09. Februar 2002

BWE: 2001 war ein extrem schwaches Windjahr

Themen: Archiv — info @ 09:02

Osnabrück (agrar.de) – Das Jahr 2001 wird als eines der bisher schwächsten Jahre seit Beginn der modernen Windenergie-Nutzung in Erinnerung bleiben. ‚An fast allen Standorten sind Mindererträge festzustellen‘, so Jochen Keiler von der Betreiber-Datenbasis. Interessant sei dabei, dass es ein Süd-Nord-Gefälle gegeben hat: Die sonst so windstarken flachen Regionen im Norden und Osten Deutschlands mussten mit Einbußen von bis zu 30 Prozent die höchsten Abweichungen vom langjährigen Mittel hinnehmen. Im Süden der Republik und in den mittleren Lagen sei der Einbruch nicht ganz so stark gewesen, je nach Region seien aber auch dort Mindererträge bis 15 Prozent zu vermelden.

Dabei sei, ergänzt Dr. Daniela Jacob, Sprecherin des Windgutachter-Beirates im Bundesverband WindEnergie (BWE) e.V., nicht nur die Windstärke deutlich geringer ausgefallen, sondern auch die Windrichtungsverteilung sei untypisch gewesen. Das wiederum wirke sich ebenfalls auf die Erträge aus: Standorte und Aufstellungsgeometrien der Parks werden in der Regel an die langjährig häufigsten Windrichtungsverteilungen angepasst, um gegenseitige Abschattungseffekte der Windturbinen zu minimieren.

‚Solch ein ungewöhnliches Zusammentreffen von ertragsmindernden Faktoren kann auch durch Sicherheitsabschläge bei der Projektplanung kaum kompensiert werden,‘ erläutert Dirk Jesaitis als Vorsitzender des BWE-Planerbeirates die Situation. Es zeige aber, wie wichtig es für Anleger ist, bei der Auswahl von Windkraft-Beteiligungen auf eine ausreichende Liquiditätsreserve des Projektes zu achten, um schwierige Jahre überbrücken zu können. Trotzdem werde es in einigen wenigen Parks aktuell zu Liquiditätsengpässen kommen, deren Behebung mit den Kommanditisten und den finanzierenden Banken geklärt werden müsse, so Jesaitis weiter.

‚Das schlechte Windjahr 2001 macht deutlich, dass es bei der Windenergie nicht um kurzfristige Profite gehen kann‘, betont BWE-Präsident Dr. Peter Ahmels. Langfristig sei die Geldanlage ‚Wind‘ jedoch nach wie vor empfehlenswert. Dabei sei eine Liquiditätsreserve ein wichtiger Punkt, wie die jüngsten Erfahrungen zeigten. Das sei jedoch nur ein Aspekt einer vernünftigen Planung: Auf lange Sicht muss auch ein angemessener Betrag für die Instandhaltung der Windturbinen einkalkuliert werden.

Der BWE hat eine Broschüre für Anleger herausgegeben, in der die wichtigsten Punkte erläutert sind, die bei der Geldanlage in Wind beachtet werden sollten. Das ‚Anlegerinfo‘ ist als Download im Internet sowie im Osnabrücker BWE-Büro erhältlich.

Der Wind und die Betreiber-Datenbasis

Die Windkraft-Produktion lag im Jahr 2001 erneut unter dem langjährigen Durchschnitt der in der Betreiber-Datenbasis gemeldeten Monatsproduktionen. Mit Ausnahme des Jahres 1998, mit Werten von knapp über 100 Prozent, konnten die Windkraft-Anlagen seit 1995 keine überdurchschnittlichen Jahreserträge mehr einfahren. Doch während die Produktion im Jahr 2000 nur knapp unter dem Durchschnitt lag, ist sie in 2001 deutlich eingebrochen. Nur im Jahr 1996 wurden ähnlich schlechte Ergebnisse erreicht.

Zur Windkraft-Technik

Eine moderne Windkraft-Anlage der Megawatt-Klasse hat eine Nennleistung von 1,5 Megawatt und einen Rotordurchmesser von 70 Metern. An einem durchschnittlichen Standort erzeugt solch ein Windrad im Jahr rund 3,5 Millionen Kilowattstunden Strom – genug Energie für 1.000 Vier-Personen-Haushalte.

Zum Weltmarkt

Weltweit war Ende 2001 eine Windkraft-Leistung von knapp 25.000 Megawatt installiert, davon rund 20.000 MW in Europa. Zu den führenden Ländern gehören nach Deutschland, wo Ende 2001 rund 8.750 MW installiert waren, die USA (3.500 MW), Spanien (3.350 MW) und Dänemark (2.400 MW). Insgesamt dürfte sich die weltweit installierte Windkraft-Leistung im Jahr 2001 um rund 6.000 MW erhöht haben. Neue Studien gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2010 eine Windkraft-Leistung von rund 60.000 MW in Europa installiert sein wird.

Zum Bundesverband WindEnergie (BWE)

Der BWE engagiert sich seit Jahren für eine nachhaltige Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien: Windkraft, Solarenergie, Wasserkraft, Bioenergie und Geothermie. Mit derzeit über 10.500 Mitgliedern ist der BWE der bundesweit größte Verband im Bereich regenerativer Energien.

Information: Bundesverband WindEnergie (BWE), Herrenteichsstr. 1, 49074 Osnabrück, Tel.: 0541-350600, Fax: 0541-3506030, %url2%E-Mail%/%.

Links zum Thema %url3%Windenergie%/%.

Schröder definiert „Agrarfabriken“

Themen: Archiv — info @ 09:02

SPD betont eigene Agrarpolitik

Haldensleben (agrar.de) – Auf der agrarpolitische Konferenz ‚Kompetent für den ländlichen Raum‘ der SPD-Bundestagsfraktion am 7. Februar in Haldensleben betonte die Partei ihre eigene Agrarpolitik und grenzte sich dabei eindeutig von der Politik der Grünen ab.

Bundeskanzler Gerhard Schröder erteilte vor den über 1.000 Teilnehmern Landwirte, Verbands- und Agrarpolitikern den Versuchen eine Absage, ökologische gegen konventionelle Landwirte auszuspielen. Es gehe der SPD nicht darum, die konventionelle Landwirtschaft durch den ökologischen Landbau zu ersetzen.

Schröder stellte klar, dass mit dem von ihm vor Jahresfrist genutzten Begriff der ‚Agrarfabrik‘ nicht eine bestimmte Betriebsgröße oder Eigentumsform gemeint sei. Kennzeichen einer nachhaltigen Landwirtschaft sei vielmehr eine flächengebundene Produktion, die überwiegend selbst erzeugte Futtermittel einsetze. Dem gegenüber stehe eine industrielle Landwirtschaft, die losgelöst von der Fläche produziere und ausschließlich zugekaufte Futtermittel verwende. Die landwirtschaftliche Berufsvertretung solle die Politik seiner Regierung an den getroffenen Regelungen messen und nicht mit plakativen Aussagen. Er verwies dabei auf die Ergebnisse der Agenda 2000 und auf angehobene nationale Mittel im Agrarhaushalt 2002. Schröder bot den Landwirten und ihren Interessenvertretern an, in einen Dialog über die künftige Agrarpolitik einzutreten und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Peter Struck, griff mit deutlichen Worten die Agrarpolitik der Grünen an. Dabei bezeichnete er das Ziel, den Anteil des ökologischen Landbaus in zehn Jahren auf 20 Prozent auszudehnen, als ‚abenteuerlich‘ und ’nicht zu erreichen‘. Struck kritisierte auch den nordrhein-westfälischen Schweinehaltungserlass. Die darin vorgeschriebene Mindestbetreuungszeit sei ‚Quatsch‘, den man im Bundestag niemals zulassen würde.

SPD-Dokumentation der Konferenz, Schröder-Rede (PDF-Datei).

Links zum Thema %url4%Agrarpolitik%/%.

08. Februar 2002

Thüringen: EU-Kommission genehmigt LEADER+ – Programm

Themen: Archiv — info @ 16:02

Erfurt (agrar.de) – Das vom Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt erarbeitete Programm im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative LEADER+ wurde durch die Europäische Kommission genehmigt. Damit werden ca. 22 Mio. EUR Gemeinschaftsmittel für die Entwicklung des ländlichen Raums zur Verfügung gestellt. Der Freistaat ergänzt diesen Betrag mit mehr als 7 Mio. EUR Landesmitteln. Die privaten und öffentlichen Gesamtausgaben im Rahmen von LEADER+ werden damit bis 2006 insgesamt 41,9 Mio. EUR betragen. Darüber informierte Minister Dr. Volker Sklenar.

Mit der Genehmigung des Programms ist die Grundlage geschaffen, um bis zu 12 Lokale Aktionsgruppen, die sich aus unterschiedlichsten privaten und öffentlichen Akteuren zusammensetzen, bei der Umsetzung der von ihnen erarbeiteten, gebietsspezifischen Entwicklungsstrategien zu unterstützen. Die Umsetzung der Strategien erfolgt über innovative Projekte, die mit LEADER+ – Mitteln gefördert werden. Die Förderschwerpunkte können dabei in der Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum, in der Inwertsetzung natürlicher und kultureller Potenziale, dem Einsatz neuartigen ‚Know-hows‘ und in der Aufwertung lokaler Erzeugnisse liegen. Als Träger der Projekte kommen Privatpersonen, Vereine, Kommunen oder sonstige juristische Personen in Frage. Potenzielles Fördergebiet ist der gesamte ländliche Raum des Freistaats Thüringen.

Das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt hat bereits im vergangenen Jahr zur Teilnahme am Wettbewerb zur Zulassung als Lokale LEADER+ – Aktionsgruppe aufgerufen. Der Auswahlprozess zur Bestimmung der künftigen Aktionsgruppen wird in Kürze beginnen. Ziel ist es, die zur Verfügung gestellten Finanzmittel noch im 1. Halbjahr 2002 in innovative und pilothafte Projekte fließen lassen zu können, die eine nachhaltige Entwicklung in den ländlich geprägten Gebieten Thüringens befördern.

Links zum Thema %url1&Förderung%/%, Links zum Bundesland Thüringen.

Weitere Ausschreibungen zum Bundesprogramm Ökologischer Landbau

Themen: Archiv,Bildung — info @ 16:02

Forschungsvorhaben und Studien, zu denen im BMVEL ein besonderer Beratungs- und Entscheidungshilfebedarf besteht

Berlin/Bonn (agrar.de) – Um die Rahmenbedingungen für eine Ausdehnung des ökologischen Landbaus zu verbessern, beabsichtigt das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel zu verschiedenen Themen Forschungsaufträge und Studien zu vergeben, zu denen im BMVEL ein besonderer Beratungs- und Entscheidungshilfebedarf besteht.

Die Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hat die Vergabe von Studien zu insgesamt 57 Themen bekannt gegeben. Der Ausschreibungstext und die Liste der Vorhaben stehen ab sofort zum Download zur Verfügung. Einige dieser Themen sind:

– Status Quo-Analysen zu verschiedenen Produktionsverfahren im ökologischen Landbau, zu Problemen in der Nährstoffversorgung und im Pflanzenschutz, zu speziellen Fragen der ökologischen Tierproduktion und zur Verarbeitung ökologischer Erzeugnisse sowie zu spezifischen Qualitätsaspekten;

– Sozio-ökonomische Analysen im Bereich des ökologischen Landbaus und der Verarbeitung sowie Vermarktung ökologischer Erzeugnisse und zur Nachfrage nach Bioprodukten inkl. Außer-Haus-Verpflegung;

– Analysen zu den Beiträgen des Ökologischen Landbaus zur Erreichung gesellschaftlicher Ziele sowie

– Studien über die Zertifizierungs- und Kontrollsysteme im Bereich des Ökologischen Landbaus und zur beruflichen Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich.

%url2%Ausschreibungstext%/% (PDF-Dokument, 151 kb) %url3%Themenliste%/% (PDF-Dokument, 106 kb)

Links zum Thema %url5%Bio-Landbau%/%.

Mecklenburg-Vorpommern: Erlass zu Schutz und Pflege von Feldhecken

Themen: Archiv — info @ 10:02

Schwerin (agrar.de) – Feldhecken nehmen insgesamt eine Länge von etwa 6.000 km in Mecklenburg-Vorpommern ein und zählen nach dem Landesnaturschutzgesetz M-V zu den gesetzlich geschützten Biotopen. Wann und wie Schutz- und Pflegemaßnahmen bei Feldhecken zu erfolgen haben, war jedoch für Eigentümer oder Pächter landwirtschaftlicher Nutzflächen bislang nicht geregelt und oftmals mit zahlreichen Unklarheiten verbunden.

‚Eine nicht fachgerechte oder übertriebene Feldheckenpflege führte dadurch vielerorts zu Problemen zwischen Landwirten und der zuständigen unteren Naturschutzbehörde‘, sagte Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling. ‚Der von Umwelt- und Landwirtschaftsministerium erarbeitete Erlass soll wesentlich dazu beitragen, die Zusammenarbeit bei Schutz, Pflege und Neuanpflanzung von Feldhecken künftig zu verbessern und gleichzeitig mehr Rechtssicherheit zu schaffen.‘ Feldhecken erfüllten viele Funktionen im Natur- und Landschaftsschutz, im Klima- und Bodenschutz sowie für die Hege von Niederwild und sind zudem wesentliche Elemente unserer Kulturlandschaft.

Nach Auffassung der beiden Minister Prof. Dr. Methling und Dr. Backhaus, ist der Erlass ein guter Kompromiss verschiedener Interessenlagen. Der Landwirtschaftsminister hob weiter hervor, dass nach dem Erlass Pflegemaßnahmen bei der zuständigen Naturschutzbehörde vor Beginn angezeigt werden sollten, um späteren für den Landwirt nachteiligen Naturschutzauflagen vorzubeugen. Klar sei jetzt, welche Pflegemaßnahmen zulässig und welche unzulässig sind.

Zukünftiges Ziel müsse es sein, Feldhecken und heckenbegleitende Strukturen dauerhaft zu erhalten und zu pflegen und auch neue Feldhecken anzulegen, betonten beide Minister.

Der Erlass zum Schutz und zur Pflege von Feldhecken in M-V ist im Amtsblatt Nr. 4 vom 28. Januar 2002 veröffentlicht.

Links zum Thema Landschaft und Natur, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

07. Februar 2002

Schleswig-Holstein: Zahl der Schweineschlachtungen stark rückläufig

Themen: Archiv — info @ 15:02

Kiel (agrar.de) – Im Dezember 2001 wurden in Schleswig-Holstein 99.000 Schweine, 29.000 Rinder und 10.000 Schafe in- und ausländischer Herkunft gewerblich geschlachtet. Damit verringerte sich die Zahl der Schweineschlachtungen um 8 Prozent und die der Schafschlachtungen um 16 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat. Die Zahl der geschlachteten Rinder war demgegenüber nahezu dreimal so hoch wie im Dezember 2000, in dem der Verbrauch von Rindfleisch als Folge der BSE-Krise stark eingeschränkt wurde. Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, war die Gesamtschlachtmenge der gewerblichen Schlachtungen mit 18.000 t um 39 Prozent höher als im gleichen Vorjahresmonat.

Im gesamten Jahr 2001 gingen die gewerblichen Schweineschlachtungen gegenüber dem Jahr 2000 um 13 Prozent auf 1,28 Mill. Tiere zurück. Die Zahl der gewerblichen Rinderschlachtungen war mit 383.000 Tieren um 4 Prozent und die der Schafschlachtungen mit 124.000 Tieren um 3 Prozent niedriger als in dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Gesamtschlachtmenge der gewerblichen Schlachtungen betrug im Jahr 2001 243.000 t (- 8 Prozent).

Links zum Bundesland Schleswig-Holstein.

Alternative Hennenhaltung eine Domäne des Nordens

Themen: Archiv — info @ 14:02

Anteil am Gesamtmarkt auf geringem Niveau ansteigend – Preise rückläufig

Hannover (agrar.de) – Der Anteil alternativ gehaltener Legehennen hat in der Europäischen Gemeinschaft von 1997 bis zum Jahr 2000 zugenommen, bewegt sich aber noch immer auf recht niedrigem Niveau. Innerhalb der Gemeinschaft erhöhte sich deren Anteil nach Angaben des niedersächsischen Landvolk-Pressedienstes um zwei Prozentpunkte auf acht Prozent. Die deutschen Verbraucher achteten stärker auf die Herkunft aus alternativen Haltungsformen. Allerdings wurden auch hier lediglich elf Prozent aller Eier mit dieser Zusatzbezeichnung verkauft. Drei Jahre davor waren es in Deutschland acht Prozent gewesen. Diese Daten hat die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) in Bonn aus Veröffentlichungen der Europäischen Kommission zusammengetragen.

Danach scheint die alternative Haltung von Legehennen eine Domäne der nördlichen Mitgliedsstaaten zu sein. Mit einem Anteil von 26 beziehungsweise 23 Prozent aller Legehennen nimmt sie in Österreich und Dänemark eine Spitzenposition ein. Es folgen Großbritannien, wo 21 Prozent aller Legehennen Freiland- oder Bodenhaltung genießen dürfen und die Niederlande mit 20 Prozent. In Irland und Schweden entfallen jeweils 16 Prozent aller Legehennenbestände auf alternative Haltungen, während in Italien, Spanien und Portugal dieser Anteil gerade einmal ein bis zwei Prozent erreicht. Für Frankreich lagen keine aktuellen Zahlen vor, nach der Entwicklung der Vorjahre dürfte der Anteil aber unter der Zehn-Prozent-Marke liegen. EU-weit kratzt jede zweite der alternative gehaltenen Legehennen in einer Freilandhaltung, gut ein Drittel leben in Systemen der Bodenhaltung.

In Deutschland wurden im Jahr 2000 von den Betrieben mit mehr als 3.000 Hennenplätzen immer noch 86,5 Prozent aller Tiere in Käfigen gehalten. 1996 erreichte dieser Anteil 92,4 Prozent. Boden- und Freilandhaltung lagen mit 6,3 beziehungsweise 6,2 Prozent im Jahr 2000 am Gesamtbestand nahezu gleichauf. Zunehmend bieten in jüngster Zeit Discounter Eier aus alternativen Haltungen an und drücken damit zugleich das Preisniveau. So haben die Marktbeobachter den Marktgesetzen zum Trotz bei steigender Nachfrage nach alternativ erzeugten Eier sinkende Preise registriert. Gut ein Drittel aller Eier aber kaufen die deutschen Verbraucher immer noch direkt ab Hof. Aldi, Discounter und Verbrauchermärkte bringen es mittlerweile aber auf einen noch höheren Anteil von mehr als 40 Prozent – und dort wird bekanntlich um jeden Cent gefeilscht.

Links zum Thema Geflügel.

DBV lehnt Patente auf Pflanzen und Tiere entschieden ab

Themen: Archiv — info @ 14:02

Neues EU-Patent beunruhigt

Berlin (agrar.de) – Auf Unverständnis und Kritik sind Informationen beim Deutschen Bauernverband (&url1%DBV%/%) gestoßen, wonach das Europäische Patentamt in München ein Patent auf Pflanzen erteilt hat, das den Acker einschließt. Inhaber des Patents sei die US-Firma Treetech Management und die Universität von Kalifornien in Oakland. Die Patentansprüche umfassen nicht nur die Nutzung einer transgenen Pflanze zur Bekämpfung von Insekten bei Walnüssen, Äpfeln und Birnen sondern auch das Feld. (unsere Meldung)

DBV-Präsident Gerd Sonnleitner forderte Bundesregierung und Bundestag auf, entschieden gegen diesen Missbrauch des Patentrechtes vorzugehen. Die Patentierung fremden Grund und Bodens sei weder patentrechtlich nachzuvollziehen noch eigentumspolitisch hinnehmbar. Bevor die EU-Biopatent-Richtlinie in nationales Recht umgesetzt werden könne, müssten deren eklatante Defizite in der Tier- und Pflanzenzüchtung und der landwirtschaftlichen Praxis behoben werden.

‚Patente auf Tiere und Pflanzen darf es nicht geben‘, betonte Sonnleitner. Das europäische und nationale Sortenschutzrecht regele forschungs- und innovationsfreundlich alle Fragen eines angemessenen Ausgleichs für züchterische Leistungen.

Information: DBV-Pressestelle, Reinhardtstraße 18, 10117 Berlin, Tel.: 030-31904-239, Fax: 030-31904-431

Links zum Thema Biotechnologie, Links zum Thema Nachbau und Sortenschutz.

Sonnleitner ermutigt SPD zu eigenständiger Agrarpolitik

Themen: Archiv — info @ 13:02

Agrarpolitische Konferenz der SPD-Bundestagsfraktion in Sachsen-Anhalt

Berlin (agrar.de) – ‚Die deutschen Bauern stehen für Nachhaltigkeit und für Wettbewerbsfähigkeit. Gemeinsam mit der Agrarwirtschaft sind sie ein Stabilitätsfaktor in der Konjunktur, was auch der jüngste Agrarbericht der Bundesregierung belegt.‘ Dies dürfe jetzt nicht in einer illusionsbehafteten Wendepolitik untergehen, erklärte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, auf der agrarpolitischen Konferenz der SPD-Bundestagsfraktion mit Bundeskanzler Gerhard Schröder im sachsen-anhaltinischen Haldensleben.

Die Bauern benötigten eine Politik der Ermutigung, damit wieder am Standort Deutschland investiert wird und junge Menschen in der Landwirtschaft und im ländlichem Raum eine Perspektive behalten.

Sonnleitner mahnte eine schlüssige Politik an, in der Standards im Verbraucherschutz und ebenso und im Tier-, Natur- und Umweltschutz europaweit einheitlich angegangen werden. Mit der Politik nationaler Alleingänge müsse es in einem freien EU-Binnenmarkt ein Ende haben. Landwirtschaft sei auch Wirtschaft und der ländliche Raum ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Dies gelte es bei der jetzt anstehenden Überprüfung der Agenda 2000, der Ost-Erweiterung der EU sowie den WTO-Verhandlungen zu berücksichtigen. Die so genannte zweite Säule der Agrarpolitik müsse sich daran messen lassen, ob sie den Menschen in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum Zukunftsperspektiven ermögliche. Gerade die SPD als große Volkspartei müsse die gegenwärtige Agrarpolitik daraufhin überprüfen, ob diese zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit in Deutschland beitrage oder nicht, betonte Sonnleitner. Die deutschen Bauern und ihre Familien unternähmen große Anstrengungen, um im europäischen und internationalen Wettbewerb zu bestehen und sicherten damit auch in den vor- und nachgelagerten Bereichen Millionen von Menschen Erwerbsmöglichkeiten.

Der DBV-Präsident erinnerte an die traditionell engagierte Agrarsozialpolitik der SPD. Hier gelte es, strukturwandelbedingte Nachteile der Landwirte in ihrem eigenständigen sozialen Sicherungssystem dauerhaft auszugleichen. Vor allem müsse für die landwirtschaftliche Unfallversicherung eine tragfähige Konzeption gefunden werden. Mit den entsprechenden Vorstößen der SPD-Bundestagsfraktion seien dazu die richtigen Zeichen gesetzt worden, stellte Sonnleitner fest.

Information: DBV-Pressestelle, Reinhardtstraße 18, 10117 Berlin, Tel.: 030-31904-239, Fax: 030-31904-431

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Thüringen: Einweihung der Leistungsprüfanstalt für Schafe

Themen: Archiv — info @ 13:02

Zuchtwerte werden jetzt in Weimar-Schöndorf ermittelt

Weimar-Schöndorf (agrar.de) – ‚Mit großem Engagement der Thüringer Lehr-, Prüf- und Versuchsgut GmbH Buttelstedt wurden die alten Anlagen einer Milchviehanlage innerhalb kürzester Zeit in eine sehenswerte Prüfstation für Schafe umgebaut. ‚Die Gunst der Stunde‘ wurde richtigerweise genutzt, um Verbesserungen im Haltungssystem, insbesondere bei der Fütterung, vorzunehmen‘, sagte der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, bei der Einweihung der Leistungsprüfanstalt für Schafe in Weimar-Schöndorf.

In Thüringen werden die Leistungsprüfanstalten für die Tierarten Rind, Schwein und Schaf durch die Thüringer Lehr-, Prüf- und Versuchsgut (LPVG) GmbH Buttelstedt bewirtschaftet. Aus kosten- und betriebsorganisatorischen Gründen fasste der Aufsichtsrat den Beschluss, die Schafleistungsprüfung vom traditionell bewährten Standort Mühlhausen nach Weimar-Schöndorf zu verlegen. Das LPVG hat zu diesem Zweck den Standort der ehemaligen Milchviehanlage zusammen mit zwei Futterlagerstätten vom Freistaat Thüringen erworben. Außerdem konnten 35 ha Grünland sowie 280 ha Ackerland vom Freistaat zur Verfügung gestellt werden.

‚Auch zukünftig wollen wir in Thüringen an der stationären Leistungsprüfung unter Wahrung der bisherigen Qualität und des Prüfumfangs festhalten. Als deutschlandweit zweite Prüfstation nach Grub in Bayern bringt das LPVG in Schöndorf eine Einzeltierprüfung an Futterautomaten mit automatischer Tiererkennung zum Einsatz‘, sagte Minister Dr. Volker Sklenar.

Bereits Mitte November 2001 wurde mit dem Umzug der Jungböcke des Jahrgangs 2001 der ‚Startschuss‘ für die Nutzung der Anlage Schöndorf gegeben. Versehen mit durchgehender Belüftung und Lichtband im First sowie Windschutzjalousien an der südlichen Längsseite und beheizten Tränken bietet der umgebaute Futtermittelraum sehr gute Haltungsbedingungen.

Links zum Thema Schafe, Links zum Bundesland Thüringen.

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