21. November 2001

Niedersachsen: Waldschadensbericht 2001 vorgestellt

Themen: Statistik,Wald,Waldbericht — info @ 16:11

Bartels: Sorgenkind Nr. 1 bleibt die Eiche

Hannover (agrar.de) – Mit ‚Sie wankt zwar, doch fallen wird sie nicht‘ umschrieb Niedersachsens Landwirtschaftsminister Uwe Bartels heute bei der Vorstellung des Waldschadensberichtes 2001, vor der Landespressekonferenz in Hannover, den Zustand der Eiche. Mit einem Anteil deutlicher Schäden in Höhe von 51 Prozent lägen die Schadwerte bei ihr besonders hoch. Die Eiche sei damit die am stärksten geschädigte Baumart in Niedersachsen. Insgesamt allerdings habe sich der Zustand der Waldbäume in den niedersächsischen Wäldern leicht verbessert.

Als Ergebnis der Waldschadenserhebung 2001 werden über alle Baumarten und Alter 56 Prozent der Waldfläche ohne sichtbare Schäden (+ 5 Prozent gegenüber Vorjahr), 31 Prozent (- 2 Prozent) mit schwachen Schäden und 13 Prozent mit deutlichen Schäden ausgewiesen. Damit hat sich der Flächenanteil deutlicher Schäden gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent verringert.

In den älteren, d. h. über 60-jährigen Beständen stellt sich die Situation wie folgt dar:

– Die Buche hat sich im Jahr 2001 deutlich erholt, der Anteil deutlicher Schäden ging von 54 Prozent auf 35 Prozent zurück. Durch die letztjährige starke Mast mitverursachte Belaubungsdefizite konnte die Buche in diesem Jahr wieder ausgleichen.

– Mit einem Anteil deutlicher Schäden von 51 Prozent liegen die Schadwerte bei der Eiche weiterhin besonders hoch.

– Für die Fichte wurde bei der diesjährigen Erhebung eine leichte Verbesserung des Kronenzustandes festgestellt. Die deutlichen Schäden gingen um 2 Prozent auf 37 Prozent zurück.

– Bei der Kiefer gab es keine Veränderungen, der Anteil deutlicher Schäden blieb mit 14 Prozent konstant.

Zusammenfassend bleibe festzustellen, dass trotz günstiger Voraussetzungen durch warme Temperaturen und ausreichende Niederschläge auch im Jahr 2001 bei Buche, Eiche und Fichte die hohen Schadwerte der Vorjahre fortbestehen.

Bartels verwies in dem Zusammenhang auf die nach wie vor zu hohen Schadstoffeinträge aus der Atmosphäre, die zu erheblichen Belastungen des Ökosystems Wald führen.

Die Forstwirtschaft begegnet derartigen Gefahren mit langfristig angelegten waldbaulichen Strategien. Seit 10 Jahren garantiert z. B. das ‚Programm zur Langfristigen Ökologischen Waldentwicklung in den Landesforsten‘ (LÖWE) einen naturnahen Waldbau. Die so bewirtschafteten Wälder können möglichen Klimaveränderungen besser standhalten.

Außerdem habe die Landesregierung, so Bartels weiter, auf die umweltpolitischen Herausforderungen reagiert und im Jahr 2000 den ‚Klimaschutzaktionsplan Niedersachsen‘ aufgestellt. Maßnahmen für einen nachhaltigen Klimaschutz seien darin

– die Förderung des verstärkten Einsatzes erneuerbarer Energien wie Offshore-Windkraftnutzung, Solarenergie und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen,

– die Senkung des Energieverbrauches in den Landesliegenschaften,

– die Förderung der Modernisierung von Wohnungsstätten,

– die Verlagerung von Verkehr auf umweltfreundliche Verkehrsträger und die Verbesserung der Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs,

– die Ausweitung des ökologischen Landbaues.

Links zum Thema Waldbericht, Links zum Bundesland Niedersachsen.

WLV: Naturschutzverbände verhindern konstruktive Zusammenarbeit

Themen: Archiv — info @ 15:11

Münster/Düsseldorf (agrar.de) Mit einem Eklat endete die konstituierende Sitzung des Beirates bei der obersten Landschaftsbehörde im NRW-Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) am 19. November in Düsseldorf.

Nachdem die Wahl des Beiratsvorsitzenden in zwei Wahlgängen mit einer Pattsituation endete, weigerten sich die Mitglieder der Naturschutzverbände, an dem gesetzlich vorgeschriebenen Losentscheid teilzunehmen und verließen die Sitzung. Das Gremium ist damit jetzt faktisch arbeitsunfähig.

Dieses skandalöse Verhalten zeige, so der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV), dass die Naturschutzverbände nicht an einer konstruktiven Zusammenarbeit zum Wohle des Natur- und Landschaftsschutzes interessiert seien. Der Eklat sei offenbar bewusst herbeigeführt worden, um dem Gesetzgeber zu vermitteln, dass die paritätische Besetzung des Beirates ein Fehler sei. In unverantwortlicher Weise hätten die Naturschutzverbände durch dieses radikale Vorgehen eine gesetzliche Vorgabe, die der Losentscheid darstellt, ignoriert, so der WLV.

Der Beirat bei der obersten Landschaftsbehörde setzt sich aus je sechs Mitgliedern von sogenannten ‚Naturschützern‘ (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland – BUND, Naturschutzbund Deutschland – NABU, Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW – LNU) und ‚Naturnutzern‘ (Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband – WLV, Rheinischer Landwirtschafts-Verband – RLV, Waldbauernverband NRW, NRW-Gartenbauverbände, Landesjagdverband und Fischereiverband NRW) zusammen.

Auf den Kompromissvorschlag, die Amtsdauer des Beiratsvorsitzenden je zur Hälfte zwischen den beiden Kandidaten – Klaus Brunsmeier (BUND) sowie Hans-Jürgen Kleimann (WLV) – zu teilen, auch um nach außen zu dokumentieren, dass alle Beteiligten einen Gegensatz zwischen ‚Schützern und Nutzern‘ nicht wollen, gingen die Naturschutzverbände nach Informationen des WLV nicht ein.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bezeichnete die Ablehnung seines Kandidaten als ‚Affront‘. Wenn der Vorsitz an die ‚Naturnutzer‘ ginge, sei die Unabhängigkeit des Gremiums nicht mehr gewährleistet.

Ministerin Höhn zeigte Verständnis für die Naturschutzverbände, der Vorsitz sei ihnen zuvor zugesagt worden. ‚Jetzt werden wir sehen, welche Konsequenzen wir ziehen müssen‘ sagte die Ministerin. Im Gespräch ist, die paritätische Besetzung des Beirates abzuschaffen.

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Bayern: Umweltminister Schnappauf stellt Heilpflanzen-Kalender vor

Themen: Archiv — info @ 14:11

München (agrar.de) – Unsere Pflanzenwelt fasziniert nicht nur durch ihre Vielfalt von Formen und Farben, sie verbirgt auch einen Schatz, der nur darauf wartet, gehoben zu werden: ihre Heilkraft.

Das betonte Umweltminster Werner Schnappauf, als er am Montag Frau Anni Madl das erste Exemplar des Kalenders 2002 des bayerischen Umweltministeriums zum Thema ‚Heile Natur – Natur heilt‘ überreichte. Frau Madl, eine ausgewiesene Kräuterexpertin, die schon viele Kräuterführungen rund um das Kloster Benediktbeuern veranstaltet hat, weiß um die vielfältige Heilwirkung der Arzneien aus der Apotheke Natur. Schnappauf: ‚Es ist an der Zeit, dass der Mensch von heute die alte Volksweisheit in ihrer ursprünglichen Bedeutung wieder beherzigt: Gegen alles ist ein Kraut gewachsen‘.

Der Kalender präsentiert 12 heimische Heilpflanzen, darunter Baldrian, Fieberklee, Johanniskraut und Brennnessel. Heraustrennbare Infoblätter geben Auskunft über das Vorkommen der Heilpflanzen, ihre Wirkung und ihre Bedeutung für den Naturhaushalt. Heilpflanzen werden auch bei der nächstjährigen BayernTour Natur am Sonntag, 16. Juni 2002 eine wichtige Rolle spielen, wie Minister Schnappauf ankündigte. An diesem Tag des bayernweiten ‚Lernorts Natur‘ werden wieder bei vielen fachkundig geführten Veranstaltungen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Boot Einblicke ‚hinter die Kulissen‘ der Natur ermöglicht.

Der Umweltkalender 2002 ist kostenlos und – solange Vorrat reicht – beim Bayerischen Umweltministerium, Rosenkavalierplatz 2, 81925 München, erhältlich. Bestellungen sind auch per Telefon (089/9214-3535, per Telefax (089/9214-2266) oder per E-Mail möglich.

Erfahrungsbericht: Aus Tierschutzgründen nicht mehr Ökobauer

Themen: Archiv — info @ 12:11

(AHO/ISN) – Landwirt Jürgen Donhauser berichtet über seine Erfahrungen mit der ökologischen Schweinehaltung:

‚Nachdem ich selbst meinen Betrieb seit 9 Jahren den Ackerbau und 5 Jahren die Zuchtsauenhaltung ökologisch bewirtschafte, kann ich vor einem Wechsel nur eindringlich warnen. Ich bin mit der ‚Öko-Generation‘ aufgewachsen, und wurde durch Schule und Medienberichte in Richtung Öko-Ideologie beeinflusst. Mittlerweile haben aber meine Frau und ich so viele negativen Erfahrungen machen müssen, dass wir heute der Ansicht sind: Öko hat nichts mit Natur- oder Tierschutz zu tun, sondern ist schlichtweg ein hart umworbenes Marktsegment. Aus meiner Erfahrung ist der Ackerbau relativ einfach umzustellen und mit staatlicher Subvention (KuLaP-Prämie) durchaus gewinnbringend zu betreiben.

Produktionsprobleme entstehen hauptsächlich durch die Distel und Quecke. Die Bekämpfung ist bei der Quecke durch intensivste Bodenbearbeitung möglich. Dies ist aber durch hohen Energieeinsatz sehr kostspielig und zerstört zudem die Bodenstruktur und den Humushaushalt. Eine effektive Bekämpfung dieser Problemunkräuter ist deshalb nur durch eine veränderte Fruchtfolge zu schaffen. Bei Ackerbau- und Schweinebetrieben ist dies aber durch fehlende Verwendungsmöglichkeit von Kleegras, Mais usw. betriebswirtschaftlich nicht zu rechtfertigen.

Bei der Zuchtsauenhaltung dagegen stellt sich die ökologische Wirtschaftsweise als absoluter Irrweg dar. Durch unsere eigenen Erfahrungen können wir heute sagen, die Öko-Sauenhaltung ist weder gesünder noch artgerechter. Im Gegenteil die Anzahl der verkauften Ferkel pro Sau ist um 30 Prozent gesunken und die Tierarztkosten haben sich verdoppelt. Hauptgrund dafür waren die schlechten Haltungsformen durch Öko-Anforderung (Stroheinstreu) und die Bio-Futterkomponenten. Bei einer Futteruntersuchung des Tiergesundheitsdienstes Bayern wurde das Stroh (obwohl optimal geerntet) als mikrobiell verdorben beurteilt. Die zugekaufte Futtergerste (eine von Lammsbräu wegen zu hohen Eiweißgehalt abgelehnte Braugerste) wies so hohe Schimmelpilzgehalte auf, dass sie für uns nicht mehr als Futter verwertbar war und entsorgt werden musste. Im Laufe der Jahre erwies sich dies nicht als Einzelfall, sondern als generelles Problem. Die kleinstrukturierte Ökolandwirtschaft bringt mit sich, dass kleine Betriebe eben nun mal keine Getreidereinigung und Trocknung haben, und die Lagerhaltung aus Provisorien bestehen. Wenn auch auf dem Feld der Pilzgehalt am Getreide nicht höher ist als an konventioneller Ware, so wird aber anschließend durch die Mit-Einlagerung der verstärkt vorhandenen Unkrautsamen eine optimale Umgebung für Schimmelpilze geschaffen. Dies konnten wir durch Laboruntersuchungen eindeutig nachweisen. Im Stroh wirkten sich die vermehrte Anzahl an Unkräuter ebenso negativ aus, obwohl beim Stroh wie bei der Heuwerbung vorgegangen wurde (mehrmaliges wenden bei Hitze usw.). Der hohe Pilztoxingehalt konnte sogar im Blut der Sauen nachgewiesen werden und führte zur allgemeinen Immunschwäche. Die Sauen waren nicht mehr in der Lage kleine Infektionen abzuwehren und erkrankten wegen jeder Kleinigkeit.

Totgeburten, Lahmheit, Gesäugeentzündungen usw. standen auf der Tagesordnung. Die vorgeschriebene Gruppenhaltung der Sauen auf Stroh führten zum Supergau in der Herde. Infektionen (Leptospieren und Clamydien) breiteten sich in der angeschlagenen Sauenherde rasend schnell aus, und konnten sich vor allem in den Sommermonaten auf dem Festmist wie auf einer Nährlösung explosionsartig vermehren. Auch kleine Verletzungen durch ’natürliche‘ Rangkämpfe der Sauen untereinander, entwickelten sich zu massiven Wundinfektionen bis hin zur Blutvergiftung. Durch den Milchmangel der Zuchtsauen nach der Geburt haben sich die Ferkel beim Kampf um die wenige Milch mit ihren Zähnen gegenseitig derart verletzt, dass anschließende Streptokokken-Infektionen die halbe Gesichtshälfte der Ferkel verfaulen ließen. Nur massiver Antibiotikaeinsatz und die anschließend erteilte Ausnahmegenehmigung, den Ferkeln die Zähne abschleifen zu dürfen, konnten die Verluste in Grenzen halten. Schwänze durften nicht kupiert werden, was sich aber nicht als Problem darstellte, sie fielen einfach von alleine ab. Der Toxingehalt in der Muttermilch führte bereits bei Saugferkel zu absterbenden Schwanz- und Ohrenspitzen. Was sich hier lustig liest war uns die Hölle. Umrauscher mit eitrigen Ausfluß, Verferkeln, Totgeburten und Lahme brachten uns zu der Erkenntnis, das ökologische Tierhaltung nichts mit Tierschutz zu tun hat. Es bleibt mir auch heute noch ein Rätsel wie man eine gewissenhafte und gründliche Parasitenbekämpfung bei vorgeschriebener Gruppenhaltung mit Auslauf vollziehen soll.

Eine Unterbrechung der Wurm-Infektionskette ist unmöglich, bei einer Überlebensdauer der Wurmeier von mehreren Jahren auch im Freien. Die Schlachtergebnisse bestätigen diese Vermutung. Bei einer Bio-Mastschweinanlieferung am Schlachthof Pfarrkirchen letzten Jahres konnte bei 80 Prozent der Tiere die Leber und Lunge nicht verwertet werden, weil die Verwurmung so extrem war. Bei der Auslieferung unserer Ferkel an die Biomäster wurde uns klar, dass Missstände in der Bioschweinehaltung extreme Ausmaße angenommen hatten. Die Ausnahmegenehmigungen für Bio-Schweinehaltung war die Regel geworden. Sogar in ehemaligen Autogaragen mit miserablen Licht- und Luftverhältnissen wurden Bio-Mastschweine erzeugt, Hauptsache die obligatorische ‚Öko-Stroheinstreu‘ war vorhanden.

Der Tropfen der das Faß zum überlaufen brachte, waren die chaotischen Vermarktungsverhältnisse. Bei den Anfangsberatungen wurden uns ein dynamischer Markt in Aussicht gestellt mit Ferkelpreisen 20 kg von 115 – 127 DM. In der Realität stellte sich aber heraus, das der Absatzmarkt für Öko-Mastschweine sehr begrenzt und dadurch anfällig war. Durch Überproduktion wurden die Bio-Mäster schließlich zum Aufstallungs-Stop aufgefordert. Schlagartig brach der Absatzmarkt für unsere Bio-Ferkel zusammen. Die wenigen Mäster die trotzdem aufstallten, verlangten von uns billigere Preise. Bei einer Jahresauswertung stellte sich heraus, dass wir nur mehr 25 Prozent der Ferkel zum vollen Biopreis verkaufen konnten, unsere Auflagen und damit teuere Öko-Produktion mussten wir aber weiterhin voll erfüllen.Ein Umstand, der uns schließlich veranlasste zu kündigen.

Fazit: Öko hat im Sauenbereich nichts mit den Begriffen langfristig, tiergerecht, umweltgerecht zu tun. Es ist ein Marktsegment, mit willkürlich festgelegten Erzeugerrichtlinien. Öko-Zuchtsauenhaltung ist nur für Kleinstbetriebe zu empfehlen, die nicht aus Einkommensüberlegungen sondern auf fraglichen Idealismus diesen Weg beschreiten. Denn kleine Sauenherden, haben generell einen höheren Immunstatus und könnten somit leichter mit der ‚tiergerechten'(?) Haltungsform fertig werden.

(Quelle: Interessengemeinschaft der Schweinehalter Nord-Westdeutschland, ISN)

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20. November 2001

Schleswig-Holstein: Landeswettbewerb tiergerechte Haltung

Themen: Archiv — info @ 15:11

Ministerin Franzen zeichnet Betrieb mit vorbildlicher Schweinehaltung aus

Krummbek (agrar.de) – ‚Die Förderung tiergerechter Haltungssysteme ist ein wichtiges Ziel der Landesregierung. Dieses Ziel verfolgt auch der Landeswettbewerb für tiergerechte Haltung, der in diesem Jahr zum achten Mal stattfindet‘, sagte die Ministerin für ländliche Räume, Landesplanung, Landwirtschaft und Tourismus, Ingrid Franzen, heute anlässlich der Auszeichnung des landwirtschaftlichen Betriebes von Anne-Marie und Rainer Muhs in Krummbek (Kreis Plön) für beispielhafte Tierhaltung.

Im Betrieb von Anne-Marie und Rainer Muhs würden als ein Schwerpunkt Schweine gehalten. Die erzeugten Ferkel würden auf dem eigenen Biohof gemästet, in der Hofschlachterei geschlachtet und anschließend selbst vermarktet. Die Schweinehaltung zeichne sich durch folgende Details aus:

– Alle Schweine verfügen über wärmegedämmte Ruhezonen und Aktivitätsbereiche mit Außenklima.

– Zentrale Ferkelnester verhindern das Erdrücken der Ferkel durch die nicht fixierten Sauen.

– Ältere Ferkel und mehrere Sauen werden als Gruppe im Familienstall gehalten.

– Die Mastschweine halten sich durch einen Schrägboden und die geschickte Anordnung des Kotbereichs besonders sauber.

– Die Mastschweine werden durch die Verfütterung von Kleegrassilage sinnvoll beschäftigt, so dass sie nicht zum Schwanzbeißen neigen.

Ministerin Franzen abschließend: ‚Es ist wichtig, innovative und investitionsbereite Landwirte, die auf der Suche nach tiergerechten Haltungssystemen neue Wege gehen, zu unterstützen und zu ermutigen.‘

Links zum Thema Tierhaltung und Schweine, Lins zum Bundesland Schleswig-Holstein.

Schleswig-Holstein: Jagd und Artenschutzbericht 2001 vorgelegt

Themen: Archiv — info @ 14:11

Kiel (agrar.de) – Schleswig-Holsteins Jagd- und Artenschutzexperten arbeiten erfolgreich zusammen: Gemeinsam haben sie den Jagd und Artenschutzbericht 2001 erarbeitet, den Umweltminister Klaus Müller am 18. November präsentierte. Auf knapp 120 Seiten wird die Lebenssituation von rund zwanzig Tierarten Schleswig-Holsteins zusammengestellt – vom Kammmolch bis zum Rothirsch. Jäger und Naturschutzinteressierte erfahren, welche Erkenntnisse in ausgewählten Artenschutz- und Lebensraumprojekten gewonnen wurden und wie sich die Jagdstrecken entwickelt haben.

Im Bericht wird die aktualisierte Rote Liste der Säugetiere Schleswig-Holstein zusammengefasst. ‚Gegenüber der Auflage von 1990 erfolgten wesentliche Veränderungen‘, so Minister Müller. ‚Seehund und einige Fledermausarten konnten – dank erfolgreicher Schutzmaßnahmen – aus der Roten Liste entlassen werden.‘ Besonderes Augenmerk richteten die Artenschützer auf den Kammmolch: Die Art ist in der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU aufgeführt, das heißt, sie ist europaweit extrem gefährdet. Jetzt wurden für Schleswig-Holstein alle Daten zusammengetragen und ausgewertet. Das Ergebnis: Kammmolche scheinen sich vor allem im Östlichen Hügelland wohl zu fühlen, vereinzelt kommen sie in den Altmoränenzügen der Hohen Geest und in den Sandergebieten der Niederen Geest vor, außerdem gibt es Vorkommen auf Fehmarn und auf Föhr.

‚In Sachen Fischotterschutz sind wir einen guten Schritt voran gekommen‘, freute sich der Umweltminister. Die neu gegründete Arbeitsgemeinschaft Otter soll künftig die Schutz- und Forschungsaktivitäten im Land koordinieren. Ihr Ziel ist es, ein zusammenhängendes System von Feuchtgebieten zu schaffen. Das Netz soll von Mecklenburg-Vorpommern über Schleswig-Holstein bis nach Dänemark gespannt werden. Ein anderer Auftrag des Umweltministeriums an die Artenschützer war, die Situation der Rohrweihen zu ermitteln. In Schleswig- Holstein brüten etwa zehn Prozent des deutschen Bestandes. Für 2001 wurden rund 660 Brutpaare angegeben, die Vorkommen scheinen im letzten Jahrzehnt stabil geblieben zu sein.

Der fünfte Jagd- und Artenschutzbericht Schleswig-Holstein kann im Umweltministerium unter der Telefonnummer 0431-988-7267 oder per E-Mail kostenlos angefordert werden.

Links zum Thema Jagd und Wild.

BUND an SPD-Parteitag: Nein zur Grünen Gentechnik!

Themen: Archiv — info @ 13:11

Berlin (agrar.de) – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert die Delegierten des SPD-Parteitags in Nürnberg auf, den vom Parteivorstand geplanten Vorstoß für die Freisetzung von genmanipulierten Pflanzen auf deutschen Äckern zu stoppen. In einem Antrag des Parteivorstandes vom 9. Juli 2001 heißt es, ‚dass die Bundesregierung in Abstimmung mit der Wirtschaft ein sorgfältig ausgearbeitetes Forschungs- und Begleitprogramm zum großflächigen Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen‘ auf den Weg bringen solle. Nach Ansicht des BUND würde mit diesem Vorhaben das Ende der Gentechnikfreiheit in der deutschen Landwirtschaft besiegelt.

Dr. Angelika Zahrnt, Bundesvorsitzende des BUND: ‚Erst propagiert die SPD eine Wende in der Agrarpolitik und nun will sie massenhaft gentechnisch veränderte Pflanzen auf die Äcker bringen. Das passt nicht zusammen. Der vorliegende Antrag missachtet das eindeutige Votum der Verbraucherinnen und Verbraucher, die keine genmanipulierte Nahrung essen wollen. Die Delegiertenversammlung des BUND hat deshalb am Wochenende eine entsprechende Resolution verabschiedet: Wir fordern ein entschiedenes Nein der SPD-Vertreter zu dieser Politik, die die Vermarktungsinteressen der Gentech-Industrie über die Erfordernisse des vorsorgenden Verbraucherschutzes stellt.‘

Die begonnene Agrarwende schließt nach Ansicht des BUND den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft aus. Die Gentechnikfreiheit der konventionellen Landwirtschaft und des Ökolandbaus sei nur zu garantieren, wenn gentechnisch veränderte Pflanzen erst gar nicht angebaut würden. Seit dem Frühjahr 2000 seien immer wieder Verunreinigungen von konventionell hergestelltem Saatgut mit gentechnisch veränderten Sorten aufgedeckt worden. Auch könne die unkontrollierte Ausbreitung von Pollen genmanipulierter Pflanzen auf den Feldern nicht verhindert werden.

Zahrnt: ‚Es darf nicht zu Lasten von Natur und Konsumenten gehen, wenn Saatguthersteller unternehmerische Fehlentscheidungen treffen und mit gentechnisch veränderten Pflanzen ein Angebot schaffen, für das es keine Nachfrage gibt. Das Ziel einer neuen Agrarpolitik muss dagegen sein, langfristig gesunde Lebensmittel herzustellen und vorsorgenden Verbraucherschutz zu gewährleisten. Genmanipulierte Tiere und Pflanzen machen dieses Ziel zunichte.‘

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DBV: NABU fällt aus dem Rahmen

Themen: Archiv — info @ 13:11

Bonn (agrar.de) – Deutliche Kritik übt der Deutsche Bauernverband (DBV) an einer aktuellen Pressekonferenz des Naturschutzbundes NABU zu ‚Lobbyverflechtungen in der Landwirtschaft‘.

Hintergrund ist die Veröffentlichung der Studie zur Lobbyverflechtungen in der deutschen Landwirtschaft‚ und Datenbank im Internet. Die %url4%Datenbank%/% umfasst über 5.300 Datensätze mit weit über 1.000 Personen, die in der Landwirtschaft, in landwirtschaftlichen Organisationen, politischen Institutionen, der Agrarindustrie oder Banken und Versicherungen tätig sind.

Hier die Stellungnahme des DBV:

NABU fällt aus dem Rahmen – weil ihm nichts mehr einfällt

Bestens bezahlte Funktionäre des Öko-Multis NABU – Jahresetat circa 45 Millionen DM – rasten offenbar aus. Anstatt in einen ernsthaften Dialog über das einzutreten, was sich mit der sogenannten Agrarwende verbindet, greifen sie – wie in alten Zeiten – Personen und Strukturen des Deutschen Bauernverbandes an. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter des Berufsstandes sind aber keine ‚Drahtzieher des Agrarsektors‘ (so wörtlich der NABU), sondern engagierte Sachwalter der Minderheit der Bauernfamilien in unserer Gesellschaft.

Vom Ortsvorsitzenden bis zum Präsidenten müssen alle Ehrenamtlichen in den Bauernverbänden aktive Bauern sein, die gegenüber ihren Mitgliedern Rechenschaft ablegen müssen. Sie werden von den rund 90 Prozent der deutschen Bauern, die im DBV über die 18 Landesbauernverbände freiwillig organisiert sind, demokratisch gewählt. Die Ehrenamtlichen in den Bauernverbänden erhalten kein Gehalt für ihre Tätigkeit, sondern lediglich eine Aufwandsentschädigung. Dies ist beim NABU anders, dessen Präsident Flasbarth und einige Vorsitzende großer Landesverbände auf der Gehaltsliste des NABU stehen, was mit der hauptamtlichen ‚Rund um die Uhr-Beanspruchung‘ begründet wird. Die ehrenamtliche Führung der Bauernverbände stellt sich regelmäßig durch demokratische Wahlen der Verantwortung. So finden derzeit in Bayern die alle fünf Jahre durchgeführten Wahlen der Ehrenamtlichen von der Orts- bis zur Präsidentenebene statt. Auch die Genossenschaften, als bäuerliche Unternehmen nach den Prinzipen Raiffeisens gegründet, werden von aktiven Landwirten in ihrer Funktion als Eigentümer über die Vertretung in den Aufsichtsräten geleitet. Was daran verwerflich ist, bleibt ein Geheimnis des NABU.

Trotz wenig Unterstützung von Seiten der Umweltorganisationen hat der Deutsche Bauernverband mit den der Landwirtschaft vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen den gesundheitlichen Verbraucherschutz nach der BSE-Krise konsequent angepackt. Offenbar ist der NABU nun irritiert darüber, dass es mit dieser konsequenten Ausrichtung auf den Verbraucherschutz gelingt, Vertrauen der Verbraucher zurückzugewinnen. Auch ist er wohl über kritische Fragen verärgert, welchen Beitrag etwa finanziell bestens alimentierte Umweltstiftungen zur nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raums leisten, wenn sie betonköpfig auf überflüssigen Schutzgebietsausweisungen bestehen und zu allererst ortsansässige Bauern von ihren Flächen verdrängen.

Dem DBV ist es gelungen, die Land- und Forstwirtschaft in Deutschland weiter in der Hand von Bauernfamilien zu halten, die eigenverantwortlich und verantwortungsbewusst mit den ihnen anvertrauten natürlichen Ressourcen Boden, Luft und Wasser, Tieren und Pflanzen umgehen.

Der Deutsche Bauernverband wird sich mit seinen Landesbauernverbänden – wie bisher und im Gegensatz zu den Umweltorganisationen – ohne staatliche Unterstützung und Beeinflussung für eine von Bauern getragene Landwirtschaft, eine gute Zusammenarbeit mit den vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen und einen lebendigen ländlichen Raum einsetzen. Dabei wird er ökologische wie ökonomische Ziele nicht aus den Augen verlieren. Immerhin ist die Landwirtschaft mit den vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen der viertgrößte Arbeitgeber in Deutschland. Gerade in Zeiten konjunktureller Schwäche wird der Deutsche Bauernverband auch die Frage nach dem Erhalt von Arbeitsplätzen nicht nur stellen, sondern konkrete Antworten einfordern. Der NABU kann selbst entscheiden, ob er dabei künftig noch ein Gesprächspartner im ländlichen Raum bleiben will oder nicht.

Information: Deutscher Bauernverband (DBV), Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn, Tel.: 0228-81980, Fax: 0228-8198205, %url6%E-Mail%/%.

NABU: ‚%url4%Lobbyverflechtungen in der Landwirtschaft%/%‘

Links zum Thema %url3%Verbände%/%.

DLG: Agritechnica erfolgreich

Themen: Archiv — info @ 11:11

Hannover/Frankfurt (agrar.de) – Vom 11. bis 17. November 2001 fand in Hannover die internationale DLG-Fachausstellung für Landtechnik Agritechnica 2001 statt. Dr. Dietrich Rieger, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), Frankfurt am Main, zeigt sich in seinem vorläufige Fazit zufrieden:

1. Die Agritechnica 2001 ist von der landtechnischen Industrie hervorragend beschickt worden. 1.412 Unternehmen aus 33 Ländern präsentierten ein komplettes Angebot an Maschinen, Geräten, Ersatzteilen und Zubehör. Der Auslandsanteil betrug 33 Prozent.

2. Die Agritechnica 2001 hat die in sie gesetzten Erwartungen deutlich übertroffen. Mehr als 240.000 Besucher, dies sind noch einmal sechs Prozent mehr als 1999, kamen nach Hannover. Die Agritechnica 2001 hat ihre wichtigsten Funktionen, über landtechnische Neuheiten und Entwicklungstrends zu informieren und ein positives Investitionsklima zu schaffen, voll erfüllt.

3. Nach der Besucherumfrage sind die Besucher aus allen Regionen Deutschlands gut vertreten. Die Landwirte aus Süd- und Südwestdeutschland kamen mit 36 Prozent der Inlandsbesucherzahl wiederum in großer Zahl nach Hannover. Mit einem Drittel mehr kam der größte Teil des inländischen Besucherzuwachses aus den neuen Bundesländern.

4. Die internationale Bedeutung der Agritechnica ist weiter gewachsen. Die Zahl ausländischer Besucher ist gegenüber 1999 um 15 Prozent auf 34.000 gestiegen. Die meisten Besucher kamen aus der Schweiz, Österreich, aus den Niederlanden, Großbritannien, Frankreich und Dänemark. Überaus erfreulich ist der Zuwachs aus den Ländern Mittel- und Osteuropas: Rund ein Drittel mehr Landwirte und Fachleute, die meisten aus Polen, Tschechien, aus der Ukraine, Ungarn und Russland, sind zur Agritechnica gekommen.

5. Die erfreuliche Sogwirkung auf die ausländischen Landmaschinenhändler, Lohnunternehmer und Business-Farmer ist begründet. Die Agritechnica ist unter allen Landtechnik-Ausstellungen in Europa diejenige mit dem höchsten Herstelleranteil, auf ihr sind alle global und europaweit operierenden Landtechnik-Unternehmen vertreten. Sie bietet insgesamt das umfassendste und vielseitigste Ausstellungsprogramm für den Pflanzenbau. Attraktiv für diese Zielgruppen ist der November-Termin, zu dem die Hersteller ihre Innovationen vorstellen.

6. Über zwei Drittel der Agritechnica-Besucher sind landwirtschaftliche Unternehmer. Wie die Aussteller berichten, waren sie sehr gut vorbereitet und kamen mit präzisen Vorstellungen auf die Stände. Die Landwirte bewirtschaften immer größere Betriebe. 26 Prozent von ihnen bewirtschaften Betriebe bis 50 ha, 28 Prozent 50 ha bis 100 ha, 36 Prozent 100 ha bis 1.000 ha und 10 Prozent über 1.000 ha.

7. Die Landwirte nehmen die Forderungen der Verbraucher sehr ernst. Sie sehen die Zukunft für ihre Betriebe in einer nachhaltigen Landbewirtschaftung, die auf ökonomische, ökologische und soziale Aspekte besondere Rücksicht nimmt. Sie benötigt die moderne Technik nicht nur, um hohe Erträge zu erzielen und die Kosten zu senken, sondern um die Produkte qualitativ hochwertig, sicher und umweltschonend zu erzeugen. Das ist in vielen Fällen mit leistungsfähigerer und computergeregelter Technik einfacher, produktschonender und kostengünstiger zu erreichen als mit kleinen Maschinen. Steigende Betriebsgrößen in Westdeutschland, große Betriebsflächen in Ostdeutschland und in vielen europäischen Ländern einerseits sowie die rasch zunehmende überbetriebliche Maschinennutzung in der Landwirtschaft andererseits, verbessern die Einsatzmöglichkeiten und Absatzchancen für große Maschinen.

8. Auf der Agritechnica 2001 war deutlich zu spüren, dass die Landwirte jetzt gewi llt sind, trotz vieler deprimierender politischer Botschaften und Regelungen, zu investieren. Die Befragungsergebnisse unterstreichen dies und signalisieren eine mit 66 Prozent (1999: 62 Prozent) hohe Investitionsneigung.

9. Auch in diesem Jahr war das Fachbesucherinteresse wieder besonders stark auf Traktoren, die gesamte Bandbreite der Bodenbearbeitung und auf die Erntetechnik für Getreide, Futter und Hackfrüchte ausgerichtet. Darüber hinaus ist deutliches Interesse an der Technik für die Saat, Pflanzenpflege, Düngung und den Pflanzenschutz sowie an Zubehör und Ersatzteilen zu verzeichnen. Sehr hohes Interesse zeigten die Landwirte am Agritechnica Special ‚Bodenschutz – Technik – Ertrag‘. Es war ganz auf die nachhaltige Bewirtschaftung des für den Landwirt kostbarsten Produktionsfaktors Boden ausgerichtet.

10. Informationen über Neuheiten und Trends standen auf den Ständen der Aussteller und in der Besuchergunst im Mittelpunkt. Weit mehr als die Hälfte der Landwirte kamen nach der Besucherumfrage zur Agritechnica 2001, um sich einen gezielten Überblick über die Neuheiten zu verschaffen. Das ist auch eine Bestätigung für das Neuheitenkonzept der DLG, das die Verleihung von Gold- und Silbermedaillen beinhaltet.

11. Auf der Agritechnica 2001 waren rund 11.000 Landwirte (7 Prozent) vertreten, die ökologischen Landbau betreiben, darunter rund die Hälfte aus den Nachbarländern.

12. In der Landwirtschaft haben zusätzliche Einkommensquellen sehr große Bedeutung. Dies war auf der Agritechnica 2001 deutlich spürbar. Das Interesse an Dienstleistungen für Dritte ist hoch. So fanden das umfangreiche Angebot an Maschinen und Geräten in den Bereichen Forsttechnik, Landschaftspflege, Kommunaltechnik und bei den Maschinenringen hohe Beachtung.

13. Die Agritechnica wird mehr und mehr zur Zukunftswerkstatt für die gesamte Agrarbranche. Mit ihrem Angebot an neuer Technik und neuen Entwicklungen stellt sie ein einzigartiges Informationsforum für alle wichtigen Zukunftsfragen der Landwirtschaft und Agrartechnik dar. Das Rahmenprogramm bot vorzügliche Informationsmöglichkeiten für die gesamte Agrarbranche aus dem In- und Ausland. Gut besucht waren insbesondere die VDI/MEG-Tagung Landtechnik, die 4. Europäische Lohnunternehmertagung, der internationale Saatgutkongress, die 3. Internationale Ackerbautagung und das Russland-Ukraine Symposium. Aber auch die zahlreichen Forums-Veranstaltungen fanden oft ein ‚volles Haus‘.

14. Junglandwirte und junge Unternehmer haben das Bild der Agritechnica am Freitag, dem 16. November 2001, stark geprägt. An diesem Tage fanden der erste Junglandwirte-Tag und der erste Deutsch-Französische Agrarstudententag statt.

15. Die Agritechnica bot im Jahre 2001 deutliche Signale dafür, dass die Landwirtschaft die gesellschaftlichen Forderungen nach nachhaltiger Wirtschaftsweise, sicherer Produktion und Umweltschonung angenommen hat. Wettbewerbskraft, ökologische Orientierung und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft kennzeichnen den Pflanzenbau. Entsprechend ausgeprägt ist der Zukunftsoptimismus in dieser Branche. Es wäre zu wünschen, dass die Tierhaltung ähnliche Möglichkeiten zur Verwirklichung nachhaltiger Ziele erhielte.

Vorläufige Ergebnisse der Besucherbefragung, Ergebnisse einer %url4%Ausstellerbefragung%/%.

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19. November 2001

Fleischer-Verband gegen lange Tiertransporte

Themen: Archiv — info @ 16:11

Frankfurt (agrar.de) – Der Deutsche Fleischer-Verband (DFV), die Spitzenorganisation der rund 20.000 Fleischer-Fachgeschäfte in Deutschland, unterstützt mit Nachdruck die Forderung des Europäischen Parlaments, lange Transportwege von lebenden Tieren zu ihren Schlachtstätten zu unterbinden. Nach den Worten von DFV-Präsident Manfred Rycken bedeuten stundenlange Transporte quer durch Europa eine unnötige Qual für die betroffenen Tiere. Daher seien sie aus ethischen Gründen konsequent abzulehnen. Zudem wirke sich der dadurch verursachte Stress negativ auf die Qualität des Fleisches aus.

Die Initiative des Europäischen Parlaments, den größten Missständen auf diesem Gebiete ein Ende zu bereiten, ziele genau in die richtige Richtung. Allerdings sei die angeregte Begrenzung auf acht Stunden bei weitem noch zu lang.

Rycken betonte, dass das Fleischerhandwerk traditionell fast vollständig ohne den Transport von Tieren oder Fleisch über lange Strecken auskomme, da die Fleischer-Fachgeschäfte in der Regel mit Lieferanten in der unmittelbaren Region zusammenarbeiteten. ‚Wir beziehen unsere Schlachttiere und unser Fleisch aus der näheren Umgebung. Das heißt, wir kennen nicht nur unsere Lieferanten ganz genau, sondern wir können auch alles tun, um den Tieren unnötige Qualen auf dem Weg zum Schlachtort – sei es der örtliche Schlachthof oder der eigene Betrieb – zu ersparen‘, so der DFV-Präsident wörtlich. Die Erfahrung habe gezeigt, dass dies von den Verbrauchern gewünscht und mit ihrer Kaufentscheidung auch honoriert werde.

Information: Deutscher Fleischerverband (DFV), Kennedyallee 53, 60596 Frankfurt, Tel.: 069-633020, Fax: 069-63302150, E-Mail%/%.

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