15. März 2002

Großhandelspreise im Februar um 0,5 Prozent gefallen

Themen: Archiv — info @ 10:03

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sank der Index der Großhandelsverkaufspreise im Februar 2002 gegenüber Februar 2001 um 0,5 Prozent. Im Januar 2002 und im Dezember 2001 hatte die Jahresveränderungsrate + 0,2 Prozent bzw. – 1,5 Prozent betragen. Der Gesamtindex ohne Mineralölerzeugnisse lag im Februar 2002 um 0,6 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Gegenüber Januar 2002 stiegen die Großhandelsverkaufspreise um 0,2 Prozent. Ohne Mineralölerzeugnisse lag der Index der Großhandelsverkaufspreise nur geringfügig über dem Stand des Vormonats (+ 0,1 Prozent). Binnen Monatsfrist verteuerten sich vor allem Bananen (+ 16,9 Prozent), Tomaten (+ 16,2 Prozent) und lebende Schweine (+ 5,4 Prozent). Dagegen wurden Gurken (– 14,0 Prozent) und Kartoffeln (– 5,3 Prozent) billiger.

Starke Preissenkungen gegenüber dem Vorjahr gab es im Februar 2002 u.a. bei lebenden Schweinen (– 23,6 Prozent), Schweinefleisch (– 16,9 Prozent) und Getreide (– 7,0 Prozent). Dagegen waren u.a. Gurken (+ 83,7 Prozent), Kartoffeln (+ 57,3 Prozent), Tomaten (+ 52,4 Prozent), Äpfel (+ 19,2 Prozent), lebende Rinder (+ 18,7 Prozent), teurer als vor einem Jahr.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

Landwirte sind Sympathieträger mit Vertrauensbonus

Themen: Archiv — info @ 09:03

Emnid-Untersuchung stellt Bauern gutes Zeugnis aus

Berlin (agrar.de) – Unwissen macht Angst und beeinträchtigt das Beurteilungsvermögen. Je weniger ein Verbraucher von der Materie versteht, um so stärker sind seine Einstellungen und sein Verhalten von äußeren Einflüssen wie zum Beispiel von Medienberichten geprägt. Gute Kenntnisse führen hingegen zu Verständnis, sozusagen zu einem ‚Schutzpanzer vor Sensationsdarstellungen‘. Diese Grundregel der Kommunikation erläuterte der Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstitutes Emnid, Klaus-Peter Schöppner, nach einem dem Deutschen Bauernverband (DBV) vorliegenden Bericht.

Der geschilderte Mechanismus sei in der öffentlichen Diskussion über die BSE-Krise erneut deutlich geworden und gelte besonders für Ernährungsfragen. Noch nie habe es in Deutschland einen höheren Sicherheits- und Gesundheitsstandard bei Lebensmitteln gegeben als heute. Und dennoch hatten selten mehr Menschen Angst, auf gesundheitsschädliche Lebensmittel zu treffen. Seit der BSE-Krise – dem Höhepunkt einer Vielzahl von Nahrungsmittelskandalen der vergangenen Jahre – sei der Verbraucher hoch sensibel für alle realen und vermeintlichen Risikofaktoren in der Ernährung. Kurzfristig führe dies zu starkem Nachfragerückgang bei den entsprechenden Produkten, mittelfristig zu veränderten Ernährungsgewohnheiten.

Die Verbraucher wollten gerade bei Lebensmitteln jedes unfreiwillige Risiko vermeiden. Wichtiger Betroffener dieser Reaktion, so der Meinungsforscher, sei die Landwirtschaft, die schon beim kleinsten Skandal kaum mehr die Möglichkeit habe, sich in der öffentlichen Diskussion durchzusetzen. Doch bei aller Unwissenheit und aller Besorgnis sind die Verbraucher nicht bereit, vorbehaltlos den Politikern zu glauben. Deren Deren Vertrauenswürdigkeit, Image und Kompetenz sei nämlich zu schlecht geworden, um in hohem Maße noch glaubwürdig zu sein. Die Krise der Ernährung sei nicht allein eine Krise der Landwirte, sondern auch eine Krise der Politik. Die Umfrage von Emnid belege, dass 80 Prozent der Verbraucher großes Vertrauen in die deutschen Landwirte hätten. Rund 49 Prozent der Befragten äußerten großes Vertrauen in die Lebensmittelwirtschaft. Nur 38 Prozent zeigten großes Vertrauen in die Bundesregierung, 61 Prozent hingegen ein geringes Vertrauen im Hinblick auf Aussagen zur Lebensmittelsicherheit. Dem Bauernverband wird in der Bevölkerung ebenfalls großes Vertrauen entgegengebracht; 66 Prozent bescheinigten ihm große Glaubwürdigkeit, 32 Prozent haben ein geringeres Vertrauen.

Damit sei klar, worauf sich Informationskampagnen über gesunde Ernährung und Ernährungssicherheit zu konzentrieren hätten, betonte Schöppner. Die Landwirte und der Bauernverband müssten in der Kommunikation über die Produktion und Sicherheit der Nahrungsmittel eine zentrale Rolle einnehmen. Denn Ernährung sei Vertrauenssache und nur der könne offen und ehrlich zum Beispiel das Qualitätssicherungssystem kommunizieren, der absolut glaubwürdig wirke. Dies sind nach der Emnid-Analyse vor allem die Bauern. Trotzdem habe die BSE- und MKS-Krise des vergangenen Jahres auch den Landwirten beim Verbraucher einen Vertrauensverlust gebracht. Sobald Landwirte Tiere hielten, würden ihre Aussagen skeptischer beurteilt.

Lebensmittelqualität: Kommission schlägt besseren Schutz von geografischen Bezeichnungen vor

Themen: Archiv — info @ 09:03

Brüssel (agrar.de) – ‚Prosciutto di Parma‘, ‚Roquefort‘ oder ‚Bayerisches Bier‘ sind Qualitätserzeugnisse, die ihre Einzigartigkeit dem Gebiet, aus dem sie stammen, und der traditionellen Herstellungsweise verdanken. Die Europäische Kommission hat nun einen Vorschlag vorgelegt, mit dem der Schutz von geografischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel verbessert werden soll. Diesem Vorschlag gemäß werden alle WTO-Mitgliedstaaten das Recht erhalten, gegen die Eintragung solcher geografischen Bezeichnungen Einspruch zu erheben, wodurch eine stärkere Anerkennung auf den internationalen Märkten erreicht wird.

Außerdem schlägt die Kommission vor, Weinessig in das Verzeichnis der Erzeugnisse, für die ein Schutz beantragt werden kann, aufzunehmen und Mineralwasser daraus zu streichen. Der für Landwirtschaft, Fischerei und ländliche Entwicklung zuständige Kommissar Franz Fischler begrüßte den Vorschlag und erklärte: ‚In der EU werden vielerlei Qualitätslebensmittel und Spezialitäten hergestellt. Indem wir die geografischen Bezeichnungen für diese Erzeugnisse besser vor widerrechtlicher Aneignung und unlauterem Wettbewerb schützen, erreichen wir nicht nur, dass die Verbraucher weltweit besser informiert werden, sondern wir ermutigen auch die Erzeuger, die sicher sein können, dass ihren Erzeugnissen die verdiente weltweite Anerkennung zuteil wird.‘

Entsprechend dem Ziel der Kommission, die Anerkennung der Rechte an geistigem Eigentum zu verbessern, werden mit dem Vorschlag die vollständige Umsetzung des TRIPS-Abkommens(1) sowie ein besserer Schutz von geografischen Bezeichnungen angestrebt. Um den Verpflichtungen der Kommission gemäß dem TRIPS-Abkommen Rechnung zu tragen, wird vorgeschlagen, die Verordnung (EWG) Nr. 2018/92 in folgenden Punkten zu ändern:

– Das Recht auf Einspruch gegen eine Eintragung wird auf Staatsangehörige von WTO-Mitgliedstaaten ausgedehnt, die im Gebiet der Gemeinschaft einen Anspruch und berechtigte Interessen geltend machen. Damit erhalten Staatsangehörige von WTO-Mitgliedstaaten dasselbe Recht wie Staatsangehörige der EU-Mitgliedstaaten, gegen die Eintragung eines Erzeugnisses innerhalb von sechs Monaten nach der Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Einspruch zu erheben.

– Über die bloße Konformität mit dem TRIPS-Abkommen hinausgehend, schlägt die Kommission wichtige Änderungen vor, durch die das EU-System von Ursprungsbezeichnungen zu einem Modell für den Rest der Welt werden soll. Dahinter steht der Wunsch, den Schutz von europäischen Qualitätserzeugnissen auch außerhalb der EU zu verbessern. Da die EU auf Nichtmitgliedsländer in diesem Zusammenhang keinen Druck ausüben kann, sollen diese für einen Schutz auf Gegenseitigkeit gewonnen werden. Führt also ein Nichtmitgliedsland ein gleichwertiges System ein, das ein Einspruchsrecht für die EU sowie die Verpflichtung einschließt, EU-Bezeichnungen in seinem Gebiet zu schützen, so würde die EU ein spezifisches Verfahren anbieten, nach dem die Erzeugnisse dieses Landes für den EU-Markt eingetragen werden.

– Bei Interessenkonflikten zwischen geografischen Angaben und Marken würde die in der Verordnung bereits vorgesehene Lösung künftig nicht nur für eingetragene Marken gelten, sondern auch für Marken, die durch Benutzung erworben wurden.

– Die im Falle eins Interessenkonflikts geltenden Bezugszeitpunkte würden ebenfalls angepasst. Um die Gleichbehandlung von Marken und geografischen Angaben sicherzustellen, würde als Bezugszeitpunkt für das Einspruchsrecht der Zeitpunkt der Einreichung des Eintragungsantrags gelten und nicht der Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Darüber hinaus werden einige weitere Änderungen vorgeschlagen:

– Der Geltungsbereich der Verordnung würde geändert durch die Aufnahme von Weinessig und die Streichung von Mineral- und Quellwasser. Für Weinessig gab es bislang eine Rechtsschutzlücke, während bei vielen Eintragungsanträgen für Mineral- und Quellwasser Probleme aufgetreten sind (gleichlautende Namen für unterschiedliche Wässer, Fantasienamen oder ungeeignete Namen). Da andere einschlägige Rechtsvorschriften(2) bereits eine ausreichende Regelung für Mineral- und Quellwasser enthalten, wird vorgeschlagen, dieses aus der Verordnung herauszunehmen.

– Gleichlautende Bezeichnungen: Es werden ergänzende Bestimmungen eingeführt, nach denen im Falle gleichlautender Bezeichnungen über die Eintragung entschieden werden soll. Außerdem wird die Schaffung eines Rechtsrahmens vorgeschlagen, mit dem die Weiterverwendung identischer Bezeichnungen, die nicht unter die Verfallung fallen, auf höchstens 15 Jahre begrenzt wird.

– Bei entsprechender Begründung kann die Löschung einer Eintragung aus dem Verzeichnis beantragt werden.

– Das vereinfachte Eintragungsverfahren (Artikel 17) wird abgeschafft, da es kein Einspruchsrecht vorsieht, das aber unerlässlich ist, um bereits erworbene Rechte zu schützen und Benachteiligungen durch die Eintragung zu verhindern. Dieser Vorschlag muss nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments im Agrarrat mit qualifizierter Mehrheit angenommen werden.

Hintergrund

‚Queso Manchego‘, ‚Prosciutto di Parma‘, ‚Roquefort‘ … . Indem das Etikett dem betreffenden Erzeugnis einen einzigartigen Charakter aufgrund des Ursprungsgebiets und der Herstellungsweise bescheinigt, verleiht es ihm auch einen besonderen Mehrwert. Verbreitet sich indessen der besondere Ruf eines Erzeugnisses über die Landesgrenzen hinaus, kann dies dazu führen, dass es in Wettbewerb mit nachgeahmten Erzeugnissen gerät, die denselben Namen führen. Dieser unlautere Wettbewerb ist nicht nur unerfreulich für den Hersteller, sondern auch irreführend für den Verbraucher. Aus diesem Grunde hat die Europäische Union mit der Verordnung (EWG) Nr. 2081/92 Eintragungssysteme eingeführt, um die Bezeichnungen von Lebensmitteln zu schützen und deren Absatz zu fördern.

Ziel der Verordnung ist es, geografische Nahmen von Erzeugnissen zu schützen, die bestimmte, genau festgelegte Voraussetzungen erfüllen. Sie sieht ein harmonisiertes, gemeinschaftsweites System für den Schutz von Rechten an geistigem Eigentum vor und fällt somit in den Rahmen des TRIPS-Abkommens (1994) und insbesondere von dessen Abschnitt, der den Schutz geografischer Angaben betrifft.

Gegenwärtig sind rund 570 Namen von Käse, Fleisch, Obst, Gemüse und anderen Erzeugnissen als g.U. (geschützte Ursprungsbezeichnung), g.g.A. (geschützte geografische Angabe) oder g.t.S. (garantiert traditionelle Spezialität) eingetragen.

Beispiele:

Belgien: Jambon d‘ Ardenne Irland: Timoleague Brown Pudding Österreich: Vorarlberger Bergkäse Dänemark: Danablu Spanien: Queso Manchego Niederlande: Noordhollandse Gouda Schweden: Svecia Luxemburg: Miel Luxembourgeois de marque nationale Vereinigtes Königreich: Cornish clotted cream Griechenland: Tsakoniki Melintzana Leonidiou Portugal: Citrinos do Algarve Italien: Prosciutto di Parma Frankreich: Roquefort Finnland: Lapin Puikula Deutschland: Bayerisches Bier

Das vollständige Verzeichnis von geschützten Bezeichnungen findet sich im Internet.

(1)Gemäß dem im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) geschlossenen Abkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte an geistigem Eigentum (TRIPS) müssen alle WTO-Mitgliedstaaten eine umfassende Reihe von Mindeststandards für den Schutz der Rechte an geistigem Eigentum einhalten. Darüber hinaus sieht das Abkommen auch die Durchsetzung dieser Rechte vor.

(2)Richtlinie 80/777/EWG des Rates vom 15. Juli 1980.

Links zum Thema EU-Dokumente.

Zulassung von Pflanzenschutzmitteln: effizienter und transparenter?

Themen: Archiv — info @ 09:03

Berlin (agrar.de) – ‚Die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln wird nach dem jetzt vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf zur Neuorganisation des gesundheitlichen Verbraucherschutzes und der Lebensmittelsicherheit effizienter und transparenter. Es gibt eine klare Trennung von Bewertungs- und Managementaufgaben. Die Zulassung als Aufgabe des Risikomanagements obliegt künftig dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Das BVL entscheidet gesamtverantwortlich auf der Grundlage von Bewertungen der Biologischen Bundesanstalt (Auswirkungen auf Pflanzen und Wirbeltiere), des neuen Bundesinstituts für Risikobewertung (gesundheitliche Aspekte) und des Umweltbundesamtes (Naturhaushalt). Das bedeutet: Sicherheit für Verbraucher, Anwender und Umwelt steht an erster Stelle. Wir haben künftig aber eine schlagkräftigere Struktur, die anders als bisher ‚Doppelbewertungen‘ vermeidet, indem die Bewertungsaufgaben überschneidungsfrei jeweils einer einzigen Stelle zugeordnet werden. Dadurch werden zügigere und transparentere Verfahren ermöglicht‘, so der Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, Alexander Müller.

Nach Einschätzung des Industrieverbands Agrar (IVA) führt der beschlossene Gesetzentwurf dazu, dass das Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel noch langwieriger und teurer wird als bisher schon. Die Zahl der an der künftigen Struktur beteiligten Behörden werde von drei auf vier steigen. ‚Geradezu bizarr mutet an‘, so der Hauptgeschäftsführer des IVA, Oskar Böttcher, ‚dass in einem Gesetz für den Verbraucherschutz bei den Zulassungsentscheidungen für Pflanzenschutzmittel dem Umweltschutz ein Vorrang gegenüber dem Gesundheitsschutz eingeräumt wird.‘

Die geplante Behördenstruktur werde gegenüber dem Status quo einen deutlichen Nachteil für die Unternehmen mit sich bringen, der Standort Deutschland damit für die Pflanzenschutz-Industrie mit Tausenden hochqualifizierter Arbeitsplätze eindeutig an Attraktivität verlieren. Gleichzeitig würden sich für die Landwirte neue Wettbewerbsverzerrungen gegenüber ihren Konkurrenten in den Partnerländern abzeichnen.

‚Wir appellieren deshalb an die Abgeordneten im Deutschen Bundestag, den vorgelegten Entwurf gründlich zu überarbeiten und den Interessen von Verbrauchern und Wirtschaft das nötige Gewicht zu verleihen‘, so Oskar Böttcher. ‚Damit würde man auch dem Ziel eines schlanken Staats und einer effektiven Verwaltung näher kommen.‘

Links zum Thema Pflanzenschutz.

14. März 2002

Weniger Zucker produziert

Themen: Archiv — info @ 15:03

Geringere Anbaufläche und niedrigerer Ertrag drosselten deutsche Erzeugung

Hannover (agrar.de) – Deutschlands Zuckerfabriken haben in der unlängst abgeschlossenen Kampagne deutlich weniger produziert als im Jahr zuvor. Nach Angaben des niedersächsischen Landvolk-Pressedienstes wurden einschließlich Melasse 3,7 Millionen Tonnen (t) Zucker erzeugt, das waren 15 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Für die kleinere Zuckermenge waren mehrere Faktoren verantwortlich. So ging die Anbaufläche um 1,5 Prozent oder 7.000 Hektar (ha) auf 445.000 ha zurück. Gleichzeitig sank der durchschnittliche Ertrag pro ha von 616,6 Dezitonnen (dt) im Jahr 2000 auf 555,7 dt. Die an die Fabriken gelieferte Rübenmenge verminderte sich deshalb um 11,3 Prozent von 27.870 t auf 24.730 t. Schließlich lag auch der Zuckergehalt der Rüben niedriger als im Jahr zuvor. Er betrug in der jüngsten Kampagne nur 17 Prozent gegenüber 17,57 Prozent in der voran gegangenen. In Deutschland arbeiten zurzeit noch 30 Zuckerfabriken, davon sechs in Niedersachsen. Sie unterliegen einem starken Strukturwandel, ihre Zahl in Niedersachsen hat sich seit 1995 nahezu halbiert.

Auch europaweit war die Zuckerproduktion in der abgelaufenen Saison rückläufig, allerdings mit einem Minus von 12,6 Prozent weniger stark als in Deutschland. Nach wie vor ist Deutschland aber nach Frankreich mit 3,96 Millionen t der größte Zuckererzeuger in der Europäischen Union. Auf diese beiden Länder entfällt mehr als die Hälfte der gesamten EU-Zuckerproduktion. Dank der geringeren Ernte fällt in dieser Saison weniger so genannter C-Zucker an, der zu derzeit sehr niedrigen Weltmarktpreisen ohne Preisstützung exportiert werden muss. Die europäische Zuckerwirtschaft ist nämlich in erster Linie auf die Versorgung des heimischen Marktes ausgerichtet, ihr Anteil am Weltmarkt ist in den vergangenen Jahren von 22 auf 17 Prozent gesunken. Von der steigenden Nachfrage profitieren somit vor allem die Produzenten von Rohrzucker, der den größeren Anteil an der weltweiten Zuckererzeugung ausmacht. So lange dieser aber vielfach weit unter den Sozial- und Umweltstandards der EU mit teilweise erheblichen Umweltbelastungen produziert wird, fordern die europäischen Zuckererzeuger den Fortbestand der EU-Marktordnung, die im Übrigen von den Zuckerzeugern selbst finanziert wird und den EU-Haushalt nicht belastet.

Fast ein Viertel der deutschen Anbaufläche für Zuckerrüben entfällt auf Niedersachsen. Gegen den gesamtdeutschen Trend wurde die Fläche hier zu Lande geringfügig ausgedehnt, und zwar von 113.666 ha im Jahr 2000 auf 115.000 ha, allerdings hatten die Bauern den Rübenanbau in den Jahren zuvor kräftig eingeschränkt. Trotz der größeren Anbaufläche lag die Ernte jedoch mit 6,3 Millionen t um vier Prozent unter dem Vorjahresergebnis, zurück zu führen auf den mit 447 dt um 5,2 Prozent geringeren Hektarertrag. Der Schwerpunkt des niedersächsischen Zuckerrübenanbaus liegt in der Hildesheimer und Braunschweiger Börde. Im Bundesgebiet spielen daneben die Standorte im Rheinland zwischen Bonn und Krefeld und die Gebiete am Main, an der Donau und am nördlichen Oberrhein eine wichtige Rolle. In den neuen Ländern sind es die Bezirke Halle und Magdeburg sowie die Leipziger Tieflandbucht.

Links zum Thema Zuckerrüben.

Tourismus im ländlichen Raum auch weiterhin fördern

Themen: Archiv — info @ 11:03

Berlin (agrar.de) – Die Bundesregierung soll die ländlichen Räume auch weiterhin unterstützen, indem ausreichende finanzielle Mittel bereitgestellt werden, um Existenzgründungen außerhalb der Landwirtschaft oder ‚Einkommenskombinationen‘ zu fördern. Dies verlangen SPD und Bündnis 90/Die Grünen in einem Antrag, den der Tourismusausschuss am Mittwochnachmittag mit der Mehrheit der Koalitionsfraktionen und der PDS gegen das Votum der CDU/CSU bei Enthaltung der FDP angenommen hat.

Nach Informationen des Pressedienstes des Bundestages wies die SPD darauf hin, dass sich der Tourismus im ländlichen Raum positiv entwickelt habe. Die Zahl der Übernachtungen sei in den letzten zehn Jahren von 12 Millionen auf 27 Millionen gestiegen. Die Regierung wird aufgefordert dafür zu werben, dass die Anbieter von Bauernhof- und Landurlaub der Umweltdachmarke ‚Viabono – Reisen natürlich genießen‚ beitreten, um deren Marketing zu verbessern. Ferner sollte die Direktvermarktung regionaler Produkte unterstützt werden. Den Produzenten seien neben dem Verkauf auf dem Hof und bei Wochenmärkten weitere Absatzmöglichkeiten zu eröffnen. Empfohlen wird zudem, mit einem Modellprojekt die Zusammenführung von Internetangeboten für diese Urlaubsform anzustoßen. Ebenso sei zu prüfen, ob ein bundesweit einheitliches Werbe- und Hinweisschild für den Bauernhof- und Landtourismus genehmigt werden kann.

Die Koalition hatte zu ihrem Antrag noch einen Änderungsantrag eingebracht, in dem die Regierung gebeten wird, in Gesprächen mit den Ländern dafür zu sorgen, dass über die Möglichkeiten der bauplanungsrechtlichen Zulassung von ‚Ferien auf dem Bauernhof‘ umfassend informiert wird. Die Zahl der Ferienzimmer oder Ferienwohnungen sei dabei grundsätzlich nicht begrenzt, sondern ergebe sich aus dem Verhältnis von landwirtschaftlichem Betrieb und weiteren Nutzungen. Je umfangreicher der landwirtschaftliche Betrieb sei, desto mehr nichtlandwirtschaftliche Nutzungen seien möglich. Für Ferienwohnungen müsse aber sichergestellt werden, dass diese nicht in einen Dauerwohnsitz umgenutzt werden.

Einem Antrag der CDU/CSU-Fraktion zum Landtourismus stimmte neben den Antragstellern lediglich die FDP zu. Darin war die Regierung aufgefordert worden, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft grundsätzlich zu stärken, die Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes‘ wieder auf die einzelbetriebliche Investitionsförderung und Marktstrukturverbesserung zu konzentrieren und Investitionen in die touristische Infrastruktur auf dem Land gezielt zu fördern, da die Gemeinden auf Grund ihrer schlechten Finanzlage dazu immer weniger in der Lage seien. ‚Urlaub auf dem Bauernhof‘ sei als Einkommensalternative zu fördern, um einer Landflucht in strukturschwachen Räumen entgegenzuwirken. Ferner sei zu prüfen, ob ein bundesweiter Wettbewerb ‚Urlaub auf dem Bauernhof‘ möglich ist, um beispielhafte und bewährte Ideen aus dem ganzen Bundesgebiet zusammenzutragen. Geprüft werden sollte nach dem Willen der Union auch, inwieweit durch Änderungen des Baurechts die Umnutzungsmöglichkeiten in landwirtschaftlichen Gebäuden zugunsten einer besseren wirtschaftlichen Nutzung erweitert werden können.

Links zum Thema Förderung, Links zum Thema Urlaub auf dem Bauernhof.

Brandenburger Verwaltung bald für Berliner Bauern zuständig

Themen: Archiv — info @ 11:03

Berlin (agrar.de) – Heute hat die gemeinsame Arbeitsgruppe ‚Staatsvertrag Landwirtschaft‘ der Länder Berlin und Brandenburg ihre Arbeit aufgenommen. Sie soll einen Staatsvertrag entwerfen, der regelt, dass Brandenburg die öffentlichen Aufgaben im Bereich Landwirtschaft für Berlin übernimmt. Erste Priorität hat die Durchführung von EU-Förderprogrammen.

In der Arbeitsgruppe sind zunächst die Brandenburger Staatskanzlei und das Landwirtschaftsministerium, die Berliner Senatskanzlei, die Senatsverwaltungen für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Justiz, Stadtentwicklung sowie Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz vertreten.

Brandenburgs Agrarstaatssekretär Dietmar Schulze betonte: ‚Wenn Berlin und Brandenburg in Sachen Landwirtschaft enger zusammenarbeiten werden, dann geht es um mehr als nur drei Dutzend Landwirte. Die gemeinsame Agrarverwaltung ist Vorreiter und ein Symbol dafür, dass zusammenwachsen muss, was zusammen gehört.‘ Geplant ist, dass Berlins Landwirte durch ein einziges Brandenburger Landwirtschaftsamt betreut werden. So werden auch weiterhin alle Berliner einen gemeinsamen Ansprechpartner haben, der die Interessen und Sorgen der Berliner Landwirte kennt.

Der Berliner Wirtschaftsstaatssekretär Volkmar Strauch: ‚Wir schätzen die Bereitschaft von Brandenburg, Berliner Verwaltungsaufgaben in der Landwirtschaft zu übernehmen, sehr hoch. Mit diesem Staatsvertrag ist es uns möglich, die Empfehlungen der Expertenkommission Staatsaufgabenkritik zügig in die Tat umzusetzen. Der Vertrag ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einem Bundesland Berlin-Brandenburg.‘ In Berlin gibt es gegenwärtig 39 Vollerwerbslandwirte. Mit der Übernahme der Aufgaben durch Brandenburg, insbesondere bei den EU-Fördermitteln, sind erhebliche Synergieeffekte verbunden. Die Einsparungen bei den Verwaltungskosten sollen beiden Ländern je zur Hälfte zu Gute kommen.

Links zum Bundesland Brandenburg, Links zum Bundesland Berlin.

13. März 2002

Jahresbilanz des Fleischerhandwerk: Profit durch Verbrauchernähe

Themen: Archiv — info @ 16:03

Frankfurt (agrar.de) – Die aktuelle Stimmungslage im Fleischerhandwerk ist verhalten optimistisch, so der Deutsche Fleischerverband (DFV) in seiner Jahresbilanz 2001.

Aus der bislang wohl stärksten Krise der Fleischwirtschaft ging das Fleischerhandwerk im direkten Wettbewerb um den privaten Kunden gestärkt hervor. Vorhandene, vergleichsweise aber geringere Absatzrückgänge bei Rindfleisch konnten im Laufe des Jahres 2001 durch deutliche Absatzsteigerungen bei Geflügel und Wurstwaren und sonstigen Fleischerzeugnissen wie Schinken mehr als kompensiert werden. Unter Berücksichtigung der allgemeinen kostenbedingten Preissteigerungen in der ersten Jahreshälfte erreichte die Branche im Thekenverkauf eine Umsatzsteigerung bei Fleisch um 7,0 Prozent und bei Verarbeitungsprodukten sogar in zweistelliger Höhe um 11,0 Prozent.

Dieses für den traditionellen Schwerpunkt der Fleischer-Fachgeschäfte, den Verkauf über die Ladentheke, positive Ergebnis wurde im Wesentlichen getragen von einer überdurchschnittlichen Entwicklung im früheren Bundesgebiet. Dort setzte nach den krisenbedingten Absatzeinbrüchen zu Jahresbeginn die Trendwende bereits im Frühjahr ein, während in den neuen Bundesländern der eigentliche Durchbruch erst im Spätherbst geschafft wurde. Der Grund dafür liegt in den in der ersten Jahreshälfte notwendig gewordenen Preisanpassungen, die vor dem Hintergrund der in den neuen Bundesländern vergleichsweise höheren Arbeitslosigkeit, geringeren Durchschnittseinkommen und fehlenden Massenkaufkraft zunächst zur Kaufzurückhaltung führte.

Den bundesweiten Umsatzzuwächsen in den Ladengeschäften und Filialen des Fleischerhandwerks standen im zurückliegenden Jahr jedoch zum Teil empfindliche Umsatzeinbußen im Liefergeschäft an Anstalten, Betriebskantinen, gastronomische Betriebe und den Einzelhandel gegenüber. Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung hatten Rindfleisch zeitweise völlig von den Speiseplänen verbannt und sind nach verstärktem Angebot fleischloser Alternativen erst auf Druck der Gäste zeitverzögert wieder zur Normalität zurückgekehrt.

Die Preise für Fleisch und Fleischerzeugnisse, allen voran Schweinefleisch, sind dem Mitte 2000 eingeschlagenen Trend folgend, bis zum Herbst 2001 weiter angestiegen. Grund hierfür waren deutliche Verteuerungen des Rohstoffs und kräftig nach oben gegangene Entsorgungskosten. Seit diesem Zeitpunkt tendieren die Preise jedoch von Monat zu Monat wieder leicht zurück. Dieser Trend setzte sich auch zu Beginn des laufenden Jahres fort. Übergreifend bleibt für die Warengruppe Fleisch und Fleischerzeugnisse in 2001 dennoch eine Teuerungsrate gegenüber dem Vorjahr von 7,9 Prozent festzuhalten.

Der Fleischverzehr in Deutschland pendelte 2001 aufgrund der krisenbedingten Nachfrageausfälle zu Jahresbeginn insgesamt leicht zurück. Dabei konnte der Rückgang bei Rind- und Kalbfleisch um 15 Prozent durch einen Verzehrsanstieg bei Schweinefleisch und Geflügel nicht vollständig kompensiert werden. Zusammen genommen standen im Jahresverlauf 5,0 Mio. Tonnen Fleisch frisch oder als Verarbeitungsprodukte zum Verzehr bereit. Das entspricht 60,7 kg pro Kopf der Bevölkerung und damit 700 g weniger als im Vorjahr.

Vor allem der um 1,5 kg auf 8,2 Kilogramm gesunkene Rind- und Kalbfleischverzehr trug zu diesem allgemeinen Rückgang bei. Der Verzehr von Schweinefleisch hingegen stieg wieder an, und zwar um 200 g auf 39,8 kg. Den stärksten Zuwachs konnte Geflügelfleisch aufweisen. Mit 10,4 kg – das sind 1,1 kg mehr als vor Jahresfrist – schob sich Geflügel damit erstmals auf den zweiten Platz in der Rangliste.

Das Fleischerhandwerk ist derzeit mit 19.402 eigenständigen Unternehmen am Markt präsent. Per Saldo aus 1.486 Neugründungen, darunter 600 Übernahmen bestehender Betriebe, und 1.952 Betriebsschließungen bedeutete dies gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Rückgang um 466 Betriebe. Entgegen ursprünglicher Befürchtungen fielen die Betriebsschließungen in 2001 damit geringer aus als erwartet und auch als in den beiden Vorjahren. Die vergleichsweise schnelle Krisenbewältigung im Fleischerhandwerk zeigt sich auch daran, dass sich der Betriebsrückgang fast ausschließlich auf die erste Jahreshälfte konzentriert. Angesichts des in diesem Zeitraum sehr turbulenten Marktgeschehens dürften nicht wenige Betriebsinhaber den ohnehin geplanten Ruhestand vorgezogen haben.

Demgegenüber erhielt die im Vorjahr noch stagnierende Filialisierung im Fleischerhandwerk in 2001 wieder neue Impulse. Zum Jahresende wurden 11.401 fleischerhandwerkliche Filialen gezählt, das waren 219 mehr als im Jahr 2000. Dabei wurden zunächst noch weitere Schließungen in der ersten Jahreshälfte durch eine bundesweite kräftige Filialisierungswelle in der zweiten mehr als ausgeglichen. Die vergleichsweise hohe Fluktuation bei den Filialen signalisiert eine flexible Reaktion auf die veränderten Marktbedingungen.

Insgesamt war das Fleischerhandwerk damit mit 30.803 Verkaufsstellen am Markt präsent. In den neuen Bundesländern überstieg die Anzahl der Filialen weiterhin die der Stammgeschäfte. Das Fleischerhandwerk erzielte 2001 einen Gesamtumsatz von 17,5 Mrd. Euro. Trotz der positiven Entwicklung im Verkauf über die Ladentheke konnte damit insgesamt das Umsatzergebnis im Vergleich zum Vorjahr lediglich behauptet werden. Verantwortlich dafür sind vor allem die erst zeitverzögert einsetzende Trendwende bei den Betrieben in den neuen Bundesländern, Lieferausfälle an Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung und zeitweise Nachfragezurückhaltung nach Dienstleistungen im Party- und Plattenservice sowie Catering. Vom Gesamtumsatz entfielen 14,9 Mrd. Euro auf den Handwerksumsatz und 2,6 Mrd. Euro auf Handelswaren.

Die Ertragslage hat sich auf dem zuvor leicht abgesenkten Niveau weitgehend stabilisiert. Der durchschnittliche Gewinn eines mittleren Fleischer-Fachgeschäftes mit einem Jahresumsatz von 400.000 bis 750.000 Euro lag in 2001 bei 6 Prozent vor Steuer. Im Jahresdurchschnitt waren in den Betrieben des Fleischerhandwerks 184.300 Personen beschäftigt, einschließlich Inhabern, mithelfenden Familienangehörigen und Auszubildenden. Gegenüber dem Vorjahr sind dies 12.100 oder 6,2 Prozent weniger. Der Rückgang resultiert gleichermaßen aus den Betriebsschließungen, einem rückläufigen Bestand an Auszubildenden und dem anhaltenden Druck zur Ausschöpfung von Rationalisierungspotenzialen.

Information: Deutscher Fleischerverband (DFV), Kennedyallee 53, 60596 Frankfurt, Tel.: 069-633020, Fax: 069-63302150, E-Mail.

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BSE: Kommission genehmigt Beihilfemaßnahmen für Landwirte in Nordrhein-Westfalen

Themen: Archiv — info @ 15:03

Brüssel/Berlin (agrar.de) – Die Europäische Kommission hat Deutschland (Nordrhein-Westfalen) ermächtigt, Rinderhaltern, die zwischen November 2000 und März 2001 im Zuge der BSE-Krise Einkommensverluste erlitten haben, staatliche Beihilfen in Höhe von rund 1 Mio. Euro zu gewähren. In der Regel sind staatliche Beihilfen dieser Art nicht gestattet. Die Kommission erkennt jedoch an, dass die derzeitige Krise auf dem Rindfleischmarkt ein außergewöhnliches Ereignis darstellt, das diese Unterstützungsmaßnahmen rechtfertigt.

Das Sofortprogramm sieht Liquiditätsbeihilfen vor, die in Form von Zinszuschüssen in Höhe von 5 Prozent auf die von den Rinderhaltern aufgenommenen Darlehen gewährt werden. Die Landwirte können Darlehen in Höhe von maximal 500 Euro pro Tier mit einem Alter von mehr als sechs Monaten bzw. von maximal 250 Euro für jüngere Tiere erhalten. Der Zinszuschuss beträgt somit maximal 25 Euro pro Tier. Die deutschen Behörden gehen von 100 bis 500 Begünstigten aus. Die Beihilfen, die im Rahmen des genehmigten Programms gezahlt werden, belaufen sich auf insgesamt 1.022.583 Euro.

Links zum Thema BSE.

Mehr Geflügelfleisch im Jahr 2001 erzeugt

Themen: Archiv — info @ 13:03

Produktion stieg um fast 8 Prozent auf 823.000 Tonnen

Münster (agrar.de) – Die Geflügelfleischproduktion in den meldepflichtigen deutschen Schlachtereien belief sich nach Mitteilung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) im Jahr 2001 auf insgesamt 823.000 Tonnen. Sie übertraf damit die Vorjahresmenge um 7,9 Prozent. Auf die alten Bundesländer entfielen nach Angaben der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) davon gut 526.200 Tonnen oder 64 Prozent; der Zuwachs gegenüber 2000 betrug 7,2 Prozent. In den neuen Bundesländern stieg die Erzeugung um 9,4 Prozent auf knapp 260.800 Tonnen Geflügelfleisch.

Das Gros der Produktion entfiel mit bundesweit rund 419.800 Tonnen auf Hähnchenfleisch, ein Plus von 3,3 Prozent gegenüber 2000. Ein Zuwachs war insbesondere in den alten Bundesländern zu verzeichnen, wo die Erzeugung um 5,8 Prozent auf 224.700 Tonnen zulegte. In den neuen Ländern stieg sie um 0,5 Prozent auf 195.100 Tonnen.

Weiter kräftig gewachsen ist im vergangenen Jahr die deutschen Putenfleischproduktion, nämlich um 15,1 Prozent auf annähernd 333.000 Tonnen. Damit wurde die 300.000-Tonnen-Grenze hierzulande erstmals übertroffen.

Gesteigert wurde 2001 auch die Entenfleischproduktion, und zwar um 4,5 Prozent auf bundesweit 33.000 Tonnen. Auch bei Gänsefleisch gab es eine Zunahme, allerdings auf niedrigerem Niveau. Hiervon kamen in den meldepflichtigen Schlachtereien knapp 1.800 Tonnen zusammen, 9,8 Prozent mehr als im vorangegangenen Jahr.

Links zum Thema Geflügel.

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