28. Februar 2002

„Original Thüringer Qualität“ für 49 Thüringer Spezialitäten

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Erfurt (agrar.de) – 18 Unternehmen der Thüringer Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie des Ernährungshandwerks erhielten heute für 49 Thüringer Spezialitäten das regionale Herkunftszeichen ‚Original Thüringer Qualität‘. Die Übergabe der Urkunden erfolgte durch den Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar. Das Zeichen erhielten unter anderem die Zuchtgenossenschaft Ernstroda für Ernstrodaer Rindfleischsalami, die Erfurter Fleischwaren e.G. für Wildbratwurst und Wildschweinschinken, die Bäckerei Breunung Kloster Lausnitz für Frischkorn-Dinkelbrot, die Thüringer Lebkuchen GmbH Albert Anschütz Zella-Mehlis für Thüringer Elisenlebkuchen oder die Hainich Konserven GmbH Niederdorla für Rotkohl Excellent.

Das Thüringer Herkunftszeichen ‚Original Thüringer Qualität‘ wird seit nunmehr 10 Jahren an Thüringer Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft verliehen. Mit den heute vergebenen Lizenzen tragen inzwischen 137 Unternehmen für 499 Produkte dieses Zeichen. ‚Das Zeichen hat beim Handel und bei Verbrauchern eine hohe Bekanntheit erreicht. Es steht für neutral kontrollierte Qualität‘, sagte Dr. Sklenar. Das Qualitätsniveau liegt über dem des CMA-Gütezeichens und wird mit der Einführung des neuen ‚QS‘ (Qualität und Sicherheit) –Systems, beginnend für Fleisch- und Fleischverarbeitungsprodukte, diesem hohen Qualitäts– und Kontrollstandard entsprechen. ‚Damit wird Verbrauchersicherheit dokumentiert und den heutigen Anforderungen an transparenten Verbraucherschutz entsprochen‘, so der Minister.

Die ständige Nachfrage zur Nutzung dieses Zeichens spricht für dessen hohe Akzeptanz. Es ist mittlerweile zum Markenzeichen für Essen und Trinken aus Thüringen geworden und hat mit dazu beigetragen, dass Thüringer Produkte mit einem Anteil von 28 Prozent in den Regalen Thüringer Lebensmittelmärkte stehen.

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Großhandelsumsatz im Januar 2002 um 5,1 Prozent gesunken

Themen: Archiv — info @ 15:02

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt, mitteilt, setzte der Großhandel in Deutschland im Januar 2002 nominal (in jeweiligen Preisen) 5,1 Prozent und real (in konstanten Preisen) 4,7 Prozent weniger als im Januar 2001 um. Damit erzielte der Großhandel seit August 2001 nominal und real jeweils niedrigere Umsätze als im entsprechenden Vorjahresmonat. Nach Kalender- und Saisonbereinigung der Daten wurde im Januar 2002 nominal 3,3 Prozent mehr abgesetzt als im Dezember 2001.

Innerhalb des Großhandels erzielten zwei Branchen im Januar 2002 nominal und real höhere Umsätze als im Januar 2001: Der Großhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren (nominal + 7,3 Prozent, real + 3,9 Prozent) und der Großhandel mit landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren (nominal + 4,1 Prozent, real + 1,8 Prozent). Die anderen Branchen des Großhandels blieben im Januar 2002 nominal und real unter den Umsatzwerten des Vorjahresmonats.

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Flath warnt vor deutschen Alleingängen bei der Schweinehaltung

Themen: Archiv — info @ 14:02

Wettbewerbsfähigkeit muss gewährleistet bleiben

Dresden (agrar.de) – ‚Verbesserung der Haltungsbedingungen ja – aber nicht im deutschen Alleingang‘, so Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath heute in Leipzig beim Internationalen Kongress für Schweinehaltung. Flath sprach damit deutliche Worte in Richtung Bundesregierung, die derzeit an einer neuen Schweinehaltungsverordnung arbeitet. ‚Wenn der Bogen überspannt und die Produktion in Deutschland nicht mehr rentabel ist, betreiben wir Wirtschaftsförderung für unsere Nachbarländer‘, warnte Flath. Eine Verlagerung der Produktion wäre vorprogrammiert.

Deutschland muss die EU-Richtlinie über Mindestanforderungen zum Schutz von Schweinen bis zum Jahresende in nationales Recht umsetzen. Insbesondere soll die Gruppenhaltung von Sauen zwingend vorgeschrieben werden. Bezüglich den Anforderungen an das Platzangebot beabsichtigt der Bund, für Deutschland größere Flächenmaße festzuschreiben. Damit hätten die hiesigen Landwirte – ähnlich wie bei der Legehennenverordnung – Nachteile zu erwarten. Flath kündigte an, sich vehement dafür einzusetzen, dass die Wettbewerbsfähigkeit im europäischen Maßstab gewährleistet bleibt. Der Agrarstandort Deutschland dürfe keinen weiteren Schaden nehmen.

Sachsen habe, gerade was die Schweineproduktion betrifft, derzeit eine gute Ausgangslage. Noch ist eine umweltgerechte und wirtschaftliche Schweineproduktion möglich. Als einer der wenigen nicht reglementierten Märkte im Agrarbereich gebe es hier laut Flath noch Wachstumspotentiale. Derzeit werden im Freistaat 635.000 Schweine gehalten. Laut Statistischem Landesamt sind das 36.500 Tiere mehr als im Vorjahr.

Nur ein Drittel des in Sachsen verzehrten Schweinefleischs stammt jedoch aus heimischer Produktion. ‚Da müssen, so Flath weiter, in den nächsten Jahren noch ein paar Prozentpunkte hinzukommen.‘ Denn gerade auf regionale Kreisläufe werde großer Wert gelegt.

Der Internationale Kongress ‚Wirtschaftliche Schweineproduktion unter neuen Rahmenbedingungen ‚ findet vom 28. Februar bis zum 2. März statt. Veranstalter des mittlerweile 3. Schweinekongresses sind die Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft, die Landwirtschaftskammer der Bretagne, der Mitteldeutsche Schweinezuchtverband e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Züchtungskunde. Auf der Veranstaltung wollen Spezialisten und Praktiker aus Europa und aus den USA über Stand und Entwicklung der Schweineproduktion beraten und Schlußfolgerungen für Deutschland ableiten.

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Erzeugerpreise im Januar 2002 um 0,1 Prozent niedriger als im Vorjahr

Themen: Archiv — info @ 12:02

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt lag der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Januar 2002 um 0,1 Prozent unter dem Niveau von Januar 2001. Eine geringere jährliche Preissteigerungsrate hatte es zuletzt im September 1999 (– 0,5 Prozent) gegeben. Im Dezember 2001 hatte die Jahresveränderungsrate + 0,1 Prozent betragen. Im Vergleich zum Vormonat ist der Index im Januar 2002 um 0,6 Prozent gestiegen.

Im Januar 2002 verteuerten sich auf der Erzeugerstufe vor allem Güter, die von Steuererhöhungen betroffen waren. So erhöhten sich die Preise für Tabakerzeugnisse gegenüber Dezember 2001 um 8,0 Prozent, was hauptsächlich auf die Erhöhung der Tabaksteuer zu Jahresbeginn 2002 zurückzuführen sein dürfte. Auch die vierte Stufe der Ökosteuer wirkte sich offenbar auf die Erzeugerpreise aus: Die Preise für Kraftstoffe waren beispielsweise um 3,3 Prozent höher als im Dezember 2001 (darunter Benzin + 3,8 Prozent, Diesel + 2,7 Prozent); elektrischer Strom verteuerte sich um durchschnittlich 1,6 Prozent.

Starke Preiserhöhungen wurden im Januar 2002 gegenüber dem Vorjahresmonat unter anderem bei folgenden Gütern festgestellt: Raffinierte Pflanzenöle (+ 32,7 Prozent), Fischerzeugnisse (+ 22,3 Prozent), Holzmöbel für Küchen (+ 5,3 Prozent) und Rindfleisch (+ 4,1 Prozent).

Billiger als vor Jahresfrist waren im Januar 2002 unter anderem: Butter (– 9,0 Prozent), Gewürze (– 7,8 Prozent), Spanplatten (– 5,5 Prozent), Röstkaffee (– 3,6 Prozent) und Nadelschnittholz (– 3,2 Prozent).

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Sachsens Öko-Landbau wächst

Themen: Archiv — info @ 11:02

Dresden (agrar.de) – Sachsens Öko-Anbaufläche hat im letzten Jahr um 22 Prozent auf 17.440 Hektar zugenommen. Einen derart großen Zuwachs habe es seit 1996 nicht mehr gegeben. ‚Das ist noch nicht der Durchbruch‘, kommentierte Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath die Entwicklung. Das Wachstum sei immer noch zu gering, um mit dem boomenden Öko-Mark Schritt zu halten. ‚Wir müssen uns in Sachsen stärker als bisher dem Öko-Landbau zuwenden, sonst beliefern andere den Markt‘, sagte Flath. Er appellierte an die Agrarwirtschaft, den Einstieg in den ökologischen Landbau ernsthaft zu prüfen. Die Zahl der Öko-Betriebe und Verarbeitungsunternehmen stieg im letzten Jahr um 17 Prozent auf 240 beziehungsweise 150. Rund 1,9 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche werden ökologisch bewirtschaftet. Im bundesweiten Vergleich liegt Sachsen damit im unteren Drittel.

Nach einer Umfrage der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft erwägen 20 Prozent der sächsischen Landwirte in den nächsten zwei Jahren eine Umstellung auf ökologische Wirtschaftsweise. Rund 60 Prozent scheuen die Umstellung, da sie den Absatz für Öko-Produkte für unsicher halten. Diese Vorstellung stehe im Widerspruch zum tatsächlichen Marktgeschehen, so Flath. Vor allem bei Gemüse, Getreide und Schweinefleisch würden dringend Erzeuger gesucht. So hätte die Erzeugergemeinschaft ‚Ökologische Bauernhöfe Sachsen‘, bereits jetzt ihre gesamte diesjährige Ernte verkauft. Nach Ansicht von Flath geht aus der Studie klar hervor, dass unter den Landwirten der Kenntnisstand zum Öko-Landbau zu gering und der Informationsbedarf hoch sei. ‚Ich habe daher die Ämter für Landwirtschaft angewiesen, umstellungswillige Landwirte stärker zu unterstützen. Jeder, der es wünscht, soll eine kompetente Beratung und umfassende Information zum ökologischen Landbau erhalten‘, erklärte Flath.

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27. Februar 2002

Brandenburg: Neue Förderrichtlinie zur Dorferneuerung

Themen: Archiv — info @ 16:02

Potsdam (agrar.de) – Brandenburgs Agrar- und Umweltministerium hat eine neue Förderrichtlinie zur Dorferneuerung unterzeichnet, die jetzt in Kraft getreten ist. Sie enthält wichtige Verbesserungen für Gemeinden, Privatpersonen und Landwirte. Die Umnutzung vorhandener Bausubstanz ist danach in größerem Umfang als bisher förderfähig. So sollen Brandenburgs Dörfer attraktiver, das Ortsbild verbessert und Neubauten auf der ‚grünen Wiese‘ vermieden werden.

Land- und forstwirtschaftliche Betriebe, die ihre Bausubstanz für Wohn-, Handels-, Gewerbe-, Dienstleistungs-, kulturelle, öffentliche oder gemeinschaftliche Zwecke umnutzen wollen und damit Arbeitsplätze sichern oder neue schaffen, können dafür mit Fördergeldern vom Land rechnen. Die Maßnahmen sind bis zu 40 Prozent, maximal mit 100.000 EUR, förderfähig. Der Zuschuss für die Schaffung von Wohn- und Lagerflächen kann bis 50.000 EUR betragen. In Einzelfällen können auch Nichtlandwirte die Förderung erhalten.

Private Dorferneuerungsmaßnahmen können ebenfalls bis zu 40 Prozent, höchstens jedoch mit 20.000 EUR, bezuschusst werden. Die Neuregelung ermöglicht es, den Förderhöchstbetrag auch bei niedrigeren Gesamtkosten als bisher voll auszuschöpfen. Weil attraktive Dörfer nur durch Eigeninitiative der ortsansässigen Bevölkerung entstehen, soll die neue Förderrichtlinie deren Engagement wirksam unterstützen.

Baumaßnahmen insbesondere an kommunalen Gebäuden sollen sich nicht mehr allein an den Erfordernissen der Ortsbildverbesserung orientieren, sondern die Bedürfnisse einer zeitgemäßen Nutzung ortsbildprägender oder historisch wertvoller Bausubstanz berücksichtigen. Wie bisher bleibt die Innenausstattung und der Kauf von Ausrüstungsgegenständen von der Förderung ausgeschlossen.

Bewilligungsbehörden sind die regionalen Ämter für Flurneuordnung und ländliche Entwicklung. Privatpersonen können die Anträge direkt bei der Bewilligungsbehörde stellen. Anträge auf Förderung für das Jahr 2002 müssen bis zum 31.März 2002, Anträge auf Förderung im kommenden Jahr bis zum 30. November 2002 gestellt werden. Die Richtlinie wird im Amtsblatt für Brandenburg veröffentlicht und zusammen mit den Antragsformularen ins Internet gestellt. Dort sind auch die Anschriften der regional zuständigen Bewilligungsbehörden abrufbar.

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Neues Gesetz für Absatzfonds?

Themen: Archiv — info @ 13:02

Berlin/Münster (agrar.de) – Das Ministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) will noch in dieser Legislaturperiode das Absatzfondsgesetz im Sinne der angestrebten Agrarwende novellieren. Schon bevor genauere Angaben über Inhalt und Zeitplan bekanntgegeben wurden regt sich Widerstand.

Die zwingend vorgeschriebene Verwendung der Absatzfondsbeiträge für die Wirtschaftsgruppe, die die Finanzmittel aufbringt, muss auch nach einer Novelle zweifelsfrei gewährleistet bleiben, so der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Franz-Josef Möllers. Bereits heute sei es möglich, die Leistung der Land- und Ernährungswirtschaft für Tier- und Umweltschutz auch ohne Änderungen im Absatzfondsgesetzes im Marketing gebührend hervorzuheben. Es sei überflüssig und mit dem Zwang zur Gruppennützigkeit der Mittelverwendung nicht zu vereinbaren, bei Marketingmaßnahmen Tier- und Umweltschutzstandards über dem geltenden Rechtsrahmen vorzuschreiben, wie dies vom Bundesverbraucherschutzministerium beabsichtigt wird.

Das Absatzfondsgesetz sei eine unverzichtbare Grundlage für die erfolgreiche Marktausrichtung der überwiegend klein- und mittelständisch strukturierten deutschen Land- und Ernährungswirtschaft. Das Marketing in deutsche Agrarprodukte, die unter hohen nationalen Verbraucher-, Tier- und Umweltschutzstandards erzeugt werden, müsse das Kernanliegen des Absatzfondsgesetzes bleiben.

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MKS: Verdachtsfälle in Niedersachsen und NRW – Betriebe gesperrt

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Meppen (agrar.de) – Wegen des Verdachts auf Maul- und Klauenseuche (MKS) bei Schweinen sind am Mittwoch in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mindestens zwei Bauernhöfe gesperrt worden. Nach Behördenangaben haben sowohl zwei Betriebe im Emsland als auch ein Hof im nordrhein-westfälischen Kreis Minden-Lübbecke Schweine aus in Großbritannien bezogen. Die Londoner Regierung hatte Großbritannien erst im Januar für ’seuchenfrei‘ erklärt.

Die Zuchtschweine gehören zu den insgesamt sieben Lieferungen, die aus der britischen Region West-Yorkshire seit dem 1. Februar vor allem nach Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt gebracht worden sind. Das Bundesverbraucherschutzministerium in Berlin hatte nach Bekanntwerden eines neuen Verdachtfalls in Großbritannien angekündigt, die Transporte aus der betroffenen Region zu überprüfen.

Ebenfalls im Emsland wurde nach Mitteilung des Informationsdienstes ‚animal-health-online‚ auf einem Betrieb die Aujeszkysche Krankheit festgestellt. Der Verdacht sei vor etwa zehn Tagen entstanden und mittlerweile durch mehrere Labortests bestätigt worden. Für den Landkreis Emsland bestätigte der Kreisrat Reinhard Winter, dass mehrere hundert Tiere vorsorglich geschlachtet würden. Diesbezüglich sei eine amtliche Anordnung ergangen.

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Luxemburg: Parlament lehnt Umsetzung der EU-Gen Patentrichtlinie ab

Themen: Archiv — info @ 11:02

Luxemburg (agrar.de) – Nach Frankreich hat nun auch Luxemburg die Umsetzung der EU-Gen Patentrichtlinie abgelehnt. Das Parlament folgte dem Gutachten des Ethikrates zur Biopatentdirektive. Die Nationale Ethikkommission hatte sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, die Biopatentdirektive nicht in nationales Recht umzusetzen und der Regierung empfohlen, sich für eine Neuverhandlung der umstrittenen Direktive auf EU-Ebene einzusetzen. Der Erzbischof Luxemburgs hatte in seiner Stellungnahme ebenfalls empfohlen, die Umsetzung der Richtlinie auszusetzen.

Greenpeace Luxemburg beglückwünschte die Abgeordnetenkammer zu ihrer mutigen Entscheidung in Sachen Biopatentdirektive. ‚Nach eineinhalb Jahren politischen Tauziehens haben sich endlich Vernunft und politische Courage gegen die Profitinteressen von Pharma- und Agrarlobby durchgesetzt,‘ sagt Martina Holbach von Greenpeace. ‚Der kleinste EU-Mitgliedstaat hat heute bewiesen, dass er politische Verantwortung für eine historische Fehlentscheidung übernehmen und dieses völlig absurde EU-Gesetz nicht blindlings umsetzen will. Das Votum der Abgeordnetenkammer wird über die Landesgrenzen hinweg ein wichtiges politisches Signal an alle EU-Staaten sein, vor allen Dingen an jene, die die Direktive aufgrund ethischer Bedenken bislang nicht umgesetzt haben.‘

In der vom Parlament angenommenen Entschließung wird insbesondere die Patentierbarkeit von menschlichen Genen und Teilen des menschlichen Körpers, weniger explizit aber auch die Patentierbarkeit von Tieren und Pflanzen in Frage gestellt. Die Regierung wird desweiteren aufgefordert, sich beim Verwaltungsrat des Europäischen Patentamts in München für eine Revision des Patentrechts sowie im Rahmen des TRIPS-Abkommens der WTO für eine Debatte über Patentrechte im Gesundheitswesen einzusetzen.

Die Patentierung menschlicher Gene in den nächsten Wochen ebenfalls zur Entscheidung im Deutschen Bundestag an.

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Bioprodukte: Tendenz steigend

Themen: Archiv — info @ 10:02

Neue GfK-Studie zum Bio- und Ökomarkt

Nürnberg (agrar.de) – Nach wie vor wünscht der Verbraucher ein größeres Angebot und mehr Informationen zu Bio- und Ökoprodukten. Bevorzugt gekaufte Bio- und Ökoprodukte sind Eier, Gemüse, Obst, Geflügel und Fleisch. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens GfK.

Die GfK resümiert: 30 Prozent aller privaten deutschen Haushalte haben in den letzten neun Monaten des Jahres 2001 mindestens ein Mal Bio-Frischgemüse gekauft. Insgesamt beträgt der Anteil des Bio-Gemüses am gesamten Gemüse-Markt drei Prozent. Mengenmäßig liegt er damit gleich hoch wie der von Bio- und Ökoeiern am Gesamtmarkt Eier. Auch in anderen Produktfeldern wie zum Beispiel Obst, Kartoffeln und Fleisch liegen die Mengenanteile von Bio- und Ökoprodukten im Durchschnitt bei etwa zwei bis drei Prozent.

Bio- und Ökoprodukte werden überproportional von Hausfrauen im Alter zwischen 35 und 49 Jahren sowie von Haushalten mit Kindern gekauft. Die Direktvermarkter und Bio- und Naturkostfachgeschäfte sind zur Zeit noch die wichtigsten Absatzkanäle für Bio- und Ökoprodukte. Mit einer erweiterten Distribution dieser Produkte beim klassischen Handel, beispielsweise in Verbrauchermärkten und bei Discountern, erwartet die GfK, dass die Bedeutung der Bioprodukte und deren Marktanteil weiterhin ansteigen werden.

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