18. Dezember 2002

Zustand des sächsischen Waldes hat sich stabilisiert

Themen: Statistik,Wald,Waldbericht — info @ 16:12

Flath: Jeder gesunde Baum dient auch dem Hochwasserschutz

Dresden (agrar.de) – Der Zustand des sächsischen Waldes hat sich in diesem Jahr weiter stabilisiert. Bei 41 Prozent der Waldfläche konnten keinerlei Schäden festgestellt werden. Wie Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath heute bei der Vorstellung des Waldzustands-berichtes 2002 sagte, sei dies ‚erfreulich, aber kein Grund, zufrieden zu sein‘. Immerhin sind noch 18 Prozent der Bäume, und damit drei Prozent mehr als im Vorjahr, deutlich geschädigt.

Die Zahl der leicht geschädigten Bäume ging um vier Prozentpunkte auf 41 Prozent zurück. Laut Flath liegen die Ergebnisse im jährlichen Schwankungsbereich, die einzelnen Baumarten würden jedoch unterschiedliche Trends aufweisen. Der Anteil deutlicher Schäden bewegt sich regional zwischen zehn und 20 Prozent. Waldbestände mit größeren Schäden befinden sich im mittleren und östlichen Erzgebirge. Wie Flath betonte, darf in dem Bemühen, den Waldzustand zu verbessern, nicht nachgelassen werden. Aus aktuellem Anlaß verwies Flath auf den Zusammenhang zwischen Wald und Hochwasserschutz. Gerade in den Hochwasserentstehungsgebieten wie dem Erzgebirge müsse das Wasserrückhaltevermögen in der Fläche gestärkt werden. Das gehe nur mit einem intakten Wald. ‚Hier zählt jeder gesunde Baum‘, so Flath weiter.

Er sprach sich gegen neue Versiegelungen, dafür für eine gezielte und umfassende Waldmehrung aus. Dem Waldzustandsbericht zufolge haben die Schäden bei den Nadelbäumen leicht zugenommen. 16 Prozent der Fichten – der mit 42,6 Prozent Waldflächenanteil häufigsten Baumart in Sachsen – sind deutlich geschädigt. Das sind drei Prozent mehr als im Vorjahr, jedoch rund die Hälfte als noch Anfang der neunziger Jahre. Auch bei der Kiefer wurde ein leichter Anstieg, von 9 auf 14 Prozent, registriert. Bei der Eiche hält die positive Entwicklung der letzten drei Jahre an, allerdings nach wie vor auf einem hohen Niveau. Die Schäden sind in etwa so wie zu Beginn der neunziger Jahre. Jeder dritte Baum ist hier deutlich geschädigt, nur 13 Prozent sind derzeit gesund. In den vergangenen zwölf Jahren entwickelte sich die Buche zu einem neuen Sorgenkind der Förster. Mittlerweile weist jeder vierte Baum größere Blattverluste auf. Ursache für den Zustand des Waldes sind die über Jahrzehnte angesammelten Stoffeinträge in den Waldboden. Noch lange werden Schwefel und Stickstoff eine kritische Altlast im Boden bleiben. Das Ökosystem wird – trotz verbesserter Luftqualität in den vergangenen zwölf Jahren – nach wie vor zu hoch belastet. Sorge bereitet der Wandel bei den Schadstoffen. Während die Schwefeleinträge weiter abnehmen, spielen die Stickstoffeinträge aus Verkehr und Landwirtschaft sowie Umwandlungsprodukte (z.B. Ozon) eine größere Rolle.

Zur Stabilisierung der Nährstoffversorgung der Waldböden führte die sächsische Forstverwaltung neben Waldumbaumaßnahmen auch großflächige Bodenschutzkalkungen durch. So wurden von 1991 bis 2002 199.000 Hektar Wald gekalkt. Für Waldumbau und Sanierungsmaßnahmen im Privat- und Körperschaftswald steuerte der Freistaat von 1994 bis 2001 rund 46,3 Mio Euro an Fördermitteln bei.

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Schleswig-Holstein: Mastrinderbestand wieder niedriger

Themen: Archiv,Rinder,Statistik — info @ 15:12

Kiel (agrar.de) – Nach den vorläufigen Ergebnissen der repräsentativen Erhebung über die Viehbestände am 3. November 2002 wurden in Schleswig-Holstein 1,24 Mill. Rinder und 1,37 Mill. Schweine in den landwirtschaftlichen Betrieben gehalten.

Der Bestand an Rindern insgesamt war um 4 Prozent oder 48.000 Tiere geringer als im November 2001. Die Zahl der Milchkühe ging dabei um 2 Prozent auf 366.000 Tiere zurück und die Zahl der für die Reproduktion des Rinderbestandes wichtigen Zucht- und Nutzfärsen (ab 1 Jahr alt) war um 2 Prozent geringer als vor Jahresfrist. Dementsprechend nahm auch der Bestand an Kälbern und Jungrindern (unter 1 Jahr alt) um 4 Prozent ab. Mit 47.000 Tieren oder 3 Prozent erhöhte sich die Zahl der Ammen- und Mutterkühe zum Vorjahr. Dagegen verringerte sich die Zahl der Schlachtrinder insgesamt (Bullen, Ochsen, Schlachtfärsen und Schlachtkühe, ab 1 Jahr alt) um 10 Prozent oder 19.000 Tiere. Von dieser Abnahme entfielen u. a. 8.000 Tiere auf Bullen im Alter von 1 bis 2 Jahren und 6.000 Tiere auf Schlachtfärsen und Schlachtkühe. Diese hohen Abnahmeraten zeigen, dass die durch BSE- und MKS-Krisen im Vorjahr erhöhten Bestände weiter abgebaut wurden.

Der Gesamtbestand an Schweinen verringerte sich nur geringfügig zum Vorjahr. Während sich die Zahl der Mastschweine um 15.000 oder 3 Prozent erhöhte, nahm die Zahl der Jungschweine unter 50 kg Lebendgewicht jedoch deutlich um 10 Prozent oder 31.000 Tiere ab. Der Bestand an Zuchtsauen veränderte sich zum Vorjahr von 119.000 auf 116.000 Tiere (- 3 Prozent); besonders ausgeprägt ist dieser Rückgang bei den Jungsauen mit 7 Prozent bzw. 1.800 Tieren.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Schleswig-Holstein.

Weltweit weniger Getreide

Themen: Archiv — info @ 14:12

Erzeugung bleibt hinter dem Verbrauch zurück – Steigender Bedarf bei Weizen

Hannover (agrar.de) – In der weltweiten Versorgungsbilanz für Getreide klafft eine immer größere Lücke. Bereits seit 1999/00 überschreitet der weltweite Getreidebedarf die Erzeugung, berichtet der niedersächsische Landvolk-Pressedienst. Damals wurden 1,473 Millionen Tonnen (t) Getreide verbraucht, aber nur 1,470 Millionen t geerntet, die restliche Nachfrage musste aus Lagerbeständen gedeckt werden. Im Wirtschaftsjahr 2000/01 wurden nur noch 1,451 Millionen t produziert, insgesamt aber 1,475 Millionen t Getreide verbraucht. Nachdem im Wirtschaftsjahr 2001/02 der Verbrauch mit 1,473 Millionen t ebenfalls die Produktion von 1,47 Millionen t übertraf, soll der Verbrauch die Getreideproduktion auch im laufenden Wirtschaftsjahr überschreiten. So schätzen die Experten des Internationalen Getreiderats (ICG) den Verbrauch für 2002/03 derzeit auf knapp 1,5 Millionen t, während die Erzeugung voraussichtlich nur bei 1,44 Millionen t liegen wird.

Vom weltweiten Anstieg des Verbrauch ist insbesondere der Weizen betroffen. Wurden 1999/00 noch 582 Millionen t Weizen nachgefragt, sollen es im Wirtschaftsjahr 2002/03 schon 593 Millionen t sein. Das Weizenaufkommen wird demgegenüber auf 562 Millionen t geschätzt, das wären 2,9 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Fachleute begründen den steigenden Verbrauch unter anderem mit der zunehmenden Verfütterung von qualitativ minderwertigem Weizen, der beispielsweise in Australien, Kanada und der EU anstelle der klassischen Futtergetreidearten eingesetzt wird. Insgesamt sollen 106 Millionen t über den Futtertrog veredelt werden. Im internationalen Weizenhandel verlieren dabei die traditionellen Lieferländer immer mehr an Bedeutung. So soll der Marktanteil der fünf führenden Exportnationen USA, EU, Argentinien, Kanada und Australien in der Vermarktungskampagne 2002/03 auf ein Rekordtief von 68 Prozent fallen. Maßgeblich sind dafür vor allem die Lieferausfälle Kanadas und Australiens, doch auch die EU ist bei Weizen mittlerweile zum Nettoimporteur geworden.

Der Verbrauch von Grobgetreide, dazu gehören Mais, Gerste, Hafer, Sorghum, Hirse, Triticale und Menggetreide, soll in 2002/03 mit 902 Millionen t zwar das Vorjahresniveau leicht unterschreiten, übertrifft damit die Produktion von 877 Millionen t jedoch deutlich. So wird einerseits aus Australien steigender Bedarf gemeldet, da die Farmer aufgrund der Dürre derzeit verstärkt Getreide zufüttern müssen. Andererseits führt die aufstrebende Veredlungsproduktion in vielen Schwellenländern, wie etwa in Südkorea, zu einem steigenden Bedarf an Futtermitteln.

Links zum Thema Getreide.

Landwirtschaftliches Einkommen je Arbeitskraft in der EU real um drei Prozent zurückgegangen

Themen: Archiv,MKS — info @ 11:12

Brüssel (agrar.de) – Das reale landwirtschaftliche Einkommen je Arbeitskraft(1) ist in der EU15 im Jahr 2002 um 3,0 Prozent zurückgegangen. Dies geht aus ersten Schätzungen(2)2 hervor, die von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften in Luxemburg, veröffentlicht wurden. In der Eurozone(3) ist das landwirtschaftliche Einkommen je Arbeitskraft um 2,9 Prozent gesunken. Der Rückgang des Niveaus des realen landwirtschaftlichen Einkommens je Arbeitskraft in der EU15 ergab sich aus einer Verringerung des realen landwirtschaftlichen Einkommens (-5,9 Prozent) einerseits und einem anhaltenden Rückgang des landwirtschaftlichen Arbeitseinsatzes (-2,9 Prozent) andererseits.

In zehn Mitgliedstaaten liegt das landwirtschaftliche Einkommen unter dem Vorjahresniveau. Die stärksten Rückgänge wurden in Dänemark (-26,3 Prozent), Deutschland (-18,0 Prozent), Irland (-11,4 Prozent), Belgien (-7,7 Prozent) und den Niederlanden (-7,5 Prozent) gemessen. Die einzigen Länder, in denen das landwirtschaftliche Einkommen höher ist als 2001, sind Finnland (+7,3 Prozent), Griechenland, (+5,7 Prozent), das Vereinigte Königreich (+3,9 Prozent), Spanien (+1,2 Prozent) und Luxemburg (+1,0 Prozent).

Veränderung des landwirtschaftlichen Einkommens je Arbeitskraft(1) im Jahr 2002 Veränderung 2002/2001 in Prozent; Indizes für 2002* EU15 -3,0; 108,1 Schweden -1,5; 122,1 Eurozone -2,9; 112,6 Italien -1,6; 112,0 Portugal -2,2; 136,4 Finnland +7,3; 119,0 Österreich -2,8; 102,1 Griechenland +5,7; 115,2 Niederlande -7,5; 83,1 Ver. Königreich +3,9; 67,6 Belgien -7,7; 100,8 Spanien +1,2; 120,0 Irland -11,4; 93,9 Luxemburg +1,0; 93,4 Deutschland -18,0; 108,5 Frankreich -0,9; 110,9 Dänemark -26,3; 84,9

* Indizes: ‚1995‘=100 (‚1995‘ ist der Durchschnitt der Jahre 1994, 1995 und 1996)

Auch von sieben Beitretenden Ländern wurden Daten übermittelt. Aufgrund dieser vorläufigen Daten wird erwartet, dass das reale landwirtschaftliche Einkommen je Arbeitskraft im Jahr 2002 nur in der Slowakischen Republik (+12,2 Prozent) und in Lettland (+3,1 Prozent) höher als im Vorjahr ausfallen wird. Die stärksten Rückgänge wurden in Polen (-22,7 Prozent) und Ungarn (-21,2 Prozent) beobachtet. In der Tschechischen Republik ging das Einkommen um 6,1 Prozent zurück, in Litauen um 3,7 Prozent und in Estland um 2,8 Prozent.

Die Verringerung des realen landwirtschaftlichen Einkommens je Arbeitskraft in der EU15 im Jahr 2002 ergab sich aus dem Zusammenwirken mehrerer Faktoren:

– einer Abnahme der landwirtschaftlichen Gesamtproduktion (real -3,5 Prozent), – einer Verringerung der Vorleistungskosten (real -2,1 Prozent) und der Abschreibungen (real -0,6 Prozent), – einem Rückgang der nicht produktspezifischen Subventionen (real -1,6 Prozent) und der nicht produktspezifischen Abgaben (real -1,0 Prozent), – einer anhaltenden Verringerung des landwirtschaftlichen Arbeitseinsatzes (-2,9 Prozent). Rückgang der Gesamtproduktion hauptsächlich aufgrund niedrigerer Erzeugerpreise

Der Rückgang der realen landwirtschaftlichen Gesamtproduktion im Jahr 2002 in der EU15 (-3,5 Prozent) ist hauptsächlich auf die Rückgänge des Produktionswerts von tierischen und pflanzlichen Erzeugnissen (-6,5 Prozent bzw. -1,4 Prozent) zurückzuführen, die wiederum durch geringere Erzeugerpreise (-8,1 Prozent bzw. -2,4 Prozent) verursacht wurden. Das Produktionsvolumen ist um 0,9 Prozent höher als im Vorjahr (+0,6 Prozent bzw. +1,2 Prozent für die tierische und die pflanzliche Erzeugung).

Die Verringerung der tierischen Erzeugung in der EU15 im Jahr 2002 (-6,5 Prozent) wurde in erster Linie durch starke (preisbedingte) Rückgänge der Produktionswerte bei Schweinen (-20,0 Prozent), Milch (-7,4 Prozent) und Geflügel (-9,5 Prozent) verursacht, welche durch die Erholung der nach den Krisen im Zusammenhang mit BSE und der Maul- und Klauenseuche im Jahr 2001 stark beeinträchtigten Produktionswerte für Rinder (+8,8 Prozent) sowie Schafe und Ziegen (+4,7 Prozent) nicht ausgeglichen wurden.

Der geringe Anstieg des Produktionsvolumens bei Schweinen im Jahr 2002 in der EU15 (+0,3 Prozent) geht mit einem starken Verfall der Erzeugerpreise (-20,3 Prozent) einher. Dieser Rückgang war der wichtigste Faktor für die Entwicklung des landwirtschaftlichen Einkommens in der EU15 im Jahr 2002 und folgt auf erhebliche Anstiege in den Jahren 2000 und 2001. Der zweitwichtigste Faktor war der Rückgang der Milchpreise um -7,2 Prozent (Milch ist der Posten mit dem höchsten Anteil an der Agrarproduktion in der EU15) bei einem konstanten Produktionsvolumen (+0,1 Prozent).

Die Abnahme der pflanzlichen Erzeugung in der EU15 im Jahr 2002 (-1,4 Prozent) ist im Wesentlichen die Folge geringerer Produktionswerte bei Kartoffeln (-15,5 Prozent), Wein (-7,0 Prozent) und Getreide (-1,8 Prozent). Die Auswirkungen dieser Veränderungen auf die Entwicklung des landwirtschaftlichen Einkommens sind jedoch sehr viel geringer als die Auswirkungen der im vorangegangenen Abschnitt beschriebenen Veränderungen.

Nach Milch ist Getreide das zweitwichtigste Erzeugnis der Landwirtschaft in der EU15. Beim Volumen und bei den Preisen waren erhebliche Schwankungen zu verzeichnen (+7,0 Prozent bzw. -8,6 Prozent), die einander allerdings weitgehend ausglichen. Die Steigerung des Volumens bringt die Getreideproduktion im Jahr 2002 sehr nahe an das Rekordniveau von 2000 heran.

Das Produktionsvolumen bei Kartoffeln in der EU15 liegt um 1,8 Prozent über dem des Vorjahres, während die Preise voraussichtlich um 17,2 Prozent gesunken sind. Bei Wein sank das Produktionsvolumen um 6,7 Prozent, während die Erzeugerpreise lediglich um 4,0 Prozent fielen.

1. Das landwirtschaftliche Einkommen umfasst das in einem bestimmten Buchungszeitraum aus landwirtschaftlichen Tätigkeiten (sowie nicht trennbaren nichtlandwirtschaftlichen Nebentätigkeiten) hervorgegangene Einkommen, auch wenn die entsprechenden Einkünfte in einigen Fällen erst zu einem späteren Zeitpunkt empfangen werden. Es handelt sich somit nicht um das tatsächlich im Buchungszeitraum erhaltene Einkommen. Im Übrigen sollte es nicht mit dem Gesamteinkommen der in der Landwirtschaft tätigen Haushalte verwechselt werden, denn diese können neben ihren rein landwirtschaftlichen Einkommen auch Einkommen aus anderen Quellen (nichtlandwirtschaftliche Tätigkeiten, Löhne oder Gehälter, Sozialleistungen, Einkommen aus Vermögen) beziehen. Die vorliegenden Schätzungen wurden von den nationalen Behörden der Mitgliedstaaten der Europäischen Union und der Beitretenden Länder nach der Methodik der Landwirtschaftlichen Gesamtrechnung ermittelt (die der Methodik der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen ESVG 95 sehr ähnlich ist, jedoch einige Änderungen enthält, um den besonderen Gegebenheiten der Landwirtschaft Rechnung zu tragen).

Das reale landwirtschaftliche Faktoreinkommen je Jahresarbeitseinheit entspricht der realen Nettowertschöpfung zu Faktorkosten der Landwirtschaft je Jahresarbeitseinheit insgesamt. Die Nettowertschöpfung zu Faktorkosten wird errechnet, indem vom Wert der landwirtschaftlichen Produktion zu Herstellungspreisen der Wert der Vorleistungen, der Abschreibungen und der sonstigen Produktionsabgaben abgezogen und der Wert der sonstigen Subventionen hinzugerechnet wird.

Um auch Teilzeitarbeit und Saisonarbeit berücksichtigen zu können, werden der landwirtschaftliche Arbeitseinsatz und seine Veränderung in Jahresarbeitseinheiten (JAE) gemessen. Eine JAE entspricht der an der Arbeitszeit gemessenen Arbeitsleistung einer Person, die ganztägig und während eines ganzen Jahres mit landwirtschaftlichen Arbeiten in einer landwirtschaftlichen Einheit beschäftigt ist. Es wird unterschieden zwischen den JAE der nicht entlohnten Arbeitskräfte und den JAE der entlohnten Arbeitskräfte, die beide zusammen die JAE insgesamt ergeben. Der Einfachheit halber wurde in dieser Pressemitteilung eine JAE einer Vollzeitarbeitskraft gleichgesetzt.

2. Eurostat, Statistik kurz gefasst, Landwirtschaft und Fischerei, Nr. 23/2002: ‚Landwirtschaftliches Einkommen 2002 in EU-15: real -3,0 Prozent. Die Daten beruhen auf ersten Schätzungen, die von den Mitgliedstaaten und sieben Beitretenden Ländern Anfang Dezember 2002 an Eurostat übermittelt wurden. Im Februar/März 2003 wird Eurostat einen überarbeiteten zweiten Satz von Schätzungen veröffentlichen.

3 Eurozone: Belgien, Deutschland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Finnland.

Links zum Thema EU und Landwirtschaft.

Schleswig-Holstein: Aussaat der Wintergerste um 20.000 ha ausgeweitet

Themen: Archiv — info @ 11:12

Kiel (agrar.de) – Nach den Meldungen der amtlichen Betriebsberichterstatter des Statistischen Landesamtes wurden in Schleswig-Holstein im Herbst 2002 die Aussaatflächen der Winterfeldfrüchte gegenüber dem Vorjahr auf 405.000 ha ausgeweitet. Dabei nahm die Fläche mit Winterraps um 2 Prozent auf 102.000 ha ab, während sich die mit Wintergetreide um 4 Prozent auf 303.000 ha vergrößerte.

Unter den einzelnen Wintergetreidearten kam es zu erheblichen Anbauverschiebungen. Während die Fläche mit Winterweizen (212.000 ha) in Schleswig-Holstein annähernd gleich blieb, stieg der Anbau der Wintergerste gegenüber dem Vorjahr um 65 Prozent auf 57.000 ha. Die Aussaat von Roggen wurde um 35 Prozent auf 15.000 ha und die von Triticale um 3 Prozent auf 18.000 ha eingeschränkt.

Ende November zeigten die Wintersaaten einen etwas besseren Wachstumsstand als zur gleichen Zeit des Vorjahres.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Schleswig-Holstein.

Niedersachsen: Hausschlachtungen weiter auf dem Rückzug

Themen: Fleisch,Niedersachsen,Statistik,Tiere — info @ 10:12

Hannover (agrar.de) – Wenn’s draußen knackig kalt ist, haben frische Schlachteplatten Konjunktur. Was in früherer Zeit den Beginn der Hausschlachtezeit einläutete, ist auch heute trotz ganzjähriger Schlachtungen dank Kühlmöglichkeiten immer noch eine saisonale Gaumenfreude.

Die Hausschlachtungen selbst haben allerdings nach Angaben des niedersächsischen Landvolkverbandes kaum noch Bedeutung. Von insgesamt 11,8 Millionen Schlachtungen von Schweinen in Niedersachsen im Jahr 2001 entfielen lediglich 75.727 auf Hausschlachtungen, bei Rindern war das Verhältnis 15.298 Hausschlachtungen gegenüber gut 540.000 Schlachtungen insgesamt. Gegenüber dem Jahr zuvor ist die Zahl der Hausschlachtungen sogar entsprechend dem langjährigen Trend weiter zurück gegangen, und zwar bei Rindern und Schweinen gleichermaßen mit einem Minus von 4,9 Prozent.

Allerdings hat die Zahl der gewerblichen Schlachtungen bei Schweinen im Gegensatz zu Rindern im vergangenen Jahr zugenommen, so dass hier der Rückgang der Hausschlachtungen noch schwerer wiegt. Und wie es scheint, hält der Abwärtstrend auch zu Beginn der diesjährigen Saison weiter an. Ende der 80-er Jahre zählte das niedersächsische Landesamt für Statistik mit 225.000 Hausschlachtungen bei Schweinen noch dreimal so viel wie jetzt. Den ‚klassischen‘ Hausschlachter, der seinen Lebensunterhalt im Sommer etwas als Maurer verdient und im Winter in seinem zweiten Beruf von Hof zu Hof zieht, gibt es freilich fast gar nicht mehr.

In der Regel bringen die Bauern ihre Tiere zu einer Landschlachterei und überlassen die Arbeit den Profis im Schlachthaus. Und interessierten Verbrauchern machen sie es heute einfacher denn je. Niemand muss sich mehr ein ganzes Schwein oder Rind beim Bauern kaufen, denn die Direktvermarkter bieten ihren Kunden Hälften, Viertel oder Achtel für die heimische Kühltruhe an, auf Wunsch auch portionsgerecht zerlegt. Dennoch ziehen trotz der anhaltenden Diskussion um Qualität und Herkunft offenbar doch immer mehr Verbraucher den Gang zur Ladentheke oder zum Discounter vor.

Links zum Thema Lebensmittel.

Teurer Arbeitsplatz Bauernhof

Themen: Archiv — info @ 09:12

Hannover (agrar.de) – Ein Arbeitsplatz in der deutschen Landwirtschaft ist wesentlich kostspieliger als ein Arbeitsplatz in der übrigen Wirtschaft. Nach Ermittlungen des niedersächsischen Landvolkverbandes kostete 2001 eine Arbeitsstätte auf dem Bauernhof 264.700 Euro. Dies waren knapp 5.000 Euro mehr als im Jahr 1999.

Demgegenüber sind es in der übrigen Wirtschaft nur 128.400 Euro. 1999 lag diese Zahl bei 123.000 Euro. Die Kosten ergeben sich, wenn das gesamte in Produktionsanlagen steckende Vermögen (aber ohne Grund und Boden) auf die Zahl der Erwerbstätigen umgelegt wird. Die deutsche Landwirtschaft produziert damit heute erheblich kapitalintensiver als die übrige Wirtschaft.

Vor 40 Jahren lagen die Arbeitsplatzkosten noch ziemlich dicht beieinander. Mit 35.000 Euro je Arbeitsplatz in der Landwirtschaft waren die Kosten im Jahre 1960 nur geringfügig höher als in der übrigen Wirtschaft mit 33.500 Euro.

Links zum Thema Arbeitsmarkt.

BayWa-Umsatz erreicht sechs Mrd. Euro

Themen: Archiv — info @ 09:12

Deutliche Ergebnisverbesserung in AG und Konzern

Hohenkammer/München (agrar.de) – Der internationale Handels- und Dienstleistungskonzern BayWa mit Sitz in München erwartet zum Jahresende einen Umsatz von knapp 6 Mrd. Euro. Die Steigerung um rund 14 Prozent steht in Zusammenhang mit der erstmaligen Einbeziehung der WLZ Raiffeisen AG, Stuttgart, in den Konzernabschluss. Wie Vorstandsvorsitzender Wolfgang Deml vor der Presse in Hohenkammer bekannt gab, wird sich der positive Ergebnistrend zum Jahresende fortsetzen. Am 30. 9. erreichte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Konzern 46,2 Mio. Euro und lag damit um 122 Prozent über der Vergleichszahl des Vorjahres. Die Verbesserung kommt vor allem aus dem Beteiligungsbereich sowie dem Finanzergebnis.

Angesichts schwacher Konjunktur und ungünstiger Entwicklungen in den Bereichen Bau, Agrar und Energie bewertet Wolfgang Deml das Geschäftsjahr 2002 aus Sicht der BayWa als ‚gut‘. Denn der starke Rückgang im Wohnungsbau und die niedrige Konsumneigung in Deutschland hätten das Geschäft ebenso erschwert wie die im Jahresverlauf schwächer werdende Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft. ‚Das Jahresergebnis wird trotzdem im Konzern und in der AG den positiven Trend vom 3. Quartal fortsetzen‘, kündigte Deml an. Wegen der erstmaligen Bilanzierung nach IAS und der Eingliederung der WLZ wollte sich der Vorstandsvorsitzende noch nicht auf eine Zahl festlegen.

Geschäftssparten entwickeln sich unterschiedlich

Der Konzern-Jahresumsatz 2002 erreicht erstmals knapp 6 Mrd. Euro. Zum Wachstum von 14 Prozent trägt die WLZ ca. 900 Mio. Euro bei. Die BayWa AG kommt auf rund 3,2 Mrd. Euro, die österreichischen Beteiligungen erzielen über 1,8 Mrd. Euro. Unter Berücksichtigung der WLZ-Vorjahreszahlen wird der Konzern-Umsatz etwa 4 Prozent niedriger sein. Die Umsätze der Sparte Agrar (landwirtschaftliche Betriebsmittel und Erzeugnisse) liegen demnach bei rund 2 Mrd. Euro und damit knapp unter der Vorjahreszahl. Eine Steigerung um 6 Prozent auf über 800 Mio. Euro verzeichnet die Technik. Sie konnte sich nach dem starken Einbruch im vergangenen Jahr leicht erholen. Der Baustoffhandel erwirtschaftete 2002 Umsätze in Höhe von 1,2 Mrd. Euro, inklusive Franchise 1,5 Mrd. Euro. Der Rückgang von etwa 2,5 Prozent ist deutlich besser als der Branchentrend. Um rund 5 Prozent sind flächenbereinigt die Branchenumsätze der Bau & Gartenmärkte zurückgegangen. Allerdings wird der BayWa Konzern aufgrund eines Wachstums in Österreich den Umsatz leicht auf rund 450 Mio. Euro steigern können, inklusive Franchise auf über 659 Mio. Euro. Die Franchise-Umsätze insgesamt erreichen 824 Mio. Euro, davon werden 624 Mio. Euro in Österreich erzielt. Im Geschäftsfeld Energie kommt die BayWa auf einen Umsatz von 1,3 Mrd. Euro. Das Minus von etwa 7 Prozent ist auf die Normalisierung der Heizölnachfrage nach dem spekulativen Boom im Frühjahr 2001 zurückzuführen. Bei den Sonstigen Aktivitäten resultiert der Umsatzrückgang um mehr als 45 Prozent auf 147 Mio. Euro aus dem Verkauf der Einzelhandelskette Maximarkt. Die Lebensmittel-Aktivitäten in Österreich verzeichnen eine positive Entwicklung.

Chancen im schwierigen Jahr 2003

Die Integration der WLZ in den BayWa Konzern bezeichnete Wolfgang Deml als eine besondere Herausforderung für das neue Geschäftsjahr. Man werde durch dieses Wachstum Synergien schöpfen und durch die erfolgreiche Integration die Position auf internationalen und regionalen Märkten stärken. Den Effekt bezifferte Deml auf ca.15 Mio. Euro. An Investitionen plant der Konzern mehr als 120 Mio. Euro. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Als Schwerpunkt nannte der Vorstandsvorsitzende Investitionen in Standort-, Vertriebs- und Prozessoptimierung. Wie bisher werde der Konzern fortfahren, die Eigenkapitalquote und Finanzkraft zu verbessern. Durch Bilanzoptimierung und Risikovorsorgen werde man den Konzern weiter stärken. ‚Wir bleiben trotz des schwierigen Konjunkturumfeldes optimistisch und werden auch 2003 die Chancen auf unseren Märkten wahrnehmen‘, so das Fazit des BayWa-Chefs.

Links zum Thema Landhandel und Genossenschaften.

17. Dezember 2002

Die niedersächsische Landwirtschaft in Zahlen

Themen: Archiv — info @ 16:12

Hannover (agrar.de) – Wie schon in den Jahren zuvor hat das niedersächsische Landwirtschaftsministerium wieder eine aktualisierte Auflage der Broschüre ‚Die niedersächsische Landwirtschaft in Zahlen‘ herausgegeben.

Auf 70 Seiten sind die wichtigsten Daten über die niedersächsische Landwirtschaft sowie über allgemeine wirtschaftliche und soziale Bereiche, die für die Landwirtschaft von Bedeutung sind, in tabellarischer und teilweise auch graphischer Form zusammengestellt. Aus der Fülle des Datenmaterials sind hauptsächlich solche Statistiken aufgenommen worden, die erfahrungsgemäß stark nachgefragt werden. Dabei ist besonders auf die Ausweisung von Zeitreihen und von Vergleichszahlen zwischen Niedersachsen und dem Bundesgebiet Wert gelegt worden.

Die Broschüre ist als Kompendium für den normalen Statistikkonsumenten gedacht. Sie ist unter Vorabeinsendung von 1,53 Euro (ab 01.01.2003 1,44 Euro) in Briefmarken beim Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Referat 207.1, Calenberger Str. 2, 30169 Hannover, erhältlich. Ein Teil der Tabellen ist auch im Internet zu finden.

Einzeldarstellungen und Sonderauswertungen sowie sachlich und regional tiefer gegliederte Tabellen können beim Niedersächsischen Landesamt für Statistik, Schriftenvertrieb, Postfach 91 07 64, 30427 Hannover, bezogen werden.

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Waldzustandsbericht: Belastung der Böden besorgniserregend

Themen: Statistik,Wald,Waldbericht — info @ 16:12

Berlin (agrar.de) – Anlässlich der Vorstellung des diesjährigen Waldzustandsberichtes durch die Bundesregierung erklärt der Obmann von Bündnis 90/Die Grünen im Agrarausschuss des Bundestages Friedrich Ostendorff:

‚Der Zustand der Wälder ist nach wie vor kritisch, auch wenn bei einzelnen Baumarten Verbesserungen festzustellen sind. Insbesondere die zunehmende Schadstoffbelastung und Versauerung der Böden macht uns Sorgen. Um den Säuregehalt der Böden zu reduzieren, sind Waldbesitzer und Landwirte gezwungen, jedes Jahr mit zunehmendem Aufwand Kalk auszubringen. In der Landwirtschaft beobachten wir seit Jahren die Bodenversauerung. Die Kosten für diese, von der gesamten Gesellschaft hervorgerufenen Schäden tragen dabei die Bauern und Waldbesitzer.

Der Waldzustandsbericht unterstreicht erneut die Notwendigkeit, die Politik der rot-grünen Regierung zur Reduzierung der Schadstoffemissionen fortzusetzen. Die Bundesregierung hat mit den von ihr ergriffenen Maßnahmen zur Luftreinhaltung, zum Klimaschutz, zur Energiepolitik und zur Wende in der Agrarpolitik bereits wichtige Schritte auf diesem Wege unternommen.‘

Links zum Thema Waldbericht, Links zum Thema Agrarpolitik.

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