31. Mai 2002

Markteinführung Biogener Treib- und Schmierstoffe: Neustart 2003 mit vereinfachter Antragstellung

Themen: Archiv — info @ 11:05

Mittel für 2002 aufgrund der großen Resonanz bereits ausgeschöpft

Gülzow (agrar.de) – Das seit zwei Jahren laufende Markteinführungsprogramm ‚Biogene Treib- und Schmierstoffe‘ ist auf dem Höhepunkt seines Erfolges. Über 900 Anträge wurden bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) bereits eingereicht. Da die bis Ende 2002 vom Bundesverbraucherschutzministerium bereitgestellten Finanzmittel damit erschöpft sind, wird das Programm zum 1. Juni 2002 vorübergehend ausgesetzt. 2003 geht es dann mit neuen Mitteln und neuer Konzeption in die nächste Runde: vereinfachte Fördermodalitäten sollen Antragstellung wie Abwicklung des Programms deutlich erleichtern.

Das Bundesverbraucherschutzministerium zieht aus den ersten anderthalb Jahren eine positive Bilanz: das Markteinführungsprogramm hat den Beweis erbracht, dass der Kunde die Qualität der Bioschmier- und Treibstoffe zu schätzen weiß. Vor allem die Richtlinien zur Umrüstung von Maschinen auf Bioschmierstoffe in Land- und Forstwirtschaft sowie in umweltsensiblen Bereichen fanden bundesweit großes Interesse; 90 Prozent der Fördermittel wurden dafür aufgewandt.

Nicht nur die Zahl der Anträge belegt die Akzeptanz, die die Bioschmierstoffe bei den Nutzern mittlerweile haben, auch auf dem Schmierstoffmarkt sind Veränderungen ablesbar. Die Menge der verbrauchten Biohydrauliköle wurde deutlich gesteigert.

Eine Entwicklung, die so erfolgreich nicht abzusehen war und von daher auch unerwartete Konsequenzen mit sich bringt. Bislang konnten etwa die Hälfte der eingereichten Vorhaben aus dem Programm unterstützt werden. Da die Mittel mit Bewilligung eines Großteils der noch vorliegenden Anträge erschöpft sind, können keine weiteren Anträge mehr angenommen werden.

Denn das Bundesverbraucherschutzministerium und die FNR wollen die Chance nutzen, im Jahr 2003 die Markteinführung mit einem überarbeiteten Konzept noch effektiver voranzutreiben. Für den Antragsteller soll dann alles einfacher und weniger zeitaufwändig werden. Die bisherige Praxis wird dann auf eine pauschale Förderung umgestellt. Mit konkreten Informationen zum Neustart ist Ende des Jahres zu rechnen.

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