10. Dezember 2001

EU-Parlament will Bienehaltung fördern

Themen: Archiv,Bienen — info @ 12:12

Luxembourg (agrar.de) – Der Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung des EU-Parlaments fordert ein Paket von Schutzmaßnahmen zugunsten von Bienen und Imkern. Die Abgeordneten sind der Auffassung, dass die gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1221/97 aufgelegten Programme in qualitativer und quantitativer Hinsicht unzureichend sind. Fortbestehende Strukturmängel bei der Erzeugung und Vermarktung von Honig machten Sofortmaßnahmen notwendig.

Aufgrund des hohen therapeutischen Wertes und Nährwerts soll die Produktion von Honig durch Absatzförderungsmaßnahmen und Vermarktungsbeihilfen unterstützt werden. Die Bekämpfung von Varoatose und anderer Bienenkrankheiten soll im Rahmen der Veterinärpolitik unterstützt werden. Außerdem soll eine Prämie für die Bestäubung von Bienenstöcken eingeführt werden. Die Mitgliedstaaten werden aufgefordert, bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln deren Auswirkungen auf Bienen zu berücksichtigen.

Der ausführlichen Bericht als Word-Dokument, Links zum Thema %url3%Bienen%/%.

Mecklenburg-Vorpommern: Moorschutz macht Fortschritte

Themen: Archiv — info @ 10:12

Tribsees/Schwerin (agrar.de) – Mit dem Einsetzen der letzten Bohle durch Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling wurde heute in Tribsees, Landkreis Nordvorpommern, das Projekt ‚Moorrenaturierung Grenztalmoor‘ offiziell abgeschlossen. Nach zweijähriger Laufzeit konnte damit das erste, im Rahmen des Landesmoorschutzprogramms begonnene Renaturierungsvorhaben, erfolgreich abgeschlossen werden. Auf einer Fläche von 600 Hektar kann sich nun wieder ein funktionierendes Ökosystem Moor mit seiner typischen Pflanzen- und Tierwelt entwickeln.

In seinem Grußwort bezeichnete Minister Methling das im März 2000 verabschiede Landesmoorschutzprogramm als ‚ein integriertes Programm, das Nutzern und Schützern gleichermaßen zu Gute kommt. Denn bei der Umsetzung des Programms werden konsequent zwei Zielsetzungen verfolgt: Landwirten wird der freiwillige Rückzug aus ökonomisch nicht mehr rentablen landwirtschaftlichen Flächen ermöglicht und mit der Renaturierung werden Voraussetzungen für ein erneutes Moorwachstum geschaffen. In diesem Sinne ist es ein Programm zum Schutz des Bodens, des Wassers, des Klimas und auch der Bauern. Weil es sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll ist, findet das Programm große Akzeptanz und die Fortschritte. die bei seiner Umsetzung erreicht wurden, können sich sehen lassen. Derzeit laufen 6 Renaturierungsprojekte, die im nächsten Jahr abgeschlossen werden, 5 weitere stehen kurz vor dem Beginn. Mit diesen 11 Projekten (Gesamtkosten 9,7 Mio. DM) werden rund 2.500 Hektar entwässerte Moorflächen wieder renaturiert. Noch in diesem Jahr könnten durch den Moorbeirat 7 neue Renaturierungsprojekte bewilligt werden.‘

Auch bei der Renaturierung des Grenztalmoores habe sich das Prinzip der Freiwilligkeit bewährt, so Minister Methling. Er dankte den 5 Landwirtschaftsbetrieben im Projektgebiet, die einen Teil ihrer Flächen zur Verfügung gestellt und damit die Renaturierungsmaßnahme ermöglicht haben. Gleichzeitig würdigte er die engagierte Mitarbeit der Gemeinden, des Landkreises Nordvorpommern, der Wasser- und Bodenverbände, der Stiftung für Umwelt und Naturschutz M-V, des Staatlichen Amtes für Umwelt und Natur (StAUN) Stralsund, des Ingenieurbüros Umplan und der Landgesellschaft M-V mbH als Projektträger.

Ziel des rund 3 Mio. DM teuren Projektes ‚Moorrenaturierung Grenztalmoor‘ ist es, den Wasserstand auf einer Fläche von 600 Hektar in einer insgesamt 1.550 ha großen Moorniederung zu erhöhen. Dazu sind alte Staueinrichtungen und Durchlässe in den Entwässerungsgräben ausgebaut und rund 2.000 Meter Entwässerungsgräben mit Torf verfüllt worden. Weiterhin wurden 43 Grabenverbaue (in Torf eingelassene Holzspundwände) errichtet und auf einer Fläche von 13 ha wurde das Dränagesystem abgestellt. Die Baumaßnahmen konnten Ende November 2001 abgeschlossen werden.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es Moore auf 290.000 ha, das entspricht 12 Prozent der Landesfläche. Davon sind 180.000 ha sehr tief entwässert, was negative Auswirkungen auf den Naturhaushalt zur Folge hat. Ziel des Moorschutzprogramms ist es, in den nächsten 20 Jahren rund 75.000 ha der wichtigsten Moore zu sanieren.

Links zum Thema Landschaft und Natur, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

07. Dezember 2001

VNU gründet Fachausschuss „Agrar- und Ernährungswirtschaft“

Themen: Archiv — info @ 15:12

Bad Homburg (agrar.de) – Der Verband für nachhaltiges Umweltmanagement (VNU) hat den Fachausschuss (FA) ‚Agrar- und Ernährungswirtschaft‘ gegründet. Die konstituierende Sitzung des Fachausschuss fand am 30.11.2001 im Kronenhof in Bad Homburg v.d.H. statt.

Die anwesenden Fachleute aus Wissenschaft, Forschung und Praxis waren sich einig, nicht nur die Landwirtschaft, sondern den gesamten Agrar- und Ernährungsbereich bei Umweltmanagementfragen zu berücksichtigen.

Der FA ‚Agrar- und Ernährungswirtschaft‘ strebt an:

– konkrete Hilfestellungen zur Verbesserung der Umweltleistung im Agrarbereich zu geben (u.a. mit Branchenleitfäden sowie mit sog. ‚Öko-Checks‘ und auch mit integrierten Ansätzen)

– Lobbyarbeit und Politikberatung zum Thema Umweltmanagement zu betreiben (‚vor- und vorausdenken‘)

– Veranstaltungen, Besichtigungen und Schulungen zu initiieren, organisieren, durchzuführen oder mitzugestalten

– Best-Practice-Beispiele und Modellprojekte insbesondere zum ‚Agrar-Öko-Audit‘ entwickeln zu helfen und zu dokumentieren

– einen Info-Pool mit Dokumentaionszentrum zum Umweltschutz und zur Umweltvorsorge, resp. zum Umweltmanagement, für den Agrarbereich aufzubauen

– Erfahrungsaustausch und Know-How-Transfer für die FA-Mitglieder zu realisieren.

Information und Kontakt: Edmund A. Spindler, Nansenweg 3, 59077 Hamm, Tel.: 02381-405550, Fax: 02381-405551, E-Mail.

Informationsseite zum Agrar-Öko-Audit.

In eigener Sache: Das @grar.de Baseball-Cap

Themen: Archiv — info @ 13:12

Rheine-Mesum (agrar.de) – Für alle, die gern ‚Farbe bekennen‘ gibt ab sofort es das @grar.de-Cap!

Das Baseball-Cap in grauer Farbe (cool-grey) ist aus festem Baumwollstoff und vorne mit dem @grar.de Logo bestickt (vier Farben, wie oben auf unserer WWW-Seite sichtbar).

Solange der Vorrat reicht gibt es das @grar.de-Cap für 10 DM plus 5,50 DM in Briefmarken gegen Einsendung der eigenen Adresse an:

agrar.de – Info-Service Emskämpenweg 43 48432 Rheine.

Klärschlammverwertung: Wissenschaftler sehen weiteren Untersuchungs- und Forschungsbedarf

Themen: Archiv — info @ 11:12

Saarbrücken (agrar.de) – In der Frage, ob Klärschlämme weiter landwirtschaftlich verwertet werden dürfen, sieht sich der saarländische Umweltminister Stefan Mörsdorf durch die Einschätzung eines wissenschaftlichen Expertengremiums in seiner Position bestätigt. Mörsdorf hatte sich gegen ein pauschales Verbot der Klärschlammausbringung und für eine differenziertere Betrachtungsweise ausgesprochen. (unsere Meldung)

Die jetzt vorliegenden Ergebnisse einer gemeinsamen wissenschaftlichen Anhörung des Bundesumweltministeriums und des Bundesminsteriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) Ende Oktober diesen Jahres bestätigen diese Position. So heißt es in der Schlussbemerkung: ‚Als Tenor der Veranstaltung kann festgehalten werden, dass ein totales Verbot der Klärschlammverwertung sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt in Deutschland vom wissenschaftlichen Standpunkt aus nicht rechtfertigen lässt. Die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung sollte sich jedoch auf die Nutzung solcher Klärschlämme beschränken, die qualitativ sehr hochwertig sind. Es sollten Beurteilungskriterien genutzt bzw. geschaffen werden, die eine Düngemittel übergreifende und auf die Rahmenbedingungen der pflanzenbaulichen Nutzung hin ausgerichtete Bewertung und Risikoanalyse von Klärschlamm, Bioabfallkompost, Gülle und anderen Düngemitteln ermöglichen.‘

Untersuchungs- und Forschungsbedarf sehen die Wissenschaftler für folgende Bereiche: endokrin wirksame natürliche und synthetische Substanzen; Pharmazeutika, Kosmetika, Umwelt- und Abbauverhalten; Antibiotikaresistenzen, Verbreitungspotenzial durch Klärschlamm und durch Wirtschaftsdünger; Methodenentwicklung bei der Risikoanalyse; Methodenentwicklung bei der wirkungsbezogenen Analytik.

Links zum Thema Kompost und Klärschlamm.

NRW: Bericht zum ökologischen Zustand des Waldes

Themen: Statistik,Wald,Waldbericht — info @ 11:12

Ökosystem Wald bleibt durch Schadstoffbelastungen weiter instabil

Düsseldorf (agrar.de) – Der zweite Bericht zum ökologischen Zustand des Waldes dokumentiert, dass das Ökosystem Wald sehr labil bleibt. Es gibt keine Anzeichen für eine Erholung der Waldbäume. Die deutlichen Baumschäden haben zwar um 3 auf 27 Prozent abgenommen, dennoch ist das diesjährige Ergebnis nach dem letztjährigen Ergebnis das zweitschlechteste seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984. Die negative Tendenz der letzten Jahre setzt sich damit fort: 31 Prozent der Laubbäume (2000: 36 Prozent) und 22 Prozent der Nadelbäume (2000: 23 Prozent) sind deutlich geschädigt. Beobachtungen an der Bodenvegetation zeigen weiterhin die langfristigen Folgen der starken Bodenversauerung. Diese Ergebnisse beruhen auf umfassenden Erhebungen und ökologischen Analysen auf 25 Dauerbeobachtungsflächen und an rund 500 Stichprobenpunkten in den Wäldern des Landes.

Umweltministerin Bärbel Höhn: ‚Der dauerhaft instabile Zustand unserer Waldökosysteme und die ausbleibende Erholung der Waldbäume ist auf die hohen Stickstoff- und Säureeinträge zurückzuführen, die sich seit Jahrzehnten im Boden und in den Pflanzen angereichert haben. Deshalb kann nur die konsequente Verringerung der Schadstoffimmissionen aus dem Verkehr, aber auch aus konzentrierter Tierhaltung in der Landwirtschaft unsere Wälder mit ihren lebenswichtigen Funktionen für den Klimaschutz nachhaltig sichern. Diese Ergebnisse zeigen deutlich, dass wir sowohl mit der neuen Agrarpolitik, der naturnahen Waldwirtschaft und der Förderung regenerativer Energien richtig liegen und diese Maßnahmen weiter verstärken müssen. Die ökologische Steuerreform hat dazu beigetragen, dass der Benzinverbrauch in diesem Jahr bereits um 5 Prozent zurückgegangen ist. Die Einführung von schwefelfreiem Benzin zum 1. Januar 2003 ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.‘

Die Zahlen im Einzelnen: Die für den Wald insgesamt festgestellte Verbesserung um 3 Prozentpunkte beruht fast ausschließlich auf einem Rückgang der deutlichen Schäden bei der Buche um 14 auf 38 Prozent. Die meisten Buchen konnten sich nach dem starken Fruchtansatz des letzten Jahres wieder erholen. Das 1998 einsetzende Absterben einzelner Bäume in den Hochlagen Nordrhein-Westfalens durch Laubnutzholzborkenkäfer und Werftkäfer hat auch in diesem Jahr unverändert angehalten. Bislang sind diese Buchenschäden in Nordrhein-Westfalen auf wenige Regionen im südlichen Sauerland, Bergischen Land und in der Nordeifel begrenzt.

Der Zustand der Eiche hat sich, obwohl kein nennenswerter Eichenwickler- und Frostspannerfraß aufgetreten ist, erneut verschlechtert. Mit einem Anteil von 43 Prozent deutlicher Schäden (+ 6 Prozent) führt diese Baumart jetzt wieder die Schadensstatistik an.

Der Zustand der Nadelbäume hat sich kaum verändert. Bei der Fichte mussten jetzt insbesondere viele junge Bäume in die Vorwarnstufe ‚geringe Schäden‘ aufgenommen werden. Die Zahl der deutlich geschädigten Bäume hat sich um einen Punkt auf 23 Prozent verringert. Bei der Kiefer konnte ein Anstieg der deutlichen Schäden um 3 auf 20 Prozent festgestellt werden.

Umweltministerin Bärbel Höhn: ‚Der ökologische Zustandbericht ist eine wichtige Grundlage für politische Entscheidungen. Die EU-Verordnung nach der europaweit ein Umweltmonitoring im Wald durchgeführt wird, läuft Ende des Jahres aus und soll lediglich um ein Jahr verlängert werden. Da die Wälder der Europäischen Union weiterhin stark gefährdet sind, ist es absolut sinnvoll, das europäische Monitoring dauerhaft fortzusetzen.‘

In diesem Jahr wurde zum ersten mal die systematische Erfassung von sichtbaren Ozonsymptomen, ergänzt durch kontinuierliche Luftschadstoffmessungen, in den Zustandsbericht aufgenommen. Nach wie vor gibt es vor allem in den Hochlagen der Mittelgebirge in den Sommermonaten sehr hohe Ozonkonzentrationen. An Dauerbeobachtungsflächen im Eggegebirge, Sauerland und in der Nordeifel wurde die maximale Immissionskonzentration von Ozon im Zeitraum Juni bis August 2001 deutlich überschritten. Dadurch sind Ozonschäden an Waldrändern bei Wildpflanzen und bei empfindlichen Laubgehölzen wie der Buche und der Weide aufgetreten.

Der zweite aktuelle Situationsbericht enthält die Ergebnisse der landesweiten Kronenzustandserhebung – der früheren Waldschadenserhebung. Darüber hinaus umfasst er u.a. forstmeteorologische Messungen, Beobachtungen und Fallstudien zur Entwicklung des Bodenlebens und der Waldvegetation. Der vollständige Bericht mit detaillierten Informationen zum ökologischen Waldzustand 2001 kann im Internet abgerufen werden.

Links zum Thema Waldbericht, Links zum Bundesland %url3%Nordrhein-Westfalen%/%.

Miller: „Ständige Kürzungen unbefriedigend“

Themen: Archiv — info @ 10:12

Bonn (agrar.de) – Zur Sitzung des Bund-Länder-Planungsausschusses für Agrarstruktur und Küstenschutz (PLANAK) in Bonn teilt Landwirtschaftsminister Josef Miller mit:

‚Die ständigen Kürzungen bei der Gemeinschaftsaufgabe ‚Agrarstruktur und Küstenschutz‘ sind völlig unbefriedigend. Es ist der Bundesministerin Renate Künast nicht gelungen, die notwendigen Mittel sicherzustellen. Die Gemeinschaftsaufgabe wird um eine globale Minderausgabe von 80 Millionen Mark für das kommende Jahr gekürzt.

Zufrieden kann man mit der Verbesserung der Ausgleichszulage für Ackerfutter sein. Hier wurde endlich den ständigen Bemühungen aus Bayern Rechnung getragen, die Ackerfutterpflanzen in der Ausgleichszulage wieder dem Gründland gleichzustellen. Damit kann die Halbierung der Prämien für Ackerflächen, die 1999 gegen den Willen Bayerns eingeführt wurde, ab 2002 zumindest für Ackerfutter zurückgenommen werden.

Auf Kritik der unionsregierten Länder stießen die Vorschläge von Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast bei der Modulation. Der Bund will bekanntlich die Direktzahlungen einschließlich der Stärke- und Hopfenbeihilfe ab 2003 generell um zwei Prozent kürzen und dabei nur einen Freibetrag von 20 000 Mark berücksichtigen. Der Verwaltungsaufwand, den die Länder zu schultern haben, steht in keiner Relation zu den umverteilten Mitteln. Die Vorleistungen Bayerns im Bereich der Agrar-Umweltmaßnahmen in Höhe von jährlich über 800 Millionen Mark werden völlig außer Acht gelassen und die geringen Freibeträge belasten in der jetzt geplanten Höhe insbesondere bäuerliche Familienbetriebe. Bayern hat deshalb den Beschlussvorschlag abgelehnt.

Auch aus Brüssel ist wenig Positives zu hören. Wir sollten deshalb erst die Vorschläge aus Brüssel abwarten. Agrarkommissar Franz Fischler hat eigene Eckpunkte bereits für den Sommer 2002 angekündigt. Die Ministerrunde einigte sich in ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr auf die Fördergrundsätze, die vorbehaltlich der EU-Genehmigung im kommenden Jahr in Deutschland umgesetzt werden. Der Bund stellt für die Gemeinschaftsaufgabe voraussichtlich Mittel in Höhe von 1,7 Milliarden Mark bereit. Auf Bayern entfallen rund 313 Millionen Mark. Die Mittel fließen in den ländlichen Raum Bayerns, insbesondere in die Bereiche Agrarinvestitionsförderung, Flurbereinigung, Dorferneuerung und Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete. Einschließlich der Landesmittel stehen in Bayern rund 522 Millionen Mark zur Verfügung. Durch die Kürzung des Bundes fehlen Bayern einschließlich der Kofinazierungsmittel rund 25 Millionen Mark.‘

Links zum Thema Förderung.

Verbraucherpreise im November um 1,7 Prozent gestiegen

Themen: Archiv — info @ 09:12

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland im November 2001 gegenüber November 2000 um 1,7 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat ergibt sich ein Rückgang von 0,2 Prozent.

In den Monaten September und Oktober 2001 lagen die Steigerungsraten gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat bei 2,1 Prozent bzw. 2,0 Prozent. Die weiterhin rückläufige Jahresteuerungsrate ist vor allem auf die nochmals gesunkenen Preise für Heizöl und Kraftstoffe zurückzuführen.

Die Preise für Nahrungsmittel stiegen im November 2001 weiterhin überdurchschnittlich (+ 5,4 Prozent gegenüber November 2000). Teurer wurden vor allem Fleisch und Fleischwaren (+ 8,0 Prozent), Fische und Fischwaren (+ 7,3 Prozent), Molkereiprodukte und Eier (+ 7,8 Prozent) sowie Obst (+ 7,4 Prozent).

Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland ist im November 2001 gegenüber November 2000 um 1,5 Prozent gestiegen. Gegenüber Oktober 2001 sank der Index um 0,2 Prozent.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

06. Dezember 2001

DBV kritisiert PLANAK-Beschlüsse

Themen: Archiv — info @ 12:12

Berlin (agrar.de) – Viele Bundesländer wollen nicht mehr in die ‚2. Säule‘ investieren Die Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes‘ (GAK) scheint immer mehr von ihrer Zielsetzung der Agrarstrukturverbesserung abzugehen und zu einem Instrument der Umweltpolitik umfunktioniert zu werden. Dies lässt jedenfalls der Beschluss der Bund-Länder-Planungsausschuss Agrarstruktur und Küstenschutz (PLANAK) befürchten. Für den Deutschen Bauernverband (DBV) ist jedoch die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe von herausragender und vorrangiger Bedeutung; deshalb sollten die unverzichtbaren Instrumente der Investitionsförderung und Ausgleichszulagengewährung weiterentwickelt werden. Für den DBV ist vehement wichtig, dass die einzelbetriebliche Förderung für konventionelle wie für Betriebe des ökologischen Landbaus unter gleichen Bedingungen erfolgt. Alle Produktionsformen müssen sich in dem vom national und international geprägten Markt durchsetzen und die Umwelt- und Verbraucherschutzziele gleichermaßen erfüllen.

Der DBV kritisiert den Beschluss des PLANAK, das Aufgabenspektrum der Gemeinschaftsaufgabe erheblich zu erweitern, ohne dass dafür die erforderlichen Mittelansätze vorhanden sind. Entgegen dem Haushaltsentwurf der Bundesregierung werden die Bundesmittel für die Gemeinschaftsaufgabe 2002 um 60 Mio. DM auf 1,785 Milliarden gekürzt. Dazu kommt, dass von diesen 1,785 Milliarden DM eine ‚Globale Minderausgabe‘ von 80 Millionen DM abgeht, um zusätzliche Ausgaben in der Altershilfe der Landwirte gegenzufinanzieren.

Bereits im Kalenderjahr 2001 diente die Gemeinschaftsaufgabe im Zusammenhang mit der Bewältigung eines Teiles der BSE-Folgekosten zum Stopfen von Haushaltslöchern. Die Kürzung betrug 125 Mio. DM. Die Gemeinschaftsaufgabe, die zusammen mit den Agrarumweltmaßnahmen der Länder in Deutschland die sogenannte zweite Säule der Agrarpolitik darstellt, steht damit unter erheblichem finanziellen Druck. Die ‚Sättigungsgrenze‘ ist einer Reihe von Bundesländern erreicht oder sogar überschritten. Sechs Bundesländer, darunter vor allem Schleswig-Holstein und Niedersachsen, wollen die ihnen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur Verfügung stehenden Bundesmittel 2002 nicht ausschöpfen. Damit ist diesen Ländern selbst eine 60-prozentige Kofinanzierung mit Bundesmitteln angesichts knapper Länderfinanzressourcen und oder anderer Prioritätensetzung zu wenig, um Maßnahmen im Rahmen der zweiten Säule zu ergreifen. Noch drastischer dürfte sich dieser Widerspruch darstellen, wenn die vom PLANAK beschlossenen ‚Eckpunkte‘ zur Verwendung der Modulationsmittel umgesetzt und mit nationalen Mitteln kofinanziert werden sollen.

Information: Deutscher Bauernverband (DBV), Pressestelle, Reinhardtstraße 18, 10117 Berlin, Tel.: 030-31904-239, Fax: 030-31904-431, E-Mail.

Links zum Thema %url3%Förderung%/%.

Entwicklungsvorhaben Mittelrhein: Schutz durch Nutzung

Themen: Archiv — info @ 12:12

Boppard/Mainz (agrar.de) – Immer mehr Winzer im Mittelrheintal geben den Weinbau in Steil- und Steilstlagen auf. Das hat Folgen für die Umwelt. Weinbergsterrassen verbuschen, wärmeliebende Tiere und Pflanzen verlieren ihren Lebensraum, seltene Arten verschwinden, das Landschaftsbild verändert sich.

Dieser negativen Entwicklung soll das Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben Mittelrhein (‚Nachhaltige Entwicklung xerothermer Hanglagen am Beispiel des Mittelrheintales‘) entgegen wirken. Umweltministerin Margit Conrad stellte es gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundesamtes für Naturschutz, Professor Dr. Vogtmann, und dem Landesvorsitzenden der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie (GNOR), Professor Fischer, im Alten Rathaus in Boppard der Öffentlichkeit vor.

‚Unser zentraler Ansatz ist der Schutz der Landschaft durch Nutzung‘, erläuterte Umweltministerin Conrad die Philosophie des Erprobungs- und Entwicklungsvorhabens (E+E). Es gehe darum, die einzigartige Kulturlandschaft des Mittelrheintales zu erhalten. Schließlich schaffe sie den Lebensraum für bestandsgefährdete Tier- und Pflanzenarten, wie sie nur dort anzutreffen seien, zum Beispiel die Smaragdeidechse oder die Bopparder Schleifenblume. Ihre Existenz solle somit dauerhaft gesichert werden.

Mit den im Rahmen des E+E-Vorhabens erwarteten Ergebnissen soll modellhaft u.a. ein Beitrag zur Trendwende beim Artenrückgang geleistet werden. Ferner sollen zur Wiedereinführung der traditionellen Landnutzungen Wein- und Obstbau sowie Beweidung in Hüte- und Koppelhaltung beispielhaft neue Wege in der Förderung der Regionalvermarktung gegangen und die Akzeptanz für die ökologischen Wirtschaftsweisen bei den Landnutzern und der Bevölkerung hergestellt werden. Conrad und Vogtmann sehen in der beispielhaften Erarbeitung von Konzepten der nachhaltigen Kulturlandschaftsentwicklung eine notwendige Voraussetzung, um die biologische Vielfalt in Deutschland langfristig sichern und entwickeln zu können.

Die finanzielle Hauptlast des rund 2,8 Millionen Mark teuren Projekts tragen das Bundesamt für Naturschutz (1,3 Millionen Mark) und das Land (1,2 Millionen Mark). Die Stadt Boppard, der Kreis Neuwied, der Rhein-Hunsrück-Kreis, der Rhein-Lahn-Kreis und die GNOR beteiligen sich ebenfalls an den Kosten.

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