03. Dezember 2001

Thalheim mahnt Realitätssinn beim Bauernverband an

Themen: Archiv — info @ 09:12

Berlin (agrar.de) – Mehr Realitätssinn beim Bauernverband fordert der Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, Dr. Gerald Thalheim. Anlässlich einer agrarpolitischen Veranstaltung im bayerischen Meitingen wies Thalheim heute die weit überzogene Kritik von DBV-Präsident Sonnleitner an der Agrarpolitik der Bundesregierung zurück.

‚Der Bayerische Bauernverband will damit lediglich von seiner Mitverantwortung für die BSE-Krise ablenken‘, so Thalheim. Seit Arbeitsbeginn der rot-grünen Bundesregierung habe es zunehmend unqualifizierte Attacken seitens des Bauernverbandes gegeben: ‚Das begann mit Demonstrationen gegen die Agenda 2000, setzte sich fort mit Attacken gegen den Sparkurs, der die Landwirtschaft nicht mehr belastet als andere Bereiche, und gipfelte in der Ablehnung der Risikomaterialentscheidung im Zusammenhang mit BSE‘.

Eine sachgerechte und praxisorientierte Agrarpolitik, wie vom Bauernverband gefordert, müsse verbraucherorientiert und marktwirtschaftlich ausgerichtet sein. ‚Hierzu gibt es keine langfristig tragfähige Alternative‘, stellte Thalheim klar. Er wies zugleich darauf hin, dass die Vorwürfe an die Bundes-SPD, sie überlasse die Agrarpolitik den Grünen ‚als Spielwiese‘, ins Leere gehen. Auf dem SPD-Parteitag in Nürnberg seien eigene Vorstellungen zur Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume vorgestellt worden, die im Grundsatz der Haltung der Grünen entsprechen und sich lediglich in Nuancen wie beim differenzierten Umgang mit der Gentechnik unterscheiden, so Thalheim.

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