19. März 2002

Sachsen-Anhalt: Zu wenig Nachwuchs in „grünen Berufen“

Themen: Archiv — info @ 15:03

Minister Keller startet Bildungsoffensive für die Landwirtschaft

Wolmirstedt (agrar.de) – Das Ministerium für Raumordnung, Landwirtschaft und Umwelt (MRLU) will gemeinsam mit den Berufsverbänden dem Mangel an Auszubildenden und qualifizierten Mitarbeitern entgegentreten und hat dazu die Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive in Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalts ins Leben gerufen. Agrarminister Konrad Keller: ‚Wir wollen unsere Kreativität und Kräfte bündeln, damit zukünftig qualifizierte und motivierte Menschen in der Landwirtschaft tätig sind und der ländliche Raum lebenswert bleibt.‘ ‚Das schlechte Image der Agrarberufe schreckt oft ab‘, so der Minister bei der Vorstellung des Projekts in Wolmirstedt im Ohrekreis. An Schulen und Betrieben solle nun für die ‚grünen Berufe‘ geworben werden.

Berufsbilder in der Landwirtschaft führen zu Unrecht ein Schattendasein. Das hohe Ausbildungsniveau und die ausgezeichneten Beschäftigungsmöglichkeiten werden oftmals verkannt. Qualifizierter Nachwuchs hat hervorragende Perspektiven.

In den letzten beiden Jahren wurden rund 250 neue Ausbildungsverträge geschlossen. Ab 2005 werden somit rund 200 ausgebildete Nachwuchskräfte in der Landwirtschaft fehlen. In den Jahren 1999 bis 2001 hat sich die Zahl der Arbeitskräfte um 1.000 auf insgesamt 15.463 Personen verringert. Die Nachwuchslücke zeigt sich anhand folgender Zahlen: Im Jahr 2001 waren in der Altersgruppe der 25 bis 29-jährigen knapp 200 Beschäftigte in der Landwirtschaft tätig, in der Altersgruppe der 30 bis 34-jährigen waren es 340. Dem steht ein Nachwuchsbedarf von über 400 Arbeitskräften pro Jahr gegenüber. Ähnlich stellt sich die Situation im Garten- und Landschaftsbau dar. Auch hier besteht dringender Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs.

Der Mangel an Fachkräften ist der Tatsache geschuldet ist, dass viele Jugendliche im Agrarbereich keine berufliche Zukunft sehen, immer mehr junge Arbeitnehmer die Landwirtschaft verlassen (von 1999 bis 2001 waren es 600 Arbeitskräfte bis 35 Jahre) oder – das betrifft vor allem den Garten- und Landschaftsbau – in die alten Bundesländer abwandern. Hinzu kommt, dass veränderte Produktions- und Arbeitsbedingungen in Folge agrarpolitischer Maßnahmen der EU (Agenda 2000) neue fachliche Kompetenzen erfordern.

Der Startschuss für die Bildungsinitiative fällt am 28. März 2002 in Halberstadt im Rahmen der regionalen Berufsbildungskonferenz. Unter dem Motto ‚Computer statt Forke – für meine Zukunft sehe ich grün‘ soll das Image landwirtschaftlicher Berufsbilder – insbesondere der Berufe Landwirt/in, Tierwirt/in und Gärtner/in – verbessert und die Ausbildung hochqualifizierter Fach- und Führungskräfte vorangetrieben werden. An der Bildungsoffensive zur Fachkräftesicherung sind außerdem beteiligt die Ämter für Landwirtschaft und Flurneuordnung, die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG), die Arbeitsämter und die Schulen. Die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten wird durch die LLG organisiert und koordiniert, sie ist gleichzeitig begleitender Ansprechpartner für Bildungsfragen.

Das Konzept zur Bildungsoffensive sieht einen Qualifizierungspool für gegenwärtig nicht zu vermittelnde Fachkräfte vor. Daneben wird die Bildungsqualität in all ihren Stufen (Ausbildung – Aufstiegsfortbildung – Anpassungsqualifikation) erhöht. So wird das Ausbildungsprogramm im Rahmen der beruflichen Erstausbildung durch überbetriebliche Ausbildungslehrgänge weiterentwickelt. Erklärtes Ziel sind jährlich 400 bis 500 Auszubildende für die Landwirtschaft und 150 für den Gartenbau. Fortbildungsangebote werden verstärkt. Im Jahr sollen 150 angehende Techniker, Wirtschafter und Meister diese Angebote nutzen, weitere 250 Arbeitnehmer werden an anderen Aufstiegsqualifikationen teilnehmen. Insgesamt sind jährlich 250 verschiedene Maßnahmen zur Anpassungsfortbildung geplant.

Mit Hilfe der Neuen Medien hält der ‚Routenplaner Karriere‘ der LLG im Internet künftig alle Informationen über Ausbildungsberufe und Aufstiegschancen in der Landwirtschaft und im Gartenbau bereit. Geplant ist ferner die Ausrichtung von Berufs- und Leistungswettbewerben für Auszubildende und junge Facharbeiter/-innen. Auf Bildungsmessen, wie der Berufsfindungsmesse 2002 in Magdeburg, soll verstärkt für Berufe in der Landwirtschaft geworben werden.

Links zum Thema Bildung und %url3%Arbeitsmarkt%/%, Links zum Bundesland %url4%Sachsen-Anhalt%/%.

Greenpeace, Misereor und Bundesärztekammer fordern Ablehnung von Patenten auf Lebewesen und Gene

Themen: Archiv — info @ 14:03

Berlin (agrar.de) – Greenpeace, Bundesärztekammer und Misereor warnen heute erstmals gemeinsam die Bundesregierung und Bundestagsabgeordnete davor, die Gen-Patentrichtlinie der EU umzusetzen. Die Richtlinie erlaubt ausdrücklich die Patentierung von Teilen des menschlichen Körpers, von Genen sowie von Pflanzen und Tieren. Der bekannte Neurobiologe Professor Martin Heisenberg vom Lehrstuhl Genetik an der Universität Würzburg unterstützt die Forderung auf der gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin. Die Patente sind nach Ansicht der drei Organisationen ethisch nicht zu verantworten und schaden sogar der Wirtschaft. Greenpeace belegt dies mit zehn Patentanträgen, die die Umweltschutzorganisation recherchiert hat und heute vorstellt.

Obwohl das entsprechende Gesetz seit Monaten beraten wird und kurz vor der Abstimmung steht, weist die Patent-Richtlinie so gravierende Mängel auf, dass die EU sie nach Ansicht von Misereor, Bundesärztekammer und Greenpeace komplett neu verhandeln sollte. Die Parlamente in Frankreich und Luxemburg haben sich vor wenigen Wochen gegen die Patentierung menschlicher Gene ausgesprochen und setzen die EU-Richtlinie vorerst nicht um. Auch der Deutsche Bauernverbvand (DBV) äußerte sich mit Kritik und lehnte Patente auf Pflanzen, Tiere und Menschen entschieden ab. (%url4%unsere Meldung%/%).

‚Man könnte die Patent-Richtlinie einfach als handwerkliche Stümperei abtun, wenn sie nicht solche dramatischen Auswirkungen hätte auf Natur, Ärzte und Patienten, Landwirte und Menschen in Entwicklungsländern‘, erklärt Christoph Then, Patent-Experte von Greenpeace. ‚Dieses Patentgesetz darf es nicht geben, egal ob man seiner Vernunft oder seinem Gewissen folgt. Wir erwarten, dass die Abgeordneten des Bundestages das erkennen.‘

Die Zunahme von Gen-Patenten führt für Ärzte und Patienten inzwischen zu erheblichen Nachteilen. So stoppten Labors viele diagnostische Tests oder gar die Entwicklung von besseren Diagnoseverfahren, weil Firmen die Rechte an den benötigten Genen besitzen und überhöhte Lizenzgebühren verlangen.

Die Analyse von Greenpeace zeigt das Ausmaß der Patentwelle an: Im Jahr 2001 stieg die Zahl der Anträge am Europäischen Patentamt in München um 4.600 auf jetzt insgesamt fast 30.000. Die zehn von Greenpeace vorgestellten Fälle reichen von menschlichen Organen bis zu geklonten Tigern. Mit Anträgen wie auf Gene aus Kakaopflanzen sind auch Fälle von Biopiraterie darunter, in denen sich Konzerne aus Industrieländern die Rechte sichern an Genen oder Pflanzen aus Entwicklungsländern, ohne die Menschen vor Ort zu beteiligen.

Besondere Aufmerksamkeit verdient dabei ein Patentantrag aus Deutschland: Hier will ein Forscher ein Verfahren zur Herstellung menschlicher Organe wie ‚linkes Bein‘, ‚rechtes Auge‘, ‚Mund‘ patentieren lassen. Die Anmeldung erscheint zwar technisch nicht realisierbar. Juristisch ist die Patentanmeldung aber nicht zu beanstanden: Nach EU-Richtlinie und dem geplanten deutschen Patentgesetz dürfen ‚Teile des menschlichen Körpers‘ wie industrielle Ware patentiert werden.

Links zum Thema %url5%Biotechnologie%/%, Links zum Thema %url6%Nachbau und Sortenschutz%/%.

Sachsen: Vergabe von Qualitäts- und Herkunftszeichen für Agrarprodukte wird privatisiert

Themen: Archiv — info @ 10:03

Dresden (agrar.de) – Sächsische Qualitäts- und Herkunftzeichen im Agrarbereich werden künftig durch die Wirtschaft vergeben und kontrolliert. Das sächsische Kabinett hat in seiner heutigen Sitzung einem entsprechenden Vorschlag des Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums zugestimmt.

Die Zeichen ‚Spezialitäten aus Sachsen‘, ‚Spezialitäten aus Sachsen – Direkt vom Hof‘ und ‚Spezialitäten aus Sachsen – Qualitätslammfleisch‘ wurden bisher als staatliches Zeichen durch den Agrar-Marketing Sachsen e.V., den Verein Direktvermarktung e.V und den Sächsischen Schaf- und Ziegenzuchtverband auf vertraglicher Basis vergeben.

Grund für die jetzige Änderung sei zum einen eine neue EU-Richtlinie, zum anderen sei die Zeit reif dafür ‚dass das Kind nunmehr auf eigenen Beinen stehe‘, so das Landwirtschaftsministerium. Der Trend gehe auch in anderen Bereichen zu Gütezeichen, die eigenverantwortlich durch die Wirtschaft bzw. deren Verbände und Vereine entwickelt, vergeben und kontrolliert werden.

Das Landwirtschaftsministerium wird die Bewerbung der Zeichen künftig über Projektförderung unterstützen. Dafür stehen in diesem Jahr 15.000 Euro zur Verfügung. Regionale Qualitäts- und Herkunftszeichen gibt es in Sachsen seit 1993. Bisher wurden die Zeichen an 173 Unternehmen vergeben.

Links zum Thema Lebensmittelqualität und -kontrolle, Links zum Bundesland Sachsen.

Fischbestände weltweit in schlechtem Zustand

Themen: Archiv — info @ 10:03

Berlin (agrar.de) – Die Fischbestände befinden sich weltweit in einem schlechten Zustand. 25 Prozent der kommerziell genutzten Gebiete sind überfischt, etwa 50 Prozent werden voll genutzt. Das sagte Prof. Gerd Hubold von der Bundesforschungsanstalt für Fischerei nach Informationen des Bundestags-Pressedienstes heute bei einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft Perspektiven der deutschen Fischerei und Fischwirtschaft in der Europäischen Union.

Allein in der Nordsee hätten die Fischbestände in den vergangenen 30 Jahren deutlich abgenommen, die Fänge seien von 1,1 Millionen Tonnen auf 300.000 Tonnen geschrumpft, so Hubold weiter. Viele der für die deutsche Fischerei wichtigsten Arten und Bestände, darunter Hering, Kabeljau, Dorsch, Makrele, Rotbarsch, sind nach den aktuellen Empfehlungen des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) bedroht. Es gelte nun, die Fischbestände wiederaufzubauen und zwar durch eine Festlegung der Fangmengen, Verringerung des Beifangs (seltene oder bedrohte Meeressäuger oder Seevögel, die zufällig ins Netz gehen und nach dem Fang meist tot oder sterbend über Bord geworfen werden), durch strenge Sanktionen und Kontrollen sowie durch verbesserte Netzqualitäten, so die Bundesforschungsanstalt für Fischerei. Zugleich müsse der Umfang der deutschen Flotte abgebaut werden.

Diese Position deckt sich nach der schriftliche Stellungnahme des Deutschen Fischerei Verbandes mit den Erkenntnissen der Europäischen Union. Die Kommission plane, die Fischereibetriebe in den Mitgliedstaaten um 40 Prozent zu reduzieren. Der Verband bezeichnet diese Politik als katastrophal.

Eine solche Maßnahme sei das falsche Signal und führe in Deutschland zu einem Verlust von Arbeitsplätzen. Nach Erhebungen des Fischinformationszentrums arbeiten derzeit 46.450 Personen in der gesamten Fischwirtschaft. Deutschland habe an der Gesamtkapazität der europäischen Fischereiflotten einen Anteil von unter drei Prozent. Eine Verringerung der deutschen Flotte hätte daher keinen Einfluss auf die Bestände, sagt Kapitän Klaus Hartmann, Vorsitzender des Deutschen Hochseefischereiverbandes.

Wenn dagegen aber alle EU-Mitgliedsländer ihre Flottenkapazitäten so abbauten, dass sie ihre Fangquoten nur zu 52 Prozent nutzten wie Deutschland, dann könne dies einen positiven Effekt auf die Fischbestände sowie auf die deutsche Flotte haben.

Um die Existenz der deutschen Fischerei und Fischwirtschaft zu sichern, forderte Hartmann, die veraltete Flotte zu erneuern, Fangquoten langfristig abzusichern und zu kontrollieren und innerhalb der Mitgliedsstaaten Wettbewerbsgleichheit herzustellen.

Wichtig sei auch eine langfristige Sicherung der bestehenden Drittlandsverträge und die Verhandlung neuer Abkommen zum Beispiel mit Russland und den USA. Die Bildung von regionalen Räten bringe Fachwissen in das Management ein und nehme den Fischereisektor mit in die Verantwortung. So werde die Akzeptanz der jeweiligen Maßnahmen höher.

Der World Wide Fund For Nature (WWF) forderte, die Kapazität der Fischereiflotten zu verringern. Auch solle ein Ökomanagement eingerichtet werden, das für die Erhaltung aller marinen Arten und Lebensräume Sorge trägt. Die Überfischung könne nur unterbunden werden, wenn die Subventionspolitik für Schiffsneubauten reformiert werde, hieß es weiter. Künftig solle kein Schiffsneubau mehr unterstützt werden.

Dem widersprach der Verband der deutschen Kutter- und Küstenfischer. Die deutsche Fischereiflotte sei im Durchschnitt über 30 Jahre alt, sagt Verbandsvorsitzender Willy Jacobs. Eine Modernisierung der Flotte sei im Hinblick auf die Arbeitssicherheit unumgänglich. Auch benötige die Fischerei dringend Nachwuchskräfte.

Links zum Thema %url1%Fische%/%.

18. März 2002

Bundesinitiative „Lernen auf dem Bauernhof“ angelaufen

Themen: Archiv — info @ 13:03

Modellvorhaben soll Unterrichtsangebote für Schulen verbessern

Bonn (agrar.de) – ‚Landwirtschaft lebendig und realitätsnah vermitteln‘. Mit dieser Zielsetzung hat der Verein i.m.a. – information. medien. agrar in den vergangenen 40 Jahren ein umfangreiches Informationsangebot für den Schulunterricht entwickelt. Das durch das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) initiierte und überwiegend finanzierte bundesweite Modellvorhaben ‚Lernen auf dem Bauernhof‘ passt ideal in das i.m.a-Konzept. Als weiterer Projektpartner ist die Evangelische Landjugendakademie Altenkirchen vertreten.

In der zweijährigen Projektphase wird unter Federführung der i.m.a das pädagogische Angebot für den Unterricht auf dem Bauernhof analysiert. Darauf aufbauend wird untersucht, inwieweit sich Bauernhoferkundungen organisatorisch, inhaltlich und didaktisch optimieren lassen. Vorrangig sollen Handlungskonzepte für eine effiziente thematische Umsetzung der Land- und Ernährungswirtschaft im Unterricht erarbeitet werden.

Auf der anderen Seite werden Sichtweisen und Mitgestaltungsmöglichkeiten der Landwirte als Lernort-Anbieter untersucht. Erfahrungsgemäß schätzen Kinder und Jugendliche Bauernhöfe als wichtige und attraktive Informationsquelle für den Bereich Landwirtschaft & Ernährung. Die Begegnung einer nicht alltäglichen Arbeits- und Lebenswelt weckt das besondere Interesse.

Das Modellvorhaben profitiert von den langjährigen i.m.a-Erfahrungen. Seit über 40 Jahren fördert der Verein Betriebsbesichtigungen sowie -erkundungen von Schulklassen auf Bauernhöfen und ist für Pädagogen ein zuverlässiger Ansprechpartner, wenn es um das Angebot und die Anwendung des Lehrstoffs ‚Landwirtschaft‘ im praxisorientierten Unterricht geht.

Von pädagogischer Seite wird das Erleben des Alltags auf dem Bauernhof – ob als Exkursion oder im Rahmen einer Unterrichtsreihe – als ‚besonders wertvoll‘ eingestuft. Den Schülern wird nicht nur ein realistisches Bild der modernen Landwirtschaft vermittelt, sondern zugleich ein Bezug zur Erzeugung und Verarbeitung von heimischen Lebensmitteln hergestellt.

Die Ergebnisse der Projektstudie fließen in einen gemeinsamen Leitfaden, der Landwirte bei der Umsetzung von ‚Lernen auf dem Bauernhof‘ unterstützen soll. Auf der anderen Seite ist er Lehrern eine willkommene Hilfe, den Unterricht auf dem Bauernhof vorzubereiten und umzusetzen. Besonders kleinen und mittelbäuerlichen Familienbetrieben könnten sich mit dem Spezialangebot zusätzliche Einkommensalternativen eröffnen.

Kontakt: i.m.a – information.medien.agrar e.V., – Projekt ‚Lernen auf dem Bauernhof‘ -, Petra Brandes, Konstantinstraße 90, 53179 Bonn, Tel.: 0228-97993-77, %url2%E-Mail%/%

Links zum Thema %url5%Bildung%/%.

Sächsische Viehhaltung durch wenige Betriebe mit großen Viehbeständen geprägt

Themen: Archiv — info @ 13:03

Dresden (agrar.de) – Im Mai 2001 wurden in rund 6.500 der 8.400 sächsischen Landwirtschaftsbetriebe Zucht- und Nutztiere erfasst. Die Mehrzahl der Schweine, Rinder, Schafe und des Geflügels befindet sich nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes in Betrieben mit großen Tierbeständen.

Der Schweinehaltung widmen sich im Freistaat Sachsen 1.602 Betriebe mit 613.800 Tieren. Daraus ergibt sich ein Durchschnittsbestand von 383 Schweinen je Betrieb. Die 133 größten Produzenten mit 1 000 und mehr Tieren halten 563 600 Schweine. Das sind 92 Prozent aller erfassten Schweine. Dagegen besitzen 1.351 Betriebe (84 Prozent der Schweinehalter) mit weniger als 50 Tieren nur gut ein Prozent des Schweinebestandes.

In 4.719 Betrieben werden 550.800 Rinder gehalten. Damit gibt es in 73 Prozent der Vieh haltenden Betriebe Rinder. Der durchschnittliche sächsische Rinderhalter besitzt 117 Tiere. Zwei Drittel der Rinder werden in 299 Betrieben mit 500 und mehr Tieren gehalten. Darunter sind 14 landwirtschaftliche Betriebe mit mehr als 3.000 Rindern. 3.483 Betriebe (74 Prozent der Rinderhalter) mit weniger als 50 Tieren besitzen 46.900 Rinder. Das sind knapp neun Prozent des Bestandes. Auch in der Milchkuhhaltung (215.358 Tiere) ist eine Konzentration der Bestände in wenigen Betrieben gegeben. Von den 1.673 Milchkühe haltenden Betrieben besitzen 230 (14 Prozent) 300 und mehr Kühe. In dieser Bestandsgrößenklasse werden 145.900 Tiere bzw. 68 Prozent des Bestandes ausgewiesen. In Sachsen existieren 33 Betriebe mit mehr als 1.000 Milchkühen.

1.841 sächsische Landwirtschaftsbetriebe besitzen 143.700 Schafe. Davon stehen 30 Prozent in 31 Betrieben mit 1.000 und mehr Tieren. Weitere 44 Prozent der sächsischen Schafe teilen sich auf 85 Betriebe mit Beständen von 500 bis unter 1.000 Tieren auf.

Sehr hohe Bestandskonzentrationen sind in der Geflügelhaltung, insbesondere bei Hühnern und Truthühnern, ersichtlich. So werden in 19 Betrieben mit 10.000 und mehr Legehennen 3,3 der 3,5 Millionen Legehennen gehalten. Das sind über 95 Prozent der sächsischen Tiere. Die Haltung von Masthühnern konzentriert sich in Sachsen auf vier Betriebe mit insgesamt zwei Millionen Tieren. Bis auf ein halbes Prozent ist dies der gesamte sächsische Bestand. Weiterhin wurden von den sieben größten Putenhaltungen 99,5 Prozent der 163.600 erfassten Truthühner gemeldet.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen.

Studie: EU bringt Vorteile für Landwirte in den Beitrittsländern

Themen: Archiv — info @ 13:03

Brüssel (agrar.de) – Eine heute von der Europäischen Union veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Aussichten für die Landwirte der Beitrittsländer durch den Beitritt deutlich verbessern werden, ohne dass es in der erweiterten Union zu größeren Marktungleichgewichten kommt. Es wurden vier verschiedene politische Szenarios simuliert (‚keine Erweiterung‘, ‚Einführung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ohne Direktzahlungen‘, ‚GAP mit Direktzahlungen‘, und ‚Verhandlungsposition der Beitrittsländer‘). Dabei ergab sich, dass der EU-Beitritt selbst unter den ungünstigsten Annahmen positive Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Einkommen in den Beitrittsländern haben wird. Der Bericht bestätigt auch die Auffassung der Kommission, dass die sofortige Gewährung von Direktzahlungen in voller Höhe zu erheblichen sozialen Ungleichheiten führen und die notwendige Umstrukturierung behindern würde, weil sich hierdurch die landwirtschaftlichen Einkommen in den Beitrittsländern mehr als verdoppeln könnten. Die Studie bestätigt die Auffassung, dass diese positiven Wirkungen der EU-Mitgliedschaft nur dann eintreten, wenn die zur Erreichung der EU-Erzeugungsnormen erforderlichen Umstrukturierungen durchgeführt werden.

Nach dem Bericht würden sogar EU-Marktstützungsmaßnahmen wie z. B. Interventionen ohne Direktzahlungen in den acht mittel- und osteuropäischen Beitrittsländern (MOEL-8 (außer Bulgarien und Rumänien)) bis 2007 zu einem Anstieg der landwirtschaftlichen Einkommen um etwa 30 Prozent führen. Besonders stark wäre dieser Anstieg in der Tschechischen Republik (+60 Prozent), Lettland (+59 Prozent), Estland (+55 Prozent), der Slowakei (+45 Prozent) und Polen (+35 Prozent). Durch die Gewährung von Direktzahlungen in voller Höhe würde sich dieser Einkommenseffekt bei Zugrundelegung aktueller Referenzzeiträume verdreifachen (Zunahme um +89 Prozent) und bei Übernahme Verhandlungsposition der Beitrittsländer sogar vervierfachen (+123 Prozent).

Hierzu erklärte EU-Agrarkommissar Fischler: ‚Die Ergebnisse sind eindeutig: Es ist besser, in der EU zu sein als draußen. Die EU-Mitgliedschaft wird den Landwirten der Beitrittsländer erhebliche Vorteile bringen. Die Studie enthält aber auch eine klare Botschaft an die Beitrittsländer: Es gibt keinen Blankoscheck. Um die Vorteile der EU-Mitgliedschaft zu erhalten, müssen die Beitrittsländer die Erzeugungsnormen der EU einhalten. Zu diesem Zweck müssen sie die erforderlichen Anstrengungen unternehmen, um insbesondere den Tierhaltungssektor umzustrukturieren. Aus diesem Grund haben wir intensivere Maßnahmen für die ländliche Entwicklung, wie z. B. Unterstützung der subsistenzwirtschaftlich geprägten Betriebe, vorgeschlagen.‘

Die Aussichten für Länder, die außerhalb der EU bleiben, sind schlecht, insbesondere im Rindfleisch- und im Milchsektor. Diese Studie bestätigt die Strategie der Kommission. Es liegt auf der Hand, dass sich mit den von uns vorgeschlagenen Direktzahlungen (25%-30%-35% von 2004 bis 2006) die Lage für die Landwirte in allen Beitrittsländern günstiger entwickelt, als wenn sie außerhalb der Union bleiben. Die Studie zeigt, dass Direktzahlungen in einer bestimmten Höhe notwendig sind, um die Einkommen zu stabilisieren. Aber schon niedrige Direktzahlungen können sicherstellen, dass die Erweiterung für alle MOEL positive Einkommenseffekte bringt.

Andererseits macht die Studie deutlich, dass Direktzahlungen in voller Höher dazu führen würden, dass ein durchschnittlicher ungarischer oder tschechischer Landwirt plötzlich mehr als das Doppelte des nationalen Durchschnittseinkommens verdient. Hierdurch würden aber die Maßnahmen zur Umstrukturierung der Beschäftigung in den durch Kleinbetriebe geprägten Ländern unwirksam, und es würde zu sozialen Verwerfungen und Ungleichheiten kommen.“

Die Schlussfolgerungen der Studie

1. Ungünstige Aussichten für Landwirte in MOEL außerhalb der EU

Ohne EU-Mitgliedschaft würde sich der Output (d. h. der Wert der Erzeugung) in den acht MOEL, die 2004 der EU beitreten wollen (MOEL-8), nur im Kulturpflanzensektor leicht erhöhen und – wenn diese Länder 2007 noch außerhalb der EU sind – im Tierhaltungssektor weiter sinken.

Im Kulturpflanzensektor wäre der Anstieg in der Slowakei am höchsten (+6 Prozent), dagegen würde der Output in Litauen sinken (3 Prozent). Wesentlich ungünstiger stellt sich die tierische Erzeugung dar, wo die Erzeugung in allen Ländern mit Ausnahme von Slowenien und in geringerem Umfang auch der Tschechischen Republik zurückgehen würde. Besonders ausgeprägt wäre diese Entwicklung in den baltischen Staaten und in Ungarn. Es wird davon ausgegangen, dass die Einkommen in den MOEL-8 hierdurch gegenüber 2002 um durchschnittlich 4% sinken werden. Einzige Ausnahmen wären Slowenien und in geringerem Umfang die Tschechische Republik. Polen und Ungarn lägen im Mittelfeld. Ob die Beitrittsländer die Vorteile der EU in vollem Umfang nutzen können, wird davon abhängen, inwieweit sie das geltende Gemeinschaftsrecht (den ‚Acquis‘) übernehmen und im Tierhaltungssektor gemäß den EU-Normen produzieren können; dies gilt insbesondere für die Länder mit einem großem subsistenzwirtschaftlich geprägten Sektor. Im Kulturpflanzensektor ist nach der Studie mit solchen Problemen nicht zu rechnen.

Damit die Beitrittsländer diese Vorteile bis 2007 erreichen, hat die Kommission in ihren Vorschlägen Umstrukturierungsbeihilfen zur ländlichen Entwicklung und eine besondere Maßnahme für subsistenzwirtschaftlich geprägte Betriebe vorgesehen, die dazu dient, diesen Betrieben bei der Erreichung der handelsüblichen Normen zu helfen.

Diese notwendige Umstrukturierung würde außerhalb der EU, also ohne gezielte Programme für die ländliche Entwicklung und Strukturfondsprogramme, wesentlich schmerzhafter ablaufen.

2. Schon bei geringen Direktzahlungen hätte die Erweiterung für alle MOEL positive Einkommenseffekte

Durch Anwendung Direktzahlungen in voller Höhe verdreifachen sich – auf der Grundlage der jüngsten Referenzzeiträume – die Einkommenseffekte (+89 Prozent) gegenüber einer reinen Preisstützung; bei Übernahme der Verhandlungsposition der Beitrittsländer (+123 Prozent) würden sich die Einkommenseffekte sogar vervierfachen.

In jedem Fall wäre die Lage der Beitrittsländer – selbst unter den ungünstigsten Annahmen für die Umstrukturierung – nach den Vorschlägen der Kommission (25 Prozent -30 Prozent -35 Prozent) günstiger als bei einem Nichtbeitritt.

Der Beitritt wirkt sich in den MOEL-8 also günstig auf die Einkommen aus, insbesondere im Vergleich zu den nationalen Einkommensstrukturen.

3. Direktbeihilfen in voller Höhe haben sehr starke Einkommenseffekte, würden die Anreize für die Umstrukturierung der Beschäftigung zunichte machen und hätten soziale Verwerfungen und Ungleichheiten zur Folge

Ohne den EU-Beitritt erwirtschaftet ein durchschnittlicher landwirtschaftlicher Betrieb in den MOEL das 1,2-fache des nationalen Durchschnittseinkommens (gegenüber dem 0,9-fachen in der EU-15).

Durch einen Beitritt ohne Direktzahlungen würden die Einkommen aus einem Betrieb mit 20 ha um 50 Prozent (also vom etwa 1,2-fachen auf das 1,8-fache des Durchschnittseinkommens) ansteigen.

Durch Direktzahlungen in voller Höhe würden die Einkommen auf der Grundlage der jüngsten Referenzzeiträume um 117 Prozent auf das 2,6-fache des durchschnittlichen Bruttoeinkommens ansteigen.

Bei Direktzahlungen in voller Höhe, wie sie die MOEL fordern, würde dieses Einkommen um etwa 150 Prozent (vom 1,2-fachen auf das 3-fache des jeweiligen Durchschnittseinkommens im Vergleich zum Nichtbeitritt) ansteigen.

Bei so hohen Direktzahlungen wäre es für die Produktionsfaktoren (also die Arbeit) günstiger, in der Landwirtschaft zu verbleiben, als in andere Wirtschaftszweige überzuwechseln. Zudem könnten Direktzahlungen in dieser Höhe in vielen Ländern auch zu erheblichen sozialen Verwerfungen und Ungleichheiten führen.

4. Im Binnenmarkt können die Landwirte der MOEL wachsen und wettbewerbsfähig werden

Sogar ohne Direktzahlungen an die Beitrittsländer wird die Getreideerzeugung nach Aussage der Studie steigen und die bestehenden Überschüsse weiter erhöhen. Auch im Rindfleisch- und Milchsektor werden positive Auswirkungen festzustellen sein, wenn auch nicht in so großem Umfang, dass hierdurch die derzeitigen Erzeugungsmengen wesentlich ansteigen. Dies ist ein klarer Hinweis auf die Wettbewerbsfähigkeit im Binnenmarkt.

Lediglich die Schweinefleischerzeugung dürfte zurückgehen, was ebenfalls die relative Wettbewerbsfähigkeit dieses Sektors deutlich macht. Nach zügiger Durchführung von Investitionen dürfte die Geflügelfleischerzeugung soweit ansteigen, dass die wachsende Nachfrage auf den neuen Märkten gedeckt wird. Eine solche Entwicklung wäre auch für die dynamischsten Bereiche des Schweinefleischsektors möglich.

Durch die Integration in den Binnenmarkt wird es in gewissem Umfang zu einer Spezialisierung der Landwirtschaft kommen; dabei wird sich der Schwerpunkt bei der pflanzlichen Erzeugung auf die MOEL und bei der tierischen Erzeugung auf die EU-15 verlagern.

5. Vergrößerung verursacht keine größeren Marktungleichgewichte in der erweiterten Union

Bei der pflanzlichen Erzeugung dürften die Weizenüberschüsse keine größeren Probleme verursachen, weil der Weizen aus der EU auf den Weltmärkten wettbewerbsfähig sein wird. Auch die Maisüberschüsse der MOEL können vollständig von der EU-15 aufgenommen werden. Nur bei Roggen und sonstigem Getreide (insbesondere Hafer) könnte sich der Absatz auf den Weltmärkten schwierig gestalten.

Bei der tierischen Erzeugung lassen sich die Rindfleischmärkte in der EU-25 in den Griff bekommen, wenn keine größeren Verschiebungen bei der Verbrauchernachfrage eintreten. Bei den Milchprodukten wird es durch die Quoten, sofern diese sich auf aktuelle Referenzzeiträume stützen, auf den EU-Märkten zu keinen größeren Störungen kommen. Etwaige andere positive Einkommenseffekte durch verstärkte Maßnahmen zur Förderung der ländlichen Entwicklung, wie sie die Kommission vorgeschlagen hat, sind bei dieser Simulation noch nicht berücksichtigt.

Die vollständige Studie lässt sich auf der Website der GD Landwirtschaft abrufen.

Links zum Thema Europa.

Niedersachsen: Anhaltender Strukturwandel in der Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 12:03

Hannover (agrar.de) – Im vergangenen Jahr gab es in Niedersachsen noch 63.102 landwirtschaftliche Betriebe. Nach Ergebnissen des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik aus der Bodennutzungshaupterhebung vom Mai 2001 waren das 3,9 Prozent weniger Betriebe als zur Landwirtschaftszählung 1999.

Der Konzentrationsprozess in der Landwirtschaft zu weniger, aber größeren Betrieben hielt weiter an. Besonders hohe Abnahmeraten finden sich bei den mittleren Betriebsgrößenklassen zwischen 20 und 50 ha. Die Zahl der Betriebe in dieser Kategorie verringerte sich um 13,9 Prozent auf 14.757 Betriebe. Diese Betriebe werden zum Teil bereits im Nebenerwerb bewirtschaftet und scheiden häufig im Zuge des Generationenwechsels aus der Produktion aus. Im Größenbereich von 50 bis 100 ha nahm die Betriebszahl um 2,5 Prozent auf 9.829 ebenfalls ab. Ein deutliches Wachtum zeigte sich erst in der Größenklassen ab 100 ha. Hier gab es mit 5.843 Betrieben 9,7 Prozent mehr als 1999.

Insgesamt wirtschaften landwirtschaftliche Betriebe auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) von 2,65 Mio ha. Bereits 34,7 Prozent dieser Fläche wird von Betrieben mit mehr als 100 ha bewirtschaftet. Nach der Betriebszahl stellen sie allerdings nur einen Anteil von 9,3 Prozent. Die durchschnittliche Flächenausstattung der landwirtschaftlichen Betriebe ist von 40,5 ha in 1999 auf 42,0 ha 2001 angestiegen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Niedersachsen.

Bio Bauern Beteiligungs AG gegründet

Themen: Archiv — info @ 12:03

Willingen – Usseln (agrar.de) – Die Upländer Bauern Molkerei GmbH und die Andechser Molkerei Scheitz GmbH haben in der vergangenen Woche gemeinsam die ‚Bio Bauern Beteiligungs AG‚ gegründet. Ziel der neuen Gesellschaft ist es, mehr Finanzmittel in den Bio-Markt hereinzuholen und vielen Menschen zu ermöglichen, Biobauern einfach aber wirkungsvoll zu unterstützen. Ab 2003 soll eine Dividende von 3 bis 5 Prozent erzielt werden.

Der Umsatz der Upländer betrug 2001 rund 23 Millionen Mark, der der Molkerei Scheitz 200 Millionen Mark. Die verarbeitete Bio-Milchmenge betrug im vergangenen Jahr 14 bzw. 100 Millionen kg.

Links zum Thema %url4%Bio-Landbau%/%.

EuGH-Generalanwalt für Verbot der Werbung „Qualität aus deutschen Landen“

Themen: Archiv — info @ 11:03

Bonn (agrar.de) – Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, hat das vom Generalanwalt beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) am 14. März vorgeschlagene Verbot des CMA-Gütezeichens ‚Markenqualität aus deutschen Landen‘ für die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft als nicht akzeptabel und nicht nachvollziehbar bezeichnet.

‚Ein solches Werbeverbot ist ein gravierender Eingriff in das seit Jahrzehnten erfolgreiche nationale und regionale Marketing für deutsche Nahrungsmittel‘, erklärte Sonnleitner. ‚Qualität aus deutschen Landen ist und bleibt die Richtschnur für deutsche Nahrungsmittel.‘ Es müsse auch in Zukunft möglich sein, mit dem von Landwirten finanzierten Marketing deutlich zu machen, dass die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft für Qualität stehe.

Sonnleitner betonte, dass der Bauernverband gemeinsam mit der Ernährungsbranche, die in der CMA verankert sei, auch unter veränderten EU-Bedingungen in Zukunft ein erfolgreiches Marketing für deutsche Nahrungsmittel sicherstellen werde. Notwendig sei dafür, dass die rechtlichen und finanziellen Grundlagen des Marketing für deutsche Erzeugnisse gewährleistet sein müssen. Die Werbung für die Qualität deutscher Produkte durch die CMA gemeinsam mit Ernährungsindustrie, Handwerk und Lebensmittelhandel müsse weiter vorangetrieben werden, stellte Sonnleitner klar. Dabei habe das Qualitätssicherungssystem QS aus Sicht der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft eine besondere Priorität.

Information: Deutscher Bauernverband (DBV), Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn, Tel.: 0228-81980, Fax: 0228-8198205, %url3%E-Mail%/%.

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