09. April 2002

„Agrimente 2002“ – Argumente nicht nur für Agrarexperten

Themen: Archiv — info @ 15:04

Zahlen, Daten und Fakten zur deutschen Landwirtschaft

Bonn (agrar.de) – Als wahre Fundgrube an Zahlen, Daten und Fakten zur deutschen Landwirtschaft entpuppt sich das neu gestaltete Nachschlagewerk ‚Agrimente 2002‘ – herausgegeben von i.m.a und ZMP. Mit knapp gehaltenen Texten und aussagestarken farbigen Schaubildern werden auf 64 Seiten die Zusammenhänge der Land- und Ernährungswirtschaft dokumentiert. Die CD-Fassung liefert Material zum Download für Vorträge und Zusammenstellungen. Basis für dieses einzigartige Nachschlagewerk war der Situationsbericht 2002 des Deutschen Bauernverbandes.

‚Agrimente 2002‘ – das ist mehr als Statistik. Es ist eine thematisch gegliederte Bündelung von Argumenten und Sachverhalten: Eine willkommene Hilfe bei der Recherche und Aufbereitung von Themen über Landwirtschaft und Gesamtwirtschaft, bei Diskussionen über Umwelt, Tierschutz, Agrarsubventionen und Agrarstrukturen. Auch die Bereiche Ernährungswirtschaft und Lebensmittelsicherheit kommen nicht zu kurz.

In solch konzentriert-anschaulicher Form sind Fakten und Übersichten zur deutschen Agrarwirtschaft bisher noch nicht veröffentlicht worden. Von Agribusiness bis Verbrauchertrends, von Agrarpreisen bis Tierhaltungsformen – kein Thema bleibt ausgespart.

Dabei geht es nicht allein um aktuelles Zahlenmaterial. Auch langfristige Entwicklungen in der Agrarstruktur, Tier- und Pflanzenproduktion sowie bei Preisen (Erzeuger/Verbraucher) und im Nahrungsmittelverbrauch sind übersichtlich in vielen neuen Grafiken aufgearbeitet.

Der ‚Jahrhundertvergleich‘ bringt interessante Aufschlüsselungen zu Produktivitätssteigerungen in der Landwirtschaft und zu veränderten Ernährungsgewohnheiten der Bevölkerung. Ausführlich werden auch die Themenfelder Nachwachsende Rohstoffe und Ökologischer Landbau dokumentiert. Die öffentliche Förderung des Agrarsektors – durch anschauliche Schaubilder verdeutlicht – ist ebenso ein Thema wie das Kapitel Unternehmensergebnisse und Zukunftserwartungen in den bäuerlichen Betrieben.

Die dazugehörige CD-ROM ‚Agrimente 2002‘ enthält zusätzlich den ‚Situationsbericht 2002‘ des Deutschen Bauernverbandes als PDF-Buchausgabe. Außerdem sind die 170 Zahlenbilder als JPG-Datei und TIF-Datei gespeichert. Broschüre und CD-ROM sind kostenfrei erhältlich beim information.medien.agrar (i.m.a), Konstantinstraße 90, 53179 Bonn, Tel. 0228-979937-0, Fax. 0228-979937-5, %url2%E-Mail%/%. Die CD erhalten Sie ebenfalls bei der ZMP, Rochusstraße 2, 53123 Bonn, Fax. 0228-9777-179, %url4%E-Mail%/%.

Links zum Thema %url5%Bildung%/%.

Erste „Interaktive Landschaftsplanung“

Themen: Archiv — info @ 10:04

Bonn/Königslutter (agrar.de) – In Königslutter am Elm wird zum ersten Mal ein EDV-gestützter ‚Interaktiver Landschaftsplan‘ in der Praxis im Rahmen eines Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben des Bundesamtes für Naturschutzes (BfN) getestet.

Landschaftsplanung spielt für die nachhaltige Entwicklung der Städte und Gemeinden eine entscheidende Rolle. Sie stellt Informationen über den Zustand der Umwelt bereit und entwickelt Vorschläge zur Sanierung, Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft im Gemeindegebiet. Dieses ist nicht nur Expertenarbeit, sondern soll unter breiter Beteiligung der Bevölkerung erfolgen. Mit dem Einsatz digitaler Medien wird der Informationszugang, die Teilnahme an Diskussionen sowie die Transparenz von Entscheidungen über die Landschaftsentwicklung ganz erheblich erleichtert und verbessert. Nach ersten Ansätzen in der Stadtplanung, Pläne über das Internet zugänglich zu machen, soll nun in der Landschaftsplanung ein anspruchvolles Pilotprojekt umgesetzt werden, das einen weiteren Baustein für die Unterstützung der kommunalen Dienstleistungen und mehr Demokratie in der Planung durch die neuen Medien verwirklichen soll.

Der Einsatz digitaler Medien kann nicht nur dazu dienen, naturschutzfachliche Inhalte anschaulicher, verständlicher und attraktiver darzustellen. Ein interaktives, multimediales Informations- und Kommunikationssystem wird auch gezielt dazu eingesetzt, um Abstimmungsprozesse innerhalb der Gemeindeverwaltung und mit anderen Fachverwaltungen zu unterstützen. Informationen und Pläne können darüber hinaus leicht fortgeschrieben und damit aktuell gehalten werden.

Heute erfolgt mit der ersten Sitzung des Projektbegleitenden Arbeitskreises in Königslutter am Elm auch der offizielle Beginn des Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben ‚Interaktiver Landschaftsplan‘. Dieses E+E-Vorhaben wird durch das Bundesamt für Naturschutz gefördert und von der Universität Hannover wissenschaftlich unterstützt.

Der Präsident des BfN, Prof. Dr. Hartmut Vogtmann, verwies in diesem Zusammenhang auf die flächendeckende Landschaftsplanung, die im neuen Bundesnaturschutzgesetz verankert ist. Er werte es als ein positives Signal für alle Gemeinden, künftig Landschaftspläne aufzustellen und regelmäßig fortzuschreiben.

Der Stadtdirektor der Stadt Königslutter am Elm, Hilmar Liedtke, appellierte an alle Landnutzer, Vereine und Verbände sowie alle interessierten Bürger der Stadt, am ‚interaktiven Landschaftsplan‘ mitzuwirken: ‚Für die Stadt wird mit der Aufstellung eines modernen Landschaftsplans künftig ein wesentlicher Beitrag im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung vollzogen, in dem die ökonomischen und sozialen Belange mit den ökologischen Erfordernissen in Einklang gebracht werden.‘ Weitere Chancen böten sich durch den Landschaftsplan in einem umfassenden Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen auf dem gesamten Territorium. Eine höhere Planungssicherheit in der Bauleitplanung, eine attraktive Standortsicherung und eine bessere Tourismusentwicklung kämen hinzu, so Liedtke.

Frau Prof. Dr. Christina von Haaren, Projektleiterin für das E+E-Vorhaben an der Universität Hannover ergänzte dazu: ‚EDV und neue Medien spielen eine bedeutende Rolle, denn sie erleichtern den Zugang zum Verständnis natürlicher Prozesse und können das Interesse einer breiten Öffentlichkeit an Prozessen der Umweltgestaltung über den Landschaftsplan stimulieren.‘ Vor allem im Planungsprozess sei es durch die oftmals mangelhafte Zusammenarbeit der Ressorts, mangelnde Kommunikation und Kooperation sowie eine unzureichende Vermittlung landschaftsplanerischer Inhalte zu Umsetzungsschwierigkeiten in der Landschaftsplanung gekommen, so Christina von Haaren. Neuere Erfahrungen in der Landschaftsplanung stellen kommunikative Zielfindungsprozesse der verschiedenen Interessenvertreter in den Vordergrund, wodurch die Akzeptanz und Durchsetzung landschaftsplanerischer Ziele nachhaltig gefördert wird. Gleichzeitig werden neue Kooperationsfelder ermittelt, die zur Umsetzung genutzt werden können.

Hintergrundinformationen:

Ziel des E+E-Vorhabens ist, im Rahmen der Aufstellung des Landschaftsplans Königslutter am Elm zu erproben, wie der Einsatz digitaler Medien die Kommunizierbarkeit naturschutzfachlicher Inhalte sowie die Möglichkeiten der Teilnahme der Bevölkerung gegenüber einem analogen Vorgehen der Informationsvermittlung und Beteiligung verbessert. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung und Erprobung eines interaktiven und multimedialen Informations- und Kommunikationssystems, welches zur Unterstützung der Information, Kommunikation, Partizipation und Kooperation im Rahmen der örtlichen Landschaftsplanung beitragen soll.

Damit wird ein Beitrag zur Verbesserung der Information, der Akzeptanz und Umsetzung landschaftsplanerischer Maßnahmen geleistet, in dem es – zum Abbau kommunikationsbedingter Defizite im Planungsprozess, – zur Stärkung der Informationsbasis der Akteure, – zur Aktivierung der Akteure und – zur Ermittlung von Kooperationsfeldern und damit zu einer stärkeren Interaktivität zwischen Planern, Verwaltung und Bürgern bei der Planaufstellung beiträgt sowie den notwendigen Informationsfluss zwischen den Beteiligten unterstützt.

Darüber hinaus soll einerseits der Anschluss an neue Entwicklungen in der Bauleitplanung und an die derzeit stattfindende Umstellung der Gemeinden auf digitale Datengrundlagen gehalten werden, und andererseits ein weiterer Baustein zum Eintritt der Gemeinden in das elektronische Zeitalter hinzugefügt werden.

Zusätzlich wird es zu dem E+E-Vorhaben eine wissenschaftliche Begleitforschung geben. Hier sollen in erster Linie die Auswirkungen des Projekts in Hinblick auf Akzeptanz- und Umsetzungsförderung erforscht und ggf. noch während der Laufzeit des Vorhabens Hinweise zu Kursänderungen gegeben werden.

Links zum Thema Landschaft und Natur.

Verbraucherpreise im März 2002 um 1,8 Prozent gestiegen

Themen: Archiv — info @ 10:04

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland im März 2002 gegenüber März 2001 um 1,8 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Februar 2002 ergibt sich eine Erhöhung um 0,2 Prozent. Die Schätzung für März 2002 auf Grund der Ergebnisse aus sechs Bundesländern wurde damit bestätigt. Im Januar und Februar 2002 hatte die Jahresteuerungsrate bei 2,1 Prozent bzw. 1,7 Prozent gelegen.

Die Preisentwicklung bei den Nahrungsmitteln entspannte sich leicht: Nach einer Erhöhung von + 6,7 Prozent bzw. + 5,7 Prozent im Januar und Februar diesen Jahres betrug die Jahresteuerungsrate für Nahrungsmittel im März 2002 4,3 Prozent. Preistreibend im Jahresvergleich wirkten im März 2002 insbesondere Gemüse (+ 9,4 Prozent), Molkereiprodukte und Eier (+ 6,4 Prozent) sowie Fische und Fischwaren (+ 5,9 Prozent). Im Vergleich zum Februar 2002 gingen die Nahrungsmittelpreise um 0,2 Prozent zurück (darunter Gemüse: – 1,9 Prozent).

Im März 2002 ergab sich für das frühere Bundesgebiet eine Jahresteuerungsrate von 1,7 Prozent. Im Vergleich zum Februar 2002 stieg der Index um 0,2 Prozent. Für die neuen Länder und Berlin-Ost lag die Teuerungsrate gegenüber März 2001 bei 1,8 Prozent. Der Anstieg gegenüber dem Vormonat betrug 0,1 Prozent. Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland hat sich im März 2002 gegenüber März 2001 um 1,9 Prozent erhöht. Gegenüber Februar 2002 stieg der Index um 0,3 Prozent.

Links zum Thema Wirtschaft.

08. April 2002

In eigener Sache: Neues Diskussionsforum

Themen: Archiv,Landfrauen,Pferde — info @ 15:04

Rheine (agrar.de) – Seit einigen Tagen bieten wir unseren Besuchern ein komplett überarbeitetes Diskussionforum zum Themenbereich Landwirtschaft. Anders als die vorhandenen Foren, zB zum Thema Landfrauen oder Pferde, basiert die neue Diskussion auf einer SQL-Datenbank und der Programmiersprache PHP, wodurch den Benutzern ein schneller und vor allem sicherer Zugriff auf die Themen gewährleistet wird.

Gäste des Forums haben Lese-, aber keine Schreibrechte. Die Nutzung und die Mitgliedschaft, die viele technische Vorteile bietet, sind kostenlos. Die inhaltliche Struktur des neuen Agrarforums befindet sich derzeit im Aufbau, sodass es allen Mitgliedern möglich sein wird, bei Themen und Gestaltung mitzureden.

Wie bei der Vorgänger-Version setzen wir auf YaBB, einem kreativen, weltweiten Open-Source-Projekt. Bis zum Spätsommer sollen alle @grar.de Foren auf die neue Technik umgestellt werden.

Brennholzadressen in Baden-Württemberg veröffentlicht

Themen: Archiv — info @ 15:04

Stuttgart (agrar.de) – Um dem Verbraucher von Brennholz den Kontakt zum Erzeuger zu erleichtern, hat die Forstkammer das Verzeichnis ‚Brennholzadressen in Baden-Württemberg‘ neu aufgelegt. Es listet zahlreiche Anbieter von Energieholz auf: vom Waldbauer, der Kaminholz ofenfertig, getrocknet, frei Haus liefert über waldbesitzende Gemeinden, Kirchenwäldern bis hin zu den staatlichen Forstämtern und Revieren.

Neben den Adressen von Brennholzanbietern gibt die Broschüre auch Erläuterungen zu Waldfläche, Holzvorrat, Brennholz-Maßen und – Sortimenten wie auch zu Heizwer-ten verschiedener Holzarten, Vergleichen verschiedener Energieträger und Angaben zur CO2-Thematik.

Die Broschüre kann über die Forstkammer Baden-Württemberg (Danneckerstr. 37, 70182 Stuttgart, Tel: 0711-2374737, Fax: 0711-23611123, %urlE-Mail%/%) bezogen werden. Sie ist auch auf der Homepage der Forstkammer einzusehen.

Links zum Thema Wald und Forst.

Niederlande: Weniger Kunstdünger

Themen: Archiv — info @ 12:04

Wageningen (agrar.de) – Mit ein bisschen Übung kann der Ackerbau mit weitaus weniger Stickstoff auskommen als noch vor kurzem angenommen. Die Teilnehmer des niederländischen Modellversuchs ‚Praktijkcijfers‚ brachten ein Viertel weniger Kunstdünger aus. Die Stickstoffzugabe einschließlich des organischen Düngers sank nach einer Meldung des Informationsbüros Nachbarland Niederlande um dreizehn Prozent.

Im Rahmen des Projekts haben niederländische Ackerbauern seit 1997 – in Zusammenarbeit mit dem Institut für Nährstoffmanagement in Wageningen – nach Möglichkeiten gesucht, die Stickstoffzugabe in der herkömmlichen Landwirtschaft zu verringern. Das Projekt ergab, dass die Ausbringung von organischem Dünger im Frühjahr am günstigsten für die Nährstoffbilanz ist.

Links zum Thema Düngung, Links zum Thema %url3%Niederlande%/%.

05. April 2002

Saarland: Bio-Landwirte gründen Liefergemeinschaft

Themen: Archiv,Saarland — info @ 13:04

Mandelbachtal (agrar.de) – Als ‚wichtigen Schritt in die richtige Richtung‘ sieht Umweltminister Stefan Mörsdorf die Gründung einer Biomilch-Liefergemeinschaft Rheinland-Pfalz/Saarland. Das unterstrich der Minister heute bei einem Gespräch mit Bio-Landwirten auf dem Eichelberger Hof in Mandelbachtal-Ommersheim.

Acht Bio-Landwirte aus der Region (sechs Biolandbetriebe und zwei Betriebe nach EU-Bio-Verordnung) hatten sich bereits Ende Februar zu dieser Liefergemeinschaft zusammengeschlossen, um die Vermarktung von Biomilch endlich voran zu bringen. Biomilch aus der Region, darin sind sich die Landwirte mit dem Umweltminister einig, muss noch mehr Weg in den örtlichen Naturkosthandel, aber auch in die Supermärkte finden, damit auch größere Mengen abgesetzt werden können.

‚Die Voraussetzungen für die Erzeugung von Biomilch sind in unserer Region sehr gut. Wir haben jetzt schon viele Betriebe, die Milch nach den Kriterien der ökologischen Landbauverbände erzeugen. Etliche weitere Landwirte könnten problemlos auf die Produktion von Bio-Milch umstellen, wenn der Absatz gesichert wäre‘ so die Einschätzung von Mörsdorf.

Der Minister sagte den Mitgliedern der Liefergemeinschaft jede mögliche Unterstützung zu, um das Ziel einer breiten Vermarktung von Bio-Milch aus der Region zu erreichen. In einem nächsten Schritt sollen nun Verhandlungen mit Molkereien geführt werden.

Links zum Thema Bio-Landbau, Links zum Bundesland Saarland.

Erneut Spitzenergebnis beim Agraraußenhandel 2001

Themen: Archiv — info @ 13:04

Bonn (agrar.de) – Beim deutschen Agraraußenhandel ist für 2001 erneut mit einem Spitzenergebnis zu rechnen, teilt das Bundesverbraucherministerium mit. Aus- und Einfuhren lagen nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes noch über denen des bisherigen Spitzenjahres 2000.

Die Exporte von Gütern der Agrar- und Ernährungswirtschaft wurden 2001 um 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert und erreichten einen Wert von 53,3 Milliarden Mark bzw. 27,3 Milliarden Euro. Etwa 20 Prozent der Verkaufserlöse der deutschen Landwirtschaft stammen

damit aus dem Export. Die Importe stiegen um 5,4 Prozent auf 76,9 Milliarden Mark bzw. 39,3 Milliarden Euro. Das deutsche Agrarhandelsdefizit lag damit ungefähr wie im Vorjahr bei 23,5 Milliarden Mark bzw. 12 Milliarden Euro.

Zwei Drittel des Agraraußenhandels wurden mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) abgewickelt: 73 Prozent der Ausfuhren und 64 Prozent der Einfuhren. Die Ausfuhren in die EU stiegen um 10,4 Prozent auf 38,7 Milliarden Mark und die Einfuhren um 5,5 Prozent auf 49,0 Milliarden Mark. Rund 30 Prozent der von Deutschland aus den EU-Ländern bezogenen Agrar- und Ernährungsgüter kamen aus den Niederlanden, 17 Prozent aus Frankreich und 14 Prozent aus Italien. Bei den deutschen Lieferungen in die EU betrugen die entsprechenden Anteile für die Niederlande 20 Prozent, für Italien 18 Prozent und für Frankreich 16 Prozent. Wichtigster EU-Handelspartner blieben damit die Niederlande. Die Bezüge von dort erhöhten sich um 3,9 Prozent auf 14,7 Milliarden Mark, während die Lieferungen dorthin um 10,9 Prozent auf 7,9 Milliarden Mark stiegen.

Positiv entwickelte sich auch der Agraraußenhandel mit Drittländern. So sind die Exporte um 2,5 Prozent auf 14,6 Milliarden Mark und die Importe um 3,2 Prozent auf 27,9 Milliarden Mark angestiegen. Der Einfuhrüberschuss erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 600 Millionen Mark auf 13,3 Milliarden Mark.

Hauptlieferant im Drittlandshandel waren die wiederum die USA. Die Einfuhren aus den USA stiegen um 1,2 Prozent auf 2,94 Milliarden Mark. Die Exporte dorthin verringerten sich um 2,3 Prozent und lagen bei 1,54 Milliarden Mark. Fast zwei Drittel der Drittlandsimporte stammten aus Entwicklungsländern (17 Milliarden Mark, Zuwachs gegenüber 2000: 0,5 Prozent). Die Exporte dorthin gingen vor allem infolge rückläufiger Getreide- und Ölsaatenexporte um 15 Prozent auf 4,5 Milliarden Mark zurück.

Weiter zugenommen hat auch der Agrarhandel mit den mittel- und osteuropäischen Ländern. Sie sind mit einem Anteil von 42 Prozent weiterhin der bedeutendste Absatzmarkt für agrar- und ernährungswirtschaftliche Drittlandsexporte. Die Exporte dorthin stiegen deutlich um 21,5 Prozent auf 6,1 Milliarden Mark. Auch die Importe wuchsen um 10 Prozent auf 4,5 Milliarden Mark.

Mit einem kräftigen Exportzuwachs von 55 Prozent blieb Russland mit 1,8 Milliarden Mark ausfuhrseitig wichtigster Handelspartner unter diesen Ländern. Ursache für den deutlichen Exportzuwachs nach dem Rückgang im Vorjahr war vor allem der deutliche Anstieg der Exporte von Fleisch und Fleischerzeugnissen. Einfuhrseitig wichtigster Handelspartner war Polen mit 1,7 Milliarden Mark.

Im Agrarhandel mit den zehn assoziierten mittel- und osteuropäischen Ländern erhöhten sich die Ausfuhren um 9,7 Prozent auf 3,4 Milliarden Mark und die Einfuhren um 12,5 Prozent auf 3,7 Milliarden Mark.

Tabelle: Aussenhandel (PDF-Datei)

Links zum Thema %url3%Agrarbericht und Statistik%/%.

Erstes Projekt im Bundesprogramm Ökolandbau vergeben

Themen: Archiv — info @ 12:04

Flächendeckendes Angebot an Informationsveranstaltungen für Landwirte

Bonn (agrar.de) – Mit der Entscheidung im Ausschreibungsverfahren für vier Anbieter wurde die erste Maßnahme des Bundesprogramms Ökologischer Landbau vergeben. Im gesamten Bundesgebiet werden flächendeckend Informationsveranstaltungen für aktive Landwirte und deren Mitarbeiter angeboten. ‚Mit dieser Maßnahme erhalten Landwirte umfassende Informationen über den ökologischen Landbau. Das ist wichtig, um Lücken in der Weitergabe von neutralen, fachlich fundierten und regionalspezifischen Informationen zu diesem Produktionssystem schließen zu können‘, erklärte Matthias Berninger, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesverbraucherministerin, gestern in Berlin.

Von April 2002 bis Ende 2003 werden flächendeckend über das gesamte Bundesgebiet insgesamt rund 200 Informationsveranstaltungen durchgeführt. Darin soll ein umfassendes Angebot an Sachinformationen zum ökologischen Landbau inklusive Wein-, Obst- und Gartenbau, zugeschnitten auf die Bedingungen in der jeweiligen Region, geboten werden. Für Landwirte ist dies wichtig, damit sie auf dieser Grundlage über den für ihren Betrieb besten Weg entscheiden können. Den Zuschlag für die Durchführung der Veranstaltungen erhielten eine Bietergemeinschaft bestehend aus AFC Consultants International und Die Ökoberater, der Bioland Verband für organisch-biologischen Anbau e.V., die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt sowie eine Bietergemeinschaft bestehend aus Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, den Landwirtschaftskammern Hannover, Weser-Ems und Schleswig Holstein und dem Ökoring Schleswig-Holstein.

Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau soll zu einem gleichgewichtigen und dynamischen Wachstum von Angebot und Nachfrage der Bio-Produkte beitragen. Die vorgesehenen Maßnahmen werden daher auf allen Ebenen von der Erzeugung bis zum Verbraucher ansetzen. Sie sollen die bereits begonnene Einführung des Bio-Siegels und die verbesserten Förderbedingungen für den Ökolandbau umfassend ergänzen. Mit der Umsetzung des Programms ist die Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) betraut. Weitere Ausschreibungen zu verschiedenen Themenbereichen folgen im Laufe des Jahres. Aktuelle Informationen (unter anderem ab Mai auch Termine für die Informationsveranstaltungen) sind im Internet abrufbar.

Links zum Thema Bio-Landbau.

Niederlande: Günstiges Geld für Bio-Bauern

Themen: Archiv — info @ 12:04

Den Haag (agrar.de) – Landwirte, die dem gesellschaftlichen Wunsch nach einem strengeren Umwelt- und Tierschutz in ihrer Betriebsführung besonders Rechnung tragen, erhalten von der Rabobank künftig günstigere Kredite. Das meldet der Nachrichtendienst Nachbarland Niederlande.

Die Genossenschaftsbank ist der mit Abstand wichtigste Kreditgeber des niederländischen Agrarsektors. Die besonders ökologisch wirtschaftenden Agrarunternehmer können mit schnellerer Unterstützung, umfangreicheren Mitteln und niedrigeren Gebühren rechnen.

Der Bank zufolge ist es ausgesprochen wichtig, dass der Agrarsektor die Wünsche des Verbrauchers sehr genau kennt. Deshalb sollte – stärker als bisher – in engen Produktionsketten zusammengearbeitet werden. Die Regie der Kette sollte dabei nicht in den Händen der landwirtschaftlichen Erzeuger liegen. Tonangebend sind die Unternehmen, die über ihren Absatz in einem engen Kontakt mit den Verbrauchern stehen, wie der Einzelhandel und die Molkerei- und Fleischgenossenschaften.

Links zum Thema Banken, Links zum Thema %url3%Niederlande%/%.

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