27. März 2002

NRW: Rheinische Bauernhöfe meist Haupterwerb

Themen: Archiv — info @ 15:03

Bonn (agrar.de) – Rund 60 Prozent aller Bauernhöfe und Gartenbaubetriebe im Rheinland werden im Haupterwerb geführt. Der Anteil der Nebenerwerbsbetriebe, bei denen die Landwirtschaft nicht die Haupteinnahmequelle ist, ist gegenüber 1999 mit 40 Prozent leicht gestiegen. Dies ist das Ergebnis einer Auswertung der Agrarstrukturerhebung vom Mai 2001 durch die Landwirtschaftskammer Rheinland in Bonn.

Die als Familienbetrieb geführten Haupterwerbsbetriebe mit einer Durchschnittsgröße von 43,3 ha bewirtschaften zusammen rund 73 Prozent der 516.455 ha landwirtschaftlichen Fläche im Rheinland. 18 Prozent der Fläche werden von den durchschnittlich 16 ha großen Nebenerwerbsbetrieben bewirtschaftet. Die durchschnittliche Größe der Nebenerwerbsbetriebe ist in den vergangenen Jahren um 20 Prozent gestiegen. Nach Einschätzung der Landwirtschaftskammer Rheinland ist dieser Anstieg darauf zurückzuführen, dass in immer mehr kleineren und mittleren Haupterwerbsbetrieben ein Familienmitglied eine außerlandwirtschaftliche Tätigkeit aufnimmt oder in größerem Umfang außerlandwirtschaftliches Einkommen, zum Beispiel durch einen Partyservice oder ein Bauernhofcafé, erwirtschaftet wird. Die Landwirtschaft wird in diesen Betrieben zur Nebensache, wird aber, nicht zuletzt aus Gründen der finanziellen Absicherung, vorerst beibehalten.

Im Vergleich zu Westfalen-Lippe und Nordrhein-Westfalen liegt der Anteil der Haupterwerbsbetriebe im Rheinland deutlich höher. Während in Westfalen-Lippe mit über 60 Prozent inzwischen mehr als jeder zweite Landwirt sein Einkommen aus anderen Quellen bezieht, liegt der Anteil für Nordrhein-Westfalen insgesamt bei 54,6 Prozent der insgesamt 50.700 Betriebe.

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