28. Februar 2002

Sachsens Öko-Landbau wächst

Themen: Archiv — info @ 11:02

Dresden (agrar.de) – Sachsens Öko-Anbaufläche hat im letzten Jahr um 22 Prozent auf 17.440 Hektar zugenommen. Einen derart großen Zuwachs habe es seit 1996 nicht mehr gegeben. ‚Das ist noch nicht der Durchbruch‘, kommentierte Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath die Entwicklung. Das Wachstum sei immer noch zu gering, um mit dem boomenden Öko-Mark Schritt zu halten. ‚Wir müssen uns in Sachsen stärker als bisher dem Öko-Landbau zuwenden, sonst beliefern andere den Markt‘, sagte Flath. Er appellierte an die Agrarwirtschaft, den Einstieg in den ökologischen Landbau ernsthaft zu prüfen. Die Zahl der Öko-Betriebe und Verarbeitungsunternehmen stieg im letzten Jahr um 17 Prozent auf 240 beziehungsweise 150. Rund 1,9 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche werden ökologisch bewirtschaftet. Im bundesweiten Vergleich liegt Sachsen damit im unteren Drittel.

Nach einer Umfrage der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft erwägen 20 Prozent der sächsischen Landwirte in den nächsten zwei Jahren eine Umstellung auf ökologische Wirtschaftsweise. Rund 60 Prozent scheuen die Umstellung, da sie den Absatz für Öko-Produkte für unsicher halten. Diese Vorstellung stehe im Widerspruch zum tatsächlichen Marktgeschehen, so Flath. Vor allem bei Gemüse, Getreide und Schweinefleisch würden dringend Erzeuger gesucht. So hätte die Erzeugergemeinschaft ‚Ökologische Bauernhöfe Sachsen‘, bereits jetzt ihre gesamte diesjährige Ernte verkauft. Nach Ansicht von Flath geht aus der Studie klar hervor, dass unter den Landwirten der Kenntnisstand zum Öko-Landbau zu gering und der Informationsbedarf hoch sei. ‚Ich habe daher die Ämter für Landwirtschaft angewiesen, umstellungswillige Landwirte stärker zu unterstützen. Jeder, der es wünscht, soll eine kompetente Beratung und umfassende Information zum ökologischen Landbau erhalten‘, erklärte Flath.

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