27. September 2002

Bundesrat bittet Bundesregierung um konkrete Regelungen zur Haltung von Straußenvögeln

Themen: Archiv — info @ 13:09

Berlin (agrar.de) – In einer Entschließung hat der Bundesrat heute die Bundesregierung gebeten, umgehend von einer im Tierschutzgesetz enthaltenen Ermächtigung für Straußenvögel (Strauße, Emus und Nandus) Gebrauch zu machen.

Zur Begründung wird auf einen früheren Beschluss des Bundesrates verwiesen, in dem ein Verbot der Straußenhaltung gefordert worden war mit der Möglichkeit, auf Antrag Ausnahmen zuzulassen, sofern dieses dem Schutz der Tiere nicht zuwiderläuft. Der Bundesrat hält die damalige Forderung nach wie vor für berechtigt. Die tierschutzgerechte Haltung von Straußen sei unter den hier vorherrschenden Witterungsbedingungen nicht über generelle Haltungsanforderungen zu regeln, sondern Einzelfallprüfungen vorzubehalten.

Links zum Thema Strauße.

Birther: Notwendige Agrarreform nicht mit Sonderopfer für den Osten verbinden

Themen: Archiv — info @ 13:09

Berlin (agrar.de) – Die brandenburgische Landwirtschaft hat seit 1990 einen umfassenden Transformationsprozess vollzogen. Er ist um ein vielfaches erfolgreicher verlaufen als in der gewerblichen Wirtschaft. Die Brandenburger Agrarbetriebe sind im ländlichen Raum der stabilste Wirtschaftsfaktor und der wichtigste Arbeitgeber. ‚Brandenburgs Landwirte haben in den vergangenen Jahren durch deutliche Ertragssteigerungen und Kostensenkungen ihre Wettbewerbsfähigkeit gestärkt. Eine wichtige Voraussetzung dafür sind unsere effizienten Betriebsgrößen, die übrigens über Jahrhunderte gewachsen sind und nicht, wie Kommissar Fischler vor kurzem irrtümlich bemerkte, erst nach 1945‘, so Agrar- und Umweltminister Wolfgang Birthler auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Pflanzenbauwissenschaften an der Berliner Humboldt-Universität. Birthler nutzte die Tagung, um auf die aktuellen Reformvorschläge von EU-Agrarkommissar Franz Fischler einzugehen.

Der Erfolg der ostdeutschen Landwirtschaft sei auch auf die europäische Agrarpolitik zurückzuführen, so Birthler weiter. Diese musste allerdings gegen erhebliche Widerstände erkämpft werden. Insoweit ist die europäische Agrarpolitik auch stark durch ostdeutsche agrarpolitische Interessen geprägt.

Birthler: ‚Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Zwischenbewertung der Agenda 2000 ist für mich unbestreitbar, dass diese einer Weiterentwicklung bedarf. Maßgebend dafür sind die enormen Veränderungen in den Verbrauchererwartungen, bei der gesellschaftlichen Akzeptanz der Landwirtschaft und natürlich auch in der Marktsituation sowie die bevorstehende Osterweiterung der Europäischen Union und die gerade begonnenen WTO-Verhandlungen.‘

Bei der Agrarförderung müssen stärker als bisher Umwelt- und Qualitätsziele einbezogen werden. Die weitere Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen muss ein zentrales Thema der Agrarpolitik bleiben. Die zukünftigen Rahmenbedingungen muss aber auch den Bauern die Erwirtschaftung eines angemessenen Einkommens ermöglichen.

Äußerst kritisch bewertet Birthler einige Vorschläge der Europäischen Kommission zur Reform der gemeinsamen Agrarpolitik. Brandenburg lehnt eine Verknüpfung notwendiger Reformen mit einem Sonderopfer für die ostdeutsche Landwirtschaft ab.

Das Vorhaben, ab 2004 eine betriebliche Obergrenze von 300.000 Euro der Direktzahlungen für die Tier- und Pflanzenproduktion einzuführen, hätte zur Folge, dass 80 Prozent der geplanten Einsparungen im Agrarhaushalt der Europäischen Union zu Lasten der ostdeutschen Landwirte gehen. Birthler: ‚Im Hinblick auf die Finanzierung neuer Agrarumweltmaßnahmen über die Modulation bin ich der festen Überzeugung, dass die dafür eingesammelten Mittel aus der Agrarförderung in der Region verbleiben müssen, aus der sie kommen, und über ihre Verwendung nicht in Brüssel entschieden wird.

Dramatische Auswirkungen bei Wegfall Roggenintervention

Die vorgesehene Streichung der Roggenintervention zur Stützung der Marktpreise wird sich besonders in Brandenburg sehr negativ auswirken. Bei einer Annahme, dass der Erzeugerpreis nach Wegfall der Intervention für Roggen je nach Qualität auf ein Niveau unter 8 Euro sinkt, ergeben sich je Hektar Roggenanbaufläche Gewinneinbußen von 66 bis 144 Euro.

Insgesamt würden sich die Einkommensverluste bei einer Roggenanbaufläche von 250.000 Hektar im Land Brandenburg und einem durchschnittlichen Ertrag von 50 Dezitonnen je Hektar auf 20 bis 23 Mio. Euro belaufen. Zum Roggenanbau gibt es unter hiesigen Anbaubedingungen kaum eine wirtschaftliche Alternative. 10 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Brandenburg hat eine Ackerzahl von unter 25 Punkten. Ein Viertel des Ackerlandes sind grundwasserarme Sande und 63 Prozent des Ackerlandes ist trockenheitsgefährdet. Birthler: ‚Wir müssen also befürchten, dass mit dem Wegfall der Intervention eine flächendeckende Landbewirtschaftung nicht mehr geleistet werden kann.‘ Die Landwirte müssen die Chancen zu nutzen, die sich aus dem Einsatz von Roggen als nachwachsenden Rohstoff eröffnen. Neue Forschungsergebnisse und weiterentwickelte Rahmenbedingungen bieten hier neue Einkommensmöglichkeiten.

Neue gesetzliche Regelungen

Das novellierte Bundesnaturschutzgesetz, das gerade in brandenburgisches Landesrecht umgesetzt wird, enthält wesentliche Neuerungen und formuliert schärfere Regeln für den Artenschutz und die naturverträgliche Landwirtschaft. Zur Umsetzung des Gesetzes müssen die Kriterien zur Bewertung der guten fachlichen Praxis überarbeitet werden. Dies kann nur durch eine umfassende Überprüfung gegenwärtiger Konzepte der Landnutzung erreicht werden.

Eine weitere Herausforderung ist die Wasserrahmenrichtlinie der EU. Sie verpflichtet alle Mitgliedsländer, in den nächsten 15 Jahren eine gute Gewässerqualität in den Oberflächengewässern und im Grundwasser zu erreichen. Dazu sind Bewirtschaftungspläne für komplexe Flusseinzugsgebiete erforderlich.

Neben wasserwirtschaftlichen Maßnahmen und Restriktionen für die Einleitung gewässerbelastender Stoffe wird das Hauptproblem der Eintrag von Schadstoffen in Gewässern darstellen. Es wird nicht damit getan sein, die Menge von Düngemitteln und anderen Wirkstoffen flächendeckend zu reduzieren. Die Wirkungen der ausgetragenen Stoffüberschüsse einzelner Flächen auf das Grundwasser oder auf die Oberflächengewässer einer Region können äußerst unterschiedlich sein.

Links zum Thema EU und Landwirtschaft.

Zuckergarantiemengen für 2002/03 gekürzt

Themen: Archiv — info @ 11:09

Für Deutschland rund 243.000 Tonnen Zuckerquote weniger

Bonn (agrar.de) – Die Produktionsquoten für Zucker, Isoglucose und Inulinsirup in der Europäischen Union werden im laufenden Wirtschaftsjahr 2002/03 (1. Juli bis 30. Juni) um 862.474 Tonnen oder 5,7 Prozent gekürzt. Die Gesamtquote (A- und B-Quote) für 2002/03 beträgt somit rund 14,241 Millionen Tonnen Zucker einschließlich Isoglucose und Inulinsirup. Das hat der Verwaltungsausschuss Zucker am 19. September beschlossen, teilt das Bundesverbraucherministerium mit. Die entsprechende EG-Verordnung wird in Kürze im Amtsblatt der Gemeinschaft veröffentlicht.

Die zu kürzende Menge verteilt sich nach einem festen Schlüssel auf alle Mitgliedstaaten. Auf Deutschland entfallen von der EU-Kürzung bei Zucker rund 29 Prozent bzw. 243 123 Tonnen und bei Isoglucose rund 13 Prozent bzw. 2 211,8 Tonnen.

Die Quotenkürzung war erforderlich, da das nach dem WTO-Übereinkommen verfügbare Budget für Exporterstattungen nicht ausreichen wird, um die voraussichtlichen Quotenüberschüsse mit Erstattung ausführen zu können. Das bedeutet, dass Zucker, der im laufenden Wirtschaftsjahr über die verringerten Produktionsquoten hinaus erzeugt wird, als C-Zucker ohne Erstattung in Drittländer auszuführen ist.

Links zum Thema Zuckerrüben.

Getreideernte 2002 leicht nach unten korrigiert

Themen: Archiv — info @ 11:09

Brotgetreide aus inländischer Erzeugung ausreichend vorhanden

Bonn (agrar.de) – Die Ende August veröffentlichten Daten zur Getreideernte müssen nur geringfügig nach unten korrigiert werden. Das stellte der Bund-Länder-Sachverständigenausschuss für die Besondere Ernteermittlung fest. Unter Berücksichtigung der Daten, die wegen der starken Niederschläge und des Hochwassers erst später ausgewertet werden konnten, berichtigte der Ausschuss das Ergebnis der diesjährigen Getreideernte von 43,5 Millionen Tonnen auf 43,3 Millionen Tonnen, teilt das Bundesverbraucherministerium mit. Dies ist eine geringere Korrektur als zuvor erwartet worden war. Damit wird das Vorjahresniveau um 12,9 Prozent und der langjährige Durchschnitt um 4,4 Prozent unterschritten.

Der Hektarertrag liegt im Durchschnitt bei 62,3 Dezitonnen (bisher: 62,5 Dezitonnen); das sind 11,8 Prozent weniger als 2001. Das langjährige Mittel wird um 4,9 Prozent verfehlt. Die regionale Differenzierung hat sich nach der neuen Datenaufbereitung grundsätzlich nicht verändert. Überdurchschnittlich hoch ist der Ertragsrückgang in Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen; in den genannten Ländern wird das hohe Vorjahresergebnis um 15 bis 20 Prozent unterschritten. In Südwestdeutschland waren die Ertragsverhältnisse dagegen relativ günstig.

Die zugleich durchgeführten Qualitätsuntersuchungen haben ergeben, dass witterungsbedingt das hohe Vorjahresniveau im Durchschnitt nicht erreicht wird. Dennoch steht für Nahrungszwecke ausreichend Getreide aus der inländischen Erzeugung zur Verfügung. Aufgrund der großen regionalen Unterschiede sind die Verarbeiter allerdings stärker auf die überregionale Versorgung angewiesen.

Getreideernte in Deutschland

Fruchtart; Durchschnitt 1996/01; 2001; 2002 (*1) (in 1.000 t);Veränderung in % g. 1996/01; g. 2001

Weizen; 20.502; 22.838; 20.786; + 1,4; – 9,0 Roggen; 4.531; 5.132; 3.674; – 18,9; – 28,4 Gerste; 12.814; 13.495; 10.974; – 14,4; – 18,7 Hafer; 1.344; 1.151; 1.010; – 24,8; – 12,3 Triticale; 2.692; 3.419; 3.076; + 14,2; – 10,0 Körnermais 3.161; 3.505; 3.601; + 13,9; + 2,8 Getreide insgesamt; 45.271; 49.709; 43.278; – 4,4; – 12,9 (*2)

1) Vorläufig. Stand: 25. September 2002. 2) Einschließlich Menggetreide.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

Niedersachsen: Schlechte Ernte 2002 in Niedersachsen

Themen: Archiv — info @ 10:09

Hannover (agrar.de) – Die Ernte 2002 versetzt der niedersächsischen Landwirtschaft einen herben Rückschlag in ihrer Entwicklung. Angefangen mit Spargel und Kirschen rissen bisher die Negativmeldungen nicht ab. Vom Getreide wurde gegenüber dem Vorjahr 19 Prozent weniger geerntet, bei Kartoffeln werden es voraussichtlich 11 Prozent weniger werden. Und so lässt es sich fortsetzen: Raps -6 Prozent, Spargel -18 Prozent, Erdbeeren -20 Prozent, Äpfel -32 Prozent, Futtererbsen -32 Prozent, Pflaumen -55 Prozent, Süßkirschen -66 Prozent, usw. Schuld daran sind hauptsächlich die Rekordniederschläge mit dem Mehrfachen der sonst üblichen Niederschlagsmengen im September 2001 und im Februar und Juli 2002. Aber nicht nur der Ertrag hat gelitten, auch bei der Qualität der Früchte gab es durch die ständige Feuchtigkeit Probleme. Viel Getreide hat nur noch Futterwert und durch das Überangebot an Futtergetreide sind diese Preise auf neue Tiefststände gefallen. Dies hat Auswirkungen auf die Einnahmen und damit die Investitionskraft der landwirtschaftlichen Betriebe.

Es gibt nur eine Minderheit von landwirtschaftlichen Betrieben, die dieses Jahr mehr ernten. Das sind Betriebe auf erhöhten, leichten Sandböden mit Grünland, Mais und Tierhaltung. In Normaljahren wird auf den Sandböden im Sommer das Wasser immer knapp. Dieses Jahr war es stets reichlich vorhanden und sickerte auch schnell wieder ab. Die hauptsächlich auf leichten Böden angebaute, aus dem tropischen Mittel- und Südamerika stammende, Maispflanze fühlte sich während des feucht-warmen Sommers sehr wohl und wird vermutlich als einsame Ausnahme einen neue Ernterekord bringen.

Die detaillierten Ernteergebnisse finden Sie auf den Internet-Seiten des %url1Statistische Landesamtes%/%.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Niedersachsen.

Beschreibende Sortenliste 2002 für Arznei- und Gewürzpflanzen erschienen

Themen: Archiv — info @ 10:09

Bonn (agrar.de) – Die neue Ausgabe der Beschreibenden Sortenliste Arznei- und Gewürzpflanzen ist erschienen. Sie enthält die Beschreibung aller vom Bundessortenamt und vom Europäischen Sortenamt nach aktuellem Stand geschützten Sorten.

In Deutschland sind derzeit 40 Sorten von Arznei- und Gewürzpflanzen geschützt. Weitere Sorten sind nach dem europäischen Sortenschutzrecht geschützt, das für alle EU-Mitgliedstaaten gilt. Die Broschüre gibt einen Überblick über das vorhandene Sortenangebot, informiert über Sorteneigenschaften und kann als Entscheidungshilfe bei der Sortenwahl genutzt werden.

Gegenüber der ersten Ausgabe von 1996 wurde die Beschreibende Sortenliste um zahlreiche Sorten ergänzt. Hinzugekommen sind geschützte Sorten von Arnika, Basilikum, Dost, Große Brennnessel, Gynostemma, Huflattich, Johanniskraut, Kamille, Kümmel, Majoran, Mariendistel, Mutterkraut, Nachtkerze, Petersilie, Pestwurz, Ringelblume, Salbei, Schnittlauch, Zitronenmelisse und Ysop.

Insgesamt werden Sorten von 39 Arten hinsichtlich ihrer verschiedenen Qualitäts- und Ertragseigenschaften beschrieben. Darüber hinaus sind einige Merkmale aufgeführt, die wesentlich sind, um die Sorten zu unterscheiden. Allgemeine Hinweise und Abbildungen zu den Arten vervollständigen die Information.

‚Beschreibende Sortenliste Arznei- und Gewürzpflanzen 2002‘, 196 Seiten, Preis je Einzelheft 9,90 Euro (zzgl. Versandkosten; Ermäßigung bei Abnahme von mehr als 25 Exemplaren); zu beziehen bei der Deutschen Landwirtschaftsverlag GmbH, Postfach 1440, 30014 Hannover, Tel.: 0511-67806-230; Fax: 0511-67806-220; E-Mail.

Links zum Thema Kräuter und Medizinalpflanzen.

Friedrich Ostendorff: Ein Biobauer im Bundestag

Themen: Archiv — info @ 10:09

Berlin (agrar.de) – Biobauer Friedrich Ostendorff aus Bergkamen ist einer der neuen Abgeordneten im frisch gewählten Bundestag. Mit 6,7 Prozent der Erststimmen, 8 Prozent der Zweitstimmen und einem sicherer Platz acht auf der Landesliste zieht er für Bündnis 90/Die Grünen ins Parlament.

Sein Schwerpunkt ist Agrarpolitik: ‚Seit der Gründung 1981 bin ich aktives Mitglied der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), die eintritt für eine Ökologisierung der landwirtschaftlichen Erzeugung, eine sozial gerechte Bezahlung der Arbeit auf den Höfen und eine nachhaltige ländliche Entwicklung.‘

Von der von Renate Künast eingeläuteten Agrarwende erwartet Ostendorff hohe Standards des Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutzes, aber auch einen konsequenten Kampf gegen Agrarfabriken und für eine bäuerlichen Landwirtschaft.

Der Lebenslauf von Friedrich Ostendorff (geboren 1953, verheiratet, eine Tochter):

– 1968 – 1974 Landwirtschaftliche Ausbildung – 1974 Meisterprüfung – 1977 Auslandspraktikum in Japan – 1978 Hofübernahme – 1980 Mitbegründern der Grünen im Kreis Unna – 1980 Mitbegründern der AbL, sieben Jahre Landesvorsitzender – 1983 Hofumstellung auf ökologischen Landbau (Bioland) – 1988 zusätzliche Hofumstellung auf artgerechte Tierhaltung (Neuland)

Links zum Thema Politik-Akteure.

Hochkarätiges Rahmenprogramm zur EuroTier 2002

Themen: Archiv — info @ 09:09

Internationale Veranstaltungen – Foren zu den Bereichen Geflügel, Schwein, Rind und Aquakultur – Broschüre informiert

Frankfurt/Hannover (agrar.de) – An der internationalen DLG-Fachausstellung für Tierhaltung und Management EuroTier 2002 beteiligen sich mehr als 1.200 Aussteller aus 34 Ländern. Sie findet vom 12. bis 15. November 2002 auf dem Messegelände in Hannover statt. Die EuroTier 2002 wartet mit einem hochkarätigen Rahmenprogramm auf. In zahlreichen Veranstaltungen wird dies zum Ausdruck kommen.

Hierzu zählen insbesondere die drei internationalen Management Konferenzen, die bereits am 11. November 2002 im Convention Center (CC) stattfinden. Sie werden die Geflügel-, Schweine- und Milchviehhalter aus vielen europäischen Ländern anziehen. Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Große Aufmerksamkeit wird in Fachkreisen auch eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Thema ‚Perspektiven für die Tierproduktion nach der EU-Erweiterung – Kooperationen und Förderprogramme für die Beitrittsländer‘ finden, die am Mittwoch, dem 13. November 2002, im Convention Center (CC) vom DLG-Ausschuss ‚Internationale Partnerschaft‘, der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tierzüchter (ADT) und der Arbeitsgruppe Landwirtschaft des Ostausschusses der deutschen Wirtschaft gemeinsam durchgeführt wird. Die Konferenzsprachen sind Deutsch, Englisch und Russisch.

Darüber hinaus werden EuroTier-Foren für die Bereiche Geflügel, Rind, Schwein und Aquakultur eingerichtet, in denen aktuelle Themen von Fachleuten angesprochen und mit den Teilnehmern diskutiert werden.

Das vollständige Rahmenprogramm ist in einer Informationsbroschüre über die EuroTier 2002 enthalten. Interessenten erhalten die Broschüre ab sofort bei der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), Eschborner Landstr. 122, 60489 Frankfurt am Main, Tel.: 069-24788-265, Fax: 069-24788-113 oder E-mail. Informationen über das EuroTier 2002-Rahmenprogramm sind auch im Internet erhältlich.

Schleswig-Holstein: Sehr niedrige Erträge bei Getreide und Raps

Themen: Archiv — info @ 09:09

Kiel (agrar.de) – Nach den endgültigen Ertragsfeststellungen des Statistischen Landesamtes wurden im Jahre 2002 in Schleswig-Holstein auf einer um 2 Prozent auf 323.000 ha eingeschränkten Anbaufläche 2,4 Mill. t Getreide geerntet, das sind gut 500.000 t oder 18 Prozent weniger als im Vorjahr. Davon entfielen allein 1,7 Mill. t oder 71 Prozent auf den Winterweizen, die ertragsstärkste und mit 212.000 ha die am häufigsten angebaute Getreideart.

Der Getreideertrag betrug im Landesmittel 75 Dezitonnen je Hektar (dt/ha) und war um 16 Prozent niedriger als im Jahre 2001. Beim Winterweizen wurde mit 82 dt/ha weder der Rekordertrag des Vorjahres (98 dt) noch der mehrjährige Durchschnitt (91 dt) erreicht. Auch bei der Wintergerste (74 dt/ha), der Triticale (67 dt/ha), dem Roggen (65 dt/ha), dem Sommerweizen (59 dt/ha), der Sommergerste (44 dt/ha) und dem Hafer (50 dt/ha) erfüllten sich die Ertragserwartungen nicht.

Regional wurden bei den Winter- und Sommergetreidearten – mit Ausnahme von Sommerweizen (Marsch) – im Hügelland die höchsten Hektarerträge erzielt.

Beim Winterraps waren die Ertragsunterschiede zwischen den Naturräumen erheblich geringer. Im Landesdurchschnitt wurden 32 dt je Hektar (Vorjahr 41 dt/ha) geerntet. Bei einer auf 104 000 ha ausgeweiteten Anbaufläche beträgt die Ölfruchternte 333.000 t, das sind 9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Schleswig-Holstein.

Sachsen: Getreideernte abgeschlossen

Themen: Archiv — info @ 09:09

Regen und Hochwasser reduzieren Ernteergebnis

Dresden (agrar.de) – Die Getreideernte auf Sachsens Feldern ist abgeschlossen. Der durchschnittliche Ertrag liegt bei 55 Dezitonnen pro Hektar (ha). Das sind rund 17 Prozent weniger als im Rekordjahr 2001 (66 dt/ha). Insgesamt wurden von der 401.410 ha großen Ackerfläche 2,2 Mio Tonnen Getreide geerntet. Vergleicht man die Ernte mit den Ergebnissen der letzten Jahre, so liegt sie fünf Prozent unter dem achtjährigen Mittel. Verantwortlich für die geringeren Erträge sind das extrem niederschlagsreiche Wetter im Juli sowie die Schäden, die den Landwirten durch das Hochwasser entstanden sind.

Totalschäden gab es auf einer Fläche von 15.500 ha. Allein beim Winterweizen konnte von rund 8.000 ha nichts mehr geerntet werden. Von den Witterungskapriolen besonders betroffen sind die Landwirte im Muldentalkreis sowie in den Landkreisen Torgau-Oschatz und Delitzsch.

Die Auszahlung der Soforthilfen an geschädigte Landwirtschaftsbetriebe ist in vollem Gange. Etwa acht Mio EUR wurden bereits überwiesen. Die Ämter für Landwirtschaft haben bisher 783 Anträge mit einem Volumen von 2,25 Mio Euro im Rahmen des landeseigenen Hilfsprogrammes (läuft am 30.09. aus) bewilligt. Für das Bund-Länder-Programm, wonach bis zu 50 Prozent des Schadens bezuschusst werden, sind 263 Anträge mit einem Volumen von 6,4 Mio Euro bearbeitet worden. Für 13 in ihrer Existenz gefährdeten Betriebe wurden nach einem weiteren Soforthilfsprogramm rund 300.000 Euro bewilligt und bereits vollständig ausgezahlt.

Derzeit läuft in Sachsen die Kartoffel- und Apfelernte auf Hochtouren. Rund die Hälfte der 8.273 ha großen Karoffel-Anbaufläche ist bereits abgeerntet. Auch hier gab es auf Grund des Wassers Totalausfälle auf 400 ha. Die sächsischen Obstbauern erwarten mit etwa 90.000 Tonnen eine gute Apfelernte (Vorjahr: 91.000 t). Nach Aussage des Landesverbandes Obst sei die Qualität in diesem Jahr sehr gut. Insgesamt werden in Sachsen gewerblich von 3.000 Hektar rund 80 verschiedene Apfelsorten geerntet.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen.

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