11. November 2002

Eurotier: QS lädt zur Podiumsdiskussion

Themen: Archiv — info @ 10:11

Hannover (agrar.de) – Auf der EuroTier 2002 vom 12. bis 15. November in Hannover präsentiert sich auch die Qualität und Sicherheit GmbH (QS). In Halle 23, Stand F10 informiert sie über die neuesten Entwicklungen in Sachen Prüfzeichen und -system.

Höhepunkt für das interessierte Fachpublikum ist der ‚TopTierTreff‘ in Halle 25. Hier stellt sich QS am 13.11.2002 um 11.00 Uhr im Rahmen der Podiumsdiskussion ‚QS in der Praxis‘ vor.

Neben dem neuen Geschäftsführer der QS GmbH, Dr. Hermann-Josef Nienhoff, stellen sich auch Jörn Johann Dwehus, Geschäftsführer der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA), Hans Bogner von der %url4%Fleischprüfring Bayern%/% und Reinhard Feldhaus von der %url5%Norddeutsche Fleischzentrale%/% den Fragen der Messebesucher.

Links zum Thema %url6%Messen%/%.

08. November 2002

Niedersachsen: Landwirtschaftskammern erweitern Beratungsangebot im Ökolandbau

Themen: Archiv — info @ 16:11

Hannover (agrar.de) – Immer mehr niedersächsische Landwirte setzen auf ‚Öko‘: Seit 1998 hat sich landesweit die Zahl der Biobetriebe auf 848 verdoppelt (Stand 31.12.2001). In diesem Jahr stellten 112 Betriebe bei der Landwirtschaftskammer Hannover und 164 Betriebe bei der Landwirtschaftskammer Weser-Ems einen Antrag auf Landesförderung für ökologische Anbauverfahren. Sie planen, ihren gesamten Betrieb auf Ökolandbau umzustellen.

Angesichts dieser Entwicklung haben die beiden niedersächsischen Landwirtschaftskammern ihr Beratungsangebot im Ökolandbau erweitert. Insgesamt neun Kammermitarbeiter und sechs Beratungsringleiter drückten kürzlich zwei Wochen lang die Schulbank, um sich umfassend im Ökolandbau weiterzubilden. Damit verdoppelt sich die Zahl der Ökolandbau-Berater beim den Landwirtschaftskammern in Niedersachsen.

Links zum Thema Bio-Landbau, Links zum Bundesland %url4%Niedersachsen%/%.

Forum zur Umweltpolitik im Zeichen der Osterweiterung

Themen: Archiv — info @ 16:11

Frankfurt/Oder (agrar.de) – Über die Perspektiven europäischer Umweltpolitik haben gestern Abend anlässlich der 59. Umweltministerkonferenz in Frankfurt(Oder) EU-Umweltkommissarin Margot Wallström, Bundesumweltminister Jürgen Trittin sowie der Staatssekretär im polnischen Umweltministerium, Krzysztof Zareba, mit dem Gastgeber der Konferenz, Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Wolfgang Birthler, diskutiert.

Die derzeit turnusmäßig in der Oderstadt versammelte Konferenz der Umweltminister des Bundes und der Länder hat das Thema Osterweiterung zu einem Schwerpunkt des ersten Beratungstags gemacht. Mit der Anfang Oktober auf dem Europäischen Rat empfohlenen Aufnahme von zehn Beitrittsländern ist auch die Umweltpolitik vor neue Herausforderung gestellt. Dennoch haben Themen des Natur- und Umweltschutzes im Zusammenhang mit der Osterweiterung die Diskussion mitbestimmt, unter anderem deshalb, weil seit Jahren eine breite und intensive Zusammenarbeit in diesem Bereich in Gang gekommen ist. Beispielsweise gibt es im technischen Umweltschutz, im Naturschutz, beim Gewässerschutz so viele deutsch-polnische Arbeitsgremien, dass deren Auflistung allein zwei Seiten ausmacht. Wichtigstes Gremium ist der deutsch-polnische Umweltrat, in dem Berlin und Warschau direkt mit den jeweiligen Umweltministern vertreten sind.

Brandenburg hat aufgrund seiner Lage ein besonderes Interesse daran, enge Beziehungen zum Nachbarland Polen auf allen Ebenen zu pflegen. Mit der anstehenden Osterweiterung erwartet auch Brandenburg eine erhebliche Auswertung der Verkehrsströme. Im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung der besonders strukturschwachen Grenzregion muss es für Brandenburg darum gehen, notwendige Transportwege zu sichern und andererseits die Belange der Umwelt zu stärken. Ein gemeinsames Interesse verbindet Brandenburg mit Polen auch in der Frage des Gewässerschutzes der Oder. Hier haben beide Seiten nach dem Hochwasser 1997 erheblich zugelernt und das Krisenmanagement verbessert.

Bereits im Vorgriff auf die anstehende Osterweiterung haben die Beitrittsländer im Umweltbereich bereits erhebliche Anstrengungen unternommen. In Polen wurden die Schadstoffe in der Luft im vergangenen Jahrzehnt um 20 bis 25 Prozent verringert. Dennoch wird es Übergangsfristen geben, wie sie auch seinerzeit nach der deutsch-deutschen Vereinigung für Ostdeutschland vereinbart wurden.

Durch Verbesserung der Luftqualität, so schätzt die Kommission ein, wird beispielsweise die Zahl chronisch Bronchitiskranker in den Kandidatenländern um 43.000 bis 180.000 Fälle zurückgehen.

Rund 10 Millionen Haushalte werden in den Beitrittsländern an Trinkwassersysteme angeschlossen. Die Müllbeseitigung wird auf neue Standards gesetzt, unter anderem durch Aufbereitung und Kompostierung.

Die Umsetzung des Natura 2000-Systems in Osteuropa sichert auch hier wertvolle Naturpotenziale. In Slowenien wird sich der Anteil geschützter Gebiete von gegenwärtig 6 Prozent auf 32 Prozent erhöhen.

Mit der Umsetzung europäischer Umweltpolitik in den Beitrittsländern werden erhebliche Investitionen ausgelöst. Der Investitionsbedarf wird auf bis zu 80 Milliarden Euro geschätzt. Die neu entstehenden Branchen im Umweltbereich schaffen Arbeitsplätze und Einkommen. Zum Vergleich: In den bisherigen EU-Ländern sind gegenwärtig 1,6 Millionen Menschen beschäftigt. Rund 183 Milliarden Euro werden erwirtschaftet.

Links zum Thema Landschaft und Natur.

Niedersachsen: Fast 11 Prozent weniger Kartoffeln

Themen: Archiv — info @ 16:11

Hannover (agrar.de) – In Niedersachsen wurden in diesem Jahr 4,948 Mio. t Kartoffeln geerntet. Nach Angaben des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik liegt die Erntemenge damit um 10,5 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Die 5 Mio. t Marke wird damit erstmalig seit 1995 unterschritten. Diese Angaben zur Kartoffelernte sind das Endergebnis der 220 repräsentativen Proberodungen aus der ‚Besonderen Ernteermittlung‘.

Den größten Anteil der niedersächsischen Ernte stellen die Industriekartoffeln. Sie standen auf etwa 86.000 ha und brachten in diesem Jahr bei einem Ertrag von 442 dt/ha eine Erntemenge von ca. 3,6 Mio. t, und damit 9,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit einigem Abstand folgen die Speisekartoffeln auf einer Fläche von etwa 32.000 ha bei einem Ertrag von 372 dt/ha. Die Erntemenge von ca. 1,2 Mio t liegt um 12,9 Prozent unter der Vorjahresernte. Auf 4.700 ha standen Frühkartoffeln. Bei einem Ertrag von 286 dt/ha konnte eine Ernte von knapp 135 Tsd. t eingebracht werden, etwa 12,6 Prozent weniger als im vergangenen Jahr.

Die recht geringe Gesamterntemenge ist bei nahezu unveränderter Anbaufläche auf niedrige Erträge zurückzuführen. Die ungünstigen Witterungsbedingungen dieses Jahres hatten insbesondere den Knollenansatz beeinträchtigt. Hiervon war der Osten mit den Speisekartoffelanbaugebieten in der Heide stärker betroffen, als der Industriekartoffelanbau in den westlichen Landesteilen. Entsprechend liegt der durchschnittliche Kartoffelertrag von 388 dt/ha im Gebiet der Landwirtschaftskammer Hannover um 12,3 Prozent unter dem Vorjahreswert und im Kammergebiet Weser-Ems mit 430 dt/ha nur um 7,9 Prozent.

Je nach Jahr kommen zwischen 45 Prozent und 50 Prozent aller deutschen Kartoffeln von niedersächsischen Äckern. Trotz der niedrigen Kartoffelernte in Niedersachsen besteht für die Verbraucher kein Anlass zur Sorge, die schmackhaften Knollen könnten bis zur nächsten Ernte knapp werden. Anders als in Deutschland haben unsere europäischen Nachbarn eine eher große Kartoffelernte eingebracht. Für eine ungezügelte Preisentwicklung, wie sie bei Kartoffeln gelegentlich vorkommt, ist daher vermutlich auch in diesem Jahr kein Raum.

Links zum Thema Kartoffeln, Links zum Bundesland Niedersachsen.

Rheinland: Anbaufläche von Getreide und Hackfrüchten nimmt ab

Themen: Archiv — info @ 16:11

Bonn (agrar.de) – Die Anbaufläche von Getreide und Hackfrüchten im Rheinland ist in den vergangenen zehn Jahren kleiner geworden. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn mitteilt, wurden im Jahr 1991 noch auf 196.900 ha Getreide angebaut, waren es im Jahr 2001 nur noch 165.964 ha. Der Anbau von Hackfrüchten sank von 87.100 ha im Jahr 1991 auf 85.400 ha im Jahr 2001.

Den stärksten Rückgang gab es beim Anbau von Roggen: Die Anbaufläche sank von rund 21.000 ha im Jahr 1991 auf 4.200 ha im Jahr 2001. Stark zurück ging auch die Anbaufläche von Gerste. Während im Jahr 1991 noch auf rund 55.100 ha Gerste angebaut wurde, waren es im Jahr 2001 nur noch knapp 35.000 ha. Wichtigste Kultur im Rheinland bleibt der Weizen: Die Anbaufläche wurde in den vergangenen zehn Jahren um etwa 2.000 ha ausgedehnt und betrug im Jahr 2001 rund 100.430 ha.

Der Anbau von Hackfrüchten im Rheinland wurde nur leicht eingeschränkt. Die Anbaufläche schrumpfte insgesamt von 87.100 ha im Jahr 1991 auf etwa 85.400 ha. Der Anbau von Kartoffeln wurde von rund 16.400 ha auf 22.090 ha ausgedehnt, der Anbau von Zuckerrüben ging von rund 67.400 ha auf 61.400 ha zurück.

Der Abnahme der Anbaufläche stehen höhere Erträge gegenüber. So konnte beispielsweise der Ertrag von Weizen im Rheinland von 55,8 dt/ha im Jahr 1980 auf durchschnittlich 95,2 dt/ha im Jahr 2001 gesteigert werden. Größer geworden sind auch die Erträge bei der Hackfrüchten: Bei Kartoffeln wurden im Jahr 2001 im Schnitt rund 436 st/ha geerntet – im Jahr 1980 waren es noch 308 dt/ha gewesen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Uni Hohenheim verstärkt Lehre zum Ökologischen Landbau

Themen: Archiv — info @ 14:11

Die Universität Hohenheim hat ihr Lehrangebot zum Ökologischen Landbau von zwei auf sechs Module erweitert. In den zwei Modulen für den Bachelor-Studiengang Agrarwissenschaften werden die sozioökonomischen, pflanzenbaulichen und tierhalterischen Grundlagen des Ökologischen Landbaus vermittelt. Für die agrarwissenschaftlichen Masterstudiengänge wird ein vertiefendes Modul angeboten, das in Übungen, Seminaren und Vorlesungen aktuelle Fragen des Ökologischen Landbaus aufgreift. Das Projektseminar ist ein Master-Modul, in dem Studentengruppen in Erzeugungs-, Verarbeitungs- und Handelsbetrieben des Ökologischen Landbaus wissenschaftliche Analysen und Beratungen durchführen. Dadurch wird eine zugleich wissenschaftliche wie berufsfeldbezogene Ausbildung gesichert. Mit ‚Organic farming in the Tropics and Subtropics‘ und ‚Plant Protection in Organic Farming‘ kommen zwei englischsprachige Module hinzu.

‚Damit bietet Hohenheim neben Kassel-Witzenhausen, das seine gesamte Lehre auf den Ökologischen Landbau ausrichtet, das umfangreichste Lehrangebot zum Ökologischen Landbau an deutschen Hochschulen an‘, so Dr. Alexander Gerber, der seit März 2002 neuer Koordinator für Ökologischen Landbau und Verbraucherschutz in Hohenheim ist. Somit ist es möglich, in Hohenheim einen fundierten Studienschwerpunkt auf den Ökologischen Landbau zu setzen.

Auch im Bereich der Forschung zum Ökologischen Landbau weitet die Universität Hohenheim ihre Aktivitäten aus. So ist Hohenheim mit sechs Projekten im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau vertreten. Im Auftrag des Ministeriums Ländlicher Raum Baden-Württemberg betreibt die Universität ein vierjähriges Projekt zu Ökologischem Landbau und Gewässerschutz.

Links zum Thema Bio-Landbau, Links zum Thema Universitäten.

Mecklenburg-Vorpommern: Böden in Überschwemmungsgebieten wurden untersucht

Themen: Archiv — info @ 14:11

Beeinträchtigung des Bodens in ‚gewohnter‘ Weise nachgewiesen – Verwendung des Weidegrases zur Fütterung nicht zulässig

Schwerin (agrar.de) – Das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommerns hatte nach Abklingen des Elbehochwassers die Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt LUFA Rostock beauftragt, Boden-, Schlamm- und Weidegrasproben von den ehemals überschwemmten Flächen auf mögliche Kontaminationen mit Schwermetallen, Dioxinen bzw. Wirkstoffen von Pflanzenschutzmitteln und mikrobiologischen Belastungen zu untersuchen. Diese Ergebnisse liegen nun vor. Demnach liegen die Dioxinbelastungen der Böden auf den Polderflächen im Bereich Dömitz/Boizenburg im Bereich des Grenzwertes für Klärschlamm. Sie sind damit relativ hoch. Jedoch konnte eine gravierende Verschlechterung des Bodens durch das Elbehochwasser nicht nachgewiesen werden. Ähnliche Werte wurden auch in den anderen Bundesländern in Elbböden zwischen Elbe und Vordeich festgestellt. Die Schlammproben wiesen vergleichbar hohe Werte wie die Bodenproben auf. In Abhängigkeit von der Verschmutzung des Weidegrases wurde auch in diesen Proben Dioxin nachgewiesen, ebenso Schwermetalle wie Cadmium und Quecksilber.

Die Untersuchungen auf Pflanzenschutzmittel und mikrobiologische Belastungen ergaben keine aktuelle Kontamination durch das Elbehochwasser im August/September 2002.

Die LUFA kommt in ihrem Untersuchungsbericht zu der Schlussfolgerung, dass das Hochwasser die Böden in den Überschwemmungsgebieten in ‚gewohnter‘ Weise beeinträchtigt hat. Maßnahmen nach dem Bodenschutzrecht seien nicht notwendig. Eine Verfütterung des Weidegrases zwischen Elbe und Deich ist allerdings nicht zulässig. Soweit die Flächen befahrbar sind, sollte der Aufwuchs gemäht und gehäckselt werden und auf den Flächen verbleiben.

‚Da eine landwirtschaftliche Nutzung dieser Flächen nach dem Hochwasser nicht stattgefunden hat, können wir eine direkte Beeinträchtigung des Futters und damit auch des Nutzviehs ausschließen. Aus Vorsorgegründen wird auch der erste Aufwuchs im Frühjahr 2003 stichprobenartig auf Schadstoffe untersucht werden‘, erklärt Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Links zum Thema Hochwasser, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

DBV: EU-Kommission muss sich an Gipfel-Beschluss halten

Themen: Archiv — info @ 14:11

Sonnleitner: Multifunktionale Landwirtschaft in Europa muss erhalten bleiben

Brüssel (agrar.de) – Bei ihrem jüngsten Gipfeltreffen haben die EU-Staats- und Regierungschefs festgestellt, dass die finanz-, struktur- und agrarpolitischen Vorgaben der Agenda 2000 unverändert bis ins Jahr 2006 gelten. Jetzt erwarten Europas Bauern und ihre Genossenschaften von der Europäischen Kommission, dass sie zu den Berliner Agenda 2000-Beschlüssen und ihrer Gültigkeit bis 2006 steht. Wichtig sei dies insbesondere im Hinblick auf eine glaubwürdige Verhandlungsposition der Europäischen Union in den kommenden WTO-Verhandlungen, erklärten der Präsident des europäischen Bauernverbandes COPA, Gerd Sonnleitner, und der Präsident des europäischen Genossenschaftsverbandes COGECA, Marcus H. Borgström, in Brüssel.

Die Entscheidungen des EU-Gipfels zeigten, wie wichtig den Staats- und Regierungschefs der Erhalt einer multifunktionalen Landwirtschaft in Europa sei. Deshalb sollte sich die Kommission jetzt genügend Zeit nehmen, um zusammen mit dem Berufsstand die Weiterentwicklung der europäischen Agrarpolitik vorzubereiten. Angesichts der Herausforderungen, denen sich die Agrarwirtschaft im Zuge der Globalisierung gegenüber sehe, müsse eine solide Grundlage für das nachhaltige europäische Agrarmodell in einem erweiterten Europa geschaffen werden.

Ein weiteres wichtiges Anliegen der Präsidenten: Die Vorbereitung der europäischen Agrarpolitik ab 2006 sollte – unter besonderer Bezugnahme auf die Maßnahmen der ländlichen Entwicklung – mit der Weiterentwicklung der Strukturfonds koordiniert werden. Einen zusätzlichen Grund, den Zeitplan der Agenda 2000 einzuhalten, sehen Sonnleitner und Borgström in der Erweiterung der EU. Nachdem der Beitritt auf Basis des jetzigen Gemeinschaftsbestands ausgehandelt worden sei, sei es nicht fair gegenüber den Landwirten der Bewerberländer und ihren Regierungen, wenn sie mit einer veränderten Politik konfrontiert würden, ohne an ihrer Vorbereitung beteiligt gewesen zu sein.

Der Europäische Rat von Brüssel sei nicht allen Erwartungen der Landwirte weder in den Mitglieds- noch in den Kandidatenländern entgegengekommen. Es sei aber ein stabiler Haushalt für die Gemeinsame Agrarpolitik von 2007 bis 2013 garantiert worden. Sonnleitner: ‚Wir rufen die Kommission auf, die von diesem neuen Finanzrahmen abgedeckte Periode für die Weiterentwicklung der europäischen Landwirtschaft zum Vorteil aller Europäer zu nutzen.‘

Links zum Thema Verbände.

Agrardieselvergütung: Antragsfrist läuft am 31. Dezember aus

Themen: Archiv — info @ 12:11

Bonn (agrar.de) – Noch bis zum 31. Dezember 2002 können landwirtschaftliche Betriebe einen Antrag auf Agrardieselvergütung für das Verbrauchsjahr 2001 stellen. Auf diese auslaufende Antragsfrist macht der Deutsche Bauernverband (DBV) alle berechtigten Betriebe aufmerksam. Nach Zahlen des Bauernverbandes haben von den rund 375.000 Betrieben mehr als ein Drittel beim zuständigen Hauptzollamt noch keinen Antrag auf Agrardieselvergütung gestellt. Der Bauernverband ruft diese Betriebe auf, möglichst umgehend einen Antrag zu stellen.

Im Jahr 2002 gilt erstmals für die deutschen Land- und Forstwirte ein neues Antragsverfahren. Mit ihm wird das bisherige Verfahren der Gasölbeihilfe abgeschafft und ein neues und bundesweit einheitliches Vergütungsverfahren eingeführt. Um den Landwirten den Umstieg zu erleichtern, hat der DBV alle notwendigen Informationen zusammengestellt. Sie können zusammen mit dem Antragsformular im Internet abgerufen werden. Dort finden Land- und Forstwirte neben einem Leitfaden zur Antragstellung weitere Informationen, die ihnen die Antragstellung erleichtern.

Land- und forstwirtschaftlichen Betrieben wird mit der neuen Regelung die Differenz zwischen der Mineralölsteuer und dem im Agrardieselgesetz festgeschriebenen Steuersatz (50 Pfennige bzw. 25,26 Cent je Liter Agrardiesel) erstattet. Der Land- und Forstwirt hat dafür in der Anmeldung die für die Bemessung der Vergütung erforderlichen Angaben zu machen und neuerdings auch die Vergütung selbst zu berechnen. Mit dem im Mineralölsteuergesetz festgeschriebenen Satz von 25,26 Cent je Liter ist der Agrardiesel von weiteren Stufen der Ökosteuer ausgenommen. Wie bei der alten Regelung der Gasölverbilligung wird aber nur die Verwendung von Gasöl in bestimmten Maschinen und Fahrzeugen begünstigt. Eine Änderung hat es bei der verwaltungstechnischen Abwicklung gegeben.

Wurde bisher die Vergütung in den Bundesländern über unterschiedliche Verwaltungsapparate (u.a. Landwirtschaftskammern, Landwirtschaftsämter) abgewickelt, so wird nun die Vergütungsregelung zentral von der Zollverwaltung durchgeführt. Auf örtlicher Ebene ist das Hauptzollamt verantwortlich. Der Vergütungsantrag ist an das Hauptzollamt zu richten, in dessen Bezirk der Betrieb liegt.

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Agrarhaushalt Bayern: 1,17 Milliarden Euro für die Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 10:11

München (agrar.de) – Der Freistaat investiert auch in den nächsten beiden Jahren in den Erhalt seiner bäuerlichen Landwirtschaft: Die Agrarhaushalte 2003 und 2004 sehen einschließlich Bundes- und EU-Mitteln Ausgaben von 1,166 bzw. 1,174 Milliarden Euro vor. Das ist eine Steigerung von 2,9 bzw. 3,6 Prozent gegenüber 2002, wenn man die diesjährige Einmalzahlung von 68 Millionen Euro aus der Verbraucherinitiative Bayern außer Ansatz lässt. ‚Damit können wir unsere erfolgreiche Politik für Landwirtschaft und ländlichen Raum fortsetzen‘, sagte Landwirtschaftsminister Josef Miller bei der Vorstellung des Doppelhaushalts im Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags. Im Ansatz enthalten sind für die nächsten beiden Jahre EU-Mittel in Höhe von 216 bzw. 223 Millionen Euro sowie jeweils 168 Millionen Euro Bundesmittel aus der Gemeinschaftsaufgabe. Nicht enthalten sind die Flächen- und Tierprämien der EU in Höhe von jährlich 820 Millionen Euro.

Größter Posten im Doppelhaushalt bleibt das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm – vorgesehen sind jeweils 217 Millionen Euro. Laut Miller nimmt Bayern damit bei der Honorierung von Umweltleistungen in der Landwirtschaft europaweit eine Spitzenposition ein. Weitere Schwerpunkte sind die einzelbetriebliche Investitionsförderung mit jeweils 137 Millionen Euro sowie die Flurneuordnung und Dorferneuerung mit zweimal 127 Millionen Euro. Auf jeweils 128 Millionen Euro deutlich erhöht wurde auf Initiative des Ministers die Ausgleichszulage für Bewirtschaftungserschwernisse in benachteiligten Gebieten. Rund 40 Millionen Euro jährlich stehen für die Förderung landwirtschaftlicher Selbsthilfeeinrichtungen bereit. Außerdem investiert Bayern 19,5 bzw. 20,5 Millionen Euro in die Verbesserung der Marktstruktur und jeweils fast 6,2 Millionen Euro (ohne Privatisierungserlöse) in den Bereich Nachwachsende Rohstoffe.

Links zum Thema Politik, Links zum Bundesland Bayern.

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