30. Juli 2002

Mecklenburg-Vorpommern: Komplizierte Erntebedingungen in diesem Jahr

Themen: Archiv — info @ 11:07

Schwerin (agrar.de) – Die diesjährige Getreideernte, die in einigen Regionen des Landes Anfang Juli begann, wird ertragsmäßig unter den Rekordergebnissen des Vorjahres liegen. Auf der Grundlage der Ertragsschätzungen von 494 amtlichen Ernteberichterstattern hat das Statistische Landesamt aus allen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns mit dem Stand von Anfang Juli eine voraussichtliche Getreideernte von 4,0 Millionen Tonnen ermittelt, während es im Vorjahr fast 4,6 Millionen Tonnen gewesen waren (- 11 Prozent).

Zu diesem Zeitpunkt konnte bei Winterraps von einer Gesamterntemenge von etwa 882.000 Tonnen (+ 4 Prozent zu 2001) aufgrund der starken Flächenausdehnung ausgegangen werden.

Die aktuellen Witterungsbedingungen lassen jedoch die Vermutung zu, dass insbesondere bei einigen Winterkulturen mit noch größeren Ertragseinbußen gerechnet werden muss.

Auf der Grundlage der ersten Ernteschätzungen muss davon ausgegangen werden, dass die Rekord-Hektarleistungen des Jahres 2001 nicht wieder erreicht werden können. Dies betrifft vor allem die Wintergetreidearten. Im Mittel des Landes werden rund 69 Dezitonnen Getreide pro Hektar erwartet (2001: 74,5 Dezitonnen pro Hektar). Unter der Berücksichtigung der auf 587.000 Hektar reduzierten Getreideanbaufläche könnte sich der Gesamtertrag auf etwa 4,0 Millionen Tonnen belaufen (2001: 4,6 Millionen Tonnen). Wesentliche Ursachen für die geringeren Erträge beim Wintergetreide im Vergleich zum Vorjahr waren die Witterungsbedingungen im Herbst, da teilweise große Niederschlagsmengen eine termingerechte Aussaat verhinderten. Dies betrifft insbesondere den Winterroggen und die Wintergerste.

Den ersten Schätzungen zufolge wird sich der Ertrag des Winterweizens auf ungefähr 75 Dezitonnen pro Hektar belaufen. Im Jahr 2001 waren es 78,9 Dezitonnen pro Hektar gewesen (- 5 Prozent).

Wesentlich ungünstiger sieht die Situation beim Roggen aus. Während im Jahr 2001 noch 66,4 Dezitonnen pro Hektar geerntet wurden, werden es 2002 etwa 58 Dezitonnen pro Hektar (- 12 Prozent) sein. Um 14 Prozent niedriger wird voraussichtlich auch der Wintergerstenertrag ausfallen. Konnte im Vorjahr noch ein Spitzenertrag von 79,8 Dezitonnen pro Hektar realisiert werden, so sind es 2002 wahrscheinlich nur etwa 69 Dezitonnen pro Hektar. Der Sommergerstenertrag wird sich voraussichtlich wie im Jahr 2001 auf ungefähr 52 Dezitonnen pro Hektar belaufen.

Die Ertragsleistung von Triticale wird im Jahr 2002 bei knapp 63 Dezitonnen pro Hektar liegen (2001: 64,8 Dezitonnen pro Hektar), was einem Rückgang um mehr als 3 Prozent entspricht.

Für Winterraps konnte zum Zeitpunkt der Erhebung noch von einem Ertrag von etwa 38 Dezitonnen pro Hektar ausgegangen werden. Damit kann das Rekordergebnis des Jahres 2001 mit 41,8 Dezitonnen pro Hektar nicht wiederholt werden. Da sich die Anbaufläche auf fast 233.000 Hektar ausgedehnt hat, könnte eine Gesamterntemenge von 882.000 Tonnen erreicht werden, was einem Plus von etwa 4 Prozent entspricht (2001: 850.900 Tonnen).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Bayern: Neue Landesanstalt für Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 09:07

München (agrar.de) – Aufbau und Aufgabenzuschnitt der neuen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising-Weihenstephan stehen fest. Das Bayerische Kabinett hat heute dem von Landwirtschaftsminister Josef Miller vorgeschlagenen Konzept zugestimmt. Danach werden die sechs bisherigen Landesanstalten für Bodenkultur und Pflanzenbau, Tierzucht, Betriebswirtschaft und Agrarstruktur, Ernährung, Fischerei sowie Landtechnik in einer Behörde zu zehn fachlich eigenständigen Instituten sowie fünf zentralen Abteilungen zusammen gefasst. Die bisherigen Standorte bleiben erhalten. Die Landesanstalt für Bienenzucht in Erlangen kommt wegen besserer Synergieeffekte und aus Kostengründen zur eigenständig bleibenden Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim.

Der neuen Landesanstalt für Landwirtschaft zugeordnet werden sieben spezialisierte Lehr-, Versuchs- und Fachzentren und neun Versuchsstationen. Sie entstehen durch Neuorganisation und Modernisierung der derzeitigen Lehr- und Versuchsanstalten für Tierhaltung Achselschwang, Almesbach, Kringell, Schwarzenau und Spitalhof, der Lehr- und Versuchsanstalten für Milchwirtschaft und Molkereiwesen in Kempten und Triesdorf, des Haupt- und Landgestüts Schwaiganger sowie der Versuchsgüterverwaltungen Freising, Grub und Achselschwang. Mit der Neuorganisation verbunden ist ein Stellenabbau von 25 Prozent.

Mit der LfL erhält der Freistaat laut Miller ein modernes, schlagkräftiges Wissens- und Dienstleistungszentrum: „Die Landesanstalt bietet problemorientierte Forschung auf hohem Niveau und ein effektives staatliches Versuchswesen.“ Sie ist damit die grundlegende Basis für innovative landwirtschaftliche Entwicklungen und Weichenstellungen. Ein institutsübergreifendes Projektmanagement stellt sicher, dass wesentliche Zukunftsthemen der bayerischen Landwirtschaft interdisziplinär und umfassend bearbeitet werden können. Die Einrichtung flexibler Arbeitsbereiche anstelle von Sachgebieten ermöglicht die rasche Anpassung auf neue Forschungsschwerpunkte. Gleichzeitig bleibt die bewährte Verzahnung zwischen fachlicher Arbeit und hoheitlichen Aufgaben erhalten. In einer zentralen Spezialabteilung gebündelt wird der Fördervollzug.

Musterbeispiel für den neuen ganzheitlichen Ansatz der LfL ist nach Aussage des Ministers der künftige Arbeitsschwerpunkt „Ökologischer Landbau“. Hierfür ist bewusst kein eigenständiges Institut vorgesehen, denn: „Dieser Bereich darf nicht isoliert, sondern muss institutsübergreifend bearbeitet werden.“ Laut Miller sind umweltgerechte Landwirtschaft, artgerechte Tierhaltung und sichere Nahrungsmittel Leitbilder für die gesamte Landwirtschaft in Bayern. Dem wird insbesondere mit der Ausweisung von Instituten für Agrarökologie, Ökologischen Landbau und Bodenschutz sowie für Tierhaltung und Tierschutz Rechnung getragen. Hinzu kommt das Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für ökologischen Landbau und Tierhaltung Kringell, wo es im Verbund mit der Bezirkseinrichtung Landshut/Schönbrunn Praxistests und bei der überbetrieblichen Ausbildung bundesweit einmalig einen Schwerpunkt „Ökolandbau“ geben soll. Großes Interesse soll an der neuen Landesanstalt auch der Qualitätssicherung in der landwirtschaftlichen Produktion beigemessen werden. Miller: „Wegen der Bedeutung für Verbraucher und Umwelt werden wir eine zentrale Abteilung „Qualitätssicherung, Untersuchungswesen“ einrichten.“

Vordringliche Aufgaben der LfL sind die anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung, die Erarbeitung von politischen Entscheidungshilfen und der für die Landwirtschaftsverwaltung notwendigen fachlichen Grundlagen, der Vollzug von Rechtsvorschriften im Agrarbereich und die Mitwirkung bei der Berufsbildung und Beratung.

Links zum Bundesland Bayern.

Rapsernte läuft auf vollen Touren

Themen: Archiv — info @ 09:07

Bonn (agrar.de) – Die deutsche Rapsernte hat begonnen. In diesen Tagen ernten Landwirte auf über 1,3 Mio. Hektar die Saat der mit Abstand bedeutendsten heimischen Ölpflanze. Nicht nur die Tatsache, dass Raps auf mehr als 10 Prozent der Ackerfläche wächst, macht diese Pflanze so bedeutend. Vielmehr ist es die Qualität der aus Raps hergestellten Produkte. Sowohl als hochwertiges Speiseöl als auch in Form von Biodiesel ist Rapsöl praktisch konkurrenzlos. Biodiesel ist nach einer Information der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (ufop) heute der mit Abstand wichtigste Biokraftstoff. 1.500 Tankstellen bieten ihn bundesweit bereits an.

Man sieht den kleinen schwarzen und überaus harten Rapssaatkörnern auf den ersten Blick ihren hohen Ölgehalt von über 40 Prozent gar nicht an. So liefert ein Hektar Raps fast 1.600 l Öl. Weiterverarbeitet zu Biodiesel trägt so jeder Hektar Raps zu einer CO2-Einsparung in Höhe von 5,4 Tonnen bei!

Öl ist nicht das einzige Produkt, das bei der Pressung entsteht. 60 Prozent der Saat verbleiben bei der Pressung als Rapsschrot, das als hochwertiges Eiweißfuttermittel in der Tierernährung eingesetzt wird. Damit ist die Vielseitigkeit von Raps kaum zu übertreffen.

Links zum Thema Biodiesel und Pflanzenöl.

29. Juli 2002

DMK über Vorschläge zum Mid-Term-Review besorgt

Themen: Archiv,GAP — info @ 13:07

Bonn (agrar.de) – Die Maisanbauer in Deutschland sehen nach bisheriger Beurteilung die Vorschläge von EU-Agrarkommissar Fischler zum Mid-Term-Review der Agenda 2000 mit grosser Sorge.

Das Deutsche Maiskomitee (DMK), das sich in der agrarpolitischen Diskussion der letzten Jahre immer für die Aufrechterhaltung eines wirtschaftlichen und nachhaltigen Maisanbaus in Deutschland eingesetzt hat, sieht in den nun bekanntgewordenen Inhalten des Mid-Term-Reviews einmal mehr eine Benachteiligung leistungs- und zukunftsfähiger Strukturen in der Körnermaisproduktion und vor allem in der Rindermast auf Silomaisbasis. Obwohl betriebswirtschaftliche Analysen derzeit noch fehlen, sei klar, dass durch die weitere Absenkung des Interventionspreises um 5 % der trocknungs- und kostenintensive Körnermais in seiner Wettbewerbsfähigkeit besonders hart getroffen sei, da an den Kostenschrauben nicht ohne Ende gedreht werden könne.

Mit noch grösserer Sorge sieht das DMK aber die Entwicklung im Rindfleischsektor, wo sich die Entkopplung der Ausgleichszahlungen von der Produktion besonders spürbar auswirken werde.

Im übrigen fehlt dem DMK jegliches Verständnis dafür, die in Berlin 1999 gemeinschaftlich getroffenen Beschlüsse zur Agenda 2000 ohne Not zu ändern und einen ursprünglichen ‚Zwischenbericht‘ zu einer unnötigen ‚Reform‘ zu missbrauchen.

Links zum Thema Agrarpolitik, Links zum Thema EU und Landwirtschaft.

Sachsen-Anhalt: Getreideernte auf 3,9 Mill. Tonnen geschätzt

Themen: Archiv — info @ 11:07

Halle (agrar.de) – Nach den vorläufigen Ergebnissen der diesjährigen Bodennutzungshaupterhebung und ersten Ertragsvorschätzungen im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung erwarten die Landwirte eine Getreideernte von 3,9 Mill. Tonnen, davon 2,8 Mill. Tonnen Brotgetreide (Weizen, Roggen) und 1,1 Mill. Tonnen Futtergetreide (Gerste, Hafer, Triticale). Dies entspräche einer um 8,4 Prozent geringeren Erntemenge als im Vorjahr. Sowohl die Getreideanbaufläche als auch der eingeschätzte Hektarertrag von 66 Dezitonnen liegen unter den Vorjahresergebnissen.

Die Rapsernte (einschließlich Anbau als nachwachsender Rohstoff) wurde Ende Juni auf 463.800 Tonnen geschätzt, darunter 462.400 Tonnen Winterraps. Die um 16 Prozent höhere Winterrapsernte resultiert ausschließlich aus der Erweiterung des Anbaus um 21 Prozent.

Da Kornbildung und Ernteverluste entscheidend von dem weiteren Witterungsverlauf bis zum Erntezeitpunkt abhängen, kann die Erntemenge an Getreide und Raps noch mehr oder minder von dieser Vorschätzung abweichen. Hinzu kommt, dass durch die anhaltenden Niederschläge seit Anfang Juli die Erntebedingungen erheblich erschwert wurden und die starken Regenfälle zu Lagergetreide führten.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

Waldfläche in Bayern wächst schneller

Themen: Archiv — info @ 11:07

München (agrar.de) – Die Waldfläche in Bayern ist 2001 um 391 Hektar und damit fast doppelt so stark gewachsen wie im Jahr zuvor. Einer Rodungsfläche von 234 Hektar standen 625 Hektar Erstaufforstungen gegenüber, wie Forstminister Josef Miller in München mitteilte. Damit setzt sich der seit 21 Jahren anhaltende Anstieg der Waldfläche fort. In diesem Zeitraum sind Bayerns Wälder um mehr als 14.000 Hektar gewachsen. Im Freistaat gibt es rund 2,5 Millionen Hektar Wald.

Besonders erfreulich ist nach Aussage des Ministers die Entwicklung in der waldarmen Region Ingolstadt. Sie konnte im vergangenen Jahr mit 70 Hektar den bayernweit größten Zuwachs verbuchen. Miller: ‚Wir brauchen den Wald mit seinen Schutz- und Erholungswirkungen – vor allem in Großstadtnähe und in waldarmen Bereichen‘. Der Waldanteil in Bayern ist in den letzten zwei Jahrzehnten um etwa 0,2 Prozentpunkte auf rund 36 Prozent gestiegen.

Die Waldflächenbilanz 2001 und Detailinformationen können auch im Internet abgerufen werden.

Links zum ThemaWald und Forst, Links zum Bundesland Bayern.

Prognosen zu Anbauzahlen gentechnisch verbesserter Kulturpflanzen in den USA für 2002

Themen: Archiv — info @ 10:07

Washington/Düsseldorf (agrar.de) – Der aktuelle Bericht des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA schätzt einen vermehrten Anbau von gentechnisch veränderten Kulturpflanzen in den USA auch für 2002. Der kürzlich veröffentlichte Bericht der USDA prognostiziert, dass die Gesamtanbaufläche gentechnisch veränderter Kulturpflanzensorten in den USA im Jahr 2002 im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent zugenommen hat. (unsere Meldung)

Für die einzelnen Kulturpflanzen bedeutet dies: – auf 75 Prozent der gesamten amerikanischen Soja-Anbaufläche werden transgene Sorten angebaut (Vorjahr: 68 Prozent). – auf 34 Prozent wird transgener Mais angebaut (Vorjahr: 26 Prozent). – auf 71 Prozent der Baumwollfelder werden transgene Sorten angebaut (Vorjahr: 69 Prozent).

Monsanto-Technologie auch weiterhin die Nummer 1 in den USA.

Das Unternehmen Monsanto gibt nach neuesten Schätzungen bekannt, dass seine insektenresistenten Kulturpflanzen und die Roundup Ready-Sorten in Saison 2002 in den USA auf cirka 36 Millionen Hektar angebaut wurden. Dies entspricht einer Zunahme von 5 Prozent verglichen mit dem vorherigen Jahr. Für die einzelnen Kulturpflanzen ergeben sich bzgl. der transgenen Sorten von Monsanto folgende Prognosen für die USA:

– Cirka 79 Prozent der gesamten amerikanischen Sojabohnenflächen sind im Jahr 2002 mit Roundup Ready-Sorten bestellt – GV-Maissorten von Monsanto machen im Jahr 2002 ca. 27 Prozent der gesamten amerikanischen Maisanbaufläche aus – Mit Schädlingstoleranz und oder Herbizidresistenz ausgestattete GV-Baumwollsorten von Monsanto stehen in 2002 auf etwa 69 Prozent der amerikanischen Baumwollfelder

Diese aktuellen Zahlen des USDA-Reports und firmeneigene Prognosen zeigen deutlich, dass die US-Farmer die Vorteile der Grünen Gentechnik auch weiterhin begrüßen. Seit der Einführung der Roundup Ready-Sojabohne im Jahr 1996 haben neun von zehn Farmern, die diese Sorte anbauen, bei jährlichen Umfragen wiederholt bestätigt, dass sie mit den Erträgen und dem daraus entstehenden Mehrwert dieser GV-Kulturpflanze sehr zufrieden sind. Monsanto ist einer der Weltmarktführer in der Entwicklung von gentechnisch verändertem Saatgut für Nutzpflanzen, die resistent gegenüber Schadinsekten oder tolerant gegenüber dem Pflanzenschutzmittel Roundup sind. Das Unternehmen verwendet diese Merkmale in seinen über DEKALB und Asgrow vertriebenen Mais- und Sojabohnensorten und vergibt Lizenzen für diese Technologien an über 200 amerikanische Saatgutunternehmen.

Links zum Thema %url4%Biotechnologie%/%.

27. Juli 2002

Bayern: Preise für landwirtschaftlich genutzte Grundstücke leicht gesunken

Themen: Archiv — info @ 15:07

Im Schnitt wurden 2,43 Euro je Quadratmeter bezahlt

München (agrar.de) – Im Jahre 2001 wurden in Bayern 4.367 Veräußerungsfälle für Flächen der landwirtschaftlichen Nutzung (ohne Gebäude und ohne Inventar) mit insgesamt 6.620 Hektar festgestellt. Der durchschnittliche Kaufwert belief sich dabei nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung auf 24.307 Euro je Hektar bzw. 2,43 Euro je Quadratmeter. Damit lag der Durchschnittspreis je Hektar um 1,3 Prozent unter dem des Vorjahres.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung im Rahmen einer aufgrund des Preisstatistikgesetzes jährlich bundesweit durchgeführten Erhebung ermittelte, wurden im Jahr 2001 in Bayern 4.367 Flächen der landwirtschaftlichen Nutzung (ohne Gebäude und ohne Inventar) mit insgesamt 6.620 Hektar (ha) veräußert. Gegenüber 2000 hat sich sowohl die Zahl der Verkaufsfälle als auch die veräußerte Fläche um 12,2 bzw. 7,3 Prozent verringert. Der durchschnittliche Kaufwert je ha belief sich im Jahr 2001 auf 24.307 Euro je ha oder 2,43 Euro je Quadratmeter. Er lag damit um 1,3 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres (24.619 Euro je ha) und sogar um 27,1 Prozent unter dem Niveau von 1984. Damals wurde mit 33.345 Euro der bisher höchste durchschnittliche Kaufwert je ha festgestellt.

Regional zeigten sich hinsichtlich der Entwicklung und Höhe der durchschnittlichen Kaufwerte je ha erhebliche Unterschiede: Höhere Kaufwerte als im Jahr zuvor wurden in Schwaben mit 28.621 Euro (+ 9,8 Prozent), in Mittelfranken mit 18.869 Euro (+ 2,4 Prozent), in Unterfranken mit 16.403 Euro (+ 1,9 Prozent) und in Oberfranken (+ 0,3 Prozent) mit 16.594 Euro festgestellt. Rückgänge waren dagegen in den anderen Regierungsbezirken zu verzeichnen, und zwar in Oberbayern um 7,5 Prozent auf 31.845 Euro, in Niederbayern um 6,1 Prozent auf 26.958 Euro, und in der Oberpfalz um 4,0 Prozent auf 20.856 Euro.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Bayern.

Klärschlamm bietet bis zu 20 Prozent des Phosphatbedarfs der Landwirtschaft

Themen: Archiv,MKS — info @ 13:07

Berlin (agrar.de) – Die in kommunalen Klärschlämmen enthaltenen Phosphate könnten rechnerisch 15 bis 20 Prozent des Phosphatbedarfs der deutschen Landwirtschaft abdecken, erklärt die Bundesregierung in der Antwort auf eine Große Anfrage der FDP. Das berichtet der Pressedienst des Bundestages.

Danach besitzt Klärschlamm Düngeeigenschaften durch Gehalt von Stickstoff, Phosphat, Kalk, Kalium sowie Magnesium und könne andere Düngemittel – zum Beispiel Mineraldünger – ersetzen. Die Nutzung des vorhandenen Phosphates sei von großer Bedeutung, da die Vorkommen an kadmiumarmen Rohphosphaten weltweit begrenzt seien und in den nächsten Jahrzehnten weitgehend aufgebraucht sein dürften. Andererseits enthalten Klärschlämme durch Einleitungen aus privaten Haushalten und Gewerbe laut Antwort viele organische Schadstoffe, die in Kläranlagen nicht oder nicht genügend abgebaut werden könnten und sich im Klärschlamm zum Teil und damit auch im Oberflächenbereich des Ackerbodens wiederfänden. Bereits nach der geltenden Verordnung sei daher die Aufbringung von Klärschlamm für Gemüse- und Obstanbauflächen verboten. Insbesondere seit dem Auftreten von BSE in Deutschland werde die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung daher kontrovers diskutiert.

Die Bundesregierung werde aber als Konsequenz aus der Krise durch BSE und Maul- und Klauenseuche ‚kein Verbot von Klärschlämmen und Komposten in dieser Legislaturperiode auf den Weg bringen‘.

Die wissenschaftliche Anhörung zur landwirtschaftlichen Verwertung von Klärschlamm und anderen Düngern habe ergeben, dass es nicht notwendig sei, als Konsequenz ein kurzfristiges Verbot der landwirtschaftlichen Verwertung von Klärschlämmen oder kompostierten Bioabfällen zu erlassen.

Allerdings werde eine ökologisch sinnvolle und nachhaltige Kreislaufwirtschaft auf Dauer unmöglich gemacht, wenn von außen mehr Schadstoffe in die Kreisläufe eingeschleust würden als ausgeschleust werden können.Eine angemessene Begrenzung des Schadstoffeintrages über Düngemittel sei ein Teil des Konzepts der Lebensmittelsicherheit ‚zum Acker bis zum Tisch‘ und Voraussetzung dafür, dass die landwirtschaftlichen Böden dauerhaft genutzt werden können.

Links zum Thema Klärschlamm.

Sachsen: Rekordanbaufläche für Winterraps

Themen: Archiv — info @ 12:07

Dresden (agrar.de) – Die sächsischen Landwirte bearbeiten nach Angaben des Statistischen Landesamtes in diesem Jahr rund 725.300 Hektar Ackerland.

Für Winterraps wurde eine Rekordanbaufläche von 122.800 Hektar registriert. Das sind 15.500 Hektar (14,5 Prozent) mehr als im Vorjahr. In dieser Fläche ist auch Winterraps als nachwachsender Rohstoff enthalten. Winterraps zählt neben anderen Ölfrüchten (Lein, Körnersonnenblumen), Rüben und Gräsern zur Samengewinnung sowie Hopfen zu den Handelsgewächsen. Der gesamte Anbau von Handelsgewächsen wurde um 14.600 Hektar (12,4 Prozent) auf 132 700 Hektar erhöht.

Die Ausdehnung des Winterrapsanbaus erfolgte zu Lasten anderer Fruchtarten. So verringerten die sächsischen Landwirte die Anbaufläche von Getreide (einschließlich Körnermais) auf 411.200 Hektar. Das sind 14.400 Hektar (3,4 Prozent) weniger als im Vorjahr. Die Anbauentwicklung der einzelnen Getreidearten verläuft unterschiedlich. Die Anbaufläche von Weizen erhöhte sich um 5 400 Hektar (3,2 Prozent) auf nunmehr 172.900 Hektar. Weizen ist die am häufigsten angebaute Getreideart und beansprucht 42 Prozent der Getreideanbaufläche. Dagegen sind die Anbauflächen für Gerste, Roggen und Triticale (Kreuzung aus Weizen und Roggen) rückläufig. Die sächsischen Landwirte drillten 138.800 Hektar Gerste (-6,9 Prozent zum Vorjahr), 41.900 Hektar Roggen (-14,2 Prozent) und 33.900 Hektar Triticale (-2,6 Prozent).

Die Anbaufläche für Futterpflanzen erreicht mit 94.100 Hektar annähernd das Vorjahresniveau

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen.

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