26. November 2001

Umfragen: Rindfleisch ist wieder gefragt

Themen: Archiv,MKS — info @ 12:11

Nürnberg/Offenbach (agrar.de) – Ein Jahr nach der ersten BSE-Meldung am 24. November 2000 sind die Verbraucher offenbar weitgehend zu ihren Konsumgewohnheiten und zum Rindfleischverzehr zurückgekehrt. Zu diesem Ergebnis kommen Untersuchung des Marktforschungsunternehmen GfK und der Arztezeitung.

Danach Fast greift fast jeder, der früher Fleisch konsumierte, wieder zu Fleisch. Nur entscheidet er sich etwas seltener für Rindfleisch. Im vergangenen Winter hatten fast die Hälfte derer, die zuvor Rindfleisch konsumierten, auf dieses Produkt verzichtet. Erst nach Ostern hatte sich ihre Zurückhaltung wieder etwas gelegt, der Markt für Rindfleisch belebte sich. Zahlen aus dem GfK-Frischepanel spiegeln die Dramatik der Entwicklung wider: Hatten die deutschen Haushalte im Dezember 2000 und im Januar 2001 noch fast 70 Prozent weniger Rindfleisch als im Vorjahr eingekauft, so betrug das Minus zum Vorjahr im Juni 2001 nur noch 20 Prozent und im September 2001 14 Prozent.

Auf den Genuss anderer Fleischsorten verzichteten die Verbraucher deutlich weniger. So wurde beispielsweise Schweinefleisch trotz der Berichte über Maul- und Klauenseuche unvermindert weiter konsumiert. Der Verbraucher hat sogar mehr davon gekauft als im Jahr zuvor. Der Absatz von Wurstwaren litt jedoch unter der Diskussion um BSE. Die Reaktionen der Verbraucher waren allerdings weit weniger intensiv als beim Fleisch. Zwar blieben Leberwurst und Salami Anfang des Jahres häufig in den Geschäften liegen. Aber das ist längst vergessen. Inzwischen sind die Verbraucher zu ihren ursprünglichen Gewohnheiten zurückgekehrt, teilt die GfK mit.

Auf die aktuelle Online-Umfrage der Ärztezeitung: ‚Haben Sie noch Appetit auf Rindfleisch?‘ antworteten über 13.300 Personen. ‚Ja, natürlich‘ sagten 33,9 Prozent, ‚deutlich weniger‘ Appetit haben 19,7 Prozent, ’nein, gar nicht‘ antworteten 31,8 Prozent, 14,6 gaben an, schon lange kein Fleisch mehr zu essen.

Laut einer dimap-Umfrage für den Mitteldeutschen Rundfunk achtet fast ein Drittel der deutschen Verbraucher beim Kauf von Rindfleisch inzwischen nicht mehr auf die Ursprungsbezeichnung. Für 41 Prozent der 1.100 Befragten war die Herkunft indessen weiterhin wichtig. Vier Prozent gaben an, sie hätten noch nie darauf geachtet, 25 Prozent erklärten, sie kauften gar kein Rindfleisch.

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