19. September 2002

Sachsen: Auszahlung der Hilfen für Landwirtschaft läuft auf Hochtouren

Themen: Archiv — info @ 10:09

Flath: Landwirte sollten Anträge unverzüglich stellen

Dresden (agrar.de) – Die Auszahlung der Soforthilfen für hochwassergeschädigte Landwirtschaftsbetriebe läuft auf Hochtouren. Etwa 700 Anträge wurden bisher bei den Ämtern für Landwirtschaft gestellt. Aus dem Soforthilfeprogramm des Landes (2.000 Euro bei mindestens 5.000 Euro Schaden bzw. pro Hektar geschädigter Fläche 50 Euro oder pro Arbeitskraft 500 Euro) wurden zwei Mio Euro bewilligt und zum größten Teil schon ausgezahlt. Dieses Programm läuft noch bis zum 30. September.

Für das Bund-Länderprogramm, wonach bis zu 50 Prozent des Schadens bezuschusst werden können, liegen rund 200 Anträge mit einem Schadensumfang von 18 Mio. Euro vor. Mit der Auszahlung der Gelder wurde auch hier begonnen.

Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath bittet die landwirtschaftlichen Unternehmen, ihre Anträge auf Soforthilfen unverzüglich bei den Ämtern für Landwirtschaft einzureichen. Auch wenn die Herbstbestellung derzeit die Arbeitskräfte bindet, sollten die Formulare umgehend bei den Ämtern für Landwirtschaft abgegeben werden, um eine reibungslose Auszahlung zu gewährleisten. Durch Hochwasser sind in Sachsen etwa 1.400 landwirtschaftliche Unternehmen betroffen.

Links zum Thema Hochwasser, Links zum Bundesland Sachsen.

Broschüre zu „Regionen Aktiv“ veröffentlicht

Themen: Archiv — info @ 09:09

18 Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung ländlicher Gebiete

Berlin (agrar.de) – Das Bundesverbraucherministerium hat eine Dokumentation zu den Gewinnern des Bundeswettbewerbs ‚Regionen Aktiv – Land gestaltet Zukunft‚ herausgegeben. Auf 50 Seiten werden die zukunftsweisenden Strategien der 18 Modellregionen präsentiert.

Die Broschüre ist wie folgt gegliedert:

– Kurzfassung der Ziele und Hintergründe des Wettbewerbs; – Chronologie der zurückliegenden Ereignisse; – Darstellung der Gewinnerregionen mit ihren Entwicklungszielen und Umsetzungsstrategien. – Übersichtskarten, graphische Darstellungen und Photos veranschaulichen die Erläuterungen.

Ziel des Wettbewerbs ‚Regionen Aktiv – Land gestaltet Zukunft‘ ist es, die Regionen als Motor der Veränderungen im ländlichen Raum zu aktivieren und zu unterstützen. Durch die Veröffentlichung der Broschüre soll allen Akteuren in den ländlichen Regionen Deutschlands ein Fundus an Anregungen und Ideen geboten werden, wie durch partnerschaftliche Zusammenarbeit vor Ort neue Impulse geschaffen werden können.

Die Broschüre kann als PDF-Datei aus dem Internet geladen oder per Post unter der folgenden Adresse bezogen werden: nova-Institut, Goldenbergstr. 2, 50354 Hürth, Tel.: 02233-943682, Fax: 02233-943683, E-Mail.

Links zum Thema %url3%Landentwicklung%/%.

Landtechnik-Industrie zufrieden mit ersten Halbjahr 2002

Themen: Archiv — info @ 09:09

Frankfurt (agrar.de) – Im ersten Halbjahr 2002 steigerte die Landtechnik-Industrie ihren Umsatz aus deutscher Produktion um 18 %. Zur starken Erholung des Inlandsgeschäftes kam ein anhaltend hoher Export-Zuwachs hinzu. Damit wird die Branche nach Angaben des VDMA Fachverband Landtechnik nach zwei Jahren mit schwachem Konjunkturverlauf in diesem Jahr kräftig wachsen, wenngleich sich der Umsatzzuwachs gegen Jahresende noch abschwächen wird.

Nach dem Rückgang des deutschen Marktes um 17 Prozent im ersten Halbjahr 2001, der durch die Tierseuchen BSE und MKS bedingt war, erholte sich dieser wieder deutlich mit einem Plus von 23 Prozent auf 801 Mio. Euro. Auf Landmaschinen entfielen mit 489 Mio. Euro 61 Prozent des Umsatzes. Die Steigerung zum Vorjahr betrug 26 Prozent. Die Traktorenumsätze in Deutschland stiegen um 20 Prozent auf 308 Mio. Euro, während die Traktoren-Zulassungen zur Jahreshälfte um 12 Prozent auf 14.486 Stück stiegen. Der Auslandsumsatz der deutschen Hersteller konnte noch einmal um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1.548 Mio. Euro gesteigert werden. Die Exportquote beträgt 66 Prozent. Der westeuropäische Markt bestätigt derzeit seine Rolle als Hauptabnehmer deutscher Landtechnik mit gestiegenen Umsätzen besonders in Großbritannien und in den skandinavischen Ländern.

Im weiteren Jahresverlauf ist bedingt durch das hohe Vergleichsniveau des Vorjahres mit deutlich niedrigeren Zuwachsraten zu rechnen. Insgesamt könnte sich jedoch ein Umsatzwachstum aus deutscher Produktion von leicht über 10 Prozent für das Gesamtjahr 2002 ergeben.

Links zum Thema Landtechnik.

18. September 2002

Schleswig-Holstein: Förderungsprogramm „Markt- und standortangepasste Landbewirtschaftung“ (MSL) neu aufgelegt

Themen: Archiv — info @ 15:09

Kiel (agrar.de) – Im Zuge der Reform der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik wird das Ziel verfolgt, Landwirten bei der freiwilligen Umstellung von Produktionsverfahren, die den erhöhten Belangen des Schutzes der Umwelt und der Erhaltung des natürlichen Lebensraumes dienen, einen finanziellen Ausgleich zu gewähren bzw. bei schon eingeleiteten Maßnahmen deren Fortbestehen zu sichern. Die Verpflichtungen für die Praxis gehen über die Maßgaben der guten landwirtschaftlichen Praxis hinaus.

Ziel der gemeinschaftlichen Beihilferegelung nach der Verordnung (EG) 1257/99 vom 17.05.1999 ist es unter anderem, den Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln deutlich einzuschränken, die Anwendung von biologischen Anbauverfahren zu fördern und die Umwelt durch eine Begrenzung des Viehbestandes je Weideeinheit zu entlasten. Gleichzeitig soll das Maßnahmenpaket zum Gleichgewicht auf den Märkten beitragen und die entstehenden Einkommensverluste ausgleichen. Weiterhin wird die Einführung oder Beibehaltung solcher Agrarumweltmaßnahmen durch eine Anreizkomponente honoriert.

Zuwendungen für extensive Produktionsverfahren wurden und werden zukünftig auf der Grundlage der Richtlinien für die Förderung einer markt- und standortangepassten Landbewirtschaftung (MSL, Kurzbeschreibung des Programms, Richtlinie) als Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes‘ mit erheblicher Unterstützung von EU-Geldern gewährt.

Wesentliche Änderungen

Die Änderungen im Vergleich zu den Vorjahren lassen sich wie folgt zusammenfassen:

– Die bisher angebotenen aber von der Praxis nicht genutzten Möglichkeiten ‚Förderung extensiver Produktionsverfahren bei Dauerkulturen‘ und ‚Förderung mehrjähriger Flächenstilllegung‘ sind gestrichen. – Die Bestimmungen für hinzukommende Flächen während des Verpflichtungszeitraumes wurden wesentlich verändert. Zukünftig gibt es keine Obergrenzen in der Größe für hinzukommende Flächen. – Für die Umstellung auf den ökologischen Landbau sind die Prämiensätze gegenüber dem Vorjahr deutlich angehoben worden.

Die Programmschwerpunkte dieser Richtlinie liegen wie bisher in der Unterstützung extensiver Produktionsverfahren auf dem Dauergrünland und im ökologischen Landbau.

Wichtig ist es, die gegebene Antragsfrist zu beachten. Für das Jahr 2002 bleibt es bei den bereits bekannten Antragsfristen:

Die Antragsfrist endet am 30. September 2002 (Ausschlussfrist) für Neuanträge. Ansprechpartner sind die jeweils zuständigen Ämter für ländliche Räume, wo Sie die Antragsformulare erhalten. Für Landwirte, die bereits länger an der MSL-Förderung teilnehmen, muss der Antrag auf Auszahlung in diesem Jahr letztmalig zum 31. Oktober 2002 beim zuständigen Amt für ländliche Räume gestellt werden. Ab dem Jahr 2003 sind alle Anträge zur MSL, dies gilt für Neuanträge und Anträge auf Auszahlung, zukünftig zeitgleich mit dem Grundantrag, d.h. bis zum 15. Mai eines jeden Jahres einzureichen.

Öko-Info – Erstinformation zur Umstellung auf den Ökolandbau

Links zum Thema %url4%Bio-Landbau%/%, Links zum Thema %url5%Förderung%/%.

Richtige Ernährung fängt bei gesunden Produkten an

Themen: Archiv — info @ 14:09

Achte Fachtagung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

Neubrandenburg (agrar.de) – Heute findet in Neubrandenburg die achte Ernährungsfachtagung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) statt. Schirmherr ist Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus, der in seinem Grußwort an die Teilnehmer die Bedeutung einer gesunden Ernährung hervorhebt.

‚Dass unsere Gesellschaft heutzutage ein Problem mit der Gesundheit hat, sieht man allein daran, dass etwa jeder zweite Erwachsene in Deutschland übergewichtig ist. Das wiederum hat fatale Folgen. Wer zuviel auf die Waage bringt, schadet nicht nur seiner Gesundheit, die Kosten, die durch die Behandlung der Folgeerkrankungen allein durch Übergewicht entstehen, belaufen sich in Deutschland auf etwa 15 Millarden Euro. Diese Zahl verdeutlicht, warum wir uns dem Thema Ernährung mit großem Engagement widmen müssen‘, betont der Minister.

Das Ernährungsverhalten hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Es wird mehr Fleisch gegessen und der Griff nach Fertigprodukten, sogenannten ‚Convenience-Produkten‘ nimmt zu. Diese Produkte sind nicht nur aufwendig verpackt und haben weite Transporte hinter sich, sondern enthalten auch Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker, künstliche Aromen und Konservierungsstoffe. Trotz dieses Verhaltens geben die Verbraucher seit Jahren zunehmend weniger für ihre Lebensmittel aus, betrug der durchschnittliche Anteil 1950 noch 44 Prozent des Einkommens sind es heute nur noch 12 Prozent.

Das richtige Ernährungsverhalten ist eine Seite, auf der anderen stehen qualitativ hochwertige und gesunde Lebensmittel. ‚Ich bin davon überzeugt, dass die Land- und Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern einen enorm wichtigen Beitrag für eine gesunde Ernährung leistet. Unsere ausgezeichneten natürlichen Voraussetzungen wie saubere Luft, sauberes Wasser und gesunde Böden sind eine Grundvoraussetzung für agrarwirtschaftliche Qualitätsprodukte. Dazu kommen modernste Lebensmitteltechnologie in den Verarbeitungsbetrieben und eine Strategie zur Entwicklung einer Gläsernen Produktion, die deutschlandweit hoch anerkannt ist‘, betont der Minister. ‚Darüber hinaus setzen wir auf Regionalität nach dem Motto: ‚Produkte aus der Region für die Region‘.

Mit dem Hotel- und Gaststättenverband, mit Erzeugern und Verarbeitern für regionale Gerichte wurde eine ‚Regionaloffensive‘ gestartet, die einheimische gesunde Produkte bekannt machen soll.

Links zum Thema Lebensmittel.

NRW: Karten der hochwassergefährdeten Gebiete jetzt im Internet

Themen: Archiv — info @ 14:09

Daten sind wichtige Grundlage des vorbeugenden Hochwasserschutzes

Düsseldorf (agrar.de) – Das Landesumweltamt hat die hochwassergefährdeten Gebiete Nordrhein-Westfalens in den letzten Monaten in einem digitalen Kartenwerk erfasst, das Bürgerinnen und Bürger nun im Internet einsehen und herunterladen können. Sie sind die Grundlage des vorsorgenden Hochwasserschutzes in NRW und Entscheidungsgrundlage für die Raumordnung, Gebietsentwicklungsplanung und Bauleitplanung. Planungsbehörden verwenden sie, um die vorhandenen Überschwemmungsgebiete der Gewässer zu erhalten und eine weitere Nutzung der Flächen durch die Siedlungsentwicklung zu vermeiden. So helfen die Karten beispielsweise bei der Neuausweisung von Baugebieten, durch eine geeignete Standortwahl oder Vorgaben für eine hochwassergerechte Bauweise mögliche Schäden zu minimieren.

Umweltministerin Bärbel Höhn: ‚Die Staatlichen Umweltämter und die Wasserverbände haben in den vergangenen Jahren für etwa 100 größere Gewässer in NRW die Gebiete für ein Hochwasser ermittelt, das ‚einmal in hundert Jahren‘ auftritt. Für den Rhein wurden ergänzend auch die potentiellen Überflutungsgebiete hinter den Deichen ausgewiesen. Zusätzlich stellen die Karten die historischen Überschwemmungsgebiete für über 300 mittelgroße und kleinere Gewässer dar und geben damit wichtige Informationen zu wiedergewinnbaren Rückhalteräumen und zu Gebieten, die bei einem Extremhochwasser betroffen sein könnten. Mit diesen digitalen Karten können sich Bürgerinnen und Bürger schnell über die Planungsgrundlagen informieren.‘

Links zum Thema Hochwasser, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

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RLV: Umstellung sorgfältig planen

Themen: Archiv — info @ 13:09

Bonn (agrar.de) – Im Jahr 2001 wirtschafteten in Nordrhein-Westfalen 1.031 landwirtschaftliche Betriebe auf 38.656 ha nach Richtlinien des ökologischen Landbaus. Das sind nach Angaben des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) in Bonn rund 3,3 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe zwischen Rhein und Weser, die 2,6 Prozent der Landwirtschaftsfläche des Landes bewirtschaften. Im Bundesgebiet produzieren 14.702 Betriebe mit 634.998 ha auf Basisalternative Wirtschaftsweise. Diese Betriebe verzichten auf chemische Düngung und Pflanzenschutzmitteln und produzieren nach den Richtlinien der Europäischen Öko-Verordnung.

Landwirte, die ihre Betriebe von der konventionellen auf die ökologische Wirtschaftsweise umstellen wollen, sollten nach Ansicht des RLV sorgfältig planen und abwägen. Allein mit dem Verzicht auf Chemie und den Antrag auf Fördermittel für Extensivierung sei es nicht getan. Vor allem Auswirkungen auf Betriebsorganisation und Vermarktung seien zu berücksichtigen. Nach Angaben des RLV setzen die Landwirtschaftskammern Rheinland und Westfalen-Lippe eigens ausgebildete Berater in Betrieben des ökologischen Landbaus ein. Darüber hinaus gibt es seit Herbst 1996 in Haus Riswick in Kleve eine Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung ökologischer Landbau. Darüber hinaus beraten auch die meisten Ökoverbände, wie Bioland, Demeter und Naturland, umstellungswillige Landwirte.

Links zum Thema Bio-Landbau.

Inflationsrate der Eurozone auf 2,1 Prozent gestiegen – Anstieg in der EU15 auf 1,9 Prozent

Themen: Archiv — info @ 13:09

Luxemburg – Die jährliche Inflationsrate der Eurozone ist von 1,9 Prozent im Juli auf 2,1 Prozent im August1 2002 gestiegen. Dies berichtet Eurostat, das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften in Luxemburg. Ein Jahr zuvor hatte die Rate bei 2,4 Prozent gelegen.

Die jährliche Inflationsrate der EU15 stieg von 1,8 Prozent im Juli auf 1,9 Prozent im August 2002. Ein Jahr zuvor betrug die Rate 2,4 Prozent. Im EWR lag die Inflationsrate im August 2002 ebenfalls bei 1,9 Prozent.

Preisentwicklung in den Mitgliedstaaten:

Die höchsten Teuerungsraten gegenüber dem Vorjahr verzeichneten im August Irland (4,5 Prozent), Portugal (3,9 Prozent) sowie Griechenland und die Niederlande (jeweils 3,8 Prozent). Dagegen verbuchten Deutschland und das Vereinigte Königreich (jeweils 1,0 Prozent) sowie Belgien (1,3 Prozent) die niedrigsten Raten.

Im Vergleich zum Vormonat Juli stieg die jährliche Inflationsrate in zehn Mitgliedstaaten, sank in dreien und blieb in zwei weiteren unverändert. Die größten relativen Rückgänge gegenüber dem Vorjahresmonat August 2001 verzeichneten Deutschland (von 2,6 Prozent auf 1,0 Prozent), Belgien (von 2,5 Prozent auf 1,3 Prozent) und Schweden (von 3,0 Prozent auf 1,7 Prozent); die einzigen relativen Anstiege verbuchten Spanien (von 2,1 Prozent auf 3,7 Prozent), Italien (von 2,0 Prozent auf 2,6 Prozent) und Irland (von 3,7 Prozent auf 4,5 Prozent).

Die niedrigsten Durchschnitte über zwölf Monate bis einschließlich August 2002 wurden im Vereinigten Königreich (1,2 Prozent) sowie in Deutschland (1,5 Prozent) und Luxemburg (1,7 Prozent) verzeichnet; dagegen hatten Irland (4,5 Prozent), die Niederlande (4,4 Prozent), und Griechenland (3,8 Prozent) die höchsten.

Links zum Thema Wirtschaft.

Pestizid-Müllbestände in Afrika höher als erwartet

Themen: Archiv — info @ 12:09

Rom (agrar.de) – Die Menge an gefährlichen Pestizid-Abfällen, die in afrikanischen Staaten lagern ist weit höher als bislang eingeschätzt. Das berichtet heute die Food and Agriculture Organization (FAO).

‚Jedes afrikanische Land hat Restbestände von Pestiziden und damit in Verbindung stehende Abfälle wie stark verunreinigte Böden und Millionen von Containern. Die FAO schätzt die Giftmüll-Menge allein in Afrika auf etwa 120.000 Tonnen, weltweit sind es über 500.000 Tonnen‘ sagte Alemayehu Wodageneh, der FAO-Fachmann für Pestizid-Müll auf einem Expertentreffen in Rom. Bislang hatte die FAO die Menge an Pestizid-Müll in Afrika auf etwa 50.000 Tonnen geschätzt. Bei etwa 30 Prozent des Mülls soll es sich um ‚persistent organic pollutants‘ (POPs) handeln.

‚Diese Pestizide sind eine ernsthafte Bedrohung für die Stadt- und Landbevölkerung dieser Länder, besonders für die armen Bevölkerungsschichten. Sie gefährden fruchtbare Böden und das Grundwasser‘ so Wodageneh.

Trotz internationaler Vereinbarungen wurden in den letzten zehn Jahren weniger als fünf Prozent der Pestizidreste entsorgt. Aufgrund mangelnder fachlicher und finanzieller Ausstattung in den Entwicklungsländern findet die Lagerung unter teilweise sehr bedenklichen Umständen statt. Der Rücktransport und die Entsorgung in die Erzeugerstaaten ist mit Kosten von bis zu 3.500 Euro pro Tonne verbunden.

Links zum Thema Pflanzenschutz.

Eier aus Alternativhaltung weniger gefragt

Themen: Archiv — info @ 11:09

Absatzpotenzial weitgehend ausgeschöpft

Münster (agrar.de) – Die Verkäufe von alternativ erzeugten Eiern haben ihr Absatzpotenzial anscheinend weitgehend ausgeschöpft. Das zeigt nach Mitteilung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) ein Haushaltspanel, das die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) erstellt hat.

Danach sind die Eierkäufe im Segment ‚Verpackt mit Zusatzbezeichnungen‘, in dem das Angebot aus alternativen Haltungsformen die Hauptgruppe bildet, von Januar bis Juni 2002 gegenüber dem Vorjahr um 9,3 Prozent auf 838 Mio. Stück gesunken. Hingegen konnte sich verpackte Standardware am Markt in etwa behaupten. Allerdings verringerten sich die gesamten Eierkäufe der privaten Haushalte in der ersten Hälfte 2002 verglichen mit dem Vorjahr um 6,8 Prozent auf 4,49 Mrd. Stück.

Am stärksten verringerte sich der Absatz von Eiern aus Bodenhaltung mit 13 Prozent. Bei Eiern aus Freilandhaltung, dem größten Einzelblock im Marktsegment ‚Verpackt mit Zusatzbezeichnungen‘, gingen die Käufe im Berichtszeitraum um 7,7 Prozent zurück. Der Absatz von Eiern aus ökologischer Erzeugung konnte sich im Jahresvergleich behaupten. Deutsche Haushalte kaufen zudem zunehmend preisgünstige Eier: Als einzige Einkaufsstätte konnte Aldi bei verpackten Eiern aus alternativen Haltungsverfahren zulegen, und zwar um gut vier Prozent.

Der Blick auf die Einkaufsstätten deckt laut Panel die Diskrepanz zwischen angeblichem und tatsächlichem Verbraucherverhalten auf. Der preisgünstige Einkauf rangiert in der Verbraucherpräferenz offenbar weit vorne, denn lediglich bei den Discountern wurden 2002 mehr Eier gekauft als im Jahr zuvor. War der 1999 zu registrierende starke Zuwachs bei den Alternativ-Eiern bereits vornehmlich durch die Aufnahme dieses Segments in den Aldi-Warenkorb begründet, so konnte Aldi auch im 1. Halbjahr 2002 als einzige Einkaufsstätte bei Alternativ-Ware zulegen. Discounter ohne Aldi verkauften insgesamt 2,9 Prozent mehr Eier. Sie legten bei Standardware um 6,6 Prozent zu und büßten bei Alternativ-Ware 6,0 Prozent ein. Verbrauchermärkte und traditioneller Lebensmitteleinzelhandel verkauften insgesamt deutlich weniger. Sie konnten sich bei Standardware in etwa behaupten, büßten aber bei Alternativ-Ware extrem ein (minus 15,7 bzw. 23,5 Prozent).

Links zum Thema Markt-Info.

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