26. März 2002

Schafbestand in Sachsen wächst

Themen: Archiv — info @ 16:03

Dresden (agrar.de) – Es gibt wieder mehr Schafe in Sachsen. Wie das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium mitteilte, sei der Bestand im letzten Jahr von 139.000 auf derzeit 145.000 Schafe gestiegen. Und die Zahl wachse stündlich, denn Osterzeit ist Lammzeit. Jährlich werden in Sachsen von etwa 90.000 Mutterschafen 65.000 Lämmer geboren. Lammfleischessen kommt auch in unseren Breiten langsam in Mode, trotzdem sei der Verkauf von Lammfleisch immer noch österliches Saisongeschäft, so das Ministerium.

Die Sachsen sind – wie die Deutschen überhaupt – kein Volk von Lammfleischessern. Dabei ist Lammfleisch äußerst gesund: fettarm und reich an ungesättigten Fettsäuren. Der Lammfleischverbrauch liegt seit einigen Jahren konstant bei 1,2 Kilogramm pro Person und Jahr. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich auf dem drittletzten Platz. Weniger Lamm verzehren nur noch die Schweden und die Finnen. Führend sind dagegen die Griechen mit 14 Kilo, gefolgt von den Iren mit 7,6 Kilogramm pro Jahr und Person. In Süddeutschland und an der Nordseeküste hat Lamm eine gewisse Tradition, im Osten Deutschlands lösen sich die Vorurteile des ‚Hammelimages‘ aus DDR-Zeiten langsam auf. Der Selbstversorgungsgrad mit Lammfleisch liegt in Deutschland bei knapp 50 Prozent. Hauptimporteur ist Neuseeland.

Einschließlich der ungezählten Hobbyhalter gibt es in Sachsen rund 3.000 Schafzüchter. 90 Prozent der sächsischen Schafe werden in Herden von mehr als 50 Tieren gehalten. Die tragende Säule der Lammfleischerzeugung sind die rund 100 Haupterwerbsschäfereien. Sie versorgen drei Viertel der sächsischen Schafe in Herden mit mindestens 400 Tieren und bewirtschaften damit 12.000 Hektar Grünland. Für diese umweltgerechte Bewirtschaftungsform erhalten die ‚biologischen Rasenmäher‘ jährlich 1,7 Milionen Euro aus Agrarumweltprogrammen. Die sächsischen Osterlämmer kommen vor allem aus der kombinierten Koppel- und Hütehaltung.

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Verzeichnis „Gemeinden und Gemeindeteile im Freistaat Sachsen“ neu erschienen

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Dresden (agrar.de) – Das Statistische Landesamt hat das Verzeichnis ‚Gemeinden und Gemeindeteile im Freistaat Sachsen‘ zum Stand 1. Januar 2002 neu herausgegeben. Demnach gibt es im Freistaat Sachsen gegenwärtig 537 Gemeinden, darunter 530 kreisangehörige Gemeinden und 7 Kreisfreie Städte. Von den 179 Städten tragen 33 Städte den Titel ‚Große Kreisstadt‘. Während 65 Gemeinden keine Gemeindeteile haben, setzen sich 472 Gemeinden aus 3.619 amtlich benannten Gemeindeteilen zusammen.

70 Prozent der kreisangehörigen Gemeinden haben bis zu 5.000 Einwohner, darunter sind sieben Gemeinden mit weniger als 1.000 Einwohner. Kleinste kreisangehörige Gemeinde im Freistaat Sachsen ist nach der Fläche der Kurort Rathen im Landkreis Sächsische Schweiz mit 358 ha. Die wenigsten Einwohner hat die Gemeinde Heuersdorf (196) im Landkreis Leipziger Land. Die geringste Bevölkerungsdichte hat die Gemeinde Trossin im Landkreis Torgau-Oschatz mit 20 Einwohnern je km². Flächenmäßig größte kreisangehörige Gemeinde ist die Gemeinde Elsterheide im Landkreis Kamenz mit 12.667 ha. Die Stadt Freiberg ist mit 45.244 Einwohnern die bevölkerungsreichste kreisangehörige Gemeinde, während die Stadt Heidenau unter den kreisangehörigen Gemeinden mit 1.540 Einwohnern je km² am dichtesten besiedelt ist.

In den sieben Kreisfreien Städten wohnen 34 Prozent der sächsischen Bevölkerung. Kleinste Kreisfreie Stadt ist die Stadt Hoyerswerda mit 49 300 Einwohnern. Demgegenüber hat Sachsens bevölkerungsreichste Stadt Leipzig 492.701 Einwohner.

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Die fleißigen Hühner: an 285 Tagen im Jahr ein Ei

Themen: Archiv — info @ 16:03

Halle (agrar.de) – Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes legten im Jahr 2001 1,6 Millionen Legehennen in den 24 spezialisierten Geflügelbetrieben Sachsen-Anhalts (Betriebe mit einer Haltungskapazität von mehr als 3.000 Tieren) 463 Millionen Eier.

Damit wurde die Hühnereiererzeugung gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozent gesteigert. Die durchschnittliche Steigerungsrate der letzten 3 Jahre lag bei 2,3 Prozent, was aber noch nicht ausreichte, um den Produktionsumfang vor 1998 von über einer halben Milliarde wieder zu erreichen. Die Mehrproduktion von 18 Millionen Eiern im Jahr 2001 gegenüber dem Vorjahr resultiert bei einem geringfügigen Anwachsen des Legehennenbestandes aus der Steigerung der Legeleistung. Statistisch gesehen hatte im Jahr 2000 das Huhn 89 Ruhetage, 2001 waren es nur 80.

Gehalten werden die Legehennen gegenwärtig zu 59 Prozent in Käfigen und Batterien, wobei sich die Haltungsform der Tiere stetig zur Boden- und Freilandhaltung verlagert. 1992 lag der Anteil der Haltungsplätze mit Käfig- und Batteriehaltung noch bei 92 Prozent.

Links zum Thema Geflügel, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

Schleswig-Holstein: Kaufwerte landwirtschaftlicher Grundstücke im Jahr 2001 weiter gestiegen

Themen: Archiv — info @ 15:03

Kiel (agrar.de) – Nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes wurden in Schleswig-Holstein im Jahre 2001 knapp 1.000 Verkäufe landwirtschaftlicher Grundstücke registriert, dabei wechselten 4.800 Hektar Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung (ha FdlN) ohne Gebäude und ohne Inventar den Eigentümer. Die Zahl der Verkäufe und die veräußerte Fläche waren im Berichtsjahr deutlich kleiner als im vorhergehenden Jahr.

Der durchschnittliche Kaufwert war mit 11.800 EUR je ha FdlN um 600 EUR oder 5 Prozent höher als im Jahr 2000. Nachdem sich die Kaufwerte von 1980 mit 14.300 EUR bis 1993 mit 7.800 EUR je ha FdlN um 45 Prozent rückläufig entwickelt hatten, sind sie seitdem nahezu stetig wieder um gut die Hälfte angestiegen. Die im Berichtsjahr veräußerten Flächen waren im Landesmittel von geringfügig höherer Bodengüte als in vorhergehenden Jahren.

Mit durchschnittlich über 15.000 EUR je ha FdlN wurden die höchsten Kaufwerte in dem ackerbaulich sehr ertragsstarken Kreis Ostholstein sowie in den Landkreisen des Hamburger Umlandes Pinneberg, Lauenburg und Stormarn erzielt. Im Mittel unter 10.000 EUR je ha FdlN lagen die Kaufwerte in den Landkreisen Schleswig-Flensburg, Nordfriesland, Dithmarschen und Steinburg.

Links zum Thema Boden, Links zum Bundesland Schleswig-Holstein.

Baden-Württemberg: Futterbaubetriebe sind in am häufigsten anzutreffen

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Platz zwei für die Dauerkulturbetriebe

Stuttgart (agrar.de) – In Baden-Württemberg sind nach Feststellung des Statistischen Landesamts jene Betriebe am Häufigsten anzutreffen, die ihren wirtschaftlichen Schwerpunkt in der Haltung von Rindern, Schafen oder Pferden haben. Von knapp 71.000 landwirtschaftlichen Betrieben werden nach den Ergebnissen der repräsentativen Agrarstrukturerhebung 2001 über 24.000 (34,5 Prozent) als Futterbaubetriebe bewirtschaftet. Die zweitgrößte Gruppe stellen die Dauerkulturbetriebe mit 17.000 Betrieben (24 Prozent), die auf die Bewirtschaftung von Rebland, Obst oder Hopfen ausgerichtet sind. Auf dem dritten Rang (15.000 Betriebe bzw. 21,9 Prozent) folgen die Marktfruchtbetriebe, in denen das Hauptgewicht auf dem Anbau von Getreide, Rüben, Kartoffeln und anderen Feldfrüchten liegt. Auf die übrigen Kategorien, wie Veredlungsbetriebe (Schwerpunkt in der Haltung von Schweinen oder Geflügel), Gemischtbetriebe oder Gartenbaubetriebe, entfallen nur vergleichsweise geringe Anteile.

Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt, dass die relative Bedeutung der Futterbaubetriebe schwindet, während der Anteil der Marktfruchtbetriebe in etwa gleich bleibt und der der Dauerkulturbetriebe zunimmt. Eine Erklärung für diese Entwicklung ist in der unterschiedlichen Häufigkeit der verschiedenen Betriebsformen im Haupt- und Nebenerwerb zu suchen. So ist die Haltung von Tieren in größerem Umfang in der Regel an erhebliche Investitionen und einen kontinuierlichen Arbeitseinsatz gekoppelt. Haupterwerbsbetriebe wirtschaften daher vergleichsweise häufig als Futterbau- oder Veredlungsbetriebe. Dauerkulturbetriebe – in Baden-Württemberg meist mit Rebland – und Marktfruchtbetriebe stellen dagegen geringere Anforderungen an die maschinelle Ausstattung und lassen sich arbeitsmäßig leichter mit einer außerbetrieblichen Erwerbstätigkeit koordinieren. Marktfruchtbetriebe erfordern zudem unter den heutigen Kostenverhältnissen Betriebsgrößen, die sich in Baden-Württemberg nur schwer erreichen lassen. In beiden Bereichen dominieren daher eindeutig die Nebenerwerbsbetriebe.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik Links zum Bundesland Baden-Württemberg.

16,6 Mill. hl Wein bei Erzeugern und Handel vorrätig

Themen: Archiv — info @ 13:03

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lagerten zum Ende des Weinwirtschaftsjahres 2000/2001 in deutschen Weinkellern insgesamt 16,6 Mill. Hektoliter (hl) Wein (+ 2,2 Prozent im Vergleich zu 1999/2000). Gut 57 Prozent der Weine befanden sich in den Kellern und Lagerräumen von Weinbaubetrieben und Winzergenossenschaften, fast 43 Prozent wurden bei den weiterverarbeitenden Betrieben und im Weingroßhandel vorrätig gehalten.

77 Prozent der Weinbestände stammten aus Deutschland, 19 Prozent aus anderen EU-Ländern und 4 Prozent aus Drittländern. Fast drei Viertel der Weinbestände entfielen auf Weißwein (12,2 Mill. hl), 27 Prozent auf Rotwein (+ 21 Prozent im Vergleich zu 1999/2000). Rund 23 Prozent des gelagerten Weißweins wurden als Schaumwein bzw. Sekt angeboten (2,8 Mill. hl); davon 92 Prozent in den Lagern des Großhandels.

Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der deutschen Weinbestände lagerte in Rheinland-Pfalz (9,0 Mill. hl), gefolgt von Baden-Württemberg (3,5 Mill. hl) und Hessen (1,7 Mill. hl).

Links zum Thema Wein.

2001 erfolgreiches Jahr für die Ernährungsindustrie

Themen: Archiv — info @ 13:03

Weiteres Wachstumspotential im Ausland

Bonn (agrar.de) – Die Ernährungsindustrie blickt nach Informationen der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) auf ein erfolgreiches Jahr 2001 zurück, in dem sie ihren Umsatz um nominal 5,1 Prozent auf 247,5 Mrd. DM (126,6 Mrd. Euro) steigern konnte. Allerdings geht der weitaus größte Teil des Umsatzplus nicht auf ein reales Nachfragewachstum, sondern auf höhere Erzeugerpreise zurück. Zudem waren reale Umsatzsteigerungen nur im Exportgeschäft zu verzeichnen.

Die Stagnation der mengenmäßigen Nachfrage im deutschen Markt war 2001 besonders deutlich spürbar. Der nominale Umsatz der Ernährungsindustrie im Inland stieg um 4,2 Prozent, real ergab sich ein Minus von 0,1 Prozent. Kein Euro-Effekt bei der Preisentwicklung Für den Preisanstieg bei Lebensmitteln im Jahr 2001 sind eine Reihe von Sonderfaktoren im Zusammenhang mit der BSE-Krise verantwortlich: stärkere Nachfrage nach höherwertigem Fleisch und Fleischwaren, nach Alternativen wie Fisch, Milchprodukten, Obst und Gemüse sorgte für den Preisanstieg. Zusätzlich haben Kostensteigerungen im Bereich Energie und Transport Preiserhöhungen erforderlich gemacht. Produktions- und Transportkostenerhöhungen durch die 4. Stufe der Ökosteuer haben sich auch im Preisindex für Januar 2002 mit +5,2 Prozent niedergeschlagen – ebenso wie gestiegene Gemüsepreise aufgrund des Wintereinbruchs in Südeuropa.

Das Statistische Bundesamt hat zu Beginn dieses Monats nur bei wenigen Waren überhaupt Anhaltspunkte für den sogenannten ‚Euro-Effekt‘ gefunden. Der intensive Wettbewerb bei Lebensmitteln hat im Zuge der Euro-Einführung vielmehr eine Reihe von Händlern veranlasst, auf breiter Front die Preise zu senken. Die Lebensmittelindustrie ist in Sorge, dass die Preisabwärtsspirale den desaströsen Preiswettbewerb des Handels wie in den Jahren 1999 und 2000 erneut in Gang setzen könnte. Das damals deutlich abgesenkte Verbraucherpreisniveau für Lebensmittel ist durch die Preisaufwärtsbewegung 2001 bisher noch nicht ausgeglichen worden.

Arbeitsplatzabbau fortgesetzt

Schleppende Nachfrageentwicklung auf dem Inlandsmarkt, intensiver Preiswettbewerb und weitere Belastungen der Produktionskosten zwingen die Unternehmen ständig zu weiteren Rationalisierungsprogrammen und Unternehmenskonsolidierungen. Auch 2001 ist in Folge des Strukturwandels der Branche die Zahl der Betriebe um 1,6 Prozent auf 6.035 zurückgegangen. Dies ging mit einem Arbeitsplatzabbau von 1,1 Prozent auf 547.885 Beschäftigte einher. In den vergangenen 10 Jahren sind so rund 75.000 Arbeitsplätze in der mittelständischen Ernährungsindustrie – von Politik und Öffentlichkeit kaum bemerkt – verlorengegangen.

Erfolg im Export

Dass die Ernährungsindustrie trotz dieser Entwicklungen auf ein insgesamt positives Jahr 2001 zurückblicken kann, liegt vor allem am weiter sehr erfreulichen Exportgeschäft. Der Auslandsumsatz stieg im zweiten Jahr in Folge um nominal 9,8 Prozent auf 47,3 Mrd. DM (24,2 Mrd. Euro). Selbst bei Berücksichtigung der gestiegenen Erzeugerpreise bleibt damit ein stattliches reales Wachstum von 6,2 Prozent. Fast jeder fünfte Arbeitsplatz hängt heute vom Export der Branche ab.

Die Partnerländer der EU sind weiter der wichtigste Absatzmarkt der Ernährungsindustrie. Drei Viertel aller Exporte gehen in den gemeinsamen Binnenmarkt, vor allem in die Niederlande, Frankreich und Italien. Mit einem Plus von 9,2 Prozent auf 35,5 Mrd. DM (18,2 Mrd. Euro) stiegen die Ausfuhren in die EU-Länder im vergangenen Jahr sehr dynamisch.

Positiver Trend aus Mittel- und Osteuropa

Besonders erfreulich ist, dass die Exporte in die Staaten Mittel- und Osteuropas nach einer Absatzflaute 2001 wieder um 15,3 Prozent anstiegen. In die zehn Beitrittsländer liefern deutsche Hersteller inzwischen Lebensmittel und Getränke im Wert von fast 3 Mrd. DM (1,5 Mrd. Euro) – das sind 6,2 Prozent der Gesamtausfuhren der Branche. Aber auch die deutschen Lebensmittelimporte aus den Beitrittsländern sind im vergangenen Jahr stark auf rd. 3 Mrd. DM gestiegen. Das zeigt schon jetzt den hohen Wettbewerbsdruck, der in einer erweiterten EU auf die Ernährungsindustrie zukommt. Deshalb muss die Politik strikt auf die Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen achten, dazu gehört insbesondere die kompromisslose Übertragung des Gemeinschaftsrechtes auf dem Gebiet der Lebensmittelsicherheit, der Hygiene und des Verbraucherschutzes.

Für die Ernährungsindustrie ist es überlebenswichtig, dass die Osterweiterung die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Ernährungsindustrie nicht verschlechtert. Bedrohungen gibt es, weil die EU-Kommission in der Vorbeitrittsphase als Gegenleistung für den Zollabbau in den Beitrittsländern auf Ausfuhrerstattungen bei verarbeiteten Lebensmitteln verzichten will. Die höhere EU-Rohstoffpreise würden sich so direkt in der Kalkulation niederschlagen und damit direkt zu Exporteinbrüchen führen.

Handelsstreit mit den USA lösen

Gefahren für den Export der Ernährungsindustrie liegen auch in einer möglichen Eskalation der Handelsstreitigkeiten zwischen EU und USA. Nach dem Schiedsspruch der WTO im Verfahren um die Steuererleichterungen, die die USA ihren Exporteuren (Foreign Sales Corporations, FSC) gewährt, kann die EU Strafzölle gegen die USA im Gesamtwert von bis zu 4 Mrd. US-Dollar verhängen. Die Ernährungsindustrie befürchtet, dass die EU insbesondere auch Lebensmittel und landwirtschaftliche Rohstoffe mit Strafzöllen belegen wird. Rohstoffe aus den USA werden für eine große Vielzahl von Lebensmitteln dringend benötigt. Die Strafzölle würden zu einer gravierenden Rohstoffverknappung und -verteuerung führen, mit der Folge von Versorgungsengpässen und Preissteigerungen für die Verbraucher. Die Ernährungsindustrie mahnt die EU daher zu handelspolitischer Vernunft. Die EU sollte Geduld aufbringen und auf die USA weiter Druck ausüben, ihre FSC-Gesetzgebung WTO-konform umzugestalten.

Perspektiven 2002

Die Ernährungsindustrie stellt sich dem Jahr 2002 dennoch mit Optimismus. Die Hoffnungen für ein weiteres erfolgreiches Jahr ruhen in großem Maße auf dem Auslandsgeschäft. Die Produktpalette deutscher Anbieter bietet die besten Voraussetzungen für weiteres Wachstum, vorausgesetzt, die Politik gewährleistet die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen durch vernünftige Rahmenbedingungen.

Für einen Aufschwung auf dem deutschen Markt wären Impulse für die Binnenkonjunktur dringend erforderlich, um wieder reales Wachstum zu erzielen. Risiken gibt es auf der Preisseite, wenn der Handel sich von einer vernünftigen Preispolitik abwenden sollte.

Information: Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn, Tel.: 0228-30829-0, Fax: 0228-30829-99, %url2%E-Mail%/%.

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DBV kritisiert Vertagung von Entscheidung zur Übergangsregelung für Pflanzenschutzmittel

Themen: Archiv — info @ 11:03

Bonn (agrar.de) – Der Deutsche Bauernverband (DBV) bedauert, dass der Bundesrat mit den Stimmen der SPD-geführten Länder am 22. März 2002 eine an die Bundesregierung gerichtete Entschließung vertagt hat, mit der eine rechtliche Lösung in der Übergangszeit von Vegetationsbeginn 2002 bis zum Inkrafttreten der Siebten Verordnung zur Änderung der Rückstandshöchstmengenverordnung geschaffen werden sollte.

Ebenso wurde die Festsetzung von vorläufigen Rückstandshöchstmengen in Verbindung mit einer Genehmigung im Pflanzenschutzgesetz vertagt, obwohl insbesondere die Obst- und Gemüsebauern akut erhebliche Probleme mit der Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln haben.

Der Deutsche Bauernverband hält es für unerlässlich, dass die in der vorliegenden Siebten Verordnung zur Änderung der Rückstands-Höchstmengen-Verordnung enthaltenen Höchstmengen noch vor der Vegetationsperiode 2002 wirksam werden. Der Entwurf dieser Verordnung enthält viele wichtige Höchstmengen insbesondere für den Gemüsebau.

Nach Auffassung des DBV ist kurzfristig die Frist für den Übergang von der Verkehrszulassung zur Indikationszulassung im deutschen Pflanzenschutzrecht zu verlängern und mittelfristig die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in Europa vollständig zu vereinheitlichen.

Information: Deutscher Bauernverband (DBV), Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn, Tel.: 0228-81980, Fax: 0228-8198205, E-Mail.

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Tierschutz: BUND erwartet bessere Haltungsbedingungen für Nutztiere

Themen: Archiv — info @ 09:03

Berlin (agrar.de) – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt den Vorstoß von Landwirtschaftsministerin Renate Künast, den Tierschutz im Grundgesetz zu verankern. Der Umweltverband sieht dies als wichtigen Bestandteil der Agrarwende und erwartet durch ein Staatsziel Tierschutz unter anderem verbesserte Haltungsbedingungen für landwirtschaftliche Nutztiere.

Dr. Gerhard Timm, BUND-Bundesgeschäftsführer: ‚Nur Legehennen sind ab 2007 besser geschützt. Bei Enten, Puten und Schweinen wird jedoch die industrielle Massentierhaltung stetig ausgeweitet. Bestimmte Genehmigungs- und Subventionsregeln benachteiligen nach wie vor die artgerechte Tierhaltung in der Landwirtschaft. Mit dem Staatsziel Tierschutz bieten sich in Zukunft neue Möglichkeiten, den Ausstieg aus tierquälerischen Haltungsmethoden zu beschleunigen.‘

In einer gemeinsamen Erklärung haben sich heute Umwelt-, Tierschutz- und Landwirtschaftsverbände für mehr Tierschutz in der Landwirtschaft ausgesprochen. Sie fordern unter anderem Erleichterungen bei der Genehmigung tiergerechter Haltungsformen und eine Bindung der Tierhaltung an die Fläche. Die Zusammenführung von Tierhaltung und Pflanzenbau solle wieder Grundlage der deutschen Landwirtschaft werden.

Bundesverbraucherministerin Renate Künast hatte auf einer Veranstaltung des BUND zur Agrarwende in der Nutztierhaltung in Berlin angekündigt, die Haltungsbedingungen von Mastbullen, Schweinen, Mastgeflügel, Pelztieren und Kaninchen zu prüfen und zu verbessern. Die Haltungsbedingungen seien für die Verbraucher ein wichtiges Qualitätskriterium bei Fleisch.

Der parlamentarische Geschäftsführer und agrarpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Ulrich Heinrich, warnte davor, den möglichen Kompromiss in Sachen Tierschutz nicht durch überzogene Forderungen leichtfertig zu verspielen. Vor allem nationale Verschärfungen von EU-Richtlinien in der landwirtschaftlichen Tierhaltung trügen nicht zu mehr Tierschutz bei, sondern verstärkten den Import billiger tierischer Erzeugnisse, die unter geringeren Tierschutzstandards produziert wurden.

Links zum Thema Tierschutz.

25. März 2002

Künast: „Landwirte sollen Energiewirte werden können“

Themen: Archiv,Biogas,Energie — info @ 15:03

Förderung für Bioenergieanlagen für 2002 verbessert

Berline (agrar.de) – Mit den heute in Kraft getretenen neuen Förderrichtlinien des Marktanreizprogramms hat das Bundeswirtschaftsministerium die Förderung für Biomasseverbrennungs- und Biogasanlagen sowie Solarkollektoren verbessert. ‚Ich begrüße diese Maßnahme, für die wir uns mit Nachdruck eingesetzt haben. Sie schafft stärkere Anreize für Landwirte, sich im Bereich erneuerbarer Energien zu engagieren. Dies ist ein weiterer Baustein der Agrarwende‘, sagte Bundesverbraucherministerin Renate Künast. Die Nutzung von Bioenergien eröffne neue Einkommensquellen, schone die Umwelt und schaffe Arbeitsplätze auch in strukturschwachen Gebieten.

Im Interesse einer nachhaltigen Energieversorgung fördert die Bundesregierung seit 1999 mit kräftig aufgestockten Fördermitteln die Errichtung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien mit dem Marktanreizprogramm. Von der Bundesregierung wurden hierfür von 1999 bis Ende diesen Jahres rund 540 Millionen Euro bereitgestellt. Die Förderung von Biomasseverbrennungs- und Biogasanlagen zur Wärme und Stromgewinnung ist neben Solarkollektoren wichtigster Förderschwerpunkt im Rahmen dieser Maßnahme. Nach haushaltsbedingten Kürzungen in 2001 hat sich das Bundesverbraucherministerium für die Aufstockung und Verbesserung der Förderung massiv eingesetzt. Mit der Neuauflage des Marktanreizprogramms wurden die Mittel für das laufende Jahr auf 190 Millionen Euro aufgestockt. Daneben konnten deutliche Verbesserungen bei den Förderkonditionen erreicht werden, die nun in Kraft getreten sind.

Künftig werden Holzpellet- und Holzhackschnitzelanlagen mit einer installierten Leistung bis 100 Kilowatt (kW) mit 55 Euro pro kW (bisher 100 Mark je kW) gefördert. Für Anlagen bis 50 kW mit einem Kesselwirkungsgrad ab 90 Prozent wird ein Fördermindestbetrag von 1.500 Euro gewährt, der dem hohen Investitionsbedarf kleiner Anlagen besonders Rechnung trägt.

Bei Biomasseverbrennungsanlagen von mehr als 100 kW erfolgt die Förderung über Teilschulderlasse und zinsverbilligte Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Der Teilschulderlass beträgt künftig 55 Euro je kW installierter Leistung bis zu einem Förderhöchstbetrag von 250.000 Euro je Anlage. Bisher wurde hier ein fester Teilschulderlass von 10.000 Mark (rd. 5000 Euro) je Anlage gewährt.

Bei Biogasanlagen wird die im letzten Jahr weggefallene Förderung wieder aufgenommen. Für Biogasanlagen bis 70 kW Stromerzeugungsleistung wird künftig ein Teilschulderlass von 15.000 Euro gewährt. Das bedeutet, dass sich bei einer Darlehensfinanzierung der rückzahlbare Betrag um diesen Betrag vermindert. Dies ist eine wichtige Hilfe, damit sich auch kleinere Biogasanlagen, wie sie in der Landwirtschaft betrieben werden, rechnen. Die Kumulation der Bundesförderung mit anderen Fördermöglichkeiten ist im Rahmen bestimmter Grenzen zugelassen.

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