25. Juni 2002

Brandenburg: Agrarausbildung im Doppelpack

Themen: Archiv — info @ 16:06

Berufsschule folgt Fachschule

Potsdam (agrar.de) – Das brandenburgische Agrar- und Umweltministerium weist darauf hin, dass auch in diesem Jahr junge Frauen und Männer, die eine Berufsausbildung als Landwirt oder Gärtner erfolgreich abgeschlossen haben, unmittelbar im Anschluss daran ein Fachschulstudium Agrartechnik beginnen können. Sie erwerben damit eine anerkannte Qualifikation mit guten Berufsaussichten. Aufgrund der gegenwärtigen Altersstruktur in den Betrieben wird in wenigen Jahren der Bedarf an Fachkräften im Agrarbereich im mittleren Management stark ansteigen.

Das neugestaltete Fachschulstudium setzt sich zusammen aus einem einjährigen Praktikum in einem landwirtschaftlichen Betrieb und zwei Jahren schulischer Ausbildung. Die Dauer des Fachschulgangs verlängert sich durch diese Regelung von zwei auf drei Jahre. Ziel ist, dass sich mehr junge Leute für eine qualifizierte Berufstätigkeit im Agrarbereich entscheiden.

Auch Interessenten, die bereits über eine mehrjährige Berufspraxis im Anschluss an die Ausbildung verfügen, können sich bewerben. Sie besuchen die Fachschule gemeinsam mit den Jugendlichen, die bereits im letzten Jahr aufgenommen wurden und das betreute Praktikum erfolgreich absolviert haben und beenden die Fachschule bereits nach zwei Jahren.

Der Fachschulgang wird im Schulteil Groß Kreutz des Oberstufenzentrums Werder in den Fachsparten Landbau, Produktionsgartenbau sowie Garten- und Landschaftsbau angeboten und führt zum Abschluss als ‚Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin‘. Neben der Möglichkeit, in Unternehmen Führungsaufgaben zu übernehmen, stehen auch Wege zu weiterführenden Studiengängen an einer Fachhochschule offen.

Näheres dazu kann im Oberstufenzentrum Werder – Schulteil Groß Kreutz – erfragt werden, Tel.: 033207-32366.

Links zum Thema Bildung.

Sperrung wegen des Verdachts auf Nitrofen in Brandenburg wird aufgehoben

Themen: Archiv,Nitrofen — info @ 14:06

Potsdam (agrar.de) – Das brandenburgische Agrar- und Umweltministerium hat die Sperrung sämtlicher Betriebe aufgehoben, bei denen wegen des Verdachts auf Nitrofen Futtermittel untersucht werden mussten.

In den vorliegenden Untersuchungsergebnissen wurde keine Nitrofenbelastung nachgewiesen. Damit sind die Gründe für die Anordnung der Sperrmaßnahmen weggefallen. Die Betriebe können ihre Erzeugnisse ohne Einschränkungen vermarkten.

Links zum Thema Nitrofen.

Schweine-Innereien: Ein begehrter, kostenloser Rohstoff

Themen: Archiv — info @ 14:06

Damme (agrar.de) – Die Schlachthausnebenprodukte, d.h. die Innereien bzw. die sogenannten ‚Schweine-Pakete‘, tragen mittlerweile zum Gewinn der Schlachtindustrie bei. Dies liegt nach einer Meldung der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Nord-Westdeutschlands (ISN) u.a. auch daran, daß diese Waren im Einkauf nichts kosten. Ein großes westdeutsches Schlachtunternehmen spricht in diesem Zusammenhang von einem ‚erfreulichen positivem Ergebnis‘. Bekommt der Landwirt lediglich die ausgenommenen, zerlegefertigen Schweinehälften ohne Innereien bezahlt, lassen sich die ‚Schweine-Pakete‘ trotzdem noch gut verkaufen.

Aus den Schweinepaketen ließen sich ‚verschiedenste Abnehmer‘ bedienen, so das Schlachtunternehmen. Die ‚Pharmaindustrie‘ beziehe ‚Bauchspeicheldrüsen und Darmschleim‘. Für die ‚Wurstwarenindustrie‘ stelle man ‚in Deutschland und weltweit kalibrierte und noch produktionsfertig vorbereitete Naturdärme‘ zur Verfügung. Die ‚Petfoodindustrie‘, d.h. die Hersteller von Heimtierfutter, beziehen ‚Milzen und andere Teile‘. ‚Schweineschwarten‘ würden an die ‚Gelantine-Industrie‘ vermarktet.

Durch den Austausch von ‚Rinder-Paketen‘ durch Schweinenebenprodukte im Zuge der BSE-Krise dürfte sich die Wertschöfung der Schweineinnereien deutlich gesteigert haben, so daß die verbleibenden Entsorgungskosten für die Schweineknochen überkompensiert werden dürften. Die Schweinepakete verursachen auf jeden Fall keine Kosten.

Im Gegenteil. Deckten die Erlöse der Vermarktung der ‚Schweine-Pakete‘ vor den der BSE-Krise die Schlachtkosten, scheinen heute darüber hinaus aus diesem Bereich sogar Gewinne erwirtschaftet zu werden.

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Mecklenburg-Vorpommern: Land übernimmt Kosten der Untersuchungen auf Nitrofen

Themen: Archiv,Nitrofen — info @ 14:06

Schwerin (agrar.de) – Das Land Mecklenburg-Vorpommern übernimmt die Kosten der Futtermittelbeprobung und Untersuchung als auch die Kosten, die im Zusammenhang mit der Untersuchung von Lebensmittelproben auf Nitrofen entstanden sind. Das erklärte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus in Abstimmung mit dem Finanzministerium heute in Schwerin. Die Landesregierung werde sich aber bemühen, hierfür den Verursacher in Regress zu nehmen.

Darüber hinaus bietet die Landesregierung landwirtschaftlichen Unternehmen, die aufgrund der Vorfälle mit Nitrofen Schäden zu verzeichnen haben, ein Paket von Hilfsmaßnahmen an. Dieses beinhaltet:

– Umstrukturierungshilfen für Betriebe, die in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind. Diese können ab sofort bei den jeweiligen Ämtern für Landwirtschaft unseres Landes Umstrukturierungshilfen nach den Bedingungen der geltenden Richtlinie beantragen. Geholfen wird in diesen Fällen mit einem öffentlichen Darlehen mit einer Laufzeit von 10 Jahren und einem Zinssatz von 2 Prozent.

– Stundung von Pachtpreiszahlung beim Land und beim Bund

– Steuerstundung

– Vorgezogene Auszahlung der Ökoprämie um 14 Tage

Die Landesregierung ist bereit, sich an einem Hilfsprogramm des Bundes finanziell zu beteiligen. Diesbezüglich werden die Länder am Donnerstag mit dem Bund Gespräche führen.

Die Futtermittelindustrie wird auf bilateraler Basis Hilfe anbieten. ‚Ich habe zu Beginn dieser Woche mit Vertretern der Futtermittelindustrie gesprochen. Dabei wurde mit versichert, dass mit den betroffenen Landwirten Einzelgespräche geführt und individuelle Hilfen gewährt werden‘, erklärte Landwirtschaftsminister Backhaus heute im Landtag. In erster Linie müsse aber eindeutig das Verursacherprinzip angewendet werden.

‚Die Grundverantwortung muss bei denen liegen, die in der kontaminierten Halle in Malchin Getreide eingelagert haben. Gegen zwei Unternehmen wurde deshalb auch Strafantrag gestellt. Ich gehe davon aus, dass hier schnell ermittelt wird‘, so Backhaus. Auch Versicherungen können in dieser Situation durch schnelle Hilfen zur Entlastung beitragen.

Ausgehend von einer Schwachstellenanalyse beteiligt sich Mecklenburg-Vorpommern jetzt maßgeblich an der Umsetzung von Konsequenzen aus den vergangenen Wochen. Auf rechtlichem Gebiet gibt es erste Weichenstellungen. So wird der Vermittlungsausschuss des Bundesrates morgen über wesentliche Änderungen im Futtermittelgesetz und im Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz entscheiden. Demnach soll die Meldepflicht in beiden Rechtsbereichen deutlich verschärft werden.

Erstens wird der Kreis der Meldepflichtigen erweitert auf Labore und Prüfstellen und alle Personen, die für die Überwachung der Tierhygienebedingungen zuständig sind. Zweitens soll die Auslöseschwelle für staatliches Kontrollhandeln deutlich abgesenkt werden. ‚Schon wenn ein Grund zur Annahme besteht, dass ein Lebensmittel bzw. ein Futtermittel eine Gesundheitsgefährdung für Mensch oder Tier darstellen kann, ist die zuständige Behörde zu informieren‘, erklärt der Minister die neuen gesetzlichen Regelungen.

‚Die akute Gefahr durch Nitrofen ist gebannt. Durch eine zügige Entsperrung der Betrieben konnten wirtschaftliche Schäden in drastischem Ausmaß vermieden werden. Beendet ist das Thema Nitrofen aber nicht. Bislang wurden bei Futtermitteln 569 Proben genommen und 367 untersucht. Davon waren 21 positiv. Von Lebensmitteln wurden bislang 275 Proben gezogen und 217 untersucht. Davon waren 17 positiv. Wir werden alle noch ausstehenden Ergebnisse analysieren, weil wir auch davon Rückschlüsse auf mögliche Kontaminierungspunkte und Verursacher ziehen können.‘

Links zum Thema Nitrofen, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Hessen: Geringfügig mehr Veräußerungsfälle und niedrigere Preise bei landwirtschaftlichen Grundstücken

Themen: Hessen,Statistik — info @ 13:06

Wiesbaden (agrar.de) – Im Jahr 2001 wurden in Hessen 2.334 landwirtschaftliche Grundstücke zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von 13.500 Euro je Hektar landwirtschaftlicher Fläche verkauft. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, wurden damit knapp 60 Veräußerungsfälle mehr registriert als im Vorjahr. Der durchschnittliche Kaufwert sank gegenüber dem Jahr 2000 um gut 100 Euro je Hektar und gegenüber 1999 um 3.400 Euro, er übertraf jedoch den Durchschnittswert von 1998 um ca. 800 Euro je Hektar.

Insgesamt wurden 2.130 Hektar Fläche veräußert, was einer durchschnittlichen Fläche von 0,91 Hektar je Veräußerungsfall entsprach. Die mittlere Ertragsmesszahl betrug dabei 47 Punkte.

Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg (6.300 Euro je Hektar) sowie im Vogelsbergkreis (6.500 Euro je Hektar) wurden die niedrigsten durchschnittlichen Kaufwerte erreicht. Demgegenüber lagen die durchschnittlichen Kaufwerte in der Stadt Frankfurt am Main bei knapp 80.000 Euro je Hektar sowie im Main-Taunus-Kreis bei knapp 61.000 Euro je Hektar.

Links zum Thema Immobilien und Hofbörsen.

Miller: Bauern brauchen Planungssicherheit

Themen: Archiv — info @ 13:06

Kabinett gegen vorzeitige Änderung der AGENDA 2000

München (agrar.de) – Das Bayerische Kabinett lehnt die Absicht der Bundesregierung, bereits zur Halbzeitbewertung der AGENDA 2000 eine grundsätzliche Reform der gemeinsamen Agrarpolitik einzuleiten, entschieden ab. Die Regierung Schröder habe gegen den Willen der Agrarministerkonferenz ohne Abstimmung mit den Ländern ein Positionspapier vorgelegt, das bereits jetzt einschneidende Verschlechterungen für die deutschen Landwirte bringen würde, sagte Landwirtschaftsminister Josef Miller. Das jedoch könne den Bauern nicht zugemutet werden: ‚Die landwirtschaftlichen Betriebe und die vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereiche brauchen unbedingt Planungssicherheit für die gesamte Laufzeit der AGENDA 2000 und vernünftige Anschlussregelungen, die es jetzt zu konzipieren gilt.‘ Bayern habe dazu entsprechende Vorschläge gemacht. Mit ihrem Vorstoß setze die Bundesregierung die Glaubwürdigkeit der nationalen und der EU-Agrarpolitik leichtfertig aufs Spiel. Bei den anstehenden WTO-Verhandlungen wäre zudem jeder voreilige Reformschritt eine nicht vertretbare Vorleistung.

Heftige Kritik übte Miller an den Inhalten des rot-grünen Positionspapiers. Seiner Meinung nach müssen die Marktordnungen in ihren Kernelementen erhalten bleiben, weil diese Elemente das Rückgrat der gemeinsamen Agrarpolitik darstellen. Das Ziel der Bundesregierung, möglichst viele Marktordnungen zu liberalisieren, wird deshalb von der Bayerischen Staatsregierung zum Schutz der heimischen Landwirtschaft und im Interesse der Verbraucher abgelehnt. Ebenso abgelehnt wird die Berliner Forderung, die Direktzahlungen an die Landwirte bereits zum jetzigen Zeitpunkt noch stärker von der Produktion abzukoppeln. Die Umlegung von Rinderprämien und Milchprämien auf eine bundeseinheitliche Grünlandprämie würde der bayerischen Landwirtschaft massive Einkommensverluste bringen.

Auf entschiedenen Widerstand im Kabinett stieß vor allem der Vorschlag der Bundesregierung, die Rinderprämien sowie einen Teil der Milchprämien in eine Grünlandprämie umzuwandeln und damit auf die Fläche zu legen. Für Bayern ergäbe sich dadurch nicht nur ein Mittelverlust von zehn Millionen Euro, sondern möglicherweise auch ein Wegfall der Förderung nach dem Kulturlandschafts-programm. Miller: ‚Damit würden weitere 75 Millionen Euro Landes- und EU-Mittel der bayerischen Landwirtschaft verloren gehen.‘ Gefährdet wäre auch die Ausgleichszulage in benachteiligten Gebieten für Grünland.

Verärgert zeigte sich Miller über die Verschleierungstaktik der Bundesregierung bei der Milchquotenregelung. Bundesministerin Renate Künast warf er vor, sich immer noch nicht eindeutig festgelegt zu haben und nichts dagegen zu unternehmen, das Auslaufen der Quotenregelung nach 2008 zu verhindern.

Miller selbst präsentierte im Kabinett ein bayerisches Zukunftsmodell für die Direktzahlungen nach 2006. In einem ersten Schritt plädiert er für eine flächenbezogene Grundprämie als Sockelförderung. Sie soll eine flächendeckende Landbewirtschaftung sichern und die vom Markt nicht berücksichtigten multifunktionalen Leistungen der Landwirtschaft honorieren. Aufbauend darauf soll den Mitgliedsstaaten die Möglichkeit eingeräumt werden, differenzierte Zuschläge für regional höhere Standards zu zahlen. Zusätzlich soll ein eigener Baustein zur Honorierung von Agrarumweltleistungen der Landwirtschaft aus den vorhandenen Elementen weiterentwickelt werden. Damit will man Agrarumweltleistungen sichern, an denen ein öffentliches Interesse besteht.

Links zum Thema EU und Landwirtschaft, Links zum Thema Agrarpolitik.

Erzeugerpreise im Mai 2002 um 0,9 Prozent niedriger als im Vorjahr

Themen: Archiv — info @ 12:06

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Mai 2002 um 0,9 Prozent niedriger als im Mai 2001. Einen stärkeren Preisrückgang im Jahresvergleich hatte es letztmalig im Juli 1999 (– 1,0 Prozent) gegeben. Im April 2002 hatte die Jahresveränderungsrate – 0,8 Prozent betragen. Im Vergleich zum Vormonat hat sich der Index im Mai 2002 nicht verändert.

Der Preisrückgang wurde vor allem von der Preisentwicklung bei Energie (– 5,0 Prozent gegenüber Mai 2001) und bei Vorleistungsgütern (– 1,1 Prozent) beeinflusst, während Erzeugnisse höherer Verarbeitungsstufen im Durchschnitt teurer waren als im Vorjahr: Investitionsgüter + 1,4 Prozent, Konsumgüter + 0,7 Prozent.

Bei der Energie waren im Mai unterschiedliche Preistendenzen zu beobachten. Leichtes Heizöl war um 6,4 Prozent und Benzin um 5,3 Prozent billiger als im Mai 2001. Bei Erdgas betrug der Preisrückgang 13,7 Prozent und bei Flüssiggas 15,0 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Preise für andere Energieträger, ohne Energie lag der Index der Erzeugerpreise im Mai 2002 um 0,2 Prozent höher als im Vorjahr.

Preiserhöhungen wurden im Mai 2002 gegenüber dem Vorjahresmonat unter anderem bei folgenden Gütern festgestellt: Fischerzeugnisse (+ 14,7 Prozent), raffinierte Pflanzenöle (+ 13,3 Prozent), Rindfleisch (+ 9,0 Prozent), Tabakerzeugnisse (+ 8,3 Prozent) sowie Teigwaren (+ 7,1 Prozent). Billiger als vor Jahresfrist waren im Mai 2002 unter anderem Schweinefleisch (– 15,3 Prozent) und Butter (– 10,0 Prozent).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

Baden-Württemberg: Heuberg-Gemeinden erhalten Landesmittel für Projekt Aroma-Heu

Themen: Archiv — info @ 12:06

‚Heuvermarktung‘ zukünftig als Erzeugergemeinschaft mit Projektmanager

Stuttgart (agrar.de) – ‚Das Land Baden-Württemberg fördert mit 67.200 Euro ein Modellprojekt, das die zukunftsweisende Heuvermarktung als Element der Landschaftspflege zum Ziel hat.‘ Dies teilte der Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Willi Stächele, am Montag in einem Schreiben an Bürgermeister Georg Zindeler (Irndorf) mit, der die Vermarktungsinitiative maßgeblich mitinitiiert hat. ‚Die sieben Gemeinden Nusplingen, Obernheim, Schwenningen, Irndorf, Beuron, Buchheim und Bärenthal aus den drei Landkreisen Sigmaringen, Tuttlingen, Zollernalbkreis werden damit in die Lage versetzt eine Erzeugergemeinschaft `Heuberg Aroma-Heu´ zu gründen und damit die Vermarktungsstrukturen zu professionalisieren‘, sagte Minister Stächele. Das Projekt ‚Aroma Heu‘ nannte Stächele einen wichtigen Beitrag zur Pflege der heimischen Kulturlandschaft.

Mit der Finanzierung eines Projektmanagers für zwei Jahre und einem Gesamtbetrag von maximal 67.200 Euro unterstützt das Land Initiative und Ideenreichtum der Kommunen. Das Projektmanagement soll dafür sorgen, dass das Aroma-Heu der Region im Rahmen einer Erzeugergemeinschaft künftig in größerem Umfang vermarktet werden kann. Außerdem sollen die bisher in den einzelnen Gemeinden geschaffenen Potenziale vernetzt und die Maßnahmen im Rahmen der Landschaftspflege verstärkt werden.

‚Mit dieser Projektförderung wird eine weiterer Schritt unternommen, um die Kulturland­schaft in der Region Heuberg und im Naturpark Obere Donau zu sichern. Die geplante Erzeugergemeinschaft soll dann die weitere Umsetzung und Betreuung der Maßnahmen vor Ort übernehmen. So kann das Land wertvolle Hilfe zur Selbsthilfe leisten‘, betonte Minister Willi Stächele.

Die Vermarktungsinitiative ‚Heuberg Aroma-Heu‘ hat sich zur Aufgabe gemacht, durch eine Verbesserung des Heuverkaufs eine nachhaltige Nutzung des großflächigen Grünlandes auf dem Großen Heuberg zu gewährleisten. Mit Hilfe von exakt definierten Qualitätsstandards soll den Heukäufern eine hohe Sicherheit und hervorragende Qualität geboten werden. Weitere Informationen sind im Internet verfügbar.

Links zum Thema Stroh und Heu.

Westfleisch: Fusion mit NFZ Norddeutsche Fleischzentrale auf gutem Weg

Themen: Archiv — info @ 10:06

Münster (agrar.de) – Auf der diesjährigen Generalversammlung der Westfleisch eG am 20.Juni in Münster berichtete der Vorstand nach Mitteilung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) von einem gutem Geschäftsverlauf 2001 und über die geplante Fusion mit der Norddeutschen Fleischzentrale NFZ in Hamburg.

Rückblickend auf das Jahr 2001 zeigte sich Vorstand Dr. Helfried Giesen zufrieden mit der Bewältigung des BSE-Krisenjahres für die deutsche Fleischwirtschaft. ‚Wir haben gegen den Trend die Schlachtung und Zerlegung bei Rind- und bei Schweinefleisch um 19,3 Prozent bzw. um 5,2 Prozent ausbauen können‘. Wesentliche Stütze dieses Markterfolges war die Ausweitung der Exportaktivitäten in der EU um 73,6 Prozent und im Drittland um 76,1 Prozent. Für das erste Quartal des Jahres 2002 stellt Westfleisch einen deutlichen Zuwachs bei Rind- und Kalbfleisch fest, bei einem gleichzeitig gehaltenen Absatz an Schweinefleisch und Geflügel.

Zu Beginn der Woche habe Westfleisch als Pionier der Bemühungen um Qualität und Sicherheit den Zeichennutzungsvertrag von der %url4%QS-GmbH%/% erhalten und könne damit rund 1,45 Mio. Schweine und etwa 80.000 Jungbullen unter dem QS-Label vermarkten. ‚In wenigen Wochen wird in 1.000 Märkten in vier verschiedenen Vertriebsschienen des Handels vornehmlich mit SB-Frischfleisch der QS-Start am Point of sale eröffnet‘, stellt Giesen fest. Gerade das zentralverpackte SB-Frischfleisch hat sich als besonders geeignet erwiesen, die Botschaft von QS zu transportieren und dem Verbraucher das System näher zu bringen.

Der schärfer werdende internationale Wettbewerb im Inland wie im Ausland fördere geradezu die Schaffung von strategischen Allianzen, um im Umfeld schwieriger gewordener Märkte erfolgreich bestehen zu können. Aus diesem Grunde werde die Fusion mit der NFZ nunmehr konkret verfolgt. Als Startzeitpunkt sei der 1. Januar 2003 vorgesehen. Dabei werde das operative Geschäft beider Unternehmen in einer neu zu schaffenden Holding unter Beibehaltung der Altgesellschaften zusammengefasst. Das Ziel einer Fusion liege in Leistungsstärke und günstigerer Kostenpositionen für eine bessere Profitabilität in den Märkten.

Die Westfleisch-Bilanz weist trotz des schwierigen BSE-Jahres bei einem Umsatz von 1,15 Mrd. Euro (+ 21,4 Prozent) einen Überschuss von 3,6 Mio. Euro aus. Finanzvorstand Dr. Bernd Cordes Erfreut zeigte sich erfreut über die Entwicklung bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (- 21 Mio. Euro) und der Verbesserung der Eigenkapitalstruktur (22,4 Prozent Eigenkapitalquote). Ebenfalls erfreulich war die Entwicklung bei der Mitgliederstruktur: So konnten im zurückliegenden Jahr 556 neue Mitglieder hinzugewonnen werden, so dass die Genossenschaft nun mehr fast 2.700 Anteilseigner zählt.

Links zum Thema %url4%Fleischwirtschaft%/%.

EU-Schweinebestand wuchs im Jahr 2001 um ein Prozent

Themen: Archiv — info @ 10:06

Spanische Schweinehalter legten kräftig zu – Wettbewerbsnachteile für deutsche Produzenten aufgrund stärkerer administrativer Einschränkungen

Münster (agrar.de) – In der EU gab es nach Mitteilung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) im Jahr 2001 insgesamt 123,15 Mio. Schweine, rund ein Prozent mehr als im Vorjahr. Insbesondere haben die Spanier, vor allem aufgrund der im EU-Vergleich relativ günstigen gesetzlichen Produktionsanforderungen und Bauvorschriften, bereits seit einigen Jahren ihre Bestände kräftig ausgedehnt. Allein im vergangenen Jahr wurde nach Angaben des Statistischen Amtes der EU-Kommission (Eurostat) ein Zuwachs um 11,7 Prozent auf 24,75 Mio. Tiere registriert.

Die deutschen Landwirte haben ihre Schweinebestände mit einem Plus von nur 0,2 Prozent auf 25,77 Mio. gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig aufgestockt. Laut Marktexperten ist daher damit zu rechnen, dass die deutsche Bruttoeigenerzeugung von Schweinefleisch in diesem Jahr nur um 0,8 Prozent auf 40,7 Mio. Schweine steigen wird. Danach müsste auch in diesem Jahr ein erheblicher Anteil des hierzulande nachgefragten Schweinefleisches importiert werden; 2001 betrug der Selbstversorgungsgrad in Deutschland rund 85 Prozent. Für die schlechtere Wettbewerbsstellung der deutschen Produzenten gegenüber ihren Mitbewerbern sind neben einer immer noch ungünstigen Produktionsstruktur mit geringen Bestandsdichten auch Wettbewerbsnachteile aufgrund stärkerer administrativer Einschränkungen, beispielsweise bei der Baugenehmigung und bei den Haltungsvorschriften, verantwortlich.

Gemäß der Schweinebestandserhebungen in EU-Ländern vom Dezember 2001 konnte damit Deutschland seine Position als das EU-Land mit dem größten Schweinebestand nur noch knapp vor Spanien behaupten. Auf den nächsten Plätzen in der europäischen Rangordnung folgen Frankreich mit 15,25 Millionen Tieren vor Dänemark mit 12,98 Millionen und den Niederlanden mit 11,51 Millionen. Zu den Ländern mit den größten Beständen in der EU zählten darüber hinaus Italien mit 8,41 Millionen und Belgien mit 6,78 Millionen Schweinen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Thema %url4%Schweine%/%

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