02. Oktober 2002

Bioland-Kontrolle legt Betrüger das Handwerk

Themen: Archiv — info @ 09:10

Mainz (agrar.de) – Der Bioland-Verband hat Stefan Jakob Dams aus Rheurdt-Schaepshuysen die Bioland-Mitgliedschaft und den Bioland-Verarbeitervertrag am 30.09.2002 fristlos gekündigt. Der Betrieb verkaufte unter anderem Bio-Nackthafer, obwohl er für diese Ware weder eine EU-Konformität noch zum Zeitpunkt der Ernte einen Bioland-Vertrag besaß.

Bioland leitete direkt nach Bekannt werden der Transaktion gemeinsam mit der Kontrollstelle BCS Recherchen über den Betrieb ein. Hierbei verhärtete sich der erste Verdacht: Es ist davon auszugehen, dass Dams vier Bioland-Zertifikate aus den Jahren 1999, 2000 und 2001 und ein Zertifikat der Kontrollstelle BCS gefälscht hat.

Nun schaltete Bioland und BCS die Staatsanwaltschaft Krefeld ein. Im Rahmen der Ermittlungen wurde am 27.09.2002 eine Hausdurchsuchung durch die Kripo Mönchengladbach durch geführt. Diese deckte nach unseren Erkenntnissen auf, dass Dams versucht hat, mehrere Partien konventionelles Getreide als Bioware an vier Betriebe zu verkaufen.

Parallel zu den Ermittlungen hat Bioland die Mitglieder der BÖLW (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft) sowie die für Dams möglicherweise interessanten Geschäftspartner informiert und gewarnt. Hierzu gehörten Vermarktungsgesellschaften, Getreidehändler, Mühlen und Futtermittelhersteller. Auch eine geschädigte Mühle informierte unverzüglich ihre Geschäftspartner über den vermutlichen Betrug der Firma Dams.

Insgesamt hat sich das Kontrollsystem für die Einhaltung der Öko-Verordnung und der Bioland-Richtlinien bewährt. Der Fall ‚Dams‘ konnte zum einen schnell aufgedeckt werden. Zum anderen zeigte sich, dass durch den schnellen Informationsfluss die betroffenen Betriebe gewarnt und die vermutlich konventionelle Ware schnell sicher gestellt werden konnte.

Links zum Thema Bio-Landbau.

Thüringer wurde Weltmeister bei Waldarbeitsmeisterschaft in Lockerbie

Themen: Archiv — info @ 09:10

Lockerbie (agrar.de) – Der amtierende Deutsche Waldarbeitsmeister Gottfried Schädlich aus Ostthüringen gewann nach einem spannenden Finale bei den Waldarbeits-Weltmeisterschaften in Lockerbie (Schottland) und wurde damit Weltmeister. Gottfried Schädlich ist selbstständiger forstlicher Lohnunternehmer aus Zeulenroda. Er errang die Goldmedaille im Fällwettbewerb, der Königsdisziplin einer jeden Waldarbeitsmeisterschaft, und eine Bronzemedaille im Entastungswettbewerb. In der Gesamt-Punktwertung über alle Disziplinen erreichte er damit die Spitzenposition und den Weltmeistertitel.

In der Jugendklasse U 21 (Berufsanfänger unter 21 Jahren) holte Martin Bode aus Baden-Württemberg, amtierender Deutscher Juniorenmeister, den Vizeweltmeistertitel.

Deutschland erreichte in der Gesamtwertung hinter Österreich, den Niederlanden und Estland einen respektablen vierten Platz. Dies ist auch eine gute Ausgangsposition für die nächste Weltmeisterschaft 2004 in Italien. Insgesamt waren 27 Nationen am Start, unter anderem auch aus den USA, Russland und Südafrika.

Der nach internationalem Regelement zu absolvierenden Wettbewerb beinhaltet die Disziplinen Ziel-Fällen eines Baumes, De- und Montage einer Sägenkette, Ausführung von Kombinationsschnitten, Ausführung eines Präzisionsschnittes und Entasten eines Nadelholzstammes. Die gesamten Tätigkeiten eines Waldarbeiters mit der Motorsäge sollen damit abgebildet werden.

Die Geschichte der Waldarbeitsweltmeisterschaften begann nach dem zweiten Weltkrieg – zunächst im europäischen Osten – mit der Veranstaltung von Motorsägenweltmeisterschaften. Der Kreis der teilnehmenden Nationen wuchs von Jahr zu Jahr, so dass 1993 in der Schweiz bereits 23 Nationen daran teilgenommen haben. Bereits in den 70er Jahren holte sich der thüringische Forstfacharbeiter Eugen Fischer aus dem ehemaligen Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb Ilmenau den Vize-Weltmeistertitel.

Am 6. Juli 1994 wurde in München anlässlich der Fachmesse ‚Interforst‘ ein Verein ‚Waldarbeitsmeisterschaften e. V.‘ gegründet. Vereinsziel ist die Ausrichtung und Finanzierung der Deutschen Waldarbeitsmeisterschaft, die Entsendung einer deutschen Mannschaft zur Weltmeisterschaft und die Ausrichtung einer Weltmeisterschaft in Deutschland. Dies wurde erstmalig 1996 in Oberhof am Rennsteig realisiert.

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01. Oktober 2002

Niedersachsen: Flächenstilllegung in Niedersachsen knapp unter Vorjahr

Themen: Archiv,Pacht&Besitz — info @ 16:10

Anbau nachwachsender Rohstoffe gestiegen – Landvolk kritisiert Reformpläne

Hannover (agrar.de) – Ihr Soll haben die niedersächsischen Bauern bei der Flächenstilllegung auch in diesem Jahr wieder mehr als erfüllt. Dennoch scheint die von der EU verordnete Brache nach Angaben des niedersächsischen Landvolkverbandes etwas an Attraktivität zu verlieren.

Erste Erhebungen weisen eine stillgelegte Fläche von 156.378 Hektar (ha) aus. Das ist gegenüber der Stilllegungsfläche von 159.549 ha im vergangenen Jahr ein leichter Rückgang. Allerdings hatte 2001 die Brache aufgrund der schwierigen Aussaatbedingungen für Wintergetreide im Herbst 2000 stark zugenommen, als nicht alle Äcker wie geplant bestellt werden konnten. 2000 war es demgegenüber zu einem starken Rückgang der Flächenstilllegung von gut 148.000 ha auf 125.000 ha gekommen, nachdem die Ausgleichszahlungen erheblich gekürzt und auf die Höhe der Zahlungen für Getreide reduziert worden waren. Seit 1999 gilt ein fester Satz von mindestens zehn Prozent der mit Marktordnungsfrüchten bestellten Fläche für die obligatorische Stilllegung, das wären ungefähr 114.000 ha. Darüber hinaus haben die Bauern einen Teil der Flächen freiwillig stillgelegt, vornehmlich auf schwächeren Standorten. Zuvor war der Satz jährlich neu festgelegt worden, damit war die Fläche starken Schwankungen unterworfen.

Der Rückgang der Stilllegungsfläche hat sich auf den – von der EU zugelassenen – Anbau nachwachsender Rohstoffe auf stillgelegten Flächen jedoch nicht ausgewirkt. Gegenüber dem vergangenen Jahr stieg die vor allem mit Raps für industrielle Zwecke bestellte Gesamtfläche sogar von 24.049 ha auf 27.280 ha. Damit wurde jedoch lediglich ein knappes Viertel der in Frage kommenden Flächen für nachwachsende Rohstoffe reserviert. Weiterhin nimmt Niedersachsen in der Anbaustatistik auf Stilllegungsflächen nur den bescheidenen sechsten Platz ein. Die Führungsrolle liegt eindeutig in den neuen Bundesländern. Mit 46.049 ha ist Sachsen-Anhalt der Spitzenreiter beim Anbau nachwachsender Rohstoffe vor Sachsen mit 45.696 ha und Thüringen mit 44.677 ha.

Die jetzt in Brüssel diskutierten Pläne zur Änderung der Stilllegungsbedingungen im Rahmen der Halbzeitbewertung der so genannten Agenda 2000 stoßen beim Landvolkverband auf Kritik. Danach ist eine Umwandlung in eine obligatorische zehnjährige Stilllegung vorsehen. Der Anbau nachwachsender Rohstoffe, wie er jetzt zulässig ist, soll entfallen. Der Verband befürchtet, dass die zehnjährige Stillegung neue komplexe Problemstellungen bei Pachtflächen hervorrufen wird, weil viele Pachtverträge gar nicht so lange laufen und viele Pächter mit einer so langen Stilllegungszeit nicht einverstanden sind. Für viehhaltende Betriebe stellt sich durch die vorgesehene Änderung das Problem ausreichender Güllenachweisflächen. Im Übrigen ist die Umweltleistung bei einer Dauer-Flächenstillegung zwar deutlich höher, die gleichzeitige Erhaltungspflicht eines guten landwirtschaftlichen Produktionszustands wirkt jedoch kontra-produktiv und wird für die Landwirte recht teuer. Wenn so auch das Umweltziel nicht erreicht werden kann, spricht aus ökologischer Sicht nichts für die obligatorische Flächenstillegung.

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Ausbringung von Schweinegülle zukünftig noch möglich?

Themen: Archiv — info @ 16:10

Hannover (agrar.de) – Die Grenzwerte für Kupfer- und Zinkgehalte in der Gülle sollen drastisch gesenkt werden. Dies kann dazu führen, daß Schweinegülle zukünftig nicht mehr ausgebracht werden darf, berichtet die Landwirtschaftskammer Hannover.

Im Sinne des vorbeugenden Verbraucher- und Bodenschutzes soll es zukünftig auch durch Düngungsmaßnahmen mit Mineraldünger, Wirtschaftsdünger, Klärschlamm und Komposten nicht zu einer Anreicherung von Schadstoffen im Boden kommen. Dies sieht das Konzept ‚Gute Qualität und sichere Erträge‘ (Pressemitteilung, Eckpunkte Düngemittel) des Bundeslandwirtschafts- und Bundesumweltministeriums vor, das neue Grenzwerte für Schwermetalle in Schweine- und Rindergülle, Klärschlamm und Kompost beinhaltet. In einem Atemzug mit Blei, Cadmium und Quecksilber werden die Spurenelemente Kupfer und Zink als zu begrenzende Schwermetalle genannt. Die jetzt erstmals für Gülle geplanten Höchstgehalte werden für die Landwirtschaft, insbesondere für Betriebe mit intensiver Veredlung, enorme Konsequenzen haben. Da dieses Konzept in der vorliegenden Fassung im Agrarbereich weitgehend abgelehnt wird, bleibt abzuwarten, welche Werte in der nächsten Legislaturperiode festgelegt werden.

Derzeit sind folgende Grenzwerte in Abhängigkeit von den Bodenarten Sand, Lehm und Ton geplant (Angaben in mg/kg Gülle-Trockensubstanz):

Übersicht 1: Vorgesehene Grenzwerte für Güllen

Bodenart: Grenzwerte Kupfer; Grenzwerte Zink Schweinegülle Ton: 90; 500 Lehm: 75; 450 Sand: 60; 400 Ø Gehalte in der Schweinegülle: 309; 858 Rindergülle Ton: 60; 300 Lehm: 50; 250 Sand: 35; 200 Ø Gehalte in der Rindergülle: 45; 270

Die Grenzwerte wurden auf der Grundlage der Vorsorgewerte nach Bodenschutzverordnung errechnet. Dabei ist zu berücksichtigen, daß bei Schweinegülle nicht zwischen Mastschweine-, Ferkel- und Sauengülle unterschieden wird.

Grenzwerte nicht einzuhalten

Werden Mastschweine und Ferkel nur mit den ernährungsphysiologisch erforderlichen Mindestgehalten an Kupfer und Zink versorgt, so ergeben sich je nach Gülleanfall/Tier folgende Konzentrationen:

Übersicht 2: Kupfer- und Zinkgehalte in der Gülle von Mastschweinen und Systemferkeln

Gehalte/kg Gülle-Trockensubstanz (T): Kupfer; Zink (mg)

Mastschweine 0,5 m³ Gülle mit 6% T: 125; 363 0,75 m³ Gülle mit 6% T: 83; 242 0,5 m³ Gülle mit 4% T: 188; 544 0,75 m³ Gülle mit 4% T: 125; 363 Systemferkel 0,05 m³ Gülle mit 6% T: 227; 913 0,07 m³ Gülle mit 6% T: 162; 652 0,05 m³ Gülle mit 4% T: 340; 1.370 0,07 m³ Gülle mit 4% T: 243; 979

Die Zahlen verdeutlichen, wie stark die Kupfer- und Zinkkonzentrationen je nach Einschätzung der anfallenden Güllemenge und der Trockensubstanzgehalte schwanken können. Nach diesen Berechnungen ist es nicht möglich, die vorgesehenen Grenzwerte in der Gülle von Mastschweinen und Ferkeln auf Sandboden einzuhalten. Dabei ist nur die Mindestversorgung mit Kupfer und Zink zugrundegelegt. In der Praxis sind gerade im Ferkelfutter weitaus höhere Gehalte üblich. Es steht außer Frage, daß die Kupfer- und Zinkwerte auf das ernährungsphysiologisch notwendige Maß gesenkt werden müssen. Umfangreiche Untersuchungen zur Entwicklung praxistauglicher Strategien für bedarfsangepaßte Spurenelementgehalte im Futter sind erforderlich, damit nicht einerseits aus Gründen des Bodenschutzes niedrigste Kupfer- und Zinkgehalte durchgesetzt werden, aber andererseits ein höherer Medikamentenverbrauch zu befürchten ist.

Wirtschaftsdünger aus der ökologischen Landwirtschaft würden – ebenso wie die aus der konventionellen Landwirtschaft – von der Schadstoffbegrenzung erfaßt. Als Folge dieses Konzeptes wüden die Ferntransporte von den leichten Standorten, in denen die Veredelungsregionen liegen, zu den besseren Böden mit den höheren Grenzwerten zunehmen.

Wirtschaftsdünger, die nicht mehr zum Zwecke der Düngung eingesetzt werden können, müßten verbrannt werden und die dabei verlorengegangenen Nährstoffe durch teurere Mineraldünger ersetzt werden.

Die Umsetzung des BMU/BMVEL-Konzeptes würde faktisch einen Ausstieg aus der umweltpolitisch geforderten Kreislaufwirtschaft bedeuten.

Links zum Thema %url4%Boden%/%, Links zum Thema %url5%Düngung%/%.

USA: Erzeugungsrichtlinien für Bio-Lebensmittel ab Oktober

Themen: Archiv — info @ 16:10

Washington (agrar.de) – Einheitlichen Erzeugungsrichtlinien für biologisch hergestellte Lebensmittel in den USA treten im Oktober in Kraft. Sie sind Teil des US-Programms für den ökologischen Landbau (National Organic Program, NOP).

Das US-Agrarministerium hat mit dem Siegel ‚USDA Organic‘ einen nationalen Standard für Biolebensmittel geschaffen. Nach dem 21. Oktober müssen alle Lebensmittel mit der Bezeichnung ‚organic‘ nach diesem Standard gekennzeichnet und zertifiziert sein. Um die Zertifizierung für das Label ‚organic‘ zu erhalten, müssen mindestens 95 Prozent der Anforderungen des Standards erfüllt werden. Für die vollständige Erfüllung kann die Bezeichnung ‚100% organic‘ vergeben werden. Sind mehr als 70 Prozent erfüllt darf die Bezeichnung ‚Made with Organic Ingredients‘ verwendet werden. Für den Mißbrauch des Labels sind Strafen bis zu 10.000 Dollar vorgesehen.

Branchenführer wie die Bio-Großmolkerei Horizon Organic (Boulder, Colorado) begrüßen diese Entscheidung. Experten erwarten, dass sich mit dem Siegel der Absatz der biologischen Lebensmittel verbessern lässt und auch der Export nach Europa ermöglicht wird. Im Zuge der Vereinheitlichung der Erzeugungsrichtlinien haben die USA eine Anfrage zur Aufnahme in die Drittlandsliste an die EU gestellt.

Links zum Thema Bio-Landbau international.

Jede vierte Familienarbeitskraft in der Landwirtschaft vollbeschäftigt

Themen: Archiv — info @ 15:10

Wiesbaden (agrar.de) – In Deutschland waren im April 2001 rund 860.100 Betriebsinhaber und ihre mit betrieblichen Arbeiten beschäftigten Familienangehörigen in landwirtschaftlichen Einzelunternehmen tätig. Dies teilt das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten der Agrarstrukturerhebung 2001 mit. Davon war jede vierte mit betrieblichen Arbeiten beschäftigte Familienarbeitskraft (207.200 Personen) vollbeschäftigt. Dieses Verhältnis ist sowohl in den landwirtschaftlichen Einzelunternehmen des früheren Bundesgebietes als auch in den Betrieben der neuen Länder seit 1995 nahezu unverändert.

Von den 99.000 in allen landwirtschaftlichen Betrieben mit betrieblichen Arbeiten ständig beschäftigten familienfremden Arbeitskräften waren im April 2001 im früheren Bundesgebiet zwei von drei Arbeitskräften vollbeschäftigt; in den neuen Ländern waren es gut 87 Prozent der 89.600 ständig beschäftigten familienfremden Arbeitskräfte.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

Flath: Ohne Nebenerwerbslandwirte wäre Sachsen ärmer

Themen: Archiv — info @ 14:10

Dresden (agrar.de) – Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath hat die Nebenerwerbslandwirte als einen unverzichtbaren Eckpfeiler des ländlichen Raumes bezeichnet. ‚Ohne die Nebenerwerbslandwirtschaft wäre Sachsens Kulturlandschaft weniger vielfältig und würden zahlreiche Häuser und Höfe im ländlichen Raum verfallen‘, sagte Flath am Freitag, 1. November, im Vorfeld der Bundesjahrestagung der Landwirte im Nebenberuf, die am 2. und 3. November in Altenberg/Schellerhau stattfindet.

Der Stellenwert der nebenberuflichen Landwirtschaft als besondere Lebens- und Arbeitsform werde in der Gesellschaft leider viel zu oft unterschätzt, so Flath. Von den 6.436 Landwirtschaftsbetrieben im Freistaat werden mit 3.788 über die Hälfte im Nebenerwerb geführt. Die Zahl ist in den letzten Jahren nahezu konstant geblieben. Obwohl die Nebenerwerbslandwirte mit rund 51.000 Hektar lediglich 5,6 Prozent der Landwirtschaftsfläche bewirtschaften, sind sie vor allem in weniger fruchtbaren Gebieten Sachsens ein wichtiger Faktor für die flächendeckende Landbewirtschaftung.

Sachsens Nebenerwerbslandwirte engagieren sich zudem für eine umweltgerechte Landwirtschaft. So ist der ‚Verband der Landwirte im Nebenberuf – Landesverband Sachsen‚ Mitglied in der Umweltallianz Sachsen.

Links zum Bundesland Sachsen.

Kripo durchsucht 55 Bauernhöfe

Themen: Archiv — info @ 14:10

Fahnder suchen nach illegalen Vorräten von Tierarzneimitteln

Fürstenfeldbruck (agrar.de) – Die Polizei hat am Montag in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen insgesamt 55 landwirtschaftliche Betriebe nach Tierarzneimitteln durchsucht. Schwerpunkte der Durchsuchungen waren die Landkreise Bad Tölz/Wolfratshausen, Donau-Ries und Neuburg/Donau in Bayern und der Ostalbkreis und Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg.

Bayernweit wurden 35 Bauernhöfe durchsucht, davon 13 Betriebe im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen und ein Gehöft im Landkreis Dachau. Auch in den Landkreisen Donau-Ries und Neuburg/Donau waren die insgesamt 250 Polizeibeamten eingesetzt. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hatte seit Jahresbeginn gegen einen 58-jährigen Tierarzt ermittelt, der im Landkreis Dachau niedergelassen sein soll. Der Veterinär wird verdächtigt, verschreibungspflichtige Arzneimittel, überwiegend Antibiotika, in teils überhöhten Mengen auf Vorrat den Landwirten geliefert zu haben.

In der Tierarztpraxis wurden bereits im Juli entsprechende Lieferscheine, Beraterverträge und Kundenkarten beschlagnahmt, teilte die Polizeidirektion Fürstenfeldbruck und die Staatsanwaltschaft München II mit. Bei der gestrigen Razzia entdeckten die Fahnder ‚umfangreiches Beweismaterial‘ wie Antibiotika, Antiparasitika und Abnahmebescheinigungen. Teilweise seien auch verschreibungspflichtige Medikamente ‚unzulässig umgewidmet‘ worden, hieß es.

Die Ermittlungen und Vernehmungen von Landwirten dauern an.

Links zum Thema Tiergesundheit.

Österreich beging ersten Bioaktionstag

Themen: Archiv — info @ 14:10

Wien (agrar.de) – ‚Bio ist Genuss‘ – unter diesem Motto wurde am 29. September der erste österreichische Bioaktionstag begangen. Dass die österreichischen Konsumenten längst gelernt haben, dass ‚Bio‘ nichts Exotisches ist, belegen aktuelle Zahlen aus dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW): 68 Prozent aller österreichischen Haushalte verwenden Bioprodukte, 14 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren.

Um den positiven Trend weiter zu fördern, wird künftig nicht nur der Bioaktionstag zur Institution werden. Mit fast fünf Millionen Euro aus nationalen und EU-Mitteln wird die nächsten drei Jahre eine neue Werbekampagne der Agrarmarkt Austria Marketing GmbH (AMA) finanziert. Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des biologischen Landbaus (ARGE Bio-Landbau) und den Bioverbänden wurde ein Konzept zur Förderung des AMA Biozeichens ausgearbeitet. Die Kampagne setzt auf Information: In der ersten Phase stehen die drei Grundbotschaften der biologischen Landwirtschaft im Mittelpunkt ‚Bio ist Genuss‘, ‚Bio ist Sicherheit und Vertrauen‘ und ‚Bio ist artgerechte Tierhaltung‘.

‚Wir sind bei Bio auf dem richtigen Weg. Wir müssen den Konsumentinnen und Konsumenten allerdings noch klarer sagen, was Bio eigentlich bedeutet – der Bioaktionstag und die Kampagne sollen Fragen beantworten, Neugierde wecken und sowie zum Genuss verführen und damit neue Freunde für Bio schaffen‘, erklärt Minister Molterer, der gemeinsam mit AMA Geschäftsführer Dr. Stephan Mikinovic und ARGE Bio-Landbau Obmann Mag. Alfons Piatti die neue Bio-Kampagne präsentiert. ‚Mit der Botschaft ‚Bio. Für mein Leben gern‘ wird in Verbindung mit dem AMA-Biozeichen eine hohe Identifikationsmöglichkeit geschaffen‘, kommentiert Mikinovic den neuen Claim.

‚Österreichs Konsumenten müssen in Zukunft noch mehr in den Mittelpunkt gestellt werden, denn sie sind die wichtigsten Partner der Biobauern auf dem Weg zu einer weiteren Ökologisierung der österreichischen Landwirtschaft‘, fordert Alfons Piatti anlässlich des Bioaktionstages. ‚Aus Sicht der Bioverbände hat die neue Kampagne vor allem die Aufgabe, den Unterschied zwischen ‚Bio‘ und ‚Pseudo-Bio‘ klar herauszustreichen‘, betont Piatti.

Österreich ist in Sachen Bio Europas Nummer eins. Um dies auch zu bleiben, haben die ARGE Bio-Landbau und ihre Partnerverbände ein umfassendes Beratungsservice für Biobauern, eine professionelle Vermarktungsstruktur, ein funktionierendes Kontrollservice und einen landesweiten Informationsservice dür KonsumentInnen eingerichtet.

Rund jeder 10. Bauer ist Biobauer, mehr als 10 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche wird mittlerweile biologisch bewirtschaftet, wobei der Anstieg insbesondere auf eine starke Zunahme im Ackerbau zurückzuführen ist. Besonders erfreulich ist, dass der leichte Rückgang an Biobetrieben in den vergangenen drei Jahren wieder abgefangen werden konnte. Die Zahl der Biobauern ist im Vorjahr wieder um rund 600 auf deutlich über 18.000 gestiegen, so Minister Molterer.

Um auch künftig Kompetenzen auszubauen und Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln, wird im Auftrag des Landwirtschaftsministers in der ARGE Bio-Landbau ein Kompetenzzentrum für den österreichischen Bio-Landbau eingerichtet.

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Arzneipflanzen: Chancen und Potenzial

Themen: Archiv — info @ 14:10

Verarbeiter schätzen heimischen Anbau

Gülzow (agrar.de) – Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) und die Forschungsvereinigung der Arzneimittel-Hersteller (FAH) legen eine aktuelle Studie zum deutschen Arzneipflanzenanbau vor, der sich dank zunehmender Nachfrage nach qualitativ hochwertiger Ware in den kommenden Jahren stetig entwickeln wird.

Kamille, Johanniskraut und Fenchel sind zwar die bekanntesten Arten, decken das Spektrum aber bei weitem nicht ab. In seiner Artenvielfalt ist der Arzneipflanzenanbau unübertroffen: von den 100 in Frage kommenden Arten werden über 40 als wirtschaftlich bedeutend eingestuft und landwirtschaftlich angebaut.

Arznei- und Gewürzpflanzen werden zur Zeit auf mehr als 10.000 Hektar kultiviert. Der Anbau konzentriert sich traditionell vorrangig auf Thüringen und Bayern, ist aber auch in den Ländern Hessen und Niedersachsen verbreitet. Diese vier Bundesländer decken mehr als 70 Prozent der heimischen Produktion ab.

Über den heimischen Anbau äußerten sich die befragten Verarbeiter insgesamt sehr positiv. Qualitätsvorteile, die umfangreiche Dokumentation des Anbaus, gute Erfahrungen und kalkulierbare Preise werden als Argumente für den Bezug heimischer Ware angeführt. Zudem befreien sich Produzenten und Verarbeiter durch vertraglich geregelten Anbau weitgehend von den Schwankungen des Weltmarktes.

Neben dem Status quo zeigt die Studie jedoch auch aktuellen Handlungsbedarf auf. Um die Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Arznei- und Gewürzpflanzenanbaus zu steigern, müssen die Anbau- und Verarbeitungstechnik verbessert, das Sorten- und Artenspektrum auch durch Inkulturnahme von Wildpflanzen ausgeweitet und eine einheitliche Kommunikationsstrategie für pflanzliche Drogen erarbeitet werden.

Die Studie ‚Chancen und Potenzial des deutschen Arzneipflanzenanbaus‘ wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft verfasst. Sie ist in der Schriftenreihe ‚Gülzower Fachgespräche‘ erschienen und kann kostenfrei über die FNR (%url3%E-Mail%/%) bezogen werden.

Links zum Thema %url4%Nachwachsende Rohstoffe%/%.

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