13. Dezember 2001

In China wächst der meiste Weizen

Themen: Archiv — info @ 11:12

Welt-Ernte erneut geringer als der Verbrauch

Hannover (agrar.de) – Weltweit der größte Weizenproduzent sind nicht die USA, ist auch nicht die Europäische Gemeinschaft, sondern China mit einer geschätzten Ernte in diesem Jahr von 94 Millionen Tonnen (t). Die EU auf dem zweiten Platz erntete mit 91,81 Millionen t nicht viel weniger als die Asiaten, während es für die USA mit 53,28 Millionen t nur für den dritten Platz reichte.

Nach den Zahlen, die der niedersächsische Landvolk-Pressedienst veröffentlichte steht Russland mit 44,5 Millionen t an vierter Stelle. Auf den weiteren Plätzen in der Erntestatistik folgen Australien (22,0 Millionen t), die Ukraine mit 21,0 Millionen t und Kanada (20,70 Millionen t) dicht aufeinander. Allein auf diese sieben Länder entfallen mit knapp 350 Millionen t fast zwei Drittel der weltweiten Weizenerzeugung, davon allein ein Sechstel auf China.

Gegenüber dem vergangenen Jahr wird die geschätzte Weizenernte der Saison 2001/2002 um 1,2 Prozent kleiner ausfallen. Starke Rückgänge sind vor allem in den USA mit einer um 12,3 Prozent kleineren Erntemenge und der EU mit 12,7 Prozent Minus zu verzeichnen, in Kanada betrug das Minus sogar 22,8 Prozent. Der weltweite Verbrauch wird damit zum dritten Mal in Folge niedriger sein als die erzeugte Menge. US-Statistiker gehen von einem Verbrauch in Höhe von 595,6 Millionen t aus, das sind 20 Millionen t weniger als die Erzeugung. Die Getreidereserven dürften dadurch um 12,8 Prozent auf 140,3 Millionen t sinken. Obwohl die globalen Getreidereserven am Ende der laufenden Saison auf dem niedrigsten Stand seit 1995/96 liegen dürften, werden die Hoffnungen der Weizenerzeuger auf eine nachhaltige Preiserholung vorerst nicht erfüllt. Zunächst hatten Fachleute nämlich mit einem stärkeren Rückgang der Vorräte gerechnet und daran die Erwartung steigernder Preise geknüpft. Vor allem in Russland, der Ukraine und Kasachstan ist die Ernte aber deutlich besser ausgefallen als zunächst geschätzt.

Gegen die weltweite Entwicklung haben Deutschlands Bauern in diesem Jahr mehr Weizen geerntet als im vergangenen Jahr. Mit 22,8 Millionen t fiel die Erzeugung gegenüber 21,5 Millionen t im Vorjahr trotz kleinerer Anbaufläche um 5,7 Prozent größer aus. Ursache sind die deutlich höheren Erträge aufgrund günstiger Witterungsbedingungen während der gesamten Vegetation. In diesem Jahr wurden durchschnittlich 78,7 Dezitonnen (dt) pro Hektar (ha) gedroschen gegenüber 72,9 dt im vergangenen Jahr. In fast allen anderen EU-Ländern stand ein Minuszeichen vor der Ertragsentwicklung. Nach Frankreich mit einer Erntemenge von 31,3 Millionen t ist Deutschland der zweitgrößte Weizenerzeuger in der EU. Zusammen mit Großbritannien (12 Millionen t) erzeugen diese drei Länder drei Viertel der gesamten Weizenmenge in der Gemeinschaft. Eine neue Rekordmarke haben Niedersachsens Bauern in diesem Jahr mit 3,5 Millionen t Weizen gesetzt. Auf guten Standorten wurden häufig mehr als 100 dt je ha ge-erntet, knapp zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Links zum Thema Getreide, Links zum Thema Markt-Info.

12. Dezember 2001

Bayern: Weniger Rinder und Schweine als im Vorjahr

Themen: Archiv — info @ 16:12

München (agrar.de) – Anfang November 2001 wurden in Bayern etwa 4,0 Millionen Rinder und rund 3,6 Millionen Schweine gezählt. Das waren 4,5 Prozent weniger Rinder bzw. 3,1 Prozent weniger Schweine als im Vorjahr. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, ergab sich in der Milchkuhhaltung ein Bestandsabbau um 3,7 Prozent auf unter 1,4 Millionen Tiere. Der Mastschweinebestand ging um 1,9 Prozent auf knapp 1,4 Millionen Tiere zurück. Bei den Zuchtsauen ist ein Rückgang um 2,9 Prozent auf ca. 388 000 Tiere zu vermerken.

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung belief sich der Rinderbestand im November 2001 auf etwa 4,0 Millionen Tiere, 4,5 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Bei den Milchkühen, die über ein Drittel des Rinderbestandes ausmachen, ergab sich ein Bestandsabbau um 3,7 Prozent auf unter 1,4 Millionen Tiere. Abgenommen hat sowohl die Zahl der Rinder- als auch der Milchkuhhalter, und zwar um 1,1 bzw. 2,1 Prozent auf 81.700 bzw. 60.600 Betriebe.

In der Schweinehaltung verringerte sich der Bestand gegenüber 2000 um 3,1 Prozent auf unter 3,6 Millionen Tiere. Bei den Mastschweinen, deren Anteil fast vier Zehntel am Gesamtbestand beträgt, reduzierte sich die Zahl der Tiere auf knapp 1,4 Millionen (– 1,9 Prozent). Der Zuchtsauenbestand sank um 2,9 Prozent auf ca. 388.000 Tiere. Insgesamt wurden rund 31 000 Schweinehalter gezählt, 17,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Von ihnen hielten über 12 000 Betriebe Zuchtschweine (– 9,8 Prozent).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Bayern.

DBV-Situationsbericht 2002: Milch ist Haupteinnahmequelle der Landwirte

Themen: Archiv — info @ 16:12

Produktionswert erreichte 2000/01 insgesamt 44,3 Mrd. Euro

Münster/Bonn (agrar.de) – Die deutschen Landwirte produzierten im vergangenen Wirtschaftsjahr (2000/01) tierische und pflanzliche Erzeugnisse im Wert von 44,3 Mrd. Euro, fünf Prozent oder 2,2 Mrd. Euro mehr als im Vorjahr. Dies geht aus dem aktuellen Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hervor.

Haupteinnahmequelle war dabei wieder die Milcherzeugung mit 9 Mrd. Euro mit einem Zuwachs von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das entspricht rund 20 Prozent des Gesamtumsatzes bzw. fast der Hälfte der tierischen Erzeugung. Es folgten Getreide mit 7,3 Mrd. Euro und die Schweineerzeugung mit 6 Mrd. Euro Produktionswert vor Futterpflanzen mit 4,5 Mrd. Euro und der Rinderproduktion mit 3 Mrd. Euro.

Im tierischen Bereich, dessen Produktionswert um 11 Prozent auf 20,6 Mrd. Euro zulegte, ergaben sich unterschiedliche Entwicklungen: Bei Schlachtschweinen führte die Preiserholung zu einem Wiederanstieg des Produktionswertes um 31 Prozent auf 9,0 Mrd. Euro. Ein positiver Trend war auch bei Milch, Eiern und Geflügel zu verzeichnen. Bei Rindern wiederum kam es im Gefolge der BSE-Krise zu einem enormen, vor allem preisbedingten Einbruch des Erzeugungswertes um 0,6 Mrd. Euro auf 3 Mrd. Euro (- 17 Prozent). Der Produktionswert pflanzlicher Erzeugnisse lag im vergangenen Wirtschaftsjahr fast unverändert bei 22,3 Mrd. Euro. Verbessern konnten sich die Werte für Ölsaaten und Gemüse, bei Kartoffeln und Wein kam es zu deutlichen Rückgängen.

DBV Situationsberichtes 2002 – Daten und Fakten zur deutschen Landwirtschaft

Die gedruckte Version des Situationsberichtes 2002 (ca. 260 Seiten mit vielen Tabellen und grafischen Darstellungen) ist erhältlich bei: Deutscher Bauernverband, Referat 3.3, Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn, Fax: 0228-8198231 oder E-Mail.

Einzelexemplare kosten inklusive Porto und Verpackung 10,00 DM. Für Mehrfachbestellungen gilt folgende Rabattstaffel: 3-10 Stück: 7,50 DM/ Stück, ab 10 Stück: 5,00 DM/ Stück (Preis inkl. Porto und Verpackung). Auf Anfrage wird dem Situationsbericht die Wirtschaftsanalyse (auf Grundlage von 21.500 Buchführungsabschlüssen) kostenlos beigelegt. Die Online-Version ist von der Internet-Seite des DBV abrufbar.

DBV-Situationsbericht 2002 (%url6%PDF-Datei%/%, %url7%ZIP-Datei (8 MB)%/%)

Links zum Thema %url4%Agrarbericht und Statistik%/%, Links zum Thema %url5%Verbände%/%.

Großrauminventur des niedersächsischen Waldes

Themen: Archiv — info @ 15:12

Bestand und Leistungen werden erfasst

Hannover (agrar.de) – Auf die seit März 2001 laufenden Außenaufnahmen für die zweite Bundeswaldinventur (BWI II) wies Niedersachsens Landwirtschaftsminister Uwe Bartels hin. Bis zum Sommerende 2002 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Die BWI II liefert einen Überblick über die großräumigen Waldverhältnisse in der Bundesrepublik. Über die Ergebnisse lassen sich auch die forstlichen Produktionsmöglichkeiten beurteilen und eine neue bundesweite Holzaufkommensprognose erstellen. Die Förderung der Forstwirtschaft und insbesondere die Fördermittel für den Privatwald beruhen zu einem großen Teil auf diesen Grundlagen.

Die Bundeswaldinventur ist eine forstliche Großrauminventur mittels Stichproben. Eine Stichprobeneinheit ist als Quadrat mit 150 m Seitenlänge (‚Trakt‘) angelegt. In Niedersachsen liegen über 4.600 Trakte, davon etwa 1.500 Waldtrakte mit 3.000 – 4.000 aufzunehmenden Traktecken. Es werden dieselben Bäume aufgenommen wie bei der ersten Bundeswaldinventur (Stichtag: 01.10.1987). Forstliche Grunddaten wie Baumarten, Durchmesser und Alter werden ermittelt. Außerdem berücksichtigt die BWI II verstärkt ökologische Merkmale. Der Aufbau und die Naturnähe des Waldes werden lückenlos erfasst; stehende Totholzbäume genauso aufgenommen wie dicke Stubben; Waldränder werden eingemessen und eingestuft. Die BWI II erfasst an jedem Stichprobenpunkt über 150 Merkmale. Vier Aufnahmetrupps sind in Niedersachsen unter Leitung des Niedersächsischen Forstplanungsamtes im Einsatz.

Mit dieser Wiederholungsinventur werde es erstmals möglich,

– Veränderungen im Waldbild – auch aus Schadereignissen – sowie Flächenzu- und -abgänge infolge von Erstaufforstungen bzw. Waldumwandlungen abzuschätzen,

– Erfolge im ökologischen Umbau zu dokumentieren,

– Nutzungspotentiale für die Holzwirtschaft aufzuzeigen,

– zuverlässige Schätzungen über den Zuwachs und die Nutzung zu treffen, da die Stichprobenbäume ein zweites Mal gemessen werden, sowie

– Defizite hinsichtlich des Waldzustandes und der Waldbehandlung festzustellen.

Die Ergebnisse würden in Bund und Ländern eine wichtige Grundlage für künftige politische Entscheidungen zur Forst- und Holzwirtschaft darstellen, sagte Bartels. Sie liefern eine umfassende, besitzübergreifende und vergleichbare Datengrundlage für das ganze Land.

Links zum Thema Wald und Forst.

Diskurs zur Grünen Gentechnik

Themen: Archiv — info @ 14:12

Berlin (agrar.de) – Bundesverbraucherministerin Renate Künast lädt heute zur ersten Runde des Diskurses zur ‚Grünen‘ Gentechnik mit verschiedenen Interessengruppen nach Berlin ein.

In diesem Diskurs soll es darum gehen, die gesellschaftliche Erörterung um Chancen und Risiken der grünen Gentechnik aufzunehmen und die weiteren politischen Schritte vorzubereiten. Die Federführung für die ‚Grüne‘ Gentechnik obliegt dem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL).

Strittig scheint vor allem, ob das vor einem Jahr vereinbarte Versuchs- und Anbauprogramm wieder aufgelegt wird. Anders als im Herbst, als alle Seiten den Vorschlag eines Anbau- und Versuchsprogramms – wenn auch aus unterschiedlicher Perspektive – begrüßten, birgt der Umgang mit der Grünen Gentechnik Zündstoff für die rot-grüne Koalition.

Ergebnissoffener Dialog?

Das Künast-Ministerium denkt offenbar in erster Linie an einen ergebnissoffenen Dialog über die Grüne Gentechnik, an dem nicht nur die Industrie, sondern auch verschiedenste gesellschaftlichen Akteure wie Bauern-, Umwelt- und Verbraucherverbände sowie auch Kirchen, Gewerkschaften, Wirtschaft und die Wissenschaften beteiligt werden sollen. Umweltminister Trittin will keinen Versuchsanbau und keine Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen im Rahmen eines Untersuchungsprogramms, zumindest nicht, bis die neue EU-Verordnung zu gentechnisch veränderten Futter- und Lebensmitteln in Kraft ist.

Die SPD hingegen drängt auf einen Versuchsanbau. Der Parteitag im November stimmte zu, dass ‚die Bundesregierung in Abstimmung mit der Wirtschaft ein sorgfältig ausgearbeitete Forschungs- und Begleitprogramm zum großflächigen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen auf den Weg bringt. Selbst die Industrie zögert, einem kontrolliertem Anbau im Rahmen des Untersuchungsprogramm zuzustimmen, ohne dass zuvor die Frage zulässiger ‚Verunreinigungen‘ von gentechnisch veränderten Pflanzen in konventionellem Saat- und Erntegut geregelt ist.

DIB: Diskutiert wurde lange genug

Praktische Anbauerfahrungen statt Diskussionen fordert Dr. Dieter Wißler, Vorsitzender der Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie (DIB) von Ministerin Künast.

Seit vielen Jahren beteiligten sich Unternehmen aktiv an der öffentlichen Gentechnik-Diskussion. Das werde auch weiterhin so bleiben. ‚Was wir brauchen, um in der Debatte weiterzukommen, sind praxisorientierte Fakten für eine neue Qualität der öffentlichen Diskussion zum Thema Grüne Gentechnik‘, so Wißler. Ziel sollte es sein, den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen durch einen transparenten Monitoringprozess, ein öffentliches Forschungsprogramm und einen Kommunikationsprozess zu begleiten.

Der vorgeschlagene ‚Diskurs zur Grünen Gentechnik‘ knüpfe nicht an die damalige Bundeskanzlerinitiative an. Nach Einschätzung von Wißler verabschiedet er sich vielmehr von dem ursprünglichen Ansatz. Den Diskurs als reines Diskussionsprojekt zu betreiben, bringt keinen Fortschritt. Nach Zehntausenden von Freilandversuchen über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren, nach sechs Jahren umfangreicher Anbauerfahrung mit positiven Ergebnissen auch in anderen Teilen der Welt sowie einer breiten öffentlichen Debatte könnten Chancen und Risiken der Pflanzenbiotechnologie nicht nur theoretisch diskutiert werden – neue Argumente gebe es nicht.

Wißler: ‚Nur auf dem Wege eines praktischen Vergleichs kann es gelingen, die Innovationspotenziale der Bio- und Gentechnik systematisch weiterzuentwickeln‘. Nur die Ergebnisse eines praktischen Anbaus liefern nach seiner Ansicht zusätzlichen Erkenntnisgewinn. Alles andere heißt Blockade, Verhinderung einer wirklichen Wahlfreiheit des Verbrauchers und Verzicht auf die Pflanzenbiotechnologie als Schlüsseltechnologie für eine nachhaltige Landwirtschaft.

Ein wesentliches Thema in dem Diskurs sollte die Frage des Innovationsklimas für den Bereich der Biotechnologie in Deutschland und der EU sein. Hierzu gehörten die Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der Europäischen Union und der EU in einer globalen Ökonomie. Wirtschaft und Verbraucher benötigen klare gesetzliche Rahmenbedingungen, die sowohl die verantwortungsvolle Anwendung der Pflanzenbiotechnologie als auch die Wahlfreiheit des Verbrauchers sicherstellen.

Die Deutsche Industrievereinigung Biotechnologie vertritt die Interessen von Unternehmen, die mit biotechnologischen Methoden arbeiten. Zurzeit sind über 180 Firmen Mitglied der DIB. Darüber hinaus tragen zahlreiche Verbände die DIB – zu ihnen gehört der Industrieverband Agrar (IVA).

Links zum Thema %url5%Biotechnologie%/%.

Sachsen-Anhalt: Rückläufige Bestände an Rindern und Schweinen

Themen: Archiv — info @ 13:12

Magdeburg (agrar.de) – Wie das Statistische Landesamt mitteilt, gab es nach vorläufigen Ergebnissen der repräsentativen Viehzählung vom 3. November 2000 in Sachsen-Anhalt 386.900 Rinder und 846.900 Schweine, das waren 4,6 Prozent weniger Rinder und 5,1 Prozent weniger Schweine als ein Jahr zuvor.

Bei Rindern hat sich der bereits im Mai 2000 abzeichnende wieder einsetzende Rückgang fortgesetzt, so dass die 400.000er Grenze deutlich unterschritten wurde. Der Rinderbestand verringerte sich gegenüber November 1999 um 18.600 Tiere. Deutlich niedriger war der Bestand an Nutz- und Zuchtfärsen, an männlichen Rindern unter 1 Jahr und deutlich war auch die Einschränkung des Milchkuhbestandes. Erneut zugenommen haben die Mutterkuhbestände.

Bei den Schweinen setzte sich der in den Vorjahren festgestellte Trend einer Aufstockung nicht fort; gegenüber dem gleichen Zeitpunkt des Vorjahres betrug der Bestandsabbau 45.100 Schweine. Es verringerte sich die Zahl der Ferkel, der Bestand an Jungschweinen und ebenso der Bestand an Zuchtsauen; der Bestand an Mastschweinen nahm dagegen leicht zu. Gegenüber der letzten Zählung Anfang Mai 2000 waren 17.700 Schweine mehr im Bestand.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

Nachwachsende Rohstoffe – Vielfalt aus 1001 Projektidee

Themen: Archiv,NaWaRos — info @ 13:12

Gülzow (agrar.de) – Über 1.000 Projekte hat die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) aus Mitteln des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) bisher unterstützt. Grund genug, mit einer Sonderveröffentlichung zu illustrieren, worum es in den interessantesten Vorhaben ging, und was dabei herausgekommen ist.

‚Nachwachsende Rohstoffe – Vielfalt aus 1001 Projektidee‘ lautet der Titel des Hefts, das kostenlos bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), Hofplatz 1, 18276 Gülzow (E-Mail) anfordert werden kann.

Links zum Thema %url4%Nachwachsende Rohstoffe%/%.

Künast stellt Mittel für alternative Legehennenhaltung bereit

Themen: Archiv,Banken,Förderung — info @ 13:12

Ersatz von Käfigbatterien soll gefördert werden

Berlin (agrar.de) – ‚Mit dem neuen Bundesprogramm zur Förderung tiergerechter Legehennenhaltungssysteme verfolgen wir den Ausstieg aus der Käfigbatteriehaltung konsequent weiter. Es soll Betrieben einen Anreiz bieten, bereits vor 2007 auf Boden-, Volieren- oder Freilandhaltung umzustellen‘, sagte Bundesverbraucherministerin Renate Künast heute in Berlin. Das geplante Programm mit einem Volumen von rund 25 Millionen Mark für Kreditverbilligungen unterstütze entsprechende Investitionen für Neu- und Umbauten; es solle mit Inkrafttreten der neuen Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung starten. ‚Damit wird die von Bund und Ländern vergangene Woche beschlossene Neuausrichtung der Agrarinvestitionsförderung sinnvoll ergänzt‘, so Künast.

Das Bundesprogramm soll gezielt Unternehmen, die noch Legehennen in Käfigen halten, dabei unterstützen, ihre Betriebe auf alternative Haltungsformen umzustellen. Gemäß den neuen Vorschriften für die Hennenhaltung sind Käfigbatterien ab dem 1. Januar 2007 verboten, so dass die vorhandenen Ställe umgebaut oder neue Haltungssysteme erstellt werden müssen. Die Förderung soll in Form eines zinsgünstigen Darlehens der Landwirtschaftlichen Rentenbank gewährt werden. Dieses Darlehen kann der Investor über seine Hausbank beantragen.

Das Programm flankiert das am 6. Dezember von Bund und Ländern beschlossene Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP) im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes‘. Das AFP dient der Förderung landwirtschaftlicher Investitionen, zu denen auch der Bau von Boden-, Volieren- oder Freilandhaltungssystemen für Legehennen gehört. Zusätzlich erhalten Landwirte einen Zuschuss beim Bau besonders tiergerechter Haltungssysteme wie Bodenhaltung mit Kaltscharrraum und Staubbad sowie Freilandhaltung mit Dachüberstand, Schutz- und Tränkeeinrichtung im Außenbereich. Für Betriebe mit Käfigbatterien, die nicht über das AFP gefördert werden können, soll das geplante Bundesprogramm einen Anreiz zur Umstellung auf alternative Haltungsformen bieten. Diese Förderung über die Landwirtschaftliche Rentenbank bietet darüber hinaus den Vorteil, dass die Bundesmittel auch ohne Kofinanzierung der Länder bereit stehen.

Hennenhaltungsverordnung, Links zum Thema Geflügel und %url2%Stallbau%/%, Links zum Thema %url3%Förderung%/%.

Repräsentive Untersuchung beweist: „Frauen sind ein Gewinn!“

Themen: Archiv — info @ 11:12

Hannover (agrar.de) – Frauen von landwirtschaftlichen Betrieben arbeiten in den unterschiedlichsten Bereichen: Im Haus und auf dem Hof, in außerlandwirtschaftlichen Erwerbsbereichen, in der Politik und im Ehrenamt. Ihr Arbeitseinsatz hat eine erhebliche wirtschaftliche und soziale Bedeutung für die landwirtschaftlichen Familien und Betriebe sowie für die soziale Infrastruktur im ländlichen Raum. Da bisher keine verlässlichen Zahlen zum wirtschaftlichen Beitrag der Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben vorhanden waren, führte die Agrarsoziale Gesellschaft im Auftrag des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums zwischen Frühjahr 2000 und Herbst 2001 eine repräsentative Untersuchung durch. Im Rahmen einer projektbegleitenden Arbeitsgruppe unterstützten die niedersächsischen Landwirtschaftskammern Hannover und Weser-Ems sowie der Niedersächsische Landfrauenverband Hannover und der %url6%Landfrauenverband Weser-Ems%/% das Projekt.

Die Daten des Niedersächsischen Statistischen Landesamtes sowie die von 605 Frauen aus Haupt- und Nebenerwerbsbetrieben beantworteten Fragebögen bilden die Grundlage für einen detaillierten Bericht über die Lebens-, Arbeits- und Einkommenssituation von Frauen auf niedersächsischen Landwirtschaftsbetrieben. So zeigt sich u. a., dass die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von Frauen in Haupterwerbsbetrieben höher liegt als die der Frauen in Nebenerwerbsbetrieben und außerdem generell über denen der Männer in der Landwirtschaft liegt.

Den größten Anteil ihrer Arbeitszeit (32 Stunden) leisten die Frauen in unbezahlten Tätigkeitsbereichen wie Haushalt, Kindererziehung und -betreuung, Versorgung kranker und alter Menschen sowie im Nutz- und Ziergarten. Fast alle befragten Frauen arbeiten im landwirtschaftlichen Betrieb mit, vor allem in der Buchhaltung. Während sie in diesem Arbeitsbereich allerdings nur 4 Wochenstunden Arbeitszeit einsetzen, ist die Milchviehhaltung mit 21 Wochenstunden der arbeitsintensivste Bereich. Mit ihrem Arbeitseinsatz im landwirtschaftlichen Betrieb, in landwirtschaftlichen Nebenbetrieben und/oder in außerlandwirtschaftlichen Tätigkeiten erzielen die Frauen 33 Prozent des Gesamteinkommens landwirtschaftlicher Betriebsleiterehepaare in Niedersachsen. Das entspricht im Wirtschaftsjahr 1999/2000 23.400 DM. Wird darüber hinaus eine monetäre Bewertung der von Betriebsleiterehepaaren auf landwirtschaftlichen Betrieben geleisteten reproduktiven Tätigkeiten für Haushalt, Familie und Hof vorgenommen, so ergibt diese einen Wert von 38.000 DM. Davon leisten die Frauen 95 Prozent, das entspricht 36.000 DM.

Diese und weitere Ergebnisse der Studie sind nachzulesen in: Frauen sind ein Gewinn! Beitrag der Frauen am landwirtschaftlichen Gesamteinkommen. Zu bestellen gegen Vorab-Einsendung des Portos in Höhe von 1,53 Euro bei: Niedersächsisches Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Calenberger Straße 2, 30169 Hannover, Tel.: 0511-120-2136-21 Fax. 0511-120-2382, %url3%E-Mail%/% oder im Internet.

Links zum Thema %url4%Landfrauen%/%.

EU-Kommission fordert 264,2 Mio. EUR Agrarausgaben von Italien zurück

Themen: Archiv — info @ 11:12

Brüssel (agrar.de) – Die Europäische Kommission hat entschieden, EU-Agrarmittel in Höhe von 264,2 Mio. Euro wieder einzuziehen, die von den italienischen Behörden nicht ordnungsgemäß verwaltet worden sind. Die Rückforderung wegen unzulänglicher Kontrollverfahren und Nichteinhaltung der EU-Vorschriften über die Agrarausgaben in den Haushaltsjahren 1996 und 1997 betrifft die Zusatzabgabe für Milch einschließlich Verzugszinsen.

‚Die Mitgliedstaaten sind für die ordnungsgemäße Verwendung der EU-Mittel verantwortlich. Für die Glaubwürdigkeit der Gemeinsamen Agrarpolitik ist es besonders wichtig, dass entsprechende Maßnahmen getroffen werden, wenn die Mitliedstaaten dieser Verantwortung nicht nachkommen. Deshalb ist unser Verfahren zur Rückforderung vorschriftswidrig verwendeter Agrargelder von wesentlicher Bedeutung‘, erklärte Franz Fischler, Kommissar für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Fischerei.

Die heutige Entscheidung ergeht im Rahmen der Prüfung der Agrarausgaben (Rechnungsabschluss). Sie betrifft ausschließlich den Sektor Milch und Milcherzeugnisse in Italien und stützt sich auf die Ergebnisse der Untersuchungen, bei denen die Einhaltung der EU-Vorschriften über die Zusatzabgabe für Milch in den Wirtschaftsjahren 1995/96 und 1996/97 überprüft wurde. Die Zusatzabgabe wurde fällig, weil Italien seine Gesamtgarantiemenge für Milchlieferungen überschritten hatte.

Seit Anfang 1999 wurden mit acht Rückforderungsentscheidungen der EU-Kommission insgesamt 1.592,2 Mio. Euro von den Mitgliedstaaten zurückgefordert.

Links zum Thema EU und Landwirtschaft.

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