10. Januar 2002

WWF: „Renate Künast hat sich im Dschungel der Agrarpolitik gut behauptet“

Themen: Archiv — info @ 11:01

Berlin / Frankfurt (agrar.de) – Durchweg gute Noten vergibt der WWF an Agrarministerin Renate Künast nach ihrem ersten Jahr im Amt. ‚Sie hat die Pflicht ordentlich erledigt, nun kommt es darauf an, in der Kür zu punkten,‘ lobt Hilmar von Münchhausen, Agrarexperte des WWF die grüne Ministerin. In einem Positionspapier zur Internationalen Grünen Woche in Berlin erkennt der WWF an, dass wichtige Schritte unternommen worden seien, um die Landwirtschaft in Deutschland umweltgerechter zu gestalten und eine nachhaltige Entwicklung der ländlichen Räume zu initiieren.

Erfolge sieht der WWF vor allem bei der Förderung des Ökolandbaus und der Weiterentwicklung der Agrarpolitik zu einer ländlichen Entwicklungspolitik. ‚Hier ist neuer Schwung in die verkrustete Agrarpolitik gekommen. Jetzt gilt es, weiter zu machen, auch wenn der Wind von vorne bläst‘, so Hilmar von Münchhausen. Trotz des Lobes forderte der WWF mehr Mut bei den einzelnen Reformvorhaben, wie beim Umbau der ‚Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes‘. Bei diesem ‚wichtigsten Investitionsförderprogramm‘ für die Landwirtschaft in Deutschland sei die Ministerin ‚zu kurz gesprungen‘. In die Gemeinschaftsaufgabe seien zukünftig Investitionen im Naturschutz, dem ländlichen Tourismus und Handwerk oder der alternativen Energieerzeugung aufzunehmen. Zu den Hausaufgaben für das Jahr 2002 gehöre der Abbau der Subventionen zu Gunsten der Finanzierung von Naturschutzprogrammen. Zudem müsse die Ministerin endlich heiße Eisen wie die Düngeverordnung oder die Gesetze zum Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel anpacken.

Der WWF hofft, dass die guten Leistungen der zurückliegenden zwölf Monate noch bessere bis zur Bundestagswahl verheißen. Die Naturschutzorganisation wünscht sich eine aktivere Rolle der deutschen Agrarministerin auf dem internationalen Parkett. In Brüssel müsse im Hinblick auf die EU-Erweiterung die Reform der europäischen Landwirtschaftspolitik und ihrer Subventionsströme voran getrieben werden. Bei den WTO Verhandlungen zur Liberalisierung der Agrarmärkte sei ein höherer Einsatz gefordert. Hier vermißt der WWF eine eindeutige Position. ‚Deutschland ist keine Insel, sondern eingebunden in europäische und internationale Agrarpolitik, die ‚grün‘ gestaltet werden muß‘, forderte Münchhausen.

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10 Jahre FRUIT LOGISTICA – Rekordmesse mit 810 Ausstellern aus 50 Ländern

Themen: Archiv — info @ 10:01

Berlin (agrar.de) – Mit einer kompletten Marktübersicht der am Fruchthandel beteiligten Unternehmen aller Handelsstufen und aus allen Kontinenten präsentiert sich die FRUIT LOGISTICA Berlin 2002 bei der zehnten Jubiläumsveranstaltung mit einer neuen Rekordbeteiligung. 810 (2001: 706) Aussteller aus erneut 50 Ländern zeigen bis 12. Januar ein lückenloses Angebot von Produkten und Dienstleistungen rund um das Grüne Sortiment.

Die große Nachfrage von Unternehmen vor allem aus dem Ausland hat dazu geführt, dass die Leitmesse des internationalen Fruchthandels in diesem Jahr um 25 Prozent auf 30.000 Quadratmeter (2001: 24.000 qm) Hallenfläche gewachsen ist. Rund 73 Prozent der Aussteller stammen aus dem Ausland. Damit hat die FRUIT LOGISTICA seit ihrer Erstveranstaltung im Jahr 1993, an der sich 110 Aussteller auf 4.000 Quadratmeter beteiligten, in der kurzen Zeit ihres Bestehens um rund 750 Prozent zugelegt. Mehr als 12.000 Fachbesucher aus über 80 Ländern werden zu der dreitägigen Fachmesse erwartet. Deutschland stellt mit 216 Ausstellern die stärkste Länderbeteiligung, gefolgt von den wichtigen europäischen Handelspartner Italien (121 Aussteller), Spanien (106), Niederlande (85), Frankreich (85) und Belgien (26).

Neben der starken Präsenz der wichtigsten Fruchthandelsunternehmen, der Produzenten und aller Dienstleister des Fruchthandels beteiligen sich seit einigen Jahren auch verstärkt Aussteller aus den Bereichen Bioprodukte, Convenience und E-Commerce an der FRUIT LOGISTICA. Als neue Länder präsentieren sich erstmals Costa Rica, Jordanien, Mazedonien, Pakistan sowie die Vereinigten Arabischen Emirate auf der Messe.

Obst und Gemüse sind wichtigste Nahrungsmittel für gesunde Ernährung

Frisches Obst und Gemüse gelten in den Augen der Verbraucher als die wichtigsten Nahrungsmittel für eine gesunde Ernährung. Nach Angaben der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft (ZMP) erreichte im Jahr 2001 in Deutschland der Umsatz der rund 2.900 Betriebe des Fruchthandels bei einem zehnprozentigen Wachstum die Rekordhöhe von 17,9 Milliarden Euro. Zusätzlich waren rund 300 Firmen im Dienstleistungsbereich des Fruchthandels (Transporteure, Verpacker, Umschlageinrichtungen) tätig.

Nach den Bilanzierungsrechnungen des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft stieg der Marktverbrauch von frischem und verarbeitetem Obst in der Saison 2000/2001 auf schätzungsweise 107 kg (Vorsaison: 104 kg) pro Kopf. Dies stellt den höchsten Stand seit der Saison 1992/1993 dar. Der Verbrauch an frischem und verarbeitetem Gemüse erhöhte sich in Deutschland leicht von 78 auf 80 kg pro Kopf.

Insgesamt standen im vergangenen Jahr für den Marktverbrauch in Deutschland rund 15 Millionen Tonnen Obst und Gemüse zur Verfügung, die zu einem Viertel in Deutschland erzeugt wurden. Bei diesen Zahlen wird die Hausgarten- und Streuobstproduktion nicht berücksichtigt. Etwa 60 Prozent (8,7 Mio. t) des gesamten Obst- und Gemüseverzehrs entfielen dabei auf Frischprodukte, 40 Prozent (6,3 Mio. t) auf verarbeitete Produkte. Aus deutscher Produktion wurden für den Frischmarkt etwa 850.000 Tonnen Obst und 1,65 Millionen Tonnen Gemüse erzeugt und vermarktet. Zusätzlich standen dem Markt Netto-Importe von 3,8 Millionen Tonnen Obst und 2,4 Millionen Tonnen Gemüse zur Verfügung. Vom gesamten Marktvolumen der 8,7 Millionen Tonnen des Frischverzehrs wurden rund 80 Prozent in Privathaushalten konsumiert, auf den Verzehr außer Haus entfielen etwa 20 Prozent.

Für die gestiegene Gemüseproduktion in den 90er Jahren in Deutschland ist vor allem der Freilandanbau verantwortlich. Spargel ist mittlerweile die flächenmäßig bedeutendste Gemüseart in Deutschland. Die deutsche Marktproduktion von Gemüse (inklusive Pilzen) hat mittlerweile die Grenze von drei Millionen Tonnen überschritten. Die Marktproduktion von Obst hat sich in den letzten vier Jahren auf einem Niveau von 1,2 bis 1,3 Millionen Tonnen stabilisiert. Dabei bleibt der Apfel mit allein einer Million Tonnen das wichtigste Produkt in Deutschland, gefolgt von der Erdbeere. Bessere Chancen sehen die Erzeuger wieder bei Süßkirschen und Zwetschgen.

In Europa bleibt Deutschland das wichtigste Einfuhrland von frischem Obst und Gemüse. Die wichtigsten Gemüselieferanten Deutschlands sind die Niederlande und Spanien, gefolgt von Italien, Frankreich und Belgien. Die Frischobsteinfuhren beliefen sich wie in der Vorsaison auf etwa fünf Millionen Tonnen. Auch bei Obst ist Spanien das wichtigste Lieferland, gefolgt von Italien. Im Unterschied zum Gemüse spielen beim Obstimport Länder außerhalb Europas wie Staaten der südlichen Hemisphäre und Lateinamerikas (vor allem Bananen) bei den Einfuhren eine größere Rolle.

Die FRUIT LOGISTICA 2002 ist vom 10. bis 12. Januar 2002 täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet, die Fachbesucher-Tageskarte kostet 15 EURO, die Dauerkarte 41 EURO. Alle Karten berechtigen am 11. und 12. Januar auch zum Besuch der Internationalen Grünen Woche Berlin.

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NRW: 50.000 Hektar Zuwachs bei der Agrarumweltförderung und Naturschutzprogrammen

Themen: Archiv,Umwelt — info @ 09:01

Ökologisch bewirtschaftete Flächen verdoppeln sich auf rund 35.000 Hektar

Düsseldorf (agrar.de) – In NRW werden knapp 200.000 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche im Rahmen von Agrarumwelt- und Naturschutzprogrammen bewirtschaftet. Dies entspricht 13 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche. Damit hat sich die Fläche um mehr als 50.000 Hektar gegenüber dem Vorjahr vergrößert. Für die im Jahr 2001 bewilligten Anträge werden in NRW in den kommenden Jahren ca. 72 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.

Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn: ‚Die aktuellen Zahlen zur Förderung von Agrarumwelt- und Naturschutzmaßnahmen zeigen, dass immer mehr Landwirte diesen Baustein der Neuen Agrarpolitik in Anspruch nehmen. Die Honorierung ökologischer Leistungen muss auch in Zukunft weiter ausgebaut werden. Ziel ist eine naturschonende Landbewirtschaftung, die Umwelt, Landschaft und Natur schützt.‘

Auf besonderes Interesse ist die Förderung des ökologischen Landbaus gestoßen. Ende 2001 wurden in NRW etwa 35.000 Hektar ökologisch bewirtschaftet, was einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von mehr als 50 Prozent entspricht. Die Flächenanteile der Erosionsschutzmaßnahmen sind ebenfalls stark von 27.000 auf 43.000 Hektar gestiegen. Die Zahl der Betriebe, die Anträge für das Festmistprogramm des Landes gestellt haben, hat sich von 800 auf 1.400 erhöht. Den größten Flächenanteil hat mit etwa 81.000 Hektar nach wie vor die Grünlandextensivierung.

Im Rahmen des im letzten Jahr aufgelegten Programms ‚Ländlicher Raum‚, das sowohl die Agrarumweltmaßnahmen in einer Größenordnung von über 160.000 Hektar, wie auch den Vertragsnaturschutz mit einem Umfang von mehr als 30.000 Hektar umfasst, werden betriebsbezogene wie einzelflächenbezogene Bewirtschaftungsmaßnahmen gefördert.

Zu den Schwerpunkten der betriebsbezogenen Förderung gehören die Unterstützung des ökologischen Landbaus, die Grünlandextensivierung und Maßnahmen gegen Bodenerosion. Darüber hinaus werden Festmistverfahren in der Tierhaltung, die Anlage von Uferrandstreifen und der Erhalt genetischer Ressourcen in der Landwirtschaft unterstützt. Zu den einzelflächenbezogenen Vertragsnaturschutzmaßnahmen gehören u.a. die naturschutzgerechte Bewirtschaftung von Acker- und Grünland, der Erhalt und die Neuanlage von Streuobstwiesen und anderer ökologisch wichtiger Zwischenstrukturen wie Hecken und Feldgehölze.

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Landwirte warten auf Signale der Ermutigung

Themen: Archiv — info @ 09:01

DBV bemängelt unzureichende Investitionsförderung und nationale Alleingänge

Berlin (agrar.de) – Die deutschen Landwirte warten auf ein eindeutiges politisches Signal, das ihnen am Agrarstandort Deutschland Zukunftsperspektiven aufzeigt. Vor Fachjournalisten in Berlin forderte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, die Regierungskoalition auf, dieses Signal für existenzsichernde Investitionen auf den Höfen zu geben.

Er verwies auf den neuesten Investitionstest des Münchener ifo Institut für Wirtschaftsforschung sowie den Situationsbericht des DBV vom Dezember 2001. Beide Untersuchungen zeigten, dass die Bauern trotz guter Unternehmensgewinne keine Zukunftsinvestitionen tätigen. Diese Zurückhaltung sei ein eindeutiges Zeichen für die Verunsicherung der Betriebsleiter.

Was muss getan werden, um diese Investitionsblockade zu durchbrechen? Gebraucht werde, so Sonnleitner, in der Förderpolitik ein eindeutiges Vorfahrtssignal für wettbewerbssichernde Investitionen in den Betrieben. Falsch sei es, nationale Mittel zur Agrarstrukturförderung als Notnagel zum Stopfen von Haushaltsengpässen zu mißbrauchen. Den zweiten Ansatzpunkt sieht der DBV-Präsident in der Erhaltung gleicher Wettbewerbsbedingungen im Vergleich zu den europäischen Berufskollegen. Nationale Alleingänge im Tier-, Natur- und Umweltschutz brächten diese Anliegen nicht weiter und schwächten die Wettbewerbskraft deutscher Bauern. Das so genannte ‚Artikelgesetz‘ zum Immissionsschutz müsse schleunigst geändert werden, damit der Bau von Rinder- und Kälberställen entsprechend den EU-Vorgaben wieder vom Genehmigungsverfahren befreit werde. Eine Reihe von Schwellenwerten seien an die EU-Vorgaben anzupassen, die Besatzdichtefaktoren seien aus der Vorprüfung zu streichen. Auch die Technische Anleitung Luft müsse im Bundesrat so nachgebessert werden, dass nicht ein weiteres Investitionsverhinderungsprogramm daraus werde.

Sonnleitner forderte Bund und Länder auf, bei der Umsetzung der EU-Schweine-haltungsrichtlinie nicht erneut ‚Kleinstaaterei‘ zu betreiben. Gebraucht werde möglichst bald eine nationale Verordnung mit einer 1: 1-Umsetzung der EU-Vorgaben. Der Bauernverband setze ganz entschieden auf eine deutliche Verbesserung des Bundesnaturschutzgesetzes durch den Vermittlungsausschuss. Die Bundesratsmehrheit habe Kernforderungen des Berufsstandes aufgegriffen. Jetzt müsse im Gesetz eine umfassende Ausgleichsregelung verankert werden. Sonnleitner widersprach dem Vorwurf, die Landwirtschaft sitze beim Naturschutz im Bremserhäuschen. Vor Ort gebe es Tausende gut funktionierende Kooperationen zwischen Naturschützern und Landwirten. Auch mangelnde Marktorientierung könne man den Bauern nicht vorwerfen. Die deutsche Landwirtschaft könne gute Absatzerfolge im In- und Ausland vorweisen.

Wo die Bundesregierung vernünftige Anreize wie bei den erneuerbaren Energien biete, seien die Bauern kräftig dabei. Auch nutzten sie neue Einkommensquellen wie den ökologischen Landbau, die Direktvermarktung und den Landtourismus.

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09. Januar 2002

Thüringen: Agrarunternehmen für umweltgerechte Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 12:01

Erfurt (agrar.de) – Die Landeschefin der Thüringer Grünen, Astrid Rothe, verkennt die Situation der Thüringer Landwirtschaft, wenn sie von ‚massiven Missständen‘ redet. Das erklärte der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar. ‚Sie kennt die Fakten in Thüringen nicht.‘

Das wichtigste Instrument der Umweltförderung in der Landwirtschaft sind die vielschichtigen Maßnahmen des Programms ‚Erhaltung der Kulturlandschaft, umweltgerechte Landwirtschaft, Naturschutz und Landschaftspflege‘ (KULAP). Mittlerweile nehmen in Thüringen mehr als die Hälfte der Landwirtschaftsbetriebe an diesem Programm teil. 25 Prozent der Landwirtschaftlichen Fläche in Thüringen werden nach den Grundsätzen des KULAP bewirtschaftet. Beim Grünland sind es fast 90 Prozent. ‚Damit werden schon heute umfangreiche Mittel für die umweltgerechte Erzeugung eingesetzt‘, informierte Dr. Sklenar. So wurden in Thüringen 1999/2000 104 DM/ha Fördermittel für Agrarumweltmaßnahmen ausgegeben; zum Vergleich: Bayern 143 DM/ha, Baden-Württemberg 130 DM/ha, Nordrhein-Westfalen 9 DM/ha, Schleswig-Holstein 2 DM/ha (Angaben aus dem Agrarbericht der Bundesregierung 2001). ‚An diesen Zahlen wird deutlich, wie wichtig der Thüringer Landesregierung und auch den Agrarunternehmen eine umweltgerechte Landwirtschaft ist‘, so der Minister.

Sich in der Förderung allein nur auf den ökologischen Landbau zu beschränken, lehnt der Minister kategorisch ab. Die Ausweitung des ökologischen Landbaus könne nur über die Stärkung der Nachfrage und die Steigerung des Absatzes nach ökologisch erzeugten Produkten vorangetrieben werden. Zur Verbesserung der Vermarktung ökologischer Produkte stehen bis zum Jahr 2005 jährlich 630.000 DM zur Verfügung. Für die Stärkung der Nachfrage und der Erzeugung von Ökoprodukten werden jährlich 200.000 DM bis zum Jahr 2004 bereit gestellt.

‚In den letzten zehn Jahren hat der ökologische Landbau in seiner Bedeutung kontinuierlich zugenommen. Immer mehr landwirtschaftlich genutzte Fläche wird in Thüringen von Ökobetrieben bewirtschaftet‘, sagte der Minister. In diesem Jahr stellten 24 neue Betriebe mit insgesamt 1.100 ha einen Antrag auf Förderung der Umstellung auf Ökolandbau nach dem Programm KULAP.

183 Agrarbetriebe, d.h. 19 Betriebe mehr als 1999, arbeiteten im vergangenen Jahr nach den Kriterien des ökologischen Landbaus. Dabei wird eine Fläche von 17.135 ha bewirtschaftet (2.1 Prozent Anteil an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche Thüringens), 1.055 ha mehr als 1999.

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Landwirte sehen Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation

Themen: Archiv — info @ 11:01

Investitionstest Agrar bestätigt tief sitzende Verunsicherung

Berlin (agrar.de) – Die deutschen Landwirte sehen ihre wirtschaftliche Situation und Zukunftsperspek-tiven negativer als noch Mitte letzten Jahres. Vor allem ist nach wie vor eine starke Investitionszurückhaltung zu erkennen. Das zeigen erste Ergebnisse des im Dezember abgeschlossenen Investitionstestes Agrar, der vom Münchener ifo Institut durchgeführt wurde. Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht darin eine tief sitzende Verunsicherung über die Perspektiven des Agrarstandortes Deutschland.

Die politischen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen werden von den befragten Landwirten weiterhin überwiegend als belastend angesehen. Besonders negativ werden die Auswirkungen der BSE- und Tierseuchenproblematik beurteilt. Die Befürchtungen gegenüber der EU-Erweiterung nehmen weiter zu. Zunehmend negativ und mit wachsender Tendenz bewerten die Landwirte die nationale Steuer- und Finanzpolitik und deren Auswirkungen auf die Entwicklung des eigenen Betriebes. Wesentlich stärker als noch in der Juni-Erhebung sehen die Landwirte national und im EU-Vergleich ihre Wettbewerbsposition gefährdet. Zunehmend positiv wird hingegen die Einführung des Euro gesehen.

Die Beurteilung der wirtschaftlichen Situation im eigenen Betrieb fiel im Dezember 2001 schlechter aus als in der vorangegangenen Erhebung von Juni.19 Prozent der Landwirte (Juni 21 Prozent) halten ihre aktuelle wirtschaftliche Lage für gut oder sehr gut, 49 Prozent (48 Prozent) für befriedigend, während 32 Prozent (31 Prozent) von einer ungünstigen wirtschaftlichen Situation ausgehen. Deutlicher eingetrübt haben sich die Zukunftserwartungen. Nur 8 Prozent (Juni 10 Prozent) der befragten Betriebsleiter gehen in den nächsten zwei bis drei Jahren von einer günstigeren wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Betriebe aus. 42 Prozent sehen eine schlechtere wirtschaftliche Entwicklung ihrer Betriebe voraus. Das sind 5 Prozent mehr als noch vor einem halben Jahr. Die Hälfte der Landwirte erwartet nach der Dezember-Erhebung eine gleich bleibende wirtschaftliche Entwicklung (Juni 53 Prozent).

Trotz einer insgesamt relativ günstigen wirtschaftlichen Lage war die Investitionsneigung nach der Juni-Erhebung gering. Nach den Ergebnissen aus der jetzt vorliegenden Dezember-Erhebung ist die Investitionsblockade nicht gebrochen. Unverändert geben 49 Prozent der Betriebsleiter an, im laufenden Kalenderjahr keine oder weniger Investitionen tätigen zu wollen. Nur 23 Prozent (Juni 26 Prozent) wollen mehr als im Vorjahr in Maschinen und Geräte investieren. Gleichviel zu investieren geben 28 Prozent an (Juni 25 Prozent). Im Vergleich zur vorangegangenen Dezember-Erhebung und damit zum Zeitpunkt des Auftretens der ersten BSE-Fälle in Deutschland fällt die Bereitschaft, in Maschinen und Geräte zu investieren geringer aus. Bei Gebäudeinvestitionen ist nach der Dezember-Erhebung eine weiter rückläufige Investitionsneigung zu verzeichnen.

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Deutschland – Republik der Brotfans

Themen: Archiv — info @ 11:01

Bonn (agrar.de) – Nach Angaben der Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung (GMF) erreichte der Pro-Kopf-Verbrauch von Brot, Brötchen und verwandten Produkten in Deutschland im Jahr 2001 im Durchschnitt 84,4 kg. Damit liegen die Bundesbürger hinsichtlich ihres Appetits auf Brotwaren weiterhin an der Spitze in der EU, gefolgt von den Schweden mit 76 kg und den Dänen mit 74 kg.

Die abstrakten Zahlen bedeuten in Scheiben und Stück rund 1.500 Schnitten und 350 Brötchen pro Kopf und Jahr oder täglich 233 Gramm, was vier Scheiben Brot plus einem Brötchen entspricht. Die Bundesbürger sind Brotfans: 95 Prozent essen es gern oder sehr gern, und ihre Vorliebe gilt bundesweit. In allen Regionen liegt dieser Wert nur knapp unter der 100-Prozent-Marke, wie eine Repräsentativbefragung im Frühsommer 2001 ergeben hat. Die ganz besonderen ‚Superfans‘ leben in den südlichen Gefilden der Republik. In Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen und Sachsen gibt über die Hälfte an, Brot nicht nur ‚gern‘, sondern sogar ’sehr gern‘ zu essen. Regionale Verzehrgewohnheiten spielen dabei offensichtlich eine besondere Rolle, denn andere Unterscheidungsmerkmale treten bei dieser Frage in den Hintergrund.

Die Brotvielfalt in Deutschland ist mit über 300 Brotsorten unübertroffen. Noch größer ist die Backvielfalt bei den kleinen Dingen, die das Leben schöner machen. Nach Schätzung von Experten kommen rund 1200 verschiedene Klein- und Feingebäcke täglich frisch aus deutschen Backstuben, weil hier landsmannschaftliche Traditionen und Fantasie der Bäcker besonders groß sind.

Bei 37 Prozent der Bundesbürger sind die ’normalen‘ Weizengebäcke am beliebtesten. Die anderen Befragten nannten als Lieblingssorte eine der vielen Kleingebäck-Spezialitäten: Unter diesen führt die Gruppe der Körner-, Mehrkorn- bzw. Vollkornbrötchen mit 29 Prozent und deutlichem Vorsprung die Hitliste an. Es folgen in der Spitzengruppe Roggenbrötchen (15 Prozent), Laugengebäcke wie Brezeln, Laugenstangen oder -semmeln (12 Prozent) und Mohnbrötchen (11 Prozent). Im Mittelfeld der Spezialgebäcke liegen (mit jeweils 6 Prozent gleichauf) drei ‚Klassiker‘ des Sortiments: die ‚Süßen‘ (mit Milch und/oder Rosinen) sowie Sesam- und Zwiebelbrötchen.

Der Brotgetreideanbau erfolgt in Deutschland auf einer Fläche von 3,75 Mill. ha, der Erlösanteil der Landwirtschaft am Verbraucherpreis von Brotgetreideerzeugnissen liegt bei etwa 4 Prozent.

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Rheinland: Ratgeber Förderung 2002

Themen: Archiv — info @ 10:01

Bonn (agrar.de) – Der ‚Ratgeber Förderung 2002‘ ist jetzt als Beilage zur Landwirtschaftlichen Zeitschrift Rheinland (LZ) erschienen. In dem 64-seitigen Heft beantworten Förderungsexperten der Landwirtschaftskammer Rheinland alle Fragen, die sich für die Landwirte aus der komplizierten EU-Agrarpolitik ergeben. Nahezu jeder landwirtschaftliche Betrieb ist davon betroffen. Das richtige Ausfüllen der umfangreichen Antragsformulare ist für den Betriebserfolg in der Landwirtschaft heute ebenso wichtig wie richtige Entscheidungen für die Arbeit auf dem Feld.

Der Ratgeber Förderung 2002 erläutert alle einschlägigen Vorschriften für Landwirte und geht vor allem auf Neuerungen gegenüber dem Vorjahr ein. Der Ratgeber ist erschienen im Rheinischen Landwirtschafts-Verlag ( Rochusstraße 18, 53123 Bonn, Tel.: 0228-5200645, Fax: 0228-5200658, E-Mail) und kann dort zum Preis von 5 € zuzüglich Porto bestellt werden.

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Thalheim: Halbzeitüberprüfung der Agenda 2000 nutzen, um Weichen zu stellen

Themen: Archiv — info @ 10:01

Langenberg / Berlin (agrar.de) – ‚Die EU-Osterweiterung und die nächste WTO-Runde erfordern eine grundlegende Reform der Europäischen Agrarpolitik und werden den Wettbewerb für die Landwirte in Europa verschärfen. Deshalb müssen wir die Halbzeitbewertung der Agenda 2000 nutzen, um bereits jetzt Weichen zu stellen. Sonst wird es eng, da bis spätestens 2006 über eine grundlegendere Reform entschieden sein muss.‘ Darauf wies Dr. Gerald Thalheim, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, anlässlich einer agrarpolitischen Veranstaltung in Langenberg (Sachsen) hin. ‚Es geht nicht darum, die Agenda 2000 in Frage zu stellen – der in Berlin vereinbarte finanzielle Rahmen für den Zeitraum bis 2006 bleibt bestehen. Aber die Landwirte brauchen auch Planungssicherheit, wie es nach 2006 weiter geht.‘

Der Weg müsse in Richtung einer unternehmerischen Landwirtschaft gehen, in der Verbraucherschutz und Qualitätsorientierung im Vordergrund stünden. Aber auch die gesellschaftlichen Anforderungen an eine nachhaltige Entwicklung und von mehr Tierschutz seien zu berücksichtigen. ‚Dabei werden wir die benachteiligten Gebiete weiterhin fördern. Die Einführung einer Grünlandprämie werden wir ernsthaft prüfen‘, so der Staatssekretär.

Thalheim hob hervor, dass es nicht ausreiche, nur in schwierigen Marktbereichen wie Rindfleisch über Veränderungen nachzudenken. ‚Wir teilen die Auffassung der Kommission, den begonnenen Abbau der Marktregulierung fortzusetzen.‘ So sei die Intervention längerfristig auf die Funktion eines Sicherheitsnetzes zurückzuführen. Ebenso sollten die Prämienzahlungen schrittweise von der Produktion entkoppelt werden, auch im Hinblick auf die WTO-Verhandlungen. Die Förderung des ländlichen Raumes werde künftig einen größeren Stellenwert bekommen; die Weichen dafür seien gestellt, so der Staatssekretär. Wichtig sei, dass substantielle Änderungen der Rahmenbedingungen nicht abrupt erfolgen, sondern der Agrarwirtschaft ausreichend Zeit zur Anpassung gegeben werde. ‚Verlässlichkeit ist das A und O für den Markt‘, so Thalheim.

Links zum Thema %/%Agrarpolitik%/%, Links zum Thema EU und Landwirtschaft.

NRW: Sechs Prozent weniger Rinder

Themen: Archiv — info @ 09:01

Schweinebestand ging um 2,7 Prozent zurück

Münster (agrar.de) – Bei der repräsentativen Viehzählung am 3. November dieses Jahres wurden nach Mitteilung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) in Westfalen-Lippe 964.000 Rinder gezählt, sechs Prozent weniger als im November 2000.

Nach Angaben des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik ging die Zahl der Betriebe mit Rinderhaltung um 7,1 Prozent auf 17.043 zurück; speziell in der Milchproduktion wurden mit 7.071 deutlich weniger Betriebe (- 11,1 Prozent) registriert. Die Zahl der Milchkühe sank um 3,9 Prozent auf rund 215.100 Tiere.

Der Schweinebestand ging gegenüber November 2000 um 2,7 Prozent auf 5,46 Millionen Tiere zurück. Die Zahl der Betriebe mit Schweinehaltung war mit 15.303 um 9,8 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Damit setzte sich der Konzentrationsprozess in der westfälisch-lippischen Viehwirtschaft weiter fort. Die für die Entwicklung des Schweinebestands wichtige Zahl der Zuchtsauen nahm um 2,5 Prozent auf 453.200 Tiere ab. Dagegen erhöhte sich der Bestand an Mastschweinen um 0,1 Prozent auf rund 2,32 Millionen Stück.

Bei der letzten Totalzählung im Mai 2001 hatten die Statistiker 1,01 Millionen Rinder und 18.181 Betriebe mit Rinderhaltung sowie 5,59 Millionen Schweine und 15.491 Betriebe mit Schweinehaltung in Westfalen-Lippe gezählt. Westfalen-Lippe ist im übrigen eindeutiges Zentrum der NRW-Veredlungswirtschaft: 66,5 Prozent aller Rinder, darunter 55,4 Prozent aller Milchkühe sowie 90 Prozent aller Schweine stehen in westfälisch-lippischen Betrieben – auch gut 70 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe überhaupt befinden sich in diesem Landesteil.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland %url4%Nordrehien-Westfalen%/%.

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