Milcherzeugung. Die Kernelemente basieren auf einem Eigenkontrollsystem der Milchwirtschaft, insbesondere zur Rohmilchuntersuchung, zur betrieblichen Dokumentation und zum Futtermitteleinsatz. Dieses freiwillige Qualitätsprogramm der beteiligten Wirtschaftspartner soll die strengen umfangreichen gesetzlichen Regelungen und Kontrollen ergänzen.

Der seit Jahrzehnten in der Milchproduktion aufgebaute und ständig verbesserte Qualitätsgedanke wird dadurch für die gesamte Kette transparenter und erhöht die Akzeptanz auf allen Stufen des Produktions- und Verarbeitungsprozesses. Dies dient der Absicherung des hohen Qualitätsniveaus bei zunehmendem Wettbewerb sowie zur Förderung der Kommunikation mit Verbrauchern, Politik und Handel.

Die wichtigsten Elemente des Leitfadens zum Qualitätsmanagement sind die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere, die Kennzeichnung und Registrierung der Tiere, Vorgaben zur Milchgewinnung und -lagerung, der Einsatz von Futtermitteln, der Umgang mit Tierarzneimitteln, Umweltmaßnahmen sowie Rückstandsuntersuchungen. Es ist laut WLV davon auszugehen, dass die Molkereien in Abstimmung mit ihren Lieferanten dieses Qualitätsmanagement-System im kommenden Jahr einführen werden. Einige Molkereien haben ihre Lieferanten bereits darüber informiert.

Links zum Thema Milchwirtschaft, Links zum Thema Lebensmittelqualität und Kontrolle.

Niederlande: Weniger Scheine und Rinder, mehr Milchziegen

Themen: Archiv — info @ 10:12

Voorburg (agrar.de) – Die Zahl der Milchziegen stieg in den Niederlanden zischen April 2001 und April 2002 um 23 Prozent auf etwa 143.000 Tiere. Der nationale Rinderbestand sank dagegen um fünf Prozent auf etwas mehr als 3,8 Millionen Tiere, der Schweinebestand verringerte sich um ganze elf Prozent auf 11,6 Millionen Tiere. Das berichtet das Statistikamt in Voorburg.

Soviele Milchkühe wie 1949

Die Zahl der Rinder in den Niederlanden ist seit Einführung der Milchquotensystems 1983 ständig gesunken. Am 1. April 2002 zählten sie Niederländer 3,8 Rinder gegenüber 5.4 Millionen im Jahr 1983. Die Zahl der Milchkühe fiel um 60.000 auf unter 1,5 Millionen, soviele wie es im Jahr 1949 gab. Nur in der Provinz Flevoland nahm der Rinderbestand zu, in allen anderen – besonders in Südholland (- 7,3 Prozent) – nahm er ab.

Der Schweinebestand verringerte sich ebenfalls merklich. Während 1997 genausoviele Schweine wie Einwohner in den Niederlanden lebten (15,2 Millionen) waren es am 1. April 2002 etwa ein Viertel weniger, nämlich 11,6 Millionen. In den letzten 12 Monaten verringerte sich der Bestand um 11 Prozent. Bis auf Groningen verringerten alle Provinzen den Bestand, am stärksten waren die Rückgänge in Gelderland und Nord Braband (je 12 Prozent).

Mehr Ziegenfarmen

Im Gegensatz zu der Abnahme bei Schweinen und Rindern wurde eine Zunahme der Ziegenbetriebe festgestellt – ein Trend, der bereits seit 1984 verzeichnet wird. Seit 1995 kamen jährlich zwischen 10.000 und 20.000 Milchziegen hinzu, im April 2002 erreicht ihre Zahl 143.000. Die Anzahl der Betriebe nahm von 137 im Jahr 1995 auf 250 im Jahr 2001 zu.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Land Niederlande.

RLV: Verbraucher zahlen für Ökoanbau zweimal

Themen: Archiv — info @ 09:12

Bonn (agrar.de) – Die Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen für die Umweltleistungen des ökologischen Landbaus zweimal: Einmal als Käufer über den höheren Preis der Produkte und zum anderen als Steuerzahler für die staatliche Förderung. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mit Bezug auf Angaben des Agrarwissenschaftlers Prof. Reimar von Alvensleben, Kiel, berichtet, könnten die Fördermittel für die Erhöhung des Anteils an ökologischem Landbau auch ergebnisorientierter eingesetzt werden. Würde man die Fördermittel nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz einsetzen, dann könnten vergleichbare Umweltwirkungen wie im ökologischen Landbau auch ohne eine Erhöhung der Verbraucherpreise erreicht werden.

Entgegen weit verbreiteter Meinungen sei die Umweltverträglichkeit der landwirtschaftlichen Produktion weniger eine Folge der Wirtschaftsweise, der Intensitätsstufe oder beispielsweise der Betriebsform. Entscheidend sei vor allem die Managementqualität. Der ökologische Landbau, so von Alvensleben in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), sei zweifellos eine umweltfreundliche Form der Landbewirtschaftung. Aber auch die klassische Landwirtschaft könne bei entsprechender Förderung gezielte Umweltleistungen erbringen und dies oft wesentlich kostengünstiger als der ökologische Landbau.

Nach Ansicht des Agrarwissenschaftlers müssen vergleichbare Umweltleistungen in der Folge von der Politik also gleich gefördert werden, unabhängig davon, ob sie im ökologischen Landbau oder in der übrigen Produktion erbracht werden.

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