01. Juli 2002

Milchquotenbörse: 7. Runde abgeschlossen

Themen: Archiv — info @ 11:07

Bonn (agrar.de) – Die heute durchgeführte Milchquotenbörse schloß mit etwas niedrigeren Preisen ab als die letzte Börse vom 1. April des Jahres.

Den höchsten Preis zahlten – wie beim letzten Börsentermin – die Milcherzeuger aus der Oberpfalz und Mittelfranken mit 1,05 EUR/kg (unverändert) bzw. 0,93 EUR/kg (- 0,02 EUR). Im Mittelfeld liegen wiederum Schleswig-Holstein (0,91 EUR/kg, – 0,07 EUR), Niedersachsen (0,93 EUR/kg, – 0,09 EUR), Nordrhein-Westfalen (0,85 EUR/kg, unverändert) und Rheinland-Pfalz/Saarland mit 0,75 EUR/kg (+ 0,03 EUR). Am niedrigsten war der Quotenpreis in Thüringen mit 0,29 EUR/kg (- 0,10 EUR) und Mecklenburg-Vorpommern mit 0,41 EUR (- 0,11 EUR).

Tabellen mit detaillierten Preisen und Mengen der 21 Übertragungsgebiete finden Sie auf den Internetseiten des Deutschen Bauernverbandes (DBV).

Links zum Thema Milchquoten und -börsen.

Mahd gefährdet Rehkitze, Hasen und Vögel

Themen: Archiv — info @ 10:07

Magdeburg (agrar.de) – Zurzeit dienen Wiesen und Stillegungsflächen vielen Rehen, Hasen und brütenden Vögeln als ‚Kinderstuben‘. Das hohe Gras bietet den Jungtieren Schutz und Deckung. Für die Landwirte sind sie jedoch bei der Mahd von Wiesen und Stillegungsflächen nahezu unsichtbar. Schnell geraten sie in die landwirtschaftlichen Mähwerke und werden verstümmelt oder getötet, weil die Jungtiere sich bei herannahender Gefahr ins Gras drücken, statt zu fliehen.

Die Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Petra Wernicke ruft Jäger und Landwirte zur Zusammenarbeit auf. Das beginne damit, dass die ortsansässigen Jäger kurz vor dem Mahdtermin informiert werden: ‚Die Landwirte sollten vorsichtig mähen, Wildrettungsgeräte an die Mähmaschinen montieren oder gemeinsam mit den Jägern Wildscheuchen aufstellen und die Wiese mit einem Jagdhund absuchen. Das könnte unzählige Rehkitze, Junghasen und brütende Rebhühner und Fasane retten.‘

Überdies ist es bei der ersten Mahd sinnvoll, große Schläge rundherum anzumähen, um das Wild zu beunruhigen und zur Flucht zu veranlassen. Besonders groß ist die Gefahr auf Wiesen in Waldnähe. Sie sollten von innen nach außen gemäht werden. Die Ministerin appellierte auch an die Jagd- und Bauernverbände, sich bei ihren Mitgliedern für eine enge Zusammenarbeit zum Schutz des Jungwildes einzusetzen.

In diesem Zusammenhang wies die Ministerin auch noch einmal darauf hin, dass für den geforderten Pflegeschnitt von Stillegungsflächen durchaus zeitliche Spielräume vorhanden sind. Nach Möglichkeit sollte daher mit der Mahd von Stillegungsflächen erst begonnen werden, wenn Jungtiere alt genug sind, beim Anrollen der Technik die Flucht zu ergreifen.

Links zum Thema Jagd und Wild, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

Presserat missbilligt WamS-Bericht „Die schlimme Qual der Schweine“

Themen: Archiv — info @ 09:07

Bonn (agrar.de) – Auf seiner Sitzung am 18.06.2002 hat sich der Beschwerdeausschuss des Deutschen Presserates u.a. mit der Beschwerde eines Landwirtes über den Beitrag ‚Die Schlimme Qual der Schweine‚ in der ‚Welt am Sonntag‘ (WamS) vom 28.04.2002 befaßt. Das berichtet der Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion (ZDS).

Der Ausschuss kam dabei zu dem Schluß, dass gegen Ziffer 2 des Pressekodex (Überprüfung von Nachrichten und Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt) schwerwiegend verstoßen worden ist und sprach daher eine Missbilligung aus.

Der Ausschuss kritisierte in seiner Entscheidung vor allem eine unzulässige Verallgemeinerung. Auch wenn Beispiele für die in dem Artikel erwähnten Vorgehensweisen und Haltungsmethoden in der Schweinezucht vorlägen, dürfe keine generelle Verallgemeinerung für alle deutschen schweinehaltenden Betriebe erfolgen.

Obwohl keine Abdruckverpflichtung für diese Missbilligung besteht, wurde der WamS dieses jedoch im Hinblick auf eine faire Berichterstattung empfohlen.

Die Entscheidung des Beschwerdeausschusses wird vom ZDS ausdrücklich begrüßt. Bei der Diskussion um die moderne Tierhaltung hat der Verband immer eine objektive und ideologiefreie Kommunikation eingefordert. Eine bewußte Polarisierung und Verunsicherung der Verbraucher sowie eine Instrumentalisierung von Verbraucherängsten – wie im Beitrag der Journalistin Freia Peters geschehen – lehnt der Verband entschieden ab. Das Einreichen von Beschwerden beim Deutschen Presserat oder sonstigen Medienkontrollinstanzen wird daher als Möglichkeit gewertet, die Diskussion zu versachlichen und gegen falsche Behauptungen und Unwahrheiten vorzugehen.

Unsere Meldung zum Thema, Links zum Thema %url3%Presse%/%.

Stächele und Miller fordern Planungssicherheit

Themen: Archiv — info @ 09:07

München (agrar.de) – Planungssicherheit für die Land- und Ernährungswirtschaft bis 2006 haben der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Willi Stächele MdL und der Bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller bei ihrem Treffen am vergangenen Freitag in München gefordert. Überstürzte Reformen schon zur Halbzeit der AGENDA 2000 würden die Bauern zutiefst verunsichern und ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter verschlechtern. Einmütig lehnen Bayern und Baden-Württemberg auch jeden Versuch der EU ab, die Bauern für die EU-Erweiterung bluten zu lassen.

Miller und Stächele kritisierten Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast, die mit ihren Positionen zur Halbzeitbewertung der AGENDA 2000 die für beide Länder so typische bäuerliche Landwirtschaft leichtfertig aufs Spiel setzt. Die bayerischen und die baden-württembergischen Bauern hätten über Generationen hinweg bewiesen, dass sie nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit wirtschaften und damit eine Kulturlandschaft gestalten, die jährlich hunderttausenden von Touristen als Erholungsraum dient. Die Kulturlandschaft ist für den Ländlichen Raum ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Bei einem immer schneller werdenden Strukturwandel, den die Bundeslandwirtschaftsministerin nach Meinung Millers und Stächeles billigend in Kauf nimmt, müssten die Steuerzahler Milliardenbeträge für die Landschaftspflege aufbringen.

Front machen die beiden Minister auch gegen die geplante Kürzung der Bundesmittel um 100 Millionen Euro bei der Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes‘. Dieses Geld fehle dem gesamten Ländlichen Raum für eine positive, zukunftsorientierte Entwicklung, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Stächele und Miller versicherten, im engen Schulterschluss mit Österreich und Frankreich für eine multifunktionale Landwirtschaft einzutreten, die den Qualitätswettbewerb nicht zu scheuen braucht.

Links zum Thema Agrarpolitik, Links zum Thema EU-Dokumente / Agenda 2000.

Landwirtschaftliche Versuchsberichte jetzt bundesweit im Internet

Themen: Archiv — info @ 09:07

Berlin (agrar.de) – Ein neues bundesweites Archiv aller landwirtschaftlichen Versuchsberichte von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Landwirtschaftskammern (VIP) ist seit heute im Internet abrufbar.

Die Bund-Länderinitiative VIP innerhalb des Fachinformationssystems Ernährung, Land- und Forstwirtschaft (FIS-ELF) hat das Konzept und die Grundlagen für dieses bisher einmalige Dokumentenarchiv unter Federführung der ZADI erarbeitet. Als Informationseinrichtung des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) betreut die ZADI das Angebot zukünftig informationstechnisch.

Universitäten, Bundes- und Landesforschungseinrichtungen, Landwirtschaftskammern sowie private Institutionen führen jährlich aufwendige Anbau-, Sorten- und Pflanzenschutzversuche durch. Die Ergebnisse sind für die landwirtschaftliche und gartenbauliche Praxis sowie für die Beratungsinstitutionen von immenser Bedeutung, weil sie Impulse für die Optimierung der Pflanzenproduktion geben. Unnötige und damit auch kostenintensive Düngungs- und Pflanzenschutzmaßnahmen können so vermieden werden.

Mit dem bundesweiten Archiv der Versuchsberichte steht nun für alle Interessierten ein recherchierbares Archiv zur Verfügung, das über vielfältige Suchstrategien schnell zu den passenden Versuchsberichten führt. Bisher standen diese Berichte nur regional in gedruckter Form zur Verfügung, so dass in der Regel eine überregionale Verwertung der Ergebnisse nicht möglich war.

Institutionen, die ihre Versuchsberichte ebenfalls in das Archiv einstellen möchten, können über das Informationsangebot direkt Kontakt zur ZADI aufnehmen. Neben den derzeit abrufbaren pflanzenbaulichen und gartenbaulichen Versuchsberichten ist eine Erweiterung auf andere Fachbereiche in Vorbereitung.

Links zum Thema %url4%Sortenversuche und -ratgeber%/%.

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