03. August 2002

DBV: Nachhaltiger Boden- und Verbraucherschutz muss Priorität haben

Themen: Archiv,Biogas,Energie — info @ 15:08

Bauernverband zum Entwurf der Düngemittelverordnung

Berlin (agrar.de) Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) plant derzeit die Novellierung der Düngemittelverordnung, mit der das gewerbsmäßige Inverkehrbringen von Düngemitteln geregelt wird. In einer Stellungnahme an das Ministerium hat der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born, grundsätzlich begrüßt, dass mit dem Entwurf der Düngemittelverordnung eine Anpassung an neue naturwissenschaftliche und technische Erkenntnisse vorgenommen werden soll.

Darüber hinaus sei es sinnvoll, den Landwirten über eine Vereinheitlichung der Düngemitteltypen mehr Information und Transparenz zu bieten. Gerade auch für landwirtschaftliche Biogasanlagen sei es bedeutsam, dass geregelt werde, welche Stoffe nach der Vergärung als Ausgangsstoffe für Düngemittel zugelassen sind.

Aus Gründen des nachhaltigen Boden- und Verbraucherschutzes dürften aber nur solche Stoffe als Ausgangsstoffe für Düngemittel zugelassen werden, deren Einsatz als Düngemittel auf den Feldern als unbedenklich eingestuft wird. So dürften beispielsweise keine Reststoffe aus der Pharmaindustrie (zum Beispiel Penicilin-Herstellung) als Dünger zugelassen werden. Die Unbedenklichkeit müsse stets geklärt und durch wirksame Behandlungsmethoden und geeignete Kontrollen abgesichert sein.

Der DBV erachtet es daneben nicht für geboten, auf dem Verordnungsweg für das Inverkehrbringen von Wirtschaftsdüngern eine Kennzeichnungspflicht der enthaltenen Nährstoffe vorzusehen. Fest stehe, dass sowohl aus Sicht des abgebenden Betriebes als auch aus Sicht des aufnehmenden Betriebes möglichst genaue Informationen über die Qualität der Gülle (zum Beispiel dem Nährstoffgehalt) erforderlich seien. Fraglich sei aber, ob dieses Informationsbedürfnis durch eine staatliche Zwangsregelung befriedigt werden müsse. Praktikabler werde der Informationsbedarf nach Ansicht des Deutschen Bauernverbandes durch privatrechtliche Regelungen gedeckt, wie es bereits heute der Fall sei.

Links zum Thema Düngung, Links zum Thema %url4%Gesetze und Verordnungen%/%.

Markteinführungsprogramm „Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen“

Themen: Archiv,NaWaRos — info @ 14:08

Bonn (agrar.de) – Um die Nachfrage nach umweltfreundlichen Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen (z.B. Hanf, Flachs oder Schafwolle) zu steigern, will das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) den Absatz dieser Produkte mit einem eigenen Markteinführungsprogramm fördern. Hersteller, Fachhandel und Endverbraucher werden über die konkreten Förderbedingungen informiert, sobald die Zustimmung der EU-Kommission zu diesem Programm vorliegt.

Derzeit sind derartige Produkte im Vergleich zu konventionellen Dämmstoffen (z.B. Mineralwolle oder Styropor) noch erheblich teurer. Ihre Vorteile, von der nachhaltigen Erzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen bis hin zur umweltverträglichen Entsorgung, werden derzeit noch nicht in Marktpreisen sichtbar. Zur Markteinführung sollen daher bestimmte Naturfaserdämmstoffe durch eine Verbilligung für den Endverbraucher attraktiver werden.

Links zum Thema Nachwachsende Rohstoffe.

Immer mehr Legehennen in Freilandhaltung

Themen: Archiv — info @ 10:08

Bonn (agrar.de) – In Deutschland werden immer mehr Legehennen in Freilandhaltung gehalten, teilt das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) mit. Im Dezember 2001 erreichte der Anteil der Freilandhaltung an den Hennenhaltungsplätzen insgesamt 7,3 Prozent und lag damit 1,1 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau. Trotz zunehmender Bedeutung der alternativen Haltungsformen dominiert weiterhin die Käfig- bzw. Batteriehaltung. Mit 85,4 Prozent aller Hennenhaltungsplätze in den Betrieben mit einer Kapazität von mehr als 3 000 Plätzen ging der Anteil dieser Haltungsform gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozentpunkte und gegenüber dem Niveau von 1992 sogar um 10,6 Prozentpunkte zurück. Ebenfalls rückläufig war mit 6,2 Prozent der Anteil der Bodenhaltung, so dass es Ende 2001 in Deutschland erstmals mehr Freiland- als Bodenhaltung gab. Eine geringe Rolle spielt die Volieren- und intensive Auslaufhaltung mit einem Anteil von nur 0,6 bzw. 0,5 Prozent.

Im Dezember 2001 gab es in 1.326 meldenden Betrieben insgesamt 41,1 Millionen Hennenhaltungsplätze. Das waren acht Betriebe und damit 0,1 Prozent der Haltungsplätze weniger als im Dezember 2000. Seit 1992 ist die Zahl der Hennenhaltungsplätze um fast 2,5 Millionen zurückgegangen.

Links zum Thema Geflügel, Links zum Thema Tierhaltung.

02. August 2002

DBV: Spiegel verkennt positive Entwicklungen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

Themen: Archiv — info @ 15:08

Berlin (agar.de) – Mit Überraschung hat der Deutsche Bauernverband (DBV) den Artikel des Nachrichtenmagazins ‚Spiegel‚ aufgenommen, in dem von giftigen Schlampereien der Landwirte beim Pflanzenschutz gesprochen wird. Auch wenn natürlich immer noch Verbesserungen erzielt werden können und müssen, verkenne der Spiegel die insgesamt positive Entwicklung im Gewässerschutz.

Fakt ist, so der DBV, dass erst vor wenigen Jahren überhaupt herausgefunden wurde, dass auch sogenannte Hofabläufe verantwortlich sind für Einträge von Pflanzenschutzmitteln in Oberflächengewässern. Fakt ist auch, dass der Deutsche Bauernverband danach sofort eine Gewässerschutz-Kampagne mit dem Industrieverband Agrar (%url3%IVA%/%) zur Vermeidung dieser Punkteinträge durchgeführt hat. Es zeigt sich heute, dass die technische Ausrüstung der Pflanzenschutzspritzen in den vergangenen Jahren erheblich verbessert wurde und zunehmend neue umweltschonende Techniken in der Praxis eingesetzt werden, zum Beispiel Kanisterspülvorrichtungen, eine Feld-Reinigung der Pflanzenschutzspritze von innen und außen oder verlustmindernde Düsen. Zur Begleitung der seit mehreren Jahren laufenden Gewässerschutzkampagne wurde nun vom IVA eine Befragung von Landwirten durchgeführt.

Diese zeigt ein deutlich gesteigertes Problembewusstsein der Landwirte. Nach Analyse der positiven Ergebnisse haben IVA und DBV vor kurzem vereinbart, im kommenden Winterhalbjahr gemeinsame Informationsveranstaltungen mit den Landwirten vor Ort durchzuführen. Diese sollen über die einfachen Möglichkeiten zur Vermeidung von Hofabläufen informieren.

Daten des %url5%Umweltbundesamtes%/% belegen die positiven Entwicklungen, die in der Vergangenheit und auch aktuell im Umwelt- und Gewässerschutz zu verzeichnen sind. Im Jahr 1998 wurde in über 90 Prozent der rund 13.000 Messstellen in oberflächennahem Grundwasser der Trinkwassergrenzwert für Pflanzenschutzmittel in Höhe von 0,1 Mikrogramm pro Liter unterschritten. Noch vorhandene Funde werden vom Umweltbundesamt unter anderem auf Alteinträge und Abbauprodukte von bereits verbotenen Mitteln zurückgeführt. Laut Wasserwirtschaftsbericht des Jahres 1998 treten Pflanzenschutzmittelfunde in Gewässern lediglich punktuell auf und gehen tendenziell zurück.

Links zum Thema %url6%Pflanzenschutz%/%, Links zum Thema %url7%Gewässerschutz%/%.

BayWa Konzern verdoppelt Gewinn im ersten Halbjahr

Themen: Archiv — info @ 15:08

München (agrar.de) – Im ersten Halbjahr 2002 steigerte der Münchner Handels- und Dienstleistungskonzern BayWa das Ergebnis vor Ertragssteuern gegenüber dem Vorjahr um 20,6 Mio. Euro auf 35,9 Mio. Euro. Dies gelang trotz saisonal leicht rückläufiger Umsätze (bereinigt um Konsolidierungseffekte -2,6 Prozent). Die Steigerung kommt im Wesentlichen aus dem verbesserten Halbjahresergebnis der BayWa AG sowie aus dem Turnaround von Beteiligungsunternehmen in Österreich. Dort greifen die inzwischen umgesetzten Strukturmaßnahmen.

Für das Geschäftsjahr 2002 insgesamt erwartet der BayWa-Konzern ein deutlich über dem Vorjahr liegendes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Das operative Ergebnis liegt, bereinigt um Konsolidierungs- und außerordentliche Effekte, mit 4,3 Mio. Euro 14 Prozent über dem Vorjahr. Aufgrund der Reduzierung des Working Capitals und optimierter Konzernfinanzierung weist der Konzern ein um 10,6 Mio. Euro verbessertes Finanzergebnis aus, das damit erstmals positiv ist. Ein weiterer Ergebnisbeitrag von 5,7 Mio. Euro kommt aus dem Bereich der Beteiligungen. Dazu zählen die Veräußerung der österreichischen Handelskette Maximarkt, konsolidierungskreisbedingte Anpassungen sowie Vorsorgemaßnahmen.

Die Eigenkapitalquote des Konzerns konnte gegenüber dem Vorjahr (Stichtag 31.12.2001) nochmals um 4,4 Prozent gesteigert werden. Die Kreditverbindlichkeiten führte die BayWa auch im ersten Halbjahr 2002 weiter zurück. Sie reduzierten sich um 218,6 Mio. Euro auf 223,8 Mio. Euro.

Die einzelnen Segmente des BayWa Konzerns entwickelten sich im ersten Halbjahr unterschiedlich. Agrar steigerte den Halbjahresumsatz gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent von 1.217,1 Mio. Euro auf 1.237,9 Mio. Euro. Im Ergebnis fiel die Steigerung bei einer Zunahme von 25,5 Mio. Euro auf 26,3 Mio. Euro deutlicher aus. Im Bausegment ging der Umsatz im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19,8 Mio. Euro auf 730,9 Mio. Euro züruck. Das Ergebnis wurde von -8,3 Mio. Euro im Halbjahr 2001 auf -1,4 Mio. Euro verbessert. Im Energiebereich verringerte sich der Umsatz aufgrund eines Nachholeffektes aus dem Vorjahr um 12,0 Prozent auf 444,1 Mio. Euro. Im Ergebnis schlägt sich dies in einem Rückgang auf 2,2 Mio. Euro (1. Halbjahr 2001: 3,7 Mio. Euro) nieder. Bei Sonstige Aktivitäten nahm der Konzernumsatz konsolidierungsbedingt gegenüber dem ersten Halbjahr 2001 um 27 Mio. Euro auf 67,2 Mio. Euro ab. Das positive Segment-Ergebnis von 11,0 Mio. Euro kommt in erster Linie durch die erwähnten Einmalerträge aus dem Beteiligungsbereich zustande.

Links zum Thema Landhandel und Genossenschaften.

Berglandwirtschaft mit Zukunft dient allen Menschen

Themen: Archiv — info @ 15:08

Bauernverband wirbt für Partnerschaft von Berglandwirtschaft und Umwelt

Sonthofen (agrar.de) – Drei Tage lang diskutierten Experten aus Landwirtschaft, Politik und Umweltschutz in Sonthofen im Allgäu über wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Anforderungen an eine nachhaltige Berglandwirtschaft. Anlass war das von den Vereinten Nationen ausgerufene Jahr der Berge 2002, veranstaltet wurde die Tagung vom Deutschen Bauernverband (DBV) in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Bauernverband (BBV).

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Landbewirtschaftung in Berggebieten sind schwieriger geworden. Gleichzeitig steigen die Ansprüche des Natur- und Umweltschutzes an die Berglandwirtschaft. Namhafte Vertreter aus Politik, Berufsstand und von Umweltorganisationen gingen bei der Tagung auf dieses Spannungsfeld ein und zeigten Lösungen auf. Die Sonthofener Deklaration trägt die Unterschrift der rund 160 Teilnehmer. Wir geben sie an dieser Stelle im Originaltext wieder.

Sonthofener Deklaration

‚Nachhaltige Berglandwirtschaft und Umwelt – ein vernünftiges Miteinander!‘

Funktionsfähige Land- und Forstwirtschaft ist Garant für wirtschaftlich und ökologisch intakte Berggebiete! Sie dient allen Menschen!

• Die Land- und Forstwirtschaft in den Berggebieten und Mittelgebirgen ist vielfältig. Sie ist Grundlage für eine von der Gesellschaft hochgeschätzte Landschaft als Lebens-, Wirtschafts-, Freizeit- und Erholungsraum.

• Die Bergland- und -forstwirtschaft erhält und pflegt die natürlichen Lebensgrundlagen. Sie erbringt einzigartige Leistungen für den Biotop- und Artenschutz. Wichtige Schutz- und Umweltfunktionen gehen vom Bergwald und der Berglandwirtschaft aus.

• Die ökologische Sicherung und wirtschaftliche Stabilität der Berggebiete sind untrennbar mit einer funktionsfähigen Land- und Forstwirtschaft verbunden. Nur mit einer ökonomisch gesunden Land- und Forstwirtschaft lassen sich auch die ökologischen Anforderungen erfüllen.

Tragfähige Perspektiven für ein zukunftsorientiertes und erfolgreiches Leben und Arbeiten in den Berggebieten müssen her! Gegen Preis- und Marktdruck, gegen Kürzung der EU-Direktzahlungen und gegen Kostendruck aus zunehmenden Produktionsauflagen!

• Die EU-Agrarpolitik muss verlässlich sein und die Förderung der Multifunktionalität der Land- und Forstwirtschaft in ihren Mittelpunkt stellen.

• Die EU-Wettbewerbsbedingungen bei den Gesundheits-, Umwelt- und Tierschutzstandards müssen gerade im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit der Bergland- und -forstwirtschaft und im Interesse der Verbraucher unbedingt harmonisiert werden.

• Die herausragende Bedeutung des Grünlandes in den Berggebieten muss stärker honoriert werden. Die Milchmengenbegrenzung muss beibehalten werden. Auch in Deutschland muss in Berggebieten eine Aufzuchtprämie für Kalbinnen gewährt werden können.

• Die Möglichkeiten des Ausgleichs für natürliche Wirtschaftserschwernisse über die Ausgleichzulage müssen stärker ausgeschöpft werden. Auch die wirtschaftlich schwierige Situation in den Talbetrieben zwingt zu einem Ausbau der Ausgleichszulagengewährung. Die Ausgleichszulage bei Grünland muss an die Viehhaltung gebunden sein.

• Die Erzeugung nachwachsender Rohstoffe (Biomasse, Holz) muss gerade in Berggebieten gefördert werden.

• Insbesondere im Hinblick auf die Bergland- und -forstwirtschaft sind die Erwerbsmöglichkeiten im Rahmen von Urlaub auf dem Bauernhof sowie im Hinblick auf Initiativen zur Regional- und Direktvermarktung stärker zu unterstützen.

• Die berufliche Fort- und Weiterbildung ist so auszurichten, dass sie den Anliegen der Berggebiete gerecht wird.

Schützen durch Nützen! Nicht ‚weitere Auflagen‘, sondern ‚Förderung durch Anreize‘ heißt hier die Devise!

• Viele Beispiele in den Berggebieten des deutschen Alm- und Alpenraumes und in den Mittelgebirgen zeigen, wie ein erfolgreiches Miteinander von Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft sowie Umwelt- und Naturschutz funktionieren kann. Zur Erleichterung der Bewirtschaftung gehört eine zeitgemäße und wirksame Infrastruktur (zum Beispiel Erschließung mit Wegen).

Voraussetzung für das erfolgreiche Miteinander ist, dass über die gute fachliche Praxis hinausgehende Anforderungen im Rahmen von freiwilligen Agrarumweltmaßnahmen und des Vertragsnaturschutzes leistungsgerecht entgolten werden. Vertragsnaturschutz geht vor Auflagennaturschutz!

Die Berggebiete und Mittelgebirge haben nur mit einer leistungsfähigen Land- und Forstwirtschaft eine Zukunft!

Links zum Thema Landschaft und Natur, Links zum Thema %url4%Verbände%/%.

Neues Präsidium bei Naturland

Themen: Archiv — info @ 13:08

Gräfelfing (agrar.de) – Die Delegiertenversammlung von Naturland, das oberste Entscheidungsgremium des gemeinnützigen Verbandes, hat turnusgemäß eine neue Führungsspitze gewählt. Mitglieder des neuen Präsidiums von Naturland sind Everhard Hüseman, Friedrich Heuckmann-Bummann und Dr. Felix Prinz zu Löwenstein.

Das dreiköpfige Präsidium ist das oberste Führungsgremium des Ökologischen Landbauverbandes Naturland. Es wird alle drei Jahre turnusgemäß von der Delegiertenversammlung gewählt. Walter Kress und Hans-Peter Hansen, seit 1999 im Naturland Präsidium, traten nicht mehr zur Wahl an. Die Delegiertenversammlung dankte den ausscheidenden Präsidiumsmitgliedern für ihr ehrenamtliches Engagement und die in den vergangenen drei Jahren geleistete hervorragende Arbeit.

Die drei neugewählten Präsidiumsmitglieder des gemeinnützigen Verbandes, der überwiegend von Öko-Bauern getragen wird, sind alle selbst Öko-Bauern. Das neue Präsidium steht vor großen Aufgaben: Naturland ist mit rund 29.000 Mitgliedern weltweit einer der großen Ökologischen Landbauverbände. Die Erwartungen an den Ökologischen Landbau sind national wie international gestiegen, die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind im Umbruch. Das neue Präsidium hat es sich zur Aufgabe gesetzt, die künftige Positionierung des Öko-Landbaus in der Gesellschaft im Rahmen der Kompetenzen von Naturland mit zu gestalten, Qualitätssicherung, Verbraucherschutz und die Zukunftsperspektiven der Öko-Bauern weiter zu optimieren.

Everhard Hüseman pachtete 1991 den elterlichen Hof in Nordhorn/Niedersachsen und begann 1992 mit der Umstellung auf den Ökologischen Landbau. 1995 erhielt er die Anerkennung als Ausbildungsbetrieb. Heute wird der 62-ha-Hof mit Kühen und Nachzucht, Legehennen, Speisekartoffeln, Futterbau und Direktvermarktung, u.a. über den eigenen Hofladen, betrieben. Der Landwirtschaftsmeister engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich in kirchlichen und Umweltschutz-Organisationen.

Friedrich Heuckmann-Bummann übernahm 1968 seinen Hof in Nordkirchen und stellte ihn 1989 auf den Ökologischen Landbau um. Der Hof wird heute mit Mastschweinen und –hähnchen, 60 ha Ackerbau und 2 ha Wald bewirtschaftet. Der Landwirt engagierte sich viele Jahre lang ehrenamtlich in verschiedenen sportlichen und bäuerlichen Organisationen, u.a. als Vorsitzender bei der Biofleisch NRW.

Dr. Felix Prinz zu Löwenstein ist seit 1992 Mitglied bei Naturland und seit 1998 Mitglied des Präsidiums. Der Agraringenieur hat einen ca. 130 ha großen landwirtschaftlichen Betrieb in Hessen mit Schwerpunkt im Bereich Heilkräuteranbau. Darüber hinaus bewirtschaftet er 100 ha Wald nach den Naturland Richtlinien zur Ökologischen Waldnutzung. Prinz Löwenstein engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich, u.a. in der deutschen Verbandsarbeit für den Ökologischen Landbau. Vor kurzem wurde Prinz Löwenstein zum Vorsitzenden des neugegründeten ‚Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft‘ (BÖLW) gewählt. Der Dachverband der ökologischen Lebensmittelwirtschaft in Deutschland wird getragen von allen relevanten Ökologischen Landbauverbänden und maßgeblichen Unternehmen aus Lebensmittelverarbeitung und Handel, die den Ökolandbau in den letzten Jahrzehnten entwickelt haben.

Links zum Thema Bio-Verbände.

Nordrhein-Westfalen: Obst-Anbauflächen um ein Fünftel reduziert

Themen: Archiv — info @ 13:08

Düsseldorf (agrar.de) – Die Anbauflächen für Baumobst zum Verkauf sind in Nordrhein-Westfalen seit der letzten statistischen Erhebung im Obstanbau vor fünf Jahren um ein Fünftel zurückgegangen. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik mitteilt, sank die Anbaufläche von 3.001 Hektar (1997) um 20,8 Prozent auf 2.376 Hektar (2002).

Allerdings sind diese Ergebnisse nur bedingt vergleichbar: Aktuell werden nur noch die Nettoflächen der Baumzeilen erfasst, d. h. nur der Standraum des Baumes; bei der 97er Obstanbauerhebung wurden die Bruttoflächen der Anlagen zugrunde gelegt, also inkl. der Flächen zwischen den Baumzeilen (sog. Fahrgassen). Der Flächenreduzierung steht jedoch eine intensivere Nutzung durch höhere Pflanzdichte gegenüber: Gut fünf Millionen Bäume zur Erzeugung verkaufsfähigen Obstes wurden in diesem Jahr gezählt; das sind fast 90.000 Bäume (+ 2 Prozent) mehr als vor fünf Jahren.

Links zum Thema Obst, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

USA machen sich mit WTO-Agrarvorschlägen völlig unglaubwürdig

Themen: Archiv — info @ 12:08

DBV: USA strapazieren die transatlantischen Beziehungen

Berlin (agrar.de) – Die in der vergangenen Woche vorgelegten Vorschläge der USA für die WTO-Agrar-verhandlungen sind nach Einschätzung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) widersprüchlich, unausgegoren und einseitig zum Vorteil der USA angelegt.

Die neuen US-Vorschläge seien eine Heuchelei, so der DBV in seiner ersten Reaktion. Völlig unglaubwürdig mache sich die US-Regierung, indem sie Handelsvorschläge vorlege, die ihrer eigenen Politik widersprechen, so etwa dem neuen US-Landwirtschaftsgesetz (Farm Bill). Hiervon drohten erhebliche zusätzliche handelsverzerrende Wirkungen. Schon heute könnten die USA ihre WTO-Obergrenze für die interne Stützung der Landwirte von 19,1 Milliarden US-Dollar nur dadurch einhalten, dass sie ein Drittel ihrer Stützungszahlungen bei der WTO einfach als Bagetellzahlungen deklarierten. Diese Praxis ist unter Handelsexperten äußerst umstritten.

Nach Einschätzung des Bauernverbandes belasten die USA mit ihrem widersprüchlichen Vorgehen das Verhältnis zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten. Nach dem Streit um die Stahlzölle und die Steuervergünstigungen für Exportunternehmen drohe eine weitere Verschlechterung der transatlantischen Beziehungen in der Handelspolitik.

Die Vorschläge zum Abbau der Exportstützung, zur Reduzierung der Zölle sowie zur Neubemessung der internen Agrarstützung würden auch dem Ziel einer umfassenden Verhandlungsrunde im Agrarbereich nicht gerecht. Bei den WTO-Agrarverhandlungen müssten die sogenannten nicht handelsbezogenen Anliegen endlich thematisiert werden, forderte der Berufsstand. Für die deutschen Landwirte sei der Versuch der USA nicht hinnehmbar, auch weiterhin Themen wie dem vorsorgenden Verbraucherschutz oder der Absicherung von Umwelt- und Tierschutzstandards innerhalb des WTO-Regelwerks auszuweichen. Dies betreffe etwa die Frage, inwieweit die EU-Einfuhrbeschränkungen für gentechnisch oder mit Hormonen erzeugte Nahrungsmittel WTO-konform sind. Die Entscheidung über die Nichtanwendung dieser Produktionsverfahren in der EU ist von erheblicher gesellschaftspolitischer Brisanz und für die Zukunft einer multifunktionalen europäischen Landwirtschaft von existentieller Bedeutung. Auch bei der Anerkennung geographischer Herkunftsbezeichnungen für Agrarprodukte müssten sich die USA endlich bewegen.

Links zum Thema %url4%Wirtschaft%/%, Links zum Thema %url5%Verbände%/%.

Niedersachsen: Bartels will der Wildschweinepest den Garaus machen

Themen: Schweinepest,Tierseuchen — info @ 12:08

Hannover (agrar.de) – Impfung mit Impfködern im Frühjahr, Sommer und Herbst, 50 Euro Prämie für jeden bis zu 10 kg schweren erlegten Frischling in wildschweinepestgefährdeten Bezirken und Überwachungsgebieten, Verstärkte Bejagung durch Aufhebung der Schonzeit für Schwarzwild, mit Ausnahme führender Bachen, Einfriedungspflicht für Hausschweine haltende Betriebe und für außerhalb dieser Betriebe befindliche Einstreu- und Futterlager in wildschweinepestgefährdeten Bezirken. Mit diesem neuen umfassenden Maßnahmenpaket will Niedersachsens Landwirtschaftsminister Uwe Bartels der Wildschweinepest in den Bereichen Verden, Rotenburg und Soltau-Fallingbostel jetzt den Garaus machen.

27 neue Wildschweinepestausbrüche allein in diesem Jahr (8 im Landkreis Rotenburg, 17 im Landkreis Verden und 2 im Landkreis Soltau-Fallingbostel) und das erneute Überspringen der Wildschweinepest auf einen Hausschweinebestand im Mai im Landkreis Rotenburg seien eindeutiger Beleg für die Notwendigkeit dieser Verschärfung, sagte Bartels dazu.

Detaillierte Informationen zur Umsetzung des neuen Wildschweinepestbekämpfungspaketes sind bei den Landkreisen Verden, Rotenburg und Soltau-Fallingbostel (Veterinäramt/Untere Jagdbehörde) erhältlich.

Links zum Thema Jagd und Wild, Links zum Bundesland Niedersachsen.

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