30. Oktober 2002

Niedersachsen: Waldzustandsbericht 2002 vorgestellt

Themen: Statistik,Wald,Waldbericht — info @ 13:10

Bartels: Trotz leichter Besserung kein Grund zur Entwarnung

Hannover (agrar.de) – Der Zustand des niedersächsischen Waldes habe sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert, teilte heute Landwirtschaftsminister Uwe Bartels mit. Ein merklicher Rückgang der Schäden sei in diesem Jahr besonders bei der Eiche festgestellt worden. Auch bei Kiefer, Fichte und Buche waren die Schadwerte leicht rückläufig. Trotz der festgestellten Erholungstendenzen könne alles in allem keine Entwarnung gegeben werden. Ein Viertel der älteren Waldbestände in Niedersachsen weise deutliche Kronenschäden auf und sei daher in Belastungssituationen stärker gefährdet. Ein Blick auf den mittlerweile 19jährigen Zeitverlauf der Waldzustandserhebung lasse besonders bei Buche und Eiche ein deutlich höheres Schadniveau gegenüber den Werten zu Beginn der 80er Jahre erkennen, fügte Bartels hinzu.

Als Gesamtergebnis der Waldzustandserhebung 2002 werden über alle Baumarten und Alter 57 Prozent der Waldfläche ohne sichtbare Schäden (+ 1 Prozent gegenüber Vorjahr), 31 Prozent (± 0 Prozent) mit schwachen Schäden und 12 Prozent mit deutlichen Schäden ausgewiesen. Damit hat sich der Flächenanteil deutlicher Schäden gegenüber dem Vorjahr um 1 Prozent verringert.

Bei den besonders geschädigten älteren, d. h. über 60-jährigen Beständen stellt sich die Situation wie folgt dar: Die Buche hat sich im Jahr 2002 nach dem sehr schlechten Ergebnis von 2000 weiter erholt, der Anteil deutlicher Schäden ging von 35 Prozent im Vorjahr auf 32 Prozent zurück. 2000 lag der Anteil deutlicher Schäden, mit verursacht durch die sehr starke Buchenmast, noch bei 54 Prozent.

Eine besonders positive Veränderung ist in diesem Jahr bei den älteren Eichen erkennbar. Hier gibt es einen merklichen Rückgang der deutlichen Schäden um 9 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich der Flächenanteil gesunder Alteichen von 9 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 14 Prozent. Trotz der diesjährigen markanten Verbesserung der Belaubungsdichte ist die Eiche mit einem Anteil deutlicher Schäden von 42 Prozent die am stärksten geschädigte Baumart in Niedersachsen.

Bei den über 60jährigen Fichten hat sich der Kronenzustand in den beiden letzten Jahren leicht verbessert. Die deutlichen Schäden gingen 2002 um 3 Prozent auf 34 Prozent zurück. Insbesondere im Vergleich zum Zeitraum 1988 bis 1993 (bis zu 55 Prozent deutliche Schäden) ist damit eine erhebliche Verbesserung in der Kronensituation der Fichte eingetreten.

Die älteren Kiefern zeigen in diesem Jahr ebenfalls eine merkliche Tendenz zu besseren Kronenzuständen. Die deutlichen Schäden fielen um 3 Prozentpunkte auf 11 Prozent ab.

Entgegen dem Trend bei den Hauptbaumarten war in diesem Jahr bei den sonstigen Laubbaumarten, insbesondere bei der Birke, eine Verminderung der Belaubungsdichte festzustellen. Diese Verschlechterung beruht im Wesentlichen auf einer Zunahme der Kronenverlichtung der Birken. Ursache war ein durch den warm-feuchten Witterungsverlauf begünstigter sehr starker Pilzbefall.

Links zum Thema Waldbericht, Links zum Bundesland Niedersachsen.

Sachsen-Anhalt fördert umweltschonende Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 13:10

Gelder für den Anbau von Gemüse, Heil- und Gewürzpflanzen, Obst sowie Wein und Hopfen

Magdeburg (agrar.de) – Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt (MRLU) eröffnet am 29. Oktober 2002 das Antragsverfahren für das Förderprogramm zum umweltschonenden Anbau von Gemüse, Heil- und Gewürzpflanzen, Kern- und Steinobst sowie von Wein und Hopfen im Land Sachsen-Anhalt.

Im Rahmen dieses Programms werden landwirtschaftliche, gärtnerische Unternehmen und Winzer unterstützt, die über einen Verpflichtungszeitraum von 5 Jahren umweltschonend erzeugte Produkte anbauen. Sie verwenden weniger Dünge- und Pflanzenschutzmittel, setzen nützlingsschonende Präparate ein und schonen dadurch die natürlichen Ressourcen Boden und Wasser.

Anträge können bis zum 15. November 2002 bei den jeweils zuständigen Ämtern für Landwirtschaft und Flurneuordnung bzw. deren Außenstellen gestellt werden. Hierbei gibt es die Möglichkeit eine neue 5 – jährige Verpflichtung, eine Erweiterung oder Zusatzförderung bestehender Verpflichtungen für die Restlaufzeit zu beantragen. Die Bewilligung erfolgt unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel auf der Grundlage von Bewilligungsprioritäten.

Die Ämter für Landwirtschaft und Flurneuordnung bzw. deren Außenstellen halten die erforderlichen Antragsunterlagen und Informationen zum Programm bereit. Antragsteller, die bereits eine Förderung erhalten, können sich am Ende des Jahres die aktualisierten Betriebshefte für das Verpflichtungsjahr 2003 abholen. Die bisher herausgegebenen Betriebshefte dürfen nicht mehr verwendet werden. Interessenten melden sich bitte bei Ihrem zuständigen Amt.

Links zum Thema Förderung, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

Landwirtschaftliche Betriebe in Westfalen-Lippe werden größer

Themen: Archiv — info @ 12:10

Broschüre ‚Zahlen zur Landwirtschaft in Westfalen-Lippe 2002‘ der Landwirtschaftskammer in neuer Auflage

Münster (agrar.de) – Die Zahl größerer landwirtschaftlicher Betriebe mit 50 und mehr Hektar nimmt in Westfalen-Lippe zu, während die Zahl kleinerer Höfe abnimmt bzw. stagniert. Dies gilt sowohl für die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe als auch für die Fläche. Das ist nach Mitteilung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV%/) ein Ergebnis, das in der neu aufgelegten Broschüre ‚Zahlen zur Landwirtschaft in Westfalen-Lippe 2002‘ der %url2%Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe enthalten ist.

So gab es im vergangenen Jahr mehr als 6.000 landwirtschaftliche Betriebe mit 50 und mehr Hektar, die insgesamt knapp 480.000 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche bewirtschafteten. Noch zwei Jahre zuvor waren es knapp 5.700 Betriebe mit 440.000 Hektar Fläche. Die Zahl der Betriebe von 20 bis 30 Hektar nahm von 4.677 auf 4.079 ab und die bewirtschaftete Fläche für diesen Bereich von 115.500 Hektar auf 100.000 Hektar. Insgesamt wirtschaften in diesem Landesteil 37.800 Betriebe auf 982.000 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche. Darin sind Ackerland und Grünland enthalten. Die Waldfläche hinzugerechnet hat Westfalen-Lippe knapp 1,5 Millionen Hektar Betriebsfläche der landwirtschaftlichen Höfe und Forstbetriebe.

In einer industriell geprägten Region wie Westfalen-Lippe kommt der Darstellung der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit eine wachsende Bedeutung zu. Gerade in diesem Landesteil mit seiner intensiven Bodennutzung und Tierproduktion ist es erforderlich, das Verständnis der Menschen für landwirtschaftliche Belange zu fördern. Dazu leistet die Broschüre laut WLV einen wichtigen Beitrag, denn sie enthält die wichtigsten Daten zur Landwirtschaft geordnet nach kreisfreien Städten und Kreisen. Die Datensammlung gibt interessierten Personen rasch einen Überblick über die Daten und Fakten der westfälisch-lippischen Landwirtschaft.

Die Broschüre ist zu beziehen bei: Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe, Referat Unternehmensberatung, Buchführung, Organisation der Beratung, Sachverständigenwesen, Schorlemerstraße 26, 48143 Münster, Tel.: 0251-599-347 oder -343 oder über das INFO-Telefon der Kammer, Tel.: 0251-599-444.

Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Dr. Christian Konrad: Neuer Präsident der Internationalen Raiffeisen-Union (IRU)

Themen: Archiv — info @ 11:10

Paris/Bonn (agrar.de) – Dr. Christian Konrad, Generalanwalt des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV), Wien, wurde vom Vorstand der Internationalen Raiffeisen-Union (IRU), Bonn, anlässlich seiner Sitzung am 28. Oktober 2002 in Paris zum neuen Präsidenten gewählt. Dr. Konrad tritt die Nachfolge von Wim Meijer, bis Juni Vorstandsvorsitzender der Rabobank, Utrecht/Niederlande, an.

Wim Meijer wurde vom IRU-Vorstand zum Ehrenpräsidenten der IRU ernannt. Der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) und des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes (%url4%DGRV%/%), Manfred Nüssel, überreichte ihm die Ehrennadel in Gold des DRV.

Dr. Konrad, Jahrgang 1943, begann seine berufliche Laufbahn 1969 bei der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien (RLB NÖ-Wien). 1990 wurde er zum Obmann der RLB NÖ-Wien ernannt. Seit 1994 ist er Generalanwalt (Präsident) des ÖRV.

Links zum Thema %url5%Raiffeisen%/%.

Rheinland: Jeanett warf Bäume um

Themen: Archiv,Wald,Wetter — info @ 11:10

Bonn (agrar.de) – Bäume mit einer Gesamtholzmenge von rund 100.000 Festmeter (fm) hat das Orkantief Jeanett am vergangenen Sonntag in rheinischen Forsten entwurzelt. Wie die Höhere Forstbehörde Rheinland in Bonn mitteilt, sind die Schäden im Bergischen Land, vor allem im Raum Waldbröl und Wipperfürth, am größten. Dort wurden neben Einzelbäumen auch ganze Waldflächen, überwiegend Fichten, mit einer Gesamtholzmenge von rund 62.000 fm vom Sturm umgeworfen oder abgebrochen. 1 fm Holz entspricht ungefähr der Holzmenge einer ausgewachsenen Fichte.

In der Eifel gab es die größten Schäden im Raum Schleiden, wo jetzt rund 23.000 fm Sturmholz, ebenfalls überwiegend Fichten, aufzuarbeiten sind. Am Niederrhein halten sich die Schäden mit geschätzten 12.000 fm, verteilt auf alle Baumarten, in Grenzen. Die Gesamtmenge von 100.000 fm in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf entspricht etwa 10 Prozent der normalen jährlichen Holzerntemenge in dieser Region.

Die Schäden liegen damit deutlich unter denen des Orkans Wiebke, der im März 1990 in einer einzigen Nacht die zweieinhalbfache jährliche Holzeinschlagsmenge entwurzelte. Damals war es durch die hohen Sturmschäden in vielen Regionen zu einem Zusammenbruch der Preise am Holzmarkt gekommen.

Die finanziellen Schäden des Sturms am vergangenen Sonntag schätzen die Förster auf rund 1 Mio. Euro. Diese Kosten entstehen durch die gegenüber der normalen Holzernte erhöhten Kosten für die Aufbereitung des Sturmholzes, Wertminderungen durch abgebrochene Stämme und teilweise nicht verwertbares Holz.

Links zum Thema Wald und Forst, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Alternative Hennenhaltung in der EU leicht angestiegen

Themen: Archiv — info @ 10:10

Möllers: Wettbewerbsverzerrung durch deutschen Sonderweg bei der Käfighaltung

Münster (agrar.de) Die alternative Hennenhaltung in der EU ist in den vergangenen Jahren leicht angestiegen. Nach Angaben der zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) waren im Jahre 2000 durchschnittlich neun Prozent aller Hennen in alternativen Haltungssystemen aufgestallt, das waren drei Prozentpunkte mehr als 1997. Dabei ist der Anteil der nicht in Käfigen gehaltenen Legehennen in Nord- und Mitteleuropa meist deutlich höher als in Südeuropa.

Knapp die Hälfte der alternativ gehaltenen Hennen lebte EU-weit 2000 in Freilandhaltung. Zweitwichtigste Alternative war die Bodenhaltung mit einem Anteil von etwa 33 Prozent. Die Volierenhaltung spielte mit rund zehn Prozent eine eher untergeordnete Rolle, und auf die intensive Auslaufhaltung entfielen rund acht Prozent.

Hierzulande stieg der Anteil der Alternativhaltung bezogen auf den gesamten Hennenbestand von 1997 bis 2000 um vier Prozent und legte 2001 um einen weiteren Prozent auf zwölf Prozent zu. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit im Mittelfeld. Prozentual gesehen leben mit 27 Prozent die meisten Alternativ-Hennen in Österreich. In Dänemark, den Niederlanden und im Vereinigten Königreich liegt der Anteil ebenfalls über 20 Prozent. In Italien, Spanien und Portugal ist der Anteil der Alternativhaltung dagegen mit ein bis zwei Prozent wesentlich geringer. In Griechenland beträgt der Anteil zehn Prozent.

Auf die Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der heimischen Erzeuger durch den deutschen Sonderweg bei der Käfighaltung, aus der derzeit 88 Prozent und damit die übergroße Mehrheit der Eier stammen, macht in diesem Zusammenhang Franz-Josef Möllers, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), aufmerksam. Während in Deutschland ab 2007 die herkömmliche Käfighaltung von Legehennen untersagt und ab 2012 die wissenschaftlich empfohlene Haltung von Hennen in Kleingruppen und ausgestalteten Käfigen verboten werden, bleibt in der EU die herkömmliche Käfighaltung bis 2012 erlaubt und die ausgestalteten Käfige als gute Alternative ohne Einschränkungen weiter möglich.

‚Die Folge wird sein, dass die Erzeugung von Eiern auch aus landwirtschaftlicher Legehennenhaltung in das europäische Ausland und Drittländer abwandert, insbesondere Verarbeitungsware wird verstärkt importiert werden. Der Selbstversorgungsgrad Deutschlands von gut 70 Prozent wird sich deutlich verringern, was nicht zuletzt den Verlust einiger tausend Arbeitsplätze mit sich bringt‘, so Präsident Möllers.

Links zum Thema Geflügel, Links zum Thema %url4%Tierhaltung%/%.

Schweiz: Änderung von sechs landwirtschaftlichen Verordnungen

Themen: Archiv,Schweiz — info @ 10:10

Änderung von sechs landwirtschaftlichen Verordnungen

Bern (agrar.de) – Der schweizerische Bundesrat hat heute sechs landwirtschaftliche Verordnungen geändert. Mit der revidierten Verordnung über die Branchen- und Produzentenorganisationen werden die Anforderungen an die Organisationen präzisiert. Zudem hat der Bundesrat die Beiträge für die Zucker- und Kartoffelproduktion für die nächste Beitragsperiode festgelegt. Die Ziegenhalter erhalten dank einer Anpassung der Bio-Verordnung längere Übergangsfristen für den Bau eines Laufstalles.

Artikel 9 des Landwirtschaftsgesetzes erlaubt dem Bundesrat, die Selbsthilfemassnahmen von Branchen- und Produzentenorganisationen auch auf Nicht-Mitglieder auszudehnen. Die ersten Erfahrungen haben gezeigt, dass die Gesetzgebung gewisse Interpretationsspielräume offen lässt. Mit der Revision werden insbesondere die Anforderungen an die Rechtspersönlichkeit der Organisationen, ihre Strukturen, ihren repräsentativen Charakter und ihre Entscheidungsabläufe präzisiert. Nichtmitglieder sollen zudem von besseren Informationen profitieren. Das System wird dadurch transparenter. Ausserdem wurde die durch die Delegiertenversammlung der GalloSuisse beschlossene Erhöhung der Beiträge für das Marketing von Eiern auf Nichtmitglieder ausgedehnt.

Für die Zuckerproduktion stehen für die Jahre 2004 bis 2007 insgesamt 140 Mio. Franken zur Verfügung. In der laufenden Periode waren es 40 Mio. Franken mehr. Die Zuckerfabriken können einen grossen Teil der Reduktion durch Rationalisierungen auffangen. Ob der Rübenpreis auch reduziert werden muss, hängt von der Entwicklung des Weltmarktpreises für Zucker ab. Die Verwertungsbeiträge Kartoffeln und Saatkartoffeln werden in den nächsten vier Jahren unverändert weitergeführt. Die Kartoffelverwertung wird jährlich mit 18 Mio., die Saatkartoffeln mit 2.6 Mio. Franken unterstützt. Neu können auch Lagerhalter Beiträge für die Frischverfütterung beanspruchen.

Biobetriebe mit Ziegen erhalten eine Übergangsfrist für die Erstellung eines Laufstalles bis Ende 2010. Bis dahin dürfen die Produkte der betroffenen Ziegen weiterhin als biologisch gekennzeichnet werden, sofern die %url3%RAUS-Anforderungen%/% eingehalten werden und die Ziegen auf reichlich mit Einstreu versehenen Flächen gehalten werden. Für die Haltung von Arbeitspferden wurde dieselbe Übergangsregelung beschlossen.

In der %url6%Absatzförderungsverordnung%/% hat der Bundesrat die für regionale Projekte reservierten Mittel auf 3 Mio. Franken reduziert, da dies eher den Bedürfnissen entspricht. Ausserdem wird eine Obergrenze von 5 Prozent des globalen Budgets (3 Mio. Franken) für die Öffentlichkeitsarbeit zugunsten der Schweizer Landwirtschaft eingeführt.

Hauptfokus der vom Bund unterstützten Absatzförderung soll die Marketingkommunikation für die Produkte der Landwirtschaft bleiben.

Links zum Land %url4%Schweiz%/%.

Milchquotenbörsen: Durchweg fallende Preise

Themen: Archiv — info @ 10:10

Berlin (agrar.de)- Die Preise bei der heutigen Milchquotenbörse fielen bei fast allen Verkaufsstellen niedriger aus als am letzten Handelstag (1.7.2002). Lediglich in Thüringen stieg der Gleichgewichtspreis um einen Cent/kg.

Am teuersten ist Quote mit 84 Cent/kg in der Oberpfalz (letzter Termin: 1,05 Euro/kg). Am günstigsten fiel die Quote in Schleswig-Holstein aus. Dort sank der Gleichgewichtspreis von 84 Cent/kg im Juli auf jetzt nur noch 20 Cent/kg.

Börse Preis (30.10); Menge; Preis (01.07); Menge; Preisdifferenz Baden-Württemberg Reg.-Bez.Stuttgart 0,49; 1.564.206; 0,61; 3.903.773; -0,12 Baden-Württemberg Reg.-Bez.Karlsruhe 0,45; 922.946; 0,51; 640.617; -0,06 Baden-Württemberg Reg.-Bez.Freiburg 0,62; 1.047.502; 0,80; 1.776.467; -0,18 Baden-Württemberg Reg.-Bez.Tübingen 0,52; 1.816.579; 0,79; 4.581.041; -0,27 Bayern Reg.-Bez. Oberbayern 0,69; 5.403.089; 0,84; 8.791.869; -0,15 Bayern Reg.-Bez. Niederbayern 0,59; 1.434.001; 0,80; 4.666.193; -0,21 Bayern Reg.-Bez. Oberpfalz 0,84; 2.438.179; 1,05; 3.617.416; -0,21 Bayern Reg.-Bez. Oberfranken 0,63; 1.457.984; 0,80; 2.395.879; -0,17 Bayern Reg.-Bez. Mittelfranken 0,74; 1.587.740; 0,93; 3.054.576; -0,19 Bayern Reg.-Bez. Unterfranken 0,40; 430.339; 0,61; 1.311.651; -0,21 Bayern Reg.-Bez. Schwaben 0,69; 6.703.184; 0,80; 8.213.401; -0,11 Hessen 0,59; 2.470.582; 0,72; 4.460.124; -0,13 Niedersachsen/Bremen -; -; 0,84; 13.301.631; – Schleswig-Holstein/Hamburg 0,20; 372.412; 0,84; 3.617.414; -0,64 Nordrhein-Westfalen 0,70; 5.862.577; 0,85; 6.299.582; -0,15 Rheinland-Pfalz/Saarland 0,69; 2.239.129; 0,78; 2.638.677; -0,09 Berlin/Brandenburg *; *; 0,47; 2.848.377; – Mecklenburg/Vorpommern 0,27; 2.922.648; 0,30; 2.157.570;, -0,03 Sachsen *; *; 0,44; 2.093.737; – Sachsen-Anhalt 0,27; 290.250; 0,37; 2.276.534; -0,10 Thüringen 0,30; 2.122.562; 0,29; 1.147.223; +0,01

* in Berlin/Brandenburg und in Sachsen kam kein Gleichgewichtspreis zustande – für Niedersachsen/Bremen liegt zZ noch kein Gleichgewichtspreis vor

Alle Quotenpreise und gehandelte Mengen finden in einer Übersicht auf der Internet-Seite des Deutschen Bauernverbandes (DBV).

Links zum Thema Milchquoten und -börsen.

Höhere Mühlenproduktion in Deutschland

Themen: Archiv — info @ 09:10

Vermahlung stieg um 185.100 t auf 7,42 Mio. t im Wirtschaftsjahr 2001/ 02

Münster (agrar.de) – Die Getreidemühlen in Deutschland konnten nach Mitteilung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2001/ 02 ihre Vermahlung um 185.100 t auf 7,42 Mio. t steigern. Das sind nach Angaben des Verbandes Deutscher Mühlen (VDM) 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Davon entfallen 6,48 Mio. t (+ 175.900 t bzw. 2,8 Prozent) auf Weichweizen und 940.000 t (+ 9.200 t bzw. 1,0 Prozent) auf Roggen. Die Brotgetreidevermahlung ist damit laut VDM die zweithöchste in den letzten 35 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Inland-Vermahlung um 205.900 t auf 6,77 Mio. t gestiegen, während die Export-Vermahlung um 20.800 t auf 654.800 t zurückging. Der langjährige Trend einer positiven Weichweizen-Vermahlung hat sich damit gefestigt, der Rückgang in der Roggen-Vermahlung konnte gestoppt werden.

An der Steigerung der Getreideverarbeitung partizipieren mit Ausnahme von Berlin/Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein/Hamburg und dem Saarland die Mühlen in allen Bundesländern, wobei der Anstieg in Nordrhein-Westfalen absolut und in Mecklenburg-Vorpommern relativ am kräftigsten ausgefallen ist.

Die deutschen Getreidemühlen profitieren laut VDM somit erneut vom positiven Image, das Getreide, Mehl und Brot bei Ernährungswissenschaftlern, Medizinern und Verbrauchern genießen. Die Wissenschaft fordert seit langem einen stärkeren Verzehr dieser gesunden mineralstoff-, ballaststoff- und vitaminreichen Lebensmittel. Neue Produkte, wie Backmischungen, Functional Food oder Cerealien, lassen auf eine positive Branchenentwicklung hoffen.

Links zum Thema Mühlen.

29. Oktober 2002

Orkan „Jeanett“: Erste Lageberichte

Themen: Archiv,Wald,Wetter — info @ 14:10

Berlin (agrar.de) – Das Orkan-Tief ‚Jeanett‘ wütete am Wochenende über weiten Teilen Deutschlands und erreichte in Spitzen Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 Stundenkilometern. Vor allem die Hochlagen der Mittelgebirge und der Alpen waren von den Orkanböen betroffen.

Bayern

Der Orkan hat nach ersten Feststellungen des bayerischen Forstministeriums nur geringe Schäden in den Wäldern des Freistaats angerichtet. Insgesamt sind rund 400.000 Kubikmeter Schadholz angefallen. Privat- und Körperschaftswald und Staatswald sind gleichermaßen betroffen. Die Schadensschwerpunkte liegen in den nordostbayrischen Grenzgebirgen. Größere Flächenschäden sind nicht bekannt.

Wie das Forstministerium weiter mitteilt, beträgt der von den Herbststürmen angerichtete Schaden weniger als fünf Prozent des normalen Jahreseinschlags. Die wirtschaftlichen Auswirkungen auf dem Holzmarkt halten sich deshalb in Grenzen, zumal das Holz zu Beginn der winterlichen Holzerntesaison angefallen ist. Eine Bedrohung durch den Borkenkäfer sieht das Forstministerium nicht, weil das Holz problemlos bis zum Frühjahr abtransportiert werden kann.

Thüringen

Das Ausmaß der Schäden in den thüringischen Wäldern ist geringer als die hohen Windgeschwindigkeiten zunächst befürchten ließen, teilt das Ministerium für Landwirtschaft Natur und Umwelt mit.

Im gesamten Freistaat sind nach einer ersten Erhebung der Thüringer Forstämter etwa 80.000 Festmeter Schadholz angefallen. Dabei sind die Wälder in den südlichen Landesteilen mit über 52.000 Festmetern am stärksten von den Sturmschäden betroffen. In Ostthüringen kamen noch etwa 19.000 Festmeter und in Nordthüringen 9.000 Festmeter zu Fall. Die Ursachen liegen weniger in den Windgeschwindigkeiten als in der unterschiedlichen Baumartenzusammensetzung der Wälder. Der Anteil der besonders sturmgefährdeten Baumart Fichte ist in den Wäldern Südthüringens wesentlich höher als in den anderen Landesteilen, was im Ergebnis auch zu höheren Schadholzmengen führte. In Ostthüringen hingegen dominiert die Baumart Kiefer und in Nordthüringen die sturmresistenteren Baumarten Buche und Eiche.

Die Hälfte der Schadensmenge in Thüringen kam dabei im Staatswald zu Fall. Die Thüringer Forstämter registrierten in den Waldbeständen vor allem Einzelbrüche und Einzelwürfe, so dass daraus keine angespannte Schädlingssituation entstehen dürfte. Die Schadholzmenge von 80.000 Festmetern stellt nur einen kleinen Teil des jährlichen Gesamtholzaufkommens in Thüringen in Höhe von 1,5 Mio. Festmetern dar.

Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern hat der Herbststurm nach ersten Schätzungen rund 20.000 Festmeter Windbruch bzw. Windwurf in den Landes- und Treuhandwäldern verursacht. Betroffen davon sind vorrangig Nadelhölzer mit insgesamt ca. 15.000 fm. Hierbei wiederum hat die Fichte den größten Anteil.

Im Unterschied zu dem letzten großen Sturm im Juli dieses Jahres, bei dem die Schadholzmenge in etwa gleich groß war, verteilen sich die Windbrüche auf mehrere Forstämter. Dafür sind in den jeweiligen Ämtern nur relativ kleine Flächen betroffen. ‚Diese Schadholzmenge kann in den Forstämtern problemlos aufgearbeitet und auch vermarktet werden. Negative Auswirkungen auf den Holzmarkt sind davon nicht zu erwarteten‘, erklärt das dortige Landwirtschaftsministerium

Saarland

Im saarländischen Wald hat der Sturm ebenfalls nur zu geringen Schäden geführt. Förster des SaarForst Landesbetriebes berichten nur von einzelnen, durch das Tief umgeworfenen Bäumen. Diese Einzelwürfe konzentrieren sich auf den Norden und Westen des Saarlandes. Dort haben die Förster als Ausnahme auch kleinere Nesterwürfe entdeckt, also mehrere, gruppenweise umgestürzte Bäume. In den Regionalbetrieben Ost und Süd des Landes wurden dagegen keine Schäden festgestellt. Der Staatswald nimmt mit rund 40.000 Hektar rund die Hälfte der gesamten Waldfläche des Saarlandes ein. Über Sturmschäden im Privat- oder Kommunalwald ist dem %url4%Umweltministerium%/% derzeit nichts bekannt.

Links zum Thema %url5%Wald und Forst%/%.

Seiten: << 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ...17 18 19 >>



   (c)1997-2017 @grar.de