15. November 2002

DLG: EuroTier 2002 hat Erwartungen weit übertroffen

Themen: Archiv — info @ 16:11

Über 120.000 Besucher – 30 Prozent Zuwachs beim Auslandsbesuch

Hannover (agrar.de) – Mit über 120.000 Besuchern, einem Plus von 14 Prozent, hat die Eurotier 2002 die Erwartungen der Veranstalter weit übertroffen. Damit habe die Messe ihre Position als Leitausstellung für professionelle landwirtschaftliche Tierhaltung in Europa weiter ausgebaut, so die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) in einer Pressemeldung zum heutigen Messeabschluss.

Dr. Dietrich Rieger, Hauptgeschäftsführer der DLG zog das folgende vorläufige Fazit:

1. Die EuroTier 2002 ist von den Herstellern von Investitionsgütern und Betriebsmitteln sowie den Anbietern in den Bereichen Tierzucht und Dienstleistungen für die spezialisierte Tierhaltung hervorragend genutzt worden: 1.324 Direktaussteller und 102 zusätzlich vertretene Firmen aus insgesamt 35 Ländern haben ihr Angebot in Hannover präsentiert. Der Auslandsanteil betrug 39 Prozent.

2. Die europäische Landwirtschaft steht vor einer großen Bewährungsprobe. Die EuroTier hat gezeigt, dass die Landwirte sich den Themen Lebensmittelsicherheit und -qualität sowie Tiergerechtheit viel stärker annehmen als bisher. Hierzu benötigen sie den technischen Fortschritt nötiger denn je. Die EuroTier kam daher zur rechten Zeit. Mit ihrem vorzüglichen Informationsangebot hat sie eine Schrittmacherfunktion für Ideen, neue Trends und Anforderungen übernommen. Die vielfachen Möglichkeiten der Information und Kommunikation haben den Besuchern den Blick in die Zukunft geschärft und Chancen sichtbar gemacht.

3. Die Stimmung bei Landwirten und Ausstellern war positiver als vorher eingeschätzt. Die tierhaltenden Landwirte Europas stellen sich den Herausforderungen. Sie sind gewillt, mit der Entwicklung der Märkte Schritt zu halten. Dazu müssen sie investieren. Wie die von der DLG durchgeführte Besucherumfrage zeigt, beabsichtigen 63 Prozent der Landwirte zu investieren.

4. Mit über 120.000 Besuchern wurde ein Zuwachs gegenüber dem Jahr 2000 von 14 Prozent erreicht. Besonders beachtenswert ist, dass ein Drittel der Inlandsbesucher aus Süddeutschland kam. Es konnte ein deutlicher Zuwachs bei den Milchviehhaltern verzeichnet werden. Dies ist auf das vollständige Angebot im Bereich der Milchproduktion zurückzuführen. Erstmals in Europa waren von der Zucht über die Haltung und Fütterung bis hin zum Melken alle führenden Anbieter vertreten.

5. Der Auslandsbesuch stieg überproportional. Mit fast 17.000 Besuchern lag er um 30 Prozent über dem Stand der EuroTier 2000. Die Zuwächse kommen aus allen Regionen Europas, besonders deutlich aus Osteuropa. Bemerkenswert ist auch der fast um ein Drittel gestiegene Besuch aus dem Nahen Osten.

6. Ein Höhepunkt für die Milchproduzenten auf der EuroTier 2002 war der TopTierTreff. Im Rahmen der Präsentation von Nachzuchttieren in der Rinderhalle waren die führenden nationalen und internationalen Zuchtorganisationen und Unternehmen vertreten. Das innovative Präsentationskonzept mit Drehbühne bot neuartige Möglichkeiten zur Beurteilung der Nachzuchttiere. Dies war eine gute Basis für die Anpaarungsentscheidungen der Besamungssaison 2002/2003.

7. Für die Legehennenhalter hat die EuroTier 2002 neue Akzente gesetzt. Insbesondere die praxisnahen Lösungen für die Eierproduktion und -verarbeitung fand bei den Besuchern aus aller Welt großen Zuspruch. Das DLG-Special ‚Egg Handling‘ präsentierte erstmals auf einer Ausstellung den kompletten Weg vom gelegten Ei über die Sortierung und Kennzeichnung bis hin zur Verpackung.

8. Ein Anziehungspunkt war auf der EuroTier 2002 das BFL-Special ‚Animal Welfare on top – Was die Praxis leistet‘. Zu sehen waren Gruppenhaltungssysteme für Schweine und Kälber. Die tiergerechten und umweltfreundlichen Systeme stießen auf großes Interesse. Damit hat dieser Themenschwerpunkt richtungsweisende Impulse für die breite Umsetzung in die Praxis gegeben.

9. Erstmals war auf der EuroTier die Aquakultur vertreten. Großes Besucherinteresse und eine breite Berichterstattung in der Presse stellten die Aussteller zufrieden. Die wachsende Nachfrage nach Fisch, Fischprodukten und ihren Technologien fand hier ihren Niederschlag.

10. Die EuroTier 2002 wartete mit einem hochkarätigen internationalen Rahmenprogramm auf. Hervorzuheben sind die drei internationalen Management-Konferenzen für die Rinder-, Schweine- und Geflügelhalter, die im Vorfeld der EuroTier durchgeführt wurden. Sie fanden mit rund 650 Teilnehmern aus ganz Europa großen Zuspruch. Zu den zahlreichen öffentlichen Informationsveranstaltungen der Aussteller sowie den EuroTier-Foren für die Bereiche Geflügel, Rind, Schwein und für Aquakultur zog es ebenfalls viele Besucher. Es wurden aktuelle Themen zwischen Fachleuten und Teilnehmern diskutiert.

Erste Ergebnisse der Aussteller- und Besucherbefragungen

Die DLG beauftragte das Unternehmen Walter & Partner Trade Fair Marketing aus Basel, Befragung bei den Ausstellern und Besuchern der EuroTier 2002 durchzuführen. Die vorläufige Auswertung der Ausstellerbefragung (381 Aussteller) ergab:

– 98 Prozent der Aussteller berichteten zum Ausstellungsschluss von einem positiven Gesamtergebnis ihrer Beteiligung (2000: 95 Prozent)

– 90 Prozent der Aussteller beurteilten die fachliche Qualität der Besucher als sehr gut, gut oder zufriedenstellend (95 Prozent)

– 85 Prozent der Aussteller hatten während EuroTier 2002 Kontakte zu neuen Kunden (85 Prozent)

– 80 Prozent der Aussteller beurteilten die Aussichten für das Messenachgeschäft positiv (88 Prozent), 50 Prozent sehr gut und gut (55 Prozent), 30 Prozent zufriedenstellend (33 Prozent)

– 90 Prozent der Aussteller erwägen eine Beteiligung an der nächsten EuroTier im Jahr 2004 (88 Prozent), 55 Prozent sagten ‚Ja, bestimmt‘ (57 Prozent), 35 antworteten ‚Ja, vielleicht‘ (31 Prozent), 4 Prozent ‚Nein‘ (2 Prozent), 6 Prozent machten keine Angabe (10 Prozent).

Die Auswertung von 1.446 Besucher-Fragebogen ergab:

– 86 Prozent der Besucher kamen aus der Bundesrepublik Deutschland (2000: 88 Prozent), 39 Prozentaus Norddeutschland (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen) (39 Prozent), 18 Prozent aus Westdeutschland (Nordrhein-Westfalen) (21 Prozent), 21 Prozent aus Süddeutschland (Bayern und Baden-Württemberg) (17 Prozent), 9 Prozent aus Südwestdeutschland (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland)(12 Prozent) und 13 Prozent aus Ostdeutschland (Neue Bundesländer und Berlin) (11 Prozent).

– 14 Prozent der Bsucher reisten aus dem Ausland an (12 Prozent).

– Die Besucher kamen aus den Wirtschaftsbereichen Landwirtschaft 69 Prozent (2000: 73 Prozent), Futtermittel- und Pharmaindustrie 4 Prozent (4 Prozent), Handel/Vertrieb 5 Prozent (6 Prozent), Schlachterei/Fleischverarbeitung, Eierbe- und -verarbeitung 2 Prozent (2 Prozent), Tierärzte 2 Prozent (1 Prozent), Sonstige Industrie 2 Prozent (1 Prozent), Sonstige Dienstleistung 2 Prozent (2 Prozent), Aquakultur 1 Prozent (-) und sonstigen Bereichen (unter anderem Beratung, Wissenschaft, Studenten und Schüler) 13 Prozent (11 Prozent).

– Die Besucher interessierten sich besonders für Haltungs- und Fütterungstechnik (46 Prozent), Stall- und Hallenbau (46 Prozent), Zuchttiere, Zuchtprogramme (38 Prozent), Futterlagerung, Futterherstellung (31 Prozent), Melk- und Kühltechnik (31 Prozent), Betriebsmittel (28 Prozent), Klima-, Energie- und Umwelttechnik (24 Prozent), Geräte, Zubehör und Ersatzteile (21 Prozent), Technik für Kot, Fest- und Flüssigmist (21 Prozent), Management und Beratung (20 Prozent), Information (21 Prozent), Transportfahrzeuge, Transportdienste (14 Prozent), und Verarbeitung und Vermarktung von Geflügel und Eiern (8 Prozent)

– 63 Prozent der Besucher beabsichtigen in 2003/2004 zu investieren (2000: 69 Prozent), 76 Prozent wollen bestehende Betriebszweige erweitern (78 Prozent), 30 Prozent Maschinen bzw. Gebäude ersetzen (34 Prozent), 10 Prozent die Produktion in einem neuen Betriebszweig aufnehmen (10 Prozent). 24 Prozent der Befragten befinden sich den Angaben nach noch in der Planungsphase (22 Prozent), 13 Prozent planen keine Investitionen (9 Prozent).

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DBV-Verbandsrat kritisiert Steuerpläne der Regierung

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Erhöhung der Kosten und Bürokratie befürchtet

Berlin (agrar.de) – Auf energische Gegenwehr des Verbandsrates des Deutschen Bauernverbandes (DBV) unter Leitung von Präsident Gerd Sonnleitner sind die geplanten Streichungen der Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen (§13 a Einkommensteuergesetz) und der Umsatzsteuerpauschalierung (§ 24 Umsatzsteuergesetz) gestoßen. Auf der Novembersitzung des Gremiums bewerteten die Präsidenten der Landesbauernverbände die steuerlichen und finanzpolitischen Vorschläge im Koalitionsvertrag als kontraproduktiv für die Wachstums- und Innovationskräfte in der Landwirtschaft. Die Land- und Forstwirte als Motor der Konjunktur auf dem Lande erhielten dadurch keinerlei Investitionsanreize. Verbesserte Reinvestitionsmöglichkeiten, wie zum Beispiel im § 6b Einkommensteuergesetz, fehlten völlig. Die Streichung der Umsatzsteuerpauschalierung schwäche zudem die Wettbewerbskraft im Vergleich zu den europäischen Nachbarn.

Dabei liegt die Land- und Forstwirtschaft mit ihren steuerlichen Pauschalierungsmöglichkeiten nach Ansicht der Bauernpräsidenten eigentlich ganz im Zeichen der Zeit. Jeder Politiker spreche von Vereinfachung und Transparenz der Steuergesetze. Nach dem Hartz-Konzept wird für die ‚Ich-AG’s‘ gerade eine Pauschalierung bei Gewinnen unter 25.000 Euro eingeführt. In der Land- und Forstwirtschaft dagegen sollten nach den Vorstellungen der Bundesregierung Betriebe mit solchen Gewinnen in ein aufwändiges Steuersystem gezwängt werden. Eine Streichung von §13a Einkommensteuergesetz und § 24 Umsatzsteuergesetz brächte den Betrieben weitere Bürokratisierung, das genaue Gegenteil des erklärten Zieles der Regierungskoalition. Erhebliche zusätzliche Buchführungskosten bis zu 2.000 Euro zehrten die mageren Unternehmensgewinne in der Landwirtschaft weiter auf. Besonders gravierend seien auch die langfristigen Folgen. Der DBV-Verbandsrat befürchtet sogar die Einstellung landwirtschaftlicher Tätigkeit in ertragsschwachen Regionen wie zum Beispiel in den Berggebieten und das Entstehen von Brachflächen.

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Flath kämpft weiter für Mehrgefahrenversicherung in der Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 16:11

Dresden (agrar.de) – Der sächsische Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath kämpft weiter für eine Mehrgefahrenversicherung in der Landwirtschaft. Er halte eine solche Versicherung – auch um künftige Hochwasserschäden finanziell zu bewältigen – für ‚unbedingt notwendig‘. Es sei nicht akzeptabel, dass Landwirte nach jedem Schadensereignis als Bittsteller dastehen und um den Ausgleich ihrer Schäden betteln müssten, so Flath heute vor dem sächsischen Landtag.

Ein Agrarversicherungssystem sei aber nicht im sächsischen Alleingang möglich, hier müssten Bund und Länder an einem Strang ziehen, betonte der Minister. Auf der letzten Agrarministerkonferenz sei es Sachsen erstmals gelungen, sechs andere Bundesländer von einer solchen Versicherung zu überzeugen. Flath hofft nun, dass er Bundesministerin Renate Künast ‚mit ins Boot‘ bekommt, bevor das aufkommende Interesse von der nächsten ‚Eichelschen Unwetterfront‘ weggeblasen wird.

Als nächsten Schritt kündigte Flath ein Forum ‚Mehrgefahrenversicherungssysteme in der Landwirtschaft‘ an, zu dem er hochrangige Experten eingeladen habe. Die Veranstaltung, zu der auch Vertreter von Bund und dem Europäischen Parlament eingeladen sind, wird im Januar im Vorfeld der Grünen Woche 2003 in Berlin stattfinden.

Seit zwei Jahren macht Flath sich bei Ländern, Bund und EU für eine landwirtschaftliche Risikovorsorge stark, in der Wetterunbilden wie zum Beispiel Hochwasser, Trockenheit und Starkniederschläge versichert werden könnten. Nach Meinung von Flath bedarf ein Versicherungssystem zumindest übergangsweise der finanziellen Unterstützung von Bund und der EU. Flath schlug daher vor, die anfallenden Kürzungen bei den EU-Direktzahlungen zugunsten der Landwirtschaft sinnvoll wiederzuverwenden.

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Broschüre zur bundesweiten Aktion Bauernhof als Klassenzimmer 2003

Themen: Archiv — info @ 13:11

Bonn (agrar.de) – Informationen und Tipps für die Umsetzung der Aktion ‚Bauernhof als Klassenzimmer‘ hat die information medien agrar (i.m.a) in einer informativen Broschüre für interessierte Landwirte zusammengestellt. Hier erhalten Bauern und Bäuerinnen Anregungen für Aktions-Planungen und -Vorbereitungen in Zusammenarbeit mit dem Lehrer/in und der Schulklasse sowie Hinweise über Ablauf und Zielsetzung der Betriebserkundung – alternativ auch als Schlechtwetterprogramm.

Besonders umfangreich aufgelistet sind die unterschiedlichen Vorschläge jahreszeitlich machbarer Aktivitäten für Schüler und Schülerinnen. Das reicht vom Kartoffelfeuer, Aufbau eines Sinnesparcours, Ausgraben eines Ackerbodenprofils, Füttern von Kühen und Schweinen oder einem Ausflug ins Heu bis zur Geschicklichkeitsrallye auf dem Stoppelfeld. Es zeigt sich, dass auch in den ‚arbeitsärmeren‘ Zeiten viel Leben auf den Bauernhöfen pulsiert, ein Blick in den Sauen- oder Kälberstall genügt.

Alle landwirtschaftlichen Betriebe, die sich für Hoferkundungen von Schulklassen bei der i.m.a. registrieren lassen, werden in einer Datenbank erfasst, die via Internet allen Lehrern zugänglich ist. Bereits jetzt beinhaltet sie über 1000 Bauernhöfe, die sich 2001 gemeldet und ihre Hoftore für Schulklassen geöffnet haben. Darüber hinaus halten die i.m.a und die Geschäftsstellen der Landesbauernverbände ausreichend Informationsmaterial für interessierte landwirtschaftliche Betriebe bereit.

Zu bestellen ist die Broschüre bei i.m.a. information medien agrar e.V., Konstantinstraße 90, 53179 Bonn, Tel.: 0228-979937-0, Fax: 0228-979937-5, E-Mail.

Links zum Thema %url3%Schulbauernhof%/%.

Bayern: Rückgänge in der Rinder-, Schweine- und Schafhaltung

Themen: Archiv — info @ 13:11

Endgültige Ergebnisse der repräsentativen Viehzählung im Mai 2002

Anfang Mai 2002 wurden in Bayern fast 3,90 Millionen Rinder, 3,72 Millionen Schweine und 467.300 Schafe gezählt. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung waren das 4,6 Prozent Rinder, 1,2 Prozent Schweine und 1,0 Prozent Schafe weniger als im Vorjahr. Von den zahlenmäßig bedeutenderen Tierkategorien hatten Rückgänge die Milchkühe (um 1,2 Prozent auf 1,38 Millionen Tiere), die Ferkel (um 2,7 Prozent auf 1,24 Millionen) und die Mastschweine (um 1,0 Prozent auf 1,21 Millionen) zu verzeichnen.

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung verringerte sich der Rinderbestand in Bayern binnen Jahresfrist um 4,6 Prozent auf knapp 3,90 Millionen Tiere. Bei den Milchkühen, die über ein Drittel des Rinderbestandes ausmachen, ergab sich gegenüber Mai 2001 mit 1,38 Millionen Tieren eine Bestandsabnahme um 1,2 Prozent. Bei der Bullenmast wurden mit 568.400 männlichen Rindern von einem halben Jahr oder älter 6,1 Prozent weniger als im Vorjahr nachgewiesen. Abgenommen hat sowohl die Zahl der Rinder- als auch der Milchkuhhalter, und zwar um 1,2 Prozent auf 80.700 bzw. um 2,5 Prozent auf 58.900 Betriebe.

In der Schweinehaltung ging der Bestand binnen Jahresfrist um 1,2 Prozent auf 3,72 Millionen Tiere zurück. Bei den Mastschweinen, deren Anteil ein knappes Drittel am Gesamtbestand beträgt, sank die Zahl der Tiere auf rund 1,21 Millionen (- 1,0 Prozent). Der Zuchtsauenbestand lag mit 408.800 Tieren um 3,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Abnahme bei den Ferkeln um 2,7 Prozent auf 1,24 Millionen Tiere deutet mittelfristig auf einen weiteren Bestandsabbau in der Schweinehaltung hin. Insgesamt wurden knapp 30.700 Schweinehalter gezählt (-7,9 Prozent), von denen fast 12.000 Zuchtschweine hielten (- 7,0 Prozent).

Der Bestand an Schafen nahm gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Prozent auf 467.300 Tiere ab. Der Rückgang betrifft insbesondere die unter einem Jahr alten Schafe (- 2,9 Prozent auf 165.400 Tiere). Die Zahl der weiblichen Schafe zur Zucht von einem Jahr oder älter hat sich dagegen nur wenig verringert, und zwar um 0,1 Prozent auf 288.900 Tiere. Schafe hielten über 8.100 Betriebe, 2,5 Prozent weniger als 2001.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Bayern.

Witzenhäuser Konferenz zum Ökologische Landbau

Themen: Archiv — info @ 12:11

Über die Zukunft der Qualität von Lebensmitteln

Kassel (agrar.de) – Unter dem Motto ‚Zeit zum Handeln‘ wird die diesjährige Witzenhäuser Konferenz zum Ökologische Landbau über die Zukunft der Qualität von Lebensmitteln mitentscheiden. Die Veranstaltung findet in der kleinsten Universitätsstadt Deutschlands statt, die als wissenschaftliche Wiege für den ökologischen Landbau gilt, weil hier 1981 mit Prof. Dr. Hardy Vogtmann weltweit die erste Professur für ökologische Landwirtschaft eingerichtet wurde. Er ist heute Präsident des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) und wird auf der konferenz einen Vortrag über ‚Multifunktionelle Landwirtschaft in der Praxis‘ halten.

Die Debatte über nachhaltig erzeugte Lebensmittel hat längst weite Teile der Gesellschaft erfasst. Bundesministerin Renate Künast personifiziert diese Entwicklung in Berlin, gemeinsam mit Matthias Berninger als parlamentarischem Staatssekretär aus Nordhessen. Wichtige Impulse für die politische Arbeit des Ministeriums für Ernährung, Verbraucherschutz und Landwirtschaft (BMVEL) gingen und werden in Zukunft von der Arbeit und dem Engagement am Witzenhäuser Fachbereich ausgehen.

Zum Auftakt, am Sonntag, den 8. Dezember um 20 Uhr wird Karl- Ludwig Schweisfurth, Gründer der bekannten Schweisfurth-Stiftung, über das ‚Leben im Lebens-Mittel‘ sprechen. Im Laufe der Konferenzwoche werden Gäste aus ganz Europa in Witzenhausen erwartet, eine Anzahl namhafter Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Forschung und Politik halten Vorträge über den Stand der Erkenntnisse in der Qualitätsforschung und erörtern die Zusammenhänge zwischen Lebensqualität, sozialer Qualität und Welternährung.

Dazu gehört der Direktor der Bundesforschungsanstalt für Ernährung in Karlsruhe, Prof. Dr. Bernhard Tauscher ebenso, wie Prof. Dr. Klaus Lampe, ehem. Direktor des Reisforschungsinstitut IRRI auf den Phillipinen oder Sven Giegold, Begründer der Nichtregierungsorganisation Attac, die sich weltweit für soziale und gesellschaftliche Qualität engagiert.

Aber auch ganz herausragende Persönlichkeiten, wie die Autoren Wolf- Dieter Storl und Dr. Hans-Ulrich Grimm, die sich schon seit geraumer Zeit mit der Fragestellung beschäftigen, welche Aspekte bei der Erzeugung von Nahrungsmitteln neben der technischen Seite von Bedeutung sind. Sie fragen nach der Qualität bei einer zukünftigen Bio- Massenproduktion, bzw. nach den geistig-seelischen Dimensionen der Pflanze und der Erde.

Neben den Vorträgen zu unterschiedlichen Tagesschwerpunkten haben die Teilnehmer an den Nachmittagen unter professioneller Anleitung Gelegenheit, in Arbeitsgruppen und Exkursionen selbst Maßstäbe zu setzen und eigene Einsichten zu erlangen.

Abgerundet wird die Konferenz durch ein besonderes kulturelles Abendprogramm, welches in dieser Art einzigartig und neu für Witzenhausen ist. Mit Kleinkunst, Theater, Comedy und Film sowie einer Musikveranstaltung mit Weltmusik soll der Grundstein für eine jährlich stattfindende ‚kulturelle Witzenhäuser Woche im Winter‘ gelegt werden, die in Zusammenarbeit mit der Touristinformation und der Universität entwickelt wurde. Damit soll sowohl das lokale Publikum angesprochen und eingeladen werden als auch eine Brücke zwischen Stadt und Universität gebaut werden.

Winzergenossenschaften fahren sehr gute Weinernte ein

Themen: Archiv — info @ 12:11

DRV: Späte und selektive Lese zahlt sich aus

Bonn (agrar.de) – Die Mitglieder des Fachausschusses Winzergenossenschaften des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) sind mit Qualität und Menge der Weinernte 2002 hoch zufrieden. Die immer wieder von Regenpausen unterbrochene Hauptlese ist inzwischen abgeschlossen. ‚Es hängen nur noch einige Spezialitäten im Weinberg, die dem Jahrgang die eine oder andere zusätzliche Spitze geben sollen‘ erklärte Dieter Weidmann, DRV-Fachausschuss-Vorsitzender und Vorstandssprecher der WZG Möglingen.

Der DRV beziffert die genossenschaftliche Erntemenge auf rd. 3,1 Mio. hl. Ausreichend Sonnenschein und die sehr gute Wasserversorgung waren optimale Bedingungen für die Entwicklung und Qualität der Trauben. Im Durchschnitt der Betriebe liegen die Mostgewichte wohl bei ca. 80° Oechsle. Damit wurden die Vorgaben des Jahrgangs 2001 zum Teil deutlich übertroffen. Die jungen Weißweine präsentieren sich mit einer ausgeprägten, fruchtigen Aromatik und frischen Säure. Auch die mittlerweile in allen deutschen Anbaugebieten beachtenswerten Rotweine entwickeln sich sehr gut.

Weidmann erwartet für den Weinmarkt, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzt. Der Verbrauchsanstieg geht insbesondere auf das Konto der roten Rebsorten. Nur 30 Prozent der deutschen Anbaufläche, aber über 50 Prozent des inländischen Konsums entfallen auf Rotweine – Tendenz steigend.

Nach der kleinen Ernte 2001 trifft der neue Jahrgang hinsichtlich Qualität und Menge den Marktbedarf. ‚Nach dem Grundsatz, Qualität muss sich lohnen, werden die genossenschaftlichen Spitzenweine ihren Preis haben‘, so Dieter Weidmann.

Die Arbeit im Weinberg als ‚Wiege der Weinqualität‘ rückt immer stärker in den Fokus. Der Aus- und Aufbau von Qualitätsmanagement-Systemen ist angesagt. Immer mehr Winzergenossenschaften honorieren ihre Mitglieder über Bonitierungssysteme und qualitätsorientierte Auszahlungspreise. Lohn der Mehrarbeit im Weinberg sind die ausgezeichneten Selektionsweine 2002, die derzeit in den Kellern reifen.

Links zum Thema Wein.

Mit Losglück einen Schmetterling taufen

Themen: Archiv — info @ 11:11

BIOPAT vermittelt Namens-Patenschaften für Tier- und Pflanzenarten

Eschborn (agrar.de) – Pünktlich zur Weihnachtszeit kann man sich in diesem Jahr an der Verlosung einer Namenspatenschaft für eine Schmetterlingsart beteiligen, die kürzlich in Myanmar (ehemals Birma) entdeckt wurde. Wen das Losglück trifft, der darf der neuen Schmetterlingsart der Gattung Dalima einen selbstgewählten Namen geben. Dies teilte die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) mit.

Die Aktion wird veranstaltet von dem gemeinnützigen Verein ‚BIOPAT e.V. – Patenschaften für biologische Vielfalt‚. Kostenlose Teilnahmekarten können ab dem 18. November im Internet heruntergeladen werden. Der oder die Gewinner/-in wird am 18. Dezember unter Ausschluss des Rechtsweges ermittelt und auf der BIOPAT-Homepage bekanntgegeben.

Wer bei der vorweihnachtlichen Auslosung kein Glück hat, der kann auch für einen Spendenbeitrag ab 2.600 Euro an BIOPAT Namenspate einer neuen Art werden. ‚Wer etwas für den Artenschutz und die Wissenschaft tun möchte und noch auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Geschenk ist, der liegt mit einer Spende an BIOPAT richtig‘, so Claus Bätke von der GTZ, Initiator und Vereinsvorsitzender von BIOPAT. Eine Auswahl noch „ungetaufter Patenkinder“ zeigt der Artenkatalog auf der BIOPAT-Homepage. Für die Seriosität von BIOPAT stehen Mitglieder wie die GTZ in Eschborn sowie Vertreter renommierter naturhistorischer Museen und Sammlungen in Bonn, Berlin, Dresden, Frankfurt, München und Stuttgart.

‚Arten erkennen, Arten benennen, Vielfalt erhalten, Naturschutz gestalten‘ ist seit nunmehr drei Jahren das Motto von BIOPAT. Bereits 82 Namens-Patenschaften für neu entdeckte Tier- und Pflanzenarten konnten vermittelt werden. So wurde beispielsweise dem ehemaligen Staatspräsidenten Michail Gorbatschow zu dessen 70. Geburtstag eine bolivianische Orchideenart gewidmet, die jetzt den Namen Maxillaria gorbatschowii trägt.

Mit der einen Hälfte der Spendengelder werden die artbeschreibenden Institute (Taxonomie) unterstützt. Die andere Hälfte fließt in die Herkunftsländer der neu entdeckten Arten und wird dort für Erforschung, Schutz und Erhalt der Artenvielfalt eingesetzt. Dieses Vorgehen erfolgt im Geiste des ‚Benefit sharing‘ der Internationalen Konvention zum Schutz der biologischen Vielfalt.

Die GTZ ist ein weltweit tätiges Bundesunternehmen für internationale Zusammenarbeit. In 130 Ländern realisieren mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund 2.700 Entwicklungsprojekte. Umwelt- und Ressourcenschutz sowie der Erhalt der Artenvielfalt bildet dabei einen Schwerpunkt der Arbeit.

Kontakt: Petra Laux, BIOPAT e.V., Adenauerallee 160, 53113 Bonn, Tel.: 0228-9122241, Fax: 0228-9122212, E-Mail.

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Im Mai 2002 gab es in Thüringen 5.000 landwirtschaftliche Betriebe

Themen: Archiv — info @ 09:11

Erfurt (agrar.de) – Nach den repräsentativen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung 2002 gab es im Mai 2002 in Thüringen rund 5.000 landwirtschaftliche Betriebe. Das meldet das Thüringer Landesamt für Statistik.

Es wurden acht Zehntel aller landwirtschaftlichen Betriebe als Einzelunternehmen geführt, weitere 7 Prozent waren Personengesellschaften und 12 Prozent in der Hand einer juristischen Person.

Die landwirtschaftlichen Betriebe Thüringens bewirtschafteten bei einer durchschnittlichen Flächenausstattung von 160 Hektar je Betrieb insgesamt 796 200 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF). Thüringer Einzelunternehmen bewirtschafteten im Durchschnitt 34 Hektar LF; Personengesellschaften hatten eine durchschnittliche Flächenausstattung von 365 Hektar und juristische Personen von 873 Hektar.

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14. November 2002

Wert der Holzasche als Düngemittel erkennen

Themen: Archiv — info @ 16:11

Empfehlungen für Aufnahme in Düngemittelverordnung erarbeitet

Gülzow (agrar.de) – Holzasche verdient es, in der neuen Düngemittelverordnung Berücksichtigungzu finden. Das ermittelten die Bodenkundler der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden Württemberg im Auftrag der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Denn die Asche unbehandelter Hölzer kann nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Kompensationskalkung von Wäldern leisten. Für das Restprodukt der energetischen Nutzung fände sich damit auch endlich eine sinnvolle Lösung.

Bislang gibt es nämlich keine verbindlichen Regelungen für die Nutzung von Holzasche als Dünger. Den Betreibern der Bioenergieanlagen bleibt daher nur die teure Deponierung der Asche. Erste Chance, daran etwas zu ändern ist die Novellierung der Düngemittelverordnung. Deshalb hat die FNR die Bodenkundler aus Freiburg damit beauftragt, die Holzasche und ihre Auswirkungen auf den Waldboden zu untersuchen.

Sechs Jahre lang untersuchten die Freiburger im Labor aber auch an mehreren Waldstandorten die mittelfristigen Auswirkungen der Ascheausbringung. Sie unterschieden nach Verbrennungsmaterial und –technik, führten aber auch Vergleiche mit herkömmlichen Düngemaßnahmen wie z.B. der Kalkausbringung durch. Die Ergebnisse belegen, dass die Holzaschedüngung durchaus Sinn macht. Da Holzasche stark basisch ist, kann sie beispielsweise erheblich dazu beitragen, die Pufferkapazität versauerter Waldböden zu verbessern. Ihre hohe Löslichkeit sorgt außerdem für rasche und gute Wirkung der Düngung.

Eine strenge Qualitätsnorm und vorgegebene Regeln bei der Ausbringung der Asche im Wald sind allerdings nötig, damit die Umwelt von diesem Stoffkreislauf profitieren kann. Denn je nach Brennmaterial reichern sich in der Asche unterschiedliche Schwermetalle an. Um ihren Gehalt zu verringern, empfehlen die Freiburger, nur Brennraumaschen aus reinem Waldholz zu Düngezwecken zu verwenden. Mit festen Grenzwerten für Blei, Chrom , Nickel und Cadmium legen sie darüber hinaus fest welche Aschen ausgebracht werden sollten und welche nicht.

Da Chrom (VI) ein hohes ökotoxologisches Risiko darstellen kann, schenkten die Wissenschaftler diesem Schwermetall besondere Aufmerksamkeit. Für die Düngung in Wäldern konnten sie grünes Licht geben: denn auf saure Waldböden mit hohem Humusgehalt aufgebracht, wird Chrom (VI) schnell zum ungiftigen Chrom (III) reduziert.

Das Fazit der Bodenkundler: zu maximal 30 Prozent der Bodenschutzkalkung beigemischt und bei einer Gesamtmenge von maximal 2,5 Tonnen pro Hektar alle 15 Jahre kann die Holzasche einen sinnvollen Beitrag dazu leisten, die Qualität des Waldbodens zu verbessern. Die Grundlagen sind also geschaffen, klare Vorgaben formuliert, die so auch bei der Novellierung der Düngemittelverordnung berücksichtigt werden können.

Links zum Thema Energie, Links zum Thema %url4%Düngung%/%.

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