02. Oktober 2002

Bauernverband lobt Beitrag der Landwirte zur Verbesserung der Wasserqualität

Themen: Archiv — info @ 15:10

Berlin (agrar.de) – In einer gemeinsamen Pressemitteilung haben das Bundesumweltministerium und das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft den Wasserwirtschaftsbericht 2001 vorgestellt. Der Bericht führt unter anderem aus, dass im Jahr 2001 über vier Milliarden Euro in wasserwirtschaftliche und kulturbauliche Maßnahmen und in den Küstenschutz geflossen sind.

Aus diesem Anlass weist der Deutsche Bauernverband (DBV) auf die beachtlichen Erfolge der Land- und Forstwirtschaft bei der Verbesserung der Wasserqualität hin. Jüngste Untersuchungen zeigen, dass die Nitratwerte beispielsweise an allen Messstellen unterhalb der zulässigen Grenzwerte liegen. Er wertet dies als Beweis dafür, dass die land- und forstwirtschaftliche Bewirtschaftung heute im Einklang mit einer hohen Wasserqualität steht. Die stetigen Verbesserungen der Wasserqualität sind das Ergebnis der konsequenten Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse durch die Landwirtschaft. So sind im Bereich der Pflanzenschutzmittel sowohl bei der Zusammensetzung der Mittel, als auch bei der Ausbringungstechnik erhebliche Fortschritte erzielt worden, die die Landwirtschaft nutzt. Die Tatsache, dass Rückstände von Pflanzenschutzmitteln heute weitgehend auf Alteinträge zurückzuführen sind, motiviert die Landwirtschaft, am effizienten und umweltbewussten Einsatz der Betriebsmittel weiter zu arbeiten und so die Wasserqualität weiter zu verbessern.

Der Deutsche Bauernverband betont, dass die in Deutschland bestehenden Kooperationen zwischen der Landwirtschaft und der Wasserwirtschaft einen entscheidenden Beitrag zu der positiven Entwicklung leisten und daher auch im Rahmen der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie unterstützt werden müssen.

Links zum Thema Wasser.

Brandenburg: Anteil erneuerbarer Energien in acht Jahren vervierfacht

Themen: Archiv,Biogas,Energie,Kraftstoffe — info @ 14:10

Cottbus (agrar.de) – Brandenburg ist bei der Nutzung erneuerbarer Energien in einer Vorreiterposition. ‚Für Brandenburg ist dies eine Chance, die schon ergriffen worden ist, aber noch weiter ausgeschöpft werden muss. Der Anteil erneuerbarer Energien in Brandenburg ist im Zeitraum von 1991 bis 1998 um das Vierfache gestiegen‘, so heute Brandenburgs Agrarstaatssekretär Dietmar Schulze anlässlich des brandenburgischen Energietages an der BTU Cottbus.

Schulze weiter: ‚Die Hochwasserkatastrophe an der Elbe hat wieder den Fokus auf das Thema Klimawandel gelenkt. Gerade regenative Energien können angesichts des enorm steigenden Energiebedarfs weltweit einen Beitrag dazu leisten, die Probleme besser in den Griff zu bekommen. Nicht weniger wichtig für Brandenburg ist, dass diese Energien ortsnah bereitgestellt und verbraucht werden. Nicht nur die Energie durchläuft regionale Kreisläufe, auch die Wertschöpfung findet hier statt – mit positiven Auswirkungen für Arbeitsplätze und die Nachfrage von Waren und Dienstleistungen.‘

Insgesamt sind bisher mehr als 500 Mio. Euro, davon 50 Mio. Euro Landesmittel, in den Ausbau der erneuerbaren Energien geflossen.

Der Kohlendioxidausstoß ist in Brandenburg seit 1991 um 32 Prozent zurückgegangen. Im Jahre 1998 hatte das Land einen Anteil von 23 Prozent an der gesamtdeutschen Emissionsminderung bei einem Bevölkerungsanteil von lediglich 3 Prozent. Durch den Einsatz erneuerbarer Energien wird im Land der Ausstoß von jährlich mindestens 1 Mio. Tonnen Kohlendioxid vermieden.

Mehr als 800 zukunftsfähige Arbeitsplätze sind seit 1990 in diesem Bereich entstanden.

Beim Technologietransfer nehmen auch Brandenburger Unternehmen wie die die PPM-Umwelttechnik GmbH & Co. KG Oranienburg inzwischen einen Spitzenplatz ein. Das Unternehmen hat 2001 eine preisgekrönte, dezentrale Biodieselanlage entwickelt.

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Großen Anteil am Erfolg hat das Gesetz über den Vorrang erneuerbarer Energien (EEG), das vor zwei Jahren vom Bund in Kraft gesetzt wurde. Vor allem hat sich das EEG für landwirtschaftliche Unternehmen sowie für die kleinen und mittelständischen Betriebe der gewerblichen Wirtschaft bewährt. So wurden in Deutschland über 10 Mrd. Euro von Privatinvestoren für den Aufbau einer dezentralen und umweltfreundlichen Energieversorgung in Deutschland aufgebracht und die Kohlendioxidemissionen um über 30 Mio. Tonnen reduziert. Insbesondere durch die Stromeinspeisevergütung sind langfristig und stabil über Jahre gute Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Betrieb gegeben.

Energiestrategie Brandenburg 2020

Der Anteil erneuerbarer Energien wird in Brandenburg von 3 Petajoule im Jahre 1995 auf 24,3 Petajoule im Jahre 2020 steigen. Dies entspricht einem jährlichen Wachstum von etwa 9 Prozent und einer Verachtfachung innerhalb von 25 Jahren. Damit erreichen die erneuerbaren Energien – mit dem Schwerpunkt bei der Biomasse – im Jahr 2020 einen Anteil von etwa 3,3 Prozent am Primärenergieverbrauch und 6,2 Prozent am Endenergieverbrauch. Der Beitrag der erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung wird bis 2020 auf etwa 12,5 Petajoule steigen. Dann werden knapp 20 Prozent des Strombedarfs im Land aus erneuerbaren Energien erzeugt.

Biokraftstoffproduktion 1 Prozent Biodieselverbrauch in Deutschland entspricht der Schaffung von 45.000 neuen Arbeitsplätzen. Derzeit werden in Deutschland rund 550.000 Tonnen Biodiesel vermarktet.

Brandenburg verfügt derzeitig über Biodieselproduktionskapazitäten im Umfang von 65.000 Tonnen, 60.000 Tonnen in Wittenberge und 5.000 Tonnen in Oranienburg. Zwei Biodieselanlagen stehen kurz vor der Inbetriebnahme, die Biodieselanlage der BASF Schwarzheide mit 100.000 Tonnen Jahrsproduktion und eine dezentrale Anlage in Klei sthöhe (Uckermark) mit 5.000 Tonnen. Zwei weitere Anlagen sind in der Planungs- und Bauphase, die Biodieselanlagen in der Stärkefabrik Kyritz mit 30.000 Tonnen und die Biodieselanlage in Falkenhagen (Prignitz) mit 30.000 Tonnen.

Damit können ab 2003 in Brandenburg insgesamt 230.000 Tonnen Biodiesel produziert werden. Das ist im bundesweiten Vergleich ein Anteil von 23,0 Prozent.

Inzwischen gibt es in Brandenburg über 50 Biodiesel-Tankstellen. Die durchschnittliche Entfernung zwischen den Biodiesel-Tankstellen in Brandenburg beträgt 28 Kilometer.

In Proßmarke, Steinhöfel und in anderen dezentralen kleinen Anlagen wird Rapsöl als Biotreibstoff, insbesondere für den PKW-Bereich, produziert. Inzwischen gibt es in Brandenburg über 35 Rapsöl-Container-Tankstellen, ein weiterer Ausbau des Versorgungsnetzes ist zu erkennen. Zwei Firmen befassen sich mit der Umrüstung von Motoren auf den Rapsöleinsatz.

Um neben Biodiesel auch anderen Biotreibstoffen am Markt Chancen zu eröffnen, haben Bundestag und Bundesrat am 7. beziehungsweise 21. Juni 2002 die Steuerbegünstigung für Biokraftstoffe auf eine neue Basis gestellt. Für Kraftstoffe, nicht für Heizstoffe, wird eine flexible Regelung getroffen, die es ermöglicht, jede Mischung von Biokraftstoffen mit fossilem Kraftstoff zu vermarkten und die Mineralölsteuerbelastung des Gemisches um den sich aus dem Biokraftstoffanteil ergebende Steueranteil zu ermäßigen. Damit werden nunmehr auch Kraftstoffe aus Biomasse von der Mineralölsteuer befreit.

Zu ihnen zählen die biologisch hergestellten Kraftstoffe Biogas und Bioethanol. Dazu gehören aber auch Methanol, Benzin, Diesel und andere Kraftstoffe, soweit sie synthetisch aus Biomasse hergestellt werden können. Dabei könnte im Land Brandenburg mit dem Wegfall der Roggenintervention die Verwertung von Roggen zu Bioethanol eine Alternative sein. Erste Gespräche mit potentiellen Investoren werden dazu gegenwärtig geführt, um die Marktchancen für Ethanol auszuloten. Aber auch die synthetische Herstellung von Benzin und Diesel aus Biomasse sind in Brandenburg im Gespräch. Gegenwärtig wird mit dem Land Niedersachsen die Zusammenarbeit vorbereitet, um auch diese Möglichkeiten unter Einbindung der Autoindustrie zu prüfen. Erste Anlagen gibt es schon – zum Beispiel im Gewerbepark Eilenburg – von einem Anlagenbauer aus dem südbrandenburgischen Forst.

Biogasnutzung Die Anzahl der Biogasanlagen hat sich in den letzten drei Jahren von 10 auf 20 Anlagen mit insgesamt 10,4 Megawatt erhöht. In Brandenburg besteht auf dem Gebiet der Biogasnutzung Nachholbedarf. Das Potential dafür ist vorhanden. Um den Bau von Biogasanlagen zielgerichtet zu unterstützen, haben die Landesministerien für Landwirtschaft und Umwelt sowie für Wirtschaft die Initiative ‚Biogas‘ gestartet mit dem Ziel, bis zum Jahresende 2003 die Zahl der Biogasanlagen auf 50 zu erhöhen.

Feste Biomasse

In Brandenburg sind bereits über 800 kleineren Holzfeuerungsanlagen (Holzhackschnitzel, Holzpellets) im Einsatz. In acht Großanlagen wird mit Holz neben der Wärme gleichzeitig Elektroenergie erzeugt (insgesamt 300 Megawatt).

Der Bioenergie werden mit der Biomasse-Verordnung vergleichbare Entwicklungschancen eingeräumt wie einst der Windkraft mit dem Stromeinspeisegesetz.

Schulze: ‚Dabei muss man nüchtern sehen, dass obgleich im Land Brandenburg mehr als 40 Genehmigungsverfahren für Biomassekraftwerke laufen oder abgeschlossen sind, die meisten Kraftwerke die Nutzung von Altholz und Industrierestholz beziehungsweise Abfällen aus der landwirtschaftlichen Produktion vorsehen, da diese vergleichbar billig sind oder Entsorgungsgebühren einbringen. Die hohen Brennstoffkosten für Waldrestholz verhindern derzeit einen ausschließlich auf naturbelassenem Holz ausgerichteten Betrieb.‘

Zunehmend erweist sich auch die mangelnde Informationsdichte über das Angebot an verfügbaren Brennstoffen der jeweils erforderlichen Qualität als großes Hemmnis. Durch Schaffung einer internetbasierten Informations- und Handelsbörse (Holzbörse) soll Abhilfe geschaffen werden.

Links zum Thema Energie, Links zum Bundesland Brandenburg.

Schottland: 20 Prozent Ökolandbau in 10 Jahren?

Themen: Archiv — info @ 14:10

Edinburgh (agrar.de) – Grüne Abgeordnete in Schottland fordern einen offiziellen Plan zur Ausweitung des Ökolandbaus auf 20 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in den nächsten zehn Jahren. Das berichten schottische Medien.

Der grüne Abgeordnete Robin Harper stellte gestern seinen ‚Organic Farming Targets Bill‘ vor und forderte mehr Unterstützung für die Umstellung von landwirtschaftlichen Betrieben. ‚Bislang gibt es von offizieller Seite wenig Anreiz und Unterstützung‘ beklagt Harper. Nach seinen Worten gibt es eine starke Nachfrage durch die Konsumenten, gleichzeitig müßten aber über 70 Prozent der Bio-Lebensmittel importiert werden. Harper rechnet mit bis zu 3.000 neuen Jobs, die durch ein offizielles Umstellungsprogramm entstehen könnten. Sein Vorschlag wird von Abgeordneten aller Parteien sowie von mehr als 80 Organisationen, darunter Landwirte, Supermärkte, Verbände und Umweltgruppen, unterstützt.

Ross Finnie, Minister für Umwelt und ländlche Entwicklung, sagte in der vergangenen Woche die Bildung einer Arbeitsgruppe zu die ein Konzept für einen ‚vermarktungsfähigen‘ schottischen Bio-Sektor vorlegen soll. So dürfte es bis zur Verabschiedung eines Aktionsplans noch mindestens sechs Monaten dauern.

Robin Harper geht das nicht weit genug. Er fordert mehr sofortige Anreize, heimische Bio-Produkte in die Lebensmittelmärkte zu bringen. ‚Das brauchen wir. Sonst verpassen wir die Chance, den Importprodukten eigene entgegenzusetzen.‘

John Kinnaird, Vizepräsident der National Farmers Union Scotland (NFUS), hält einen solchen Aktionsplan für sinnvoll, warnt aber vor ‚willkürlichen Zielen‘. Es sei gefährlich eine Produktionsrichtung vorzugeben wenn keine gesicherte kontinuierliche Nachfrage sichergestellt sei.

Etwa 401.000 Hektar werden zur Zeit ökologisch bewirtschaftet, etwa 100.000 Hektar befinden sich in Umstellung (insgesamt 7 Prozent der Agrarfläche Schottlands). Allerdings bewirtschaften die etwa 680 Betriebe nach Auskunft des Organic Conversion Information Service (OCIS) vorwiegend extensive Hochland-Weideflächen, die wenig zum Bio-Markt beitragen.

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Rheinland: 15 Schäfer mit Meisterbrief

Themen: Schafe — info @ 14:10

Bonn (agrar.de) – 15 Kandidatinnen und Kandidaten legen zur Zeit vor der Prüfungskommission der Landwirtschaftskammer Rheinland die Prüfung als Tierwirtschaftsmeister – Fachrichtung Schafhaltung ab. Nach erfolgreicher Prüfung werden sie selbständig oder als Mitarbeiter in einer Schäferei arbeiten.

Mit dem romantischen Bild vom Schäfer, der im langen Mantel auf den Schäferstab gestützt, am Rande seiner Herde steht und über Gott und die Welt nachdenkt, hat der Arbeitsalltag des Schäfers heute nichts mehr zu tun. Wer heute als Schäfer ein angemessenes Einkommen erzielen möchte, muss unternehmerisch denken und von vielen alten, unwirtschaftlichen Traditionen Abschied nehmen. Zum Handwerkszeug des Schäfers gehören heute Handy, PC und ein Geländewagen.

Im Rheinland gibt es rund 3.000 Schafhalter mit etwa 100.000 Schafen. Rund 50 Prozent dieser Schafe stehen in den 100 Haupterwerbsbetrieben, die ausschließlich von der Schafhaltung leben. Die restlichen 50.000 Schafe verteilen sich auf etwa 900 Nebenerwerbsbetriebe und eine große Anzahl von Hobbyschafhalter.

Schafe werden heute in Deutschland fast ausschließlich zur Fleischproduktion gehalten. Die Wollpreise sind seit Jahren so niedrig, dass der Verkauf der Wolle noch nicht einmal die Kosten für das Scheren der Schafe decken kann. Die Nachfrage nach Schaffleisch ist so groß, dass die deutschen Schafhalter weniger als 50 Prozent des Bedarfes decken können. Wichtigste Abnehmer sind Mitbürger moslemischen Glaubens. Viele rheinische Schäfer haben eine Direktvermarktung ihrer Schlachtlämmer in eigenen Schlachträumen, speziell für diesen Kundenkreis, eingerichtet. Einige Schafhalter verkaufen auch Lammfleisch und Produkte aus Schafmilch, wie Käse, direkt an den Endverbraucher.

Relativ neu ist im Rheinland die Nachfrage nach natürlicher Landschaftspflege mit Schafen. Fast 40 Schäfereien arbeiten zur Zeit in Landschaftspflegeprojekten im Auftrag der öffentlichen Hand oder von Sponsoren. Die Landschaftspflegeprojekte beinhalten in der Regel genaue Vorschriften über die Schafrasse und die Beweidungszeiten, um die erwünschten Biotope auch tatsächlich langfristig zu erhalten. Obwohl der Schäfer in diesen Fällen die Mehrkosten gegenüber einer intensiven Beweidung mit leistungsfähigen Rassen ersetzt bekommt, sind Schafe dabei häufig preiswerter als eine Pflege mit Maschinen.

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Sinner: Europaweite Schlachttiertransporte endlich abschaffen

Themen: Archiv — info @ 14:10

Bayern hat bei Kontrollen die Nase vorn

München (agrar.de) – Bayerns Verbraucherschutzminister Eberhard Sinner hat anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober erneut ein Verbot weiträumiger Schlachttiertransporte gefordert. Darüber hinaus bezeichnete er es als absurd, dass die Europäische Union nach wie vor Exporterstattungen für die Ausfuhr lebender Schlachtrinder in Drittländer auszahle.

Sinner: ‚Es gibt keinen vernünftigen Grund, Schlachttiere kreuz und quer durch Europa zu fahren. Damit werden den Tieren nur Stress und Qualen zugefügt. Schlachttiere müssen in der Herkunftsregion geschlachtet werden! Das erfordert nicht nur der Tierschutz, sondern auch der Schutz vor einer Verschleppung von Tierseuchen. Weiterhin müssen endlich die Exporterstattungen für die Ausfuhr lebender Schlachttiere abgeschafft werden. Sie sind ein wesentlicher Anreiz für Langstreckentransporte.‘ Bayern hat ein flächendeckendes Netz an Schlachtstätten, sodass hier die Voraussetzungen für erzeugernahe Schlachtung gegeben sind.

Bayern setze sich mit intensiven Kontrollen dafür ein, dass Tierleid bei den Transporten verhindert werde, so der Minister weiter. Sinner: ‚Im Jahr 2001 haben wir insgesamt 78.000 Kontrollen von Transporten an Versandorten, Aufenthalts- und Umladeorten, Märkten, bei der Ankunft am Bestimmungsort und während des Transports auf der Straße durchgeführt. Damit hat Bayern bei den Kontrollen in Deutschland die Nase vorn. Wir werden auch weiter mit gezielten Kontrollen dafür sorgen, dass Tierleid auf Bayerns Straßen so weit wie möglich unterbunden wird.‘

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Nordrhein-Westfalen: Falsch deklariertes „Öko-Getreide“ gestoppt

Themen: Archiv — info @ 13:10

Düsseldorf (agrar.de) – In Nordrhein-Westfalen steht ein Landwirt unter Verdacht, konventionell erzeugtes Getreide mit falschen Bescheinigungen als Öko-Ware vermarktet zu haben.

Der Verdacht kam auf nachdem ein Verarbeitungsbetrieb für Öko-Getreide bei betrieblichen Eigenkontrollen Pflanzenschutzmittel entdeckte, deren Einsatz nur im konventionellen Landbau erlaubt ist. Daraufhin habe das Unternehmen den betreffenden Erzeugerverband, die Öko-Kontrollstelle sowie die zuständige Behörde eingeschaltet, heißt es.

Das nordrhein-westfälische Landesamt für Ernährungswirtschaft und Jagd (LEJ) hat ein sofortiges Vermarktungsverbot erlassen. Nach derzeitigem Kenntnisstand sei das angebliche Öko-Getreide in den vergangenen Monaten an vier Verarbeitungsunternehmen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg geliefert, so das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz %/url2%MUNLV%/%). Bereits verarbeitete Ware wird nach Auskunft des Ministeriums zurückgerufen. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Links zum Thema Bio-Landbau, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Hessen: Kartoffelernte niedriger als im Vorjahr

Themen: Hessen,Statistik — info @ 12:10

Geringere Erträge bei gleicher Anbaufläche

Wiesbaden (agrar.de) – Bei einer gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderten Anbaufläche von 4700 Hektar ist für das Jahr 2002 mit einer geringeren Kartoffelernte als im Vorjahr zu rechnen.

Wie das Hessische Statistische Landesamt auf Grund vorläufiger Ergebnisse mitteilt, ist dies auf geringere Hektarerträge zurückzuführen. Diese lagen im Landesmittel mit knapp 328 Dezitonnen je Hektar um knapp 39 Dezitonnen oder elf Prozent unter dem Vorjahreswert. Gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 1996-2001 wurde ein um knapp 55 Dezitonnen geringerer Hektarertrag ermittelt.

Der Umfang des hessischen Kartoffelanbaus ist im Bundesvergleich eher unbedeutend. Hessen liegt unter den Flächenstaaten an elfter Position.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Hessen.

RLV: Landwirtschaft entlastet Verbraucher

Themen: Archiv — info @ 11:10

Bonn (agrar.de) – Die Landwirtschaft hat sich in den vergangenen 50 Jahren rascher verändert als in den Jahrhunderten zuvor. Die Anpassungsleistung war enorm. Nutznießer dieser Dynamik sind nach Auffassung des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) in Bonn letztlich die Verbraucher. Sie genießen nicht nur ein reichhaltiges Angebot qualitativ hochwertiger Agrarprodukte, sondern sie bezahlen dafür – relativ gesehen – auch immer weniger. Auf den Punkt gebracht: ein Ei ist heute schneller verdient als gekocht. Jahr für Jahr wird weniger Arbeitszeit aufgewendet, um satt zu werden.

Der Durchschnittshaushalt gibt nach Angaben des RLV heute weniger als 15 Prozent des Einkommens für Ernährung aus – 1950 war es noch mehr als die Hälfte. Das, was nicht für Essen und Trinken ausgegeben wird, steht für andere Dinge zur Verfügung: für Wohnen, Kleidung, Auto, Reisen. Die rasante Erhöhung der Lebensstandards geht, so der RLV, zum erheblichen Teil auch auf die Rationalisierung in der Landwirtschaft zurück. Gleichzeitig sind die Agrarpreise heute Inflationsbremse Nummer eins.

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Baden-Württemberg: Unterdurchschnittliche Erträge im Kartoffelanbau erwartet

Themen: Archiv — info @ 11:10

Prognose zur Getreideernte bestätigt – Qualität gut

Stuttgart (agrar.de) – Die Kartoffelernte ist in diesem Jahr bei den für das Einkellerungsgeschäft maßgeblichen Sorten bereits weit fortgeschritten. Mitte September lagen dem Statistischen Landesamt knapp 90 Prozent der für die Besondere Ernteermittlung vorgesehenen Proberodungsergebnisse vor. Danach zeichnet sich im Landesdurchschnitt ein voraussichtlicher Ertrag von 345 Dezitonnen je Hektar (dt/ha) ab; 5 Prozent weniger als im Vorjahr (364 dt/ha). Die durchschnittliche Flächenleistung der Jahre 1996/01 von 360 dt/ha würde um 4 Prozent unterschritten. Die diesjährige Ernte zeichnet sich durch normalsortierte Ware mit geringen Mengen an Übergrößen bei gleichzeitig im allgemeinen guter Qualität aus.

Da nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung die Anbaufläche der landwirtschaftlichen Betriebe gegenüber dem Vorjahr um 780 ha auf 6.800 ha ausgedehnt wurde, wird mit voraussichtlich 2,3 bis 2,4 Millionen (Mill.) dt Spätkartoffeln (einschließlich mittelfrühe) dennoch eine Erntemenge erwartet, die das Ergebnis von 2001 (knapp 2,2 Mill. dt) deutlich übertrifft. Der Sechsjahresdurchschnitt 1996/01 (2,5 Mill. dt) wird dagegen um 6 Prozent verfehlt. Bei Frühkartoffeln erzielten die heimischen Anbauer mit 265 dt/ha eine Flächenleistung, die um gut 4 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis und das Mittel 1996/01 (305 dt/ha) um mehr als 13 Prozent unterschreitet. In Verbindung mit der binnen eines Jahres um nahezu die Hälfte auf 1.135 ha ausgedehnten Anbaufläche ergibt dies mit 300.000 dt Frühkartoffeln aus heimischer Erzeugung eine Erntemenge, die um vier Zehntel über der des Vorjahres, aber zwei Zehntel unter dem langjährigen Mittel liegt. Die gesamte Kartoffelernte der marktorientierten Betriebe des Landes ist demnach auf voraussichtlich 2,6 bis 2,7 Mill. dt gegenüber 2,4 Mill. dt im Vorjahr und 2,9 Mill. dt im Sechsjahresdurchschnitt 1996/01 zu veranschlagen. Bei der Beurteilung dieser Zahlen ist im Hinblick auf die Versorgung der Bevölkerung mit heimischen Speisekartoffeln zu berücksichtigen, dass ergänzend zur Kartoffelernte in den landwirtschaftlichen Betrieben noch eine nennenswerte Produktion bei Eigenerzeugern und Kleinstflächenbewirtschaftern zusätzlich anfällt, so dass die Gesamtversorgung an Kartoffeln im Land auf schätzungsweise 3,6 Mill. dt zu veranschlagen ist.

Nachdem die Getreideernte abgeschlossen und nahezu alle der für die Besondere Ernteermittlung vorgesehenen Probeschnitte und Volldrusche ausgewertet wurden, zeichnet sich für Baden-Württemberg mit 29,3 Mill. dt eine Getreideernte (ohne Körnermais) ab, die sowohl das langjährige Mittel 1996/01 als auch das Vorjahresergebnis von jeweils 30,7 Mill. dt um 4 bis 5 Prozent verfehlt. Damit hat sich die August-Prognose des Statistischen Landesamtes voll bestätigt. Bei allen Getreidearten liegen die Erträge unter denen des Vorjahres. Bei Sommergerste (47,1 dt/ha), Wintergerste (60,2 dt/ha) und Winterweizen (67,5 dt/ha) beziffern sich die Mindererträge auf 3 bzw. 4 Prozent, bei Hafer sogar auf 13 Prozent. Dabei kann die Qualität der geernteten Getreidepartien nicht ganz zufrieden stellen. Wie beispielsweise die Qualitätsuntersuchungen für Weizen gezeigt haben, haben einige, vorzugsweise später geerntete Partien nur Futterqualität. Ein Drittel der untersuchten Proben erreicht bei der Fallzahl nicht die Interventionsgrenze von 220 Sekunden. Die Fallzahl beschreibt die Backqualität der Getreidestärke. Allerdings liegen sowohl der durchschnittliche Proteingehalt mit 12,7 Prozent (2001: 12,1 Prozent) als auch der Sedimentationswert, eine Kenngröße für die Backfähigkeit, mit 43 Einheiten (2001: 37 Einheiten) deutlich über den Vergleichswerten des Vorjahres.

Links zum Thema Kartoffeln, Links zum Bundesland Baden-Württemberg

Leitfaden zur Dorfentwicklung in Brandenburg erschienen

Themen: Archiv — info @ 10:10

Potsdam (agrar.de) – Mit einem neuen Leitfaden zur Dorfentwicklung will das brandenburgische Agrar- und Umweltministerium Kommunen, Vereine und Bürger zur Selbsthilfe ermuntern, Ideen und Ansprechpartner vermitteln sowie in die wichtigsten rechtlichen Rahmenbedingungen einführen.

Das Heft beschäftigt sich im ersten Teil mit den Grundsätzen und Zielen der Dorfentwicklung und den Schwerpunkten bei der Erarbeitung förderfähiger Konzeptionen. In den Folgekapiteln geht es um die sozialgeschichtliche Entwicklung des märkischen Dorfes von der Landesgründung bis heute, um zeitgemäße Bautätigkeit im traditionellen Umfeld, um Pflege, Instandsetzung und bauliche Ergänzung. ‚Natur und Landschaft‘ beschreibt die Einbindung Brandenburger Dörfer in ihr gewachsenes Umfeld, beispielsweise über Bäume und Wege, landwirtschaftliche Anlagen, Streuobstwiesen, Bauerngärten. Schließlich folgt ein kurzer Abriss über Bau- und Planungsrecht, Denkmalpflege, Natur- und Landschaftsschutz.

‚Dorfentwicklung in Brandenburg‘, A 4, 59 Seiten, ist kostenlos erhältlich beim brandenburgischen Agrar- und Umweltministerium, Pressestelle, Heinrich-Mann-Allee 103, 14473 Potsdam, Tel.: 0331-866-7017 oder 7237 oder 7228, Fax: 0331-866-7018, E-Mail.

Links zum Thema Landentwicklung, Links zum Bundesland Brandenburg.

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