29. Juni 2002

Brandenburg erwartet eine gute Ernte

Themen: Archiv — info @ 09:06

Potsdam (agrar.de) – Brandenburgs Bauern rechnen nach den Worten von Agrar- und Umweltminister Wolfgang Birthler (SPD) entsprechend dem bisherigen Witterungsverlauf mit einer guten Ernte. Zwar liegen genauere Ertragsschätzungen für Getreide noch nicht vor, dennoch ist schon jetzt absehbar, dass ausreichende Niederschläge und warme, sommerliche Tage für gutes Wachstum und Entwicklung der Kulturpflanzen gesorgt haben.

m Vorjahr erlebte Brandenburg – allerdings bei niedrigen Marktpreisen – bereits eine Rekordernte. Aufgrund der sehr günstigen Witterungsbedingungen 2001 lagen die erzielten Getreideerträge deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Im Durchschnitt wurde mit 58 Dezitonnen je Hektar ein um 15,4 Dezitonnen (plus 36 Prozent) höheres Ertragsniveau erzielt als 2000. Das Gesamtgetreideaufkommen 2001 lag mit 3,3 Mio. Tonnen um 37 Prozent höher als das Jahr zuvor. Brandenburg verfügt über rund 1 Mio. Hektar Ackerland und 300.000 Hektar Grünland.

Der Beginn der Ernte 2002 bei den Winterkulturen wird in den meisten Agrarbetrieben Mitte Juli erwartet. Lediglich im Landkreis Elbe-Elster wurde mit der Einbringung der Wintergerste (2 bis 3 Prozent) bereits begonnen. Wegen der feuchten Witterung wird davon ausgegangen, dass ein starker Befall durch tierische und pilzliche Schaderreger festzustellen sein wird. Hier wird eine Bekämpfung notwendig sein.

Beim Grünland wurde die Entwicklung der Grasbestände durch den milden Winter, aber auch durch die hohen Niederschlagsmengen im Herbst und Ende März/April beeinflusst. Dort, wo die Flächen länger vernässt waren, konnte der erste Schnitt nicht termingerecht Anfang Mai erfolgen. In anderen Regionen ist die Ernte des zweiten Aufwuchses vom Grünland im vollen Gange oder sogar abgeschlossen. Dabei ist wegen der guten Wachstumsbedingungen Ende Mai/Anfang Juni mit einem guten Ertrag zu rechnen.

Für den Mais wirkten sich die hohen Temperaturen entwicklungsfördernd aus. Sommergerste und Hafer erreichen die Phase des so genannten Ährenschiebens. Winterweizen und Kartoffeln der frühen Reifegruppen befinden sich in der Vollblüte. Jetzt verstärkt sich das Knollenwachstum. In dieser Phase benötigen Kartoffelpflanzen – ebenso wie die Zucker- und Futterrüben – viel Wasser.

Links zum Bundesland Brandenburg.




   (c)1997-2017 @grar.de