29. August 2002

Hopfenernte: Menge und Qualität auch heuer gut

Themen: Archiv — info @ 12:08

Wolnzach/Hüll (agrar.de) – Die bayerischen Hopfenbauern können auch heuer mit einer üppigen Ernte in guter Qualität rechnen. Der ausgiebige Regen in den rückliegenden Wochen habe den Anbaugebieten Hallertau, Spalt und Hersbrucker Gebirge erneut überdurchschnittliche Bestände beschert, sagte Landwirtschaftsminister Josef Miller bei der traditionellen Hopfenrundfahrt in der Hallertau. Der Löwenanteil der Ernte von schätzungsweise 546.000 Zentnern wird nach Angaben Millers mit rund 532.000 Zentnern auf die Hallertau entfallen, gefolgt von Spalt mit 11.500 Zentnern und Hersbrucker Gebirge mit 2.600 Zentnern. Im vergangenen Jahr waren in Bayern 552.000 Zentner Hopfen geerntet worden. Die Anbaufläche ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 570 Hektar auf 15.506 Hektar gesunken und liegt damit etwa auf dem Niveau des Jahres 2000.

Dank der hohen Qualität des Hopfens hat Bayern nach Ansicht des Ministers gute Chancen, den Weltmarktanteil von rund 30 Prozent weiter zu erhöhen – trotz international stagnierender Nachfrage. Dies zeige, ‚dass die bayerische Hopfenwirtschaft in den rückliegenden Jahren ihre Hausaufgaben gemacht hat‘. So seien Anbau, Logistik, Lagerung und Verpackung ständig verbessert worden. Zudem wird laut Miller über detaillierte Aufzeichnungen bei den Bauern, die Zertifizierung des Hopfens und die neutrale Qualitätskontrolle gewährleistet, dass nur hochwertige Ware nachvollziehbarer Herkunft in den Handel gelangt.

Wesentlichen Anteil am Erfolg hat nach Aussage des Ministers auch das Hopfenforschungsinstitut in Wolnzach/Hüll. Das Institut sei mit seiner praxisorientierten Forschung und Beratung aus dem bayerischen Hopfenanbau nicht mehr wegzudenken. Miller: ‚Mit der Züchtung gesunder und ertragreicher Sorten und der Entwicklung umweltschonender und arbeitssparender Produktionsweisen schafft Hüll die Voraussetzungen dafür, dass bayerischer Hopfen auch künftig ein Qualitätsprodukt mit Weltruf bleibt.‘

Links zum Thema Hopfen und Malz.

Direktvermarktung zumeist nur ein Zusatzgeschäft

Themen: Archiv — info @ 12:08

Die meisten Stammkunden sind älter als 50

Hannover (agrar.de) – Politiker jedweder Couleur empfehlen Landwirten immer wieder die Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte. Allerdings kann dieser Absatzweg für die Betriebsleiter nur ein Zusatzgeschäft sein. Der niedersächsische Landvolk-Pressedienst zitiert eine Umfrage des Marktforschungsinstitutes Produkt + Markt, wonach mehr als jeder zweite Direktvermarkter gerade einmal bis zu einem Fünftel seines Einkommens mit diesem Betriebszweig erwirtschaftet. Auf der anderen Seite allerdings gibt es einige hoch spezialisierte Höfe, die mehr als jeden zweiten Euro, den sie verdienen, als Direktvermarkter erzielen. Ihr Anteil ist mit 18 Prozent jedoch nicht sehr hoch. Direktvermarktende Landwirte können auf eine recht treue Kundenschar rechnen, etwa jeder dritte Käufer in Hofläden frequentiert diesen häufig und steuert damit drei Viertel aller Einnahmen bei. Dagegen besucht jeder fünfte Käufer den Hofladen nur einmal im Jahr, um sich dann beispielsweise mit Kartoffeln zu bevorraten.

Direktvermarkter und Anbieter auf Wochenmärkten müssen sich nach einer Aufstellung der Zentralen Markt- und Preisberichterstattung (ZMP) in Bonn verstärkt um neue Kunden bemühen, diese sind nämlich in die Jahre gekommen. Zwei Drittel aller Menschen, die auf Wochenmärkten einkaufen, sind älter als 50, bei Bauernläden sind es immerhin knapp 60 Prozent. Schlüsselt man die Käufergruppen in Hofläden oder auch Wochenmärkten nach Ernährungstypen auf, so müssen Gourmets, Anhänger einer traditionell bürgerlichen Küche und auch ökologisch ambitionierte Menschen als Stammkunden bezeichnet werden. Fast-Food-Typen wie auch Anhängern einer schnellen Küche dagegen haben die Hofläden nicht das richtige Sortiment zu bieten.

Links zum Thema %url4%Vermarktung%/%.

Waldschäden in Europa: Nicht nur die Bäume leiden

Themen: Statistik,Wald,Waldbericht — info @ 12:08

Europäischer Waldzustandsbericht 2002 erschienen

Nach einer vorübergehenden Erholung hat sich der Zustand der Wälder in Europa im abgelaufenen Jahr wiederum verschlechtert. Knapp ein Viertel der untersuchten Baumkronen waren im Jahr 2001 geschädigt. Die Schäden hängen mit natürlichen Stressfaktoren und teilweise mit Luftschadstoffen zusammen. Aber nicht nur die Bäume leiden: Es zeigt sich jetzt auch ein Zusammenhang zwischen Stickstoffeinträgen und der Artzusammensetzung der Bodenvegetation.

Dies sind Ergebnisse des aktuellen Berichtes ‚The Condition of Forests in Europe‚, der soeben gemeinsam vom Internationalen Kooperationsprogramm für die Erfassung und Überwachung der Auswirkungen von Luftverunreinigungen auf Wälder (ICP Forests) und der Europäischen Kommission (EC) herausgegeben wurde. Mit 39 Mitgliedstaaten und ca. 7.000 Waldmonitoringflächen in Europa unterhalten das ICP Forests und die EC eines der weltweit größten Biomonitoring-Programme. Das Koordinationszentrum des Programms befindet sich am %url4%Institut für Weltforstwirtschaft%/% der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft (%url5%BFH%/%) in Hamburg.

Für über 200 Intensivuntersuchungsflächen werden außerdem erstmals Grenzwerte für kritische Stickstoff- und Säureeinträge errechnet. Durch einen Vergleich mit aktuellen Schadstoffbelastungen können Risiken für die Waldökosysteme abgeschätzt werden. Die Ökosystemforscher gehen davon aus, dass die Pflanzenartenvielfalt der Wälder auf 58 Prozent der Untersuchungsflächen gefährdet ist. Bei unverändert hohen Stickstoffeinträgen ist außerdem mit Nährstoffungleichgewichten und einer folgenden Destabilisierung der Waldbäume auf 45 Prozent der Flächen zu rechnen. Auf einem Drittel der Erhebungsflächen wird zudem die Funktionsfähigkeit der Baumwurzeln durch Säureeinträge beeinträchtigt. Die Grenzwerte für Säureeinträge werden vor allem in Mitteleuropa überschritten, überhöhte Stickstoffeinträge sind außerdem in Westeuropa verbreitet. Die Berechnungen waren nur durch weiter entwickelte statistische Modelle sowie durch die umfangreichen Messreihen der Untersuchungsflächen möglich.

Die bisherige Reduktion der Schwefeleinträge auf vielen Erhebungsflächen ist ein deutlicher Erfolg der Genfer Luftreinhaltekonvention und anderer Maßnahmen zur Luftreinhaltung. Ähnliche Erfolge zeichnen sich bei den Stickstoffeinträgen momentan noch nicht ab.

Die Ergebnisse des ICP Forests sind nicht nur als Grundlage für internationale Maßnahmen im Bereich der Luftreinhaltung gefragt. Zunehmend gewinnen die Daten und Ergebnisse auch für andere internationale Prozesse an Bedeutung, wie zum Beispiel in den Bereichen des Klimawandels und der nachhaltigen Forstwirtschaft.

Links zum Thema %url6%Waldbericht%/%.

Bundesrat will das Öko-Landbaugesetz ändern

Themen: Archiv — info @ 12:08

Berlin (agrar.de) – Der Bundesrat will das Öko-Landbaugesetz ändern, um die Mitteilungspflichten der Kontrollstellen zu verbessern. Dazu hat er nach Informationen des Bundestags-Pressedienstes einen Gesetzentwurf (14/9886) vorgelegt.

Darin heißt es, das Nitrofen-Problem im ökologischen Landbau habe gezeigt, dass die in dem Gesetz verankerten Meldepflichten nicht ausreichend seien. Vor allem sei nicht ausreichend geregelt, wie Verstöße in der vorgelagerten Produktionsstufe zurückverfolgt werden können. Eine erweiterte Meldepflicht der Kontrollstellen gegenüber den Kontrollbehörden könne früher zu einer Aufklärung und besseren Nachvollziehbarkeit des Warenstroms führen, so die Länderkammer.

Sie will den Gesetzestext dahin gehend ergänzen, dass die Kontrollstelle auch die für ihren Sitz zuständige Behörde unterrichten muss, wenn für den Ort der Tätigkeit des betroffenen Unternehmens und die Kontrollstelle verschiedene Behörden zuständig sind.

Ferner solle die Kontrollstelle bei begründetem Verdacht auf einen Verstoß bei einem Zulieferunternehmen die zuständige Behörde über ihre Feststellung unterrichten müssen. Ebenso sei die Möglichkeit zu schaffen, diese Unterrichtungspflicht durch Rechtsverordnung näher zu regeln.

In ihrer Stellungnahme lehnt die Bundesregierung den Änderungsvorschlag ab. Eine zusätzliche Unterrichtung der für den Sitz oder die Niederlassung der Kontrollestelle zuständigen Behörde führe nicht zum Ziel, weil diese Behörde auf Grund fehlender Zuständigkeit nichts zur Aufklärung des Falles beitragen könnte. Damit würde eine Meldepflicht eingeführt, die ins Leere liefe.

Um den Informationsfluss zu vereinfachen, wie der Bundesrat dies wolle, müssten die Kontrollstellen verpflichtet werden, sich im Verdachtsfall untereinander über eventuelle Unregelmäßigkeiten direkt zu unterrichten. Dem stehe jedoch die EU-Verordnung entgegen, wonach die zugelassenen Kontrollstellen keinen anderen Personen als der für das Unternehmen verantwortlichen Person und den zuständigen staatlichen Stellen Einblick in die Informationen und Daten geben dürfen, von denen sie bei ihren Kontrollen Kenntnis erhalten. An einer Änderung dieser Bestimmung werde derzeit auf EU-Ebene gearbeitet.

Auch die Absicht, eine Ermächtigung in das Öko-Landbaugesetz zum Erlass einer Rechtsverordnung aufzunehmen, sollte erst im Zusammenhang mit der in Kürze zu erwartenden Änderung der EU-Rechtslage weiter verfolgt werden, heißt es in der Stellungnahme.

Links zum Thema Bio-Landbau, Links zum Thema Gesetze und Verordnungen.

In eigener Sache: Branchenbuch/Pferdeforum

Themen: Archiv — info @ 11:08

Rheine (agrar.de) – Am 02. September wird eine neue Version des @grar.de Branchenbuches freigeschaltet. Das Adressverzeichnis rund um die Landwirtschaft bietet Ihnen noch mehr Such-Komfort und eine übersichtlichere Struktur der Rubriken. Neu sind auch die Querverweise, die Ihnen auch der @grar.de Infothek bekannt sein dürften und die Liste der jüngsten Einträge. Im Hintergrund arbeiten jetzt schnellere Routinen und eine SQL-Datenbank.

Wir laden Sie ein, das neue @grar.de Branchenbuch bereits vorab zu besuchen und sich einzutragen bzw. Ihren Eintrag auf dessen Aktualität zu prüfen.

Falls Ihr Unternehmen / Ihre Institution noch nicht aufgeführt ist oder Ihr Eintrag nicht mehr aktuelle Detailinformationen enthält können Sie einen Vorschlag hinterlassen, den wir rechtzeitig zur Veröffentlichung am 02.09. freischalten. Wählen Sie dazu zunächst die gewünschte Rubrik bzw. Unterrubrik und dann den Link ‚Vorschlag für diese Rubrik‘ im Menü oben rechts. Der Eintrag ist kostenlos, Vorschläge für neue Rubriken nehmen wir ebenfalls gerne entgegen – ein E-Mail an die Redaktion genügt.

@grar.de Pferdeforum erfolgreich

Das %url4%Pferdeforum%/% ist eine der meistbesuchten Pferde-Seiten Deutschlands. In der Liste von 600 ‚pferdigen‘ Internetadressen der Reiterlichen Vereinigung (%url5%FN%/%) belegt unser Diskussionsforum jetzt den Platz Nummer 1. Über 1.400 aktive Mitglieder sorgen für weit über 500.000 Zugriffe pro Monat. Zu mehr als 1.500 Themen werden täglich über 700 neue Beiträge geschrieben, 20 ModeratorInnen sorgen für Übersicht und einen gepfegten, fachlich kompetenten Inhalt.

Mit freundlichem Gruss Ihr @grar.de-Team

NRW-Landwirte fahren durchschnittliche Getreideernte ein

Themen: Archiv — info @ 10:08

Düsseldorf (agrar.de) – Mit 4,19 Millionen Tonnen fiel die Getreideernte in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr zwar um 9,8 Prozent geringer aus als im Jahre 2001, lag aber um ein Prozent über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, blieb wegen der ungünstigen Witterungsverhältnisse auch der Hektarertrag bei fast allen Getreidearten unter dem Vorjahresergebnis.

Beim Weizen, der bedeutendsten Getreideart in NRW, wurde auf einer gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent ausgeweiteten Anbaufläche und bei einem Ertragsrückgang um 7,7 Prozent (auf 8,5 Tonnen pro Hektar) eine Erntemenge von 2,21 Millionen Tonnen erzielt, 6,4 Prozent weniger als 2001.

Die Reduzierung der Anbaufläche (-2,0 Prozent) bei Gerste sowie ein Rückgang des Ertrages um 9,0 Prozent (auf 6,7 Tonnen pro Hektar) führten gegenüber 2001 zu einer um 10,7 Prozent niedrigeren Erntemenge von 1,27 Millionen Tonnen.

Obwohl der Anbau der Futtergetreideart Triticale in diesem Jahr um 0,4 Prozent zugenommen hat, lagen auch hier der Ertrag (6,1 Tonnen pro Hektar, -20 Prozent) und die Erntemenge (439.424 Tonnen, -19,8 Prozent) weit unter dem Vorjahresniveau.

Beim Roggen war wegen des Rückgangs der Anbaufläche um 9,4 Prozent und des um 4,5 Prozent auf 7,0 Tonnen pro Hektar gesunkenen Ertrags die Erntemenge mit 159.147 Tonnen um 13,6 Prozent niedriger als 2001.

Beim Hafer wurde mit 105.763 Tonnen eine um 13,6 Prozent geringere Ernte eingefahren. Auch hier lag der Ertrag mit 4,8 Tonnen pro Hektar um 12,9 Prozent unter dem Rekordergebnis von 2001.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Niederlande: Mehr Getreide

Themen: Archiv — info @ 10:08

Bonn (agrar.de) – Das Statistische Zentralamt in Voorburg geht nach einer Meldung des Informationsbüros ‚%ur1%Nachbarland niederlande%/%‘ davon aus, dass die niederländische Getreideernte gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent auf 1,5 Millionen Tonnen steigen wird.

Die Produktionssteigerung ist danach zum einen auf die Zunahme der Anbaufläche (204.000 Hektar) und zum anderen auf höhere Flächenerträge von jeweils drei Prozent zurückzuführen. Die niederländischen Landwirte ernten durchschnittlich 8.000 Kilo Getreide auf ihren Äckern. Vor einem halben Jahrhundert brachte die Ernte noch halb so viel ein. Im Spitzenjahr 1996 wurden 9.000 Kilo pro Hektar geerntet.

Die wichtigsten Getreidesorten in den Niederlanden sind Winterweizen (117.000 Hektar), Sommerweizen (19.000 Hektar) und Sommergerste (54.000 Hektar).

Links zum Land Niederlande.

Zukünftige EU-Agrarpolitik: Bartels streitet für Reform der Reform der Reform

Themen: Archiv — info @ 09:08

Hannover (agrar.de) – Die von Agrarkommissar Dr. Franz Fischler vorgenommene Halbzeitbewertung der Agenda 2000 und seine damit verbundenen Vorschläge zur Änderung der Europäischen Agrarpolitik seien interessant und in der Zielsetzung nicht zu kritisieren, sagte heute Landwirtschaftsminister Uwe Bartels vor dem Plenum des Niedersächsischen Landtages.

Doch ob Fischlers Vorschläge sich mit niedersächsischen Interessen in bezug auf die regionalen Auswirkungen, z. B. auf den Strukturwandel oder auf die Märkte für Rindfleisch, Getreide und Kartoffelstärke vereinbaren ließen, das sei eine ganz andere Frage. Notwendige Studien darüber würden zurzeit erarbeitet, z. B. an der FAL in Braunschweig.

Auf jeden Fall müsse eine Reform mehr Markt und mehr Unternehmertum in der Landwirtschaft bringen, erläuterte Bartels seine Eckpunkte. Außerdem müsse der Prämienumfang den Bauern erhalten bleiben. Die Agrarbürokratie müsse zurückgefahren und die EU-Mittel den ländlichen Räumen gesichert werden. Was z. B. in bezug auf die Modulation unerlässlich sei. Überhaupt nicht anfreunden könne er sich mit der vorgeschlagenen Abschaffung der Roggenintervention. Zumindest für Niedersachsen sei die ohne entsprechenden Ausgleich völlig inakzeptabel, fügte Bartels hinzu.

Links zum Thema Agrarpolitik, Links zum Thema EU und Landwirtschaft.

Getreideernte im Saarland 140.200 Tonnen

Themen: Archiv,Saarland — info @ 09:08

Erntemenge entspricht dem mehrjährigen Durchschnitt –

Saarbrücken (agrar.de) – Die diesjährige Getreideernte wird im Saarland nach vorläufigen Ergebnissen der Erntestatistik auf 140.200 Tonnen (ohne Körnermais) veranschlagt. Die Erntemenge übertrifft das Vorjahresergebnis um 15 Prozent und ist weitgehend auf eine Ausdehnung der Anbaufläche zurückzuführen, so dass %Statistische Landesamt%/%.

Die Ernte insgesamt entspricht dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre. Die Ernteberechnung erfolgt auf der Basis eines Standardgehalts von 14 Prozent Feuchtigkeit für lagerfähige Frucht. Nachdem im Gegensatz zum Vorjahr bei guten Aussaatbedingungen wieder größere Anbauflächen bestellt und auch überwiegend günstige Hektarerträge erzielt werden konnten, wurden bei Brotgetreide 82.300 t sowie bei Futter- und Industriegetreide 57.900 t geerntet, was ein Plus von 28 Prozent bzw. 1 Prozent ergab.

Es waren in stärkerem Maße wieder die ertragreicheren Wintergetreidearten angebaut, die sich auf die Erntemengen deutlich auswirkten. So wurde vor allem mehr Winterweizen, Wintergerste und Roggen geerntet. Die Qualität des Erntegutes wird nach ersten Feststellungen ähnlich günstig wie im Vorjahr eingestuft. In Deutschland insgesamt ist mit einer schwächeren Getreideernte als im Vorjahr zu rechnen. Das vorläufige Ergebnis blieb mit 43,5 Mio. Tonnen (einschl. Körnermais, CCM) um 12,6 Prozent unter dem vergleichsweise hohen Vorjahresniveau.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Saarland.

28. August 2002

Wernicke: Bauern schlechter gestellt als Wirtschaft

Themen: Archiv — info @ 16:08

Bund muß Schadensermittlung begleiten

Magdeburg (agrar.de) – Die Bauern werden in der Hochwasserkatastrophe von der Bundesregierung schlechter gestellt als Gewerbetreibende und Unternehmer. Außerdem werden die sachsen-anhaltischen Landwirte durch einen ungerechten Verteilungsschlüssel zusätzlich benachteiligt.

So die Einschätzung von Landwirtschaftsministerin Petra Wernicke. Weder bei Gesprächen mit Bundeslandwirtschaftsministerin Künast, noch bei dem Treffen in Magdeburg mit Bundeskanzler Schröder wurde eine Lösung für die Problematik gefunden: ‚Wir rennen gegen Wände. Die Landwirtschaft hat bei Rot-Grün einen geringen Stellenwert.‘

Deshalb will die Ministerin einer Einladung des Bundestags-Agrarausschusses folgen und morgen am Donnerstag in Berlin für die Interessen der geschädigten Bauern kämpfen. Ziel ist: ‚Schäden müssen zur Hälfte ausgeglichen werden, wie in der gewerblichen Wirtschaft.‘

Der Hintergrund:

1. Schlechterstellung Landwirtschaft zu Wirtschaft

– In der gewerblichen Wirtschaft sollen die Einkommensausfälle zu 50 Prozent bis zu einer Höhe von 15.000 Euro ausgeglichen werden. – In der Landwirtschaft können nach dem bisherigen Soforthilfeprogramm nur etwa 10 Prozent der Einkommensausfälle werden.

2. Ungerechter Verteilungsschlüssel

Die Verteilung der 10 Mio Euro – Soforthilfe soll nach einem vergangenen Donnerstag festgelegten Schlüssel erfolgen. Danach erhält Sachsen 27,4 Prozent, Sachsen-Anhalt 19,6 Prozent, Brandenburg 12,4 Prozent, Niedersachsen 15,7 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern 19,6 Prozent der Summe.

Hierzu die Ministerin: ‚Diese prozentuale Verteilung ist mehr als fragwürdig. Die Hochwasserschäden sind im Norden viel geringer ausgefallen.‘ Die Ministerin fordert daher, dass die Bundesregierung die Schadensermittlung in den Ländern begleitet und korrigierend eingreift. ‚Es kann doch nicht sein, dass hier auf mündlichen Zuruf willkürlich verteilt wird. Das sorgt sonst für viel Neid unter den Landwirten.‘

Der Schaden – der Ausgleich

Allein für Sachsen-Anhalts Landwirtschaft sind durch das Hochwasser Einkommensverluste in Höhe von ca. 50 Mio. Euro entstanden. Hinzu kommen Schäden an Ställen und Gebäuden von mindestens 20 Mio. Euro.

Die Bundesregierung stellt für die Landwirtschaft in allen flutgeschädigten Ländern insgesamt 30 Mio Euro Hilfen bereit. Komplementiert mit Mitteln von EU und Ländern stehen 91 Mio. Euro bereit. Inzwischen rechnet selbst Bundeslandwirtschaftsministerin Künast laut Medienberichten mit einem Schaden von 270 Mio Euro.

Links zum Thema Hochwasser, Links zum Thema Politik.

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