22. August 2002

Artgerechte Tierhaltung: Frist für bayerisches Umstellungsprogramm wurde verlängert

Themen: Archiv — info @ 14:08

München (agrar.de) – Die Frist für Anträge zum Bayerischen Umstellungsprogramm für artgerechte Tierhaltung (ByPaT) wurde bis zum 30.6.2003 verlängert. Mit dem ByPaT will der Freistaat ins-besondere kleineren und mittleren Betrieben die Möglichkeit zur Modernisierung älterer Stallan-lagen geben, zum Beispiel Umbau von Anbindehaltung zur Laufstallhaltung.

Förderfähig sind Investitionen von über 10.000 Euro bis zu 100.000 Euro. Das Programm soll insbesondere kleinere und mittlere bäuerliche Betriebe ansprechen, die in die Modernisierung oder den Umbau ihrer Ställe investieren wollen. Auch Nebenerwerbsbetriebe können das Programm für ihre betrieblichen Zwecke nutzen. Förderfähig sind Investitionen in allen betrieblichen Produktionszweigen, d.h. auch in der Tierhaltung, wenn es darum geht, die Anbindehaltung im Milchviehstall umzugestalten oder den Schweinestall zu erneuern.

Antragstellungen nach dem 30.6.2003 sind nicht mehr möglich. Bewilligte Fördermaßnahmen müssen bis spätestens 31.12.2004 durchgeführt oder abgewickelt worden sein. Der Bayerische Bauernverband (BBV) ruft alle interessierten Betriebe dazu auf, kurzfristig zu prüfen, ob dieses Spezialprogramm für kleinere und mittlere landwirtschaftliche Bauvorhaben für den Betrieb genutzt werden könnte. Die Landwirtschaftsämter halten Informationen bereit.

Links zum Thema Förderung, Links zum Thema %url4%Tierhaltung%/%.

Fluthilfe-Sachspenden über das Internet

Themen: Archiv — info @ 13:08

Hannover/Münster (agrar.de) – Aufgrund zahlreicher Nachfragen hat das Landvolk Niedersachsen in Zusammenarbeit mit ‚raiffeisen.com‚ im Internet eine Datenbank für Sachspenden eingerichtet.

Interessierte Spender können dort selbständig ihre Spende eintragen. Landwirtschaftliche Betriebe, Kreis- und Landesbauernverbände sowie Hilfsorganisationen in den Katastrophengebieten können diese Datenbank einsehen und müssen sich dann selbst mit den Anbietern in Verbindung setzen, wenn sie eine der Spende benötigen. Transport und alle weiteren Abwicklungen wie z.B. Spendennachweis und Steuerbescheinigung müssen zwischen Nachfrager und Anbieter geregelt werden.

Wenn Spendenbescheinigungen für die Sachspenden gewünscht werden, muss zusätzlich eine bescheinigende Organisation eingeschaltet werden. Landvolk Niedersachsen und raiffeisen.com beschränken sich auf die Bereitstellung und Pflege der Datenbank. Das für die Nutzer kostenlose Angebot richtet sich in erster Linie an die Landwirtschaft in den hochwassergeschädigten Gebieten, um schnell und ohne Verzögerung den Nachfragern einen Überblick über Angebote zu verschaffen.

Eine private Flut-Hilfe hat die IT-Landfrau %url4%Ruth Röttges%/% ins Leben gerufen. Sie vermittelt Kontakte von und zu Landfrauen, nennt Sammelstellen in verschiedenen Bundesländern und dokumentiert ihre Aktion auf einer eigenen Seite im Netz.

Links zum Thema %url5%Hochwasser%/%.

Sonnleitner: Versiegelung des Bodens muss endlich Einhalt geboten werden

Themen: Archiv — info @ 10:08

Bauernverband fordert Trendwende im Landverbrauch

München (agrar.de) – ‚Die Hochwasserkatastrophe unterstreicht deutlich, dass dem Zubetonieren und der Versiegelung des Bodens endlich Einhalt geboten werden muss‘, erklärte der Präsident des Deutschen und des Bayerischen Bauernverbandes (DBV/BBV), Gerd Sonnleitner. Es reiche nicht aus, sich nur auf den Bau von Hochwasserrückhaltebecken zu konzentrieren. Nicht die Symptome, sondern die Ursachen der Hochwasserereignisse gelte es anzugehen. Wirksame Umweltpolitik habe deshalb nicht nur das Augenmerk auf ’schützen‘ und ‚erhalten‘ zu richten und gleichzeitig untätig zuzulassen, wie der Landverbrauch für Siedlungs- und Straßenzwecke ungehindert weiterlaufe und täglich 130 Hektar wertvolle Acker- und Grünlandflächen zubetoniert werden, auf denen ansonsten Regenwasser versickern würde, stellte Sonnleitner fest.

Die Bundesregierung sei deshalb gefordert, endlich eine Trendwende im Verbrauch von landwirtschaftlichen Nutzflächen für Siedlungs- und Verkehrsflächen einzuleiten. Daneben sei gleichsam eine konsequente und vor allem weltweite Klimaschutzpolitik erforderlich. Die Land- und Forstwirtschaft könne und wolle zum Klimaschutz einen großen Beitrag leisten: ‚Wir ernten Energie‘, betonte Sonnleitner. Der Anbau und die energetische Verwendung CO2-neutraler nachwachsender Rohstoffe ermögliche die Einsparung von fossilen Energieträgern wie Kohle und Erdöl. Durch die Verwendung von Bio-Kraftstoffen wie Biodiesel werden heute schon 1,2 Millionen Tonnen erderwärmendes CO2 eingespart. Das Potenzial liege jedoch bei einer Verringerung der Klimagas-Emissionen von rund 3,5 Millionen Tonnen. Energiepflanzen zur Energienutzung könnten auf bis zu 2,5 Millionen Hektar angebaut werden, was eine Verringerung von 18 Millionen Tonnen CO2 jährlich bedeuten würde. Auch durch stärkere Verwendung von Holz ließen sich langfristig pro Jahr 3,5 Milliarden Liter Heizöl ersetzen und damit 12 Millionen Tonnen CO2 vermindern.

Links zum Thema Hochwasser, Links zum Thema %url4%Boden%/%.

Backhaus begrüßt Hilfsangebote für Landwirte – subtitel: Kofinanzierung auf Landesebene klären – Weitere Beratung auf Agrarministerkonferenz notwendig

Themen: Archiv — info @ 09:08

Schwerin (agrar.de) – Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hat die vorgeschlagenen Hilfsmaßnahmen des Bundes für Landwirte ausdrücklich begrüßt. ‚Das heutige Treffen der Agrarminister der Länder mit der Bundesministerin Künast in Berlin war außerordentlich konstruktiv. Natürlich müssen wir uns mit dem Thema noch intensiver befassen, da derzeit das gesamte Ausmaß der Schäden für die Landwirtschaft noch gar nicht abzuschätzen ist. Aber von diesem Treffen geht das deutliche Signal für die Landwirte aus, dass sie in dieser schwierigen Situation nicht allen gelassen werden‘, so Backhaus.

Neben einem Soforthilfeprogramm im Höhe von 20 Mio. Euro, die sich Bund und Länder teilen, werden im nächsten Jahr 320 Mio. Euro zusätzlich für die Gemeinschaftsaufgabe bereitgestellt. Daraus sollen insbesondere Deichbaumaßnahmen aber auch Reparaturen von Häusern, Straßen und Wegen finanziert werden. ‚Ich finde es sehr gut, dass bei der Vergabe dieser Aufträge auf eine europaweite Ausschreibung verzichtet werden kann. Hier müssen jetzt unbedingt Unternehmen aus der Region zum Zuge kommen‘, so Backhaus.

Hinsichtlich der Kofinanzierung des Soforthilfeprogramms durch die Länder schlägt Backhaus eine 70/30 Regelung vor. ‚Die Länder waren sich darin einig, dass eine 50 prozentige Beteiligung im laufenden Haushaltsjahr nicht möglich sein wird. Ich habe deshalb unseren Ministerpräsidenten gebeten, auf der heutigen Beratung mit dem Bundeskanzler für eine geringere Beteiligung der Länder einzutreten‘, erklärt Backhaus.

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21. August 2002

Brandenburg: Mehr als 20.000 Tiere vorsorglich evakuiert

Themen: Archiv — info @ 16:08

Wittenberge (agrar.de) – Aus 46 Gemeinden in den vom Hochwasser bedrohten Gebieten der Prignitz sind mehr als 20.000 Tiere vorsorglich evakuiert worden. Ein eigens dafür gebildeter Arbeitsstab hatte die Organisation fest im Griff.

Agrar- und Umweltminister Wolfgang Birthler: ‚Vor dieser Leistung kann man nur den Hut ziehen. Hier wurde eine gewaltige logistische Kraftanstrengung vollbracht. Hervorzuheben ist die große Hilfsbereitschaft unter den Landwirten und die der aufnehmenden Betriebe.‘

Im engen Zusammenwirken betroffener Landwirte, Betriebe, Behörden und Transportunternehmen sind in der Prignitz innerhalb von 5 Tagen 18.000 Rinder, 1.000 Schweine sowie 3.000 Schafe und Ziegen aus den gefährdeten Gebieten evakuiert worden. Allein in der Lenzer Wische mussten 6.000 Rinder evakuiert werden, 4.000 mit LKW und 2.000 getrieben. Hinzu kamen noch Pferde und Kleintiere, die in der Regel durch ihre Besitzer selbst aus der Gefahrenzone gebracht wurden.

In direktem Kontakt mit den Landwirtschaftsbetrieben organisierte der Arbeitsstab über Transportunternehmen die Transporte und vermittelte Betriebe, die Tiere aufnahmen.

‚Alles war hervorragend organisiert, bedeutete aber dennoch für die Besitzer, die Behörden und alle Beteiligten einen enormen Kraftakt‘, sagte Birthler: ‚Allerdings wird insbesondere bei Milchkühen und Sauen unter diesen Bedingungen mit Leistungseinbußen zu rechnen sein.‘

Die Kosten der Viehevakuierung werden vom Kreis auf mehr als 2 Mio. Euro geschätzt.

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DBV: Hilfe für Landwirtschaft in Hochwassergebieten verbessern!

Themen: Archiv — info @ 14:08

Sondersitzung des Bauernverbandes in Magdeburg

Magdeburg (agrar.de) – Zu einer Sondersitzung kam der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, mit den Präsidenten und Hauptgeschäftsführern der vom Hochwasser betroffenen sieben Landesbauernverbände in Magdeburg zusammen. Dabei wurde eine erste Schadensbilanz gezogen, die berufsständischen Hilfsmaßnahmen koordiniert und Forderungen an die Politik erhoben.

Nach Schätzungen der Landesbauernverbände belaufen sich die durch Starkregen und Hochwasser bedingten Schäden auf mehr als 700 Millionen Euro. Davon sind allein rund 200 Millionen Euro unmittelbare Überflutungsschäden an Erntegut und Vieh. Hinzu kommen die in der schlechten Getreideernte 2002 entstandenen markt- und ertragsbedingten Mindererlöse in Höhe von 1,1 Milliarden Euro.

Vor diesem Hintergrund stünden die bisher angekündigten Soforthilfemittel des Staates in keiner Relation zur Höhe des Schadens, kritisierte Sonnleitner. Der DBV-Präsident erwartet deshalb, dass bei der Agrarministerkonferenz von Bund und Länder am 22. August 2002 in Berlin weitere finanzielle Unterstützung für die Bauern beschlossen wird.

Sonnleitner: ‚Für mich ist die Messlatte, dass mindestens 50 Prozent des direkt entstandenen Hochwasserschadens in einem landwirtschaftlichen Betrieb durch Hilfen des Staates ersetzt werden.‘ Damit seien mindestens 100 Millionen Euro an Soforthilfe erforderlich. Die Politik könne nicht immer nur von einer ’nationalen Herausforderung‘ sprechen, sondern müsse solche Aussagen durch entsprechendes Handeln untermauern.

Zur Frage der Finanzierung der staatlichen Hilfsmaßnahmen betonte Sonnleitner, dass es durch ein Verschieben der Steuerreform nicht dazu kommen dürfe, dass die bestehende Schieflage zu Lasten des Mittelstandes und der Land- und Forstwirte nochmals vergrößert wird.

Aus allen betroffenen Ländern wurde auf der DBV-Sitzung von einer großen Solidarität zwischen den Landwirten berichtet. Nur so sei es gelungen, größere Tierverluste zu verhindern. Der Präsident des Sächsischen Bauernverbandes, Frank Rentzsch, ging ebenso wie der Präsident des Landesbauernverbandes Sachsen-Anhalt, Werner Gutzmer, auf die dramatischen Geschehnisse und die vorbildliche Nachbarschaftshilfe vor Ort ein. Beide Landespräsidenten betonten, dass es noch nicht möglich sei, genaue Aussagen über Gebäudeschäden und vernichtete Produkte zu machen. Gleiches gelte für die weitere Infrastruktur auf dem Lande.

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FDP: Hochwassergeschädigten Landwirten durch Aussetzen der Modulation helfen

Themen: Archiv — info @ 13:08

Berlin (agrar.de) – Zu den Belastungen der Landwirtschaft durch Hochwasserschäden erklärt der agrarpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Ulrich Heinrich:

‚Eine effektive Möglichkeit, den Landwirten zumindest einen Teil ihrer Schäden auszugleichen, ist die Aussetzung der Modulation (Kürzung von EU-Prämien). Folgende Argumente sprechen gegen ein Festhalten an einer vorgezogenen Prämienkürzung in Deutschland schon in 2003:

1. Ein bürokratisches, langwieriges und teures Umverteilen der Hilfsleistungen für die Landwirte aus der linken in die rechte Hosentasche ist kontraproduktiv.

2. Für eine kofinanzierte Förderung über die 2. Säule der Agrarpolitik fehlen vor allem den hochwassergeschädigten Ländern die finanziellen Spielräume. Damit läuft die Modulation ins Leere.

3. Die obligatorische Einführung der Modulation ist ohnehin seitens der EU ab dem Jahr 2004 geplant.

4. Nach den immensen Schäden der Landwirtschaft durch das Hochwasser sind zusätzliche Einkommenskürzungen nicht hinnehmbar.

5. Schließlich ist die Modulation in der beschlossenen Form ein Bürokratie-Ungetüm, das im ersten Jahr nach Angaben der Bundesregierung über 5 Millionen Euro und in den folgenden Jahren mehr als eine Millionen Euro verschlingen würde.

Für die FDP-Bundestagsfraktion fordere ich die Bundesregierung und die Länder auf, gemeinsam die Landwirtschaft durch ein Aussetzen der nationalen Modulation zu entlasten.‘

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Westfälisch-lippische Landwirtschaft startet Ausbildungsoffensive

Themen: Archiv — info @ 13:08

Viele Lehrstellen in der Landwirtschaft unbesetzt

Münster (agrar.de) – ‚Wieso arbeite ich eigentlich in der Stadt?‘ Diese Frage ziert ein Plakat, das Jugendliche für den Ausbildungsberuf Landwirt oder Landwirtin interessieren soll. Mit Plakaten, Faltblättern und einem auf Jugendliche zugeschnittenen Internetauftritt will die Landwirtschaft in Westfalen-Lippe für den Trendjob Landwirt/Landwirtin in den kommenden Wochen und Monaten werben.

WLV-Präsident Franz-Josef Möllers machte bei der Präsentation dieser Imagekampagne am 15. August in Münster deutlich, dass die Landwirtschaft qualifizierten Nachwuchs braucht und zahlreiche Lehrstellen bietet. ‚Der Beruf eines Landwirts ist auch für Jugendliche, die nicht vom Land kommen, eine Alternative zu anderen Berufen‘, sagte der Bauernpräsident. Der Beruf sei abwechselungsreich und attraktiv: Jugendliche, die diesen Beruf wählten, brauchten ein Gespür für Tiere, ein Auge für die Natur und natürlich Interesse an Technik. Darüber hinaus benötige ein Landwirt oder eine Landwirtin ein Händchen für Märkte und Marketing.

Fachlich getragen wird die Ausbildungsoffensive 2002 von der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe. Deren Präsident, Karl Meise, wies darauf hin, dass es in Westfalen-Lippe annähernd 1000 Ausbildungsbetriebe gibt. Doch nur etwa 600 junge Menschen befänden sich derzeit in der Ausbildung. ‚Wir haben aktuell zu wenig Auszubildende in der Landwirtschaft und müssen alles daran setzen, die Ausbildungszahlen wieder zu steigern‘, sagte der Kammerpräsident. Anders könne die Landwirtschaft in Westfalen-Lippe nicht nachhaltig gesichert werden. Meise machte darauf aufmerksam, dass nicht alle Jugendliche nach der Berufsausbildung zum Landwirt oder zur Landwirtin in der Landwirtschaft blieben. Viele hätten aufgrund ihrer Ausbildung gute Chancen, qualifizierte Arbeitsplätze in den vor- und nachgelagerten Bereichen der Landwirtschaft zu erhalten. Die Präsidenten von Landwirtschaftskammer und Landwirtschaftsverband waren gleichermaßen der Meinung, dass es sich für Jugendliche immer lohne, einen Beruf in der Landwirtschaft und den dazugehörigen Berufsfeldern anzusteuern.

Die Präsidentin des Westfälisch-Lippischen Landfrauenverbandes, Elsbeth Bernsmann, hob hervor, dass Landwirtschaft heute keine Männerdomäne mehr sei und immerhin etwa 10 Prozent der Auszubildenden junge Frauen seien. Denn heute sei eher technisches Geschick gefragt und Kenntnisse beim Umgang mit dem Computer als schiere Muskelkraft. Bestes Beispiel dafür ist Sabine Hüppe aus Riesenbeck (Kreis Steinfurt): Sie hat gerade ihre Ausbildung zur Landwirtin beendet und wird im Herbst ihr Studium Agrarwirtschaft an der Fachhochschule beginnen. ‚Die Vielseitigkeit des Berufes und die Arbeit mit und in der Natur macht Spaß‘, so die 22- jährige Landwirtin. Schon während der Ausbildung, die auf zwei Betrieben stattfindet, sei ein hohes Maß an Eigeninitiative und Verantwortung notwendig. ‚Gerade das sehr selbstständige Arbeiten macht diesen Beruf so attraktiv‘, sagte Sabine Hüppe.

Ulrich Averberg, Vorsitzender des Ringes der westfälisch-lippischen Landjugend erläuterte den zeitlichen Ablauf der Imagekampagne. So stehe als erstes der Versand von Faltblättern und Plakaten an die Berufsinformationszentren in Westfalen-Lippe auf dem Programm. Darüber hinaus wolle man gemeinsam mit den Arbeitsämtern in den Regionen Westfalen-Lippes für den ‚Trendjob‘ Landwirt/Landwirtin mit Aktionen auf landwirtschaftlichen Betrieben werben. Damit Jugendliche kompetente Ansprechpartner auf den Arbeitsämtern antreffen, sei, so Averberg, eine Tagung mit Themen rund um die Landwirtschaft für Berufsberater in Vorbereitung.

Informationen zum Ausbildungsberuf Landwirt/Landwirtin gibt es auch auf einer für die Kampagne eingerichteten Seite im Internet.

Links zum Thema %url4%Arbeitsmarkt%/%.

Künast begrüßt europäische Rechtsvorschriften für Nahrungsergänzungsmittel

Themen: Archiv — info @ 11:08

Berlin (agrar.de) – Zukünftig werden europaweit einheitliche Bestimmungen für die in den letzten Jahren immer häufiger und in größer werdender Vielfalt angebotenen Nahrungsergänzungsmittel gelten. Bundesverbraucherministerin Renate Künast begrüßt den Erlass einer entsprechenden EU-Richtlinie als wichtigen Schritt zur Verbesserung des vorsorgenden Verbraucherschutzes bei diesen Erzeugnissen: ‚Die Bundesregierung fordert schon seit langem europäische Bestimmungen für diese Lebensmittelgruppe. Nahrungsergänzungsmittel müssen sicher in ihrer Anwendung sein und dürfen nur so aufgemacht und beworben werden, dass sie nicht mehr versprechen als sie halten können.‘ Die Richtlinie soll zügig in deutsche Rechtsvorschriften umgesetzt werden.

Nahrungsergänzungsmittel enthalten Nährstoffe, wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, in konzentrierter Form. Sie werden zur gezielten Ergänzung der Nahrung in vielfältiger Zusammensetzung in der Regel als Tabletten oder Kapseln angeboten. Die kürzlich erlassene Richtlinie für Nahrungsergänzungsmittel regelt, welche Stoffe in dieser speziellen Gruppe von Lebensmitteln eingesetzt werden dürfen und wie diese Erzeugnisse zu kennzeichnen sind. Dies stellt sicher, dass Verbraucherinnen und Verbraucher auf dem Etikett eindeutig über Inhalt und Dosierung der Nahrungsergänzungsmittel informiert werden. ‚Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Ich halte es daher für wichtig, dass zukünftig ein entsprechender Hinweis auf den Verpackungen oder den Etiketten dieser Erzeugnisse anzubringen ist‘, so Künast.

Derzeit werden von der Richtlinie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente erfasst, andere Stoffe, wie essentielle Fettsäuren, isolierte Ballaststoffe, Aminosäuren oder auch Pflanzen-Extrakte, werden nach Ausarbeitung weiterer Vorschriften auf europäischer Ebene einbezogen werden. Mengenbegrenzungen sollen im nächsten Schritt festgelegt werden.

Die genannte Richtlinie soll nun so schnell wie möglich in einer neuen Verordnung über Nahrungsergänzungsmittel in deutsche Rechtsvorschriften umgesetzt werden. Es wird derzeit geprüft, ob und welche nationalen Vorschriften über die gemeinschaftsrechtlichen Bestimmungen hinaus notwendig sind, um Verbraucherinnen und Verbraucher umfassend vor gesundheitlichen Schäden, beispielsweise solchen, die durch Überdosierungen bestimmter Stoffe verursacht werden könnten, aber auch vor Irreführung und Täuschung zu schützen.

Links zum Thema Lebensmittel.

20. August 2002

Miller für Aufforstung der Flussauen

Themen: Archiv — info @ 15:08

München (agrar.de) – Angesichts der Hochwasserkatastrophe hat Bayerns Forstminister Josef Miller die privaten und kommunalen Grundbesitzer aufgerufen, die staatlichen Fördermöglichkeiten gezielt zu nutzen, um in den Flussauen neue Wälder zu schaffen. ‚Auwälder sind als Überflutungsbereiche und Rückzugsräume für das Wasser ein Beitrag zu einem langfristig wirksamen Hochwasserschutz‘, so der Minister. Deshalb sei es wichtig, Lücken im flussbegleitenden Band der Auwälder konsequent zu schließen.

Unverzichtbar ist der Wald laut Miller auch in den Einzugsgebieten der Bäche und Flüsse: ‚Er senkt im Vergleich zu vielen anderen Landnutzungsformen entscheidend den Abfluss, lässt Wasser besser versickern und dämpft damit Hochwasserspitzen.‘ So ist wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge der Abfluss aus vegetationsarmen Bereichen bis zu zehnmal höher als aus dem Wald. Besonders wirkungsvoll sind nach Auskunft des Ministers Mischwälder: ‚Das Nebeneinander unterschiedlich tief wurzelnder Baumarten und die bessere Bodenstruktur erhöhen entscheidend die Versickerungsrate.‘ Eine Schlüsselrolle kommt laut Miller in diesem Zusammenhang dem Bergwald zu. Der Staatsforst habe deshalb in den rückliegenden 13 Jahren im Rahmen der Schutzwaldsanierung bereits über zehn Millionen Bäume gepflanzt. Ziel sei, die unverzichtbaren Schutzfunktionen des Bergwaldes dauerhaft zu sichern. Miller: ‚Wir werden das Programm auch in den nächsten Jahren konsequent weiterführen.‘

Für die Aufforstung bisher nicht forstwirtschaftlich genutzter Flächen erhalten die Eigentümer abhängig von der Baumartenzusammensetzung Zuschüsse von bis zu 5.200 Euro pro Hektar. Hinzu kommt bei zuvor landwirtschaftlicher Nutzung ein jährlicher Einkommensausgleich von bis zu 700 Euro pro Hektar. Detailinformationen und Förderanträge gibt es beim örtlich zuständigen Staatlichen Forstamt.

Links zum Thema Hochwasser, Links zum Thema Wald und Forst.

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