03. Januar 2002

Bundesprogramm Ökologischer Landbau gestartet

Themen: Archiv — info @ 14:01

Berlin (agrar.de) – ‚Mit den ersten Ausschreibungen von Fördermaßnahmen startet unser neues Bundesprogramm Ökologischer Landbau‘, erklärte Bundesverbraucherministerin Renate Künast in Berlin. ‚Wer gute Ideen und Konzepte hat, kann sich bewerben und findet alle aktuellen Informationen dazu auf unseren neuen Internetseiten.‘

Die Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hat mit der Umsetzung des Programms begonnen. Erste Ausschreibungen zur Umsetzung einzelner Maßnahmen wurden heute im Internet bekannt gegeben; weitere Ausschreibungen folgen im Laufe des Jahres.

Die eigens dafür eingerichtete Internetseite www.bundesprogramm-oekolandbau.de dient als zentrale Plattform. Dort finden sich alle Informationen und Termine rund um das Bundesprogramm Ökologischer Landbau. Ausschreibungstexte zu den einzelnen Maßnahmen werden umgehend zum Download auf diesen Seiten zur Verfügung gestellt. Wer stets den aktuellen Stand der Ausschreibungen erfahren möchte, trägt sich auf dieser Internetseite am besten sofort für den Bezug des Newsletter ein. Er wird dann automatisch per Email über aktuelle Ausschreibungen, Termine und sonstige Neuigkeiten rund um das Bundesprogramm informiert.

‚Ich bin überzeugt, dass wir den Ökolandbau mit diesem Programm zügig voran bringen werden‘, so Künast. Das Programm ist 2002 und 2003 mit jeweils 35 Millionen Euro ausgestattet. Es soll zu einem gleichgewichtigen und dynamischen Wachstum von Angebot und Nachfrage der Bio-Produkte beitragen. Die vorgesehenen Maßnahmen werden daher auf allen Ebenen von der Erzeugung bis zum Verbraucher ansetzen. Sie sollen die bereits begonnene Einführung des Bio-Siegels und die verbesserten Förderbedingungen für den Ökolandbau umfassend ergänzen.

Dokument Bundesprogramm Ökologischer Landbau (PDF, 318 kB), Ausschreibung Informationsveranstaltungen zum Ökologischen Landbau für aktive Landwirte und deren Mitarbeiter (PDF, 85 kB), Ausschreibung %url5%Zentrales Internetportal ‚Ökologischer Landbau’%/% (PDF, 88 kB),

Links zum Thema %url2%Bio-Landbau%/%,

Arbeitsmarkt 2001: Verlierer Bau- und Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 12:01

Wiesbaden (agrar.de) – Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hatten im Durchschnitt des Jahres 2001 rund 38,8 Mill. Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland, 55.000 Personen (+ 0,1 %) mehr als ein Jahr zuvor.

Das ist zwar der höchste Beschäftigungsstand seit der Wiedervereinigung Deutschlands, allerdings kam die seit Herbst 1997 anhaltende Beschäftigungszunahme im Laufe des Jahres 2001 zum Stillstand. Im Jahresdurchschnitt 2000 stieg die Erwerbstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr noch um 625.000 Personen oder 1,6 Prozent und davor um 1,2 Prozenmt (1999) bzw. 1,1 Prozent (1998).

Nach Wirtschaftsbereichen entwickelte sich die Erwerbstätigkeit sehr unterschiedlich: Im Vergleich zum Vorjahr fielen im Jahr 2001 die Beschäftigungsgewinne in den Dienstleistungsbereichen deutlich schwächer und die Arbeitsplatzverluste in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Baugewerbe stärker aus.

In der Land- und Forstwirtschaft sank die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent, im Baugewerbe verschärfte sich der seit dem Jahr 1996 anhaltende Beschäftigungsabbau weiter (– 5,0 Prozent). Die Beschäftigungsexpansion in den Dienstleistungsbereichen konnte die Arbeitsplatzverluste in den anderen Wirtschaftsbereichen im Jahr 2001 ausgleichen.

Begleitet war die Entwicklung der Erwerbstätigkeit nach Wirtschaftsbereichen seit der Wiedervereinigung Deutschlands von einem bemerkenswerten Strukturwandel:

Im Jahresdurchschnitt 2001 hatten mehr als zwei Drittel aller Erwerbstätigen ihren Arbeitsplatz in den Dienstleistungsbereichen. Der Anteil der hier Beschäftigten in Relation zur gesamten Erwerbstätigkeit erhöhte sich von 59,2 Prozent im Jahr 1991 auf 68,8 Prozent im letzten Jahr.

Im primären und sekundären Bereich hat sich der Erwerbstätigenanteil entsprechend kontinuierlich verringert: Waren in der Land- und Forstwirtschaft 1991 noch 4,0 Prozent aller Erwerbstätigen beschäftigt, lag der Anteil im Jahr 2001 nur bei 2,4 Prozent. Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) sank im gleichen Zeitraum der Beschäftigtenanteil um 7,4 Prozentpunkte und zwar von 29,4 Prozent im Jahr 1991 auf 22,0 Prozent im Jahr 2001. Im Baugewerbe hat sich der Anteil der Erwerbstätigen nach seinem höchsten Beschäftigungsstand (8,6 Prozent der Erwerbstätigen) im Jahr 1995 kontinuierlich verringert und lag 2001 mit 6,8 Prozent um 0,5 Prozentpunkte niedriger als im Jahr 1991.

Zahlen zum Arbeitsmarkt Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei:

Beschäftigte Personen; Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum (in Prozent); Anteil an den Erwebstätigen insgesamt (in Prozent) 1997: 991.000; -1,7; 2,7 1998: 994.000; 0,3; 2,6 1999: 973.000; -2,1; 2,6 2000: 962.000; -1,1; 2,5 2001: 938.000; -2,5; 2,4

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Thema Arbeitsmarkt.

Dietzel: Schwierige Zeit für die Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 11:01

Hessischer Landwirtschaftsminister übernimmt Vorsitz in der Agrarministerkonferenz

Wiesbaden (agrar.de) – Zum 1. Januar 2002 hat der Hessische Minister für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten Wilhelm Dietzel den Vorsitz in der Agrarministerkonferenz (AMK) von Brandenburg übernommen. ‚Für Hessen fällt der einjährige Vorsitz in der Agrarministerkonferenz in eine für die Landwirtschaft schwierige Zeit‘ sagte Dietzel, der seinem Brandenburger Amtskollegen Wolfgang Birthler für die Vorbereitung, Durchführung und Organisation der letztjährigen Agrarministerkonferenzen dankte.

Im Juni 2001 sei ein gemeinsames Eckpunktepapier beschlossen worden, das die Neuausrichtung der Agrarpolitik durch Einbeziehung von mehr Verbraucherschutz-, Umweltschutz-, Naturschutz- und Tierschutz-Aspekten beinhalte. ‚Ich gehe weiter davon aus, dass wir die Umsetzung dieser Eckpunkte gemeinsam angehen müssen, um unterschiedliche Auffassungen möglichst auszuräumen‘, nannte Dietzel als Beispiel.

Es werde ein Bundesprogramm Ökolandbau geben, das mit den Ländern noch nicht abgestimmt worden sei. Zudem habe das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft einen Wettbewerb ‚Regionen aktiv-Land gestaltet Zukunft‚ ausgeschrieben, in dem Regionen wesentliche Inhalte der neuen Verbraucher- und Agrarpolitik aufgreifen und zu einem integrierten regionalen Entwicklungskonzept zusammenführen sollen. Den Länderagrarverwaltungen sei dabei bislang noch wenig Mitbestimmung zugebilligt worden.

‚Insgesamt vermisse ich für die Erfüllung der wesentlichsten Eckpunkte noch ein gemeinsames Konzept zwischen Bund und Ländern, dazu einen für alle akzeptablen Zeitplan. Hier liegt nach meinem Dafürhalten eine der Aufgaben der AMK für das Jahr 2002‘, skizzierte der amtierende Vorsitzende Dietzel.

Auch bei teilweise unterschiedlichen Positionen müsse es gelingen, für alle Beteiligten tragfähige Lösungen zu finden. ‚Dazu müssen wir mit aller Energie, aller Kreativität und allem Mut Mittel und neue Wege suchen‘, betonte Dietzel. In ein bis zwei Jahren werde der Höhepunkt der jetzigen Agrarpolitik erreicht sein, zeigte sich der Minister überzeugt. Auf längere Sicht seien nach seiner Überzeugung weder der finanzielle Umfang noch die Komplexität und Bürokratisierung – gerade auch der EU-Agrarförderung – auf dem derzeitigen Niveau aufrechtzuerhalten. ‚Wir müssen neue Wege in der Zukunft auch als Chance begreifen‘, forderte der Landwirtschaftsminister. ‚Ich möchte den Vorsitz über die AMK in den kommenden Monaten nutzen, gemeinsam in Gesprächen mit den Kolleginnen und Kollegen von Bund und Ländern Lösungen für die Zukunft der Landwirtschaft zu erarbeiten.‘

02. Januar 2002

Thüringen: Bio-Siegel mit wenig Akzeptanz

Themen: Archiv — info @ 14:01

IHK fordert klare Abgrenzungskriterien

Erfurt (agrar.de) – Das neue deutsche Bio-Siegel für ökologisch hergestellte Lebensmittel findet bisher nur wenig Akzeptanz bei Thüringer Firmen. Das stellte die IHK Erfurt als Ergebnis einer Umfrage unter 142 Unternehmen der Nahrungsgüterindustrie fest.

‚So lange der Gesetzgeber keine klare Abgrenzung zu den bisher benutzten regionalen Öko- und Bio-Marken vornimmt, ist die Industrie äußerst zurückhaltend‘, schätzt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser ein. Nur 15 Prozent der Befragten versprechen sich vom Bio-Siegel eine höhere Nachfrage beim Verbraucher. 62 Prozent der Betriebe stellen weder beim Handel noch beim Konsumenten übermäßiges Interesse fest.

Das Bio-Siegel schreibt Mindestanforderungen vor, wie und mit welchen Rohstoffen produziert werden darf. Es soll für den Verbraucher Markttransparenz und -klarheit für ökologisch hergestellte Lebensmittel schaffen und dazu beitragen, ein entsprechendes Angebot zu sichern.

‚Die Verwendung des Bio-Siegels muss künftig kontrolliert werden, um abzusichern, dass ‚Öko‘ drin ist, wo ‚Öko‘ drauf steht‘, fordert Grusser Konsequenzen vom Gesetzgeber.

Links zum Thema Lebensmittelqualität und -kontrolle, Links zum Bundesland Thüringen.

In eigener Sache: Umfrage – Gewinner

Themen: Archiv — info @ 10:01

Rheine-Mesum (agrar.de) – Die Gewinner der Verlosung im Rahmen der letzten Umfrage sind:

– Bernfried Wiewiora, 26125 Oldenburg – Ilse Galle, 32257 Bünde – B. + H. Schulze-Mastrup, 48369 Saerbeck

Allen Lesern von @grar.de Aktuell wünschen wir ein erfolgreiches und glückliches neues Jahr 2002!

Neue Vorschriften zur Rindfleischetikettierung

Themen: Archiv — info @ 10:01

Weitere Informationen für die Verbraucher

Brüssel (agrar.de) – Seit dem 1. Januar 2002 gelten in der EU verbindliche Etikettierungsregeln für Rindfleisch, um die Verbraucher noch genauer über die angebotene Ware zu informieren. Zusätzlich zum Ort der Schlachtung und der Zerlegung muss jetzt auf den Rindfleischetiketten auch genau angegeben sein, wo die Tiere geboren und gemästet wurden.

Zu den neuen Vorschriften erklärte Franz Fischler, Kommissar für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Fischerei: ‚Dies ist ein wichtiger Schritt zum lückenlosen Herkunftsnachweis von Rindern und Rindfleisch in der EU. Die neuen Etikettierungsvorschriften werden weiter dazu beitragen, das Vertrauen der Verbraucher in Rindfleisch wiederherzustellen.‘ David Byrne, Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, erklärte: ‚Das Etikett ist eine Garantie für Verbraucher, die Herkunft ihres Fleisches vom Bauernhof bis zu einem Supermarkt oder einer Metzgerei zu verfolgen. Dies trägt erheblich zu Verbrauchervertrauen bei und gibt dem Verbraucher eine klare Wahlmöglichkeit.‘

Ab sofort muss das Rindfleischetikett folgende Angaben enthalten:

– Mitgliedstaat oder Drittland, in dem das Tier geboren wurde, – sämtliche Mitgliedstaaten oder Drittländer, in denen die Mast erfolgte, – eine Bezugsnummer, die den Zusammenhang zwischen dem Fleisch und dem Tier bzw. den Tieren herstellt, – ‚Geschlachtet in (Name des Mitgliedstaats oder Drittlandes) / (Zulassungsnummer des Schlachthofs)‘, – ‚Zerlegt in (Name des Mitgliedstaats oder Drittlandes) / (Zulassungsnummer des Zerlegungsbetriebs)‘,

Stammt das Fleisch von Tieren, die in ein und demselben Mitgliedstaat bzw. Drittland geboren, gemästet und geschlachtet wurden, kann die Angabe als ‚Herkunft: (Name des Mitgliedstaats bzw. des Drittlands)‘ gemacht werden.

Bei Hackfleisch muss das Etikett folgende Angaben enthalten:

– Code zum Herkunftsnachweis, – Mitgliedstaat, in dem die Schlachtung des Tiers bzw. der Tiere erfolgte, – Mitgliedstaat, in dem das Hackfleisch zubereitet wurde, – Herkunftsmitgliedstaat bzw. -mitgliedstaaten, wenn die Zubereitung in einem anderen Mitgliedstaat erfolgte.

Soweit von den Mitgliedstaaten zugelassen, können die Betriebe zusätzliche Angaben auf dem Etikett machen, z.B. über die Rindfleischkategorien.

Links zum Thema Lebensmittel.

01. Januar 2002

In eigener Sache: Neues Kommunikationsprojekt

Themen: Archiv — info @ 15:01

Rheine-Mesum (agrar.de) – Mit dem Landfrauen-Forum startet der Online-Informationsdienst @grar.de heute ein neues Kommunikationsprojekt für den ländlichen Raum.

Das Projekt enstand auf Initiative des Bäuerinnentreffs, in dem sich Landfrauen – bislang über eine Mailingliste – zu allen Themen der bäuerlichen Alltags austauschen. Treff-Gründerin Therese ‚Reserl‘ Fisch: ‚Aufgrund der starken Resonanz auf die Idee, über das Internet zu kommunizieren, gerät der Bäuerinnentreff an technische Grenzen. Mit dem neuen Diskussionsforum eröffnen sich verbesserte Möglichkeiten, die Kommunikation zu strukturieren und weiter auszubauen‘.

Die Technik des neuen Diskussionsforums hat sich bereits als robust und anpassungsfähig erwiesen: seit Februar 2001 besteht das @grar.de Pferdeforum, das mit derzeit knapp 1.400 Mitgliedern zu einem der beliebtesten Treffpunkte der Reiter-, Fahrer- und Pferdezuchtfreunde geworden ist. Zeitgleich besuchen bis zu über 100 Mitglider und Gäste das Diskussionsforum, mehr als 200.000 Beiträge wurden seit dem Start des Pferdeforums verfaßt.

‚Die Diskussionsforen werden von den Mitgliedern selbst verwaltet und moderiert‘ betont Alfons Deitermann, Herausgeber von @grar.de, ’nur so kommt die Kommunikation wirklich in Gang‘. Für die nächsten Monate sind weitere Foren geplant, die sich – zum Teil als geschlossene Benutzergruppen – besonders dem Agrar-Umwelt-Bereich widmen sollen.

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