30. September 2002

BUND: Umweltprobleme lösen, nicht zerreden

Themen: Archiv — info @ 16:09

Öko-Checkliste für Koalitionsverhandlungen vorgelegt

Berlin (agrar.de) – Anlässlich des Starts der rot-grünen Koalitionsverhandlungen hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Verhandlungspartner aufgefordert, gemeinsam nach tragfähigen Lösungen für die drängenden Umweltprobleme zu suchen. Der rhetorische Schlagabtausch über die Ökosteuer in den letzten Tagen sei dabei wenig hilfreich gewesen. Um den Verhandlungsprozess zu fördern, hat der BUND den Spitzen beider Parteien und den Verhandlungsführern der Koalitionsrunde eine detaillierte Umwelt-Checkliste vorgelegt. Darin benennt der Umweltverband wichtige Ziele in den Bereichen Landwirtschaft, Naturschutz, Verkehr, Energie und Finanzen. Dazu gehören u.a. eine Senkung der Mehrwertsteuer für Bahntickets, die Weiterführung der Ökosteuer, eine Garantie für gentechnikfreie Lebensmittel und die Reduzierung der Klimagase.

Dr. Angelika Zahrnt, BUND-Vorsitzende: ‚Der Koalitionsvertrag wird ein erster Prüfstein für die Umweltpolitik der neuen Regierung. Nicht zuletzt haben Umweltthemen den Wahlkampf mit bestimmt und die Wahl mit entschieden. Auch Bundeskanzler Schröder hat von der notwendigen Versöhnung von Ökonomie und Ökologie gesprochen. Das muss sich im neuen Regierungsprogramm deutlich wiederfinden. Beispielsweise muss die Bundesregierung mehr Flächen für den Naturschutz sichern.‘

Mit einer plakatwandgroßen Öko-Checkliste vor den jeweiligen Verhandlungsorten wird der BUND die Koalitionsrunden begleiten. Unter der Überschrift ‚Ist Öko drin wo Öko drauf steht?‘ sind auf der Tafel die wichtigsten ökologischen Ziele für die nächste Legislaturperiode aufgeführt. Der BUND will kontinuierlich prüfen, ob sich die umweltpolitischen Ankündigungen von Grünen und SPD am Ende auch im Koalitionsvertrag wiederfinden.

Links zum Thema Verbände.

Internationale Vertragsstaatenkonferenz zum Chemikalienhandel

Themen: Archiv — info @ 14:09

Bonn (agrar.de) – Die Pflanzenschutzindustrie unterstützt die Rotterdamer Konvention zum Informationsaustausch über den weltweiten Handel mit Chemikalien und beteiligt sich aktiv an der 9. Internationalen Vertragsstaatenkonferenz dazu vom 30.09 bis 04.10. in Bonn.

Die im Industrieverband Agrar zusammengeschlossenen Hersteller von Pflanzenschutzmitteln haben sich bereits dem 1989 ins Leben gerufenen freiwilligen PIC-Verfahren (Prior Informed Consent) unterworfen. Sie verpflichten sich darin, bestimmte Chemikalien nur in Länder zu exportieren, die zuvor dem Import zugestimmt haben.

Derzeit stehen auf der so genannten PIC-Liste unter anderem 22 Pflanzenschutzmittel. Sie sind in einzelnen Ländern entweder verboten oder in ihrer Anwendung beschränkt. In anderen Staaten, mit anderen Klimaverhältnissen und anderem Kulturpflanzenspektrum, sind diese Mittel zugelassen und zur Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten unverzichtbar. Das PIC-Verfahren ermöglicht allen Ländern, sich über die Hintergründe von Verboten und Beschränkungen zu informieren und auf dieser Basis ihre Importentscheidung zu treffen. Das Rotterdamer Übereinkommen wird das PIC-Verfahren völkerrechtlich verbindlich regeln, sobald eine ausreichende Anzahl von Ländern die Konvention ratifiziert hat.

Mit einiger Sorge sieht die Pflanzenschutzindustrie, dass die Kriterien für die Aufnahme von Chemikalien in die PIC-Liste aufgeweicht werden könnten. Sie plädiert dafür, dass ein Stoff nur auf die Liste gesetzt werden darf, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse der Anlass für Verbote oder Anwendungsbeschränkungen waren.

Wenn Länder bestimmte Chemikalien selbst nicht anwenden, sollten sie diese auch nicht für die PIC-Liste benennen können, da ihnen eigene Daten dazu nicht vorliegen. Außerdem sollten Pflanzenschutzmittel, die nur in einem einzelnen Land zugelassen sind, nicht auf die Liste kommen, da sie keine internationale Relevanz besitzen. ‚Sonst wird das System überfrachtet und das eigentliche Schutzziel verfehlt,‘ befürchtet Mike Morelli, der die Pflanzenschutzindustrie auf der Vertragsstaatenkonferenz vertritt. ‚Bedeutung und Glaubwürdigkeit des PIC-Verfahrens gingen verloren.‘

Die Hersteller von Pflanzenschutzmitteln weisen nachdrücklich darauf hin, dass das PIC-Verfahren eigene Pflanzenschutzgesetze der Länder nicht ersetzen kann. Sie sind bereit, Entwicklungsländer bei der Etablierung von Zulassungsverfahren und beim Aufbau entsprechender Behörden zu beraten.

Links zum Thema Pflanzenschutz.

Neue Studien zum Bio-Markt

Themen: Archiv — info @ 14:09

London (agrar.de) – Der Nitrofen-Skandal hat dem deutschen Bio-Markt – und speziell dem Fleischsektor – einen starken Rückschlag versetzt.

Eine neue Studie zum deutschen Bio-Markt, erstellt vom britischen Beratungsunternehmen Organic Monitor diagnostiziert einen Rückgang der Biofleisch-Verkäufe um 24 Prozent oder 481 Millionen Euro. Dennoch bleibt der deutsche Bio-Markt der größte in Europa.

Gerade Supermärkte verspürten den Vertrauensverlust durch verunreinigtes Bio-Getreide. Zum Höhepunkt des Nitrofen-Skandals halbierte sich sogar die Nachfrage im Bereich Geflügel gegenüber den Vorjahr. Nicht ganz so schlimm traf es Fachgeschäfte, Biometzger und Hofläden, die laut Studie bereits eine langsame Erholung der Umsätze auf das Niveau ‚davor‘ vermelden.

Der Bio-Fachhandel und die Biometzger bleiben die wichtigsten Vetriebskanäle für Biofleisch. Nach Einschätzung des Organic Monitor werden sie ihre Marktposition trotz des steigenden Interesses der Supermärkte an der Ware behaupten. Für die Erholung der Preise sehen die Marktforscher allerdings schwarz. Auch wenn sich das Verbrauchervertrauen erholen werden dürfte – auch durch Überkapazitäten am Markt – ein gewisser Preisdruck erhalten bleiben.

Eine weitere Studie hat das EU-Projekt für Ökologische Vermarktungsinitiativen und ländliche Entwicklung, OMIaRD, veröffentlicht. Ziele des Projektes OMIaRD sind die Analyse der Entwicklung des Biomarktes in Europa, die Analyse der Erfolgsfaktoren von Vermarktungsinitiativen, die Bewertung der positiven Effekte einer Vermarktungsinitiativen auf eine nachhaltigen Regionalentwicklung und die Untersuchung von Konsumententrends und -anforderungen.

Die Studie kann beim Organic Centre Wales bestellt werden (%url4%Formular%/%), eine deutsche %url5%Zusammenfassung%/% kann in Netz abgerufen werden.

Der Weg vom Feld ins Supermarktregal

Mehrere Studien zum Bio-Markt in Deutschland, Frankreich und in Europa hat die Unternehmensberatung %url8%Synergie%/% mit verschiedenen Partnern erstellt. Ziel dieser Studien ist es, Herstellern und Erzeugern von Bio-Produkten Ansätze für einen Weg in die Regale des selbstständigen Lebensmitteleinzelhandels aufzuzeigen.

Nach Einschätzung von Synergie verlieren sich die Bio-Produkte noch immer im Regal, weite Sortimentsbereiche sind garnicht oder nur spärlich abgedeckt. Selbstständige Händler können diese Lücke nutzen und sich mit Erweiterung des Bio-Sortiments vom Wettbewerb abheben und ihr Unternehmen neu positionieren. Dies sei auch eine Chance für Erzeuger und Produzenten von Bio-Produkten, sich neben dem klassischen Naturkosthandel einen weiteren Vertriebsweg zu erschliessen.

‚Unsere Beratungsalltag zeigt,‘ so Christoph Spahn von Synergie, ‚dass zu wenig Erfahrungswerte vorhanden sind, um einfache und effektive Bio-Vermarktungskonzepte zu erstellen. Hier bedarf es fundierter Branchenkenntnis. Daher der Ansatz von Synergie, den Markt und seine Anforderungen für die Anbieter mit diesen Studien transparent zu machen.‘

Bereits im vergangenen Jahr untersuchte Synergie in einer Studie im Auftrag der CMA und ZMP die ‚Erfolgsfaktoren von Bio-Lebensmitteln im konventionellen LEH‘ (%url9%Zusammenfassung der deutschen Studie%/%)

‚Convenience- und Allergikerprodukte sind die Renner der Zukunft‘

Zu diesem Urteil kommt die %url6%Biofachhandelsstudie Schweiz%/%. Auf 25 Seiten präsentiert %url7%Bio Plus AG%/% die erste Studie über den Bio Fachhandel Schweiz mit gesammelten Meinungen aus dem Markt. Überprüft wird die Wandlung der schweizerischen Bio-Branche auf den Gebieten des Sortiments, der Positionierung, der Verkaufsargumente, der Anforderungen und mehr.

Links zum Thema %url10%Bio-Handel und Vermarktung%/%.

Großhandelsumsatz im August: – 7,3 Prozent gegenüber August 2001

Themen: Archiv — info @ 13:09

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, setzte der Großhandel in Deutschland im August 2002 nominal (in jeweiligen Preisen) 7,3 Prozent und real (in konstanten Preisen) 6,3 Prozent weniger als im August 2001 um. Nach Kalender- und Saisonbereinigung der Daten wurde nominal 1,5 Prozent und real 1,8 Prozent weniger als im Juli 2002 abgesetzt. In den ersten acht Monaten des Jahres 2002 wurde nominal 5,0 Prozent und real 4,0 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum umgesetzt.

Alle Branchen des Großhandels verbuchten im August 2002 nominal und real niedrigere Umsätze als im August 2001: Der Großhandel mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern (nominal – 1,8 Prozent, real – 0,5 Prozent), der Großhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren (nominal – 5,7 Prozent, real – 5,1 Prozent), der Großhandel mit Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör (nominal – 6,7 Prozent, real – 4,9 Prozent), der Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren, Altmaterial und Reststoffen (nominal – 10,2 Prozent, real – 10,0 Prozent) und der Großhandel mit landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren (nominal – 16,7 Prozent, real – 13,4 Prozent).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

Spanien: Starkes Wachstum bei Umstellungsflächen

Themen: Archiv — info @ 12:09

Nürnberg (agrar.de) – Deutliche Zuwächse an Umstellungsflächen wurden im vergangenen Jahr vor allem in den Regionen Katalonien (+ 41.000 ha), Andalusien (+ 38.000) sowie in Aragon (+ 23.000 ha) verzeichnet. Das berichtet der Biofach-Newsletter. Danach kamen in ganz Spanien in einem Jahr insgesamt 126.000 ha hinzu, so dass die ökologisch bewirtschaftete Fläche 485.000 ha betrug.

Den größten Bio-Flächenanteil hält nach wie vor die Extremadura mit 35 Prozent, da dort viel extensives Weideland umgestellt wurde. An zweiter Stelle steht Andalusien mit 22 Prozent, an dritter Katalonien mit 10 Prozent. Trotz zahlenmäßig großer Unterschiede im Zuwachs, sind doch in allen Region Fortschritte zu bemerken.

Bezogen auf ganz Spanien sind die Hälfte der Bio-Flächen vollständig umgestellt, jeweils ein Viertel befindet sich im ersten Jahr der Umstellung und ein weiteres Viertel im zweiten oder dritten Jahr.

Im Bereich der Weiterverarbeitung liegen Katalonien und Andalusien gleichauf. Beide beherbergen jeweils knapp 20 Prozent aller verarbeitenden Betriebe, gefolgt von Valencia (9 Prozent) und Navarra (7 Prozent).

Links zum Thema Bio-Landbau international.

Irlands Bio-Markt wächst langsam

Themen: Archiv — info @ 09:09

Nürnberg (agrar.de) – Der Anteil der ökologischen Landwirtschaft in Irland liegt unter 1 Prozent. 1.000 Landwirte bewirtschaften rund 32.000 in biologischer Wirtschaftsweise. Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln liegt bei 25 Mio. EUR im Jahr, allerdings muss ein Großteil der Erzeugnisse im Wert von 10 Mio. EUR, eingeführt werden.

Obwohl Irland sich immer noch in einem Wirtschaftsboom befindet, sind erst 0,4 Prozent des irischen Verbrauchs von Lebensmitteln aus ökologischer Landwirtschaft, zitiert der Biofach-Newsletter das Ökomarkt Forum der ZMP.

Vor allem die Erzeugung und Vermarktung von Frischwaren stoßen auf wenig ausgebaute Vermarktungsstrukturen. Die Öko-Eier und Geflügelerzeugung ist so gering, dass sich mindestens 100 Geflügelproduzenten eine Existenz sichern könnten.

Links zum Thema Bio-Landbau international.

27. September 2002

Naturland: Neue „Gräfelfinger Thesen“ belegen Vorreiterrolle

Themen: Archiv — info @ 15:09

Öko-Landbau ist Leitbild für Nachhaltigkeit

Gräfelfing (agrar.de) – Hochwasserkatastrophen, Klimaerwärmung, Erosion, Dürren, Waldbrände und Wirbelstürme: Die Zahl der Naturkatastrophen wächst dramatisch. Das Klima retten, die Natur für die nächsten Generationen erhalten – dazu kann die Landwirtschaft einen bedeutenden Beitrag leisten.

Den größten Effekt bringt eine Umstellung auf den Öko-Landbau. 65 Prozent weniger Energieverbrauch, Nullbelastung des Wassers mit organo-synthetischen Pestiziden, minimierte Treibhausgas-Emissionen, Natur- und Artenschutz – das ist ein Teil der stolzen Bilanz, mit der die neuen Gräfelfinger Thesen ‚Nachhaltigkeit und Ökologischer Landbau‘ von Naturland die Vorreiterrolle des Ökologischen Landbaus belegen.

Täglich verschwinden 86 Mio. Tonnen fruchtbarer Erde durch Erosion. Täglich nehmen die Wüstenflächen der Welt um 30.000 Hektar zu. Seit 1990 sind die globalen CO2-Emissionen um weitere 8 Prozent gestiegen. Die neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts waren die wärmste Dekade seit Beginn der Datenaufzeichnung 1861. Es ist heute schon wärmer als je zuvor in den letzten 16.000 Jahren: Das 80 Seiten starke Thesenpapier belegt mit einer Zusammenfassung aktueller wissenschaftlicher Untersuchungen die Gefahren durch Landwirtschaft ebenso wie die Entlastungspotentiale durch den Ökologischen Landbau.

Öko-Bauern verbrauchen zwei Drittel weniger Energie, sie reduzieren den Nitrataustrag um bis zu 77 Prozent. Die Bodenerosion auf Öko-Flächen tendiert gegen Null, die Artenvielfalt ist um ein vielfaches höher, der Boden ist lebendiger. Nach Einschätzung der Enquete-Kommission ‚Schutz der Erdatmosphäre‘ des Deutschen Bundestages wären allein mindestens 50 Prozent der klimawirksamen Emissionen der Landwirtschaft durch Umstellung auf eine nachhaltige Form der Landbewirtschaftung – auf den Ökologischen Landbau – zu vermeiden.

Naturland Geschäftsführer Gerald A. Herrmann: ‚Wer Nachhaltigkeit komplex sieht, denkt biozentrisch, stellt den Erhalt von Leben in all seiner Artenvielfalt in den Mittelpunkt. Dass die Menschheit biozentrisches Denken, einen Lernprozess hin zu höherer Sensibilität für Interdependenzen dringend braucht, spiegelt sich in vielen Daten wider, die von der Wissenschaft seit Jahren geliefert werden. Wir müssen umsteuern – auch und gerade auf dem Gebiet der Landwirtschaft.

Naturland und die neun weiteren Unterzeichner(*) fordern daher unter anderem, die Ausweitung des Ökologischen Landbaus unabhängig von Parteieninteressen als Leitbild und als politisch gewolltes Ziel mit konkreten zweistelligen Wachstumsraten zu fördern; die Einführung von gentechnisch manipulierten Organismen zu stoppen; den Ökologischen Landbau als Basis für landwirtschaftliche Entwicklungshilfeprojekte zu nehmen, den Erhalt und die Schaffung neuer Arbeitsplätze durch den Öko-Landbau zu fördern.

20 Jahre Engagement für den Ökologischen Landbau sind bei Naturland auch gekennzeichnet durch aktiven Einsatz für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz. Ein zentraler Baustein dieses Engagements sind die ‚Gräfelfinger Thesen‘. Mit diesen Thesenpapieren greift Naturland seit 1994 wichtige Themen zu Umwelt und Landwirtschaft auf, aktuell im Jubiläumsjahr 2002 das bisher umfassendste Thema ‚Nachhaltigkeit und Ökologischer Landbau‘.

(*) Neun Umweltorganisationen tragen die ‚Gräfelfinger Thesen‘ mit und plädieren mit ihrer Unterschrift für eine langfristige Prozessumsteuerung in der Landwirtschaft.

· AbL – Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft · BUND – Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. · Deutsche Umwelthilfe e.V. · Die Verbraucher Initiative e.V. · DNR – Deutscher Naturschutzring e.V. · Euronatur – Stiftung Europäisches Naturerbe · KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung · NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V. · Naturland – Verband für naturgemäßen Landbau e.V. · PAN – Pestizid Aktions Netzwerk e.V.

Links zum Thema Bio-Landbau.

Bessere Fleisch-Qualitäten durch Datenverbund

Themen: Archiv — info @ 15:09

Schneller Informationsaustausch zwischen Erzeuger und Schlachthof angestrebt

Dresden/Wolpertshausen (agrar.de) – ‚Informations- und Managementsysteme in der deutschen Fleischwirtschaft‘, heißt ein bundesweites Pilotprojekt der Centralen Marketing-Gesellschaft der Deutschen Agrarwirtschaft (CMA), das gestern in Wolpertshausen (Baden-Württemberg) vorgestellt wird.

Sachsen hat – gemeinsam mit Thüringen – das Teilprojekt ‚länderübergreifendes Managementsystem in der Schweinefleischerzeugung/Salmonellen- und Organbefundung‘ erarbeitet. Unterstützt wurde das Vorhaben durch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft mit ca. 80.000 Euro. Herzstück des Projektes ist eine länderübergreifende Datenbank, die wichtige Daten von Erzeugern und Schlachthöfen zu Haltung, Leistung sowie zur Tiergesundheit zusammenführt. Alle an der Produktion Beteiligten können diese Informationen schnell und klar zuordenbar abrufen. Das ermöglicht z.B. den Herstellern, gezielt Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung zu ergreifen. Aus sechs Regionen Deutschlands sind die Erfahrungen eingeflossen. Dieser Datenaustausch unterstützt das neue, bundeseinheitliche Prüfzeichen ‚Qualität und Sicherheit‚. Mit Produkten, die dieses Zeichen tragen, gehen in den nächsten Wochen mehrere Handelsketten an den Markt.

Links zum Thema Lebensmittelqualität + Kontrolle.

Birther: Tierschutz umfasst auch Schutz der Lebensräume der Tiere

Themen: Archiv — info @ 13:09

Potsdam (agrar.de) – Der 4. Oktober ist zum Gedenken an den Heiligen Franz von Assisi Welttierschutztag. Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Wolfgang Birthler sieht diesen Tag auch als einen Tag der Erinnerung ‚an die vielen ehrenamtlichen Tierschützer im Land, auf deren Engagement gerade auch die staatliche Verwaltung zählen kann.‘ Birthler: ‚Der Tierschutz muss konsequent weiterentwickelt werden, um der Verpflichtung aus dem Grundgesetz zum Tierschutz gerecht zu werden. Dies umfasst den Schutz vor nicht artgemäßer Haltung und vermeidbaren Leiden sowie der Zerstörung der Lebensräume von Tieren.‘

Birthler erinnerte daran, dass das stetig gewachsene Bewusstsein und Interesse für die Belange des Tierschutzes in der Bevölkerung, das inzwischen auch zur Verankerung des Tierschutzes als Staatsziel im Grundgesetz geführt hat, eine spürbare Verbesserung des Tierschutzes bewirkte.

Zur Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung des Landes Brandenburg mit Tierheimplätzen zur Unterbringung von Heim- und Haustieren wurden im Rahmen der anteiligen Projektförderung 12 Tierschutzvereine beim Bau und der Ausstattung von Tierheimen mit insgesamt über 600.000 Euro durch das Agrar- und Umweltministerium aus dem Lottomittelfonds unterstützt.

Unterstützt werden die Tierschutzvereine aus Mitteln des Landeshaushalts auch bei der Durchführung gemeinnütziger Aktionen. Allein für die Katzenkastration zur Reduzierung der überhandnehmenden freilebenden Katzenpopulationen wurden seit 1992 700.000 Euro bereitgestellt.

Zur Gewährleistung einer sicheren und tierschutzgerechten Betäubung sowie zum schonenden Transport der Schlachttiere sind durch das Landesamt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft zusätzliche Kontrollen durchgeführt worden.

In Zukunft wird sich das Ministerium verstärkt für eine zielgerichtete und kontinuierliche Weiterentwicklung des Tierschutzes bei der Haltung, dem Transport und der Schlachtung landwirtschaftlicher Nutztiere einsetzen.

Die Weiterentwicklung tiergerechter Haltungssysteme liegt auch dem seit 1997 durch das Ministerium ausgeschriebenen Wettbewerb ‚Tiergerechte und umweltschonende Haltung von Nutztieren‚ zugrunde. Mit dem Landeswettbewerb werden beispielhafte Investitionen prämiert, die den Anforderungen des Tierschutzes besonders gerecht werden und sich damit für eine Nachahmung empfehlen.

Aber auch die Verbraucher können mit ihrer Kaufentscheidung wesentlich zu einer Verbesserung des Tierschutzes beitragen. Dieser Verantwortung sollten sie sich bewusst werden und sie auch konsequent nutzen. Dabei ist es aus der Sicht des Tierschutzes unerheblich, ob es sich um konventionelle oder ökologische Landwirtschaft, klein- und einzelbäuerliche Wirtschaften oder große Betriebe mit hohen Tierbestandszahlen handelt. Tierschutz ist keine Frage der Betriebsgröße.

Links zum Thema %url4%Tierschutz%/%.

Neues Label für Schweizer Qualitätsprodukte

Themen: Archiv,Schweiz — info @ 13:09

Bern (agrar.de) – Die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft erhält ein neues Herkunftszeichen. Mit der Lancierung der Garantiemarke ‚Suisse Qualité‘ will die Agro-Marketing Suisse (AMS) dem Bedürfnis der Konsumentinnen und Konsumenten nach einer klaren Erkennbarkeit von Schweizer Lebensmitteln nachkommen, so der Landwirtschaftliche Informationsdienst LID. Repräsentative Umfragen, die im Auftrag der AMS durchgeführt wurden, hätten gezeigt, dass für 75 Prozent der Konsumen die Schweizer Herkunft wichtig ist und knapp 90 Prozent ein Gütesiegel für Schweizer Landwirtschaftprodukte begrüssen würden.

Der AMS-Vorstand hat an seiner letzten Sitzung in Lausanne die Lancierung der Garantiemarke ‚Suisse Qualité‘ genehmigt, wie die AMS mitteilt. Die bezeichneten Produkte müssen aus der Schweiz stammen und in der Schweiz verarbeitet worden sein. Alle Rohstoffe für die ausgezeichneten Produkte müssen von Produzenten stammen, welche den ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) gemäss Verordnung des Bundesrates erbringen. Suisse-Qualité-Produkte sind ferner gentechfrei. Für die Herstellung pflanzlicher und tierischer Produkte werden keine gentechnisch veränderten Organismen (GVO) eingesetzt. Herkunft, Herstellung und Qualität der ausgezeichneten Produkte werden durch Qualitätsmanagementsysteme der entsprechenden Branchenorganisationen kontrolliert.

Im kommenden Winter sollen die ersten Produkte mit dem neuen Herkunftszeichen auf den Markt gelangen. Je nach Produktkategorie wird der Zertifizierungsprozess einige Wochen bis Monate in Anspruch nehmen.

Links zum Land %Schweiz%/%.

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