24. Juli 2002

Baden-Württemberg: Strukturwandel hat deutlich Fahrt aufgenommen Zahl der Rinderhalter sinkt gegenüber 2001 um 7 Prozent

Themen: Archiv,MKS — info @ 14:07

Schafhaltung mit Plus 3,5 Prozent leicht im Aufwind

Stuttgart (agrar.de) – Der Strukturwandel unter den Rinder haltenden landwirtschaftlichen Betrieben in Baden-Württemberg hat sich nach Feststellung des Statistischen Landesamts in den vergangenen zwölf Monaten stark fortgesetzt.

Nach den Ergebnissen der repräsentativen Viehzählung zum Stichtag 3. Mai hat sich die Zahl der Rinderhalter binnen einen Jahres um 7 Prozent, die der Milchkuhhalter gar um 8,7 Prozent verringert. Insgesamt gibt es in Baden-Württemberg derzeit noch 26.700 Rinderhalter, darunter 17.100 Milchkuhhalter. Der beschleunigte Strukturwandel in diesem wichtigsten Tierhaltungszweig der Landwirtschaft dürfte auch eine Spätfolge der durch die BSE-Krise und die Maul- und Klauenseuche aufgetretenen Vermarktungsschwierigkeiten sowie des flexibilisierten Milchquotentransfers sein. Beide Aspekte dürften die Entscheidung zugunsten einer Aufgabe der Rinder- oder Milchkuhhaltung in skeptischen Betrieben begünstigt haben. Für diese Annahme spricht, dass vor allem die zur Schlachtung vorgesehenen Tierkategorien hohe Abnahmeraten aufweisen (Schlachtfärsen, Schlachtkühe jeweils rund –20 Prozent), während der Milchkuhbestand selbst (-2 Prozent auf 410.000) sowie die für die Bestandsergänzung wichtigen Kategorien der Nutz- und Zuchtfärsen (–0,9 Prozent auf 200.600) eher unterdurchschnittlich abnehmen. Der Rinderbestand insgesamt ging binnen Jahresfrist um 3,8 Prozent auf 1,17 Millionen Tiere zurück.

Für die Schafhaltung im Land ist dagegen ein leichter Aufwind zu verzeichnen. Gegenüber dem Jahr 2001 ist ein Zuwachs um 3,5 Prozent auf insgesamt 319.600 Schafe festzustellen. Die Ausdehnung beruht allerdings vorrangig auf einer größeren Zahl an Lämmern (+6,1 Prozent auf 107.000) und weniger auf Veränderungen bei den Mutterschafen (+2,9 Prozent auf 203.800), so dass einmalige saisonale Einflüsse nicht auszuschließen sind.

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MPA: Niederländisches Modell in Niedersachsen

Themen: Archiv — info @ 14:07

Freitag Freigaben geplant

Hannover (agrar.de) – Aufgrund MPA-verdächtigen Futters aus den Niederlanden sind zur Zeit 134 Betriebe in Niedersachsen gesperrt. 79 davon sind Milchbetriebe, bei denen die Sperre ’nur‘ die Fleischproduktion betrifft. Heute und morgen werden weitere Probeschlachtungen in Niedersachsen durchgeführt. Sollten auch diese Fleischuntersuchun-gen mit negativen Ergebnissen enden, werde am kommenden Freitag das Gros der Betriebe frei gegeben, teilte heute das Landwirtschaftsministerium mit. Das MPA-verdächtige Futter bleibe gesperrt.

Abgesichert sei diese auf Bund-Länder-Ebene abgestimmte Vorgehensweise durch das von der EU genehmigte ‚Niederländische Modell‘, das auf repräsentativen Beprobungen basiert. Ferner darauf, dass nach Umstellung der Fütterung auf garantiert MPA-freies Futter nach 7 Tagen kein MPA mehr in den Tieren nachgewiesen werden kann. Und der Verbraucherschutz damit hundertprozentig gewährleistet ist.

Die bundesweit zur Zeit vorliegenden rund 50 negativen Fleischuntersuchungsergebnisse seien fast ausschließlich niedersächsischen Ursprungs. Insofern sehe das niedersächsische Landwirtschaftsministerium sowohl der angelaufenen Beprobung wie auch der für Freitag vorgesehenen ‚Freigabeaktion‘ mit einigem Optimismus entgegen, fügte dessen Sprecher hinzu.

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MPA: Schweinefleisch aus Nordrhein-Westfalen unbedenklich

Themen: Archiv — info @ 14:07

Mainz (agrar.de) – Das Fleisch der 73 Schweine, die über Nordrhein-Westfalen an einen rheinland-pfälzischen Schlachthof gelangt waren, ist nicht mit MPA belastet gewesen. Dies geht nach Informationen des Umweltministeriums aus einer Meldung der nordrhein-westfälischen Behörden hervor.

Die Schweine waren am 28. Juni 2002 von Nordrhein-Westfalen geliefert und einen Tag später in Rheinland-Pfalz geschlachtet worden. Ein Restbestand des gesamten an diesem Tag geschlachteten Fleisches konnte bei dem betroffenen Schlachthof sichergestellt werden.

Die nordrhein-westfälischen Behörden haben bei fünf Schlachtungen aus dem Ursprungsbestand, aus dem die Lieferung nach Rheinland-Pfalz erfolgte, Proben auf MPA durchgeführt, die alle negativ waren. Da auch die beprobten Tiere mit dem sel-ben Futter gefüttert wurden, ist eine Belastung der nach Rheinland-Pfalz gelangten Tiere auszuschließen. Das noch vorhandene Fleisch kann nun zur weiteren Verarbeitung freigegeben werden.

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NRW: Schlechte Getreideernte im Rheinland

Themen: Archiv — info @ 14:07

Bonn (agrar.de) – Der kurzzeitige Stillstand der Getreideernte im Rheinland aufgrund des schlechten Wetters der letzten Wochen scheint mit den optimistischen Vorhersagen für das kommende Wochenende überwunden. Trotz der vielen Niederschläge ist die Ernte schon weit fortgeschritten: Abgesehen von ein paar Flächen ist die Wintergerste abgeerntet und auch die Rapsernte neigt sich ihrem Ende zu, so die Landwirtschaftskammer Rheinland in Bonn. Derzeit kommen Triticale, Roggen und frühreife Winterweizensorten unter den Mähdrescher. In der Eifel ist die Ernte der ersten Braugerste möglich.

Durch die große Trockenheit im Mai und die anschließenden sintflutartigen Regenfällen steht es um die erwarteten Erträge wesentlich schlechter als im vergangenen Jahr. Für die Wintergerste werden Mindererträge von 20 bis 25 Prozent befürchtet. Auch die Qualität lässt zu wünschen übrig. Für die übrigen Getreidearten werden ähnlich hohe Ertragseinbußen und demzufolge um 15 bis 20 Prozent sinkende Erzeugerpreise vermutet. Zusätzlich wirken sich die zu hohen Feuchtigkeitsgehalte im Getreide und die damit verbundenen hohen Trocknungskosten negativ auf die Einkommenssituation der Landwirte aus.

Im Jahr 2002 sind im Rheinland rund 95.000 ha Weizen, 28.000 ha Gerste, rund 11.000 ha Triticale und etwa 5.000 ha Roggen angebaut worden.

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MPA: Ministerium verlangt erneuten Exportstop

Themen: Archiv — info @ 13:07

Den Haag (agrar.de) – Das niederländische Landwirtschaftsministerium hat die Schweinehalter des Landes gebeten, das Schlachten und den Export von Schweinen und Schweinefleisch auszusetzen. Es bestehe der Verdacht, daß immer noch Futtermitteln von 24 niederländischen Produzenten mit dem verbotenen Wachstumshormon MPA kontaminiert seien.

Der Bauernverband LTO hat seine Mitglieder aufgerufen, dem Anliegen des Landwirtschaftsministeriums nachzukommen. Mit dem Verband niederländischer Futterhersteller ‚Nevendi‘ erarbeitet das Ministerium zur Zeit eine Liste der Schweinehalter, die dieses MPA-verunreinigte Futter gekauft haben.

Seit zwei Wochen wird in Futter und Fleisch MPA gefunden. Hauptverdächtiger ist nach wie vor das belgische Unternehmen ‚Bioland Liquid Sugars‘, das Pharmaabfälle bei der Herstellung von Grundstoffen für Tierfutter einsetzte.

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SPD: Brüsseler Irrtümer

Themen: Archiv — info @ 13:07

Berlin (agrar.de) – Zum Gespräch von EU-Agrarkommissar Franz Fischler mit Mitgliedern des Agrarausschusses des Deutschen Bundestages erklärt die stellvertretende agrarpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Waltraud Wolff:

Franz Fischler irrt – nicht in allem, jedenfalls aber bei seinem Bemühen gegen ‚überkommene kommunistische Strukturen‘ in der Landwirtschaft angehen zu wollen. Seine im Ganzen überaus mutigen Reformvorschläge für eine neue EU-Agrarpolitik sehen bewusst eine einseitige Benachteiligung der aus den LPGs hervorgegangenen grossen Landwirtschaftsbetriebe in den neuen Bundeslaendern vor.

Eine stichhaltige Begründung für die vorgeschlagene Kappungsgrenze von 300.000 Euro an Direktbeihilfen pro Betrieb und Jahr konnte Fischler den Abgeordneten des Deutschen Bundestages nicht liefern. Die Berücksichtigung eines jeden Vollzeitarbeitsplatzes mit einem Aufschlag von 3.000 Euro pro Jahr hilft da auch nicht weiter.

Erfreulich dabei: Über alle Parteien hinweg, von Ost nach West übten die Parlamentarier an diesem Aspekt der Reform heftige Kritik, die sich auch in der Diskussion nicht auflösen liess. Auch eine konstruierte Modellrechnung, nach der ein Betrieb mit 165 Arbeitskräften kaum Abstriche an Beihilfen zu erwarten haette, überzeugt nicht. Denn solch ein Heer von Arbeitskräften findet man nur in den wenigsten ostdeutschen Betrieben.

Leider orientiert sich Franz Fischler ausdrücklich immer noch an dem Idealbild eines kleinbaeuerlichen Familienbetriebs. Dass dies passé ist, scheint sich noch nicht nach Brüssel herumgesprochen zu haben. Denn, wo sollten in Ostdeutschland nach der Wende denn die bäuerlichen Familien herkommen? Die frühere Bundesregierung hatte ausdrücklich die juristische Form der Genossenschaft zur Fortführung der Landwirtschaft in den neuen Ländern beworben. Heute zählt die Landwirtschaft zu den wenigen überall im Osten florierenden Wirtschaftszweigen. Dies wird die Bundesregierung bei ihrer Entscheidung über die Reformvorschläge im Ministerrat vorrangig berücksichtigen müssen.

Begreift Herr Fischler denn nicht, welche sozialen Auswirkungen die Insolvenz von weiteren Betrieben in Ostdeutschland hätte? Wie verträgt sich diese Gefahr mit der Tatsache, dass die Bundesrepublik fast ein Viertel des gesamten EU-Haushalts trägt? Wäre es nicht an der Zeit, dass die überkompensierten französischen Landwirte etwas abgeben?‘

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Mecklenburg-Vorpommern: Jagdjahr 2001/2002 erfolgreich abgeschlossen

Themen: Archiv — info @ 13:07

Mit 131.685 Stück Schalenwild bislang höchstes Streckenergebnis – Schalenwildbestände steigen bundesweit

Schwerin (agrar.de) – In Mecklenburg-Vorpommern wurden in der Zeit vom 1. April 2001 bis 31. zum März 2002 (Jagdjahr 2001/02) insgesamt 131.685 Stück Schalenwild (Rot-, Dam-, Muffel-, Reh- und Schwarzwild) erlegt. Das ist nach Auskunft des dortigen Landwirtschaftsminieriums das bislang höchste in Mecklenburg-Vorpommern erzielte Streckenergebnis. Nachdem sich seit 1990 die vergleichbaren Streckendaten jeweils bei etwas über der 100.000 – Marke bewegten, wurden vor zwei Jahren bereits 120.128 und im vergangenen Jahr 112.224 Stück Schalenwild erlegt. Die erneute Steigerung in abgeschlossenen Jagdjahr bestätigt auch hierzulande den bundesweiten Trend zahlenmäßig ansteigender Schalenwildbestände.

Von den 131.685 Stück Schalenwild fielen mit insgesamt 8.717 Stück 6,6 Prozent dieser Wildtierartengruppe dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen. Weitere insgesamt 1.410 Stück (1, 0 Prozent) sind auf Grund ungeklärter Ursachen gefallen.

Beim Rotwild wurde ein Streckenergebnis von 5.873 Stück verzeichnet. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich das Ergebnis mit 466 Stück zwar nur geringfügig, dennoch wird damit ein seit dem Jagdjahr 1995/96 (4.554 Stück) anhaltender Trend der allmählichen Streckenerhöhung fortgesetzt.

Wesentlich höher als in den Vorjahren ist das Streckenergebnis beim Damwild mit 11.163 Stück ausgefallen (zum Vergleich: 1999/2000 = 8.346; 2000/01 = 9.397 Stück). Allein im Landkreis Mecklenburg-Strelitz, dem absoluten Damwildschwerpunktgebiet, sind mit 5.046 Stück 45 Prozent der landesweiten Jagdstrecke zu verzeichnen. Die hohen Abschusszahlen verdeutlichen zwar einen unübersehbaren Anstieg der Damwildbestände im Lande, sind aber in erster Linie vielerorts Ausdruck von Abschussquoten, die über dem jährlichen Zuwachs liegen. Durch derartige sog. Reduktionsabschüsse wird Bestandsanstiegen spürbar entgegengewirkt.

Das Vorkommen des Muffelwildes ist in Mecklenburg-Vorpommern unbedeutend. Hier wurde eine Jahresstrecke in Höhe von 335 Stück erzielt.

Als äußerst konstant kann die Bestandshöhe und das daraus resultierende Streckenergebnis in Höhe von 56.582 beim Rehwild beurteilt werden. Seit Beginn der 90er Jahre liegen die vergleichbaren Werte um die 55.000 – Marke.

‚Das Schwarzwild bereitet uns nach wie vor die größten Probleme. Zwar wurde mit 57.705 Stück ein Abschussergebnis erzielt, dass weit über allen bisher in Mecklenburg-Vorpommern erzielten Jahresstrecken liegt. (zum Vergleich: 1999/2000 = 47.138 Stück; 2000/01 = 38.810 Stück). Das reicht aber angesichts der Erhöhung der Schwarzwildbestände nicht aus‘, erklärt Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus. Er dankte den mehr als 10.200 Jägern in Mecklenburg-Vorpommern für ihre Leistungen und bat sie gleichzeitig, in ihrem Engagement nicht nachzulassen.

Ursachen für die landesweite Erhöhung der Schwarzwildbestände sind die günstigen Witterungsverläufe und Ernährungsbedingungen der vergangen Jahre. ‚Jäger und Landwirte sind gleichermaßen in der Pflicht, Trend der Zunahme zu stoppen und umzukehren‘, so Backhaus.

Hier die Streckendaten (in Stück) von weiteren Wildarten, die dem Jagdrecht unterliegen:

Feldhasen 828, Wildkaninchen 60, Füchse 33.380, Steinmarder 1.240, Baummarder 9, Iltisse 293, Hermeline 27, Dachse 2.852, Marderhunde 6.877, Waschbären 107, Minke 60, Fasanenhähne 168, Ringeltauben 1.505, Türkentauben 108, Höckerschwäne 222, Graugänse 2.222, Blässgänse 1.917, Saatgänse 1.369, Kanadagänse 1.328, Stockenten 11.845, Tefelenten 43, Krickenten 242, Waldschnepfen 10, Blässhühner 159, Möwen 52.

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NRW: Schweineproduktion im Rheinland weiter auf dem Rückzug

Themen: Archiv — info @ 13:07

Bonn (agrar.de) – Trotz der guter Preise für Ferkel- und Mastschweine im vergangenen Jahr ist die Schweineproduktion im Rheinland weiter auf dem Rückzug. Dies ergab eine Auswertung der Viehzählung vom Mai 2002 durch die Landwirtschaftskammer Rheinland.

Insgesamt wurden in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf 600.930 Schweine gezählt. Gegenüber dem Mai 2001 bedeutet dies eine Abnahme von 3,5 Prozent. Auch der Rückgang bei den Zuchtsauen, die mit ihren Ferkeln den Nachschub für die Schweinemast liefern, setzte sich fort. Hier wurden mit rund 61.260 5,5 Prozent weniger als vor einem Jahr gezählt.

Die Zahl der Bauernhöfe, in denen Schweine im Stall stehen, sank deutlich um über 10 Prozent auf 1.826 Betriebe, das sind 213 weniger als bei der letzten Viehzählung. Darunter sind rund 100 Sauenhalter. Grund dafür ist nach Einschätzung der Landwirtschaftskammer, dass ältere Mastschweineställe, die aufgrund der günstigen Preise vorübergehend noch einmal genutzt wurden, inzwischen wieder leer stehen.

Die durchschnittliche Bestandsgröße liegt mit 329 Schweinen um fast 8 Prozent über dem Vorjahresbestand. Die restlichen 784 Zuchtsauenbetriebe halten im Durchschnitt 78 Sauen, das sind 6 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Im Mai wurden insgesamt noch 180.400 Ferkel, das sind 4,7 Prozent weniger als im Vorjahr, 136.180 Jungschweine (+ 4,8 Prozent) und knapp 221.900 Mastschweine (- 6,5 Prozent) gezählt. Insgesamt sank der Schweinebestand gegenüber Mai 2001 um 21.850 Tiere, 16 Prozent davon entfallen auf die Zucht- und Jungsauen.

NRW-weit ist eine Abnahme der Schweine von nur 0,4 Prozent zu registrieren. Insgesamt werden 6.092 Mio. Tiere, davon 520.000 Sauen, in rund 16.400 Betrieben gehalten. Auch für Nordrhein-Westfalen ist mit – 5 Prozent eine Abnahme insgesamt sowie mit 4,4 Prozent auch bei den Ferkelproduzenten festzustellen. Rund 860 Betriebe hörten auf, von denen sich über 60 Prozent nur auf die Mast konzentriert hatten. Die Zahl der Sauenhalter sank um 336 auf knapp 7.300 Höfe in Nordrhein-Westfalen, die im Durchschnitt mit 71 Sauen rund 12 Mio. Ferkel pro Jahr produzieren.

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Müller: EU-weit einheitliches weiteres Vorgehen bei MPA-Rückständen vorbereitet

Themen: Archiv — info @ 12:07

Berlin (agrar.de) – Die EU-Kommission und die am meisten betroffenen Mitgliedstaaten haben sich mit Blick auf die weitere Verfolgung der verbotenen MPA-Rückstände auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Hierüber beraten morgen in Brüssel im Ständigen Ausschuss für Lebensmittelfragen auch die anderen Mitgliedstaaten. Das teilte der Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, Alexander Müller, mit. ‚Nur mit EU-weit abgestimmtem und einheitlichem Vorgehen können wir den Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher sicherstellen‘, so Müller.

Folgendes Verfahren wurde verabredet:

– Alle möglicherweise kontaminierten Futtermittel oder Rohprodukte (Melasse) werden sichergestellt und entsorgt.

– In Betrieben, die belastetes Futter erhalten haben, werden stichprobenartige Untersuchungen der Tiere durchgeführt.

Zusätzlich werden Stichprobenuntersuchungen bei Tieren aus Betrieben durchgeführt, bei denen noch unklar ist, ob die von ihnen verfütterten Futtermittel belastet waren.

Wenn in den Stichprobenuntersuchungen bei den Tieren keine Rückstände gefunden werden und die Betriebe seit mindestens 7 Tagen ausschließlich ’sicheres‘ Futter verfüttert haben, können die Betriebe freigegeben werden.

Die Bundesländer haben heute in einer Telefonkonferenz dieser Absprache zugestimmt. Die Länder werden jetzt schnellstmöglich die verabredeten Stichproben-Untersuchungen durchführen. Erste Ergebnisse dürften Donnerstag vorliegen.

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Thüringen: Acht Zehntel der Ackerflächen mit Getreide und Ölfrüchten bestellt

Themen: Archiv — info @ 10:07

Erfurt (agrar.de) – In diesem Jahr stehen in Thüringen auf 383.100 Hektar Getreide und auf 115.400 Hektar Ölfrüchte. Damit bestellten die Thüringer Landwirte nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 62 Prozent ihres Ackers mit Getreide und knapp 20 Prozent mit Ölfrüchten. Auf weiteren 19.900 Hektar reifen Hülsenfrüchte und auf 14.400 Hektar Hackfrüchte. 58.900 Hektar sind mit Ackerfutter bestellt. 22.200 Hektar (4 Prozent des Ackerlandes) sind Brachflächen einschließlich stillgelegter Flächen zur Erlangung der Ausgleichszahlung.

Die Fläche für den Getreideanbau liegt um 3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Anbau von Hülsenfrüchten ging um 11 Prozent und von Ackerfutter um weitere 2 Prozent zurück. Im gleichen Verhältnis wurde gegenüber 2001 der Anbau von Ölfrüchten (+11 Prozent) und der von Hackfrüchten (+2 Prozent) ausgeweitet.

– Getreide Nach den vorläufigen Ergebnissen der ‚Bodennutzungshaupterhebung 2002‘ bauten die Thüringer Landwirte 383.100 Hektar Getreide (einschließlich Corn-Cob-Mix und Körnermais) an. Die diesjährige Anbaufläche liegt damit um 10.800 Hektar bzw. 2,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Damit steht im Erntejahr 2002 auf 62 Prozent der Ackerfläche Getreide.

Auf 215.400 Hektar wurde Winterweizen (Vorjahr: 213.300 ha) angebaut. Er steht damit auf 56 Prozent der Getreidefläche insgesamt. Das ist die bisher höchste Anbaufläche seit der Wiedervereinigung Deutschlands. Wintergerste, die nach Winterweizen meist angebaute Getreideart, wurde auf 65.600 Hektar bestellt. Das waren 5.700 Hektar bzw. 8 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die überwiegend zur Braugerste verwendete Sommergerste steht auf 53.200 Hektar (Vorjahr: 54.800 ha). Mit 13.700 Hektar wurden 17 Prozent weniger Roggen ins Feld gestellt und der Anbau von Triticale (eine resistente Kreuzung zwischen Weizen und Roggen) wurde um 12 Prozent auf 20.600 Hektar zurückgenommen. Der Anbauumfang von Sommerweizen ging gegenüber 2001 ebenfalls um 14 Prozent auf 1.800 Hektar zurück. Hafer überschritt mit einer Anbaufläche von 7.000 Hektar das Vorjahresergebnis um knapp 5 Prozent und erreichte wieder das Anbauniveau der Jahre 1998 und 1999.

– Ölfrüchte 19 Prozent des Ackerlandes sind mit Ölfrüchten bestellt. Die Fläche wurde um 11 Prozent auf 115.400 Hektar ausgedehnt. Auf 112.100 Hektar (+12 Prozent gegenüber dem Vorjahr) steht dabei Winterraps. Inbegriffen ist der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen auf stillgelegten Flächen, der vertraglich gebunden ist.

– Hackfrüchte Die Anbaufläche von Hackfrüchten wurde gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent auf 14.400 Hektar ausgedehnt. Auf 11.200 Hektar stehen Zuckerrüben und auf 2.700 Hektar Kartoffeln. Während der Zuckerrübenanbau um 4 Prozent erweitert wurde, ging die Kartoffelanbaufläche 2002 um weitere 5 Prozent zurück. Gegenüber 1991 verringerte sich die Kartoffelanbaufläche um 75 Prozent.

– Hülsenfrüchte Auf 19.900 Hektar wurden Hülsenfrüchte, darunter 17.200 Hektar Futtererbsen und 2.600 Hektar Ackerbohnen angebaut. Die Anbaufläche ging nach einer vorübergehenden Ausdehnung im Jahr 2001 (+8 Prozent gegenüber 2000) in diesem Jahr erneut um 2.500 Hektar bzw. 11 Prozent zurück. Geringer fiel die Anbaufläche von Hülsenfrüchten letztmalig im Jahr 1997 aus.

– Ackerfutter Der Flächenrückgang der letzten Jahre beim Anbau von Ackerfutter wurde etwas gebremst. Die Fläche ging gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent auf 58.900 Hektar zurück, Silomais wurde auf 35.500 Hektar (- 1 Prozent), Ackergras auf 11.000 Hektar (- 2 Prozent) und Klee und Luzerne auf 9.100 Hektar (- 3 Prozent) angebaut.

– Ackerbrache 22.200 Hektar des Ackerlandes sind Ackerbrache (einschließlich stillgelegter Flächen mit Beihilferegelung und konjunkturelle Stilllegungsflächen, ohne Anbau nachwachsender Rohstoffe). Damit liegen knapp 4 Prozent des Ackerlandes brach.

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