21. Dezember 2001

Bauernverband begrüßt Initiative für sinnvolle Lösungen im Naturschutz

Themen: Archiv — info @ 11:12

Berlin (agrar.de) – Das vom Deutschen Bundestag beschlossene Bundesnaturschutzgesetz wurde gestern vom Bundesrat abgelehnt und dem Vermittlungsausschuss zugeleitet. Es muss nach Ansicht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) deutlich nachgebessert werden.

Mit der Ablehnung des Bundestagsentwurfes erkennen die Bundesländer an, dass ein effektiver und moderner Naturschutz nur mit der Land- und Forstwirtschaft zu erreichen ist. Das beschlossene Gesetz werde diesen Ansprüchen nicht gerecht, da es vor allem auf gesetzliche Auflagen und Bürokratie setze. Naturschutz mit der Brechstange könne aber keinen Erfolg haben.

Die im Naturschutz engagierten Land- und Forstwirte fordern vielmehr die Bereitschaft der Politik für eine ehrliche und faire Zusammenarbeit, wenn sie Leistungen im Naturschutz für die Gesellschaft erbringen sollten, erklärt der DBV. Der Bundesrat unterstütze die Auffassung des Bauernverbandes. Der DBV begrüßt daher den mehrheitlichen Beschluss des Bundesrates, der sich für einen ideologiefernen und auf Kooperation setzenden Naturschutz mit der Land- und Forstwirtschaft einsetzt.

Im Vermittlungsausschuss müssten nun deutliche Nachbesserungen vorgenommen werden. So müsse beispielsweise der Vertragsnaturschutz gestärkt und auf eine ausreichende finanzielle Basis gestellt werden. Die vorgesehenen Verbundsysteme müssten nach deren Qualität und nicht nach Prozentzahlen ausgewählt werden. Ansonsten entstehe der Eindruck, als werde Naturschutz nach dem Prinzip Masse statt Klasse betrieben. Auch müsse ein deutlicher Abbau an Bürokratie vorgenommen werden und z. B. die Vorgaben zur guten fachlichen Praxis in der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft aus dem Naturschutzgesetz gestrichen werden. Es gebe Fachgesetze, die nur hierfür vorgesehen seien, erklärte der DBV.

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