28. Juni 2002

Förderpreis Ökologischer Landbau 2003

Themen: Archiv — info @ 13:06

Bewerbungen bis zum 9. August 2002 möglich

Köln (agrar.de) – Landwirtschaftliche Betriebe, die sich den Zielen des ökologischen Landbaus verpflichtet haben und innovative Leistungen in einem bestimmten Bereich darstellen können, haben die Möglichkeit, sich um den Förderpreis Ökologischer Landbau 2003 zu bewerben.

Sechs Bewerbungsbereiche stehen zur Auswahl: Pflanzenbau, Pflanzenzüchtung; Artgerechte Tierhaltung, Tierzucht; Betriebliche Verarbeitung, Dienstleistungen (Einkommenskombinationen); Vermarktung; Naturschutz, Landschaftsgestaltung, Ressourcenschutz und besondere praxisgerechte Leistungen zur Weiterentwicklung der EG-Öko-Verordnung (z.B. Aquakultur, Wildtierhaltung)

Um den Förderpreis Ökologischer Landbau 2003 können sich im Bewerbungszeitraum bis zum 9. August 2002 alle landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland bewerben, die sich den Zielen des ökologischen Landbaus verpflichtet haben. Sie müssen ihren gesamten Betrieb nach den Regeln des ökologischen Landbaus bewirtschaften. Für Bewerbungen eines Betriebes in mehr als einem Bewerbungsbereich müssen getrennte Bewerbungen für jeden Bereich eingereicht werden.

Der vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) ausgelobte Förderpreis ist mit 25.000 Euro dotiert. Bewerbungsunterlagen können im Internet oder bei: KATALYSE, Institut für angewandte Umweltforschung, Postfach 420443, 50898 Köln, Tel.: 0221-944048-42, Fax: 0221-944048-9, %url2%E-Mail%/% abgerufen werden.

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GAP-Reform: IG BAU begrüsst Fischler-Vorschläge

Themen: Archiv — info @ 12:06

Brüssel/Frankfurt (agrar.de) – Als ‚Chance für die Arbeitnehmer der Landwirtschaft‘ bezeichnete EFFAT-Präsidiumsmitglied Hajo Wilms die Vorschläge zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), die EU-Kommissar Franz Fischler kommende Woche in Brüssel präsentieren will.

‚Wir haben schon lange vor der Agenda 2000 gefordert, dass bei den Direktzahlungen die Kriterien ‚Arbeitnehmer‘ und ‚Arbeitsplätze‘ Eingang finden‘, so der stellvertretende Bundesvorsitzende der deutschen Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) am Rande einer Sitzung des Wirtschafts- und Sozialausschusses in Brüssel. Es mache Sinn, die Direktbeihilfen von der Produktion zu entkoppeln. Flächenumfang und Tierzahl werden dann nicht mehr ausschließliche Kriterien sein.

Die Neuordnung sieht vor, europäische Direktzahlungen zu Gunsten der Förderung der ländlichen Entwicklung zu kürzen. Das so eingesparte Geld soll zwischen den EU-Ländern, etwa für Maßnah-men im Naturschutz, verteilt werden. Dies könne sich strukturell günstig für den ländlichen Raum und die dort lebenden und arbeitenden Menschen auswirken. Von den Kürzungen sollen Freibeträge in Höhe von 3.000 Euro pro angestellter Arbeitskraft ausgenommen bleiben, zudem ist eine Zahlungsobergrenze pro Betrieb vorgesehen.

Massive Kritik gibt es von Seiten der IG BAU am Besitzstandsdenken der Kommission. Denn wenn die Direktzahlungen auf die Landwirte in den Beitrittsländern ausgedehnt werden sollen, muss die gemeinsame Agrarpolitik ihrem Namen auch gerecht werden. ‚Die bestehende EU darf nicht zu einem internen Verschiebebahnhof für die eingesparten Direktzahlungen werden‘, mahnte WILMS die EU-Kommission.

Die Solidarität der jetzigen EU-Mitgliedsstaaten mit den Beitrittskandidaten sei eine politische Verpflichtung, die auch praktisch umgesetzt werden müsse. Im Klartext heißt dies: Es ist notwendig, finanzielle Spielräume zur Finanzierung der EU-Osterweiterung zu schaffen, die von den einzelnen Staaten auch getragen werden können.

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Künast gratuliert zur Gründung des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 11:06

Luxemburg (agrar.de) – Bundesverbraucherministerin Renate Künast begrüßt ausdrücklich die Gründung des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW): ‚Herzliche Glückwünsche an die Bio-Verbände! Dies war ein notwendiger Schritt zur Verbesserung der Organisation in der Bio-Branche,‘ erklärte Künast heute am Rande des Agrarrates in Luxemburg.

Das neue Bündnis von Biobauern, Verarbeitern und Händlern von Ökolebensmitteln werde künftig ein kompetenter Ansprechpartner für das Bundesverbraucherministerium sein. Vor allem sein Anspruch, alle Stufen der Produktion zusammen zu führen und die Produktion von Bio-Produkten noch transparenter zu machen, sei nötig und ein großes Plus für Öko.

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DBV: Landbau mit und ohne Grüne Gentechnik nur mit Schwellenwert

Themen: Gentechnik,Umwelt,Verbände — info @ 10:06

Berlin (agrar.de) – Wenn die Bedingungen stimmen, dann ist es in Deutschland und in Europa möglich, unter dem Stichwort Koexistenz nebeneinander Landbau mit und ohne den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen zu betreiben. Diese Position hat der Deutsche Bauernverbandes (DBV) auf der vierten Diskursveranstaltung am 25./26. Juni 2002 in Mayschoß eingenommen. Zu ihr hatte das Bundesverbraucherschutzministerium von den Befürwortern der Grünen Gentechnik bis hin zu den Totalverweigerern alle beteiligten gesellschaftlichen Gruppen eingeladen. Gemeint mit Koexistenz ist das Nebeneinander von konventionellem Ackerbau ohne Gentechnik, konventionellem Anbau unter Einsatz gentechnisch veränderter Organismen und ökologischem Anbau ohne Gentechnik.

Will die europäische Land- und Agrarwirtschaft nicht den Anschluss im internationalen Wettbewerb verlieren, ist dieses Nebeneinander aufgrund der internationalen Handelsverflechtungen und der Importe von gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln notwendig. Voraussetzung für den DBV ist es, dass Verbraucher wie auch Landwirte die Wahlfreiheit behalten. Diese Wahlfreiheit gilt es zu gewährleisten und abzusichern. Die Koexistenz setzt eindeutige Kennzeichnungsregeln voraus, die am Produkt überprüft werden können. Notwendig sind auch praktikable Schwellenwerte für das zufällige Vorhandensein gentechnischer Organismen. Null-Toleranzen hingegen sind ungeeignet, erklärte der DBV. Ohne Schwellenwerte, die unter praktischen Bedingungen eingehalten werden können, ist eine Koexistenz nicht möglich.

Dialog mit Greenpeace

In einem zweistündigen Gespräch hat DBV-Präsident Sonnleitner mit der Geschäftsführerin von Greenpeace Deutschland, Brigitte Behrens, dem Greenpeace-Agrarreferenten Martin Hofstetter sowie dem Referenten für Gentechnikfragen, Dr. Christoph Then, in Berlin die Chancen und Risiken der Grünen Gentechnik erörtert.

Neben der Frage zur Gentechnik in der landwirtschaftlichen Produktion war die Biopatentrichtlinie Inhalt des Gesprächs. Bei dem in guter Atmosphäre stattfindenden Meinungsaustausch kamen ferner die Zertifizierung in der Holzwirtschaft und das von der Wirtschaft im Aufbau befindliche System Qualität und Sicherheit /%url4%QS%/%) für Fleischprodukte zur Sprache.

Information: Deutscher Bauernverband (DBV), Reinhardtstraße 18, 10117 Berlin, Tel.: 030-31904-239, Fax: 030-31904-431, %url2%E-Mail%/%.

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CMA begrüßt Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 09:06

Integration aller Stufen kommt Verbraucherinteressen entgegen

Bonn (agrar.de) – Mit Dr. Felix Prinz zu Löwenstein hat der gestern gegründete Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) eine Persönlichkeit mit anerkannt integrativen Fähigkeiten an die Spitze gestellt. Das betonte Jörn Dwehus, Geschäftsführer der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA), in einem Glückwunschschreiben an den Vorsitzenden des neuen Zusammenschlusses.

Dwehus sieht in der Gründung des BÖLW einen wichtigen Schritt dazu, die Interessen von Erzeugern, Verarbeitern und Handel so aufeinander abzustimmen, dass bei ökologisch erzeugten Lebensmitteln die Wertschöpfungskette noch stärker den Wünschen der Verbraucher gerecht werden könne. Dies kommt auch in ihrer Zielsetzung zum Ausdruck, der Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus Impulse zu geben. Ebenso wie bei Lebensmitteln aus konventioneller Erzeugung sei die engere Verzahnung der einzelnen Stufen nicht nur eine große Herausforderung, sondern genauso eine große Chance, gemeinsam die Leistungen aller besser in das Bewusstsein von Politik und Verbrauchern zu rücken.

Prinz zu Löwenstein hat schon mehrfach in unterschiedlichen Positionen sein Fingerspitzengefühl dabei unter Beweis gestellt, verschiedene Interessen zueinander zu führen. Ihm wie den weiteren Mitgliedern des Vorstandsgremiums des BÖLW wünscht Jörn Dwehus viel Erfolg beim Aufbau der neuen Organisation und, dass es damit gelingt dazu beizutragen, vom Feld bis auf den Teller für Wirtschaft wie für Verbraucher verlässliche Bedingungen zu schaffen. Seine Hoffnung ist es, dass der BÖLW ebenso wie schon bislang die nun in ihm zusammengeschlossenen Firmen und Organisationen eine gute Zusammenarbeit mit der CMA pflegen.

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27. Juni 2002

Rindfleischmarkt stabilisiert sich langsam

Themen: Archiv,MKS — info @ 15:06

Produktion und Verbrauch steigen – Frankreich bleibt größter Erzeuger

Hannover (agrar.de) – Ob für Roastbeef, Rouladen oder Frikadellen – die EU wird in 2002 wieder etwas mehr Rindfleisch produzieren als in den beiden Jahren zuvor. Der niedersächsische Landvolk-Pressedienst zitiert eine Prognose der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) in Bonn. Demnach erzeugten die EU-Länder im Jahr 2000 insgesamt 7,41 Millionen Tonnen (t) Kalb- und Rindfleisch. In 2001 ging die europäische Erzeugung, vor allem aufgrund von BSE, um knapp zwei Prozent auf 7,27 Millionen t zurück. Für dieses Jahr rechnen Marktexperten mit einer leichten Erholung der Produktion, das Nettoaufkommen an Rind- und Kalbfleisch soll um rund 2,6 Prozent auf 7,45 Millionen t zunehmen. Damit würde die Erzeugung allerdings das Niveau von 1999 noch um rund 247.000 t unterschreiten.

Für die Mehrzahl der EU-Länder zeichnet sich eine Zunahme der Rindfleischproduktion ab. Wichtigster Rindfleischerzeuger der EU dürfte Frankreich bleiben, dort soll die Produktion um 4,5 Prozent auf 1,64 Millionen t steigen. Mit größeren Produktionszuwächsen rechnen die Marktexperten auch für Spanien, wo die Erzeugung von Rindfleisch um 7,5 Prozent auf 690.000 t wachsen soll und für Irland, für das eine Steigerung um 11,8 Prozent auf 551.000 t erwartet wird. Der höchste relative Produktionszuwachs wird für die Niederlande erwartet, wo die Erzeugung um rund 20 Prozent zunehmen soll. Die dortige Erzeugung war allerdings im vergangenen Jahr durch das Auftreten der Maul- und Klauenseuche sehr klein ausgefallen. Dagegen führen Experten die erwarteten Produktionssteigerungen für Frankreich und Irland vor allem auf die Abnahme der Ausfuhren in 2001 zurück. Die Landwirte hatten daher eine große Anzahl für den Export bestimmter jüngerer Tiere in den Beständen zurückbehalten und vermarkten sie erst jetzt.

In einigen Mitgliedsländern wird für dieses Jahr jedoch auch ein weiterer Rückgang der Rind- und Kalbfleischproduktion erwartet. Dazu gehört neben Österreich, Finnland, Belgien und Großbritannien auch Deutschland. So veranschlagen die Experten die bundesdeutsche Nettoerzeugung für Rind- und Kalbfleisch in 2002 auf 1,34 Millionen t, das wären 20.000 t oder 1,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Dagegen soll sich der Rindfleischverbrauch in diesem Jahr EU-weit wieder beleben, und zwar um rund zehn Prozent auf 7,4 Millionen t. Besonders für die Länder, in denen BSE-Fälle bei heimischen Rindern einen starken Rück-gang der Nachfrage bewirkt haben, sollen die Verbraucher Spezialitäten vom Rind wieder stärker nachfragen. Dazu gehört neben Spanien und Italien auch Deutschland.

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Bayer erhält Innovationspreis – Pflanzenschutzmittel schützt Apfelbäume umweltgerecht

Themen: Archiv — info @ 14:06

Dormagen (agrar.de) – Die Bayer AG erhielt am 26. Juni 2002 den R.I.O. Innovationspreis der Aachener Kathy Beys Stiftung. Die aus namhaften Persönlichkeiten zusammengesetzte Jury zeichnete Bayer damit für die Entwicklung von APPEAL® aus, einer innovativen Alternative zu klassischen Pflanzenschutzmitteln im Obstbau. Der Preis wurde anlässlich der Inbetriebnahme der Vielzweck-Anlage für Pflanzenschutzmittel im Bayerwerk Dormagen überreicht. Das Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro stiftet Bayer für Projekte zur Umweltbildung in Leverkusener Schulen.

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Ausbringungsformen von Pflanzenschutzmitteln, wird APPEAL® in Form von Gel-Tropfen an Apfelbäumen angewendet. Das Gel enthält einen Lockstoff für den Apfelwickler, einen wesentlichen Schädling im Apfelanbau, kombiniert mit einem Schädlingsbekämpfungsmittel. Der Lockstoff wirkt über mehrere Wochen, und zieht die Falter magisch an. Durch Berührung des wirkstoffhaltigen Gel-Tropfens wird die Vermehrung ausgeschaltet. Das Ergebnis: Es gibt keinen Apfelwickler-Befall – die Äpfel bleiben wurmfrei. Außerdem ist das Produkt äußerst sparsam im Einsatz: Drei Tropfen genügen, um einen Baum vor den ungebetenen Gästen zu schützen.

Mehrere Gründe sprachen aus Sicht der Aachener Stiftung Kathy Beys dafür, den ersten R.I.O. Innovationspreis an Bayer zu vergeben: Das neuartige Konzept der Schädlingsbekämpfung mit APPEAL®, mit dem der Schädling zum Wirkstoff gelockt wird, ist ressourcenschonend. Denn der Wirkstoff wird in wenigen kleinen Gel-Tropfen angewendet anstatt in einer Raumspritzung. Gleichzeitig trifft das Produkt ausschließlich den Apfelwickler, schont andere Insekten und ist deshalb eine ökologisch vorbildliche Systemlösung.

Staatssekretär Georg Wilhelm Adamowitsch, Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, betonte bei der Preisübergabe, dass APPEAL® eine ‚innovative Systemlösung für den Obstanbau‘ biete, die es erlaube, ‚mit deutlich geringerem Einsatz von Chemikalien als bisher Schädlinge zu bekämpfen.‘ Das sei ein ‚wichtiges Signal für eine nachhaltige Pflanzenschutzpolitik‘ und passe hervorragend zu der von der Landesregierung verfolgten Politik der ökonomischen und ökologischen Erneuerung des Landes. Nachhaltige Systemlösungen mit hoher Ressourceneffizienz seien auf allen Feldern notwendig, ‚um das Land fit zu machen für die Zukunft.‘

Dr. Jochen Wulff, Vorstandsvorsitzender von Bayer CropScience, nahm den Umweltpreis aus den Händen von Stephan Baldin, Geschäftsführender Vorstand der Aachener Stiftung Kathy Beys, entgegen. ‚Mit dieser Auszeichnung werden unsere konzeptionellen Bemühungen für einen integrierten, umweltverträglichen Pflanzenschutz gewürdigt‘, betonte Wulff. ‚Ich freue mich für die Mitarbeiter, die APPEAL® entwickelt und auf den Markt gebracht haben. Gleichzeitig ist der Preis Ansporn, den Weg des ressourcenschonenden Pflanzenschutzes konsequent weiter zu verfolgen.‘

Der R.I.O.-Innovationspreis der Kathy Beys Stiftung wurde erstmalig an ein Unternehmen verliehen, das besondere Leistungen auf dem Gebiet des modernen, nachhaltigen Umweltschutzes unternommen hat. Die nach der Aachener Unternehmerin Kathy Beys-Baldin benannte Stiftung wurde 1988 aus unternehmerischer Verantwortung für das Allgemeinwohl gegründet. Mit den Schwerpunkten Ressourcenproduktivität und zukunftsfähiges Wirtschaften entwirft die Stiftung in Zusammenarbeit mit Fachleuten Projektideen und Strategien zur Nachhaltigkeit.

Links zum Thema Umweltpreise.

SPD: CDU und CSU lassen Landwirte im Regen stehen

Themen: Archiv — info @ 14:06

Die stellvertretende agrarpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Waltraud Wolff, erklärt zur heutigen Agrarberichtsdebatte:

‚Die deutsche Landwirtschaft hat grosse Potenziale und versteht sie zu nutzen. Das zeigt der aktuelle Ernährungs- und agrarpolitische Bericht 2002. Aus dem Bericht geht klar hervor:

– Die Einkommen der landwirtschaftlichen Betriebe sind gestiegen. – Die Verbindlichkeiten haben sich verringert und die Eigenkapitalausstattung hat sich verbessert. – Auch im laufenden Wirtschaftsjahr ist mit Einkommensverbesserungen zu rechnen.

Die Bundesregierung hat den Verbraucherschutz einen hohen Stellenwert eingeräumt und damit die Akzeptanz gegenüber der heimischen Landwirtschaft Stück für Stück wieder aufgebaut. Wir machen die Landwirtschaft zukunftssicher und stärken sie im internationalen Wettbewerb.

Wir setzten auf Vorsprung durch Transparenz, tier- und umweltgerechte Verfahren und auf Verbraucherschutz. Schwer verständlich ist, dass die CDU/CSU konsequent wichtige Gesetze blockiert und versucht, die notwendige Modernisierung aufzuhalten.

Eine Landwirtschaftspolitik wie in Westdeutschland vor 50 Jahren bringt den Berufstand nicht weiter. Und: Wen will die CDU damit erreichen?

Die Opposition verschliesst die Augen vor der Entwicklung und lässt damit den Berufsstand im Regen stehen, statt ihm zu helfen auf dem Weg nach Europa.‘

Links zum Thema Agrarpolitik.

Positive Bilanz der Aktionstage Ökolandbau Baden-Württemberg

Themen: Archiv — info @ 14:06

Stuttgart (agrar.de) – Eine rundum positive Bilanz zog Bioland Baden-Württemberg nach Abschluss der Aktionstage Ökolandbau Baden-Württemberg. Auf über 100 Veranstaltungen vom 8. bis 23. Juni hatten Verbraucher die Gelegenheit, sich selbst ein Bild von der Vertrauenswürdigkeit des regionalen Ökolandbaus zu machen. Die Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (AÖL), der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) und der NABU Baden-Württemberg rückten zum fünften Mal mit Aktionstagen den Ökolandbau in den Mittelpunkt des Interesses.

Als kurz davor die ersten Nitrofen-Funde in die Vorbereitungen platzten, war natürlich die Sorge groß, dass dieses Thema und die damit verbundenen Ängste und Fragen die Aktion überschatten würden. Aber eher das Gegenteil war der Fall: ‚Der Termin lag für uns insofern günstig‘, bekräftigt der Bioland-Geschäftsführer Matthias Strobl, ‚als wir auf diese Weise viele Möglichkeiten hatten, mit den Verbrauchern direkt ins Gespräch zu kommen‘. Das Thema Nitrofen war in vielen Fällen der Aufhänger dafür, um im Sinne einer regionalen, kleinstrukturierten Landwirtschaft in Baden-Württemberg zu argumentieren. Teilweise reagierten einzelne Veranstalter vor Ort auch so, dass sie spezielle Angebote, wie z.B. einen Diskussionsabend zum Thema ‚Wie sicher sind Bio-Lebensmittel?‘, zusätzlich in das Programm aufnahmen. Trotz der großen Hitze konnten auch solche inhaltsschweren Veranstaltungen viele Interessenten anlocken.

Gut besucht war bereits die Auftaktveranstaltung auf der Landesgartenschau in Ostfildern. Als Highlight gab es dort ein Wettmelken der Redner, das der Ministerialdirigent Rainer Arnold aus dem hiesigen Landwirtschaftsministerium gewonnen hat. An Marktständen mit Wein und Milchprodukten aus der Region konnten sich die Besucher selbst von der Qualität regionaler Bioprodukte überzeugen. Auf reges Interesse stießen auch die verschiedenen Busfahrten, die dieses Jahr zum erstenmal für die breite Bevölkerung angeboten wurden: So konnten interessiert Verbraucher mehrere Ziele, wie beispielsweise Biohöfe, eine Bäckerei und einen Bio-Winzer an einem Tag besuchen, Bioprodukte testen und sich rundum informieren.

Auch mit der Resonanz der Medien können die beteiligten Verbände zufrieden sein. Natürlich gab es viele kritische Fragen zum Thema Nitrofen, aber es war ein ehrliches Bemühen der Journalisten zu spüren, sich erst einmal zu informieren und nicht gleich aus halbgaren Informationen die Schlagzeilen zu formulieren. Mit 14 Medienvertretern war die Pressefahrt gut besucht, die dieses Jahr zum erstenmal im Vorfeld der Aktionstage durchgeführt wurde. Hier und auf vielen anderen Veranstaltungen gab es viele Möglichkeiten, mit Journalisten direkt zu sprechen. Und das ist sicher in einer Krisensituation ein nicht zu überschätzender Vorteil.

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Grüne: EU-Agrarreform auf dem richtigen Weg

Themen: Archiv — info @ 12:06

Berlin (agrar.de) – Zum Ernährungs- und agrarpolitischen Bericht 2002 der Bundesregierung erklären Steffi Lemke, parlamentarische Geschäftsführerin, und Ulrike Höfken, agrarpolitische Sprecherin:

‚Die von Rot-Grün in Deutschland begonnenen Agrarreformen finden ihre Fortsetzung auf europäischer Ebene. Wir begrüßen die von EU-Agrarkommissar Fischler vorgelegten Vorschläge für eine Reform der EU-Agrarpolitik. Es wird deutlich, dass der von Ministerin Renate Künast eingeschlagene Weg richtig ist.

Zur konkreten Ausgestaltung der EU-Agrarreform wird die Bundesregierung weitere eigene Vorschläge im Interesse der deutschen Landwirtschaft vorlegen. Die Prämienzahlungen müssen von der reinen Produktion entkoppelt und für die besonderen Leistungen der Landwirte im Umwelt- und Tierschutz sowie für die Schaffung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum eingesetzt werden. Die in die Diskussion gebrachten Kappungsgrenzen, die insbesondere für den Osten Deutschlands Probleme verursachen würden, lehnen wir in dieser Form ab. Für den ländlichen Raum in den Neuen Bundesländern brauchen wir ein Arbeits-platzprogramm, um den jungen Menschen dort eine Perspektive zu geben – dafür wären die bisherigen Produktprämien gut eingesetzt.

Bauern und Verbraucher müssen wieder Vertrauen gewinnen – Vertrauen in die eigene Arbeit und Vertrauen in die Sicherheit von Lebensmitteln. Dies gilt für die konventionelle wie für die ökologische Produktion und Verarbeitung gleichermaßen. Wir brauchen das Bündnis der Verbraucher mit den Bauern – gegen kriminelle Strukturen, Schlamperei und für eine zukunftsorientierte Agrarpolitik.

Es wurde allerhöchste Zeit, den Heiligenschein zu beseitigen, den die heutige Opposition stets über alten agrarpolitischen Strukturen in Deutschland gezeichnet hat. Es ist an der Zeit, diese Strukturen zu durchleuchten, fragwürdige Praktiken an die Oberfläche zu holen und ihnen ein Ende zu bereiten.

Wir sorgen dafür, dass Lebens- und Futtermittelskandale mit aller Konsequenz aufgedeckt werden. Wir haben den Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland eine Stimme gegeben. Diese Regierung und diese Koalition sind der Garant für Transparenz und Offenheit. Wenn es nach der Opposition ginge, sollen die Verbraucher auch weiterhin unmündig bleiben – das hat sie mit ihrer Ablehnung des Verbraucherinformationsgesetzes bewiesen.

Links zum Thema Agrarpolitik.

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