21. März 2002

Sachsen-Anhalt: Weiterer Anstieg der Milchleistung im Jahr 2001

Themen: Archiv,Milch — info @ 16:03

Magdeburg (agrar.de) – Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes gaben die im Jahr 2001 in den landwirtschaftlichen Betrieben Sachsen-Anhalts gehaltenen 147.400 Milchkühe 1,061 Mill. Tonnen Milch. Die damit erbrachte Milchleistung von 7.193 kg je Tier war um 127 kg (+ 1,8 Prozent) höher als im Jahr zuvor. Im Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre wurde eine jährliche Steigerungsrate von 5,5 Prozent erreicht. Seit 2000 liegt die Leistung je Kuh über der 7.000-kg-Marke.

Bedingt durch die Milchquotenregelung und der stetigen Erhöhung der Milchleistung verringerten sich die Milchkuhbestände weiter. Die Zahl der 2001 durchschnittlich gehaltenen Milchkühe war gegenüber der vom Jahr 2000 um 5.900 (- 3,9 Prozent) geringer.

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Modulation: Vermittlungsausschuss empfiehlt Änderungen

Themen: Archiv — info @ 15:03

Berlin (agrar.de) – Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat Änderungsempfehlungen zum Gesetz zur Modulation der Direktzahlungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (Modulationsgesetz) beschlossen.

Nach dem Gesetz sollen vom Jahr 2003 an die Direktzahlungen der Europäischen Union an die Bauern ab einem Freibetrag von 10.000 EURO um zwei Prozent gekürzt werden. Der Vorschlag des Vermittlungsausschusses geht dahin, von dieser Kürzung die Zahlungen im Rahmen der Stützungsregelungen für Kartoffelstärke, Tabak, Saatgut und Hopfen auszunehmen. Bei der Anrufung des Vermittlungsausschusses hatte der Bundesrat darauf hingewiesen, dass diese Zahlungen nur einen Bruchteil zu den erwarteten Modulationsmitteln beisteuern, der zusätzliche Verwaltungsaufwand kaum gerechtfertigt sei und eine eventuelle Herausnahme der Maßnahmen nur eine geringfügige Minderung des Modulationsaufkommens bewirke.

Der Vermittlungsausschuss beschloss darüber hinaus, dass der Bund im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes‘ bei Ausgleichszulage und Agrarumweltprogrammen, soweit sie mit Modulationsmitteln finanziert werden, zukünftig 80 Prozent der nationalen Finanzierung übernehmen soll. Bei Maßnahmen mit einem mehrjährigen Verpflichtungszeitraum soll das Finanzierungsverhältnis von 80 zu 20 zwischen Bund und Ländern für den ganzen Verpflichtungszeitraum gelten, sofern die Voraussetzungen im ersten Jahr des Verpflichtungszeitraums vorliegen. Der Bundesrat hatte bei der Anrufung des Vermittlungsausschusses eine Anpassung des Finanzierungsanteils des Bundes auf 80 Prozent gefordert und dabei vor allem auf die den Ländern entstehenden Verwaltungskosten verwiesen.

Ziel des Gesetzes ist insbesondere die Förderung umweltgerechter Produktionsverfahren. Bund und Länder müssen zu den frei werdenden Mitteln einen Eigenbeitrag beisteuern, da die Europäische Union eine nationale Kofinanzierung fordert.

Bundestag und Bundesrat werden sich morgen wieder mit dem Gesetz befassen.

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AbL beglückwünscht die Gewinner-Regionen

Themen: Archiv — info @ 14:03

Hamm (agrar.de) – Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) hat die Regionen beglückwünscht, die beim Bundes-Wettbewerb ‚Regionen Aktiv – Land gestaltet Zukunft‚ von der Jury den Zuschlag bekommen haben. Die Jury habe angesichts der vielen sehr guten Beiträge eine schwere Wahl zu treffen gehabt und eine glückliche Hand bewiesen.(unsere Meldung)

Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf, Bundesvorsitzender der AbL und Mitglied der Jury, hob den breiten Ansatz der regionalen Bündnisse als Träger der Projekte hervor. Es sei gelungen, vor Ort über Parteigrenzen hinweg gesellschaftliche Bündnisse aus Landwirtschaft, Verbraucherverbänden, Tier- und Umweltschutz sowie Handwerk zu bilden. Das sei eine gute Grundlage, um alte Konfrontationen zu überwinden und konstruktiv an einer integrierten Entwicklung in den ländlichen Räumen zu bauen.

Die Projekte, für die regionalen Partnerschaften in ihren Wettbewerbs-Beiträgen Mittel beantragt hätten, zeugten von hoher Innovationskraft der Akteure. ‚Die Projekte verdeutlichen, dass die Menschen vor Ort viel weiter sind mit der Überlegung, was ‚Agrarwende‘ konkret und positiv bedeuten kann, als es manche politischen Kräfte Glauben machen wollen‘, so Graefe zu Baringdorf. Der AbL-Vorsitzende zeigte sich erfreut darüber, dass durch diesen Wettbewerb mit relativ wenig Mitteln viel in Bewegung gesetzt worden sei. ‚Hier wird in die regionale Innovationskraft der Menschen investiert. Das Ergebnis werden qualitativ hochwertige und regional angepasste Projekte sein statt die teuren zentralen Großprojekte alten Stils‘, so Graefe zu Baringdorf.

Der Wettbewerb, aus dem heraus die Regionen nun drei Jahre lang unterstützt und begleitet werden, sei ein wesentlicher Baustein, um in der Praxis zu zeigen, dass bäuerliche Landwirtschaft die Landwirtschaft der Zukunft sei. Die Unterstützung der Modellregionen sei deshalb ein wichtiger Baustein für das von der Bundesministerin angekündigte ‚Aktionsprogramm bäuerliche Landwirtschaft‘, so der AbL-Vorsitzende.

Was jetzt in Deutschland auf nationaler Ebene begonnen bzw. verstärkt werde, müsse auch auf der europäischen Ebene Eingang in die Agrarpolitik finden, insbesondere auch bei der Osterweiterung der EU. Auch hier gelte es, das Geld nicht in der alten Art und Weise mit der Gießkanne über das ganze Land zu geben, sondern gezielt für aufbauende Strukturpolitik zu nutzen. Denn die Form der bisherigen Direktzahlungen in der heutigen EU begünstige nur die Betriebe, die über viel Fläche verfügten. Die Mehrzahl der Betriebe ginge leer aus.

Vielmehr müsse in die integrierte Entwicklung der ländlichen Regionen investiert werden. Würden die alten Mechanismen der EU-Agrarpolitik auf Osteuropa schlicht übertragen, würde das auch dort die Massenproduktion anheizen und dabei zu einem massiven Abbau von Arbeitsplätzen führen. Noch stärker als in Deutschland würde in den mittel- und osteuropäischen Ländern (MOEL) die Mehrheit der ländlichen Bevölkerung mit einem ganzheitlichen Ansatz von regionaler Entwicklung besser fahren. Die AbL begrüße daher den Beschluss des Europäischen Parlamentes, schon jetzt – vor dem Beitritt – in den MOE-Ländern diesen Ansatz der ländlichen Entwicklung zu unterstützen. Das Europäische Parlament fordert von EU-Kommission und EU-Rat deshalb die Einsetzung eines entsprechenden Förderrahmens namens ‚INPARD‘ (Innovative Participatory Rural Development).

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Weltwassertag: 110 Millionen Euro für nachhaltigen Umgang mit Lebensquelle Wasser

Themen: Archiv — info @ 14:03

Osnabrück (agrar.de) – ‚Schon jetzt hat mehr als eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Es wird höchste Zeit, sich der Bedeutung dieses zentralen Umweltproblems endlich bewusst zu werden.‘ Mit diesen Worten unterstreicht Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, anlässlich des Internationalen Tag des Wassers am 22. März die Bedeutung der DBU-Förderbereiche Gewässer, Wasser und Abwasser für den globalen Umweltschutz: ‚Zum Schutz der lebenswichtigen Ressource Wasser haben wir 540 Projekte mit 110 Millionen Euro unterstützt.‘ Dabei reicht die Vielfalt der Projekte von Pflanzenkläranlagen und Renaturierungsmaßnahmen bis zur Unterstützung internationaler Projekte für den Gewässerschutz. ‚Aktuelle Zahlen belegen, dass sich der Wasserverbrauch global in den letzten 50 Jahren vervierfacht und die Wasserqualität weltweit stetig abgenommen hat‘, betont Brickwedde. Projekte rund um dieses Thema blieben daher auch zukünftig ein Schwerpunkt in der Fördertätigkeit der Stiftung.

Der internationale Charakter von Projekten gewinne auch hier an Bedeutung: ‚Die Hauptursache für die weltweit immer bedrohlichere Wasserknappheit sind Verschwendung und Verschmutzung. Maßnahmen zur Bewältigung dieses Problems dürfen daher nicht von Ländergrenzen beschnitten werden‘, betonte Brickwedde. So unterstütze die DBU mit 200.000 Euro Projekte in Lettland, Litauen und Estland, mit denen durch Wissenstransfer die Etablierung einer umweltfreundlichen Abwasserbeseitigung gefördert werde. Ein deutsches Ingenieurbüro wolle besonders im ländlichen Raum Osteuropas den Betrieb von Pflanzenkläranlagen vorantreiben.

Bereits erfolgreich abgeschlossen sei ein Projekt des Planungsbüros für Gewässerschutz (KLS) in Hamburg. Dieses habe gemeinsam mit der Stadt Swardez (Polen), der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und weiteren kompetenten polnischen Partnern ein Konzept für die Revitalisierung des Seenverbundes der Cybina (Polen) entworfen. ‚Dass die Effekte von Umweltschutz nicht an Ländergrenzen halt machen, verdeutlicht auch dieses Projekt. Die Cybina mündet über die Warta in die Oder. Umweltentlastung in Polen spürt man somit auch auf deutscher Seite‘, hob Brickwedde hervor. Die DBU förderte dieses Vorhaben mit 100.000 Euro.

Bis zu 50 Kubikmeter Wasser verbrauchen deutsche Bürger jährlich; 25-mal so viel, wie ein Bewohner Somalias zur Verfügung habe. Dabei gehe weltweit immer mehr wertvolles Trinkwasser durch Verschmutzung verloren, da nur fünf Prozent aller Abwässer der Erde gereinigt würden. Umso wichtiger sei es, Giftstoffe im Trinkwasser schnell zu erkennen. Dabei scheitere eine schnelle Vor-Ort-Analyse oft noch an den aufwändigen Labortests. Das NORDUM Institut für Umwelt und Analytik aus Kessin (Mecklenburg-Vorpommern) wolle mithilfe einer DBU-Förderung von 76.000 Euro einen innovativen Biosensor entwickeln, mit dem laborunabhängig Schadstoffe nachgewiesen werden könnten. Dieser Sensor basiere auf Hefezellen, die, eingebracht in das zu untersuchende Wasser, als Reaktion auf bestimmte Giftstoffe ihre Gärung verlangsamen. Bei einem positiven Befund könne dann ein Labor die genaue Zusammensetzung der Schadstoffe ermitteln. Der Preis von unter fünf Euro mache eine große Nachfrage nach diesem neuen und auch für den Laien unkomplizierten Messverfahren möglich. ‚Erneut beweist hier ein mittelständisches Unternehmen, dass innovative Ideen im Umweltschutz nicht teuer sein müssen‘, freute sich Brickwedde.

Auch das Engagement der internationalen Initiative ‚Living Lakes‘, die die großen Seen der Erde als Trinkwasserreserven schützen will, fand in drei Projekten Unterstützung durch die DBU. Insgesamt 287.000 Euro investierte die europaweit größte Umweltstiftung unter anderem in den Aufbau eines Netzwerkes zwischen den 37 bisher beteiligten Seen vom Bodensee über den sibirischen Baikalsee bis zum Biwa See in Japan. ‚Diese Seen müssen vor einer weiteren Verschmutzung bewahrt werden, um den für die Trinkwasserversorgung notwendigen intakten Wasserkreislauf nicht zu gefährden‘, hob Brickwedde hervor. In einem Land wie Deutschland, dessen öffentliches Kanalnetz in seiner Länge der Distanz von der Erde bis zum Mond (400.000 Kilometer) entspräche, sei es nicht vorstellbar, dass nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation alle zwölf Sekunden ein Mensch an den Folgen von unreinem Wasser stirbt. Industrienationen wie Deutschland käme eine Vorbildfunktion zu, da hier Wasser jederzeit und billig zur Verfügung stehe.

Information: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), An der Bornau 2, 49090 Osnabrück, Tel.: 0541-96330, Fax: 0541-9633190.

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Jahresbilanz des Brauer-Bundes: Deutscher Biermarkt bleibt attraktiv

Themen: Archiv — info @ 14:03

Bonn (agrar.de) – ‚Trotz aller Unkenrufe, die immer wieder zu vernehmen sind, ist der deutsche Biermarkt nach wie vor hoch attraktiv.‘ Dieses Fazit zog der Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, Dieter Ammer, gestern in Köln. Mehr als 108 Millionen Hektoliter Bier haben die 1.291 Brauereien in Deutschland im Jahre 2001 produziert. Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von geschätzten 123 Litern liegen die Deutschen nach wie vor im weltweiten Vergleich in der Spitzengruppe. Der Export sei weiter gestiegen und betrage inzwischen mehr als 10 Millionen Hektoliter.

Nach Einschätzung Ammers komme der Rückgang beim Pro-Kopf-Verbrauch (unsere Meldung) nicht überraschend: Hauptgrund sei die Abnahme der sogenannten ‚Stammverwender‘ zwischen 30 und 45 Jahren aus demographischen Gründen – eine Entwicklung, die seit langem bekannt sei. Neue Konsumgewohnheiten, ein verändertes Freizeitverhalten und eine genussfeindliche Alkohol- und Gesundheitsdiskussion in Politik und Gesellschaft verstärkten diesen Trend weiter, die resultierende sinkende Nachfrage werde den bisher schon intensiven Wettbewerb auf dem deutschen Biermarkt weiter verschärfen. Eins stehe nach Einschätzung des Brauer-Präsidenten aber fest: ‚Der deutsche Biermarkt wird weiter spannend und hoch interessant bleiben, deutsches Bier wird hierzulande auch in Zukunft das Getränk Nummer 1 bleiben.‘

Sorgen machen den deutschen Brauern dagegen die politischen Rahmenbedingungen, die das komplexer werdende Geschäft mit deutschem Bier weiter erschwerten. Ob Umweltpolitik, Biersteuer oder Alkoholdiskussion, die deutschen Brauer fordern von den zuständigen Politikern realitäts- und praxisnähere Initiativen, Positionen und Diskussionen:

‚In der Umweltpolitik verdrängt Ideologie zur Zeit die Fakten, es fehlt an einem umweltpolitischen europaweiten Gesamtkonzept‘, so das Urteil des Brauer-Präsidenten. Es sei zu bedauern, dass das Umweltministerium den Vorschlag des Deutschen Brauer-Bundes zur Förderung von Mehrweg mit marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, z.B. über eine Senkung der Mehrwertsteuer für Mehrweggebinde, abgelehnt habe. Der nationale Alleingang der Einführung eines Zwangspfandes ist nach Auffassung des Brauer-Präsidenten ein Irrweg.

Den Plänen der Europäischen Kommission zur Erhöhung der Biersteuer erteilte Ammer eine deutliche Absage: Steuerharmonisierung auf europäischer Ebene sei der falsche Weg: Der Brauer-Präsident forderte den Bundesfinanzminister deshalb auf, an seiner bereits geäußerten klaren Ablehnung der Pläne der Europäischen Kommission festzuhalten.

Im Hinblick auf die Alkoholpolitik appellierte Ammer an die zuständigen Politiker, sich auf die Bekämpfung des Missbrauch zu konzentrieren statt den verantwortungsvollen Konsumenten zu diskriminieren, zu verunsichern oder zu belasten. ‚Die beliebten Forderungen der Gesundheitspolitik nach zusätzlichen Abgaben oder Steuern, der Absenkung der Promillegrenze oder Werbebeschränkungen bzw. -verboten sind weder neu noch geeignet, das Problem des Missbrauchs zu lösen.‘ Der Präsident des Deutschen Brauer-Bundes forderte eine nationale Allianz zur Koordination der zahlreichen Initiativen verschiedener Institutionen zur Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs.

Information: Deutscher Brauer-Bund e.V. (DBB), Annaberger Str. 28, 53175 Bonn, Tel.: 0228-959060, Fax: 0228-9590616, E-Mail.

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Mecklenburg-Vorpommern: Über 400 Millionen Eier erzeugt

Themen: Archiv — info @ 12:03

Schwerin (agrar.de) – Nach Informationen des Statistischen Landesamtes wurden in den 32 Landwirtschaftsbetrieben Mecklenburg-Vorpommerns mit 3.000 und mehr Hennenhaltungsplätzen im Jahr 2001 zusammen über 404 Millionen Eier produziert. Das bedeutet im Vergleich zum Jahr 2000 eine Zunahme um 7 Prozent. Der Anteil der Legehennenplätze in der Freilandhaltung vergrößerte sich auf 28 Prozent.

Im Rahmen der Agrarstrukturerhebung 2001 wurden in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 1.067 landwirtschaftliche Betriebe mit Legehennenhaltung erfasst. Von diesen sind jedoch nur relativ wenige auf die Erzeugung von Hühnereiern spezialisiert. Derzeit gibt es im Land nur 32 Betriebe mit jeweils mehr als 3.000 Legehennenplätzen, in denen der überwiegende Teil aller Tiere gehalten wird. Die Eiererzeugung und Legehennenbestände dieser Betriebe werden monatlich mit der Geflügelstatistik erfasst.

Die 32 Betriebe, die zusammen fast 1,5 Millionen Legehennen hielten (2000: 1,3 Millionen), erzeugten im Jahr 2001 insgesamt 404,4 Millionen Eier. Das ist seit 1993 die größte produzierte Anzahl an Hühnereiern. Somit legte, statistisch gesehen, jede Henne durchschnittlich 22,6 Eier im Monat bzw. 271 Eier im Jahr. Im Jahr 2000 waren es 23,7 Eier im Monat bzw. 285 Eier im Jahr gewesen. Der geringfügige Produktivitätsrückgang gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent ist unter anderem damit zu erklären, dass die Freilandhaltung in Mecklenburg-Vorpommern weiter an Bedeutung gewonnen hat und hier die Produktionsintensität etwas geringer ist.

Die verstärkte Hinwendung zu tiergerechten Haltungssystemen ist vor allem darauf zurückzuführen, dass eine verstärkte Nachfrage nach den dort erzeugten Hühnereiern besteht. Von den etwa 1,9 Millionen Hennenhaltungsplätzen entfielen etwa 28 Prozent auf die Freilandhaltung (2000: 22 Prozent). Gab es im Jahr 2000 noch 389 000 Freilandhaltungsplätze, so waren es im Folgejahr schon fast 524.000 Plätze, was einer Zunahme um 35 Prozent entspricht. Die Zahl der Bodenhaltungsplätze hat sich von 28 Prozent im Jahr 2000 auf 26 Prozent reduziert. 46 Prozent der Haltungsplätze waren der Käfig- und Volierenhaltung zuzuordnen.

Die Auslastung aller vorhandenen Haltungsplätze lag im Jahr 2001 bei 82 Prozent.

Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland belief sich im Jahr 2001 laut der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle auf etwa 224 Eier. Unter Berücksichtigung der Bevölkerungszahl von Mecklenburg-Vorpommern von etwa 1,77 Millionen Einwohnern wäre somit die Eigenversorgung voll gewährleistet, da pro Kopf etwa 228 Eier zur Verfügung ständen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

BBV: Wettbewerbsfähigkeit der Ökobauern verbessern

Themen: Archiv — info @ 12:03

Stellungnahme zur EG-Ökoverordnung 2092/91

München (agrar.de) – Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Ökobauern muss verbessert werden. Aus diesem Grund fordert der Bayerische Bauernverband (BBV) das Niveau der EG-Ökoverordnung anzuheben. Das BBV-Präsidium folgte am vergangenen Montag der folgenden Stellungsnahme der Arbeitsgruppe Ökolandbau im BBV zur EG-Ökoverordnung 2092/91:

‚Das Präsidium des Bayerischen Bauernverbandes stellt fest, dass die EG-Ökoverordnung eine wichtige Grundlage für die Wirtschaftsweise ökologischer Betriebe in der Europäischen Union darstellt. Da das neue deutsche Bio-Siegel auf Grundlage der EG-Ökoverordnung basiert, die deutschen Ökobauern aber im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ökobauern vorwiegend mit höheren Produktionsstandards produzieren, muss das Niveau der EG-Ökoverordnung angehoben werden, um Wettbewerbsnachteile der heimischen Ökobauern abzubauen.

Zudem wird mit einer Anhebung des EG-Ökoverordnungsniveaus der Grundgedanke des ökologischen Landbaus, nämlich die Kreislaufwirtschaft, verbunden mit einem hohen Schutz der natürlichen Ressourcen, weiter verbessert.

Das Präsidium des Bayerischen Bauernverbandes fordert, dass:

– die Gesamtbetriebsumstellung eine unabdingbare Voraussetzung der biologischen Wirtschaftsweise sein muss. Es muss das Prinzip der ‚Bewirtschafter-Einheit‘ gelten; d. h. eine Person darf in einem Gebiet nicht gleichzeitig einen konventionell und ökologisch wirtschaftenden Betrieb führen. Zudem müssen Umgehungsmöglichkeiten wie z. B. Betriebsteilungen vollständig ausgeschlossen sein.

– die Anwendung von konventionellen Wirtschaftsdüngern bei ökologisch wirtschaftenden Betrieben nur in Ausnahmefällen zugelassen wird.

– die in der Nutztierfütterung zugelassenen konventionellen Futtermittel stark eingeschränkt werden.

– in der ökologischen Schweinehaltung nicht wie bisher 20 Prozent, sondern nur maximal 15 Prozent konventionelle Futtermittel erlaubt werden. Langfristiges Ziel sollte die vollständige Fütterung landwirtschaftlicher Nutztiere mit ökologischen Futtermitteln sein.

– Ökofuttermittel mindestens zu 50 Prozent vom eigenen Ökobetrieb stammen müssen.

– die Erlaubnis der ganzjährigen Silagefütterung von Rindern eingeschränkt wird. Mind. 60 Prozent der Trockenmasse in der Futterration müssen aus Rauhfutter aus dem eigenen Betrieb bestehen. Der Grünfutteranteil der Rinder muss im Sommer mindestens 50 Prozent betragen.

– die höchstzulässige Anzahl für Mastschweine auf 10/ha, für Masthühner auf 280/ha und für Legehennen auf 140/ha reduziert wird.

Mit der Zunahme der Anzahl ökologisch wirtschaftender Betriebe ist eine entsprechende Ausweitung der Warenströme verbunden. Vor diesem Hintergrund wird die Politik aufgefordert, im Sinne der Erzeuger und Verbraucher das bestehende Öko-Kontrollsystem von den Futtermitteln bis hin zum Lebensmitteleinzelhandel zu überprüfen und eventuell auftretende Lücken zu schließen. Ziel müssen Ökokontrollen sein, die im In- und Ausland das Vertrauen sowohl der Marktpartner als auch der Verbraucher sichern.

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Schleswig-Holstein: Eiererzeugung und Freilandhaltung legen zu

Themen: Archiv — info @ 12:03

Kiel (agrar.de) – 1,1 Mill. Legehennen in knapp 3.000 landwirtschaftlichen Betrieben Schleswig-Holsteins legten im Jahr 2001 nahezu 330 Mill. Eier. Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, werden die Legehennen überwiegend in größeren Beständen gehalten. Nur 2 Prozent des Landesbestandes entfielen auf Betriebe mit weniger als 3.000 Haltungsplätzen.

In den 57 Betrieben, die eine Haltungskapazität von mehr als 3.000 Tieren hatten, wurden im Jahresdurchschnitt 1,1 Mill. Legehennen gehalten. Von diesen wurden 320 Mill. Eier – bei einer durchschnittlichen Kapazitätsauslastung der Haltungsanlagen von 88 Prozent – erzeugt. Daraus errechnet sich eine durchschnittliche Jahreslegeleistung von 289 Eiern pro Henne, das sind 8 Prozent oder 21 produzierte Eier mehr als vor 10 Jahren.

Die Haltungsform der Tiere verlagert sich stetig von der Batteriehaltung zur Boden- und Freilandhaltung. In den zurückliegenden 10 Jahren hat sich der Anteil dieser Haltungsplätze vervierfacht – somit können etwa 70.000 Hennen das Osterfest 2002 im Freien verbringen.

Um der Nachfrage an Eiern zum Osterfest gerecht zu werden, haben zahlreiche Betriebe ihren Legehennenbestand in den ersten Monaten des neuen Jahres erhöht.

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Sinner fordert generelles Verbot von Fleischknochenmehl

Themen: Archiv — info @ 12:03

Künast muss Lücke bei der BSE-Bekämpfung schließen

München (agrar.de) – Die Düngung von landwirtschaftlich genutzten Flächen mit Fleischknochenmehl und Fischmehl muss verboten werden. Dies hat heute der bayerische Verbraucherschutzminister Eberhard Sinner in München gefordert. Nur so könne eine wichtige Lücke bei der Bekämpfung von BSE wirksam geschlossen werden.

Sinner: ‚Es besteht die große Gefahr, dass auf diesem Weg auch belastetes Tiermehl auf die Flächen ausgebracht wird. Eine analytische Unterscheidung von Fleischknochenmehl und möglicherweise BSE-belastetem Tiermehl ist nicht möglich.‘ Das Düngen mit Fleischknochenmehl auf landwirtschaftliche Flächen ist nach der geltenden Düngemittel-Verordnung des Bundes zulässig.

Das nach der Düngemittel-Verordnung zulässige Fleischknochenmehl darf zwar kein Risikomaterial enthalten und wird beim Herstellungsprozess einem Erhitzungsvorgang unterzogen. Allerdings wäre eine nicht erlaubte Vermischung mit Tiermehl derzeit nicht nachzuweisen.

Von einer ungeschützten Lagerung und der Ausbringung von Fleischknochenmehl geht darüber hinaus die Gefahr aus, dass wiederkäuende Wildtiere die Substanz aufnehmen. Das Verfüttern von Fleischknochenmehl und Tiermehl ist aber grundsätzlich verboten.

Links zum Thema BSE, Links zum Thema Düngung.

Weltwassertag: VKU lehnt Privatisierung der Wasserversorgung ab

Themen: Archiv — info @ 12:03

Köln (agrar.de) – Zum internationalen Tag des Wassers am 22. März betont der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) die Leistungsfähigkeit der öffentlichen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Deutschland und den hohen Qualitätsstandard des Trinkwassers.

Wasser sei kein beliebiges Handels- und Wirtschaftsgut, so VKU-Hauptgeschäftsführer Michael Schöneich im Interview mit der Zeitschrift ‚Verbraucher konkret‘. ‚Die Wasserversorgung ist nicht vergleichbar mit anderen Infrastrukturdienstleistungen wie Strom- und Gasversorgung oder auch Telekommunikation. Gesundheitsvorsorge, Hygiene und Verbraucherbedürfnisse müssen beim Wasser im Vordergrund stehen, nicht etwa wirtschaftliche Einzelinteressen. Forderungen nach einer Liberalisierung und Privatisierung der Wasserversorgung lehnen wir deshalb ab.‘

Wasser ist das Lebensmittel Nummer 1 – kein Handelsgut

In ihrer neuesten Ausgabe informiert die Zeitschrift ‚Verbraucher konkret‘ über Gewässerschutz und Gewässergüte sowie über die Vorteile der ortsnahen Versorgung. Was in den deutschen Haushalten scheinbar selbstverständlich aus den Leitungen fließt, unterliegt strengsten Kontrollen. Knapp 7.000 Wasserversorgungsunternehmen garantieren die sichere und flächendeckende Versorgung mit einer im internationalen Vergleich herausragenden Trinkwasserqualität. Ein radikaler Kurswechsel in der Organisation der Wasserwirtschaft, so befürchten Verbraucherschutz und Kommunalwirtschaft unisono, könnte langfristig zu Nachteilen für Verbraucher und Umwelt führen.

Information: Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU), Brohler Str. 13, 50968 Köln, Tel.: 0221-3770333, Fax: 0221-3770266, E-Mail.

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