17. Januar 2002

Umweltinstitut warnt vor Gen-Soja im Tierfutter

Themen: Archiv — info @ 09:01

München (agrar.de) – Immer höhere Anteile an gentechnisch verändertem Soja im Tierfutter machen Fleisch aus deutschen Landen zum Risiko. Anlässlich der noch bis zum 20. Januar stattfindenden ‚Grünen Woche‘ in Berlin warnt das Umweltinstitut München vor genmanipuliertem Tierfutter und nicht absehbaren Folgen für unsere Lebensmittel.

Das durch das Tiermehlverbot fehlende Eiweiß in Futtermitteln wird vor allem durch importierte Sojabohnen gedeckt. Das Umweltinstitut sieht hier eine willkommene Hintertür für die Gentechnikindustrie, ihre Genprodukte auf dem kritischen europäischen Markt abzusetzen. ‚Die Parallelen zum BSE-Skandal sind erschreckend, da waren auch Bauern und Verbraucher gleichermaßen ahnungslos‘, mahnt Bärbel Sagi, Verbraucherschutzreferentin des Umweltinstituts: ‚Die Verfütterung gentechnisch veränderter Pflanzen wird genauso verharmlost wie vorher die Tiermehlverfütterung, auch wenn die Folgen wieder nicht absehbar sind.

Zwar sieht die Verschärfung der EU-Kennzeichnungsrichtlinie (tritt voraussichtlich 2003 in Kraft) eine Kennzeichnung von Tierfutter vor, beim Schutz der Verbraucher aber machte die EU-Kommission im Juli 2001 einen Rückzieher: Eier, Milch und Fleisch von Tieren, die mit Gen-Futter gefüttert wurden, brauchen nicht gekennzeichnet werden. Den Verbraucherwünschen wird sie damit nicht gerecht. Aktuellste Umfragen (Eurobarometer 2001) belegen, dass die große Mehrheit der europäischen Verbraucher (70 Prozent) Gen-Food ablehnt und mehr als 94 Prozent ein Recht auf Wahlfreiheit haben wollen.

Auf der Grünen Woche findet heute eine Diskussion zum Thema statt. Der Deutsche Bauernverband (DBV) lädt zu einem ‚Internationalen Forum Agrarpolitik‘ zum Thema ‚Gentechnik in Futtermitteln – Chance oder Risiko für Bauern und Verbraucher?‘ ein.

Das Umweltinstitut fordert den Bauernverband auf, sich von der Risikotechnologie Gentechnik klar zu distanzieren und den Weg für ein zukunftsfähige Landwirtschaft frei zu machen. Die Bundesregierung müsse endlich die rechtlichen Voraussetzungen für eine klare Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Futter- und Lebensmitteln schaffen.

Links zum Thema Biotechnologie.

Windkraft-Branche setzt Höhenflug mit neuem Rekordjahr fort

Themen: Archiv — info @ 09:01

Osnabrück/Berlin (agrar.de) – Die Windkraft hat sich im vergangenen Jahr bundesweit so rasant wie nie zuvor entwickelt. Allein im Jahr 2001 wurden 2.079 Windräder mit einer Gesamtleistung von 2.659 Megawatt (MW) neu errichtet. Zum Vergleich: Das entspricht in etwa der Windkraft-Leistung, die im Pionierland Dänemark in den vergangenen 20 Jahren aufgebaut worden ist. Gegenüber dem Zubau im Jahr 2000 (1.668 MW) bedeuten die 2.659 MW des Jahres 2001 einen Zuwachs um sage und schreibe knapp 60 Prozent.

Damit etabliert sich die Windkraft immer mehr zu einem festen Bestandteil des deutschen Energieversorgungssystems. Ende Dezember 2001 waren bundesweit knapp 11.500 Windräder mit einer Gesamtleistung von rund 8.750 MW installiert, das sind rund 44 Prozent mehr als Ende des vergangenen Jahres. ‚Mit dieser installierten Leistung lassen sich in einem normalen Windjahr knapp 3,5 Prozent des deutschen Stromverbrauchs decken‘, betonte Dr. Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie (BWE), heute in Berlin bei der Präsentation der neuen Aufstellungsstatistik.

Nach vorsichtigen Schätzungen des BWE dürften die 2.659 MW in Deutschland in etwa 50 Prozent des weltweiten Windkraft-Zubaus von über 5.000 MW im Jahr 2001 ausgemacht haben. ‚Damit zeigt sich einmal mehr, das Mindestpreissysteme die Investitionssicherheit bieten, die von Quoten- und Zertifikatssysteme niemals erreicht werden‘, betont Ahmels. Diese Erfolgsfaktoren bekannt zu machen wird auch Aufgabe des BWE auf der Welt-Windenergie-Konferenz im kommenden Juli in Berlin sein.

Der mit über 10.000 Mitgliedern bundesweit größte Windkraft-Verband erwartet auch für die kommenden Jahre einen ungebrochenen Boom der Windenergie. ‚Berücksichtigt man die Angaben mehrerer Windkraft-Planungsbüros, so scheint ein weiterer Zubau an Land um 5.000 Megawatt bis Ende 2004 realistisch‘, so Ahmels. Trotz der Euphorie rät der BWE wegen der langen Laufzeiten von bis zu 20 Jahren allerdings dringend dazu, die vielfältigen Angebote am Markt mit der gebotenen Sorgfalt zu prüfen.

‚Diese Zahlen belegen, wie wichtig die Windkraft in einem sauberen Energiemix der Zukunft ist‘, so Hubert Weinzierl, Präsident des Deutschen NaturschutzRing (DNR). ‚Für Windkraft-Anlagen darf es allerdings keinen Freifahrschein geben. Wir brauchen natur- und umweltschutzverträgliche Standorte und wegen des bevorstehenden Booms im Offshore-Bereich eine integrierte Raumplanung für die gesamte deutsche Nord- und Ostsee unter Abstimmung mit den Nachbarstaaten. Auf ökologisch wertvollen Flächen dürfen keine Windkraft-Anlagen errichtet werden‘, betont Weinzierl. Unter diesen Voraussetzungen unterstützt der DNR nachdrücklich den weiteren Ausbau der Windkraft. Schon 2005 dürfte sie über fünf Prozent zum CO2-Reduktionsziel der Bundesregierung beitragen.

In den nächsten Jahren, so die Einschätzung des BWE, würden neben dem weiteren Ausbau im Binnenland vor allem Repowering-Projekte sowie Offshore-Vorhaben und Exportmärkte der deutschen Windkraft-Branche weiterhin glänzende Aussichten bieten. In diesem Jahr lag die Exportquote bei der Anlagenzahl bei rund 22,5 Prozent, bei der Leistung bei lediglich 13,5 Prozent.

Die verstärkte Windkraft-Nutzung ist jedoch nicht nur aus umwelt- und klimaschutzpolitischen Gründen dringend erforderlich. Die saubere Energie ‚Wind‘ bringt auch neue Impulse für den Arbeitsmarkt: Derzeit sind in der Branche rund 35.000 Menschen beschäftigt, davon wurde rund ein Fünftel allein im vergangenen Jahr eingestellt. ‚Das ist angesichts der ansonsten eher negativen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ein sehr erfreulicher Trend‘, betont Dr. Hans Joachim Ziesing, Energieexperte beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Der Umsatz der Branche lag im vergangenen Jahr bei schätzungsweise rund 3,5 Milliarden Euro.

Bei der regionalen Verteilung der Windkraft-Leistung in Deutschland bleibt Niedersachsen mit knapp 670 Megawatt neu installierter Leistung im Jahr 2001 weiterhin vor Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen das Windland Nummer eins. Zwischen Harz und Nordsee drehten sich Ende Dezember 3.051 Anlagen (2.427 MW). Die Windkraft kann damit mittlerweile fast zehn Prozent des niedersächsischen Strombedarfs decken. Den größten Windstrom-Anteil gibt es bundesweit allerdings in Schleswig-Holstein: Dort können die insgesamt 2.351 Anlagen (1.555 MW) mittlerweile rund 28 Prozent des Strombedarfs decken. Es folgen Mecklenburg-Vorpommern mit rund 21 Prozent, Sachsen-Anhalt mit über elf Prozent und Brandenburg mit über neun Prozent.

Marktführer im vergangenen Jahr ist das Auricher Unternehmen Enercon mit einem Anteil von 28,5 Prozent an der neu installierten Leistung. In der Hersteller-Rangliste folgen die Unternehmen Vestas Deutschland GmbH aus Husum (Marktanteil: 19,5 Prozent), die NEG Micon Deutschland GmbH aus Ostenfeld (11,4 Prozent), Enron Wind aus Salzbergen (10,9 Prozent) und die Nordex AG aus Hamburg (10,4 Prozent).

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16. Januar 2002

NRW: Rheinische Bauernhöfe wachsen weiter

Themen: Archiv — info @ 15:01

Bonn (agrar.de) – Die Durchschnittsgröße der landwirtschaftlichen Betriebe ab 5 ha liegt im Rheinland jetzt bei rund 42 ha. Dies ist ein Ergebnis einer Auswertung der Agrarstrukturerhebung vom Mai 2001 durch die Landwirtschaftskammer Rheinland in Bonn. Insgesamt wurden im Rheinland 15.582 landwirtschaftliche Betriebe mit etwa 516.000 ha gezählt. In diesen Zahlen enthalten sind auch Gartenbaubetriebe, die zum Beispiel Obst, Gemüse oder Zierpflanzen produzieren. Im Vergleich mit der Landwirtschaftszählung 1999 nahm die Zahl der Betriebe ab 2 ha im Durchschnitt um 2,5 Prozent jährlich ab, was weitgehend dem Trend früherer Jahre entspricht.

Auch im Rheinland werden die Bauernhöfe immer größer. Die durchschnittliche Betriebsgröße stieg insgesamt auf 32,5 ha. Klammert man die Betriebe unter 5 ha, die weitgehend Gartenbaubetriebe sind, aus, errechnet sich für den Durchschnittsbauernhof eine Flächenausstattung von 42 ha. Dies entspricht im Vergleich zu 1991 einer Zunahme von rund 11 ha oder 35 Prozent. Im gleichen Zeitraum gingen der rheinischen Landwirtschaft etwa 19.700 ha Nutzfläche verloren, zum Beispiel durch Industrie- und Wohnbebauung sowie den Ausbau der Verkehrswege.

Die Wettbewerbsfähigkeit der verbleibenden Betriebe wurde durch den Strukturwandel gestärkt. So stieg die Zahl der Betriebe mit 75 ha und mehr gegenüber 1999 auf 1.646, das sind 9,2 Prozent mehr als vor zwei Jahren. In der Größenklasse von 50 bis 75 ha ist dagegen ein Rückgang von 0,7 Prozent zu verzeichnen. Am stärksten rückläufig war die Zahl der Betriebe zwischen 20 bis 50 ha. Hier schieden 19 Prozent aus.

2001 wurden in Nordrhein-Westfalen insgesamt 53.649 Betriebe oder 4,8 Prozent weniger als 1999 gezählt. Im Rheinland ging die Zahl der Betriebe im gleichen Zeitraum um 5 Prozent zurück. 9.636 Betriebe in Nordrhein-Westfalen, davon 38 Prozent im Rheinland, bewirtschaften inzwischen 50 und mehr Hektar.

Die Flächenausstattung eines landwirtschaftlichen Betriebes ist nach wie vor ein wesentliches, aber kein entscheidendes Merkmal für die Existenzfähigkeit. Die Entwicklung in den einzelnen Größenklassen zeigt zwei unterschiedliche Richtungen: Größere Betriebe, die in erster Linie auf Flächenwachstum setzen, und kleinere Betriebe, die durch Besetzung von Marktnischen und Übergang zum Anbau von Sonderkulturen einen neuen Weg eingeschlagen haben. Bestätigt wird dies durch die Buchführungsergebnisse des letzten Wirtschaftsjahres, in dem Dauerkulturbetriebe mit Erdbeeren oder Obstbau in Verbindung mit Gemüseproduktion, zum Beispiel Spargel, einen überdurchschnittlichen Gewinn von über 3.100 EUR je ha erwirtschafteten.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Strukturwandel in der Landwirtschaft setzt sich 2001 weiter fort

Themen: Archiv,Pacht&Besitz — info @ 12:01

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt anlässlich der ‚Grünen Woche 2002‘ in Berlin mitteilt, zeigen die vorläufigen Daten der Agrarstrukturerhebung vom Mai 2001, dass die deutsche Landwirtschaft nach wie vor einen vielschichtigen Strukturwandel durchläuft.

Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe nimmt weiter kontinuierlich ab. In Deutschland gab es im Jahr 2001 rund 447.000 landwirtschaftliche Betriebe. Das sind rund 32 Prozent weniger als 1991. Die Betriebe bewirtschafteten eine landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) von 17,1 Mill. Hektar (ha). Die durchschnittliche Betriebsgröße hat sich im Zeitverlauf vergrößert und lag im Jahr 2001 bei 38,2 ha (1991: 26,1 ha). Im früheren Bundesgebiet beträgt die durchschnittliche Betriebsgröße im Jahr 2001 27,6 ha LF, in den neuen Ländern 182,3 ha LF (fast sieben Mal mehr).

70 von 100 ha LF wurden 2001 als Ackerland und hier vor allem zum Anbau von Getreide genutzt. Gegenüber 1991 wurde die Getreidefläche um 8 Prozent ausgeweitet, insbesondere auch in Folge der Preisausgleichszahlungen innerhalb der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Gemeinschaften (GAP). Dagegen war im gleichen Zeitraum der Anbau von Hackfrüchten (– 23 Prozent) und Futterpflanzen (– 22 Prozent) rückläufig.

Der Pachtflächenanteil in den landwirtschaftlichen Betrieben Deutschlands ist von 53 Prozent im Jahr 1991 auf knapp 64 Prozent im Jahr 2001 gestiegen, im früheren Bundesgebiet hauptsächlich durch die Übernahme von landwirtschaftlichen Flächen infolge der wachsenden Konzentration der landwirtschaftlichen Produktion in immer weniger Betrieben. In den neuen Ländern ist der Pachtanteil im Jahr 2001 mit rund 88 Prozent deutlich höher.

Die Viehbestände in Deutschland nehmen weiterhin ab. So hat sich die Zahl der Rinder von 1991 mit 17,1 Mill. Tieren auf 14,5 Mill. Tiere im Jahr 2001 verringert (– 15 Prozent). Im gleichen Zeitraum nahm der Schweinebestand nur um knapp ein Prozent ab und lag – nach einem Tiefststand von 23,7 Mill. Schweinen 1995 – im Jahr 2001 bei rund 25,9 Mill. Tieren.

Im Jahr 2001 ist auch die Zahl der Beschäftigten in den landwirtschaftlichen Betrieben weiter zurückgegangen. Mit betrieblichen Arbeiten waren im Jahr 2001 gut 1,3 Mill. Personen beschäftigt, 560 000 Personen weniger als 1991. Von den Beschäftigten waren rund 860.000 Familienarbeitskräfte (Betriebsinhaber und deren mit betrieblichen Arbeiten beschäftigte Familienangehörige), knapp 190.000 ständig beschäftigte und rund 275.000 nicht ständig beschäftigte familienfremde Arbeitskräfte, hier vor allem Saisonarbeitskräfte.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

Kontrolle von Sprühgeräten im Pflanzenschutz wird zur Pflicht

Themen: Archiv — info @ 10:01

Braunschweig (agrar.de) – Was für Feldspritzgeräte, die im Ackerbau eingesetzt werden, bereits seit 1993 gilt, wird ab dem 01. Mai 2002 auch für Sprühgeräte gelten: Im zweijährigen Turnus werden die Geräte, mit denen im Wein-, Obst- und Hopfenanbau Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden, in anerkannten Kontrollbetrieben auf den Prüfstand geschickt. Sie müssen in anerkannten Kontrollbetrieben auf verschleiß- und alterungsbedingte Mängel an Pumpen, Gebläsen und Düsen untersucht werden. Der technisch einwandfreie Zustand der Geräte wird durch eine Prüfplakette dokumentiert.

In Deutschland gibt es nach Angaben der der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) etwa 70.000 Sprühgeräte, mit denen Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden. Bisher wurden diese freiwillig geprüft.

Neue Sprühgeräte werden überwiegend ab Werk mit einer gültigen Plakette ausgeliefert, andernfalls müssen diese spätestens 6 Monate nach Inbetriebnahme zur Kontrolle. Bis spätestens 30. April 2003 sollen alle Geräte im Hopfen- und Obstbau erstmals überprüft sein, im Weinbau ist die Übergangsfrist um ein Jahr verlängert. Geräte, die bereits vor Mai 2002 kontrolliert werden, müssen erst wieder 2005 überprüft werden.

Ziel ist, nur technisch einwandfreie Geräte einzusetzen, damit Pflanzenschutzmittel exakt dosiert und zielgerichtet ausgebracht werden können. Die gesetzliche Pflicht ergibt sich aus der Pflanzenschutzmittelverordnung vom 09. November 2001. Die Richtlinie und weitere Informationen zur Kontrolle von Pflanzenschutzgeräten können im Internetangebot der BBA abgerufen werden.

Links zum Thema Pflanzenschutz.

Niederlande wichtigster Handelspartner bei Nahrungsmitteln

Themen: Archiv — info @ 10:01

Wiesbaden – Wie das Statistische Bundesamt anlässlich der ‚Grünen Woche 2002‘ in Berlin mitteilt, importierte Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen im Zeitraum Januar bis Oktober 2001 Nahrungs- und Genussmittel (ohne lebende Tiere) im Wert von 32,2 Mrd. Euro und exportierte solche Produkte im Wert von 22,2 Mrd. Euro. Damit hatten Nahrungs- und Genussmittel einen Anteil von 7,0 Prozent an den gesamten Einfuhren Deutschlands, bei den Ausfuhren betrug der Anteil 4,2 Prozent.

Die wichtigsten Güter bei der Einfuhr von Nahrungs- und Genussmitteln waren in den ersten zehn Monaten des Jahres 2001 Obst und Südfrüchte (3,8 Mrd. Euro), Fleisch- und Fleischwaren (3,4 Mrd. Euro), Gemüse (2,7 Mrd. Euro) sowie Butter, Milch und Käse (2,2 Mrd. Euro).

Die wichtigsten Ernährungsgüter bei der Ausfuhr waren in diesem Zeitraum die zuvor genannten Molkereiprodukte (3,5 Mrd. Euro) sowie Fleisch- und Fleischwaren (2,3 Mrd. Euro).

Wichtigster Handelspartner Deutschlands im Bereich der Nahrungs- und Genussmittel (ohne lebende Tiere) waren im bisherigen Verlauf des Jahres 2001 – wie schon im Vorjahr – die Niederlande. Von dort bezog Deutschland 18,6 Prozent (6,0 Mrd. Euro) dieser Waren und lieferte dorthin 14,3 Prozent (3,2 Mrd. Euro) Ernährungsgüter. An zweiter Stelle folgte Frankreich. Aus diesem Land stammten 10,7 Prozent (3,4 Mrd. Euro) aller importierten Nahrungs- und Genussmittel, während 11,9 Prozent (2,6 Mrd. Euro) dorthin exportiert wurden.

Links zum Thema Lebensmittel, Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

15. Januar 2002

DBV: Bio-Siegel muss vor allem den heimischen Bio-Bauern Marktchancen eröffnen

Themen: Archiv — info @ 14:01

Bonn/Berlin (agrar.de) – Anlässlich der heutigen Präsentation der Werbekampagne für das Bio-Siegel durch Bundesministerin Renate Künast äußerte der Deutsche Bauernverband (DBV) seine Hoffnung, dass durch die Kampagne in der Bevölkerung ein besseres Bewusstsein für die Wertigkeit der Lebensmittel erreicht wird. Zudem müsste die finanziell gut ausgestattete Werbekampagne allen Bio-Bauern gleichermaßen Nutzen bringen.

Der DBV forderte Ministerin Künast auf, mit dem Berufsstand auf die Novellierung der EU-Öko-Verordnung aus dem Jahre 1991 zu drängen, damit das Bio-Siegel nicht zu Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten der bisherigen Öko-Betriebe in Deutschland führe. Überall in der EU müsse die Umstellung des gesamten Betriebes Standard werden.

Der DBV hofft, dass mit dem neuen Bio-Siegel der Bio-Markt für Bauern in Deutschland einen Wachstumsschub erhält und neue Einkommensmöglichkeiten geschaffen werden.

Links zum Thema %url3%Verbände%/% Links zum Thema %url4%Bio-Landbau%/%.

Verbraucherpreise 2001 um 2,5 Prozent über dem Vorjahresstand

Themen: Archiv — info @ 13:01

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt auf Grund endgültiger Berechnungen mitteilt, ist der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2001 gegenüber 2000 um 2,5 Prozent gestiegen, nach + 1,9 Prozent im Jahr 2000 und + 0,6 Prozent im Jahr 1999. Dies ist die höchste Jahresteuerungsrate seit 1994 (+ 2,7 Prozent).

Im Dezember 2001 stieg der Preisindex gegenüber Dezember 2000 um 1,7 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat ergibt sich eine Zunahme von 0,1 Prozent. Die Schätzung für Dezember 2001 auf Grund der Ergebnisse aus sechs Bundesländern wurde damit bestätigt.

In den Vormonaten November und Oktober 2001 sind die Preise im Vorjahresvergleich um 1,7 Prozent bzw. 2,0 Prozent gestiegen. Seit dem Höchststand im Mai 2001 (+ 3,5 Prozent) ist die Jahresteuerungsrate damit stetig zurückgegangen. Noch immer haben Heizöl und Kraftstoffe einen deutlich preishemmenden Effekt. Der Preisrückgang für leichtes Heizöl betrug im Jahresvergleich 28,1 Prozent, binnen Monatsfrist sanken die Heizölpreise um 7,9 Prozent. Auch die Kraftstoffpreise fielen wieder sowohl im Vergleich zum Vorjahr (– 6,7 Prozent) als auch zum Vormonat (– 0,6 Prozent). Die Veränderungsrate für den Gesamtindex ohne Heizöl und Kraftstoffe lag gegenüber dem Vorjahresmonat bei + 2,3 Prozent.

Die Preise für Nahrungsmittel sind weiterhin überdurchschnittlich gestiegen (+ 5,3 Prozent gegenüber Dezember 2000). Der Höhepunkt des Preisanstiegs scheint allerdings überschritten zu sein. So lag die Jahresteuerung von Fleisch und Fleischwaren im Juni noch bei 9,7 Prozent und ist seitdem auf 7,6 Prozent zurückgegangen. Weiterhin hervorzuheben sind die Teuerungsraten für Fische und Fischwaren (+ 6,9 Prozent) sowie für Molkereiprodukte und Eier (+ 7,8 Prozent). Unter den Nahrungsmitteln waren lediglich Kaffee, Tee, Kakao (– 0,3 Prozent) günstiger als im Dezember 2000.

Für das frühere Bundesgebiet ergab sich im Jahresdurchschnitt 2001 eine Preissteigerungsrate von 2,3 Prozent. Der Dezember 2001 weist im Vorjahresvergleich eine Teuerungsrate von 1,6 Prozent auf. Im Vergleich zum November 2001 stieg der Index um 0,1 Prozent. Für die neuen Länder und Berlin-Ost wurde für das Jahr 2001 eine Teuerungsrate von 2,9 Prozent ermittelt. Die Steigerung von Dezember 2001 gegenüber Dezember 2000 liegt bei 2,2 Prozent. Der Index für die neuen Länder und Berlin-Ost stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

Künast startet Infokampagne “ Bio-Produkte haben’s drauf „

Themen: Archiv — info @ 12:01

Berlin (agrar.de) – ‚Bio-Produkte haben’s drauf‘ ist der Slogan einer breit angelegten Informationskampagne für das von Bundesverbraucherministerin Renate Künast initiierte staatliche Bio-Siegel. ‚Das neue Bio-Siegel soll insbesondere mit Anzeigen, Plakaten und TV-Spots vorgestellt werden. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher ist das Siegel eine einfache und verlässliche Orientierungshilfe mit der Botschaft: Wo Bio drauf steht – ist auch Bio drin,‘ so Künast heute in Berlin. Ziel der Kampagne sei es, das Bio-Siegel möglichst rasch bekannt zu machen und auch Landwirte, Verarbeiter und den Handel zu motivieren, Öko-Produkte mit dem Siegel zu kennzeichnen.

Das neue staatliche Bio-Siegel für ökologische Produkte hat gute Voraussetzungen für eine breite Durchsetzung. Insgesamt 60 Prozent der Verantwortlichen in den Firmenzentralen der Nahrungsmittel-Branche sehen in dem Bio-Siegel ein wichtiges Element für die Akzeptanz von Produkten des ökologischen Landbaus, so eine Repräsentativ-Befragung der unabhängigen Hamburger BIK-Umfrageforschung im Auftrag des Bundesverbraucherministeriums. Impulse für eine steigende Nachfrage nach ökologischen Nahrungsmitteln durch die Informationskampagne erwarten insgesamt 64 Prozent der Befragten.

Die Informationskampagne mit einem Etat von 7,5 Millionen Euro startet am 18. Februar mit einer bundesweiten Plakatierung. TV-Informations-Spots werden in drei Intervallen von Ende Februar bis Ende Mai gesendet. Anzeigen in Publikums- und Fachzeitschriften erscheinen bis Ende Oktober 2002. Darüber hinaus sorgen Presse- und PR-Aktivitäten für einen regelmäßigen und aktuellen Informationsaustausch mit den Medien. Auf der Web-Site www.bio-siegel.de können weiterführende Informationen zum Bio-Siegel abgerufen werden.

Links zum Thema Lebensmittelqualität.

14. Januar 2002

Mecklenburg-Vorpommern: Schweinebestand leicht gestiegen

Themen: Archiv — info @ 16:01

Lübstorf/Schwerin (agrar.de) – Bei der Einweihung einen neuen Schweinemaststall für 1.900 Tiere würdigte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus die Tierproduktion des Bundeslandes. ‚Jede Investition, die Arbeitsplätze sichert, ist zu begrüßen‘, so Backhaus. ‚Wichtig ist aber auch, dass solche Investitionen von den Dorfbewohnern akzeptiert und anerkannt werden, deshalb ist eine weitreichende Aufklärung der Bevölkerung weiterhin notwendig‘, erklärt der Minister im Hinblick auf den Tag der offenen Tür, der am Nachmittag in diesem Schweinestall durchgeführt wird.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden in den letzten 2 Jahren 7 Anlagen neu gebaut und 26 Ställe modernisiert. Mit diesen Investitionen sind 40.000 Mastplätze und 6.000 Sauenplätze geschaffen worden. Nach Inbetriebnahme der neuen Ställe wurden die alten maroden und den modernen Anforderungen nicht entsprechenden Ställe geschlossen. Weitere 5 Projekte befinden sich in der Bauplanungsphase bzw. im laufenden Genehmigungsverfahren. Hiermit werden zusätzlich ca. 40.000 Mast- und 5.000 Sauenplätze sowie 13.500 Aufzuchtplätze geschaffen.

Nach einem starken Rückgang des Schweinebestandes in den Jahren 1989 bis 1991 um ca. 50 Prozent nahm der Bestand bis 1996 weiter kontinuierlich ab. Seit 1997 ist eine Stabilisierung bzw. leichte Erhöhung eingetreten, die nur durch das Auftreten der Schweinpest Schwankungen unterworfen war. Im November 2001 wurden im Lande 683.400 Schweine gehalten. Damit erhöhte sich der Bestand im Vergleich zu 1998 mit 614.000 Tieren (2000: 659.000 Tieren) um 11 Prozent.

Der Versorgungsgrad bei Schweinefleisch beträgt 60 Prozent. Auch im Hinblick auf die Auslastung der Schlachthöfe wäre eine Erhöhung des Schweinebestandes denkbar.

Bevor eine Schweineproduktionsanlage gebaut werden kann, müssen umfangreiche Genehmigungsverfahren durchlaufen werden, in denen die Einhaltung bestehender rechtlicher Rahmenbedingungen bezüglich des Natur-, Umwelt- und Tierschutz, der Tierhaltung, Hygiene und des Düngemittelrechts geprüft werden. Die im Bundesimmissionsschutz- und Umweltverträglichkeitsgesetz festgelegten Werte dienen dem Schutz der Menschen, Tiere und Pflanzen, dem Boden, des Wassers und der Atmosphäre sowie Kultur- und sonstigen Sachgütern vor schädlichen Umwelteinflüssen, wozu auch Luftverunreinigungen, Geräusche und Erschütterungen gehören.

Die Genehmigungsverfahren sollen weiterhin sicher stellen, dass die Anliegen und Bedenken aller Beteiligten umfassend berücksichtigt werden.

Das Ziel Mecklenburg-Vorpommerns sei es, eine nachhaltige Schweineproduktion zu entwickeln, die im Einklang mit ökologischen, ökonomischen und sozialen Interessen steht. In diesem Sinne unterstütze das Land den Aufbau einer modernen, leistungsstarken und zukunftsorientierten Schweineproduktion.

Links zum Thema Schweine, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

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