03. Juli 2002

Sommerspaß Freiluft-Hotel: Ein Bett im Kornfeld

Themen: Archiv — info @ 15:07

Bad Kissingen (agrar.de) – Der Landwirt Otto Funk und die Stadt Bad Kissingen bieten in diesem Sommer ein Freizeiterlebnis der besonderen Art: Durch die Schaffung eines ‚familienfreundlichen, naturnahen Schlafplatzes‘ geben sie interessierten Gästen die Möglichkeit eine Nacht im Bett im Kornfeld unter freiem Himmel zu verbringen.

Angesprochen werden vor allem Familien, Naturfreunde, Menschen mit ungewöhnlichen Schlafgewohnheiten, Puristen und Existenzialisten. Sie können sich – nach einem gemütlichen Beisammensein am Lagerfeuer in den Schlafsack auf ein Strohlager im Weizenfeld zurückziehen, den Sternenhimmel beobachten und den Geräuschen der Nacht lauschen. Morgens erwartet die Besucher ein deftiges Rhöner Farmerfrühstück im Freien.

Vom 3. bis 18. August bietet Funk seinen Gästen 21 separate Schlafplätze a 3 mal 3 Meter, einige davon sind sogar mit Doppelbetten ausgestattet. 16 Euro pro Nacht und ‚Zimmer‘ (bzw. 24 Euro für das komfortablere ‚Landgrafen-Zimmer‘ mit Bett) kostet die Übernachtung, das Frühstück wird mit 8 Euro berechnet. Erste Buchungen liegen nach Auskunft der Veranstalter schon vor. Übernachtungsgäste können exklusiv auch das benachbarte Maislabyrinth, den ‚Irrgarten der Phantasie‘ besuchen.

Die Massivholz-Betten und die dazugehörigen Naturlatexmatrazen wurden von Sponsoren gestiftet und werden zum Ende der im Rahmen des Bad Kissinger Kultursommers stattfindenden Aktion versteigert. Der Erlös kommt der Jugendarbeit der Stadt Bad Kissingen zugute.

Kontakt: Martin Reinhart, Salinenstraße 37, 97688 Bad Kissingen, Tel.: 0971-78546809, Fax: 0971-78546812, E-Mail.

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Bayern: Miller stellte Agrarbericht 2002 im Landtag vor

Themen: Archiv — info @ 13:07

Produktivität gesteigert: Ein Bauer ernährt 110 Personen

München (agrar.de) – Die bayerische Landwirtschaft belegt mit ihrer Bruttowertschöpfung im Jahr 2001 den ersten Platz unter den Ländern, gefolgt von Niedersachsen. Das geht aus dem Bayerischen Agrarbericht 2002 hervor, den Landwirtschaftsminister Josef Miller am heutigen Mittwoch im Landwirtschaftsausschuss des Landtags vorstellte. Ebenfalls an erster Stelle liegt Bayern beim Agrarexport, noch vor Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Mit 4,7 Milliarden Euro erreichten die Exporte im Jahr 2000 ein Rekordergebnis. Rund 82 Prozent der bayerischen Agrarausfuhren gingen in die EU-Mitgliedsstaaten und damit ohne Exportbeihilfen. Wichtigste Handelspartner waren Italien und Frankreich.

Die Leistungsfähigkeit der bayerischen Landwirtschaft wird dokumentiert durch den höchsten Gewinn auf Bundesebene je Hektar in Höhe von 801 Euro. Die durchschnittliche Betriebsgröße beträgt in Bayern 23,3 Hektar gegenüber 41,6 Hektar im Bundesdurchschnitt. Aus gesellschaftspolitischen Gründen hält die Staatsregierung an der bäuerlichen Struktur seiner Betriebe fest. Sie machen fast ein Drittel aller deutschen Betriebe aus.

Der Produktionswert der bayerischen Land- und Forstwirtschaft liegt bei rund 8,6 Milliarden Euro. Die wichtigsten Erzeugnisse der Landwirtschaft im Freistaat sind nach wie vor Milch und Rindfleisch mit einem Anteil von 40 Prozent am landwirtschaftlichen Produktionswert bzw. 55 Prozent an den landwirtschaftlichen Verkaufserlösen. Danach ist die Produktivität der bayerischen Landwirtschaft in den rückliegenden Jahren enorm gestiegen: Während ein Bauer 1990 rund 66 Personen versorgte, waren es im Jahr 2001 bereits 110.

Für Flurneuordnungsmaßnahmen und Dorferneuerung wurden in den Jahren 2000 und 2001 Zuschüsse von rund 255 Millionen Euro gewährt, die damit Investitionen von 537 Millionen Euro auslösten. Laut Miller wird derzeit in 1.700 Verfahren der Ländlichen Entwicklung mit über 700.000 Hektar der Lebensraum von über einer Million Bürgern neu gestaltet. In die Dorferneuerung sind rund 1.800 Ortschaften mit annähernd 470.000 Einwohnern einbezogen.

In den Jahren 1999 und 2000 hat die Waldfläche Bayerns um 514 Hektar zugenommen. Durch gesunkene Holzpreise ist die wirtschaftliche Lage der Forstbetriebe nach wie vor sehr angespannt: Die Ergebnisse eines Testbetriebsnetzes weisen für den Körperschaftswald ein negatives Betriebsergebnis und für den Privatwald einen positiven Reinertrag von 255 Euro pro Hektar aus. Die Betriebsergebnisse im Staatswald lagen 1999 bei 24 Euro je Hektar. Im zweijährigen Berichtszeitraum wurde der Privat- und Körperschaftswald in Bayern mit insgesamt 36,4 Millionen Euro gefördert.

Der jetzt vorgelegte 15. Agrarbericht stützt sich auf die Ergebnisse der Wirtschaftsjahre 1999/2000 und 2000/2001. Gleichzeitig zeigt er die Entwicklungen in den Kalenderjahren 2000 und 2001 auf. Schließlich enthält er auch eine Einkommensprognose für das Wirtschaftsjahr 2001/2002 und Quervergleiche mit den anderen Ländern und dem Bund. Den Agrarbericht 2002 gibt es in schriftlicher Form und als CD-Rom beim Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten, Ludwigstraße 2, 80539 München, Referat G 3, Tel. 089-2182-2206. Eine gekürzte Fassung ist im Internet abrufbar.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland %url2%Bayern%/%.

Miller: „Künast-Effekt“ beschleunigt das Höfesterben

Themen: Archiv — info @ 13:07

Minister warnt vor drastischen Gewinneinbußen

München (agrar.de) – Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Bayern ist weiter rückläufig. Auch in den Jahren 2000 und 2001 haben im Durchschnitt jährlich 4.316 Bauern oder 2,9 Prozent aufgegeben, berichtete Landwirtschaftsminister Josef Miller bei der Vorstellung des Bayerischen Agrarberichts 2002 im Landtag. Dieser Strukturwandel wird sich jedoch laut Miller drastisch beschleunigen, wenn im eben erst abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2001/2002 der sogenannte Künast-Effekt eintritt. Dann nämlich drohen nach Schätzungen vom Mai dieses Jahres den mehr als 59.000 bayerischen Haupterwerbsbetrieben Gewinnrückgänge je nach Betriebsform zwischen fünf und 40 Prozent.

Dafür trägt nach Auffassung des Ministers allein die Bundesregierung die Verantwortung, ‚die die tatsächlichen Nöte der Bauern ignoriert, sie durch Steuern, Abgaben, nationale Alleingänge und wegfallende Hilfen wirtschaftlich belastet und Agrarpolitik zu einem ideologischen Spielfeld für grüne Abenteurer abwertet‘. Als unverantwortlich bezeichnete Miller die Öko-Politik der Bundesministerin. Mit ihrer 20-Prozent-Vorgabe provoziere Künast nicht nur Masse statt Klasse, sondern sie steuere damit auch in ein nicht mehr darstellbares finanzielles Abenteuer. Bereits jetzt haben die staatlichen Transferzahlungen bei den Öko-Betrieben auf Bundesebene einen Anteil von 113 Prozent am Gewinn.

Der Agrarbericht 2002 macht laut Miller deutlich, dass die Landwirtschaft in Deutschland auf Bundesebene dringend wieder politischen Rückhalt braucht. Dazu gehöre auch, dass die bis 2006 gemachten Zusagen der AGENDA 2000 eingehalten werden. Ohne Planungssicherheit über längere Zeiträume seien immer weniger Landwirte bereit, in die Zukunft ihrer Betriebe zu investieren. Die Bundesregierung müsse endlich Farbe bekennen: ‚Mir fehlen aus Berlin klare Aussagen und politische Initiativen zur Fortführung der Milchquotenregelung, zur Angleichung der Wettbewerbsbedingungen in der EU und zur Verankerung unserer hohen Standards in internationalen Abkommen.‘ Außerdem braucht die Land- und Forstwirtschaft eine angemessene Vergütung ihrer Leistungen für das Gemeinwohl und die Umwelt im Rahmen eines eigenständigen, verlässlichen Honorierungssystems, das im Bundeslandwirtschaftsgesetz und im Bundeswaldgesetz abzusichern ist.

Für die Land- und Ernährungswirtschaft in Bayern sieht Miller einen laufenden Anpassungsbedarf. Ohne wirksame staatliche Hilfe könne sie im internationalen Wettbewerb nicht bestehen. Der Freistaat werde deshalb auch in Zukunft seinen landespolitischen Spielraum dazu nutzen, den Betrieben sowie den Unternehmen der Ernährungswirtschaft Rahmenbedingungen zu erhalten, mit denen sie im europäischen Wettbewerb bestehen und zugleich ihren ökologischen und sozialen Beitrag zur Entwicklung des Landes erbringen können, versicherte der Minister.

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Kommunikationsanalyse: Schwindendes Interesse an Natur und Umwelt

Themen: Archiv — info @ 11:07

Hamburg (agrar.de) – Seit 1992 beobachten die Markenstrategen der BRIGITTE-Anzeigenabteilung ein kontinuierlich nachlassendes Interesse an Natur und Umwelt. Gaben 1992 noch 69 Prozent aller Frauen an, gezielt umweltfreundliche Produkte zu kaufen, sind es 2002 nur noch 50 Prozent. Auch ein Wachstum der Preissensibilität, wie es in den 90er Jahren stattgefunden hat, schlägt sich auf das ökologische Interesse nieder: 1992 gaben 65 Prozent der Frauen an, mehr Geld für umweltfreundliche Produkte auszugeben. Im Jahr 2002 sind dazu nur noch 47 Prozent bereit.

Auch der Verpackungsmüll interessiert immer weniger: 2000 störten sich noch 63 Prozent an den aufwendigen Schachteln der Kosmetikartikel, 2002 nur noch 58 Prozent. 35 Prozent geben 2002 sogar an, dass es ihnen egal sei, wie, wo und unter welchen Bedingungen ein Unternehmen seine Produkte herstellt.

Zu einem anderen Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Bundesumweltministeriums. (unsere Meldung) Danach ist der Schutz der Umwelt trotz hoher Arbeitslosigkeit und angespannter Wirtschaftslage weiterhin ein wichtiges politisches Thema. 93 Prozent der Bevölkerung hielten laut dieser Umfrage Umweltschutz für wichtig oder sogar für sehr wichtig. Er liege auf Rang vier der aktuell wichtigsten Themen der Tagespolitik, hiess es.

Bundesinitiative „Lernen auf dem Bauernhof“ befragt 5.000 Lehrer

Themen: Archiv — info @ 11:07

Konzepte für eine effiziente thematische Umsetzung der Land- und Ernährungswirtschaft im Unterricht werden erarbeitet

Bonn (agrar.de) – Das vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) initiierte Modellvorhaben ‚Lernen auf dem Bauernhof‘, mit den Projektträgern i.m.a e.V. und Evangelische Landjugendakademie Altenkirchen, hat mit großem Erfolg eine bundesweite Lehrerbefragung durchgeführt.

5.000 Lehrer verschiedener Schulstufen wurden mittels eines Fragebogens zum Thema ‚Unterricht auf dem Bauernhof‘ befragt. Bereits in den ersten Wochen der Befragung wurde eine erfreulich große Anzahl der Fragebogen zurückgesandt. Diese Resonanz zeigt deutlich, wie groß der Bedarf nach konkreten Lehrerinformationen sowie Unterrichtsmaterialien für den praxisorientierten Unterricht ist.

In der zweijährigen Projektphase wird unter Federführung der i.m.a das pädagogische Angebot für den Unterricht auf dem Bauernhof gründlich analysiert. Zurzeit wird bereits untersucht, wie Landwirtschaft im Unterricht vermittelt wird und welche Aktivitäten im Bereich ‚Landwirtschaft und Lernen auf dem Bauernhof‘ vorhanden sind. Unterrichtsangebote für Schulen sollen auf diesem Weg verbessert und Bauernhoferkundungen organisatorisch, inhaltlich und didaktisch optimiert werden.

Ein wichtiges Ziel der Bundesinitiative ‚Lernen auf dem Bauernhof‘ ist außerdem, den Erfahrungsaustausch zwischen Lehrkräften und Landwirten anzuregen sowie die Anzahl von Projekten in den einzelnen Bundesländern zu erweitern. Besonders kleinen und mittleren Familienbetrieben eröffnen sich dadurch zusätzliche Einkommensalternativen.

Die Ergebnisse der Studie werden zum Projektende in einen Leitfaden fließen, der Landwirte und Lehrer gleichermaßen bei der Umsetzung von ‚Lernen auf dem Bauernhof‘ unterstützen wird.

Links zum Thema %url4%Schulbauernhof%/%.

EP fordert umfassende GVO-Kennzeichnung

Themen: Archiv — info @ 10:07

Straßburg (agrar.de) – Das Europäische Parlament hat sich heute in Straßburg für eine umfassende Kennzeichnung von genveränderten Bestandteilen (GVO) in Lebensmitteln und Futtermitteln ausgesprochen.

Das Parlament sprach sich unter anderem für folgende Punkte aus:

– Vollständige Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Organismen und allen Produkten, die daraus hergestellt werden. Auf Verpackungen und Werbematerialen muss ein eindeutiger Hinweis auf die Verwendung gentechnisch veränderter Pflanzen stehen. Bisher mussten Lebensmittel nur dann gekennzeichnet werden, wenn die gentechnische Veränderung im Endprodukt nachweisbar war. Zusätzlich müssen in Zukunft auch alle Produkte gekennzeichnet werden, deren Zutaten z.B. aus Gen-Soja oder Gen- Mais hergestellt wurde. So müßte Margarine, die Soja-Öl enthält, zukünftig gekennzeichnet werden, auch wenn die Genveränderung der Soja in der Margarine nicht mehr nachweisbar ist.

– Ein niedriger Schwellenwert für ungewollte Kontamination mit Gentechnik in Lebensmitteln. Die Abgeordneten treten für einen Schwellenwert von 0,5 Prozent für das zufällige oder technisch nicht vermeidbare Vorhandensein von in der Gemeinschaft zugelassenen GVO ein. Dieser Schwellenwert soll jedoch in dem Maße weiter gesenkt werden, wie der Stand von Wissenschaft und Technik dies erlaubt. Bisher mussten Lebensmittel erst ab 1 Prozent gekennzeichnet werden.

– Falls Lebensmittel mit genveränderten Organismen verunreinigt werden, die von der EU nicht genehmigt wurden, muss das Produkt vom Markt genommen werden.

– Ausweitung der Kennzeichnungspflicht auch auf den Bereich der Futtermittel. Futtermittel mussten bisher überhaupt nicht gekennzeichnet werden.

Über die Entscheidung des Europäischen Parlamentes muss jetzt im Ministerrat abgestimmt werden. Danach geht die Gesetzesvorlage zur endgültigen Abstimmung zurück ans Parlament.

Verbraucherschutzministerin Renate Künast äußerte sich zufrieden über die vom Parlament beschlossene Änderung. «Ich begrüße es, dass das Parlament in Richtung so niedrig wie möglich votiert hat», erklärte sie in Berlin. Es bleibe jetzt abzuwarten, wie die Diskussion unter den Mitgliedstaaten im Ministerrat verlaufen werde.

Die rheinland-pfälzische Europaabgeordnete Christa Klaß (CDU) forderte in ihrer Rede im Plenum, dass das EP die Praktizierbarkeit und Durchführbarkeit von Verordnungen bei allem, was es verlange, im Auge behalten müsse.

‚Innerhalb der EU wurden bereits eine Reihe genetisch veränderter Organismen einer Bewertung durch die Wissenschaftlichen Ausschüsse unterzogen und dabei wurde festgestellt, dass diese Stoffe keine Gefahr für Gesundheit und Umwelt darstellen,‘ so Christa Klaß. Dennoch sei Information die Voraussetzung zur besseren Akzeptanz bei der Anwendung der Gentechnik im Nahrungsmittelsektor. ‚Es stellt sich besonders die Frage, ob eine zufällige Kontaminierung in sehr geringem Maße überhaupt vermeidbar ist. Die Realität zeigt doch, dass die ‚Null-Toleranz‘ fast nie garantiert werden kann‘, stellte Christa Klaß fest.

Der Forderung, alle Fleischprodukte, Eier und Milch von Tieren zu etikettieren, die mit GVO oder mit Nahrungsmitteln mit GVO-Anteilen gefüttert worden sind, erteilte Christa Klaß eine klare Absage: ‚Wenn das Endprodukt weder DNA noch genetisch verändertes Protein enthält, kann es doch nicht sein, dass trotzdem GVO gekennzeichnet werden müssen. Es kann doch letztlich nur das draufstehen, was auch drin ist.‘

Kein Landwirt, dessen Tiere im Freien auf der Weide sind, könne garantieren, dass diese nicht vom Wind verbreitete GVO zu sich nehmen. Diese Tatsache und geringe Anteile im Futter würden dann in der Konsequenz bedeuten, dass Fleisch generell als GVO gekennzeichnet werden müsse. ‚Das ist für Europas Landwirte ebenso wie für die Verbraucher eine unzumutbare Situation – für die Verbraucher, weil sie nichtssagende Informationen verarbeiten müssen und für die Bauern bedeutet dies technisch unlösbare Probleme, die auch deswegen nicht akzeptabel sind, weil sie selbst für die Einführung und die Verbreitung von GVO nicht verantwortlich sind.‘

Greenpeace-Gentechnikexpertin Imke Ide begrüßte die EP-Entscheidungen: ‚Die Gen-Industrie kann dem Käufer im Supermarkt keine Gentechnik mehr unterschieben. Vorausgesetzt, die verschärften Kennzeichnungs-Regelungen werden tatsächlich Gesetz. Dies wäre ein klarer und weit reichender Sieg für die Verbraucher. Aktuelle Umfrage-Ergebnisse zeigen, dass neun von zehn Verbrauchern eine umfassende Kennzeichnung wollen. Sie wollen nicht länger als Versuchskaninchen für Gentechnik in Lebensmitteln missbraucht werden. Zum ersten Mal soll jetzt ein gesetzlicher Rahmen geschaffen werden, der es Verbrauchern möglich macht, Gen-Food aus Europa zu verbannen. Ein erfreulicher Schritt, dem weitere folgen sollten.‘

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NABU: Ökologischer Landbau ist die bessere Alternative

Themen: Archiv — info @ 10:07

Bonn (agrar.de) – Angesichts der wiederholten Kritik der konventionellen Agrarlobby an der Nachhaltigkeit des ökologischen Landbaus hat der Naturschutzbund NABU in einer aktuellen Übersicht die wissenschaftlich belegten Vorteile des Ökolandbaus zusammengestellt.

‚Auch wenn die konventionelle Landwirtschaft durchaus wichtige Beiträge zum Natur- und Umweltschutz leisten kann, entspricht der ökologische Landbau am ehesten dem Idealbild einer nachhaltigen Landbewirtschaftung und hat eine wichtige Leitbildfunktion‘, sagte NABU-Präsident Jochen Flasbarth. Zu Recht sei der Ökolandbau daher in der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung als einer der Indikatoren für nachhaltige Entwicklung ausgewählt worden. Zahlreiche Expertengremien und unabhängige Einrichtungen wie der Sachverständigenrat für Umweltfragen, die Enquetekommission oder die Europäische Umweltagentur hätten diese Aussage gestützt und in ihren Gutachten die Vorteile einer Ausweitung des Ökolandbaus für Natur und Umwelt aufgezeigt.

Die Zusammenstellung des NABU belege, dass der ökologische Landbau in den Bereichen Boden, Wasser, Luft sowie Artenvielfalt wichtige Leistungen erbringt. So seien die Emissionen der Treibhausgase Kohlendioxid, Methan und Lachgas im ökologischen Landbau bezogen auf das Endprodukt etwa zweifach geringer als im konventionellen Landbau. Zur Produktion eines Liters Milch würden vergleichsweise nur 54 Prozent der Energiemenge benötigt, die im konventionellen Landbau verbraucht wird.

Auch im Bereich des Gewässerschutzes zeige der Ökolandbau aufgrund der fast dreifach niedrigeren Stickstoffüberschüsse und des Verzichts auf chemisch-synthetische Pestizide deutliche Vorteile. Mehrere große Wasserversorgungsunternehmen hätten dies bereits erkannt und förderten die Umstellung auf Ökolandbau. Schließlich seien auch die Vorkommen von Tier- und Pflanzenarten auf Biobetrieben teilweise mehr als doppelt so hoch wie im konventionellen Landbau. ‚Die fachlich fragwürdigen Aussagen der konventionellen Agrarlobby können nicht über die unzähligen Belege hinwegtäuschen, dass eine Ausweitung des ökologischen Landbaus ein zentraler Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung ist‘, betonte Flasbarth.

Links zum Thema Verbände, Links zum Thema %url2%Bio-Landbau%/%.

Rheinland-pfälzische Winzer zählen zur Top-Elite im Riesling-Wettbewerb

Themen: Archiv — info @ 09:07

Mainz (agrar.de) – ‚Die Ergebnisse im internationalen Wettbewerb ‚best of Riesling‚ 2002 stehen fest‘, verkündete der rheinland-pfälzische Weinbauminister Hans-Artur Bauckhage in der Mainzer Rheingoldhalle. Die wahrscheinlich größte Rieslingweinprobe der Welt – die best of Riesling 2002, war ein logistisches Großprojekt und ging am heutigen Tag mit der Bekanntgabe der prämierten Siegerweine zu Ende.

‚Bereits die Premiere im Jahr 2000 war ein großartiger Erfolg und Anlass für uns, den Wettbewerb fortzusetzen‘, erklärte Bauckhage. In der Neuauflage wurde best of Riesling optimiert, die Teilnahme wurde noch attraktiver. Denn den Preisträgern, das heißt den drei Bestplatzierten der fünf Wettbewerbskategorien, werde es erlaubt sein, auf die Auszeichnung durch die best of Riesling – Medaille auf der Weinflasche hinzuweisen, so der Minister.

Insgesamt haben sich 1.744 Weine aus zehn Ländern dem Wettbewerb gestellt. Jede Einsendung wurde bezüglich der Zulassungsvoraussetzungen für den Wettbewerb geprüft und alle wichtigen Daten zu jedem Wein in einer Datenbank erfasst. Die Rieslingweine wurden in fünf Kategorien von 160 international erfahrenen Weinjuroren aus Riesling produzierenden Ländern nach den Regeln des internationalen Weinamtes Office International de la Vigne et du Vin (OIV), Paris, an zwei Tagen verkostet.

Insgesamt 252 Rieslingweine aus den fünf Kategorien erreichten die Finalrunde am zweiten Tag des Wettbewerbs und erhalten dafür als Auszeichnung eine Anerkennungsurkunde. Die besten 252 Weine wurden erneut von 35 Juroren noch einmal einer strengen Prüfung unterzogen und die drei besten Rieslingweine einer jeden Kategorie ermittelt.

In Kategorie I waren 97 leichte trockene Rieslinge mit maximal 9 g/l Restzucker bis 11 Volumenprozent Alkohol zu prüfen. Gewonnen haben auf Platz 3: Rheinhessen, 2001, Saulheimer Schloßberg, Spätlese trocken, Weingut Landgraf, Saulheim. Platz 2: Mosel-Saar-Ruwer, 2001, Trittenheimer Apotheke, Kabinett, Franz-Josef Eifel, Trittenheim. Platz 1: Mosel-Saar-Ruwer, 2001, Erdener Treppchen, Kabinett, Heinrich-Schmitges, Erden.

In Kategorie II, der mit 801 Weinen stärksten Kategorie, traten die gehaltvollen und trockenen Rieslinge mit maximal 9 g/l Restzucker und über elf Volumenprozent an. Gewonnen haben Platz 3: Pfalz, 2001, Dürkheimer Michelsberg, Kabinett, Weingut Darting, Bad Dürkheim. Platz 2: Franken, 2001, Escherndorfer Lump, Spätlese, Horst Sauer, Escherndorf, Platz 1: Pfalz, 2001, Gimmeldinger Biengarten, Kabinett, August Ziegler, Maikammer.

Die besten halbtrockenen Rieslinge bis 15 Gramm Restzucker wurden in Kategorie III aus 260 Weinen ermittelt. Gewonnen haben auf Platz 3: Pfalz, 2001, Ellerstadter Kirchenstück, Spätlese, Weingut Studier, Ellerstadt. Platz 2: Franken, 2000, Nordheimer Vögelein, Spätlese, Winzergenossenschaft Nordheim e.G., Nordheim am Main. Platz 1: Pfalz 2001, Rhodter Schloßberg, Spätlese, Weingut Karl-Heinz und Kurt Fader, Rhodt.

Kategorie IV hat 362 Weine zwischen 15 und 80 Gramm Restzucker pro Liter umfasst. Gewonnen haben Platz 3: Nahe, 2001, Monzinger Halenberg, Auslese, Emrich-Schönleber, Monzingen. Platz 2: Pfalz, 2001, Sausenheimer Hütt, Spätlese, Weingut Karl-Heinz Gaul, Grünstadt-Sausenheim. Platz 1: Nahe, 2001, Münsterer Dautenpflänzer, Spätlese, Kruger-Rumpf, Münster-Sarmsheim.

Und schließlich standen in Kategorie V 224 edelsüße Spezialitäten und Botrytisweine zur Verkostung an. Gewonnen haben: Platz 3: Nahe, 2001, Kreuznacher Paradies, Weingut Korrell, Bad Kreuznach-Bosenheim. Platz 2: Österreich, Wachau, 2000, Loibenberg, Dienstelgut Loiben, Dürnstein. Platz 1: Mittelrhein, 2001 Bopparder Hamm Weingrube, Weingut Diedinger, Osterspai.

Für Bauckhage ist best of Riesling ein fester und wichtiger Bestandteil im Weinmarketing. Ziel sei es, Deutschlands Vorzeigerebsorte die Wertschätzung zukommen zu lassen, die ihr gebühre und sie gleichzeitig einem internationalen Vergleich zu unterziehen. Deshalb werde der Wettbewerb best of Riesling sicherlich zu einer festen Größe im internationalen Prämierungsgeschehen werden und eine Neuauflage im Jahr 2004 erfolgen, sagte Bauckhage abschließend.

Links zum Thema Wein.

Die Labyrinth-Liste ist online!

Themen: Archiv — info @ 09:07

Rheine (agrar.de) – Sie ist wieder online! Die neue Liste der Mais-, Hanf-, und Sonnenblumenlabyrinthe liegt vor.

Alljährlich locken die grünen Irrgärten mehr Menschen aufs Land. Mit der Anzahl der Labyrinthe wächst auch die Vielfalt der Freizeitangebote, die die Landwirte ihren Besuchern bieten. Nutzpflanzen-Lehrpfade, Kräutergärten, Maisschwimmbäder, Strohburgen und Blumenfelder zum Selberpflücken sind nur einige davon. Viele Veranstalter bieten besondere Aktionen und Besuchszeiten für Schul- und Kindergarten-Gruppen an.

Wir haben für Sie in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Maiskomitee (DMK) eine aktuelle Übersicht der Labyrinthe zusammengestellt. Neben den Adressen und Öffnungszeiten bietet sie allgemeine Hinweise und die schönsten Luftbilder der Saison.

Auch die Labyrinth-Seite der Infothek wurde überarbeitet und bietet Ihnen jetzt noch mehr Links, auch zu Labyrinthen in Österreich und der Schweiz.

Sollten Sie – als Veranstalter eines Irrgartens – nicht in unserer Liste verzeichnet sein schicken Sie uns ein %url4%E-Mail%/% mit Adresse, Öffnungszeiten und Kontaktinformationen (Tel, Fax, E-Mail, WWW). Wir nehmen Ihr Labyrinth gerne in die Liste auf.

Viel Spaß im Grünen wünscht Ihnen die @grar.de-Redaktion

BBV: Ungünstige Preisentwicklung bei Milch, Getreide und Fleisch droht bei Einkommen durchzuschlagen

Themen: Archiv — info @ 09:07

Alle Möglichkeiten für eine Stabilisierung der angeschlagenen Märkte konsequent nutzen

München (agrar.de) – Nach der heutigen Vorstellung des neuen Bayerischen Agrarberichtes im Bayerischen Landtag bestätigt sich die Einschätzung des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) zur wirtschaftlichen Lage der bayerischen Landwirtschaft im abgelaufenen wie im laufenden Wirtschaftsjahr. Im – bereits zum 30. Juni 2001 – abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2000/2001 hatte sich die wirtschaftliche Situation auf den Betrieben in einigen Produktbereichen – von einem relativ niedrigen Niveau ausgehend – erholt.

Im Wirtschaftsjahr 2001/2002 und im kommenden ist allerdings im Durchschnitt der landwirtschaftlichen Betriebe mit rückläufigen Ergebnissen zu rechnen. Vor allem die Einkommen der Rinder haltenden Betriebe sind hiervon betroffen. Aktuell befindet sich der Milchpreis im freien Fall. Den Milchbauern droht, dass die in den letzten Jahren erarbeitete Stabilisierung auf dem Milchmarkt nun in wenigen Monaten zunichte gemacht wird. Ein durchschnittlicher bayerischer Milchviehbetrieb (150.000 kg Milch/Jahr) hat zur Zeit gegenüber September 2001 knapp 700 Euro weniger Einkommen im Monat. Doch auch weitere Produktbereiche der bayerischen Bauern leiden unter Preisdruck.

Die Politik in der EU, im Bund und in Bayern ist aufgefordert, schnell und entschlossen zu handeln. Es ist notwendig, die vorhandenen Marktordnungsinstrumente konsequent und frühzeitig zur Unterstützung unserer landwirtschaftlichen Betriebe einzusetzen. Dies gilt auch für die übermäßigen Importe bei Getreide, die die Märkte destabilisieren.

Auch ist sicherzustellen, dass die Grundsätze der Agenda 2000 verbindlich bis 2006 eingehalten werden und die anstehende Halbzeitbewertung nicht zu Unrecht zu einer Reform umfunktioniert wird. Die bayerischen Bauernfamilien brauchen eine verlässliche Agrarpolitik. Die Politik ist aufgefordert, ihren Verpflichtungen aus dem Landwirtschaftsgesetz nachzukommen, den in der Landwirtschaft Erwerbstätigen die Teilnahme an der allgemeinen Einkommens- und Wohlstandsentwicklung zu ermöglichen. Es muss alles unternommen werden, damit die Stimmung in der deutschen und bayerischen Landwirtschaft durch verlässliche Rahmenbedingungen wieder besser wird. Es gilt, Zehntausende Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum zu sichern. Insbesondere die junge Generation im ländlichen Raum braucht Perspektiven für die Zukunft.

Links zum Thema Verbände,

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