20. September 2002

Nitrofen: DIVER-Halle in Malchin soll abgerissen werden

Themen: Archiv — info @ 11:09

Malchin (agrar.de) – Die durch Nitrofen verunreinigte Lagerhalle der in Malchin befindlichen DIVER Handels GmbH soll abgerissen und das Gelände saniert werden. Darauf einigten sich heute Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling und Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus. Der Abriss wird laut Umweltminister Methling mit Restmitteln aus dem Sonderförderprogramm für ältere Arbeitnehmer finanziert. Die Gesamtmittel in Höhe von 1,74 Millionen Euro hatte das Arbeitsministerium in dieser Woche dem Umweltministerium für die Beseitigung von Altlasten zur Verfügung gestellt.

Die sogenannte DIVER-Halle, die z.T. auch als Getreidezwischenlager genutzt worden war, ist seit Mai dieses Jahres gesperrt, da sie als Ausgangbasis für die Verunreinigung von Getreide mit Nitrofen identifiziert wurde.

Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling: ‚Nach dem Nitrofenskandal lag der Abriss der Halle nicht nur im öffentlichen Interesse des Landes, sondern er war auch aus Gründen des Umweltschutzes dringend erforderlich. Da es sich um eine ehemalige Fläche der Treuhandanstalt handelt habe ich entschieden, den Abriss der Halle aus Mitteln vorzunehmen, die seitens der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) dem Land übertragen wurden. Weil mit dem Abriss der Halle auch das Gelände recycelt wird, können künftig auch vom dem Boden aus keine Umweltgefahren mehr ausgehen.‘

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hatte bereits mehrfach den Abriss der Halle gefordert, die jetzt in der Verantwortung eines Insolvenzverwalters liegt.

‚Der Abriss ist für mich das richtige Signal. Ein Signal dafür, dass die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern alles daran setzt, diesen negativen Vorfall schonungslos aufzuklären und einen Endpunkt zu setzen. Mit dem Abriss wird jegliche potentielle Gefahr einer erneuten unsachgemäßen Nutzung vorgebaut. Auch für das Image der Stadt Malchin ist diese Maßnahme von unschätzbarem Wert‘, erklärt Landwirtschaftsminister Backhaus.

Links zum Thema Nitrofen.

Aus “ Ernte für das Leben “ wird “ BIO ERNTE AUSTRIA „

Themen: Archiv — info @ 11:09

Wien (agrar.de) – Österreichs und Europas größte Bio-Organisation ‚Ernte für das Leben‘ nennt sich ab sofort BIO ERNTE AUSTRIA. Der neue Verbandsname entspricht nun dem Markenzeichen der Organisation. ‚Der neue Firmenwortlaut soll die Bekanntheit unserer Bio-Organisation weiter erhöhen und zu einer verbesserten Marktbearbeitung führen. Für KonsumentInnen und Partner im In- und Ausland wird dadurch auch die österreichischen Herkunft und die biologische Wirtschaftsweise unserer Produkte noch deutlicher‘ erklärt Bundes-Vorstandssprecher Johannes Tomic die Umbenennung.

Bereits 12.000 Landwirte – das sind 92 Prozent aller über Verbände organisierten österreichischen Bio-Bauern – wirtschaften nach den strengen BIO ERNTE Richtlinien. BIO ERNTE AUSTRIA ist führend auf Österreichs Bio-Markt. 90 Mitarbeiter, über 400 regionale bäuerliche Arbeitsgruppen, 8 Landesstellen und schließlich die 12.000 BIO ERNTE BäuerInnen machen BIO ERNTE AUSTRIA auch zum starken Partner der bedeutendsten heimischen Bio-Marken (z.B. ‚Ja! Natürlich‘, ‚Spar Natur pur‘, ‚Bio+‘). Überdies werden bereits rund 30 Prozent der BIO ERNTE Qualitätsprodukte exportiert und versorgen so über Österreichs Grenzen hinaus Menschen mit gesunden, schmackhaften und sicheren Nahrungsmitteln.

Links zum Thema Bio-Landbau in Österreich.

Startschuss für neue Naturschutzprojekte in Baden-Württemberg in Höhe von 12 Mio. Euro

Themen: Archiv — info @ 10:09

Stächele: Großer Schub für Naturschutz

Freiburg (agrar.de) – Das offizielle Startsignal zweier Großprojekte im Naturschutz des Landes gab der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Willi Stächele, in Freiburg bekannt. Im Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald übergab der Präsident des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Professor Dr. Hartmut Vogtmann ein entsprechendes Schreiben an Minister Willi Stächele. Die beiden Großprojekte in Oberschwaben (Pfrunger-Burgweiler Ried) und im Südschwarzwald (Feldberg-Belchen-Oberes Wiesental) haben insgesamt ein Finanzvolumen von rund 12,7 Mio. Euro verteilt auf 10 Jahre. Der Bund trägt 65 Prozent, das Land 25 Prozent und die Projektträger 10 Prozent dieses Volumens.

‚Mit dem Startschuss für die beiden Großprojekte endet eine intensive Zeit der Vorbereitung und Abstimmung. Es beginnt die zehnjährige Projektphase für zwei Vorhaben, die für den Naturschutz in Baden-Württemberg von großer Tragweite sind‘, erklärte Minister Willi Stächele bei der Bekanntgabe der Projekte. Die Vorarbeiten und die Gründung der Trägerverbände erfolgte vor allem durch die vom Land damit betrauten Bezirksstellen für Naturschutz in Tübingen und Freiburg. Zu Ende des Jahres 2001 waren die notwendigen Anträge auf den Weg gebracht worden. Das Naturschutz-Großprojekt ‚Pfrunger-Burgweiler Ried‘ liegt in Oberschwaben im Grenzbereich der Landkreise Ravensburg und Sigmaringen (4 Gemeinden) und umfasst eine Fläche von rund 3.000 ha; davon wurde knapp die Hälfte als Kerngebiet ausgewiesen, in das die Fördermittel in erster Linie fließen. Es handelt sich um die (nach dem Federseeried) zweitgrößte zusammenhängende Moorlandschaft Baden-Württembergs. Die wichtigsten Beeinträchtigungen des Gebietes sind Grundwasserabsenkungen und Entwässerungsmaßnahmen in den Mooren. Mit Hilfe des Großprojekts sollen unter anderem die entwässerten Moore wieder vernässt werden. Hierfür müssen die Flächen zunächst vom Projektträger, einer Stiftung unter Beteiligung der betroffenen Gemeinden, Landkreise und des Schwäbischen Heimatbunds, gekauft werden, wofür ein Großteil der Mittel (insgesamt 6,7 Mio. Euro) gebraucht wird.

Das zweite Naturschutz-Großprojekt Feldberg-Belchen-Oberes Wiesental liegt im zentralen Bereich des Hochschwarzwalds in Südbaden. Das Gebiet umfasst eine Fläche von rund 19.000 Hektar. Darin wurde ein Kerngebiet von ca. 9.000 Hektar festgelegt, an dem drei Landkreise (Lörrach, Breisgau-Hochschwarzwald und Waldshut) und 16 Gemeinden beteiligt sind, die sich zusammen mit einigen Vereinen (z.B. dem Schwarzwaldverein und dem Naturparkverein) zu einem Zweckverband zusammenschlossen. ‚Bei den Maßnahmen steht die Offenhaltung der Landschaft im Vordergrund. Dies kommt nicht nur dem Naturschutz, sondern auch dem Tourismus und der Landwirtschaft in der Region zugute‘, erklärte Minister Stächele. Auch im Wald sollen in Abstimmung mit der Forstverwaltung Maßnahmen durchgeführt werden, beispielsweise zur Förderung bedrohter Tier- und Pflanzenarten oder zur Umwandlung von Nadelwäldern in naturnahe Mischwälder. Im Rahmen der Besucherlenkung sollen Störungen in empfindlichen Bereichen minimiert werden. Flächenankauf spielt eine geringere Rolle, da sich ein Großteil der (relevanten) Flächen bereits in öffentlichem Eigentum befindet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 6 Mio. Euro, wobei ca. 3,5 Mio. für Pflege- und Offenhaltungsmaßnahmen verwendet werden sollen.

Links zum Thema Landschaft und Natur, Links zum Bundesland Baden-Württemberg.

Berninger: Dietzel hält sich nicht an seine Zusagen

Themen: Archiv — info @ 09:09

Gelder für Umweltmaßnahmen in Hessen nicht vollständig ausgezahlt

Berlin (agrar.de) – ‚Die von der hessischen Landesregierung jüngst erlassene Abschlagszahlung von nur 80 Prozent der zugesagten Mittel für Agrarumweltmaßnahmen ist ein Armutszeugnis für Landwirtschaftsminister Dietzel. Damit werden den hessischen Bäuerinnen und Bauern wie im Vorjahr Millionenbeträge für die ländlichen Räume vorenthalten. Ich fordere Herrn Dietzel auf, endlich klar zu sagen, was Sache ist und nicht zu behaupten, es werde alles ausgezahlt,‘ erklärte Matthias Berninger, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesverbraucherministerin, heute in Kassel.

Von dem fehlenden Geld sind vor allem das hessische Kulturlandschaftsprogramm, der Vertragsnaturschutz sowie das Agrarförderprogramm für Bauern in benachteiligten Gebieten betroffen. Das hessische Landwirtschaftsministerium hat offensichtlich verwaltungstechnische Probleme. ‚Die Landwirte sind stark verunsichert. Sie brauchen Planungssicherheit. Diese setzt Dietzel außer Kraft, wenn er vertraglich zugesagte Mittel um diese hohe Summe kürzt. Gerade für die kleinen und mittleren Betriebe bringt dies harte Einschnitte mit sich‘, so Berninger.

Die für 2003 vage angekündigten Nachzahlungen gäben keine letztendliche Sicherheit für die Landwirte, denn es drohe, dass ihnen diese Mittel im nächsten Jahr für die dann neu zu genehmigenden Maßnahmen fehlen würden. Mit diesem Verhalten würden die hessischen Landwirte gegenüber ihren Berufskollegen in anderen Bundesländern massiv benachteiligt, so Berninger. Eine Investitionszurückhaltung dieser Landwirte werde stillschweigend in Kauf genommen. Dieses Vorgehen einer Landesregierung sei bundesweit einmalig.

Die hessische Landesregierung hatte im Sommer erst auf starken politischen Druck eine Haushaltssperre, die die gesamten Zahlungen betroffen hätte, aufgehoben.

Links zum Thema Förderung.

19. September 2002

Rentenbank senkt Zinsen für Sonderkredite

Themen: Banken,Förderung — info @ 16:09

Frankfurt (agrar.de) – Die Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt am Main, hat die Zinssätze ihrer Sonderkredite gesenkt. Je nach Laufzeit und Zinsbindung verbilligen sich die Kredite der hauseigenen Sonderkreditprogramme ‚Landwirtschaft‘, ‚Junglandwirte‘ sowie ‚Dorferneuerung und ländliche Entwicklung‘ mit sofortiger Wirkung um bis zu 0,21 Prozentpunkte. Sonderkredite mit einer Laufzeit von 10 Jahren kosten jetzt für Junglandwirte z. B. bei 10-jähriger Zinsbindung effektiv 4,70 Prozent, bei 5-jähriger Zinsbindung 4,40 Prozent.

Die Sonderkredite des zentralen Refinanzierungsinstituts dürfen neben anderen zinsverbilligten Krediten eingesetzt werden. Außerdem ist die Inanspruchnahme von Zinszuschüssen aus öffentlichen Mitteln möglich. Wie bei den Darlehen der Rentenbank üblich, sind die Kreditanträge formlos an die Hausbank zu richten.

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IVA: Industrie hilft bei Entsorgung von Altpestiziden

Themen: Archiv — info @ 16:09

Frankfurt (agrar.de) – Die großen Hersteller von Pflanzenschutzmitteln engagieren sich seit Jahren bei der Entsorgung überalterter Bestände sol­cher Produkte, die sich vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern aufgebaut haben. Das teilt der Industrieverband Agrar in Frankfurt mit. ‚Innerhalb des letzten Jahrzehnts wurden im Rahmen von freiwilligen Maßnahmen der Industrie mehr als 3.000 Tonnen von Altprodukten sicher entsorgt‘, erklärt Annik Dollacker vom Expertenteam des Welt-Pflanzen­schutzverbands CropLife International.

Allein in Brasilien wurden rund 1.200 Tonnen überlagerter Bestände in ei­ner gemeinsamen Initiative von Regierung und Industrie umweltverträglich beseitigt. Zahlreiche Entsorgungsprojekte in anderen Ländern werden ebenfalls in Kooperation mit den dortigen Behörden sowie internationalen Geberorganisationen durchgeführt. In diesen Tagen befasst sich auch eine FAO-Konferenz in Rom mit dieser Frage. Die Organisation schätzt die Altpestizid-Menge allein in Afrika auf etwa 120.000 Tonnen, weltweit sind es über 500.000 Tonnen.(%url4%unsere Meldung%/%)

‚Auch in Zukunft können betroffene Regierungen mit unserer Unterstüt­zung rechnen, wenn die überlagerten Produkte von CropLife-Mitgliedern geliefert wurden und definitiv nicht mehr einsetzbar sind‘, so Dollacker. Der Herkunftsnachweis ist wichtig, weil die Entsorgung kostspielig ist und ein erheblicher Teil der Lagerbestände von Produzenten stammt, die nicht Mitglied des Verbandes sind. Unabhängig davon sind die führenden Pflan­zenschutz-Unternehmen bereit, bei allen Entsorgungsaktionen technische Unterstützung zu leisten und ihr know how zur Verfügung zu stellen.

Überlagerte Bestände von Pflanzenschutzmitteln gehen häufig auf Schen­kungen im Rahmen der Entwicklungshilfe zurück. Sie entstanden vor allem in Ländern, in denen die Beschaffung planwirtschaftlich durch zentrale Behör­den erfolgte, ohne den tatsächlichen Bedarf der Landwirte zu berücksichtigen. ‚Hauptanliegen von CropLife ist es, künftig von vornherein zu vermeiden, dass überlagerte Bestände entstehen‘, so Dollacker. ‚Unsere Mitgliedsun­ternehmen sind bereit, Geber und Regierungen bei der Ermittlung des Be­darfs an Pflanzenschutzmitteln zu unterstützen und sie später beim Mana­gement der Läger zu beraten.‘

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Künast: Artenvielfalt in Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei erhalten

Themen: Archiv,Tiere — info @ 15:09

Berlin (agrar.de) – ‚Angesichts des alarmierenden Artenschwundes müssen wir mehr tun, um die Artenvielfalt zu erhalten.‘ Das erklärte Bundesverbraucherministerin Renate Künast heute bei der Eröffnung des Symposiums ‚Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt in der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft‘ des Bundesverbraucherministeriums in Berlin. ‚Was wäre unser Leben ohne die natürliche, aber auch von uns Menschen mitgeschaffene Vielfalt an Pflanzen und Tieren? Sie sind Teil unserer Lebensgrundlagen. Ohne sie könnten wir nicht existieren. Es muss deshalb unser elementares Interesse sein, diese biologische Vielfalt weltweit zu erhalten‘, so Künast.

Täglich würden weltweit bis zu 150 Tier- und Pflanzenarten aussterben. Viele Kulturpflanzensorten und Nutztierrassen, die bis ins letzte Jahrhundert noch genutzt wurden, seien inzwischen aus der Landwirtschaft verschwunden. Ertrag und Leistung dürften nicht die einzigen Kriterien für die Nutzung von Tieren und Pflanzen sein. Künast: ‚Wir müssen mehr an unsere Umwelt, an unsere Lebensgrundlagen und an nachfolgende Generationen denken! Ein Teil unserer nationalen Nachhaltigkeitsstrategie ist die Agrarwende. Eines ihrer Ziele ist Erhalt und Verbesserung der biologischen Vielfalt.‘ Biologische Vielfalt entspreche auch dem Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher, die sich eine Landwirtschaft der Spezialitäten und Regionalitäten wünschten.

Der Erhalt der biologischen Vielfalt sei eine globale Aufgabe. Mittlerweile gebe es in vielen Ländern erfolgversprechende Initiativen. Die Ministerin erinnerte an das Übereinkommen über die biologische Vielfalt, das Deutschland als einer der ersten Staaten ratifiziert habe. Auf dem diesjährigen UN-Gipfel zur nachhaltigen Entwicklung in Johannesburg sei vereinbart worden, den Verlust der biologischen Vielfalt bis 2010 spürbar zu verringern. In Deutschland habe die Bundesregierung viele konkrete Schritte für den Erhalt der biologischen Vielfalt, insbesondere auch im Bereich von Land- und Forstwirtschaft sowie der Ernährung eingeleitet. So seien bereits Fachprogramme mit konkreten Schritten für die Erhaltung der genetische Ressourcen bei landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzten Pflanzen, Forstpflanzen, Nutztieren, Fischen und Mikroorganismen erarbeitet worden. Die Ressortforschung des Bundesverbraucherministeriums leiste wichtige Beiträge zu diesem Thema und bei der Zentralstelle für Agrardokumentation und Information (ZADI) sei das Informationszentrum Biologische Vielfalt (IBV) als Koordinations- und Informationsbeschaffungsstelle für Behörden, Verbände und Organisationen, aber auch als Schnittstelle für den internationalen Informationsaustausch eingerichtet worden.

Das Symposium über die ‚Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt in der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft‘ wird vom Bundesverbraucherministerium gemeinsam mit dem Informationszentrum Biologische Vielfalt (IBV) der Zentralstelle für Agrardokumentation und -information (ZADI) veranstaltet. Die Veranstaltung soll deutlich machen, was es bedeutet, diese genetischen Ressourcen zu erhalten und zu nutzen, welche Maßnahmen dazu notwendig sind und was hierzu bereits getan wird. Insbesondere sollen Ziele und Inhalte der Fachprogramme zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung genetischer Ressourcen vorgestellt und mit einem breiten Publikum diskutiert werden. Gleichzeitig soll die Veranstaltung dazu beitragen, Aktivitäten in den unterschiedlichen Bereichen der genetischen Ressourcen besser zu vernetzen. An der Veranstaltung nehmen ca. 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik teil.

Links zum Thema Biodiversität.

Berninger startet Info-Kampagne für Großküchen und Gastronomie

Themen: Archiv — info @ 14:09

Klasse für die Masse: Mehr Bio in der Großküche

Frankfurt (agrar.de) – Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesverbraucherministerin, Matthias Berninger, hat heute in Frankfurt die bundesweite Info-Kampagne für Großküchen und Gastronomie ‚Klasse für die Masse: Mehr Bio in der Großküche‘ gestartet. Vor mehr als 100 Küchenleitern von Betriebskantinen, Krankenhäusern und Restaurants im Rhein-Main-Gebiet erklärte Berninger: ‚Wer überlegt, mehr Bio in seine Großküche zu bringen, erhält hier alle nötigen Informationen. Die Kampagne schließt damit eine Lücke bei der Absatzförderung von Öko-Produkten in einem besonders wichtigen Marktsegment‘. Im vergangenen Jahr gaben die Bundesbürger über 80 Milliarden Euro für die Außer-Haus-Verpflegung aus, die Nachfrage nach ökologisch erzeugter Produkten wächst dabei kontinuierlich.

Die Info-Kampagne ist Teil des vom Bundesverbraucherministerium finanzierten Bundesprogramms Ökologischer Landbau. Eckpfeiler der Kampagne sind bundesweite Info-Veranstaltungen, umfangreiches Informationsmaterial und eine Service-Hotline. Erstmals wird auch ein Berater-Netzwerk mit Unterstützung von regionalen Akteuren initiiert. Bis September 2003 werden bundesweit insgesamt über zehn Veranstaltungen dieser Art stattfinden. Küchenleiter bekommen die Möglichkeit, sich umfassend über den Einsatz ökologisch erzeugter Produkte zu informieren. Darüber hinaus kann kostenlos umfangreiches Begleitmaterial bestellt werden.

Zur Anmeldung für einzelne Veranstaltungen und zur Beantwortung individueller Fachfragen steht die zentrale Service-Hotline 01805-090180 (12 cts pro Minute) bereit. Sie bietet ab sofort von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.00-11.00 Uhr Informationen zur Kampagne und rund um den Einsatz von biologisch erzeugten Produkten in der Außer-Haus-Verpflegung. Außerdem kann dort der Veranstaltungskalender mit allen wichtigen Terminen telefonisch oder per E-Mail bestellt werden.

Weitere Informationen beim Ökologischen Großküchen Service (ÖGS) sowie im Großverbraucherbereich des neuen Internetportals Ökolandbau.

Links zum Thema %url4%Bio-Handel und Vermarktung%/%.

Wachstumsregler Chlormequat (CCC) in Getreide und Getreideerzeugnissen aus ökologischem Landbau in Hessen gefunden

Themen: Archiv — info @ 14:09

Wiesbaden (agrar.de) – In Hessen sind Rückstände des Wachstumsreglers Chlormequat (CCC) in Getreide und Getreideerzeugnissen aus ökologischem Landbau festgestellt worden. Das berichtet das hessische Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten. Die ermittelten Konzentrationen liegen unter den gesetzlichen Höchstmengen, so dass eine gesundheitliche Gefährdung der Bevölkerung nicht gegeben ist.

CCC wird als Halm verkürzendes Mittel in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt, um die Standfestigkeit des Getreides zu sichern bzw. zu erhöhen. Hierdurch soll ein Abknicken der Halme bei Wind und starken Niederschlägen verhindert werden. Die Standfestigkeit sorgt für eine optimale Nährstoffaufnahme und gewährleistet außerdem eine geringe Krankheitsanfälligkeit gegen Pilze während der Kornreifungsphase. Im ökologischen Landbau darf CCC nicht eingesetzt werden, da diese Produktionsweise die Anwendung chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel generell untersagt.

Die Öko-Kontrollstellen, deren Aufgabe die Überwachung der ökologischen Produktion ist, forschen sorgfältig nach den Ursachen der aufgetretenen CCC-Rückstände. Als mögliche Ursachen kommen nach bisherigem Erkenntnisstand eine unbeabsichtigte Übertragung bei Lagerung und Transport oder eine Übertragung durch Abdrift in Frage. Ob es sich möglicherweise um eine verbotene Anwendung des Mittels handelt, wird derzeit untersucht.

Links zum Thema Pflanzenschutz, Links zum Thema Bio-Landbau.

Nahrungsmittel trotzen der Inflationsrate

Themen: Archiv — info @ 13:09

Preisauftrieb in der EU unterdurchschnittlich – In Deutschland sogar Rückgang

Hannover (grar.de) – Allen ‚Teuro‘-Rufen zum Trotz sind Nahrungsmittel preisgünstig geblieben. Im Mittel der Europäischen Gemeinschaft lagen die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke im Juli dieses Jahres nur um 1,5 Prozent über dem Preisniveau im Vorjahresmonat, während die Preissteigerung insgesamt bei 1,8 Prozent lag. Das berichtet der niedersächsische Landvolk-Pressedienst.

In der Euro-Zone verteuerten sich danach Nahrungsmittel um 1,7 Prozent. Damit war der Preisauftrieb bei Lebensmitteln wiederum geringer als die allgemeine Inflationsrate, nachdem noch zu Jahresbeginn gerade für die Ernährung deutlich mehr ausgegeben werden musste als ein Jahr zuvor. Die Steigerung ging in erster Linie auf das Konto der stark anziehenden Preise für Gemüse aufgrund der außergewöhnlichen Witterung in Südeuropa. Die Preisentwicklung ist in den einzelnen EU-Ländern jedoch mit großen Unterschieden verlaufen.

Besonders günstig haben sich die Nahrungsmittelpreise in Deutschland entwickelt. Hier zu Lande konnten die Haushalte den Etat für die Ernährung sogar um 0,8 Prozent kürzen. Hier lag die allgemeine Inflationsrate mit einem Prozent deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Auch die Briten konnten Lebensmittel um 0,2 Prozent billiger erstehen. Exakt auf Vorjahresniveau waren die Lebensmittelpreise im Juli in Österreich. Weitgehende Preisstabilität haben die Statistiker zudem in Frankreich (plus 1,1 Prozent), Belgien (plus 1,5 Prozent) und Dänemark (plus 1,7 Prozent) ermittelt. Auch hier lag die Preissteigerungsrate für Lebensmittel deutlich unter dem jeweiligen Gesamtindex. Tiefer als im EU-Durchschnitt der Gemeinschaft mussten die Verbraucher in allen anderen EU-Ländern für die Ernährung in die Tasche greifen. Die höchste Preissteigerungsrate hatten Spanien und Griechenland mit einer Teuerungsrate von 4,6 Prozent zu verbuchen. Das war sogar mehr als die allgemeine Inflationsrate dieser Länder, die mit 3,5 bzw. 3,6 Prozent gleich nach Irland mit 4,2 Prozent die EU-Statistik anführen.

Bereits seit vielen Jahren ist die Preissteigerung für Lebensmittel hinter der allgemeinen Inflationsrate zurück geblieben. Deshalb müssen die Verbraucher einen immer kleineren Teil ihres Einkommens für die Ernährung ausgeben. Nur noch 12 Prozent des Einkommens waren im Jahr 2000 durchschnittlich dafür erforderlich. Gleichzeitig ist die Kaufkraft je Arbeitsstunde kräftig gestiegen. So mussten beispielsweise für ein kg Schweinekoteletts im Jahr 1970 noch 96 Minuten gearbeitet werden, im Jahr 2000 waren es nur noch 33 Minuten. Bei Butter entsprach ein kg sogar nur noch dem Gegenwert von 21 Minuten Arbeitszeit nach 86 Minuten im Jahr 1970. Auf der anderen Seite schrumpft der Anteil, den die Bauern von den Verbraucherausgaben für Nahrungsmittel erhalten, von Jahr zu Jahr. Im Durchschnitt landeten im Jahr 2000 von jeder Verbrauchermark für Lebensmittel nur noch 26 Pfennig auf den Höfen, Anfang der 80-er Jahre waren es immerhin noch 44 Pfennig. Darin spiegelt sich unter anderem die zunehmende Nachfrage nach weiter verarbeiteten Lebensmittel wider.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

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