04. Dezember 2002

EU-Kommision startet Labornetzwerk zur GVO-Kontrolle

Themen: Archiv — info @ 14:12

Brüssel (agrar.de) – Das European Network of GMO Laboratories (ENGL), ein europäisches Netzwerk von Kontroll- und Labor-Institutionen, wurde heute in Brüssel von Forschungskomissar Philippe Busquin vorgestellt. Das Netzwerk besteht aus mehr als 45 Kontrolleinrichtungen der EU-Länder.

Ziel des Netzwerks ist es, die Nachverfolgbarkeit gentechnisch veränderter Organismen (GVO) in der Nahrungsmittelkette zu verbessern sowie Nachweismethoden für Lebens- und Futtermittel zu entwickeln und zu berwerten. Die Aktivitäten der Teilnehmer werden vom Joint Research Centre (JRC) der Kommision in Ispra (Italien) koordiniert.

Die bislang eingeschriebenen Institutionen aus Deutschland sind: das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV, Berlin), das Robert Koch-Institut (%url4%RKI%/%, Berlin) , das Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg (%url5%CVUA%/%, Freiburg), die Behörde fur Umwelt und Gesundheit (%url6%BUG%/%, Hamburg) und das Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (%url7%LGL%/%, München).

Lesen Sie auch: %url8%EU-Agrarminister einigen sich auf Kennzeichnung von Gen-Lebensmitteln%/% [29.11.2002] %url9%Bayern: Jedes zehnte Lebensmittel GVO-positiv%/% [16.11.2002]

Links zum Thema %url10%Biotechnologie%/%.

Hasselfeldt: Bundesregierung setzt landwirtschafts- und verbraucherfeindliche Politik fort

Themen: Archiv — info @ 14:12

Berlin (agrar.de) – Anlässlich der Haushaltsdebatte am 3.12.2002 im Deutschen Bundestag erklärt die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gerda Hasselfeldt:

‚Die rot-grüne Bundesregierung hat viel versprochen und nichts gehalten. Ihre Politik der Wählertäuschung und des wahllosen Stopfens der leeren Kassen trägt sie auch auf dem Rücken der Landwirtschaft aus. Auf das Versprechen, die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft solle gestärkt werden, kann sich die Landwirtschaft seit dem Amtsantritt von Ministerin Künast nicht verlassen. Die jetzigen Steuerpläne und der Gesetzesentwurf zum Agrarhaushalt 2003 zeigen vielmehr, dass die Landwirte sich zumindest auf eines verlassen können: wo immer möglich, werden ihnen neue Belastungen auferlegt.

Beispiel Agrarhaushalt: Statt den begrenzten Agraretat für agrarpolitisch notwendige und sinnvolle Maßnahmen zu verwenden, fließen die Gelder stattdessen zu einem großen Teil in rot-grüne Spielwiesen und Eigenwerbung. Im Haushaltsplan 2003 lässt sich die Bundesregierung Modell- und Demonstrationsvorhaben sowie das Bundesprogramm Ökolandbau rund 59 Mio. Euro kosten. Zusätzlich werden noch 50 Mio. Euro für die Förderung des Bundesprogramms ‚Tiergerechte Haltungsverfahren‘ veranschlagt, insgesamt also 109 Mio. Euro. In Zeiten leerer Kassen ist dies agrarpolitischer Luxus.

Das Geld dafür wird aus der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz genommen, die im Vergleich zum Vorjahr um fast 113 Mio. Euro gekürzt wird. Zusätzlich ist eine globale Minderausgabe von 35 Mio. Euro veranschlagt.

Als wäre dies nicht Belastung genug, legt die Bundesregierung der Landwirtschaft zusätzliche Steuerbelastungen und Bürokratie auf. Die Absenkung der Umsatzsteuerpauschalierung von 9 auf 7 Prozent und die gleichzeitige Anhebung der Mehrwertsteuer von 7 auf 16 Prozent für landwirtschaftliche Vorprodukte hebt die Vorteile der Umsatzsteuerpauschalierung wieder auf. Die bewährte Umsatzsteuerpauschalierung wird damit faktisch abgeschafft. Dies bedeutet sowohl für die Betriebe als auch die Finanzverwaltungen mehr Kosten und Bürokratie und trifft vor allem bäuerliche Familienbetriebe, die sich entweder für eine höhere Abgabenlast oder einen erhöhten Buchführungsaufwand entscheiden müssen.

Mit der Anhebung der Mehrwertsteuer für landwirtschaftliche Vorprodukte und Gartenbauerzeugnisse schadet die Bundesregierung vor allem den Gärtnern und den Direktvermarktern, die den erhöhten Mehrwertsteuersatz nicht weitergeben können.

Die fünfte Stufe der ökologischen Steuerreform bringt der deutschen Land- und Forstwirtschaft jährlich eine Netto-Mehrbelastung von 17,6 Mio. Euro und schwächt somit weiterhin deren Wettbewerbskraft.

Die Verschlechterung dieser Rahmenbedingungen ist vor dem Hintergrund der Herausforderungen, die auf die Landwirtschaft durch die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik, der EU-Osterweiterung und der WTO-Verhandlungen zukommen, nicht akzeptabel.

Vor allem ist sie nicht mit dem Argument zu rechtfertigen, dass die Steigerung des Anteils des Ökolandbaus auf 20% mehr Lebensmittelsicherheit bewirkt. Mit der fehl gerichteten Agrarpolitik der rot-grünen Bundesregierung, die die Nachfrage zu lenken versucht und die Produktion künstlich anheizt, werden die bereits in Deutschland etablierten Ökobetriebe unter Wettbewerbsdruck gesetzt. Dies nützt weder den ökologischen Betrieben noch den Verbrauchern.

Die Lebensmittelsicherheit muss durch andere Maßnahmen verbessert werden:

Wir brauchen endlich ein einheitliches Durchführungsrecht im Lebens-, Futter-, Tierarzneimittel- und Veterinärrecht. Dies ist bereits im Gutachten des Bundesrechnungshofes im Juni 2001 angemahnt worden, bislang seitens Ministerin Künast aber nicht in Angriff genommen worden.

Die Bundesregierung muss die Lebensmittelüberwachung stärker koordinieren und auch die effektive Koordination und Kommunikation mit der EU gewährleisten. Den neuen Bundesbehörden im Verbraucherschutz, dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und dem Bundesinstitut für Risikokommunikation kommt hierbei eine zentrale Bedeutung zu. Die Bundesregierung muss deshalb die sachgerechte und effektive Tätigkeit beider Behörden gewährleisten und förderen.

Der Vollzug der Lebensmittelkontrollen muss auf ein einheitliches europäisches Niveau angehoben werden, um effektiven Verbraucherschutz im Binnenmarkt zu gewährleisten.

Für die Union sind Verbraucherschutz und Landwirtschaft keine Gegensätze, sondern unteilbar. Beide haben ein gleichgerichtetes Interesse daran, dass sichere und qualitativ hochwertige Lebensmittel produziert werden. Hierzu sind alle Formen der Landwirtschaft, ob ökologisch oder modern wirtschaftender Betrieb in der Lage und müssen daher gleichberechtigt behandelt werden – auch im Interesse der Verbraucher.‘

Links zum Thema Agrarpolitik.

Österreich: Waldviertel soll größte Gentechnik freie Region Europas werden

Themen: Archiv — info @ 14:12

Wien (agrar.de) – Das österreichische Waldviertel soll zu einer der größten Gentechnik freien Regionen Europas werden. Die ‚visionäre Idee‘ auf Basis der Freiwilligkeit vereinige regional- und agrarpolitische Ziele, so Landeshauptmann Erwin Pröll heute in einem Pressegespräch in Wien. Unter der Marke ‚Lebensviertel‘ sollen ‚Lebensmittel besonderer Art und Qualität‘ produziert werden. Es sei das Ziel, ‚aus einer Produktionsphilosophie eine Lebensphilosophie zu machen‘.

Pröll sieht die Initiative, für die das Land 1,3 Mio. Euro zur Verfügung stellen wird, vor allem auch im Zusammenhang mit der Herausforderung EU-Erweiterung. Gestartet wird das Projekt in den Gebieten Raabs, Harbach und Gars. Laut Agrarlandesrat Josef Plank sind allein dort etwa 600 der 1.200 Biobauern des Waldviertels tätig. In die Aktion sollen auch konventionelle landwirtschaftliche Betriebe einbezogen werden. Insgesamt zählt die Region im nördlichen Niederösterreich 7.000 Vollerwerbslandwirte.

93 Prozent der Österreicher haben sich einer im Herbst durchgeführten Umfrage der Umweltorganisation Global 2000 dafür ausgesprochen, dass sich ‚die nächste Bundesregierung das Ziel setzen soll, die österreichische Landwirtschaft gentechnikfrei zu halten‘. Für 69 Prozent der Befragten wäre es sogar ‚ein Grund, eine Partei nicht zu wählen, wenn sie für den Anbau von Genpflanzen in Österreich eintritt‘, so die vom Institut ISMA durchgeführte Umfrage. Für 95 Prozent der Befragten sei ‚die Erhaltung und Förderung der biologischen Landwirtschaft in Österreich‘ sehr wichtig (72 Prozent) bis eher wichtig (23 Prozent).

Links zum Thema Bio-Landbau und %url4%Biotechnologie%/%, Links zum Land %url5%Österreich%/%.

EU sieht tierschutzbedingte Wettbewerbsnachteile für EU-Landwirte

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Bericht über Tierschutzvorschriften in Drittländern vorgelegt

Münster (agrar.de) – Wettbewerbsnachteile für die EU-Landwirte durch die unterschiedliche Tierschutz-Gesetzgebung in Drittstaaten sieht jetzt nach Mitteilung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) auch die EU-Kommission. Wie aus ihrem aktuell vorgelegten Bericht über Tierschutzvorschriften in Drittländern hervorgeht, sei insbesondere bei intensiven Formen der Agrarproduktion, das heißt in der Schweine- und Geflügelwirtschaft, mit tierschutzbedingten Wettbewerbsverzerrungen zu rechnen.

Laut Bericht gebe es keinen internationalen Konsens über die Rolle des Tierschutzes. Bei einer Auswertung der Tiergesetzgebung in 73 Drittstaaten stellte die Kommission fest, dass Tierquälerei zwar in den meisten Ländern als sittenwidrig gilt und strafbar ist; die Rechtsvorschriften über den Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere gingen jedoch stark auseinander. ‚Auch gibt es keine gemeinsamen wissenschaftlichen Normen. Die Definition des Schutzes landwirtschaftlicher Nutztiere ist je nach kulturellem, wissenschaftlichem, religiösem, wirtschaftlichem und politischem Hintergrund von Land zu Land verschieden‘, heißt es wörtlich in dem Bericht.

Weil das erreichte Tierschutzniveau in der EU aber ‚auf keinen Fall‘ in Frage gestellt werden dürfe, denkt die Kommission über verschiedene Maßnahmen nach, um die EU-Landwirte vor der Konkurrenz zu schützen. Eine Möglichkeit sei, die Landwirte für die Einhaltung von Tierschutz-Vorschriften mit neuen finanziellen Mitteln zu entschädigen. Die Kommission rechnet allerdings auch damit, dass die Verbraucher bereit sind, für nachhaltig erzeugte Qualitätsprodukte einen höheren Preis zahlen. Außerdem könne versucht werden, mit ausgewählten Staaten bilaterale Abkommen zu schließen. Wenig erfolgversprechend sei hingegen, gemeinschaftliche Tierschutznormen als Bedingung für die Einfuhr von Drittlandserzeugnissen zu erheben oder auf internationaler Ebene eine Einigung über den Tierschutz herbeizuführen.

Links zum Thema Tierschutz.

Mecklenburg-Vorpommern: Differenzierte Ertragsentwicklung in der Futterproduktion

Themen: Archiv — info @ 09:12

Schwerin (agrar.de) – Nach Angaben des Statistischen Landesamtes setzte sich die seit 1998 zu verzeichnende Reduzierung der Futterfläche (ohne Dauerwiesen und Mähweiden) im Jahr 2002 mit 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 83.284 Hektar(8 Prozent der Ackerfläche) fort. Ein stärkerer Ertragsanstieg war im Grasanbau und bei Luzerne (+ 11 bzw. + 9 Prozent) zu verzeichnen. Die Entwicklung der Hektarerträge gegenüber 2001 beim Anbau von Klee, Kleegras und Klee-Luzerne-Gemisch (- 7 Prozent) und Silomais (- 5 Prozent) können weniger zufrieden stellen. Während 2001 von Futtererbsen noch 32,5 Dezitonnen pro Hektar geerntet wurden, waren es dieses Jahr nur 25,6 Dezitonnen pro Hektar (- 21 Prozent).

Silomais wurde im Jahr 2002 auf 62.958 Hektar angebaut. Die Silomaisfläche wurde somit gegenüber dem Vorjahr geringfügig, im Vergleich zum 6-jährigen Durchschnitt aber um 17 Prozent reduziert. Der Durchschnittsertrag belief sich auf 379,1 Dezitonnen pro Hektar. Daraus resultierend lag die Erntemenge mit fast 2,4 Millionen Tonnen um 5 Prozent unter dem Ergebnis des vorangegangenen Jahres.

Der Anbau von 14.062 Hektar Feldgras war im Vergleich zum Vorjahr wiederum rückläufig (- 8 Prozent). Gegenüber dem mehrjährigen Mittel bedeutet dies sogar einen Rückgang um 31 Prozent. Da aber die Witterungsbedingungen gegenüber 2001 für den Grasanbau etwas besser waren, konnte hier mit 81,3 Dezitonnen pro Hektar (in Heuwert berechnet) ein um 9 Prozent besseres Ergebnis erreicht werden (2001: 74,8 Dezitonnen pro Hektar). Beim Luzerneanbau gab es wiederum eine deutliche Ertragssteigerung um 11 Prozent auf 88,8 Dezitonnen pro Hektar (2001: 79,9 Dezitonnen pro Hektar). Dabei ist zu berücksichtigen, dass nur auf 469 Hektar Luzerne angebaut wurde.

Die Flächen für Dauerwiesen und Mähweiden blieben gegenüber dem Jahr 2001 nahezu konstant. Bedingt durch die zeitweise günstigeren Witterungsbedingungen konnten hier fast 9 bzw. 7 Prozent höhere Erträge erzielt werden. Insgesamt wurden von Dauerwiesen und Mähweiden über 1,5 Millionen Tonnen Raufutter geerntet, ebenfalls in Heuwert angegeben.

Bei den Eiweißfutterpflanzen gab es erneut eine Reduzierung der Anbaufläche. Diese betraf vorrangig die Futtererbsen. So ging die Futtererbsenfläche gegenüber dem Vorjahr um über 2.000 Hektar auf 11.436 Hektar zurück (- 16 Prozent). Gleichzeitig kam es im Vergleich zu 2001 zu deutlichen Ertragseinbußen bei dieser Hülsenfrucht um 21 Prozent auf 25,6 Dezitonnen pro Hektar. Die Erträge der Ackerbohnen blieben mit 33,4 Dezitonnen pro Hektar nahezu unverändert. Dieser Ertrag liegt aber 6 Prozent unter dem mehrjährigen Durchschnitt. Lupinen wurden auf 6 108 Hektar angebaut. Der Ertrag belief sich dieses Jahr auf 17,6 Dezitonnen pro Hektar (2001: 17,8 Dezitonnen pro Hektar).

Links zum Thema Pflanzen, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

635 Millionen Euro für bayerische Landwirte

Themen: Archiv — info @ 09:12

München (agrar.de) – In diesen Tagen erhalten die bayerischen Bauern Ausgleichszahlungen für landwirtschaftliche Kulturpflanzen. Wie Landwirtschaftsminister Josef Miller mitteilte, werden an rund 105.000 Betriebe fast 635 Millionen Euro ausbezahlt.

Mit 357 Millionen Euro entfallen 57 Prozent der Gesamtsumme auf Getreide. 172 Millionen Euro (27 Prozent) werden für Mais gezahlt, 45 Millionen Euro (sieben Prozent) für Ölsaaten. 54 Millionen Euro (neun Prozent) entfallen auf die Flächenstillegung, der Rest auf Eiweißpflanzen, Leinsamen sowie Faserflachs und Hanf. Die Zahlungen sollen Preissenkungen infolge der AGENDA 2000 teilweise ausgleichen.

Links zum Thema Förderung, Links zum Bundesland Bayern.

KTBL: Neue Kalkulationsdaten zum ökologischen Landbau

Themen: Archiv — info @ 09:12

Darmstadt (agrar.de) – Um ökologisch wirtschaftenden und umstellungswilligen Betrieben Kalkulationsdaten zur Verfügung zu stellen, hat jetzt eine Sonderveröffentlichung mit Daten zur Betriebsplanung und -kontrolle in der Öko-Landwirtschaft herausgegeben.

Für eine Reihe von landwirtschaftlichen Betrieben kann die ökologische Ausrichtung der Erzeugung eine Alternative sein. Um diesen Betrieben die Planung zu erleichtern und um den bereits ökologisch wirtschaftenden Betrieben Kalkulationsdaten zur Verfügung zu stellen, hat das Kuratorium für Technik- und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) eine Sonderveröffentlichung mit Daten zur Betriebsplanung und -kontrolle herausgegeben. Die neue Veröffentlichung orientiert sich in ihrer Konzeption an der seit langem bewährten KTBL-Datensammlung Betriebsplanung Landwirtschaft.

In der Datensammlung sind Planzahlen für zahlreiche Kulturen des ökologischen Pflanzenbaus zu finden. Die Produktionsverfahren werden jeweils nach viehhaltender und viehloser Wirtschaftsweise unterschieden. Für wichtige Ackerkulturen werden feste und veränderliche Kosten, der Treibstoffverbrauch sowie der Arbeitszeitbedarf für Schläge von 1, 2, 5 und 20 ha ausgewiesen. Für Verfahren des ökologischen Gemüsebaus stehen Daten für Schläge von 1 und 2 ha zur Verfügung. In der ökologischen Tierhaltung sind neben den Kosten und dem Arbeitszeitbedarf weitere Verfahrenskennwerte wie Futterbedarf und Raumbedarf zusammengestellt.

Der Datensammlung liegt eine CD-ROM bei, die den Nutzer gezielt zum gewünschten Produktionsverfahren oder Arbeitsgang in der Pflanzenproduktion führt. Sie ermöglicht es, in den vorgegebenen Standard-Produktionsverfahren einzelne Arbeitsgänge zu ergänzen oder zu ersetzen, anhand von mehr als 30.000 Arbeitsgängen können auch eigene Produktionsverfahren zusammengestellt werden.

Die KTBL-Sonderveröffentlichung 043 ‚Ökologischer Landbau – Kalkulationsdaten zu Ackerfrüchten, Feldgemüse, Rindern, Schafen und Geflügel‘ (330 Seiten, Best.Nr. 40043, Pris: 20 Euro) ist erhältlich beim KTBL, Bartningstrasse 49, 64289 Darmstadt, Tel.: 06151-7001189, Telefax -123, E-Mail.

Links zum Thema Bio-Landbau Praxis.

03. Dezember 2002

Schweinedatenbank: DBV übt massive Kritik an Umsetzung im Hauruck-Verfahren

Themen: Archiv — info @ 16:12

Berlin/Bonn (agrar.de) – Am 29. November hat der Bundesrat gegen die entschiedenen Einwendungen des Bauernverbandes den Änderungen der Viehverkehrsverordnung mit weitreichenden Konsequenzen für die deutschen Schweinehalter zugestimmt. Im Verordnungstext wird festgelegt, dass ab dem Jahr 2003 jeder Schweine aufnehmende Betrieb innerhalb von sieben Tagen die Anzahl der Schweine, das Datum der Lieferung und die Registriernummern der beteiligten Betriebe melden muss. Zudem ist eine Stichtagsregelung vorgesehen. Zu Beginn eines jeden Jahres muss danach jeder Schweinehalter die Anzahl der Schweine im Bestand – aufgeschlüsselt nach Mast, Zucht und Aufzucht – innerhalb von 14 Tagen melden. Die hierfür notwendige Datenbank ist nach Aussagen des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) in Anlehnung an die Rinder-Datenbank (HI-Tier) bereits installiert, aber noch nicht im Praxistest.

Der Deutsche Bauernverband (%url4%DBV%/%) kritisiert die Entscheidung des Bundesrates massiv, sollen doch damit die EU-Vorgaben nun im Hauruck-Verfahren auf Kosten der Landwirte umgesetzt werden. In einem Schreiben an die Landwirtschaftsminister der Länder hatte der Deutsche Bauernverband vor der Entscheidung gefordert, die Regelung mit ausreichenden Übergangsfristen zu versehen. Um den organisatorischen Aufwand nicht noch weiter in die Höhe zu treiben, forderte der Bauernverband außerdem die Streichung der Stichtagsregelung aus der Verordnung.

Wie schwierig es ist, ein solch umfangreiches Meldesystem wie die Schweine-Datenbank einzuführen, konnten alle Beteiligten nach der Einführung der Rinder-Datenbank im Jahr 1999 sehen. Sie bereitete den meldenden Landwirten beim Start große Schwierigkeiten. Bei der Schweinedatenbank sind bisher kaum Vorbereitungen der Bundesländer zur Datenerfassung für die neue Datenbank zu erkennen. Zum Beispiel gibt es noch keine einheitlichen Aussagen über die Regelungen der Meldewege und Meldeverfahren. So ist es auch kein Wunder, dass die Landwirte über das neue Meldewesen überhaupt nicht oder nicht ausreichend informiert sind.

Hintergrund

Die Einrichtung einer elektronischen Datenbank für Schweine ist mit der Richtlinie 2000/15 des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 10. April 2000 nach einem 3-Stufenplan festgelegt worden.

Stufe 1: Erfassung alle Schweine haltenden Betriebe in Deutschland zum 31.12.2000 in der elektronischen Datenbank Stufe 2: Ab 31.12.2001 Meldebeginn für die Verbringung von Schweinen aus den Geburtsbetrieben Stufe 3: Meldung der Verbringung von Schweinen aus jedem anderen Betrieb ab 31.12.2002

Etwa 26 Millionen Schweine werden in Deutschland gehalten. Laut %url5%DLG-Mitteilungen%/% (45/2002) rechnet das BMVEL für die Erweiterung der Datenbank mit einmaligen Investitionskosten von 500.000 Euro und einem jährlichen Aufwand von weiteren 500.000 Euro. Die Kosten für die Organisation der Meldeerfassung, die Fehlerbearbeitung und Überwachungstätigkeiten wird auf etwa 3 Millionen Euro geschätzt.

Links zum Thema %url6%Schweine%/%. Links zum Thema %url7%Verbände%/%.

In Sachsen dominieren traditionell Futterbaubetriebe

Themen: Archiv — info @ 12:12

Dresden (agrar.de) – Im Rahmen der repräsentativen Agrarstrukturerhebung 2001 wurden die landwirtschaftlichen Betriebe entsprechend ihrer betriebswirtschaftlichen Ausrichtung klassifiziert. Demnach gehörten fast 83 Prozent dem Betriebsbereich Landwirtschaft und mehr als zehn Prozent dem Bereich Gartenbau an. Die restlichen Betriebe wurden den sogenannten ‚übrigen Betriebsbereichen‘ zugeordnet.

Nach Information des Statistischen Landesamtes überwiegen traditionell in Sachsen die Futterbaubetriebe. Mehr als die Hälfte der Unternehmen des Betriebsbereiches Landwirtschaft gehörten im Jahr 2001 dieser Betriebsform an. Futterbaubetriebe zeichnen sich dadurch aus, dass Rinder- und Schafhaltung sowie Futteranbau mindestens 50 Prozent des Gesamt-Standarddeckungsbeitrages des Betriebes ausmachen.

An zweiter Stelle rangierten mit gut 40 Prozent die Marktfruchtbetriebe. Diese erzielen ihren Standarddeckungsbeitrag vorwiegend aus der Produktion von Marktfrüchten wie Getreide, Zuckerrüben oder Ölfrüchte. Mit über 200 Hektar bearbeiten diese Betriebe die durchschnittlich größte landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) aller Betriebsformen.

Die restlichen rund acht Prozent der Betriebe gehörten den Betriebsformen ‚Veredlungsbetrieb‘, ‚Dauerkulturbetrieb‘ und ‚Landwirtschaftlicher Gemischtbetrieb‘ an. Veredlungsbetriebe erwirtschaften 50 Prozent und mehr aus der Schweine- und Geflügelproduktion, Dauerkulturbetriebe aus dem Obst-, Wein- und Hopfenanbau während landwirtschaftliche Gemischtbetriebe auf Grund ihres geringen Spezialisierungsgrades keiner der vier genannten Betriebsformen zugeordnet werden können.

Die etwa 34.600 Arbeitskräfte des Betriebsbereiches Landwirtschaft waren vorwiegend in Futterbaubetrieben (15.300 Personen), gefolgt von den Marktfruchtbetrieben (11.700 Personen), beschäftigt. Im Betriebsbereich Gartenbau waren ca. 5.300 Beschäftigte tätig.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen.

Sachsen: Ernährungswirtschaft will Abfallaufkommen reduzieren

Themen: Archiv — info @ 12:12

Umweltminister Flath nimmt Branchenkonzept entgegen

Dresden (agrar.de) – Die sächsische Ernährungswirtschaft will ihr Abfallaufkommen reduzieren. Ein entsprechendes Branchenkonzept hat Reinhard Zwanzig, Geschäftsführer des Sächsischen Arbeitgeberverbandes Nahrung und Genuss, heute an Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath übergeben.

Im Konzept enthalten sind neben der abfallwirtschaftlichen Bestandsaufnahme Analysen zur Entwicklung der Abfallmengen, zu Vermeidungs- und Verwertungspotentialen sowie Vorschläge und Maßnahmen zur weiteren Entwicklung der Kreislaufwirtschaft. Allein die umsatzstärksten Teilbranchen Fleisch- und Milchverarbeitung sowie Backwaren und Brauereien wollen ihr derzeitiges Abfallaufkommen von 330.000 Tonnen wesentlich verringern.

Zur Sächsischen Ernährungswirtschaft gehören rund 330 Betriebe mit etwa 23.000 Beschäftigten. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei rund 4,7 Mrd. Euro.

Links zum Thema Lebensmittel, Links zum Bundesland Sachsen.

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