Stächele: Produktion und Vermarktung des heimischen Obstes ist Wirtschaftsfaktor
Ministerbesuch beim Obstgroßmarkt Mittelbaden (OGM)
Oberkirch (agrar.de) – ‘Das heimische Obst ist am sichersten, gesündesten und hat wirtschaftlich wertvolle Bedeutung. Erzeuger und Vermarkter haben die volle Unterstützung der Landesregierung, wenn es darum geht, die heimischen Qualitätsprodukte an den Markt zu bringen.’ Dies erklärte der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Willi Stächele, heute in Oberkirch (Ortenaukreis) anlässlich eines Besuchs des Obstgroßmarkt Mittelbaden (OGM). ‘Der Verzehr heimischen Obstes nützt nicht nur dem Konsumenten. Es wird auch die Bewirtschaftung und Erhaltung unserer Kulturlandschaft gestützt und damit der Tourismus und die Wirtschaftskraft in Ländlichen Gebieten gestärkt,’ sagte Stächele.
Um das Qualitätsstreben der Erzeuger und die Vermarktung zu unterstützen, habe die Landesregierung das ‘Herkunfts- und Qualitätszeichen für Agrarprodukte aus Baden-Württemberg (HQZ)’ weiterentwickelt. ‘Dort wo unser Zeichen drauf ist, sind auch mehr Qualität und Sicherheit drin’, erklärte Minister Stächele. ‘Unsere Kontrollmechanismen greifen. Verstöße werden entsprechend geahndet, damit die vorbildlich produzierenden Erzeuger für ihre Bemühungen belohnt werden’, sagte Stächele.
In diesem Jahr stehe die vom Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum initiierte und geförderte Landesinitiative ‘Blickpunkt Ernährung’ unter dem Schwerpunktthema ‘Stein- und Kernobst’. Landesweit werden dazu über 400 Veranstaltungen zur Unformation und Aufklärung der Verbraucher durchgeführt.
‘Wir dürfen auch die Erzeuger nicht im Stich lassen’, erklärte Minister Willi Stächele im Blick auf die erschwerten Wettbewerbsbedingungen beim Obstbau. Allein die Frage des wirkungsvollen Pflanzenschutzes bedürfe weiterer Initiativen aus Deutschland auf EU-Ebene. Minister Willi Stächele: ‘Deutschen Produzenten ist kaum plausibel zu machen, warum bei uns bestimmte Mittel nicht zulässig sind, aber in anderen EU-Mitgliedsländern verwandt und so produziertes Obst nach Deutschland importiert werden dürfen. Notwendig ist ein EU-einheitliches, aber hohes Schutzniveau.’
Die Selbstversorgung mit Obst sei in Deutschland mit rund 30 Prozent relativ niedrig, was zwangsweise eine hohe Importquote bedeute. Etwa drei Viertel des in Deutschland erzeugten Obstes nehmen Äpfel ein, wovon wiederum knapp 50 Prozent aus Baden-Württemberg kämen, so Stächele. Der Erwerbsobstbau produziere in Baden-Württemberg auf insgesamt 20.700 Hektar etwa je 40 Prozent der deutschen Birnen und Pflaumen. ‘Daran ist zu ermessen, dass der heimische Obstbau auch eine hohe wirtschaftliche Bedeutung hat’, betonte Minister Stächele.
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