16. November 2001

Sachsen: Millionen für umweltfreundliche Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 10:11

Äcker vor Bodenerosion geschützt – weniger Stickstoffdünger ausgebracht

Dresden (agrar.de) – Nach einer vom Bundesverbraucherministerium jetzt vorgelegten Zusammenstellung hat Sachsen im Förderzeitraum 1993 bis 1999 rund 524 Millionen Mark für Agrarumweltmaßnahmen ausgezahlt. ‚Damit nimmt der Freistaat eine Spitzenposition in Deutschland ein‘, so Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath. Lediglich Bayern mit rund zwei Milliarden Mark und Baden-Württemberg mit einer Milliarde Mark hätten mehr Geld für Agrarumweltmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Im laufenden Förderzeitraum bis 2006 seien in Sachsen 715 Millionen Mark für freiwillige Umweltleistungen der Landwirte vorgesehen, so Flath. Dreiviertel der Mittel stammten von der Europäischen Union.

Im Rahmen des Programms ‚Umweltgerechte Landwirtschaft‘ seien im vergangenen Jahr rund 70 Prozent der knapp 918.000 Hektar großen Landwirtschaftsfläche umweltschonend bewirtschaftet worden. Das Programm habe etwa durch Erosionsschutzmaßnahmen dazu beigetragen, bis zu 355.000 Tonnen fruchtbaren Ackerbodens vor dem Verlust zu bewahren. Zudem hätten Landwirte zunehmend auf Stickstoffdünger verzichtet. So seien im letzten Jahr die Ackerböden um 5.000 Tonnen Nitratstickstoff entlastet worden. ‚Eine Umweltleistung, die sich langfristig auf die Gewässergüte und Trinkwasserqualität auswirkt‘, so Flath.

Seit dem Start des Programms 1993 nahm die umweltfreundlich bestellte Landwirtschaftsfläche stetig zu. Waren es 1994 rund 526 000 Hektar, wuchs die Fläche bis 2000 auf 633 000 Hektar. Immer mehr Landwirte schützen ihre Äcker vor Bodenerosion und verzichten bei der Feldarbeit auf den Pflug. So wurden 1994 rund 1.600 Hektar Ackerfläche pfluglos bestellt, sechs Jahre später waren es bereits 104.000 Hektar. Das sind etwa 14 Prozent der gesamten Ackerfläche. Etwas höher lag der Anteil der Ackerfläche, auf der Landwirte ihre Stickstoffdüngung zu Gunsten der Umwelt um 20 Prozent reduziert hatten. Betrug der Anteil 1994 knapp 17 Prozent, waren es 2000 mit 161.000 Hektar rund 22 Prozent der Ackerfläche.

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