26. September 2002

Studie zum europäischen Lebensmittelmarkt für Bioprodukte

Themen: Archiv — info @ 09:09

Aberystwyth (agrar.de) – Die erste Publikation des EU-Projektes für Ökologische Vermarktungsinitiativen und ländliche Entwicklung, OMIaRD, ist veröffentlicht worden. Im ersten Band einer sechsteiligen Buchreihe über biologische Vermarktungsinitiativen liefert das Projekt aktuelle Zahlen über die Entwicklung des Biolandbaus in Europa.

Die Autoren bestätigen in ihrer Studie das Wachstum des Biomarktes sowie die herausragende Position der Schweiz in der Produktion und dem Konsum von Bioprodukten in Europa.

Ziele des Projektes OMIaRD sind die Analyse der Entwicklung des Biomarktes in Europa, die Analyse der Erfolgsfaktoren von Vermarktungsinitiativen, die Bewertung der positiven Effekte einer Vermarktungsinitiativen auf eine nachhaltigen Regionalentwicklung und die Untersuchung von Konsumententrends und – anforderungen.

Die Studie kann für 20 Euro beim Organic Centre Wales bestellt werden (Formular), eine %url3%deutsche Zusammenfassung%/% kann in Netz abgerufen werden.

Links zum Thema %url5%Bio-Landbau international%/%.

25. September 2002

Fischler: Eine Verschiebung der Landwirtschaftsreform wäre nicht im Interesse der Landwirte

Themen: Archiv — info @ 15:09

Paris (agrar.de) – Während seines heutigen Besuchs in Paris hob EU-Kommissar Franz Fischler hervor, dass die Zwischenbewertung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) keinesfalls eine Kehrtwende bedeute, wie manche Landwirte befürchten und manche Kritiker hoffen. ‚Es ist nichts anderes als eine notwendige und logische Fortsetzung des 1992 eingeleiteten Reformprozesses. Wir können uns nicht mit dem Status quo zufrieden geben, Veränderungen sind erforderlich. Unsere Vorschläge werden dazu beitragen, die landwirtschaftlichen Einkommen zu sichern, die Zielsetzung der GAP zu erreichen, die Beitrittsländer zu integrieren und die GAP an die Anforderungen der Gesellschaft anzupassen. Alles bis 2006 zu verschieben ist keine Lösung, da dies in einigen Jahren zu einer radikaleren Umgestaltung der landwirtschaftlichen Beihilfen führen würde. Dies kann nicht im Interesse der französischen Landwirte sein. Mir ist klar, dass viele Landwirte und Landwirtschaftsverbände nicht gerade Schlange stehen, um diese neuen Vorschläge zu begrüßen. Meiner Meinung nach ist es jedoch wichtig, proaktiv, so offen wie möglich und empfänglich für die unterschiedlichen Interessen der Gesellschaft zu sein. Auf diese Art können wir die uns zur Verfügung stehenden Instrumente am besten anpassen, um den Landwirten und der Landwirtschaft das Prestige zurückzugeben, dass sie in der Vergangenheit für ihren Beitrag zur Gesellschaft genossen haben,‘ so Fischler weiter.

‚Ich bin absolut überzeugt, dass unser Weg sinnvoll ist: Die Agrarpolitik mit der Gesellschaft zu versöhnen, Leistung und Gegenleistung klar zu definieren und damit die Haushaltsmittel zu rechtfertigen, das sind Botschaften, die unsere Bürger verstehen werden. Dieser Ansatz wird bedeuten, dass die Landwirte sich nicht länger als Sozialfall darstellen müssen, sondern stattdessen als handelsorientierte Geschäftsleute, die für eine gesunde Umwelt und Landschaft arbeiten und dafür mit erhobenem Haupt ihren Beitrag vom europäischen Steuerzahler einfordern können. Alle unsere Vorschläge, einschließlich der Abkopplung und Differenzierung, entsprechen den mit der Agenda 2000 gesetzten Zielen und dem in Berlin verabschiedeten Finanzierungsvorschlag. Ohne diese könnte die Kritik gegen die GAP in ihrer heutigen Form unhaltbar werden. Ohne Änderungen könnten die Ergebnisse der WTO-Verhandlungen uns zwingen, unsere Agrarausgaben in beträchtlichem Umfang zu kürzen – und das ohne unsere Landwirte dafür zu entschädigen,‘ erklärte Fischler.

Fischler unterstrich, dass die Zwischenbewertung die Verbindung zwischen Erzeugern, Verarbeitern und Verbrauchern durch eine verstärkte Marktorientierung verbessern würde. ‚Wir möchten die Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums verstärken und die Landwirte für ihre Dienste an der gesamten Gesellschaft entlohnen. Qualitätserzeugung, Lebensmittelsicherheit und Tierschutz müssen sich einfach auszahlen. Und genau dies können wir durch die Entwicklung des ländlichen Raums unterstützen.‘

Fischler wies Behauptungen zurück, die Kommission wolle den Agrarhaushalt zurückschrauben. ‚Es stimmt, dass wir eine Reduzierung der Direktzahlungen in den nächsten sieben Jahren vorschlagen. Dieses Geld geht den Landwirten jedoch nicht verloren. Im Gegenteil, das Geld, das wir aus den Direktzahlungen abziehen, wird verwendet, um die Programme zur Entwicklung des ländlichen Raums auszubauen. Dies bedeutet, dass unsere Landwirte nicht weniger sondern mehr Geld für Investitionen in Qualität, Lebensmittelsicherheit, Umweltschutz und Tierschutz zur Verfügung haben werden.‘

Fischler wies ebenfalls zurück, dass die Übertragung der Unterstützung von den Märkten auf die ländliche Entwicklung einer Art von Wohlfahrtseinrichtung entspräche und die Landwirte immer weiter von den Märkten entferne. ‚Haben die Kritiker vergessen, dass die europäischen Landwirte in der Vergangenheit nicht von wirklichen Märkten, sondern von handelsverzerrenden, künstlich marktgestützten Interventionen abhingen? Haben sie etwas dagegen, dass die Landwirte ihren Beruf frei ausüben? Möchten sie über die Signale des Marktes hinwegsehen ? Sind sie dagegen, einen Teil der Gelder aus der Intervention dafür zu nutzen, dass die Landwirte bessere Qualitätserzeugnisse produzieren, die den Anforderungen des Marktes entsprechen, und dafür bessere Preise erzielen ?‘, fasste er zusammen.

Links zum Thema Agrarpolitik, Links zum Thema EU und Landwirtschaft.

Kartoffelernte 2002: Menge unterdurchschnittlich – Qualität überwiegend gut

Themen: Archiv — info @ 13:09

Berlin (agrar.de) – Mit insgesamt rund 11 Millionen Tonnen wird die Kartoffelernte 2002 nach einem außergewöhnlichen Witterungsverlauf um 4,6 Prozent kleiner ausfallen als im Vorjahr (11,5 Millionen Tonnen). Allerdings sind die Kartoffeln von überwiegend guter Qualität. Das teilt das Bundesverbraucherministerium nach Abschluss der Beratungen des Bund-Länder-Sachverständigenausschusses für die Besondere Ernteermittlung mit.

Das langjährige Mittel (12,1 Millionen Tonnen) dürfte sogar um 9,0 Prozent unterschritten werden. Das bisherige Rekordergebnis lag 2000 bei 13,2 Millionen Tonnen. Die Erzeugung von Frühkartoffeln stieg um 4,3 Prozent auf 488 500 Tonnen. Bei den mittelfrühen und späten Sorten wurden mit 10,49 Millionen Tonnen 5 Prozent weniger als 2001 geerntet. Das Wetter bot in diesem Jahr zunächst günstige Wachstumsvoraussetzungen. Im Juli und August führten dann Starkregenfälle und Überflutungen regional zu größeren Ernteverlusten. In den letzten Wochen hatten sich die Rodebedingungen aber verbessert, so dass inzwischen etwa 75 Prozent der Fläche, vor allem Speisekartoffeln, abgeerntet werden konnten.

Das in diesem Jahr infolge Mengendrucks für die Erzeuger ungünstige Frühkartoffelgeschäft wirkt sich auch auf die späten Kartoffelsorten aus. Die Preise liegen derzeit bei überall ausreichendem Angebot zum Teil deutlich unter dem Vorjahresniveau. Auch in den kommenden Wochen ist aufgrund der hohen Produktion in den westeuropäischen Nachbarländern und eher verhaltener Nachfrage nicht mit spürbaren Preisaufschlägen zu rechnen.

Die Mengenentwicklung geht auf eine im Durchschnitt geringfügige Ausweitung der Anbauflächen und niedrigere Hektarerträge zurück: So wurde der Kartoffelanbau 2002 gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozent auf 284 100 Hektar leicht ausgedehnt. Die Frühkartoffelfläche nahm dabei deutlicher zu (16 800 Hektar; + 5 Prozent) als die Anbaufläche der mittelfrühen und späten Kartoffeln (267 400 Hektar; + 0,5 Prozent). Die Hektarerträge erreichen bundesweit vorläufig 38,63 Tonnen (386,3 Dezitonnen) und bleiben damit um 5,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau (407,8 Dezitonnen). Das langjährige Mittel (395,1 Dezitonnen) wird ebenfalls nicht erreicht (- 2,2 Prozent). Bei Frühkartoffeln gingen die Erträge im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent auf 291,6 Dezitonnen pro Hektar, bei mittelfrühen und späten Kartoffeln um 5,4 Prozent auf 392,2 Dezitonnen pro Hektar zurück.

Wie in den Vorjahren gibt es auch 2002 regionale Unterschiede in der Produktionsentwicklung: In Niedersachsen, dem größten Anbauland für Kartoffeln in Deutschland, gibt es einen starken Rückgang (4,93 Millionen Tonnen; – 10,9 Prozent gegenüber 2001). Die von der Produktionskapazität her folgenden Länder Bayern (2,02 Millionen Tonnen; + 11,5 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (1,30 Millionen Tonnen; + 1,5 Prozent) verzeichnen höhere Ernten. Auch in Baden-Württemberg (+ 10,3 Prozent) und Rheinland-Pfalz (+ 12,2 Prozent) liegt die Erzeugung über dem Vorjahresniveau. Wie in Niedersachsen verringert sich die Ernte ebenfalls überdurchschnittlich in Brandenburg (- 12,4 Prozent), Hessen (- 10,8 Prozent), Sachsen (- 12,8 Prozent) und Schleswig-Holstein (- 15,0 Prozent).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Thema Kartoffeln.

NABU fordert mehr Gewicht für Umwelt und Naturschutz im Koalitionsvertrag

Themen: Archiv — info @ 12:09

Berlin (agrar.de) – Der Naturschutzbund NABU hat die Koalitionspartner der zukünftigen Bundesregierung aufgefordert, dem Wählervotum für noch mehr Engagement im Umwelt- und Naturschutz im Koalitionsvertrag Rechnung zu tragen. ‚Richtige Ansätze wie die ökologische Finanzreform und die Agrarwende müssen jetzt beherzt weiter entwickelt und die bisher stiefmütterlich behandelten Bereiche wie Siedlungs- und Verkehrspolitik klar an den Zielen der Nachhaltigkeitsstrategie für Deutschland ausgerichtet werden‘, sagte NABU-Präsident Jochen Flasbarth. An Herausforderungen für die kommende Legislaturperiode fehle es nicht. Das hätten nicht zuletzt so erschütternde Ereignisse wie die Flutkatastrophe und die dadurch ausgelösten Diskussionen um zukünftige Hochwasserstrategien unter Beweis gestellt.

Nach Ansicht des NABU müsse die nachhaltige Siedlungsentwicklung einen Schwerpunkt der künftigen Umweltpolitik bilden. ‚In Deutschland gehen täglich 130 Hektar für neue Siedlungs-, Gewerbe- und Verkehrsflächen verloren. Hier muss dringend ein konkretes Umsteuern einsetzen“, betonte Flasbarth. Dazu müssten mit einer Reform der Grundsteuer flächensparendes Bauen begünstigt und Baulandreserven innerhalb der Siedlungsräume mobilisiert werden. Eine Versiegelungsabgabe in Höhe von 50 Euro pro Quadratmeter müsse den entscheidenden Anreiz für flächensparendes Bauen geben. Die Eigenheimzulage dürfe nicht länger die Investitionen in den Altbaubestand benachteiligen.

‚In der kommenden Legislaturperiode muss der ökologische Umbau der Finanzpolitik fortgesetzt werden‘, so der NABU-Präsident. Steigende Energiesteuern sollten künftig Klimaschädlichkeit und Gesundheitsgefahren stärker berücksichtigen und damit eine bessere Lenkungswirkung entfachen. Im Bereich der Verkehrspolitik müsse als Ziel die deutliche Verringerung von Umwelt- und Klimabelastungen festgehalten werden. Dazu bedürfe es attraktiverer finanzieller Anreize für die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel. Außerdem müsse die Entwicklung der Infrastruktur an den Belastungsgrenzen von Mensch und Umwelt ausgerichtet werden. ‚Zur Fortführung der Agrarwende erwarten wir von den Koalitionspartnern eine Verlängerung des Bundesprogramms Ökolandbau und die Eindämmung neuer Agrarfabriken durch baugesetzliche Änderungen‘, so Flasbarth. Die Bundesregierung müsse zudem auf EU-Ebene nachdrücklich für eine Reform vor der Osterweiterung eintreten.

Für den Naturschutz forderte der NABU, durch die Erhaltung und Ausweitung natürlicher Lebensräume den Artenschwund bis 2010 zu stoppen und umzukehren. Hierzu sei eine nationale Naturschutzstrategie nötig, die mit Hilfe eines Bundesprogrammes für bedeutsame heimische Arten und Lebensräume zielgerichtet umgesetzt werden müsse.

Die Bundesregierung müsse außerdem dafür sorgen, dass die den Ländern und Verbänden eröffnete Option auf die Übernahme von 100.000 Hektar ökologisch wertvoller Flächen, uneingeschränkt realisiert werden könne. ‚Der Bund sollte auch seine finanziellen und institutionellen Möglichkeiten dafür einsetzen, die in seinem Besitz befindlichen ehemaligen Truppenübungsplätze und Bergbaufolgelandschaften sowie die Flächen im ‚Grünen Band‘ langfristig als nationales Naturerbe zu sichern‘, sagte Flasbarth abschließend.

Links zum Thema Verbände, Links zum Thema Politik.

Westfalen-Lippe: Landwirtschaftliche Betriebe werden größer

Themen: Archiv — info @ 11:09

Münster (agrar.de) – Die Zahl größerer landwirtschaftlicher Betriebe mit 50 und mehr Hektar nimmt in Westfalen-Lippe zu, während die Zahl kleinerer Höfe abnimmt bzw. stagniert. Dies gilt sowohl für die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe als auch für die Fläche. Das ist ein Ergebnis, das in der neuen Auflage der Broschüre ‚Zahlen zur Landwirtschaft in Westfalen-Lippe 2002‘ enthalten ist, die jetzt die Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe in neuer Auflage herausgegeben hat.

So gab es im vergangenen Jahr mehr als 6.000 landwirtschaftliche Betriebe mit 50 und mehr Hektar, die insgesamt knapp 480.000 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche bewirtschafteten. Noch zwei Jahre zuvor waren es knapp 5.700 Betriebe mit 440.000 Hektar Fläche. Die Zahl der Betriebe von 20 bis 30 Hektar nahm von 4.677 auf 4.079 ab und die bewirtschaftete Fläche für diesen Bereich von 115.500 Hektar auf 100.000 Hektar. Insgesamt wirtschaften in diesem Landesteil 37.800 Betriebe auf 982.000 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche. Darin sind Ackerland und Grünland enthalten. Die Waldfläche hinzugerechnet hat Westfalen-Lippe knapp 1,5 Millionen Hektar Betriebsfläche der landwirtschaftlichen Höfe und Forstbetriebe.

In einer industriell geprägten Region wie Westfalen-Lippe kommt der Darstellung der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit eine wachsende Bedeutung zu. Gerade in diesem Landesteil mit seiner intensiven Bodennutzung und Tierproduktion ist es erforderlich, das Verständnis der Menschen für landwirtschaftliche Belange zu fördern. Einen wichtigen Beitrag hierzu leisten die Kreisstellen der Landwirtschaftskammer, die vor Ort die Anliegen der Landwirtschaft deutlich machen und vertreten.

Mit der Broschüre unterstützt die Landwirtschaftskammer die Öffentlichkeitsarbeit der Kreisstellen, denn sie enthält die wichtigsten Daten zur Landwirtschaft geordnet nach kreisfreien Städten und Kreisen. Die Datensammlung gibt interessierten Personen rasch einen Überblick über die Daten und Fakten in der Landwirtschaft.

Die Broschüre ist zu beziehen bei: Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe, Referat Unternehmensberatung, Buchführung, Organisation der Beratung, Sachverständigenwesen, Schorlemerstraße 26, 48143 Münster, Tel.: 0251-599-347 oder -343 oder über das INFO-Telefon der Kammer, Tel.: 0251-599-444.

Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Methling: Waldbewirtschaftung ökonomisch und ökologisch gestalten

Themen: Archiv — info @ 11:09

Güstrow (agrar.de) – ‚Bei der Bewirtschaftung der Wälder in Mecklenburg-Vorpommern müssen Ökonomie und Ökologie besser miteinander verbunden werden. Schutz der Wälder und forstliche Nutzung müssen keine Gegensätze sein. Eine naturschutzorientierte nachhaltige Waldnutzung, die sich wirtschaftlich rechnet und ökologischen Belangen gerecht wird, erfordert jedoch eine noch engere Zusammenarbeit zwischen Naturschutz- und Forstverwaltung‘, sagte Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling heute in Güstrow.

Auf einem von Minister Methling angeregten Kolloquium zum Thema ‚Buchenwälder und ihre Behandlung im Rahmen naturnaher Forstwirtschaft‘ spricht er sich für eine ’nachhaltige wirtschaftliche Nutzung der Buchenwälder‘ aus. Gerade die heimischen Buchenwälder zählten seit Generationen zu den natürlichen Reichtümern des Landes und seien Bestandteil des europäischen Naturerbes. Ein großer Teil der Artenvielfalt an Flora und Fauna in den Wäldern sei auf den Entwicklungszyklus in Buchenwäldern angewiesen. In diesem Zusammenhang verweist der Minister auf die Bedeutung von Buchenaltholzbeständen für den Fortbestand geschützter Tierarten. ‚Viele Waldbewohner, die heute gefährdet sind und auf der Roten Liste stehen, sind an Altholzphasen gebunden.‘

Gerade in Naturschutz- und FFH-Gebieten müssten Maßnahmen zur Erhaltung der Buchenwaldbestände getroffen werden, um eine Verschlechterung der natürlichen Lebensräume sowie Störungen von Arten zu vermeiden, führte Minister Methling aus.

An der gemeinsamen Fachtagung von Forst- und Naturschutzverwaltung nehmen namhafte Wissenschaftler aus ganz Deutschland teil.

Links zum Thema Wald und Forst, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Erzeugerpreise im August 2002 um 1,0 Prozent niedriger als im Vorjahr

Themen: Archiv — info @ 11:09

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im August 2002 um 1,0 Prozent niedriger als im August 2001. Im Juli 2002 hatte die Jahresveränderungsrate ebenfalls – 1,0 Prozent betragen. Im Vergleich zum Vormonat ist der Index im August 2002 um 0,1 % gesunken.

Die Entwicklung wurde – wie schon in den vergangenen Monaten – vor allem vom Preisrückgang bei Energie (– 5,6 Prozent gegenüber August 2001) geprägt. Dabei waren bei den einzelnen Energiearten jedoch unterschiedliche Tendenzen zu beobachten. Während sich gegenüber dem Vorjahr Kohle (– 10,0 Prozent), leichtes Heizöl (– 9,6 Prozent) und Erdgas (– 16,9 Prozent) erheblich verbilligten, stiegen die Preise für Kraftstoffe um 2,4 Prozent (darunter Benzin + 3,6 Prozent, Diesel + 0,7 Prozent), für schweres Heizöl um 4,5 Prozent, für Strom um 1,4 Prozent und für Fernwärme um 1,2 Prozent.

Ohne Energie war der Index der Erzeugerpreise im August 2002 um 0,5 Prozent höher als im Vorjahr. Dazu trugen leichte Preiserhöhungen sowohl bei Investitionsgütern (+ 1,1 Prozent) als auch bei Konsumgütern (+ 0,5 Prozent) bei.

Im August 2002 verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat unter anderem folgende Güter: Tabakerzeugnisse (+ 8,2 Prozent), Fischerzeugnisse (+ 7,0 Prozent), Rindfleisch (+ 5,2 Prozent), raffinierte Pflanzenöle (+ 4,7 Prozent), Süsswaren (+ 3,6 Prozent), Bier (+ 3,5 Prozent) sowie Frucht- und Gemüsesäfte (+ 2,7 Prozent).

Billiger als vor Jahresfrist waren im August 2002 unter anderem: Butter (– 10,4 Prozent), Schweinefleisch (– 8,0 Prozent), Gewürze (– 7,4 Prozent), Spanplatten (– 7,0 Prozent), Düngemittel und Stickstoffverbindungen (– 5,2 Prozent) sowie Käse und Quark (– 5,1 Prozent) und Röstkaffee (– 3,2 Prozent).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

Zwei Drittel der Landwirte haben CDU/CSU gewählt

Themen: Archiv — info @ 11:09

Bonn (agrar.de) – Zwei Drittel (66 Prozent) der deutschen Landwirte haben bei der Bundestagswahl am 22. September ihre Zweitstimme CDU oder CSU gegeben. Knapp ein Fünftel (19 Prozent) wählte mit der Zweitstimme die SPD. Dies meldet der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn mit Bezug auf Zahlen der Forschungsgruppe Wahlen. Der Rest der Stimmen ging an Bündnis 90/Die Grünen (3 Prozent), FDP (6 Prozent), PDS (4 Prozent) und an andere Parteien (3 Prozent).

Im Vergleich mit anderen Berufsgruppen ist der Anteil der CDU/CSU-Wähler unter Landwirten sehr hoch. Das zweithöchste Ergebnis erzielte die CDU/CSU mit 51 Prozent der Zweitstimmen bei den Selbstständigen. Die wenigsten CDU/CSU-Wähler (35 Prozent) gibt es in der Gruppe der Angestellten, die allerdings mit 42 Prozent den größten Anteil an den Wählern stellen. Die Landwirte kommen hier im Vergleich nur auf einen Wert von 2 Prozent.

Der Anteil der SPD-Wähler unter den Landwirten ist niedriger als in anderen Berufsgruppen. An zweiter Stelle liegen die Selbstständigen mit einem Anteil von 21 Prozent. Die meisten SPD-Wähler gibt es in der Berufsgruppe der Arbeiter (44 Prozent). Bündnis 90/Die Grünen schneiden bei den Arbeitern (4 Prozent) und den Landwirten am schlechtesten ab. Die meisten Wähler der Grünen gibt es in der Berufsgruppe der Beamten (14 Prozent).

Links zum Thema Politik.

Importpreise im August 2002 um 2,6 Prozent niedriger als im Vorjahr

Themen: Archiv — info @ 09:09

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, verbilligten sich die Importe von Waren im August 2002 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um 2,6 Prozent. Im Juli und im Juni 2002 hatten die Jahresveränderungsraten – 4,2 Prozent bzw. – 5,2 Prozent betragen. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im August 2002 um 2,3 Prozent unter dem Stand des Vorjahres.

Gegenüber Juli 2002 erhöhte sich der Einfuhrpreisindex um 0,6 Prozent. Binnen Monatsfrist verteuerte sich unter anderem die Einfuhr von Bananen (+ 7,3 Prozent), rohem Erdöl (+ 4,8 Prozent), Mineralölerzeugnissen (+ 4,5 Prozent), Getreide (+ 4,3 Prozent) und Rindfleisch (+ 4,0 Prozent). Dagegen wurden Zitrusfrüchte (– 4,7 Prozent) und Steinkohle (– 3,3 Prozent) billiger.

Starke Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahr gab es im August 2002 u.a. bei folgenden Importgütern: Steinkohle (– 24,5 Prozent), Rohkaffee (– 19,4 Prozent), Erdgas (– 19,1 Prozent), Zitrusfrüchte (– 18,3 Prozent), Schweinefleisch (– 16,6 Prozent), Dieselkraftstoff und leichtem Heizöl (– 11,5 Prozent), Geflügel (– 9,9 Prozent), Rohaluminium (– 9,8 Prozent), rohem Erdöl (– 7,4 Prozent), sowie Milch und Milcherzeugnissen (– 6,2 Prozent). Dagegen waren u.a. Rohkakao (+ 81,2 Prozent), Rindfleisch (+ 5,7 Prozent), Tomaten (+ 5,4 Prozent) sowie Holz- und Zellstoff (+ 4,7 Prozent) teurer als vor einem Jahr.

Der Index der Ausfuhrpreise veränderte sich im August 2002 gegenüber dem Vorjahr nicht. Im Juli und im Juni 2002 hatten die Jahresveränderungsraten – 0,5 Prozent bzw. – 0,6 Prozent betragen. Gegenüber Juli 2002 stiegen die Ausfuhrpreise geringfügig (+ 0,1 %).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

24. September 2002

Greenpeace: Hormonchemikalie belastet Lebensmittel – Behörde deckt Pestizidskandal

Themen: Archiv — info @ 16:09

Greenpeace droht mit Klage gegen Biologische Bundesanstalt

Hamburg (agrar.de) – Eine Blockade bei der Aufdeckung gefährlicher Stoffe wirft Greenpeace der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) vor. Die Behörde in Braunschweig verweigert die Auskunft, welche Pestizide durch Beimischung der Dauergifte Nonylphenol und Alkylphenolethoxylate (APEO) besonders gefährlich sind. Greenpeace hat die BBA daher heute durch einen Rechtsanwalt aufgefordert, die Namen der Pestizide zu nennen, und den Gang zum Gericht angedroht. Das Dauergift Nonylphenol wurde im April erstmals in Lebensmitteln entdeckt. Das Forschungszentrum Jülich (NRW) fand den hormonell wirksamen Stoff unter anderem in Schokolade, Wurst und Babynahrung. Tomaten und Äpfel enthielten die stärksten Belastungen. Sie wurden vermutlich mit APEO-haltigen Pestiziden gespritzt.

‚Verbraucher und Anwender müssen dringend vor diesen Dauergiften geschützt werden‘, fordert Manfred Krautter, Chemie-Experte von Greenpeace. ‚Die BBA muss mit den Namen rausrücken. Dann brauchen wir sofort ein Verbot dieser Dauergifte in allen Produkten mit Lebensmittelkontakt. Sie dürfen auch nicht so verwendet werden, dass sie in die Umwelt gelangen können.‘

Die BBA verweigert bisher die Bekanntgabe der Pestizide ‚aus Gründen der Vertraulichkeit‘ gegenüber den Herstellern. Sie hält die Daten nach Ansicht des Hamburger Rechtsanwalts Michael Günther zu Unrecht geheim. ‚Die BBA ist gesetzlich verpflichtet, diese Informationen bereit zu stellen. Sie darf sie nicht willkürlich oder mit sachfremden Erwägungen verweigern.‘

Die BBA aber will es offenbar der Pestizidindustrie überlassen, ob sie Agrargifte mit Nonylphenol weiter vermarktet oder nicht. Die Bundesanstalt teilte Greenpeace in einem Schreiben vom 16. August mit, sie würde alle Hersteller, deren Spritzmittel APEOs enthalten, auffordern, ‚ihre Mittel umzuformulieren‘. Der Industrieverband Agrar (IVA), in dem die deutschen Hersteller von Pestiziden organisiert sind, ließ Greenpeace jedoch wissen: ‚Einen unmittelbaren Handlungsbedarf für unsere Mitgliedsfirmen sehen wir derzeit nicht.‘

‚Wer der Pestizid-Industrie den Schutz der Verbraucher überlässt, macht den Bock zum Gärtner. Die BBA darf nicht die Machenschaften der Industrie decken, sie muss dafür sorgen, dass die Dauergifte aus unserer Nahrung verschwinden‘, sagt Krautter. Sogar in Muttermilch wurden deutliche Nonylphenol-Belastungen gefunden. Der Stoff kann das Hormonsystem, die Nieren und die Leber schädigen. Neue Studien zeigen, dass Nonylphenol auch die Fruchtbarkeit von Spermien mindern sowie die Entwicklung des Gehirns stören kann.

Nach Angaben der BBA sind in Deutschland derzeit 134 Pestizide mit APEOs auf dem Markt. Das BBA ließ noch in den letzten Monaten neue APEO-haltige Spritzmittel zu, die bis zum Jahr 2012 verwendet werden dürfen.

Links zum Thema %url4%Pflanzenschutz%/%.

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