Hopfenernte: Menge und Qualität auch heuer gut
Wolnzach/Hüll (agrar.de) – Die bayerischen Hopfenbauern können auch heuer mit einer üppigen Ernte in guter Qualität rechnen. Der ausgiebige Regen in den rückliegenden Wochen habe den Anbaugebieten Hallertau, Spalt und Hersbrucker Gebirge erneut überdurchschnittliche Bestände beschert, sagte Landwirtschaftsminister Josef Miller bei der traditionellen Hopfenrundfahrt in der Hallertau. Der Löwenanteil der Ernte von schätzungsweise 546.000 Zentnern wird nach Angaben Millers mit rund 532.000 Zentnern auf die Hallertau entfallen, gefolgt von Spalt mit 11.500 Zentnern und Hersbrucker Gebirge mit 2.600 Zentnern. Im vergangenen Jahr waren in Bayern 552.000 Zentner Hopfen geerntet worden. Die Anbaufläche ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 570 Hektar auf 15.506 Hektar gesunken und liegt damit etwa auf dem Niveau des Jahres 2000.
Dank der hohen Qualität des Hopfens hat Bayern nach Ansicht des Ministers gute Chancen, den Weltmarktanteil von rund 30 Prozent weiter zu erhöhen – trotz international stagnierender Nachfrage. Dies zeige, ‘dass die bayerische Hopfenwirtschaft in den rückliegenden Jahren ihre Hausaufgaben gemacht hat’. So seien Anbau, Logistik, Lagerung und Verpackung ständig verbessert worden. Zudem wird laut Miller über detaillierte Aufzeichnungen bei den Bauern, die Zertifizierung des Hopfens und die neutrale Qualitätskontrolle gewährleistet, dass nur hochwertige Ware nachvollziehbarer Herkunft in den Handel gelangt.
Wesentlichen Anteil am Erfolg hat nach Aussage des Ministers auch das Hopfenforschungsinstitut in Wolnzach/Hüll. Das Institut sei mit seiner praxisorientierten Forschung und Beratung aus dem bayerischen Hopfenanbau nicht mehr wegzudenken. Miller: ‘Mit der Züchtung gesunder und ertragreicher Sorten und der Entwicklung umweltschonender und arbeitssparender Produktionsweisen schafft Hüll die Voraussetzungen dafür, dass bayerischer Hopfen auch künftig ein Qualitätsprodukt mit Weltruf bleibt.’
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