23. September 2002

Herbstaussichten der ECOVIN-Erzeuger in Baden

Themen: Archiv — info @ 10:09

Qualität und Menge stimmen – Biowinzer sehen hervorragende Voraussetzungen für gute Weine

Freiburg (agrar.de) – Ideale Voraussetzungen für einen hervorragenden Jahrgang sehen die Winzer von ECOVIN Baden gegeben: Die Qualität stimme und die vorhergesehenen Erntemengen lieferten gute Voraussetzungen, um durch eine Regulierung des Ertrags das Qualitätsniveau zu steigern. Mit dem Lesebeginn zum Herbstanfang am 23. 9. rechnet Paulin Köpfer, der Vorsitzende von ECOVIN Baden, mit guten Ergebnissen der rund 80 ECOVIN-Erzeuger in allen Regionen Badens.

Die Voraussetzungen für den guten Zustand der Reben habe die Witterung bereits im Juni geschaffen, berichtet Paulin Köpfer. Die erfolgreiche Blüte brachte einen sehr guten Traubenansatz und schuf vom Traubenangebot auch gute Voraussetzungen, um mit einer Mengenregulierung Qualität und Ertrag ins richtige Verhältnis zu setzen. Nach der kurzen Blütezeit folgte eine gleichmäßige Reife der Traubenbeeren, unterstützt durch eine gute Wasserversorgung.

Die Qualitätsvoraussetzungen seien bei allen Sorten gut, berichtet auch Matthias Wolff. Der Berater für ökologischen Weinbau am Landwirtschaftsamt auf der Emmendinger Hochburg hat vor allem durch seine Begehungsrunden in allen Weinbauregionen Baden-Württembergs einen guten Überblick über den Zustand vor Ort. Die Mengen seien zielgerichtet so, dass durch Regulierung Qualität und Menge optimal zu steuern seien. Und vor allem dort, wo der Ertrag reguliert wird, seien dann ‚Superqualitäten‘ zu erwarten, so Wolff.

Dass die zu erwartende Menge den Biowinzern noch Qualitätsspitzen erlaubt, sei unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass keine größeren Unwetterschäden verzeichnet wurden. Auch den Falschen Mehltau hätten die badischen Bio-Erzeuger in der Regel gut im Griff gehabt: ‚Ein Befall von 5 bis 10 Prozent fällt kaum ins Gewicht‘, meint Paulin Köpfer, der selbst einen Betrieb im Markgräflerland leitet. Die ECOVIN-Erzeuger in Baden bewirtschaften rund 300 Hektar nach den Richtlinien für biologischen Anbau und erzeugten im vergangenen Jahr rund 1,5 Millionen Liter Biowein.

Noch abzuwarten sei eine Qualitätsbeeinflussung durch Botrytis, die jetzt ebenfalls stark von der Witterung abhängt. Durch das Ausschneiden der befallenen Trauben sei hier aber kaum mit einem Qualitätsverlust zu rechnen. Auch das Laubwerk sei in einem guten Zustand. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnen die Winzer einen Vorsprung von etwa einer Woche. Schon jetzt erwartet man bei den Burgundersorten durchschnittlich 80 bis 90 Grad Oechsle. Die Lese wird zwar für einzelne Sorten und Regionen schon mit dem Herbstanfang am 23.9. beginnen, die Hauptlese wird allerdings im Oktober stattfinden, um das Qualitätspotenzial auszuschöpfen.

Links zum Thema Wein.

„Wahlsieg nutzen“ – BUND für forcierten Umweltschutz durch Ökosteuer, Energiesparen und Modernisierung der Bahn

Themen: Archiv — info @ 10:09

Berlin (agrar.de) – Von einer rot-grünen Regierung erwartet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Beschleunigung der ökologischen Erneuerung Deutschlands. Jetzt müsse der Schwung des Wahlsieges von SPD und Bündnisgrünen genutzt werden, um weitere Erfolge beim Schutz von Umwelt und Natur durchzusetzen.

Dr. Angelika Zahrnt, BUND-Vorsitzende: ‚Die neue Regierung kann jetzt mit neuem Rückenwind Entschlossenheit in der Umweltpolitik zeigen. Mit der Ökosteuer hat Rot-Grün die notwendige Reform des Steuer- und Finanzsystems eingeleitet. Dies muss konsequent weiter verfolgt werden. Dazu gehört der Abbau umweltschädlicher Subventionen und eine stärkere Einbeziehung von Umweltkosten in die Preise für Rohstoffe, Waren und Dienstleistungen. Aufschwung erwarten wir auch beim Ausbau umweltfreundlicher Verkehrsmittel und erneuerbarer Energien.‘

Rot-Grün stehe nach Meinung des BUND bei den Wählerinnen und Wählern in der Pflicht, ihren ökologischen Wahlaussagen entsprechende Taten folgen zu lassen. Das müsse sich auch in der Koalitionsvereinbarung konkret niederschlagen. Dabei gehe es um über als eine Million Arbeitsplätze, die in Umweltbranchen bereits entstanden seien. Mehrere Hunderttausend Stellen könnten durch Energiesparmaßnahmen und die stärkere Förderung regenerativer Energien neu geschaffen werden. Von zentraler Bedeutung für die kommende Legislaturperiode sei nach Auffassung des BUND auch die Reform der Flusspolitik bei Bundeswasserstraßen.

Zahrnt: ‚Naturbelassene Flüsse leisten einen enormen Beitrag zum Naturschutz und zur Hochwasservorsorge. In der künftigen Flusspolitik muss der Grundsatz gelten: Schiffe müssen den Flüssen angepasst werden und nicht die Flüsse den Schiffen. Eine nachhaltige Verkehrspolitik vernetzt moderne umweltfreundliche Verkehrsträger und setzt nicht auf immer mehr Beton. Deshalb muss der Bundesverkehrswegeplan nach ökologischen Kriterien gestaltet werden.‘

In der Agrarpolitik sei nach Ansicht des BUND die intensive Förderung des biologischen Landbaus fortzusetzen. In der Frage des Gentechnik-Einsatzes in der Landwirtschaft müsse die neue Regierung dem Wunsch der Verbraucher nach gentechnikfreien Lebensmitteln Rechnung tragen. Der BUND kündigte an, die neue Regierung nach Kräften zu unterstützen wenn es darum gehe, Umwelt- und Naturschutz mehr Geltung zu verschaffen. Zugleich werde der Umweltverband aber auch kritischer Begleiter der Politik bleiben.

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Baden-Württemberg: Zwölf neue Holzenergieprojekte erhalten Fördermittel

Themen: Archiv — info @ 09:09

Neue Förderrichtlinie ‚Energieholz Baden-Württemberg‘ online

Stuttgart (agrar.de) – ‚Wir werden den Ausbau der Holzenergie noch stärker vorantreiben und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten‘, sagte der Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Willi Stächele, heute in Stuttgart. Die neue Förderrichtlinie ‚Energieholz Baden-Württemberg‚ unterstreiche und stärke die Bedeutung und die Chancen der Holzenergie in Baden-Württemberg. Zwölf neue Holzenergieprojekte werden im Rahmen der Richtlinie gefördert. ‚Neben acht Holzhackschnitzel-Heizanlagen werden ein Biomassehof, ein Informations- und Democenter, eine große Pelletfeuerung mit 500 Kilowatt sowie eine Anlage zur Wärme und Stromerzeugung mit fünf Megawatt Leistung mit insgesamt 700.000 Euro gefördert. ‚Mit dieser ersten Zuwendungsrunde startet das Programm außerordentlich erfolgreich‘, teilte der Minister mit.

Besonders wichtig sei, so Stächele, dass die EU-Kommission dem Antrag des Landes Baden-Württemberg auf Kofinanzierung der Richtlinie zugestimmt hat. Dies bedeute, dass ab dem Haushaltsjahr 2003 neben den Mitteln des Landes in Höhe von 1,2 Millionen Euro nochmals die selbe Summe durch die EU für die Förderung zur Verfügung stehe. Außerdem können seit diesem Jahr innovative Einzelprojekte aus dem Bereich Logistik, Nutzung von Holzpellets oder der Holzvergasung zusätzlich gefördert werden. „Die starke Nachfrage zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, betonte Stächele. Bereits seit 1995 unterstützt das Land die Errichtung von Holzhackschnitzel-Heizanlagen und die damit verbundenen Nahwärmenetze.

Neben der direkten Investitionsförderung zum Bau neuer Anlagen unterstützt das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum den Ausbau der Holzenergienutzung auf verschiedene Weise. So werden im Rahmen der Zukunftsoffensive der Landesregierung insgesamt 5,1 Millionen Euro für die Forschung im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe zur Verfügung gestellt. Bei einem Symposium am 21. Oktober in Karlsruhe werden Stand und Perspektiven dieser Rohstoffe auf breiter Basis dargestellt.

Minister Stächele wies darauf hin, dass seit 1995 in Baden-Württemberg durch die Holzenergieförderprogramme 139 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 87,78 Megawatt unterstützt wurden. Dabei seien Zuwendungen von fast 10 Millionen Euro bewilligt und so Gesamtinvestitionen von 93 Millionen Euro ermöglicht worden. Der jährliche Holzverbrauch dieser Heizanlagen liegt bei zirka 140.000 Kubikmetern. Das entspricht fast 30 Millionen Litern Heizöl. Diese umweltfreundlich produzierte Wärmemenge reiche zur Versorgung von 24.000 Einfamilienhäusern in Niedrigenergiebauweise. Derzeit werden in Baden-Württemberg nur etwa 50 Prozent des vorhandenen Energieholzpotenzials genutzt. Allein aus der nachhaltigen Waldbewirtschaftung könnten noch zusätzlich über 800.000 Kubikmeter Holz jährlich zur Verfügung gestellt werden.

Die Förderrichtlinie ‚Energieholz Baden-Württemberg‚ und Förderanträge können im Internet abgerufen werden.

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21. September 2002

Zahl der Bienenvölker in Thüringen nimmt zu

Themen: Archiv,Bienen — info @ 09:09

Am 13. Oktober 2002 findet der Deutsche Imkertag in Weimar statt

Uhlstädt (agrar.de) – ‚Seit der Wiedervereinigung bis 1997 sind die Bestände an Bienenvölkern in Thüringen immer weiter zurückgegangen. 1997 waren noch 1.722 Imker mit 16.570 Bienenvölkern Mitglied im Landesverband. Seit 1998 ist jedoch wieder ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen. 2001 waren es nach den Anträgen für die Haltungsprämie 1.860 Imker mit 19.938 Bienenvölkern. Nach den Erfahrungen der Tierseuchenkasse kann man davon ausgehen, dass 90 Prozent der Thüringer Imker im Landesverband organisiert sind. Insgesamt hatten wir also in Thüringen im Jahr 2001 rund 2.000 Imker mit ca. 22.000 Bienenvölkern. Das sind 1,36 Bienenvölker pro km², so der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, zum Thüringer Imkertag am 21. September 2002 in Uhlstädt (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt).

Gleichzeitig deutet sich eine weitere positive Entwicklung an. Nach den bisher vorliegenden Anträgen für die Haltungsprämie wird die Anzahl der Imker leicht zunehmen und die Anzahl der Bienenvölker wieder deutlich steigen. Es werden also pro Imker wieder mehr Bienenvölker gehalten. ‚Thüringen ist mit dieser Entwicklung eines der wenigen Bundesländer, in dem die Anzahl der Imker und der Bestand an Bienenvölkern steigt‘, erklärt der Minister.

Ein Faktor, der zu dieser positiven Entwicklung beigetragen hat, ist die weitere Verbesserung des Honigabsatzes. Die Verbraucher kaufen inzwischen kritischer und begreifen zunehmend, dass der Honig direkt vom Imker ein Qualitätsprodukt ist. Der Landesverband Thüringer Imker war der erste Imkerverband in den neuen Ländern, der Lizenznehmer eines regionalen Herkunftszeichens, der ‚Original Thüringer Qualität‘, geworden ist.

Für die Förderung der Bienenwirtschaft stehen in diesem Jahr 75.662 Euro zur Verfügung. Diese Summe beinhaltet u. a. die Unterstützung der Bienenzucht einschließlich der Leistungsprüfung, der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, der Imkervereine, des Landesverbandes und die Zahlung der Haltungsprämie. Das Fördervolumen im Rahmen der EU-Verordnung zur Verbesserung der Erzeugung und Vermarktung von Honig beträgt 20.420 Euro.

Minister Dr. Sklenar weist darauf hin, dass für Imker im Haupt- und Nebenerwerb seit diesem Jahr die investive Förderung über das Agrarinvestitionsförderungsprogramm möglich ist. Die Imker können sich bei dem für ihren Bereich zuständigen Landwirtschaftsamt über diese Fördermöglichkeiten erkundigen.

Links zum Thema Bienen, Links zum Bundesland Thüringen.

20. September 2002

Künast: Kommissionsvorschläge zu Hopfen sind schöner Erfolg

Themen: Archiv — info @ 16:09

Berlin (agrar.de) – Als ’schönen Erfolg‘ bezeichnete Bundesverbraucherministerin Renate Künast den jetzt vorgelegten Verordnungsvorschlag der Europäischen Kommission zu Hopfen. ‚Ich freue mich, dass es damit möglich wird, auch im kommenden Jahr die vorübergehende Stillegung und die endgültige Rodung von Hopfenflächen mit 480 Euro pro Hektar zu fördern. Dies entspricht unserer Forderung, die wir im Frühjahr im an einem runden Tisch gemeinsam mit der deutschen Hopfenwirtschaft formuliert haben‘, so Künast.

Die Ministerin begrüßte, dass es gelungen sei, in Brüssel die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Krise am Hopfenmarkt zu überwinden. Sie hob hervor, dass annähernd 80 Prozent des in Europa erzeugten Hopfens aus Deutschland kommt. Umso wichtiger für die deutschen Hopfenanbauer sei es, dass auch die im kommenden Jahr anstehenden grundsätzlichen Verhandlungen über die zukünftige Ausrichtung der Hopfenmarktordnung zu einem guten Abschluss gebracht werden könnten. In diesem Sinne werde sie sich auf jeden Fall in Brüssel einsetzen, so Künast.

Links zum Thema Hopfen und Malz.

Seltene Bäume in unseren Wäldern – Erkennen, erhalten, nutzen

Themen: Archiv — info @ 15:09

Neue Informationsbroschüre der Stiftung Wald in Not

Bonn (agrar.de) – Man kann nur schützen und erhalten, was man kennt. Daher möchte die Stiftung Wald in Not mit der neuen Broschüre einige seltene und bedrohte Baumarten in unseren Wäldern vorstellen. Der Schutz seltener Bäume im Rahmen einer nachhaltigen Waldwirtschaft ist ein Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt unserer Wälder.

Der Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Wald in Not und thüringer Ministerpräsident, Dr. Bernhard Vogel, weist in seinem Vorwort darauf hin, dass die biologische Vielfalt für den Wald und für die Forstwirtschaft ein wichtiger ökologischer und ökonomischer Wert ist, weil sie die Grundlage für die Stabilität und Anpassungsfähigkeit der Wälder ist. Die biologische Vielfalt der Wälder wird aber von Faktoren gefährdet, deren Ursprung außerhalb des Waldes liegen. Die Stiftung Wald in Not betrachtet es seit ihrer Gründung als einer ihrer vordringlichen Aufgaben, sich für die Reduzierung dieser Gefahren einzusetzen. Dazu ist eine weitere Verminderung des Eintrags von Luftschadstoffen in unsere Waldökosysteme notwendig. Ebenso ist die Emission von klimaschädlichen Gasen zu verringern, denn auch ein Klimawandel gefährdet die biologische Vielfalt und die ökologische Stabilität des Waldes. Dies gilt ebenso für den Verlust und für die Zerschneidung von Waldflächen. Besonders gefährdet sind Bäume, die in unseren Wäldern nicht so häufig vorkommen.

Die Broschüre stellt die Baumarten Elsbeere, Speierling, Spitzahorn, Sommer- und Winterlinde, Eibe, Schwarzpappel, Wildapfel und Wildbirne sowie die Ulmenarten vor. Sie gibt Anleitung zu ihrer Pflege und Erhaltung sowie Hinweise auf Nutzungsmöglichkeiten. Die Stiftung will damit dazu beitragen, dass seltenen Baumarten im Rahmen der Waldbewirtschaftung größere Beachtung geschenkt wird. Auch bei einer auf natürliche Verjüngung setzenden, naturnahen Waldwirtschaft sollten diese Baumarten an geeigneten Stellen nachgepflanzt werden, um sie zu fördern. Dazu eignen sich u. a. der Aufbau naturnaher Waldränder, die Bepflanzung von Waldinnenrändern und Wegen, aber auch die Pflanzung von Gehölzen und Hecken in der freien Landschaft.

Mit der Broschüre beteiligt sich die Stiftung an der Öffentlichkeitskampagne des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zur Erhaltung der biologische Vielfalt.

Die Broschüre ist erhältlich bei der Geschäftsstelle der Stiftung Wald in Not, Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn, Fax: 0228-8198-191. (Bei Bestellungen bitte 0,77 Euro Rückporto in Briefmarken beifügen)

Links zum Thema Natur und Landschaft, Links zum Thema %url4%Wald und Forst%/%.

EU-Erweiterung wird bestimmendes Thema der nächsten Jahre

Themen: Archiv — info @ 13:09

Sonnleitner: Bauern brauchen wirtschaftliche Perspektive im Markt

Berlin (agrar.de) – Bei der Abschlussveranstaltung der diesjährigen CEA-Tagung in Tallin (Estland) hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und des Europäischen Bauernverbandes (COPA), Gerd Sonnleitner, betont, dass die Erweiterung der Europäischen Union in den nächsten Jahren das wichtigste Politikfeld sein werde. Jetzt sei die Politik gefordert, ohne Verzögerung – und mit der Bereitstellung der notwendigen Finanzmittel – die Entscheidungen herbeizuführen. Falsch wäre es, jetzt die EU-Osterweiterung mit den Vorschlägen der Halbzeit-Bilanz der Agenda 2000 zu verknüpfen und damit möglicherweise die Erweiterung zu verzögern.

Die Landwirtschaft in Europa sei bunt und vielfältig. Man sei sich aber in dem Grundsatz einig, dass man unabhängige, in eigener Verantwortung wirtschaftende Bauernfamilien wolle, denn sie seien die Garanten für eine produktive Landwirtschaft, die langfristig im Wettbewerb bestehen könne. Bei Einhaltung dieses Grundsatzes sollte, so Sonnleitner, auch ein gutes Miteinander zwischen den aus der Geschichte bedingten unterschiedlichen Betriebsformen möglich sein.

COPA und COGECA habe mit der Aufnahme von landwirtschaftlichen und genossenschaftlichen Organisationen der Bewerberländer am 12. September 2002 die Bereitschaft und Kraft bewiesen, allen Bauern in Europa eine Heimstatt zu geben. Auch COPA sei bereit, so Präsident Sonnleitner, konstruktiv an einem Konzept für die Gestaltung Agrarpolitik in einem erweiterten Europa mitzuarbeiten. Zuerst aber müssten seitens der Politik die mit der Agenda 2000 beschlossenen Spielregeln respektiert werden. COPA setze sich für eine Politik ein, die den Bauernfamilien eine wirtschaftliche Perspektive im Markt und nicht nur in der Landschaftspflege sichert. Dies mache es zwingend erforderlich, dass bei den WTO-Verhandlungen endlich auch den nichthandelsbezogenen Aspekten Rechnung getragen werde, betonte Sonnleitner. Die Landwirtschaft selbst wolle auf eine bessere Bündelung und Stärkung ihrer Interessen gegenüber den Marktpartnern in der Produktionskette hinwirken.

Links zum Thema Landwirtschaft international

NRW: Merkblatt zum Bau und Betrieb von landwirtschaftlichen Biogasanlagen

Themen: Archiv,Biogas,Energie — info @ 13:09

Vereinfachung und Hilfe für die Landwirtschaft

Düsseldorf (agrar.de) – Das Landwirtschaftsministerium hat gemeinsam mit den zuständigen nachgeordneten Behörden und dem Fachverband Biogas ein ‚Merkblatt zur Errichtung und zum Betrieb von Biogasanlagen im landwirtschaftlichen Bereich‘ erstellt. Dieses Merkblatt bündelt erstmals einheitliche Anforderungen an die Behandlung von Biogasanlagen in NRW. Das Merkblatt enthält Vorgaben für die Genehmigungs- und Überwachungsbehörden sowie die Betreiber aus den Bereichen Immissionsschutz, Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Düngemittelrecht und Sicherheitstechnik. Es gewährleistet eine einheitliche Umsetzung der an solche Anlagen zu stellenden Anforderungen. Damit ergänzt dieses Merkblatt den gemeinsamen Runderlass des Landwirtschaftsministeriums und des Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport zu den Bauplanungsrechtlichen Anforderungen vom Beginn des Jahres.

Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn: ‚Mit der landesweiten Vereinheitlichung der Anforderungen an das Bauplanungsrecht und nun auch an den Bau und den Betrieb von Biogasanlagen, haben wir die Grundlage für die Nutzung dieser regenerativen Energiequelle in NRW erheblich verbessert. In einer Positivliste sind sämtliche Abfälle enthalten, die wiederverwertet werden dürfen. Sie ist eine echte Hilfestellung und Vereinfachung für die Landwirtschaft. Durch den Einsatz von Gülle/Biomasse liegen insbesondere bei Tierhaltungsbetrieben erhebliche Potenziale für diese zukunftsträchtige Energieerzeugung. Mit dieser regenerativen Energiequelle können sich Landwirtinnen und Landwirte ein zweites Standbein schaffen und gleichzeitig das Klima schützen.‘

Das Merkblatt wird an alle Interessierte verteilt und wird auf der Internetseite des Ministeriums abrufbar sein. Der Gemeinsame Runderlass vom 23.01.2002 zu den bauplanungsrechtlichen Anforderungen in Baugebieten ‚Zulässigkeit von Biogasanlagen, Immissionsschutzrechtliches und Bau-Genehmigungsverfahren‘ kann ebenfalls im Internet eingesehen werden. Die Informationsschrift erhalten Sie auch über den Infoservice unseres Ministeriums: Tel.: 0211-4566-666, Fax: 0211-4566-388, E-Mail.

Links zum Thema %url4%Biogas%/%.

3. Erhebung zu Wild-Schälschäden in Sachsens Wäldern

Themen: Archiv — info @ 13:09

Dresden (agrar.de) – Derzeit werden in Sachsens Wäldern zum 3. Male die durch Rot-, Damm- und Muffelwild verursachten Schälschäden an Bäumen aufgenommen. Noch bis Ende Oktober untersuchen 19 Sachverständige im Auftrag der sächsischen Landesanstalt für Forsten gefährdete Waldflächen, die größer sind als zehn Hektar.

Vor allem junge Baumbestände sind durch das Abschälen und Abfressen der Rinde vom Stamm stark gefährdet. Die Schäden werden alle drei Jahre erfasst. Gemeinsam mit dem im Frühjahr 2003 erhobenen Verbissschäden bilden sie die Grundlage für die Abschussplanung im nächsten Jagdjahr. Dort, wo mehr als 20 Prozent der Bäume durch Verbiss- und Schälschäden beeinträchtigt sind, ist der Wildbestand zu hoch und muß auf ein waldverträgliches Maß reduziert werden.

Die regelmäßige Schälschadenserhebung ist Pflichtaufgabe nach dem Sächsischen Waldgesetz. Nach der letzten Schälschadenserhebung im Jahr 1998, die landesweit im Mittel zu hohe Schäden auswies, war eine Forcierung des Rotwildabschusses notwendig geworden. Im Jagdjahr 2001/02 wurden in Sachsen 4.850 Stück Rotwild und 785 Stück Muffelwild erlegt. Insgesamt gibt es etwa 15.000 Stück Rot- und Muffelwild in Sachsen.

Links zum Thema Jagd und Wild, Links zum Bundesland Sachsen.

Strengere Vorschriften für die Einfuhr von Fleisch und Milch zum persönlichen Verbrauch in die EU

Themen: MKS,Tierseuchen — info @ 12:09

Brüssel (agrar.de) – Der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit (SCFCAH) hat heute einen Vorschlag der Kommission befürwortet, die Vorschriften für die Einfuhr von Fleisch und Milch, die zum persönlichen Verbrauch in die EU eingeführt werden, strenger zu fassen. So dürfen Personen, die aus bestimmten Drittländern in die EU einreisen, Fleisch, Fleischerzeugnisse bzw. Milch oder Milcherzeugnisse nur noch dann im persönlichen Gepäck mit sich führen, wenn sie entsprechende Dokumente der Veterinärbehörden vorlegen können. Der Vorschlag wird jetzt von der Kommission formell angenommen und am 1. Januar 2003.

Hierzu erklärte David Byrne, EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz: ‚Dies ist eine vernünftige Maßnahme, die unseren Schutz vor der Einfuhr von Erzeugnissen verstärkt, die im Falle der Kontamination ernsthafte Tierseuchen auslösen können. Die Maul- und Klauenseuche ist uns allen noch gut in Erinnerung, und angesichts der derzeitigen Probleme mit der klassischen Schweinepest ist es gerechtfertigt, alle erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um künftige Ausbrüche dieser Krankheit zu verhindern.

Aber die Verschärfung der Vorschriften ist nur eine Seite der Medaille. Ebenso wichtig ist es, dass wir diese Botschaft den Personen, die in die Europäische Union und die Kandidatenländer einreisen, auch vermitteln. Deshalb starten wir jetzt eine Sensibilisierungskampagne, bei der u. a. Plakate in mehr als 30 Sprachen verbreitet werden, die die Reisenden vor und auch während der Reise über die neuen Regeln und ihre Gründe informieren.‘

Nach dem Vorschlag sollen geltende Ausnahmen von den Einfuhrbedingungen und Grenzkontrollen für Fleisch, Milch und daraus hergestellte Erzeugnisse, die die Reisenden zum persönlichen Verbrauch gekauft haben oder die an Privatpersonen versandt werden, ausgesetzt werden; außerdem ist eine Sensibilisierungskampagne vorgesehen, um die Reisenden auf die neuen Vorschriften hinzuweisen.

Säuglingsmilchpulver, Säuglingsnahrung und aus medizinischen Gründen erforderliche Spezialnahrung dürfen von den Reisenden jedoch weiterhin mitgeführt werden, sofern (i) das Erzeugnis vor dem Öffnen nicht gekühlt werden muss, (ii) es sich um verpackte Markenprodukte handelt und (iii) die Packung nicht geöffnet wurde.

Die Einfuhr sonstiger Mengen Fleisch, Fleischprodukte, Milch oder Milchprodukte im persönlichen Gepäck ist jedoch nur dann zulässig, wenn für diese Waren bei der Ankunft an der Grenze zur Europäischen Union die Unterlagen der amtlichen Veterinärdienste des Herkunftslandes vorliegen, diese angemeldet und die Unterlagen zur Veterinärkontrolle vorgelegt werden – es gelten also nunmehr dieselben Bedingungen wie für gewerbliche Einfuhren.

Die neuen Vorschriften gelten nicht für Erzeugnisse, die Reisende aus Grönland, den Färöern, Island, Andorra, San Marino, Liechtenstein, der Schweiz und den Bewerberländern – mit Ausnahme der Türkei – mit sich führen.

Hintergrund

Die Bedingungen für die Einfuhr und Grenzkontrolle von tierischen Erzeugnissen, die von Reisenden zum persönlichen Verbrauch mitgeführt oder an Privatpersonen versandt werden, unterliegen – je nach Erzeugnis – drei unterschiedlichen Richtlinien(1). Die Vorschriften lassen Ausnahmen von den Einfuhrbedingungen zu, so z. B. bei nichtgewerblichen Einfuhren.

Die heutige Entscheidung setzt diese Ausnahmeregelungen aus und entspricht hiermit den Empfehlungen der Europäischen Kommission zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche der FAO, der Internationalen Konferenz zur Prävention und Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche und des Nichtständigen Untersuchungsausschusses des Europäischen Parlaments für Maul- und Klauenseuche. Diese Ausschüsse haben die Notwendigkeit erkannt, die Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche (MKS) durch vorschriftswidrig eingeführte oder von Reisenden zum privaten Verbrauch mitgeführte Erzeugnisse von hierfür empfänglichen Tieren zu verhindern. (Diese Gefahr besteht auch bei anderen großen Tierseuchen wie z. B. der klassischen und der afrikanischen Schweinepest bzw. der Geflügelpest). In diesen Empfehlungen wurde auch auf die Notwendigkeit von Sensibilisierungskampagnen hingewiesen, um die Reisenden auf die neuen Vorschriften aufmerksam zu machen. Diesem Erfordernis wird in der heutigen Entscheidung ebenfalls entsprochen.

Die Plakate können in allen EU-Sprachen, den Sprachen des Beitrittsländer und in arabisch, bosnisch, kroatisch, hebräisch, japanisch, mazedonisch, russisch, serbo-kroatisch, albanisch, serbisch, türkisch und Suaheli als pdf-Dokument vie E-Mail bestellt werden.

Links zum Thema Lebenssmittel, Links zum Thema EU und Landwirtschaft.

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